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können wir sofort einen baustop für onshore bekommen

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  1. können wir sofort einen baustop für onshore bekommen

    Autor: Strandratte 08.06.21 - 17:50

    zumindest temporär bis wir wissen ob diese dinger funzen.

  2. Re: können wir sofort einen baustop für onshore bekommen

    Autor: Benutztername12345 08.06.21 - 17:52

    Habs mal weitergereicht, ist genehmigt.

  3. Re: können wir sofort einen baustop für onshore bekommen

    Autor: nuclear 08.06.21 - 18:03

    Ich hoffe das ist Ironie. Denn auch mit Offshore brauchen wir onshore Anlagen. Die Kapazität ist ansonsten einfach nicht groß genug und kann vor allem nicht schnell genug ausgebaut werden.

    Wir müssten eigentlich in beiden Bereichen drastisch mehr ausbauen.

  4. Re: können wir sofort einen baustop für onshore bekommen

    Autor: nebenderspur 08.06.21 - 18:27

    das genaue Gegenteil ist der Fall.
    Nicht nur ist Onshore bei den Anwohnern umstritten.
    Die guten Grundstücke gehen langsam aus und der Fortschritt stößt an Grenzen.
    Man kann Onshore nicht viel größer als die aktuellen 3-4 MW Turbinen bauen.
    D.h. hier würde ich eher mit steigenden Preisen / kwh rechnen.

    Ganz anders Offshore. Da geht's in Richtung 15-20 MW Turbinen und dank Schwimmfundamente in Richtung Tiefsee und bessere Windbedingungen. Abgesehen davon kann man auf See klotzen.
    Hier mal ein aktuelles Beispiel: Hornsea One, britischer Windpark 1.3 GW, Bauzeit knapp 2 Jahre.
    In Betrieb seit 2019 und alles - soweit man weiß - im Zeit und Kostenplan.
    Das Vergleichsszenario für ähnliche Onshore Größen in Deutschland spare ich mir mal.

    Nicht umsonst haben NL, UK und Skandinavien da schon längst einen Schwenk vollzogen.
    Ich denke, nach der Wahl wir man dass auch in Deutschland sehen.

    Heute war im NDR zu hören, dass es eine Flut von Anträgen von Schleswig-Holsteiner Bauern gibt zum Bau von subventionsfreien Freiflächen-Solar.
    Ich denke, darauf wird's hinauslaufen. Viel PV an Land, viel Windkraft auf See.

  5. Re: können wir sofort einen baustop für onshore bekommen

    Autor: Triple9 08.06.21 - 18:50

    Naja. Die haben aber auch lange geplant und nicht wie in DE kopflos alles „Böse“ abgeschaltet und das „Neue“ irgendwie hingerotzt nach dem Motto „Wird schon irgendwie, irgendwer muss ja mal anfangen!!!“

    Gerade Skandinavien!
    Diese Art der Energiewende wurde 2011 durch CDU und Grünlinge erfolgreich verhindert. Aber da war deren aktuelle Wählerzielgruppe gerade mit der Grundschule fertig. Die wissen davon nix.

    Nach der BTW wird sich genau gar nichts ändern im Sinne von „dann geht’s schneller“ - egal ob Kobold-Anne (mit)regiert oder nicht.

  6. Ergänzung

    Autor: oldmcdonald 08.06.21 - 19:02

    Dass WKA bei Anwohnern unbeliebt oder "umstritten" sind, ist eine von der Kohle- und Atomindustrie gestreute Lüge. Ich wohne in Baden-Württemberg in unmittelbarer Nähe einer Windkraftanlage und es gibt hier niemanden, den es stört.
    Zu den weiteren gestreuten Mythen gehört übrigens auch die "Infraschallproblematik". Jeder vorbei fahrende LKW produziert ein mehrfaches an messbarem Infraschall. Immerhin haben diese Fake-News es in die Medien geschafft, weil das Wirtschaftsministerium fälschlicherweise (ich meine: mit voller Absicht) um 36dB zu hohe Schalldrücke, also das 4000-fache der tatsächlichen Intensität, angegeben hat.

  7. Re: können wir sofort einen baustop für onshore bekommen

    Autor: oldmcdonald 08.06.21 - 19:03

    Hä?
    Baustopp ist doch schon. Oder ist die CDU schon abgewählt und Altmaier aus dem Amt?

  8. Re: können wir sofort einen baustop für onshore bekommen

    Autor: nuclear 08.06.21 - 19:07

    > Die guten Grundstücke gehen langsam aus und der Fortschritt stößt an Grenzen.
    > Man kann Onshore nicht viel größer als die aktuellen 3-4 MW Turbinen bauen.
    > D.h. hier würde ich eher mit steigenden Preisen / kwh rechnen.
    Nur weil wir absolut bescheidene Politiker haben und ein paar Gruppen genug zahlen / laut genug schreien. Klar, wenn ich um jeden Hof kilometerweit keine WKA aufstellen kann, Repowering alter Anlagen dank neuer dummer Gesetze unmöglich wird, etc. dann kann ich nicht mehr aufstellen. Andernfalls ginge das problemlos. Man muss auf die nächste Regierung hoffen und die verdammten Lobbyisten aus dem Bundestag holen. Dann wird das auch was mit dem Ausbau der WKA.

    > Heute war im NDR zu hören, dass es eine Flut von Anträgen von Schleswig-Holsteiner Bauern
    > gibt zum Bau von subventionsfreien Freiflächen-Solar.
    > Ich denke, darauf wird's hinauslaufen. Viel PV an Land, viel Windkraft auf See.
    Nein es ist kein entweder, oder. Es ist ein alles. Wir brauchen überall die Dinger. Und in 100m Höhe haben wir fast überall in DE Windgeschwindigkeiten die ok sind. Die Anlagen müssen halt nur größer werden. Der einzige Grund wieso das nicht gemacht wird ist wieder Punkt 1.

  9. Re: Ergänzung

    Autor: nebenderspur 08.06.21 - 19:12

    Vermutlich hast du in allen Punkten recht.
    Aber was nützt es, einiges spricht dafür, dass in ein paar Jahren Offshore Wind mindestens so billig ist wie Onshore Wind, wenn nicht sogar billiger. Und deine Argumente werden nicht verhindern, dass jeder Onshore Windpark von einem kleinen Prozeß-Festival begleitet wird.
    Warum sollte ein RWE sich dieses mühsame klein klein mit 20 MW Windparks antun, wo's draußen auf See doch inzwischen viel berechenbarer zugeht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.06.21 19:25 durch nebenderspur.

  10. Re: können wir sofort einen baustop für onshore bekommen

    Autor: Rodion67 08.06.21 - 19:38

    Für jedes wka was nicht vor Ort gebaut wird muss man im Schnitt 4 320kw Masten aufstellen.

  11. Re: können wir sofort einen baustop für onshore bekommen

    Autor: Sharra 08.06.21 - 21:32

    Ruf einfach bei Peter Altmaier an. Was Baustopps für regenerative Energien angeht, bist du bei dem Typen immer richtig. Auch gerne mit gefälschten Gutachten und völlig unsinnigen Zahlen.

  12. Re: können wir sofort einen baustop für onshore bekommen

    Autor: Mafjol 08.06.21 - 21:45

    nebenderspur schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > das genaue Gegenteil ist der Fall.
    > Nicht nur ist Onshore bei den Anwohnern umstritten.
    > Die guten Grundstücke gehen langsam aus und der Fortschritt stößt an
    > Grenzen.
    > Man kann Onshore nicht viel größer als die aktuellen 3-4 MW Turbinen
    > bauen.
    > D.h. hier würde ich eher mit steigenden Preisen / kwh rechnen.
    >
    > Ganz anders Offshore. Da geht's in Richtung 15-20 MW Turbinen und dank
    > Schwimmfundamente in Richtung Tiefsee und bessere Windbedingungen.
    > Abgesehen davon kann man auf See klotzen.
    > Hier mal ein aktuelles Beispiel: Hornsea One, britischer Windpark 1.3 GW,
    > Bauzeit knapp 2 Jahre.
    > In Betrieb seit 2019 und alles - soweit man weiß - im Zeit und Kostenplan.
    > Das Vergleichsszenario für ähnliche Onshore Größen in Deutschland spare ich
    > mir mal.
    >
    > Nicht umsonst haben NL, UK und Skandinavien da schon längst einen Schwenk
    > vollzogen.
    > Ich denke, nach der Wahl wir man dass auch in Deutschland sehen.
    >
    > Heute war im NDR zu hören, dass es eine Flut von Anträgen von
    > Schleswig-Holsteiner Bauern gibt zum Bau von subventionsfreien
    > Freiflächen-Solar.
    > Ich denke, darauf wird's hinauslaufen. Viel PV an Land, viel Windkraft auf
    > See.

    Ja wir haben nur NIMBY's im Land. Leider

  13. Re: können wir sofort einen baustop für onshore bekommen

    Autor: schnedan 08.06.21 - 22:35

    Genau, stören und zerstören wir lieber noch n bissle Meeresfauna. Warum auch den Strom dort erzeugen wo wir ihn verbrauchen? St Florian, ihr Einsatz!

  14. Re: Ergänzung

    Autor: yooyoo 08.06.21 - 22:42

    Ich kann's einfach nicht verstehen. Bei nicht fossilen Kraftwerken lautet die Antwort auf X, Y oder Z einfach JA.
    Es gibt kein entweder oder. Wir bauen alles aus. Inklusive der Kernenergie, sobald die Chinesen die "First mover"-Kosten bei sinnvollen Nicht-Leichtwasserdruckreaktoren bezahlt haben (was vielleicht noch 20 Jahre dauert, aber wir brauchen ja eh noch um das zu realisieren)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.06.21 22:43 durch yooyoo.

  15. Re: können wir sofort einen baustop für onshore bekommen

    Autor: Ach 08.06.21 - 23:59

    So nach dem Motto : Jedes kleinste Ereignis bei den EEs als Energiewende-Boykott-Argument gegen die Wand werfen und hoffen dass möglichst viele davon hängen bleiben.

  16. Re: können wir sofort einen baustop für onshore bekommen

    Autor: nebenderspur 09.06.21 - 00:20

    Welche Zerstörungen der Meeresflora meinst du?
    Es stehen schon knapp 7 GW Offshore Turbinen in der deutschen Nordsee.
    Was man bis jetzt feststellen kann: Dank riffähnlicher Fundamentstrukturen und Fahrverbote für Fischereifahrzeuge explodiert da gerade die Flora.

  17. Re: Ergänzung

    Autor: nebenderspur 09.06.21 - 00:44

    Ach, das sehe ich viel entspannter,
    nach knapp 20 Jahren (nötigem) technischen Trial-and-Error kommt jetzt eine Phase der Konsolidierung, wo der Markt unrentable Lösung aussortiert.
    Das ist nicht wirklich neu.
    So wie es irgendwann nicht mehr rentabel war, Handy's in Deutschland zu produzieren, weil die Rahmenbedingungen zu teuer waren, wird es statt deutschem Onshore vielleicht ukrainischen Onshore, Offshore oder PV geben.
    Diese aufgeregten Diskussionen kommen wohl eher von so einem "nichts ist wirklich gut, wenn ich nicht selbst ein Opfer bringe"-Ding, aber das legt sich wieder.
    Zumindest hat man gute Alternativen zur Auswahl und das sah vor 20 Jahren anders aus.

  18. Re: Ergänzung

    Autor: Snoozel 09.06.21 - 07:16

    Sind keine Mythen. Hier im Landkreis geht es genau darum gerade bei eine geplanten Windpark sowie einer geplanten 40ha Photovoltaikanlage im Außenbereich. Die Bürger/Anwohner wollen nicht.

    Würde gerne Links dazu einfügen, aber die Artikel dazu stehen alle hinter einer dümmlichen Paywall.

  19. NEIN. DEZENTRALE ENERGIEWENDE JETZT!

    Autor: Antischwurbler 09.06.21 - 14:25

    Wir müssen den Strom vor allem dort erzeugen, wo er auch benötigt wird. Stromtransport ist teuer. Verdammt teuer, teurer als dessen regenerative Erzeugung an Land.

    60+ Mrd. Euro sollen allein die neuen Nord-Süd Trassen kosten. Allein davon könnte man nahezu die gesamte deutsche Windkraft-Kapazität verdoppeln. Hinzu kommt, dass Offshore-Anlagen bereits deutlich höhere Bau- und auch Wartungskosten haben. Bessere Windverhältnisse auf See wiegen das leider nicht auf. Und auch Stromtrassen verbrauchen viele Ressourcen (insbesondere Metall und Beton) und zerschneiden die Landschaft.

    Geeignete Windkraft-Standorte an Land gäbe es noch zahlreiche, zumindest wenn man nicht an völlig überhöhten pauschalen Abstandsregelungen (in Bayern >= 2.000 Meter zur nächsten Wohnbebauung) festhält! Nahezu jede Gemeinde in Bayern hat zumindest 3 ausgewiesene Windkraft-Standorte, die ohne #10h auch die Voraussetzungen zu Lärmemissionen und Schattenwurf erfüllen würden und in ca. 400 - 600m Abstand zum nächsten Wohngebäude/Bauernhof stünden, was völlig ausreichend ist, um keine Belästigung darzustellen. Dafür gibt es standortspezifische Gutachten. #10h zielte einzig und allein darauf ab, den Windkraftausbau zu stoppen.

  20. Re: können wir sofort einen baustop für onshore bekommen

    Autor: Antischwurbler 09.06.21 - 14:44

    nebenderspur schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...
    > Hier mal ein aktuelles Beispiel: Hornsea One, britischer Windpark 1.3 GW,
    > Bauzeit knapp 2 Jahre.
    > In Betrieb seit 2019 und alles - soweit man weiß - im Zeit und Kostenplan.
    > Das Vergleichsszenario für ähnliche Onshore Größen in Deutschland spare ich
    > mir mal.
    > ...
    > Ich denke, darauf wird's hinauslaufen. Viel PV an Land, viel Windkraft auf
    > See.

    Die Lösung lautet: Dezentrale Energiewende statt Großkraftwerke. Spart nicht zuletzt Kosten beim sündhaft teuren Stromtransport ein. Die Netzentgelte liegen bereits heute über den Kosten für die regenerative Stromerzeugung.

    Deutschland hat 10.790 Gemeinden. Meine Gemeinde in Niederbayern hat beispielsweise 3 ausgewiesene Windkraft-Standorte, die die Stadtwerke zumindest bis 2014, bevor das Windkraftverhinderungsgesetz #10h kam, auch alle 3 mit jeweils nur einem Windrad bebauen wollte.

    Nehmen wir also mal an, jede Gemeinde in Deutschland würde im Durchschnitt nur EINE(!) einzige WKA mit 5 MWp bauen, wären das in Summe auch bereits 53.950 MWp, sprich fast 54 GWp. Das entspräche einer Leistung von etwa 40 solcher Windparks wie von dir erwähnt. Das Landschaftsbild beeinträchtigt? Nicht wesentlich. Man würde halt je nach Hindernissen und Standpunkt bis zu 5 Windräder sehen, wenn man sich einmal im Kreis dreht, aber nix von wegen "Verspargelung der Landschaft". Zumal Stromtrassen auch nicht gerade schön sind und wir sicher andere Probleme haben, als die subjektive Optik. Ich zum Beispiel freue mich tierisch über jedes Windrad, das ich in der Landschaft stehen sehe.

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