Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wissenschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Wissenschaftliche Sensationen…

Tieferes Problem des Journalismus

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Tieferes Problem des Journalismus

    Autor: Weltschneise 11.10.16 - 09:47

    Meiner Meinung nach sitzt das Problem viel tiefer: die marktschreierischen Überschriften werden deswegen genutzt weil sie funktionieren. Früher (tm) waren die Redakteure angehalten zu recherchieren, also zu überprüfen ob der Artikel das auch hält was der Aufmacher verspricht.

    Journalisten sind aber auch nur Rädchen im Kapitalismus wie alle anderen Arbeitnehmer auch. Und sie erleben dieselbe Arbeitsverdichtung wie wir auch. Und wie viele anderen Berufe haben sie es bis heute nicht geschafft eine Antwort zu finden und ihre Arbeitmethoden anzupassen.

    Somit schlägt sich der Zeitdruck voll auf die Qualität nieder. Und daraus folgt die bekannte Abwärtsspirale mit sinkender Qualität und dem folgenden Abfall der Zahlungsbereitschaft der Kunden mit dem Ergebnis dass der Druck noch mehr steigt.

    Und: nein, ich hab auch keine Lösung für die Medien. Brauch ich aber auch nicht weil ich im technischen Bereich mein Geld verdiene. Ich seh halt schwarz für die Medien wenn sie ihr Grundproblem nicht in den Griff bekommt.

  2. Re: Tieferes Problem des Journalismus

    Autor: Nibbels 11.10.16 - 10:36

    Dazu gibts n gutes Gespräch auf Phönix
    http://www.phoenix.de/content/1151987

    Essenz: Die Autoren müssen uns heute den Artikel und Vertrauen verkaufen. Das Vertrauen ist quasi ein Markt. Aber nicht alleine, denn es gibt auch die Schreihälse und ihr Markt.

  3. Re: Tieferes Problem des Journalismus

    Autor: the_wayne 11.10.16 - 11:06

    Welches Grundproblem?
    Der Journalismus entwickelt sich eben weiter und aktuell sind wir im Marktschreier-Zeitalter. IMO war das abzusehen, da sich der Markt durch das Internet stark gewandelt hat und wir nun nicht mehr unsere Tageszeitung im Abo nach Hause bestellen oder täglich am Kiosk holen. Heute haben wir immer und überall News. Und wie bekommt man Marktanteil, wenn man plötzlich nicht mehr mit 10 oder 20 Zeitungen, sondern mit Millionen von Blogs konkurriert, die alle ständig (mehr oder weniger qualitätiv hochewertigen) Content in die Welt blasen?

    Das ändert sich auch wieder. Ich hab nur keine Ahnung in was :-)

  4. Re: Tieferes Problem des Journalismus

    Autor: Steffo 11.10.16 - 11:15

    Wir mussten mal Papers aus dem IEEE verwenden. – Ich hatte regelmäßig den Eindruck, dass die ausländischen Forscher Google Translate verwendet haben. Ein Jahr später kam dann raus, dass Forscher Papers autogeneriert hatten und dies erfolgreich beim IEEE einreichen konnten. Es wurden dann 120 Papers entfernt!

    http://www.nature.com/news/publishers-withdraw-more-than-120-gibberish-papers-1.14763

  5. Re: Tieferes Problem des Journalismus

    Autor: zilti 11.10.16 - 19:37

    Weltschneise schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Journalisten sind aber auch nur Rädchen im Kapitalismus wie alle anderen Arbeitnehmer auch.

    Und die Konsumenten übrigens auch. Die, die am lautesten gegen "den Kapitalismus und dessen Auswirkungen", gegen den Qualitätsverlust im Journalismus und gegen miese Arbeitsbedingungen wettern, sind meistens die, die sich im Kik für fünf Euro ihr Kinderarbeits-T-Shirt kaufen, keinen Cent für Qualitätsjournalismus ausgeben würden (ja, den gibts noch) und sich mit "das sind alles nur pöhse Konzerne, ich habe keine Wahl, und auf mich kommt es eh nicht an!" herausreden.

  6. Re: Tieferes Problem des Journalismus

    Autor: My2Cents 12.10.16 - 06:38

    zilti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weltschneise schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Journalisten sind aber auch nur Rädchen im Kapitalismus wie alle anderen
    > Arbeitnehmer auch.
    >
    > Und die Konsumenten übrigens auch. Die, die am lautesten gegen "den
    > Kapitalismus und dessen Auswirkungen", gegen den Qualitätsverlust im
    > Journalismus und gegen miese Arbeitsbedingungen wettern, sind meistens die,
    > die sich im Kik für fünf Euro ihr Kinderarbeits-T-Shirt kaufen, keinen Cent
    > für Qualitätsjournalismus ausgeben würden (ja, den gibts noch) und sich mit
    > "das sind alles nur pöhse Konzerne, ich habe keine Wahl, und auf mich kommt
    > es eh nicht an!" herausreden.

    Henne - Ei.
    Viele müssen sich im Kik die Klamotten kaufen und können sich den Qualitätsjournalismus (den es eh kaum noch gibt) nicht mehr leisten.
    Mieten steigen, Strompreise steigen, die private Vorsorge mit Inflationsanpassung wird jedes Jahr ein paar hundert Euro teurer, Essen wird teurer, kommunale Dienstleistungen, Grundsteuer, Kita, ...
    Aber wenn mehr als 1,x% an Lohnsteigerungen gefordert werden - was für ein Aufschrei, alle Firmen gehen morgen in den Konkurs falls das passiert!
    Man fragt sich, wo die ganz Kohle hinwandert...

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. DT Netsolution GmbH, Stuttgart
  2. Verlag C.H.BECK, München Schwabing
  3. Schaltbau GmbH, München
  4. über Dr. Maier & Partner GmbH Executive Search, Region Stuttgart

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 127,99€ (Bestpreis!)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  2. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht
  3. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung

iPad OS im Test: Apple entdeckt den USB-Stick
iPad OS im Test
Apple entdeckt den USB-Stick

Zusammen mit iOS 13 hat Apple eine eigene Version für seine iPads vorgestellt: iPad OS verbessert die Benutzung als Tablet tatsächlich, ein Notebook-Ersatz ist ein iPad Pro damit aber immer noch nicht. Apple bringt aber endlich Funktionen, die wir teilweise seit Jahren vermisst haben.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Tablets Apple bringt neues iPad Air und iPad Mini
  2. Eurasische Wirtschaftskommission Apple registriert sieben neue iPads
  3. Apple Es ändert sich einiges bei der App-Entwicklung für das iPad

Energie: Wo die Wasserstoffqualität getestet wird
Energie
Wo die Wasserstoffqualität getestet wird

Damit eine Brennstoffzelle einwandfrei arbeitet, braucht sie sauberen Wasserstoff. Wie aber lassen sich Verunreinigungen bis auf ein milliardstel Teil erfassen? Am Testfeld Wasserstoff in Duisburg wird das erprobt - und andere Technik für die Wasserstoffwirtschaft.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Autos Elektro, Brennstoffzelle oder Diesel?
  2. Energiespeicher Heiße Steine sind effizienter als Brennstoffzellen
  3. Klimaschutz Großbritannien probt für den Kohleausstieg

  1. TLS-Zertifikat: Gesamter Internetverkehr in Kasachstan kann überwacht werden
    TLS-Zertifikat
    Gesamter Internetverkehr in Kasachstan kann überwacht werden

    In Kasachstan müssen Internetnutzer ab sofort ein spezielles TLS-Zertifikat installieren, um verschlüsselte Webseiten aufrufen zu können. Das Zertifikat ermöglicht eine staatliche Überwachung des gesamten Internetverkehrs in dem Land.

  2. Ari 458: Elektro-Lieferwagen aus Leipzig kostet knapp 14.000 Euro
    Ari 458
    Elektro-Lieferwagen aus Leipzig kostet knapp 14.000 Euro

    Ari 458 ist ein kleiner Lieferwagen mit Elektroantrieb, den der Hersteller mit Aufbauten für verschiedene Einsatzzwecke anbietet. Die Ausstattung ist einfach, dafür ist das Auto günstig.

  3. Quake: Tim Willits verlässt id Software
    Quake
    Tim Willits verlässt id Software

    Seit 24 Jahren ist Tim Willits einer der entscheidenden Macher bei id Software, nun kündigt er seinen Rückzug an. Was er künftig vorhat, will der ehemalige Leveldesigner und studierte Computerwissenschaftler erst nach der Quakecon verraten.


  1. 17:52

  2. 15:50

  3. 15:24

  4. 15:01

  5. 14:19

  6. 13:05

  7. 12:01

  8. 11:33