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Vielleicht sollten die Journalisten selber genauer lesen lernen!

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  1. Vielleicht sollten die Journalisten selber genauer lesen lernen!

    Autor: Jocoko1 11.10.16 - 10:56

    Sorry, aber mir scheint, dass der Schreiber des Beitrags nicht richtig gelesen hat. Weder die Presseinformation noch der Abstract in Science behaupten das, sondern beide sind korrekt:

    Im Science-Abstract heißt es: "A transistor with a 1-nm physical gate was constructed with a MoS2 bilayer gate and a single-walled carbon nanotube gate electrode."

    In der Pressemeldung: "A research team led by faculty scientist Ali Javey at the Department of Energy’s Lawrence Berkeley National Laboratory (Berkeley Lab) has done just that by creating a transistor with a working 1-nanometer gate."

    Es geht um die "Größe des Tunels" ("physical gate") und die ist korrekt in beiden Texten angegeben. Und die wird auch auf der Zeichnung in der Pressemeldung genau angezeigt.

    Man sollte wahre Meldungen vorschnell in den Orkus schmeißen, bevor man selbst nicht genau gelesen hat.
    Mit freundlichen Grüßen

  2. Re: Vielleicht sollten die Journalisten selber genauer lesen lernen!

    Autor: the_wayne 11.10.16 - 11:10

    Aber genau darum ging es IMO dem Autor. Es wird nichts falsches geschrieben. Aber mit reißerischen Überschriften wird man zum lesen gebracht. Was ja auch bei diesem Artikel und uns wunderbar funktioniert hat :)
    Clickbaiting rocks! Und wir sind alle Opfer - jeden Tag aufs neue.

  3. Re: Vielleicht sollten die Journalisten selber genauer lesen lernen!

    Autor: Jocoko1 11.10.16 - 12:14

    Wer so argumentiert, verkennt doch Aufgabe von Überschriften! Diese sind doch nicht der Artikel selbst, sondern der Anreiz, den Artikel zu lesen. Jede Zeitung, jedes Online-Magazin, jedes sonstige journalistisches Erzeugnis arbeitet doch so - indem die Überschrift den Leser in den Beitrag hineinziehen soll. Alles andere ist doch naiv - und der Wissenchaftsjournalismus ist auch Journalismus und muss sich den Gesetzen des Journalistischen Marktes stellen! Alles andere wäre naiv.

  4. Re: Vielleicht sollten die Journalisten selber genauer lesen lernen!

    Autor: Pentheus 11.10.16 - 23:52

    Der Autor hat hier definitiv nicht erkannt, dass es hier nur um die Gate-Länge geht. Die anderen Dimensionen sind irrelevant und darüber hinaus für Grundlagenforschung verdammt stark. Source und Drain so nah an die Nanotube zu bringen... Aber bei der Finanzierung (u.a. DARPA) und Hilfe von Samsung. AFM Mapping und Elektronenstrahllitho zur Elektrodenstrukturierung sind jetzt nicht gerade Standard.

  5. Re: Vielleicht sollten die Journalisten selber genauer lesen lernen!

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 12.10.16 - 09:58

    Das Problem ist nur, dass die Gatelänge schon laut Abstract im ausgeschalteten Zustand etwa 4 Nanometer beträgt und nicht mehr einen Nanometer. Ein Transistor der nicht ausgeschaltet werden kann, wäre aber kein Transistor mehr. Dazu kommt noch, dass hier die "Gatebreite" der gesamten Länge der Kohlenstoffröhre entspricht. Wenn die Breite der Struktur ebenso auf 1 Nanometer reduziert würde, hätte das nochmal ernsthafte Auswirkungen auf die Elektrische Feldkonfiguration an der Stelle und würde mit Sicherheit zu schlechteren Schalteigenschaften führen.

    Noch dazu wird in der verlinkten Pressemeldung der Universität wird auch ganz klar vom Transistor gesprochen. "Smallest. Transistor. Ever." http://newscenter.lbl.gov/2016/10/06/smallest-transistor-1-nm-gate/ Und unter genau dieser Überschrift lässt sich die Story auch überall im Internet finden.

    Das größte Problem ist, was passiert, wenn in 5-10 Jahren dann jemand tatsächlich einen echten 5 Nanometer großen Transistor baut. Dann heißt es "Hatten wir schon. Vor 10 Jahren waren die doch schon bei einem Nanometer." Zusammen mit einer passenden Verschwörungstheorie, dass die Industrie uns die besten Sachen mit Absicht vorhenthält.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Raumfahrt Podcast (nach einem Jahr Zwangspause wieder da!) http://countdown-podcast.de/

  6. Re: Vielleicht sollten die Journalisten selber genauer lesen lernen!

    Autor: Pentheus 12.10.16 - 13:08

    Selbst die Transistoren in aktuellen CPUs sind von der benötigten Fläche deutlich kleiner als dieser CNT-Transistor. Aber das liegt nur daran, dass es (bisher) einfach keinen richtigen Produktionsprozess gibt. Theoretisch kann man aber die Dimensionen normaler Transistoren erreichen und somit dann den absolut kleinsten Transistor bauen.
    Wenn man es ganz genau nimmt, dann ist dieser CNT-Transistor in keinster Weise der kleinste Transistor, sondern ein Single-Atom Transistor. Aber da wird es mit dem elektrischen Schalten etwas schwierig (und auch wieder größer).

    Man kann jetzt ewig darüber streiten, welche Dimension(en) nun die Größe des Transistors charakterisieren. Die Gate-Länge ist aber etabliert und aus theoretischer Sicht sinnvoll.

  7. Grundlagenwissen zu Transistoren fehlt offentsichtlich!

    Autor: sciing 17.10.16 - 15:06

    Frank Wunderlich-Pfeiffer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem ist nur, dass die Gatelänge schon laut Abstract im
    > ausgeschalteten Zustand etwa 4 Nanometer beträgt und nicht mehr einen
    > Nanometer.
    Die elektrische Gatelaenge!

    > Ein Transistor der nicht ausgeschaltet werden kann, wäre aber
    > kein Transistor mehr.
    Der Transistor schaltet lt. den veröffentlichten Daten perfekt, 65mV pro Dekade subVth slope, WOW! Das schaffen nicht mal FinFETs!
    Sie sollten elektrische Parameter nicht versuchen zu interpretieren, wenn Sie keinen blassen Schimmer haben!

    > Dazu kommt noch, dass hier die "Gatebreite" der
    > gesamten Länge der Kohlenstoffröhre entspricht. Wenn die Breite der
    > Struktur ebenso auf 1 Nanometer reduziert würde
    Was wollen Sie hermit sagen, das sei null Ahnung wie breit heutige Transistoren mit 20nm Länge sind, oder? Ihnen ist scheinbar nicht klar, das CMOS Gatter bis 8-12 mal breit wie der schmalste Metall pitch sind.

    > ernsthafte Auswirkungen auf die Elektrische Feldkonfiguration an der Stelle
    > und würde mit Sicherheit zu schlechteren Schalteigenschaften führen.
    Naja, erstmal wäre der Drive Strom (~Breite) so gering, das keiner einen solch schmalen Transistor verwenden würde.

    > Das größte Problem ist, was passiert, wenn in 5-10 Jahren dann jemand
    > tatsächlich einen echten 5 Nanometer großen Transistor baut.
    Dann ist es Ihre Aufgabe Dinge richtig zu erklären und zu vermitteln.
    Das setzt voraus, das Sie wenigsten ein grundsätzliche Verständnis haben wie ein Transistor aufgebaut ist. Daran zweifle ich.
    Wie können sie Dimensionen eines mehrdimensionalen Transistors, der aus mehreren Elementen besteht, auf eine eindimensionale einzelne Zahl zusammenfassen wollen.
    Welche Groesse meine sie den mit 5nm Transistor? Gleichzeitig verwaschen Sie den klaren Begriff der physikalische Gatelänge. Wie das zur Aufklaerung beitragen soll ist mir scheierhaft.

    > "Hatten wir schon. Vor 10 Jahren waren die doch schon bei einem Nanometer."
    > Zusammen mit einer passenden Verschwörungstheorie, dass die Industrie uns
    > die besten Sachen mit Absicht vorhenthält.
    Naja, Ihr Beitrag war in der Hinsicht wenig hilfreich!
    Aus 2x Unsinn wird nix sinnvolles!

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