1. Foren
  2. Kommentare
  3. Foto
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Objektiv: Lensbaby Twist 60 erzeugt…
  6. T…

So? ;)

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Re: So? ;)

    Autor: tokie 13.04.16 - 11:03

    nuffy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Eine Veränderung des Bildes aber nachträglich durch einen
    > destruktiven Filter ist für mich aber eben nicht "ehrlich". Sie ist
    > "ehrlich", wenn dies die Kamera samt Objektiv für mich getan hat. Und um
    > genau darum geht es hier ja - ob ein Objektiv oder ein Pseudo-Effekt in PS
    > das Bild nicht hätte besser verändern dürfen, da es ja als "Gleich"
    > empfunden wird.
    >

    Worauf ich hinaus will ist eben genau das: es macht keinen Unterschied, ob das Endresultat ein out-of-camera jpeg ist oder ob es aus Photoshop stammt. In beiden Fällen ist das Bild das Ergebnis physikalischer und digitaler "Verarbeitung" des in die Kamera fallenden Lichts. Am Ende kommt aber immer etwas heraus, das nicht die Realität abbildet, sondern subjektiv durch den Fotografen geprägt ist. Deshalb ist es m.M.n. genau gleich "ehrlich" den Effekt mit Photoshop zu erzeugen, wie wenn er durch ein Objektiv entsteht.
    >

    > Ein Gemälde mit einer Fotografie zu vergleichen, ist schon mal der erste
    > Fehler :) ...

    Warum? Für mich geht es bei der Fotografie um das Einfangen eines Moments, so wie ich ihn in diesem Moment erlebe. Manchmal auch, wie ich ihn gerne erlebt hätte. Das fertige Foto zeigt am Ende genau das, was ich zeigen will. In wiefern unterscheidet sich dabei ein Landschaftsfoto von einem gemalten Landschaftbild?

    > Und klar ist eine Fotografie die nächst mögliche Abbildung
    > der Realität, die man in einem Moment einfangen kann. Nach physikalischen
    > Gesetzen und Grundlagen. Und dabei rede ich jetzt nicht von
    > Effekt-Objektiven oder sonstigen künstlerischen Ansätzen.

    Das ist eben mitnichten so. Schon von Beginn an wurden Fotos z.B. in schwarz-weiß gemacht. In wiefern ist das denn eine Abbildung der farbigen Realität? Es bleibt immer dem Fotografen überlassen, wie nah an der "objektiven Realität" (die es ja ohnehin nicht gibt) sich sein Foto orientiert. Analog geschieht das durch Auswahl von Film und Fotopapier, digital eben durch die Kameraeinstellung und Nachbearbeitung. Und abgesehen von Reportagefotografen hat doch verm. jeder Fotograf künstlerische Ansätze im Sinn, wenn er fotografiert.


    > Wer hat denn was von Betrug gesagt? Ich sehe nirgendwo eine
    > Betrugsunterstellung.. Ich glaube, Du überziehst das Thema ein ganz wenig
    > :)

    Der Begriff "Betrug" ist sicher überzogen. Der Vorwurf von "Unehrlichkeit" geht aber schon gewissermaßen in die selbe Richtung.

  2. Re: So? ;)

    Autor: M.P. 13.04.16 - 11:10

    Andere können wiederum die Maskierwerkzeuge bei Photoshop bedienen, und können mit *viel* Geduld einen auch auf den zweiten Blick nur schwer unterscheidbaren Effekt erzeugen, ohne sich dieses Objektiv zu kaufen ;-)

  3. Re: So? ;)

    Autor: Clown 13.04.16 - 11:29

    Mit Sicherheit. Wer das als Hobby hat, wird (zurecht) darin wohl auch aufgehen :) Hat dann aber nur noch wenig mit Fotografie zu tun ;)

    If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.

  4. Re: So? ;)

    Autor: nuffy 13.04.16 - 11:31

    tokie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Worauf ich hinaus will ist eben genau das: es macht keinen Unterschied, ob
    > das Endresultat ein out-of-camera jpeg ist oder ob es aus Photoshop stammt.

    Für einen Fotografen macht es eigentlich schon einen Unterschied. Denn das ist ja sein Kunst. Aber heute ist die Grenze verwaschen und ohne BV kommt man kaum noch nach und stellt sich einer immensen Konkurrenz. Was am Ende dabei raus kommt, ist in den Augen der Betrachter auch unterschiedlich wahrnehmbar. Entweder man mag es, oder man mag es nicht. Siehe 500px - dort tauchen laufend "künstliche" Bilder auf, die garantiert niemals so fotografiert worden sind. Ob das jetzt Kitsch ist, oder nicht - das entscheidet der Betrachter. Aber der Fotograf hat vielleicht eine andere Intention.

    > Fotografen geprägt ist. Deshalb ist es m.M.n. genau gleich "ehrlich" den
    > Effekt mit Photoshop zu erzeugen, wie wenn er durch ein Objektiv entsteht.

    Eben nicht. Nimm einfach mal folgendes Beispiel: Ich könnte ein Glas Wasser fotografieren und die Refraction so abbilden, dass sie fantastisch gut aussieht - mit tollen Reflektionen, Lichtspiegelungen und einem hübschen Vergrößerungseffekt. Aber ich könnte das auch als Fotograf total vermasseln und dennoch das Foto "retten", in dem ich das Glas nachträglich in 3D rendere und per Photoshop montiere. Ist das dann noch "ehrlich"? In Deiner Definition ja... in meiner nicht.


    > Warum? Für mich geht es bei der Fotografie um das Einfangen eines Moments,
    > so wie ich ihn in diesem Moment erlebe. Manchmal auch, wie ich ihn gerne
    > erlebt hätte. Das fertige Foto zeigt am Ende genau das, was ich zeigen
    > will. In wiefern unterscheidet sich dabei ein Landschaftsfoto von einem
    > gemalten Landschaftbild?

    Ein Fotograf bildet das ab, was er durch die Kamera einfangen kann und wie es sich tatsächlich darstellt. Ein Maler interpretiert sein Motiv und visualisiert sein Gefühl dabei. Das sind zwei immens große Paar Schuhe. Du willst doch nicht ernsthaft behaupten, ein von van Gogh gemaltes Sonnenblumen-Feld ist gleichwertig mit einer Fotografie des gleichen Motivs?



    > Das ist eben mitnichten so. Schon von Beginn an wurden Fotos z.B. in
    > schwarz-weiß gemacht. In wiefern ist das denn eine Abbildung der farbigen
    > Realität?

    Du vergisst, dass die fotografie im Gegensatz zum Erfinden und Nutzen von Farbe bei zum Beispiel Künstlern erst einen technischen Fortschritt hinlegen musste, um das möglich zu machen. Das (S/W) ist kein Argument...


    > Es bleibt immer dem Fotografen überlassen, wie nah an der
    > "objektiven Realität" (die es ja ohnehin nicht gibt) sich sein Foto
    > orientiert. Analog geschieht das durch Auswahl von Film und Fotopapier,
    > digital eben durch die Kameraeinstellung und Nachbearbeitung. Und abgesehen
    > von Reportagefotografen hat doch verm. jeder Fotograf künstlerische Ansätze
    > im Sinn, wenn er fotografiert.

    Wir reden hier nicht von WIkipedia-Fotografie. Ich will Dir auch nicht streitig machen, dass ein Fotograf einen künstlerischen Anspruch hat. Natürlich hat er diesen. Dieser (der Anspruch) ist aber vom Equipment eventuell limitiert. Das man in dem digitalen Zeitalter alles dennoch manipulieren kann, ist ein völlig anderer Schuh. Das könnte auch jemand, der überhaupt keine Ahnung von Fotografie hat. Bestes Beispiel sind Grafiker, die zwar ein Bild verändern, modifizieren, mit Filtern und Effekten bearbeiten können, aber in keinster Weise wissen, wie das Bild entstanden ist. Daher ist für mich ab dem Moment der Erzeugung des Fotos in der Kamera der eigentliche künstlerische Prozess für das Motiv beendet. Alles danach ist eine andere Geschichte...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.04.16 11:33 durch nuffy.

  5. Re: So? ;)

    Autor: Clown 13.04.16 - 11:31

    tokie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In beiden Fällen ist das Bild das Ergebnis physikalischer und digitaler
    > "Verarbeitung" des in die Kamera fallenden Lichts.

    Der Unterschied zwischen physikalischer und digitaler "Verarbeitung" [sic] ist für Dich ebenbürtig? Wie schon an anderer Stelle erwähnt: Du bist nicht die Zielgruppe für ein solches Objektiv :)

    > Am Ende kommt aber immer
    > etwas heraus, das nicht die Realität abbildet, sondern subjektiv durch den
    > Fotografen geprägt ist. Deshalb ist es m.M.n. genau gleich "ehrlich" den
    > Effekt mit Photoshop zu erzeugen, wie wenn er durch ein Objektiv entsteht.

    1) Ich behaupt mal kühn, dass kein einziger Fotograf seine (oder andere) Bilder als (nahes) Abbild der Realität postuliert. Damit hast Du angefangen :)
    2) Der digitale Effekt kann nur so gut sein, wie der Programmierer es vorgesehen hat UND der Anwender benutzt. Das Objektiv hingegen liefert bei allen Situationen den gleichen Effekt.

    > Warum? Für mich geht es bei der Fotografie um das Einfangen eines Moments,
    > so wie ich ihn in diesem Moment erlebe. Manchmal auch, wie ich ihn gerne
    > erlebt hätte. Das fertige Foto zeigt am Ende genau das, was ich zeigen
    > will. In wiefern unterscheidet sich dabei ein Landschaftsfoto von einem
    > gemalten Landschaftbild?

    Übersetzt bedeutet "Photographie" "Mit Licht malen". Da stimme ich Dir zu, dass sich ein Landschaftsbild nur wenig von einem Landschaftsfoto unterscheidet. Insofern (und da liegt der Ca­sus knack­sus!) beim Foto ein überlegter, künstlerischer Prozess stattgefunden hat. Und das steht im harten Gegensatz zu "Einfangen des Momentes". Das ist Knipserei (erneut: nicht wertend gemeint) und hat mit Fotografie nur das Medium gemein.

    > Analog geschieht das durch Auswahl von Film und Fotopapier,
    > digital eben durch die Kameraeinstellung und Nachbearbeitung. Und abgesehen
    > von Reportagefotografen hat doch verm. jeder Fotograf künstlerische Ansätze
    > im Sinn, wenn er fotografiert.

    Ich verstehe nicht, warum das zwingend bedingt, dass die Objektivwahl irrelevant sein soll, nur weil es eine mehr oder weniger gute oder schlechte Alternative gibt, die zudem noch sehr zeitraubend sein kann.

    If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.

  6. Re: So? ;)

    Autor: M.P. 13.04.16 - 11:33

    nuffy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nach physikalischen
    > Gesetzen und Grundlagen. Und dabei rede ich jetzt nicht von
    > Effekt-Objektiven oder sonstigen künstlerischen Ansätzen.

    DAS ist aber gerade das Thema des Artikels und der Diskussion:
    Dieses Objektiv stellt Teile des Bildes unscharf, die bei bestmöglicher Abbildung noch scharf wären.
    Was ist der Unterschied dabei, wenn man sich das Bild anschaut, und dann ein anderes Objektiv vor die Kamera schraubt, oder sich bereits bei der Aufnahme denkt, daß man den Hintergrund später künstlich unschärfer machen muss, weil man das geeignete Objektiv nicht besitzt?

    Ein Bild ist immer manipulativ. Wenn man mit seinem tollen Urlaub angeben will, wird man versuchen, die Fotos für die Leute, die man neidisch machen will so aufzunehmen, daß man die Baustelle nebenan nicht sieht.
    Will man Beweise für eine Reisepreisminderungsklage haben, wird man genau umgekehrt vorgehen....

  7. Re: So? ;)

    Autor: Clown 13.04.16 - 11:42

    nuffy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eben nicht. Nimm einfach mal folgendes Beispiel: Ich könnte ein Glas Wasser
    > fotografieren und die Refraction so abbilden, dass sie fantastisch gut
    > aussieht - mit tollen Reflektionen, Lichtspiegelungen und einem hübschen
    > Vergrößerungseffekt. Aber ich könnte das auch als Fotograf total vermasseln
    > und dennoch das Foto "retten", in dem ich das Glas nachträglich in 3D
    > rendere und per Photoshop montiere. Ist das dann noch "ehrlich"? In Deiner
    > Definition ja... in meiner nicht.

    Es ist nicht "ehrlich", da es eben nicht fotografiert wurde. Das macht es nicht zu einer unwürdigeren Kunst, aber es ist eben keine Fotografie mehr.

    > Ein Fotograf bildet das ab, was er durch die Kamera einfangen kann und wie
    > es sich tatsächlich darstellt. Ein Maler interpretiert sein Motiv und
    > visualisiert sein Gefühl dabei. Das sind zwei immens große Paar Schuhe. Du
    > willst doch nicht ernsthaft behaupten, ein von van Gogh gemaltes
    > Sonnenblumen-Feld ist gleichwertig mit einer Fotografie des gleichen
    > Motivs?

    Da kann ich Dir nicht zustimmen. Die Kamera ist für den Fotografen nur das Werkzeug und nicht der Mittelpunkt seines Schaffens. Genau wie beim Maler der Pinsel/Leinwand.

    > Wir reden hier nicht von WIkipedia-Fotografie.

    Was ist denn Wikipedia-Fotografie? :)

    > Ich will Dir auch nicht
    > streitig machen, dass ein Fotograf einen künstlerischen Anspruch hat.
    > Natürlich hat er diesen. Dieser (der Anspruch) ist aber vom Equipment
    > eventuell limitiert.

    Inwiefern denn? Dass man tatsächlich an ein Limit stößt, ist nur in den seltensten Fällen gegeben. Deine Ausführungen klingt schon sehr nach "bessere Kamera bedeutet bessere Bilder" und da stimme ich auf gar keinen Fall zu!

    > Das man in dem digitalen Zeitalter alles dennoch
    > manipulieren kann, ist ein völlig anderer Schuh. Das könnte auch jemand,
    > der überhaupt keine Ahnung von Fotografie hat. Bestes Beispiel sind
    > Grafiker, die zwar ein Bild verändern, modifizieren, mit Filtern und
    > Effekten bearbeiten können, aber in keinster Weise wissen, wie das Bild
    > entstanden ist. Daher ist für mich ab dem Moment der Erzeugung des Fotos in
    > der Kamera der eigentliche künstlerische Prozess für das Motiv beendet.
    > Alles danach ist eine andere Geschichte...

    So siehts aus! :)

    If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.

  8. Re: So? ;)

    Autor: nuffy 13.04.16 - 11:51

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist nicht "ehrlich", da es eben nicht fotografiert wurde. Das macht es
    > nicht zu einer unwürdigeren Kunst, aber es ist eben keine Fotografie mehr.

    Ja genau. So ist es auch gemeint. Kann ja auch toll aussehen. Wenn man es kann. Gleiches trifft ja auf den Filter zu. Den kann man mit Mühe und Zeit auch so anwenden, dass es kaum vom Effekt des Objektives zu unterscheiden ist. Aber das sagt ja auch nicht aus, dass man sich das Objektiv sparen kann - das wird ja hier kritisiert.

    >


    > Da kann ich Dir nicht zustimmen. Die Kamera ist für den Fotografen nur das
    > Werkzeug und nicht der Mittelpunkt seines Schaffens. Genau wie beim Maler
    > der Pinsel/Leinwand.

    Hast mich vielleicht falsch verstanden. Natürlich ist die Kamera genau so ein Werkzeug, wie ein Pinsel. Aber mit der Kamera kann ich nicht so ein Werk schaffen, wie ein Monet, van Gogh oder Picasso. Worauf ich hinaus will, die Kamera hat nicht die Interpretationsfähigkeit eines Pinsels. Was ein Maler malt, entspricht nicht unbedingt dem, was er sieht. So gesehen sind Maler eigentlich technisch betrachtet die größten Lügner :)


    > Was ist denn Wikipedia-Fotografie? :)

    Drücken wir es mal anders aus: Dokumentarische Fotografie :) .. Platt draufhalten, ohne jeglichen künstlerischen Anspruch.


    > Inwiefern denn? Dass man tatsächlich an ein Limit stößt, ist nur in den
    > seltensten Fällen gegeben. Deine Ausführungen klingt schon sehr nach
    > "bessere Kamera bedeutet bessere Bilder" und da stimme ich auf gar keinen
    > Fall zu!

    Nein, mit nichten. Auch mit kleinem Equipment kann man tolle Fotos machen, manchmal sogar bessere als mit teurem Equipment. Aber (fehlendes) Equipment kann Dich auch limitieren. So ein Effekt-Objektiv erweitert aber Deine Möglichkeiten. Um beim Beispiel zu bleiben - es ist wie ein neu geformter Pinsel.

  9. Re: So? ;)

    Autor: superdachs 13.04.16 - 12:43

    Edit: hoch der folgende Kommentar bezog sich auf einen länger zurück liegenden Post. In dem es um die "Ehrlichkeit" des Fotografen ging.

    Absolut. Mir ist auch schleierhaft weshalb immer alle denken Fotos werden erst seit Photoshop nachbearbeitet. Früher passierte das einfach in der Dunkelkammer.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.04.16 12:44 durch superdachs.

  10. Re: So? ;)

    Autor: tokie 13.04.16 - 12:57

    Schöne Diskussion. Ich schaffe es leider nicht mehr, auf alle einzelnen statements einzugehen. Nur so viel noch von mir: meiner Meinung nach ist die Fotografie schon immer (nahezu) untrennbar mit der Nachbearbeitung verbunden. Schon zu analogen Zeiten haben Fotografen ihre Bilder in der Dunkelkammer nachbearbeitet. Sei es durch Nachbelichten oder Abwedeln einzelner Bildbereiche oder durch geometrische Korrektur oder Verzerrung bei der Ausbelichtung. Diese Techniken gehörten schon von Anfang an zum Standardrepertoire von Fotografen und waren daher auch schon immer Teil der Fotografie.
    Heute ist eben die digitale Nachbearbeitung an diese Stelle gerückt. Sicher sind die Möglichkeiten da immens viel größer und erlauben, ein Bild bis zur Unkenntlichkeit zu verändern. Irgendwo muss man da sicher eine Grenze ziehen zwischen Fotografie und digitaler Bildbearbeitung. Aber imho liegt diese nicht an der Stelle, an der ich den Auslöser drücke.

  11. Re: So? ;)

    Autor: Vögelchen 13.04.16 - 13:04

    Ob man die Bilder vorher oder nachher verfälscht, ist, ehrlich gesagt, Scheißegal!
    Und was die Evergreens der Fotografie betrifft: Jede Wette, dass es nicht so sein wird, dass jedes 2. Bild unbedingt einen blöden Strudeleffkt braucht!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.04.16 13:05 durch Vögelchen.

  12. Re: So? ;)

    Autor: Clown 13.04.16 - 13:09

    nuffy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hast mich vielleicht falsch verstanden. Natürlich ist die Kamera genau so
    > ein Werkzeug, wie ein Pinsel. Aber mit der Kamera kann ich nicht so ein
    > Werk schaffen, wie ein Monet, van Gogh oder Picasso. Worauf ich hinaus
    > will, die Kamera hat nicht die Interpretationsfähigkeit eines Pinsels. Was
    > ein Maler malt, entspricht nicht unbedingt dem, was er sieht.

    Das ist bei der Kamera (und dem verwendeten Equipment inkl. aller Einstellungen, wie z.B. Weißabgleich oder auch "nur" Fokus etc) auch der Fall, wirkt aber weitaus weniger plakativ :) Das gemalte Bild ist allein durch die verwendete Technik abstrakt.

    > So gesehen
    > sind Maler eigentlich technisch betrachtet die größten Lügner :)

    Das sowieso :D

    > Drücken wir es mal anders aus: Dokumentarische Fotografie :) .. Platt
    > draufhalten, ohne jeglichen künstlerischen Anspruch.

    Achso :)

    > Nein, mit nichten. Auch mit kleinem Equipment kann man tolle Fotos machen,
    > manchmal sogar bessere als mit teurem Equipment. Aber (fehlendes) Equipment
    > kann Dich auch limitieren. So ein Effekt-Objektiv erweitert aber Deine
    > Möglichkeiten. Um beim Beispiel zu bleiben - es ist wie ein neu geformter
    > Pinsel.

    Dann hab ich Dich falsch verstanden. Mea culpa :)

    If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.

  13. Re: So? ;)

    Autor: Clown 13.04.16 - 13:18

    tokie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schöne Diskussion.

    Dito :)

    > Ich schaffe es leider nicht mehr, auf alle einzelnen
    > statements einzugehen. Nur so viel noch von mir: meiner Meinung nach ist
    > die Fotografie schon immer (nahezu) untrennbar mit der Nachbearbeitung
    > verbunden. Schon zu analogen Zeiten haben Fotografen ihre Bilder in der
    > Dunkelkammer nachbearbeitet. Sei es durch Nachbelichten oder Abwedeln
    > einzelner Bildbereiche oder durch geometrische Korrektur oder Verzerrung
    > bei der Ausbelichtung. Diese Techniken gehörten schon von Anfang an zum
    > Standardrepertoire von Fotografen und waren daher auch schon immer Teil der
    > Fotografie.
    > Heute ist eben die digitale Nachbearbeitung an diese Stelle gerückt. Sicher
    > sind die Möglichkeiten da immens viel größer und erlauben, ein Bild bis zur
    > Unkenntlichkeit zu verändern. Irgendwo muss man da sicher eine Grenze
    > ziehen zwischen Fotografie und digitaler Bildbearbeitung. Aber imho liegt
    > diese nicht an der Stelle, an der ich den Auslöser drücke.

    Insbesondere beim letzten Satz stimme ich Dir fast uneingeschränkt zu. Ich stelle mich allerdings manchmal selbst vor die Herausforderung reine out-of-camera-Bilder zu produzieren. Und hier und da gibts dann schon mal Fotowettbewerbe (privat oder auch organisiert), die das als Voraussetzung angeben. Mir macht das häufig mehr Spaß, weil ich dann schon beim Auslöser alles "richtig" (i.S.v. so, dass der gewünschte Effekt entsteht) machen muss.
    Darüber hinaus würde ich die von Dir angesprochene Grenze ungefähr da ziehen, wo die Möglichkeiten von RAW-Konvertern enden und sonstige Bildbearbeitungsprogramme anfangen.

    If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.

  14. Re: So? ;)

    Autor: kernkraftzwerg 13.04.16 - 13:24

    Vögelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ob man die Bilder vorher oder nachher verfälscht, ist, ehrlich gesagt,
    > Scheißegal!
    Für das Ergebnis ist es wohl egal, aber der Aufwand rechtfertigt bestimmt für einige auch die Anschaffung so einer Linse. Die bisherigen Lensbabys mit dem "Knick in der Optik" haben sich doch auch ganz gut verkauft, obwohl so ein Schärfeverlauf noch viel einfacher in Photoshop zu realisieren ist.

  15. Re: So? ;)

    Autor: nuffy 13.04.16 - 14:10

    Ganz kurz nur (weil Zeit knapp ist)- damit wir uns nicht falsch verstehen. Weil ich glaube, Vieles ist etwas überzogen...

    tokie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schon zu analogen Zeiten haben Fotografen ihre Bilder in der
    > Dunkelkammer nachbearbeitet. Sei es durch Nachbelichten oder Abwedeln
    > einzelner Bildbereiche oder durch geometrische Korrektur oder Verzerrung
    > bei der Ausbelichtung. Diese Techniken gehörten schon von Anfang an zum
    > Standardrepertoire von Fotografen und waren daher auch schon immer Teil der
    > Fotografie.

    Ja, haben sie (habe ich auch :) ), aber es sind eben die Grundlagen und diese sind immer noch da und absolut richtig und sie haben ihre Berechtigung. Will ich auch gar nicht streitig machen, stimme Dir diesbezüglich in allen Belangen hierzu zu.

    Aber...

    > Heute ist eben die digitale Nachbearbeitung an diese Stelle gerückt.

    Prinzipell ja, aber es kann nun deutlich mehr als das, was man im Fotolabor und Dunkelkammer geschafft hat. Das Potentiert sich auch noch von Version zu Version bei der Bildbearbeitung. Was in den letzten 30 Jahren hier passiert ist, ist nicht mehr vergleichbar mit den Anfängen der Fotografie. Vielleicht habe ich mich zu unglücklich ausgedrückt, aber genau das meine ich mit "Ehrlichkeit". Mir geht es dabei nicht um kleine Korrekturen, sondern schon um erheblich große Änderungen, massive Retuschen und Manipulationen. Und wie der Name schon sagt - eine Manipulation ist ja per se eine "versteckte unehrliche Handlung"... ;)


    > sind die Möglichkeiten da immens viel größer und erlauben, ein Bild bis zur
    > Unkenntlichkeit zu verändern. Irgendwo muss man da sicher eine Grenze
    > ziehen zwischen Fotografie und digitaler Bildbearbeitung. Aber imho liegt
    > diese nicht an der Stelle, an der ich den Auslöser drücke.

    Genau und diese Grenze liegt bei jedem wo anders. That's the point.

  16. Re: So? ;)

    Autor: TarikVaineTree 13.04.16 - 15:01

    mainframe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich geb euch mal ein Beispiel von mir...
    >
    > Ich sitze den ganzen Tag am Rechner...
    >
    > Die Fotografie betreibe ich als Hobby um vom Job abzuschalten.
    >
    > Ich will das Bild zu 90-95% mit der Kamera und der Optik machen... weswegen
    > ich oft wechsle und auch fast nur Festbrennweiten einsetze...
    >
    > Am Rechner will ich nur noch schnell die Fotos aussortieren... die Besten
    > zurecht schnippel und gerade rücken.
    >
    > Dann ausdrucken und auf mich und Freunde wirken lassen !
    >
    > Allseits GUT Licht!


    +1000

  17. Re: So? ;)

    Autor: JouMxyzptlk 13.04.16 - 20:36

    Its_Me schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Irgendwie habe ich mich auch gefragt, warum man im Zeitalter von Photoshop
    > so ein Teil kaufen sollte.

    Die via Photoshop verpfuschten Bilder sind leicht zu erkennen. Der "Tiefen-unschärfe" Effekt geht dann einfach quer durch das Bild und missachtet dass die Gebäude unterschiedlich weit weg sind, oder dass eine senkrechte Gebäudekante von unten nach oben NICHT unscharf werden kann. Das sieht man auf diese vielem "Moddellbau-Effekt"-Aufnahmen die gemacht wurden.
    Hier so ein Pfusch-Bild: Oberkörper der Menschen scharf, und die Beine verschwimmen. Die Pfähle werden von oben nach unten unvermittelt unscharf, unabhängig wie weit sie vom Objektiv "entfernt" sind.
    https://fotopraxis.files.wordpress.com/2010/01/sirmione.jpg
    Hier eines wo der Photoshopper zumindest etwas aufgepasst hat, aber es ist immer noch Pfusch:
    http://cdn4.spiegel.de/images/image-57667-galleryV9-fqom-57667.jpg
    Hier ein EXTREM-PFUSCH Bild:
    Das Gebäude rechts oben, der untere vordere Punkt des Gebäudes ist scharf, und die hochlaufende Kante sollte nach oben hin einen immer größeren Schärfebereich zeigen da sie der "Kamera" näher kommt.
    http://www.dkamera.de/media/cache/full/news/Miniatureffekt_fertig.jpg

    Bei der Lensbaby Gallerie sieht man beim zweiten Bild mit der Frau genau dass die Frau scharf abgebildet ist, aber alles was außerhalb der Fokusebene liegt den Effekt bekommt.
    Mit Photoshop müsste man das Bild erst mal aufwändig mit Masken und Ebenen aufteilen (wörtlich) um dann den Effekt so gut hinzubekommen dass es nicht nach Pfusch aussieht.

    Ultra HD ist LOW RES! 8K bis 16K sind mein Metier.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.04.16 20:44 durch JouMxyzptlk.

  18. Re: So? ;)

    Autor: TarikVaineTree 14.04.16 - 01:07

    JouMxyzptlk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Its_Me schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Irgendwie habe ich mich auch gefragt, warum man im Zeitalter von
    > Photoshop
    > > so ein Teil kaufen sollte.
    >
    > Die via Photoshop verpfuschten Bilder sind leicht zu erkennen. Der
    > "Tiefen-unschärfe" Effekt geht dann einfach quer durch das Bild und
    > missachtet dass die Gebäude unterschiedlich weit weg sind, oder dass eine
    > senkrechte Gebäudekante von unten nach oben NICHT unscharf werden kann. Das
    > sieht man auf diese vielem "Moddellbau-Effekt"-Aufnahmen die gemacht
    > wurden.
    > Hier so ein Pfusch-Bild: Oberkörper der Menschen scharf, und die Beine
    > verschwimmen. Die Pfähle werden von oben nach unten unvermittelt unscharf,
    > unabhängig wie weit sie vom Objektiv "entfernt" sind.
    > fotopraxis.files.wordpress.com
    > Hier eines wo der Photoshopper zumindest etwas aufgepasst hat, aber es ist
    > immer noch Pfusch:
    > cdn4.spiegel.de
    > Hier ein EXTREM-PFUSCH Bild:
    > Das Gebäude rechts oben, der untere vordere Punkt des Gebäudes ist scharf,
    > und die hochlaufende Kante sollte nach oben hin einen immer größeren
    > Schärfebereich zeigen da sie der "Kamera" näher kommt.
    > www.dkamera.de
    >
    > Bei der Lensbaby Gallerie sieht man beim zweiten Bild mit der Frau genau
    > dass die Frau scharf abgebildet ist, aber alles was außerhalb der
    > Fokusebene liegt den Effekt bekommt.
    > Mit Photoshop müsste man das Bild erst mal aufwändig mit Masken und Ebenen
    > aufteilen (wörtlich) um dann den Effekt so gut hinzubekommen dass es nicht
    > nach Pfusch aussieht.


    Ganz genau so ist es. Ich finde den Effekt klasse und es gilt: Je weniger Photoshop nötig ist, desto besser.
    Genau genommen bin ich gar kein Freund von Nachbearbeitungen. Ich passe in Lightroom höchstens nochmal die Lichtverhältnisse meiner RAWs an, das wars.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Service Manager Windows Serversysteme (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Wolfsburg, Dresden, Ingolstadt, Leinfelden-Echterdingen
  2. Webentwickler (m/w/d) eGovernment
    Landratsamt Dachau, Dachau
  3. Java Entwickler:in (m/w/d)
    Lufthansa Industry Solutions TS GmbH, Oldenburg
  4. Principal Data Engineer (m/f/d)
    über experteer GmbH, München

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de