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Wir können in diesem Land keine Kompetenz erwarten

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  1. Wir können in diesem Land keine Kompetenz erwarten

    Autor: Hanmac 29.04.16 - 10:52

    Ist ja nicht so das ein Internet Minister auch was vom Internet verstehen oder auch nur gehört haben muss.

  2. Re: Wir können in diesem Land keine Kompetenz erwarten

    Autor: theonlyone 29.04.16 - 10:59

    Hanmac schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist ja nicht so das ein Internet Minister auch was vom Internet verstehen
    > oder auch nur gehört haben muss.

    Die aller meisten Minister dürften "Fachfremd" sein und werden über die dauer ja auch durchgereicht von Ministerium zum anderen (von der leyen empfand ich da als eine der größten Lachnummern, aber das eine persönliche Einschätzung).

  3. Re: Wir können in diesem Land keine Kompetenz erwarten

    Autor: Anonymer Nutzer 29.04.16 - 11:11

    Ein Minister muss nicht vom Fach sein da er nur verwaltend leitend tätig ist.
    Ich bin auch kein Huhn und kann aussagen ob mir ein Frühstücksei schmeckt oder nicht.

    Das die Firmen, welche diese Server/Dienste betreiben, offenkundig schlampen ist doch der größere Skandal. Allein, dass es Fremdfirmen sind und es nicht mit fest angestellten Fachkräften getan wird (oftmals, auch bei z.B. der Bundeswehr..) ist doch (für mich) der eigentliche Kritikpunkt.

  4. Re: Wir können in diesem Land keine Kompetenz erwarten

    Autor: schumischumi 29.04.16 - 11:13

    Generell ist es imho nicht schlimm, wenn die Minister fachfremd sind.
    Jeder der schon mal in einem großen Projekt bzw. in größeren Firmen gearbeitet hat, wird wissen, dass Projektleiter bzw. höhere Führungskräfte auch meistens nicht wirklich tief in der Technik sind.
    Sollen sie ja auch nicht, sondern sie sollen lenken. Teilweise ist dies sogar ein Vorteil, da man mit der Technikbrille auch oft an organisatorischen oder fachlichen Lösungen vorbeiguckt.
    Wichtig sind hier die Berater, die sicher auch ein Minister hat. Diese ersetzen bzw. liefern dann die technische Kompetenz. Wenn dann aber die techn. Berater auch nix taugen, kann die beste Führungskraft/Minister auch nix machen.
    Nur weil jemand "Internetminister" ist, kann man nicht voraussetzen, dass er auch der Profi in der Technik ist oder über jede Sicherheitslücke immer bescheid weiss.

  5. Re: Wir können in diesem Land keine Kompetenz erwarten

    Autor: hg (Golem.de) 29.04.16 - 11:17

    Richtig, geschlafen haben hier die Admins der Seite. Ist sicherlich nicht Dobrindts Job, die Webseite zu aktualisieren.

    Hauke Gierow - Golem.de

  6. Re: Wir können in diesem Land keine Kompetenz erwarten

    Autor: Moe479 29.04.16 - 11:25

    wenn du dich auf andere verlässt wirst du verlassen, dass sollte doch auch miseste eierbeurteiler wissen, oder nicht? aber vertrauen ist einfacher als kontrolle in der anwendung, richtig?

  7. Re: Wir können in diesem Land keine Kompetenz erwarten

    Autor: bombinho 29.04.16 - 11:27

    Aber es ist sein Job jemanden zu besorgen, der den verantwortlichen Admins die Schuhe beim Laufen neu besohlt. Und das moeglichst ASAP.
    Mit frischen Sohlen kann es dann wieder mit gutem Beispiel vorangehen.

    Mir stellt sich die Frage, ob es ueberhaupt unkompromittierte deutsche Zertifizierungsstellen gibt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.04.16 11:29 durch bombinho.

  8. Re: Wir können in diesem Land keine Kompetenz erwarten

    Autor: Moe479 29.04.16 - 11:28

    es wäre schon von enormen vorteil, wenn der oder die jenige wenigsten einen blassen dunst von der materie hat, die betreut und gelenkt werden soll, oder nicht?

    im fall bsi bin ich aber nicht unglücklich über diese absehbare entwicklung, das senkt das vertrauen in diese unsägliche institution und legt ihre abschaffung näher.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.04.16 11:32 durch Moe479.

  9. Re: Wir können in diesem Land keine Kompetenz erwarten

    Autor: bombinho 29.04.16 - 11:33

    Nein, nicht unbedingt. Ein guter Lenker hat meist nur wenig Ahnung von dem unterliegenden Fach, aber er weiss, wer weiss und wen er fragen muss.

    Nimm mal Bill Gates als hervorragendes Beispiel, wenn er nicht frueher eher Mill Zates hiess, dann hat er wohl sehr wenig Fachliches beigetragen aber er hat die Firma hervorragend aufgestellt.

  10. Re: Wir können in diesem Land keine Kompetenz erwarten

    Autor: Trollversteher 29.04.16 - 11:36

    >Die aller meisten Minister dürften "Fachfremd" sein und werden über die dauer ja auch durchgereicht von Ministerium zum anderen (von der leyen empfand ich da als eine der größten Lachnummern, aber das eine persönliche Einschätzung).

    Minister sind ähnlich wie Manager: Fachkompetenz mag ein nette, optionale Dreingabe sein, ist aber nicht Notwendig, ein guter Manager/Minister zeichnet sich unter Anderem dadurch aus, sich ein gutes Team fähiger Experten zusammenzusuchen und dies zu koordinieren und vor wichtigen Entscheidungen zu konsultieren.

    Und was Von der Leyen betrifft: Ich war nie ein Fan, aber muss doch zugeben, dass sie ihren Job deutlich besser und gewissenhafter macht, als viele ihrer männlichen Vorgänger. Unter ihr wurden immerhin die ganzen Bundeswehrskandale aufgedeckt, die Probleme benannt und angegangen, während ihre Vorgänger sich eher durch ignorantes Vertuschen, Verschweigen, Aussitzen und "Nix von Nix gewusst haben wollen" ausgezeichnet haben.

  11. Re: Wir können in diesem Land keine Kompetenz erwarten

    Autor: Trollversteher 29.04.16 - 11:40

    >wenn du dich auf andere verlässt wirst du verlassen, dass sollte doch auch miseste eierbeurteiler wissen, oder nicht? aber vertrauen ist einfacher als kontrolle in der anwendung, richtig?

    Falsch, in leitender Position gehört es zu Deinen Kernkompetenzen, fachliche Kompetenz abzugeben bzw. zu deligieren und Dich auf die Koordinierung und Führung zu konzentrieren. Jeder Minister oder Manager, der meint, selbst eingreifen und den Spezialisten mimen zu müssen ist eine eindeutige Fehlbesetzung. Das ist wie damals ein Bill Gates, der selbst als Konzernchef noch meinte hin und wieder persönlich in den Code eingreifen zu müssen um damit all seine Entwickler in den Wahnsinn zu treiben. Du hast als Führungskraft weder die Zeit noch die Energie, um durch Weiterbildung, Praxis und Recherche "am Ball" zu bleiben und den Expertenstatus aufrecht zu erhalten - schon gar nicht in unserer schnellebigen Zeit, in der Wissen schon nach wenigen Jahren als veraltet gilt.

    Ich persönlich bin mit Chefs, die sich auf meine Kompetenz und die meiner Kollegen verlassen haben immer deutlich besser gefahren als mit solchen, die meinten sich bis auf Codeebene einmischen und sämtliche fachlichen Entscheidungen an sich reissen zu müssen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 29.04.16 11:50 durch Trollversteher.

  12. Re: Wir können in diesem Land keine Kompetenz erwarten

    Autor: theonlyone 29.04.16 - 11:55

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, nicht unbedingt. Ein guter Lenker hat meist nur wenig Ahnung von dem
    > unterliegenden Fach, aber er weiss, wer weiss und wen er fragen muss.
    >
    > Nimm mal Bill Gates als hervorragendes Beispiel, wenn er nicht frueher eher
    > Mill Zates hiess, dann hat er wohl sehr wenig Fachliches beigetragen aber
    > er hat die Firma hervorragend aufgestellt.

    Du willst jetzt ehrlich erzählen das Bill Gates "fachfremd" wäre ? (ironie?)

    Von einem Internet-Minister würde ich absolut erwarten das dieser sich in der Thematik auskennt und mitreden kann.
    Um fundierte Entscheidungen treffen zu können muss man einfach qualifiziert sein abzuschätzen ob das Hand und Fuß hat.

    Das man als Minister nicht mehr AKTIV im Fach arbeiten muss, das sollte völlig richtig sein. Jemand der Minister ist sollte nicht nebenbei noch Anwalt sein oder sonstwie tätig sein (aber auch das wird gemacht, finde ich überraus kritik würdig) ; schlichtweg weil das Ablenkt und deine Integrität in dem Amt kompromitiert (auch wenn das abgestritten wird, ist ja keine Überraschung).

    Ein Gesundheits-Minister der in der branche gearbeitet hat hätte schlichtweg ein Verständnis wo Problematiken liegen, das ist weit wertvoller als ein Fachfremder der sich bequatschen lassen muss und dann Entscheidungen trifft die für die Menschen in diesem Fach schlichtweg "quark" sind, Ziel verfehlt wäre das.

    Deshalb auch meine Kritik an "von der leyen" , ist für mich einfach Lachhaft einen Verteidigungsminister zu haben der vom Militär praktisch garkeine Ahnung hat ; klar kann man da seine Leitung übernehmen, das kann "jeder" tun, aber es ist reichlich sinnfrei einen Minister zu haben der voll auf seine Berater angewiesen ist, da habe ich lieber einen Minister der auch selbst informiert ist, der hat dann immer noch Berater, aber zieht die eben als "beratung" heran und nicht als essentielle Informationsquelle weil man selbst sowieso keine Ahnung hat.


    Das schlimme an managern ist eben wenn sie ihre Entscheidungen ins Blaue losfeuern und voll darauf angewiesen sind was sie an Informationen bekommen und diese Informationen nicht selbst gegen ein "fundiertes" Weltbild abgleichen können. Solche manager sind extrem anfällig gegen Manipulation von schlechten Beratern, man muss einfach in der Lage sein können die Informationen nochmal auf plausbilität abzuprüfen und letztlich auch ein "Bauchgefühl" haben was potenzielle Fehlerquellen sind (sei es auch nur weil man eigene Erfahrungen gemacht hat, weil man eben vom Fach kommt).


    Die Minister Posten einfach mit "Anwälten" (Juristen) zu besetzen und dann eine Armee von Beratern ranzuziehen halte ich (und das ist eben meine persönliche Meinung) für eine wirklich grandios schlechte Praxis wie sie in Deutschland praktisch seit jeher gelebt wird (und deshalb sind die Entscheidungen der Politik so oft auch so weit von den Realitäts-Problemen entfernt, weil keiner einen handfesten Bezug zum Fach hat).



    Für den Minister in diesem Fall bedeutet das:
    Natürlich hat der Mensch seine Aufgabe nicht erfüllt die Sicherheit der Webseite sicherzustellen. Auf der anderen Seite gibt es Verantwortliche die eben kontrollieren müssen ob die arbeit zufriedenstellend erledigt wird oder auch nicht ; dazu muss man einfach das Know-How haben und kann sich nicht auf die gleiche Person verlassen einem Auskunft zu geben die die Arbeit auch selbst gemacht hat (den Fehler zuzugeben ist schonmal etwas das überall in der Politik NIEMALS freiwillig gemacht wird ; und überhaupt zu erkennen das man Fehler gemacht hat ist ja auch schon etwas das nur die aller wenigsten in der Politik jemals hinbekommen).

    Bedeutet, wenn etwas schiefläuft geht die Verantwortungskette nach oben und man muss sich immer fragen warum das keinem aufgefallen ist, sprich, die Kontroll-Elemente funktionieren nicht und die Informationskette nach oben ist gestört. Wäre der Minister einfach selbst vom Fach, hätte man noch die Chance das der einfach selbst auf die Idee kommt nach dem heartbleed "Skandal" zu prüfen ob seine eigenen Systeme nicht davon betroffen sind ; den ob es einem gefällt oder nicht, umso höher in der Hierarchie, umso mehr Kompetenz setze ich auch vorraus (und das ist seltenst der Fall, vor allem eben bei Fachfremden).

  13. Re: Wir können in diesem Land keine Kompetenz erwarten

    Autor: bombinho 29.04.16 - 12:13

    Also ich erlebe immer wieder, dass wichtige Entscheidungen, gleichwohl erkannt wurde, dass sie absolut notwendig sind, verschoben/verzoegert werden, weil sich der Verantwortliche die Umsetzung fachlich vorstellt und vor dem Aufwand zurueckschreckt.

    Mir ist uebrigens noch kein Stueckchen Software untergekommen, in dem Bill Gates in irgend einer Form sich verewigt haette. Dafuer war DOS an allen moeglichen und unmoeglichen Stellen voller Initialen seiner Schoepfer aber "BG" war nicht dabei.
    Bill ist sicher nicht voellig fachfremd aber er hat definitiv seine Zeit sinnvoller genutzt als in irgend einer Garage Code am laufendem Band zu verzapfen.

  14. Re: Wir können in diesem Land keine Kompetenz erwarten

    Autor: theonlyone 29.04.16 - 12:14

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >wenn du dich auf andere verlässt wirst du verlassen, dass sollte doch auch
    > miseste eierbeurteiler wissen, oder nicht? aber vertrauen ist einfacher als
    > kontrolle in der anwendung, richtig?
    >
    > Falsch, in leitender Position gehört es zu Deinen Kernkompetenzen,
    > fachliche Kompetenz abzugeben bzw. zu deligieren und Dich auf die
    > Koordinierung und Führung zu konzentrieren. Jeder Minister oder Manager,
    > der meint, selbst eingreifen und den Spezialisten mimen zu müssen ist eine
    > eindeutige Fehlbesetzung. Das ist wie damals ein Bill Gates, der selbst als
    > Konzernchef noch meinte hin und wieder persönlich in den Code eingreifen zu
    > müssen um damit all seine Entwickler in den Wahnsinn zu treiben. Du hast
    > als Führungskraft weder die Zeit noch die Energie, um durch Weiterbildung,
    > Praxis und Recherche "am Ball" zu bleiben und den Expertenstatus aufrecht
    > zu erhalten - schon gar nicht in unserer schnellebigen Zeit, in der Wissen
    > schon nach wenigen Jahren als veraltet gilt.

    Das Problem ist vielmehr das man versucht mehrere Jobs zu machen.
    Als Entwickler sollte man z.B. entwickeln, sich dann mit Formularen von Arbeitszeiten und sonstigem Kram rumzuschlagen ist quatsch.
    Klare Arbeitsteilung ist nicht trivial, weil es meist garnicht klar zu trennen ist und auch die Arbeitsteilung bedeutet wieder das man Zeit für die Kommunikation aufwenden muss und umso mehr Arbeitsteilung man hat, umso mehr geht eben auch für den Overhead drauf und da ist irgendwann eben auch Schluß.

    Deshalb, eine hohe Position im management sollte immer von den kompetentesten im jeweiligen Fach besetzt sein, allein damit die Leute auch ohne Berater sehr genau wissen was in ihrem abgesteckten Bereich abgeht und das mit ihrem eigenen Weltbild abgleichen können.

    Ein manager der wirklich nur die Wirtschaftlichen Bereiche steuern soll, der hat sich nicht für den Quellcode zu interessieren ; den das wäre fachfremd, das its ein job für einen BWLer, da müssen die Zahlen stimmen.
    Wer sich darum kümmert wie die Produkt-Entwicklung aussieht, der muss voll dabei sein was in der Produkt-Entwicklung gerade vor sich geht. Der muss eben auch mal in den Code schauen (sei es auch nur viele Reviews machen vom Code) , damit man sich auch selbst ein Bild des Qualitäts-Levels machen kann, anstatt darauf angewiesen zu sein was man von seinen "Beratern" gesagt bekommt (die im zweifel eben projektleiter sind und schlichtweg angst haben zu sagen wo Probleme liegen, da spielt Firmenkultur enorm mit rein, Fingerpointing und alles runterspielen, das Managment glaubt dann alles läuft super, auch wenn die Hütte brennt und man vor lauter Qualm schon nichts mehr sehen kann, der Manager sieht das nicht, weil der eben einfach fachfremd meint der Rauch gehört dazu ... ).


    Die grobe eher klassische Einteilung wäre das im Sinne von:

    CEO : Chief Executive Officer
    Meist Verantworlich für viel zu viel. Personalplannung im gröbsten Sinne und grobe Marsch-Richtung für eine Firma. Hier wird schon so viel zusammen geworfen, ein CEO kann niemals einen wirklich guten Job machen, weil man viel zu Abhängig von seinen Unterlingen ist und wenn die einem erzählen alles ist gut, muss man die Kompetenz haben auch zu erkennen das man Bullshit erzählt bekommt (und das ist ein Knochenharter Job, dafür dürften die aller aller wenigsten Kompetent genug für sein, da muss man sich nichts vormachen, die CEO stelle ist praktisch immer fehlbesetzt, einfach weil die Chance das man genau diese herausragende Person zum CEO macht, ist astronomisch gering).


    Daneben gibt es dann noch CTO (Chief technology/technical Officer) der sich auskennen sollte mit der Technology der Firma und Forschung steuert. Auch die Position wird oft von fachfremden besetzt, was katastrophale Entwicklungen erzeugt, wenn die einfach schlechte Informationen bekommen, dann ist es einfach die Verantwortung die man "eigntlich" hat abzuwälzen und zu sagen "Ja, das konnte ich ja nicht wissen" ; Fakt ist aber, das SOLLTE man wissen, man ist schlichtweg inkompetent in seiner Rolle, aber so oft ist genau der Posten mit genau dieser inkompetenten Person besetzt.

    Die reine Plannung der "chief" Positionen läuft nahezu zwangsläufig auf reine BWLer hinaus. Man hält Verantwortung, aber keine fachliche Kompetenz.
    Eine schon ironische Arbeitsteilung, den man will für den Erfolg "verantworlich" sein, aber im Fehlerfall natürlich nicht Fehlerantwortlich, weil man eben nicht die fach-kompetenz hat.

    Ergebnis des Ganzen ist eben das eine einzige Person garnicht in der Lage ist der Verantwortliche zu sein, den wirklich verantwortlich kann nur der sein der auch die Kompetenz hat diese Verantwortung auch gerecht zu werden und das auch ohne Berater (was im Zweifel eben das Feld stark einschränkt auf dem man Kompetent sein kann).



    > Ich persönlich bin mit Chefs, die sich auf meine Kompetenz und die meiner
    > Kollegen verlassen haben immer deutlich besser gefahren als mit solchen,
    > die meinten sich bis auf Codeebene einmischen und sämtliche fachlichen
    > Entscheidungen an sich reissen zu müssen.

  15. Re: Wir können in diesem Land keine Kompetenz erwarten

    Autor: bombinho 29.04.16 - 12:18

    Was von der Leyen angeht, es gibt eine schon recht alte Erkenntnis: Jedes System, egal wie perfekt es erstellt wurde, wird ueber kurz oder lang mehr und mehr Energie in die Selbsterhaltung stecken bis zu dem Punkt wo es nur noch zum Selbstzweck existiert.

    Also ist das Aufbrechen der alten Strukturen sicherlich schmerzhaft fuer die, die es sich gemuetlich gemacht haben, aber absolut notwendig. Und dazu braucht es eben ab und an Impulse von aussen.

  16. Re: Wir können in diesem Land keine Kompetenz erwarten

    Autor: theonlyone 29.04.16 - 12:26

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und was Von der Leyen betrifft: Ich war nie ein Fan, aber muss doch
    > zugeben, dass sie ihren Job deutlich besser und gewissenhafter macht, als
    > viele ihrer männlichen Vorgänger. Unter ihr wurden immerhin die ganzen
    > Bundeswehrskandale aufgedeckt, die Probleme benannt und angegangen, während
    > ihre Vorgänger sich eher durch ignorantes Vertuschen, Verschweigen,
    > Aussitzen und "Nix von Nix gewusst haben wollen" ausgezeichnet haben.

    Hat grundsätzlich nichts mit weiblich zu tun, viel mehr das sie vom "Familien"-Minster zum VerteidigungsMinister geworden ist und man das SOFORT merkt wenn etwas wie die Frauenquote im Militär zu erhöhen als "großes" Thema herangezogen wird und Kindergärten und was nicht alles einzug halten.
    Klar, ist ja nicht so das es völlig sinnfrei wäre, aber der Aktionismus ist für mich kein zeichen von Kompetenz, das verschleudert viel eher haufenweiße Geld für Themen die praktisch trotzdem keine Relevanz haben, aber sich "medial" toll ausschlachten lassen.

    Primäre Faktoren wären eher das man seine standorte "effzienter" macht, das man die Probleme angeht wo Geld verschleudert wird und schaut das die Technik des Militär in einem "brauchbaren" Zustand bleibt, solche Dinge muss man auch kontrollieren und ein Bild davon haben wie es in der Praxis aussieht.
    Genau um so ein Praxis-Bild zu bekommen gibt es für die Minister (und gerade Verteidigungs-Minister) immer solche Events in denen sie die Truppen besuchen und Stützpunkte ablaufen etc. pp. Aber sein wir ehrlich, solche Events sind "brutal" gestellt, vorbereitet und der Minister bekommt dadurch sicherlich kein realistisches Bild wie es dort tag täglich aussieht ; das ist übrigens bei Manager Positionen nicht anders, wenn man sich groß anmeldet, dann wird man niemals ein echtes Bild von seinem Laden bekommen;

    Witzigerweiße gibt es genau deshalb Sendungen wie "Undercover-Boss" in denen ein manager sich verkleidet und dann einfach in einer Unteren Position bewirbt und dort mal eine Zeit lang arbeitet ; ohne das die Mitarbeiter wissen das es der Chef persönlich ist. Mit solche Experimenten wird dem manager dann viel eher klar wo handfeste Probleme liegen die man sehr schnell angehen kann, von denen man niemals mitbekommt in der gehobenen Position (was zeigt das man sich eben nicht auf seine Berater und Informationen verlassen kann, man muss sie zwangsläufig selbst machen, oder zumindest fundiert prüfen können ob die Informationen hand und fuß haben, was ein fachfremder schlichtweg nicht kann und ein manager der versucht zu managen von was er keine Ahnung hat, der taugt einfach nichts, außer als Puppenspiel für wiederum andere die auch nur von Außen drauf schauen und daraus eine Show machen).
    Solche Dinge sind wertvoll und vermitteln das notwendige Quäntchen "Realität" , die allzu gern verloren geht, wenn man nur noch lenkt, aber nicht mehr weiß WAS man eigentlich lenkt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.04.16 12:31 durch theonlyone.

  17. Re: Wir können in diesem Land keine Kompetenz erwarten

    Autor: unbuntu 29.04.16 - 12:51

    srother schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin auch kein Huhn und kann aussagen ob mir ein Frühstücksei schmeckt
    > oder nicht.

    Seit wann essen Hühner Frühstückseier?

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  18. Re: Wir können in diesem Land keine Kompetenz erwarten

    Autor: unbuntu 29.04.16 - 12:52

    schumischumi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Generell ist es imho nicht schlimm, wenn die Minister fachfremd sind.
    > Sollen sie ja auch nicht, sondern sie sollen lenken.

    Und wie sollen sie das, wenn sie keine Ahnung haben?

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  19. Re: Wir können in diesem Land keine Kompetenz erwarten

    Autor: Trollversteher 29.04.16 - 14:41

    >Und wie sollen sie das, wenn sie keine Ahnung haben?

    Indem sie auf Stäbe von beratende Experten vertrauen. Natürlich braucht es eine grobe Übersicht über die Thematik - aber die hat man sich schnell angeeignet.

    Ich denke mal, Du fühlst Dich auch kompetent genug, Deinen Körper zu "führen" obwohl Du vermutlich (vorrausgesetzt Du bist kein Biologe oder Mediziner) von den unzähligen Prozessen die in jeder Sekunde in Deinem Körper ablaufen nicht die geringste, oder zumindest nur eine sehr oberflächliche Ahnung hast.

  20. Re: Wir können in diesem Land keine Kompetenz erwarten

    Autor: schumischumi 29.04.16 - 15:06

    unbuntu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > schumischumi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Generell ist es imho nicht schlimm, wenn die Minister fachfremd sind.
    > > Sollen sie ja auch nicht, sondern sie sollen lenken.
    >
    > Und wie sollen sie das, wenn sie keine Ahnung haben?

    Die Konsequenz wäre, dass solche Ämter nur noch von absoluten Fachspezialisten besetzt werden. Und zwar von Spezialisten die sich in diesem konkreten Fall mit allen in Bezug auf Internet super bis ins Detail auskennt.
    Dazu soll er auch noch die Rolle als Minister, sprich lobbyarbeit, reden halten, politisieren usw. abdecken können.
    Hier eine Schnittmenge zu finden dürfte unmöglich sein. Allein schon jemanden zu finden, der Sich im Bereich "Internet" (vom TCP/IP Stack, über ALLE Viren/Maleware vorkommnisse inkl. Lösung bis hin zu allen auf dem Markt vertretenen endgeräten mit allen eigenheiten pro version) vollumfänglich auskennt ist utopisch.

    ist ja auch schwachsinn, dass diese person alles wissen muss. geht absolut nicht. auch nicht für einen reinen techniker der von politik keine ahnung hat.

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