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@Autor : Die Umweltbilanz des Diesels nach dem FIS

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  1. @Autor : Die Umweltbilanz des Diesels nach dem FIS

    Autor: Ach 07.06.16 - 07:20

    Lieber Autor und liebe Leute bei Golem,

    fast in alle deutschen Nachrichten, Berichten und Kommentaren, ob Freund oder Feind der Elektrifizierung des Personenindividualverkehrs, wird mit missverständlich ausgelegten Zahlen des ForschungsInformationsSystems argumentiert.

    In der dort gezeigten Tabelle wird die Whell 2 Whell Umweltbilanz verschiedener Treibstoffe, also deren Kohlendioxidausstoß über die gesamten Produktions- und Verbrauchsketten miteinander verglichen. Das ist eigentlich eine sehr gute Sache, aber wenn man etwas genauer in die Tabelle schaut, dann fällt einem auf, dass der Biodiesel in dieser Tabelle zu 100% aus Rapsöl gewonnen wird, und nur dieser 100% pflanzliche Diesel schafft einen Gleichstand mit dem Elektroantrieb. Es gibt aber nun gar keinen 100% en Pfalnzendiesel an Deutschlands Tankstellen zu kaufen, sondern nur solchen mit einem Rapsanteil von höchstens 5%! Bei diesem Diesel steigt der Dioxidausstoß aber massiv an, so wie bei den anderen Flüssigtreibstoffen auch. Massiv bedeutet um tatsächliche 80%!.






    Das ist also keine Erfindung, kein Fehler und auch kein Verschwörung, die weit verbreitete Gleichstellung des Dieselmotor mit dem Stromer in seiner Umweltbilanz beruht zwar auf den offiziellen, aber schlicht und einfach um das 1,8 fache falsch verstandenen/ausgelegten Zahlen. Bestätigt von dem vom BMVI (Bundesministerium für Verkehr in digitale Infrastruktur) gefördertem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung.

    Es wäre toll und eigentlich auch ziemlich wichtig, wenn Irgendwer mal den Anfang machen würde, dieses Missverständnis zu korrigieren, und wenn dieser Anfang in Berichten auf Golem zu finden wäre, würde mich das natürlich noch eine Ecken mehr freuen :]. Bitte schaut euch die Zahlen an. Ich kann nur diesen einen Schluss aus denen ziehen, dass ein Elektrofahrzeug in seiner Gesamtbilanz um 80% unter dem Kohlendioxidausstoß eines Diesels liegt(noch zu erwähnen wäre, dass die FIS- Dioxidberechnung nicht auf dem Deutschen, sondern auf dem Europäischen Strommix mit seinem relativ gesehen, sehr niedrigem EE Anteil fußt).


    LG, Ach


    Quelle FIS >http://www.forschungsinformationssystem.de/servlet/is/332825/

  2. Re: @Autor : Die Umweltbilanz des Diesels nach dem FIS

    Autor: moppi 07.06.16 - 07:52

    <typischer Firmen-Diesel fahrer>
    was der 4,5 8 Zylinder umweltschutz SUV ist dreckig ?????

    nein das kann nicht sein, er verbraucht doch nur 0,1 Liter auf 200000km, ich musste nie den tanken, bin da immer eingestiegen und war immer volle nadel. und bin dann immer 250 km/h auf der autobahn gelatzt

    und dann dieser krasse durchzug, damit hab ich alle auf der autobahn stehen gelassen
    </typischer Firmen-Diesel fahrer>

    so lange diese aussagen typisch sind, werden sich wissenschaftliche erkenntisse an diese leute nicht weiter verbreiten :( ich kenne genügend leute die es einfach nicht einsehen woll das Diesel bedeutend schlimmer als Benzin ist (im bezug umwelt verschwutzung nicht rein Co bezogen) als ihnen bewusst ist. bzw. es ist ihnen auch teilweise total egal
    sie wollen jetzt ihren fettes Fahrzeug bewegen, sie haben es ja verdient. auf kosten von generationen danach.

    hier könnte ein bild sein

  3. Re: @Autor : Die Umweltbilanz des Diesels nach dem FIS

    Autor: gadthrawn 07.06.16 - 10:18

    moppi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich kenne genügend
    > leute die es einfach nicht einsehen woll das Diesel bedeutend schlimmer als
    > Benzin ist

    Vielleicht weil sie im Gegensatz zu dir Recht haben?

    NOx kommt auch bei Benzinern raus -> Turbo.

    Lungengängige Schadstoffe darf der Benziner sogar mehr raushauen. Die Partikelmasse ist zwar gleich dem Diesel, aber beim Benziner darf die Partikelanzahl (damit kleinere Teile) um einige höher sein.

  4. Re: @Autor : Die Umweltbilanz des Diesels nach dem FIS

    Autor: Ach 07.06.16 - 11:04

    Ist schwer zu verstehen, dass ein Diesel einen höheren Kohlendioxidausstoß hat als ein Benziner. Besonders wenn man eine gewissen Summe in so einen Selbstzünder investiert hat, fällt es schwer rational gegenüber der eigenen Entscheidung zu bleiben. Das braucht ein bisschen Zeit, und deshalb wende ich mich auch gleich an die, die für den ungeschminkten Verbrauchswert des Diesels ja eigentlich offen sein müssten. In die Zukunft gerichtete Leuten, deren Massage mit den tatsächlichen Verbräuchen von Diesel PKW ja einen richtig heftigen Schub bekäme - halbierter CO2 Ausstoß des Stromers gegenüber einem Modernen Diesel beim Deutschen Strommix -, eigentlich ein idealer Nobrainer.

    Aber von Harald Lesch über Nano bis zu verschiedenen Grünen Politikern, alle erwähnen ständig dass ein Elektrowagen "ja derzeit nur auf Augenhöhe mit einem Diesel im Oxidausstoß stände, wegen der Kohleverstrohmung." Ich frage mich da wie sowas wohl zustande kommt. Verstehen diese Leute nicht die dargebotene Information? Unwahrscheinlich. Machen die nur eine dürftige Recherche ohne genau hinzusehen? Schon eher, vielleicht. Lassen die sich bei der Zusammenstellung ihrer Standpunkte auch von Dritten unter die Arme greifen und übernehmen schon mal eine Mundpropaganda wenn die von respektierter Seite kommt? Irgendsowas, und da stehen nun schwarz auf weiß ihre desruptiven Argumente, erhoben und bestätigt noch von offizieller wissenschaftlicher Seite und keiner bekommt sie mit. Wie lange werden die wohl noch für das Finden brauchen? Die Zeit drängt für die Umwelt wie für diese hiesige Industrie.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 07.06.16 11:17 durch Ach.

  5. Re: @Autor : Die Umweltbilanz des Diesels nach dem FIS

    Autor: MattiasSch 07.06.16 - 11:36

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Aber von Harald Lesch über Nano bis zu verschiedenen Grünen Politikern,
    > alle erwähnen ständig dass ein Elektrowagen "ja derzeit nur auf Augenhöhe
    > mit einem Diesel im Oxidausstoß stände, wegen der Kohleverstrohmung." Ich
    > frage mich da wie sowas wohl zustande kommt. Verstehen diese Leute nicht
    > die dargebotene Information? Unwahrscheinlich. Machen die nur eine dürftige
    > Recherche ohne genau hinzusehen? ... Die Zeit drängt für die Umwelt wie für
    > diese hiesige Industrie.

    Im Artikel schreibe ich:

    "... der Berufspendler, der täglich zweimal 30 Kilometer über Landstraßen mit einem VW E-up zurücklegt und beim Arbeitgeber in der Tiefgarage kostenlos (nicht-grünen) Strom tanken darf, profitiert kaum vom rekuperativen Bremsen, einem Bremsverfahren, das der Energierückgewinnung dienen soll. Er spart vergleichsweise wenig Kohlendioxid gegenüber einem kleinen Diesel ein, der bei Landstraßenfahrten im Bereich des optimalen Wirkungsgrades läuft.

    Der Fokus muss auf Vielfahrern in den Städten liegen, und zwar bei jenen, die vergleichsweise hohe Verbräuche durch viele Haltepunkte haben und dennoch mit Gesamtreichweiten von unter 150 Kilometern pro Tag auskommen. Kandidaten hierfür gibt es viele: Kuriere, Pflegedienste, Lieferdienste, die Post, aber auch viele Handwerker wie Sanitär- und Elektroinstallateure, die beim Kunden vor Ort arbeiten. Zudem verfügen viele dieser potenziellen E-Auto-Nutzer über ein eigenes Firmengelände, was die Ladesituation vereinfacht."

    Mir geht es vor allem darum, die Ansatzpunkte aufzuzeigen, an denen ein eingesetztes E-Auto am meisten Nutzen bringt. Und das ist nunmal in der Innenstadt: Akkus können kleiner sein als über Land, im Stop and Go ist rekuperatives Bremsen möglich, neben der CO2-Bilanz kommt der Aspekt der lokalen Luftqualität ins Spiel und im kommerziellen Einsatz sind die Fahrleistungen insgesamt höher als bei Privatnutzung.

  6. Re: @Autor : Die Umweltbilanz des Diesels nach dem FIS

    Autor: Ach 07.06.16 - 18:46

    Die konkrete Frage nach dem Wie stellte ich tatsächlich an die darüber aufgeführten Prominenten und Politiker.

    Die Idee, die am tiefsten hängenden Früchte im besonderen zu betrachten, also die Situationen zu fördern, in denen denen der Einsatz der geringsten Mitteln den größten Nutzen verspricht, finde ich eigentlich sehr gut. Dagegen stellen sich mein Einwand auch nicht, im Gegenteil, öffnen die FIS Zahlen doch eigentlich erst das Feld. Ab dem Moment kann man die Sache entspannter argumentieren und viel weiter fassen. Auf Basis Jener Werte leistet dann nämlich jeder allein in dem Moment einen bemerkenswerten Umweltbeitrag, indem er von einem Verbrenner auf einen Stromer umsteigt, vollkommen gleichgültig der Nutzung. Und sollte das am Reichweitenproblemen scheitern, dann ist bei der praktischen Halbierung des CO2 Ausstoß selbst jeder in einem Hybriden elektrisch zurück gelegte Kilometer Gold wert. Und da oben drauf setzen sich dann die Fälle, in denen die Elektromobilität ihre Vorteile im ganz Besonderen ausspielen kann: in der Stadt. Und diese Fälle profitieren dann umso mehr von den mit dem Individualverkehr vorangetriebenen Entwicklungen und Preisentwicklung.

    Vor allen darf man die psychologische Komponente nicht unterschätzen, wenn man statt groß nachzudenken durch einfaches kaufen schon super umweltfreundliches Vorbild seien kann, und ebenso wichtig ist der Spaßfaktor. Spaß hat man mit den auf das nötigste reduzierten Stadtfahrzeugen nur begrenzt, mit einer elektrischen Übermotorisierung auf der Landstraße dafür um ein vielfaches mehr. Emotionen verkaufen Autos, wie man an Tesla sieht. Die auf das nötigste reduzierten Stadtfahrzeuge werden es allein sehr schwer haben, wie es die Geschichte ja eben immer wieder vorgeführt hat(E-Auto = besserer Golf-Car). Die spartanischen Gefährte werden den komfortablen, sportlichen oder großzügig ausgelegten und stylischen E-Flitzer als Partner brauchen, beide ergänzen sich, die geben sich einen High Five.

    Dafür ist die Umweltbilanz nach FIS gut. Um der Richtigkeit der ganzen Geschichte nicht länger in einer kleinen Nische sondern in jeder Hinsicht zu bestätigen, den Leuten ihren Spaß dabei nicht nur zu gönnen sondern den sogar zu fördern, um die Produktentwicklung, die Produktion und die Produktnutzung endlich und auf breiter Front mit Lust, Laune und echtem Elan zu versorgen.



    Think Big! it's electrifying! :]



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 07.06.16 18:55 durch Ach.

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