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Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Re: Die Kommentare

    Autor: BKoenig 20.06.16 - 14:36

    Palerider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > BKoenig schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Palerider schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > zu 1. ich habe hier noch keinen gelesen, der das Arbeitskampfmittel
    > > Streik
    > > > allgemein in Frage stellt. Aber wenn seit Jahren gestreikt wird, damit
    > > aber
    > > > nicht mal ein Gespräch mit dem Arbeitgeber erzwungen wurde - weil
    > > einfach
    > > > zu wenige mitmachen - dann ist das sinnlos und eine Verschwendung von
    > > > Streikgeldern sprich Mitgliedsbeiträgen. Wenn ich ein Verdi-Mitglied
    > in
    > > > einem anderen Sektor wäre, würde mich das echt sauer machen.
    > > >
    > > Das hört sich aber nach meinem Eindruck hier anders an.
    > Dann ist das wohl so - aber der Artikel geht, soweit ich das sehe, über
    > amazon.
    >
    > >
    > >
    > > > zu 2. nun ja, m.E. ist der Ruf bereits ruiniert, da macht sich kaum
    > > einer
    > > > Sorgen drum. Aber Arbeitnehmerinteressen werden hier sicher nicht
    > > vertreten
    > > > - dazu müsste ihnen irgendwer von amazon erstmal zuhören.
    > >
    > > Und weil Amazon nicht zuhören will, sollte man einfach mal aufhören zu
    > > streiken?
    > Nein, man sollte aufhören weil sie nicht zuhören brauchen und somit der
    > Streik für die Katz´ist.
    > Ob ein Streik "für die Katz ist" haben Sie aber nicht zu beurteilen.
    >
    > > >
    > > > zu 3. was auch immer sie sind, die Mitarbeiter sind offenbar so
    > > zufrieden,
    > > > dass sie größtenteils nicht streiken, womit wir wieder zu 1. kommen...
    > >
    > > Nur weil viele sich aus Angst um den Job nicht auf die Straße trauen,
    > heißt
    > > das noch lange nicht, dass sie zufrieden sind.
    > Ah, Du kennst die alle und weißt, dass sie aus Angst um ihren Job nicht
    > streiken und nicht weil sie keine Notwendigkeit sehen - sorry, das wusste
    > ich nicht ;-) Spaß beiseite: In ganz Deutschland klappt das aber bei amazon
    > haben sie alle die Hose voll? Halte ich für unwahrscheinlich... was meinst
    > Du was das ein Fressen für die Medien wäre, wenn da nur einer wegen
    > Beitritt zu einer Gewerkschaft oder Teilnahme an den Streiks (die ja schon
    > seeeeehr lange laufen) entlassen worden wäre.
    Zunächst mal, es sind schon viele Leute in Unternehmen entlassen worden, weil sie sich in Arbeitnehmervertretungen engagieren. Leider ist sowas vor Gericht immer schwer nachzuweisen, aber das ist ein anderes Thema.

    Stimmt, ich kann nicht beurteilen, ob alle, die nicht an einem Streik teilnehmen, dies nur aus Angst vor dem Jobverlust nicht tun. Ob Sie jedoch beurteilen können, dass eine Nicht-Teilnahme an einem Streik deshalb unterbleibt, weil Mitarbeiter "keine Notwendigkeit sehen" wage ich auch stark anzuzweifeln.

  2. Re: Die Kommentare

    Autor: Palerider 20.06.16 - 14:37

    >
    > Na dann haben wir aber großes Glück, dass das Streikrecht im Grundgesetz
    > verankert ist und Sie nicht darüber zu entscheiden haben.

    Amen, Bruder - so kritisch ich Verdi und manch andere Gewerkschaft auch sehe...

  3. Re: Die Kommentare

    Autor: BKoenig 20.06.16 - 14:41

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Und weil Amazon nicht zuhören will, sollte man einfach mal aufhören zu
    > > streiken?
    >
    > Ja, zumindest in der Art wie bisher scheint es sinnlos zu sein. Schon
    > Einstein sagte, die Definition von Wahnsinn sei, immer das gleiche zu tun
    > und andere Ergebnisse zu erwarten.
    Ich bezweifle, dass Einstein sich jemals zu Gewerkschaftspolitik geäußert hat :-)
    Nur mal aus persönlichem Interesse. Was wäre denn dann "die richtige Art" zu streiken?
    >
    > > Nur weil viele sich aus Angst um den Job nicht auf die Straße trauen,
    > heißt
    > > das noch lange nicht, dass sie zufrieden sind.
    >
    > Richtig, aber nur weil sie nicht auf die Straße gehen, heißt das auch
    > nicht, dass sie unzufrieden sind, aber aus Angst schweigen. Es heißt
    > einfach gar nichts.
    Und woher genau nehmen Sie die Fachkenntnis über die emotionale Situation von Amazon-Mitarbeitern, wenn ich fragen darf?

  4. Re: Die Kommentare

    Autor: Oktavian 20.06.16 - 14:42

    > Das ist auch wieder so ein Punkt. Warum gründen Unternehmen wiederum
    > Sub-Unternehmen? Um Steuern zu "optimieren", um Tarifverträge zu umgehen?

    Klar, das kann ein Grund sein. Und wenn ein Gesetzgeber solche Konstrukte steuerlich begünstigt und fördert, dann ist das auch sinnvoll so. Das heißt nicht, dass ich das befürworte, aber es ist Aufgabe des Gesetzgebers, das zu verhindern.

    Wenn eine Gewerkschaft sich so aushebeln lässt, dass ist das ihr Problem. In der Regel geschehen solche Ausgründungen aber mit Zustimmung der Gewerkschaft, um genau Tarifverträge auszuhebeln (DHL, Lufthansa, VW nur mal so als Beispiel).

    In den Firmen, die ich von innen kenne, waren die Subfirmen aber weder für das eine noch für das andere gut. Im wesentlichen gab es drei Gründe:

    1. Risikoabgrenzung. Es wird eine GmbH gegründet für einen hochriskanten neuen Geschäftszweig und mit hinreichend Stammkapital ausgestattet. Wenn alles schief geht, schlägt das Risiko nicht auf die Mutter durch. In der Regel hatten diese GmbHs nicht einmal Personal bis auf den Geschäftsführer, die MA wurden von der Mutter geliehen.

    2. Größenbeschränkung. Mitarbeiter neigen in großen Konzernen dazu, sich der ganzen Firma weniger zugehörig zu fühlen als in kleinerer. Also macht man kleinere, damit der MA weiß, zu welchem Haufen er gehört. Das verschlankt auch etliche Prozesse.

    3. Zielgruppenfokussierung. Es wirk gegenüber Kunden oft glaubwürdiger, wenn man nicht sagt "wir von Firma A können alles", sondern "für das Thema haben wir eine eigene Tochter, nicht sich genau um solche Probleme kümmert"

  5. Re: Die Kommentare

    Autor: Palerider 20.06.16 - 14:47

    > Zunächst mal, es sind schon viele Leute in Unternehmen entlassen worden,
    > weil sie sich in Arbeitnehmervertretungen engagieren. Leider ist sowas vor
    > Gericht immer schwer nachzuweisen, aber das ist ein anderes Thema.

    Auch bei amzon? Beispiele? Das hätte Verdi mit Genuss ausgeschlachtet - ob vor Gericht bewiesen oder nicht.

    >
    > Stimmt, ich kann nicht beurteilen, ob alle, die nicht an einem Streik
    > teilnehmen, dies nur aus Angst vor dem Jobverlust nicht tun. Ob Sie jedoch
    > beurteilen können, dass eine Nicht-Teilnahme an einem Streik deshalb
    > unterbleibt, weil Mitarbeiter "keine Notwendigkeit sehen" wage ich auch
    > stark anzuzweifeln.

    Habe ich das behauptet? Mit keiner Silbe. Aber bei so einer Masse Leute muss man nicht gerade die Eier von Stieren haben um einen Arbeitskampf anzugehen. Wenn sie also nicht zufrieden sind dann sind sie selber schuld. Welches von beiden ist mir wurscht. Fakt bleibt: der Streik dauert jetzt Jahre und hat nullkommanix erreicht.

  6. Re: Die Kommentare

    Autor: BKoenig 20.06.16 - 14:48

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Das ist auch wieder so ein Punkt. Warum gründen Unternehmen wiederum
    > > Sub-Unternehmen? Um Steuern zu "optimieren", um Tarifverträge zu
    > umgehen?
    >
    > Klar, das kann ein Grund sein. Und wenn ein Gesetzgeber solche Konstrukte
    > steuerlich begünstigt und fördert, dann ist das auch sinnvoll so. Das heißt
    > nicht, dass ich das befürworte, aber es ist Aufgabe des Gesetzgebers, das
    > zu verhindern.
    >
    > Wenn eine Gewerkschaft sich so aushebeln lässt, dass ist das ihr Problem.
    > In der Regel geschehen solche Ausgründungen aber mit Zustimmung der
    > Gewerkschaft, um genau Tarifverträge auszuhebeln (DHL, Lufthansa, VW nur
    > mal so als Beispiel).
    >
    > In den Firmen, die ich von innen kenne, waren die Subfirmen aber weder für
    > das eine noch für das andere gut. Im wesentlichen gab es drei Gründe:
    >
    > 1. Risikoabgrenzung. Es wird eine GmbH gegründet für einen hochriskanten
    > neuen Geschäftszweig und mit hinreichend Stammkapital ausgestattet. Wenn
    > alles schief geht, schlägt das Risiko nicht auf die Mutter durch. In der
    > Regel hatten diese GmbHs nicht einmal Personal bis auf den Geschäftsführer,
    > die MA wurden von der Mutter geliehen.
    >
    > 2. Größenbeschränkung. Mitarbeiter neigen in großen Konzernen dazu, sich
    > der ganzen Firma weniger zugehörig zu fühlen als in kleinerer. Also macht
    > man kleinere, damit der MA weiß, zu welchem Haufen er gehört. Das
    > verschlankt auch etliche Prozesse.
    >
    > 3. Zielgruppenfokussierung. Es wirk gegenüber Kunden oft glaubwürdiger,
    > wenn man nicht sagt "wir von Firma A können alles", sondern "für das Thema
    > haben wir eine eigene Tochter, nicht sich genau um solche Probleme kümmert"

    Ja, so wird es wohl sein. Subunternehmen werden nur gegründet, um was für die Mitarbeiter (man soll sich mit der Company identifizieren) und Kunden (wirkt irgendwie professioneller) zu tun. Ökonomische oder steuerliche Aspekte sind da eher unwichtig.

    Und wie entstehen Gesetzeslücken überhaupt? Wer hat denn maßgeblichen Einfluss darauf, welche Gesetze beschlossen werden? Welche Lobbygruppen haben in Berlin und Brüssel den meisten Einfluss?

    Wenn man das verstanden hat, versteht man auch leicht, warum sich Gewerkschaften so leicht "aushebeln" lassen.

  7. Re: Die Kommentare

    Autor: BKoenig 20.06.16 - 14:50

    Palerider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Zunächst mal, es sind schon viele Leute in Unternehmen entlassen worden,
    > > weil sie sich in Arbeitnehmervertretungen engagieren. Leider ist sowas
    > vor
    > > Gericht immer schwer nachzuweisen, aber das ist ein anderes Thema.
    >
    > Auch bei amzon? Beispiele? Das hätte Verdi mit Genuss ausgeschlachtet - ob
    > vor Gericht bewiesen oder nicht.
    >
    > > Und er wird auch weiter andauern.
    > > Stimmt, ich kann nicht beurteilen, ob alle, die nicht an einem Streik
    > > teilnehmen, dies nur aus Angst vor dem Jobverlust nicht tun. Ob Sie
    > jedoch
    > > beurteilen können, dass eine Nicht-Teilnahme an einem Streik deshalb
    > > unterbleibt, weil Mitarbeiter "keine Notwendigkeit sehen" wage ich auch
    > > stark anzuzweifeln.
    >
    > Habe ich das behauptet? Mit keiner Silbe. Aber bei so einer Masse Leute
    > muss man nicht gerade die Eier von Stieren haben um einen Arbeitskampf
    > anzugehen. Wenn sie also nicht zufrieden sind dann sind sie selber schuld.
    > Welches von beiden ist mir wurscht. Fakt bleibt: der Streik dauert jetzt
    > Jahre und hat nullkommanix erreicht.

  8. Re: Die Kommentare

    Autor: Oktavian 20.06.16 - 14:50

    > Ich bezweifle, dass Einstein sich jemals zu Gewerkschaftspolitik geäußert
    > hat :-)

    War wahrscheinlich nicht sein Thema. Aber in jedem Coaching (Systemische Analyse) ist das einer der wichtisten Sätze. Wenn A nicht funktioniert, und auch wiederholt nicht funktioniert, probiere etwas anderes.

    > Nur mal aus persönlichem Interesse. Was wäre denn dann "die richtige Art"
    > zu streiken?

    Keine Ahnung, bin ich Gewerkschafter?

    Bislang konnte Verdi der Belegschaft von Amazon wohl noch nicht verständlich machen, warum es sinnvoll sein könnte, sich zu organisieren. Der Organisationsgrad ist überschaubar. Das wäre wohl ein Ansatzpunkt, erst mal den Organisationsgrad erhöhen. Immerhin hat Amazon bewiesen, dass der Streik auch für die Streikenden folgenlos ist, insofern war das Verhalten fair.

    Anderer Ansatzpunkt könnten Streiks über die Vertragsunternehmen sein, DHL, Hermes und Co. Keine Ahnung, ob das gesetzlich möglich ist, VW bestreikt man zB aber auch gerne, indem man nicht in Wolfsburg streikt, sondern bei einem kleinen aber essentiellen Zulieferer.


    > > Richtig, aber nur weil sie nicht auf die Straße gehen, heißt das auch
    > > nicht, dass sie unzufrieden sind, aber aus Angst schweigen. Es heißt
    > > einfach gar nichts.

    > Und woher genau nehmen Sie die Fachkenntnis über die emotionale Situation
    > von Amazon-Mitarbeitern, wenn ich fragen darf?

    Nochmal bitte lesen, was ich geschrieben habe. Ich unterstelle ihnen gar nichts, weder Angst noch Freude. Nicht genug Information. Dass jemand nichts tut, sagt einfach gar nichts aus. Ich kann ich Nichtstun weder Angst und Zufriedenheit interpretieren.

  9. Re: Die Kommentare

    Autor: Oktavian 20.06.16 - 14:56

    > Ja, so wird es wohl sein. Subunternehmen werden nur gegründet, um was für
    > die Mitarbeiter (man soll sich mit der Company identifizieren) und Kunden
    > (wirkt irgendwie professioneller) zu tun. Ökonomische oder steuerliche
    > Aspekte sind da eher unwichtig.

    Nochmal bitte lesen, was ich geschrieben habe. Natürlich gibt es das, es gibt aber auch andere Beispiele.

    > Und wie entstehen Gesetzeslücken überhaupt? Wer hat denn maßgeblichen
    > Einfluss darauf, welche Gesetze beschlossen werden? Welche Lobbygruppen
    > haben in Berlin und Brüssel den meisten Einfluss?

    Ich glaube, das liegt weniger an Lobbyismus, sondern im wesentlichen an handwerklich schlecht gemachten Gesetzen. Ich habe mal gelernt, unterstelle nie Bosheit, wenn Dummheit als Erklärung reicht.

    Ich habe beruflich viel mit den geistigen Ergüssen unserer Parlamentarier und dem Beamtenapparat dahinter zu tun. Und die meisten Gesetze, auch die ohne Lobby-Einfluss, sind einfach schlecht gemacht. Man merkt oft, man hat sich auf bestimmte Punkte nicht einigen können und wichtiges überlässt man den Gerichten zu auslegung.

    > Wenn man das verstanden hat, versteht man auch leicht, warum sich
    > Gewerkschaften so leicht "aushebeln" lassen.

    Nö, das hätten sie bei VW, DHL und Co. nicht gemusst. Aber sie haben wohl gemerkt, dass sie ihr Unternehmen hier kaputtstreiken würden, oder sie müssten gleiche Bedingungen für alle schaffen. Sowas gab es ja mal.

  10. Re: Die Kommentare

    Autor: BKoenig 20.06.16 - 14:56

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Ich bezweifle, dass Einstein sich jemals zu Gewerkschaftspolitik
    > geäußert
    > > hat :-)
    >
    > War wahrscheinlich nicht sein Thema. Aber in jedem Coaching (Systemische
    > Analyse) ist das einer der wichtisten Sätze. Wenn A nicht funktioniert, und
    > auch wiederholt nicht funktioniert, probiere etwas anderes.
    >
    > > Nur mal aus persönlichem Interesse. Was wäre denn dann "die richtige
    > Art"
    > > zu streiken?
    >
    > Keine Ahnung, bin ich Gewerkschafter?
    Offensichtlich nicht. Aber da Sie ja anscheinend Expertenwissen über die Wirksamkeit von Streikmaßnahmen mitbringen, bin ich davon ausgegangen, dass Sie selbstverständlich auch mehr über wirksame Methoden wissen.
    >
    > Bislang konnte Verdi der Belegschaft von Amazon wohl noch nicht
    > verständlich machen, warum es sinnvoll sein könnte, sich zu organisieren.
    > Der Organisationsgrad ist überschaubar. Das wäre wohl ein Ansatzpunkt, erst
    > mal den Organisationsgrad erhöhen. Immerhin hat Amazon bewiesen, dass der
    > Streik auch für die Streikenden folgenlos ist, insofern war das Verhalten
    > fair.
    >
    > Anderer Ansatzpunkt könnten Streiks über die Vertragsunternehmen sein, DHL,
    > Hermes und Co. Keine Ahnung, ob das gesetzlich möglich ist, VW bestreikt
    > man zB aber auch gerne, indem man nicht in Wolfsburg streikt, sondern bei
    > einem kleinen aber essentiellen Zulieferer.
    Verstehe. Gewerkschaften sollten also DHL bestreiken, um von Amazon höhere Löhne zu bekommen. Das macht Sinn. Zumal Amazon dann ja auch einfach mit UPS oder irgendeinem anderen Logistiker liefern könnte
    >
    >
    > > > Richtig, aber nur weil sie nicht auf die Straße gehen, heißt das auch
    > > > nicht, dass sie unzufrieden sind, aber aus Angst schweigen. Es heißt
    > > > einfach gar nichts.
    >
    > > Und woher genau nehmen Sie die Fachkenntnis über die emotionale
    > Situation
    > > von Amazon-Mitarbeitern, wenn ich fragen darf?
    >
    > Nochmal bitte lesen, was ich geschrieben habe. Ich unterstelle ihnen gar
    > nichts, weder Angst noch Freude. Nicht genug Information. Dass jemand
    > nichts tut, sagt einfach gar nichts aus. Ich kann ich Nichtstun weder Angst
    > und Zufriedenheit interpretieren.
    Ihre Aussagen deuten für mich aber eher darauf hin, dass die "stille Masse" wohl mit Job und Bezahlung zufrieden ist.

  11. Re: Die Kommentare

    Autor: Oktavian 20.06.16 - 15:02

    > Offensichtlich nicht. Aber da Sie ja anscheinend Expertenwissen über die
    > Wirksamkeit von Streikmaßnahmen mitbringen, bin ich davon ausgegangen, dass
    > Sie selbstverständlich auch mehr über wirksame Methoden wissen.

    Ich beobachte nur, und ich sehe, dass Verdi das derzeitige Konzept wohl noch bis zum Sanktnimmerleistag fahren kann ohne Erfolg. Es wäre an der Zeit, was zu ändern. Das zu überlegen sollten aber die Gewerkschaftschefs schon selber schaffen. Dafür bezahlen sie die Mitglieder doch, oder?

    > > Anderer Ansatzpunkt könnten Streiks über die Vertragsunternehmen sein,
    > DHL,
    > > Hermes und Co. Keine Ahnung, ob das gesetzlich möglich ist, VW bestreikt
    > > man zB aber auch gerne, indem man nicht in Wolfsburg streikt, sondern
    > bei
    > > einem kleinen aber essentiellen Zulieferer.
    > Verstehe. Gewerkschaften sollten also DHL bestreiken, um von Amazon höhere
    > Löhne zu bekommen. Das macht Sinn. Zumal Amazon dann ja auch einfach mit
    > UPS oder irgendeinem anderen Logistiker liefern könnte

    Und wieder sage ich, nochmal lesen. Es kommt auf jedes Wort an. Ich schrub "und" und nicht "oder". Eine Streikmethodik könnte es sein, die gesamte Lieferantenkette für Amazon für zwei Tage zu behindern. Die Lager zu bestreiken wirkt offensichtlich nicht.

    > > Nochmal bitte lesen, was ich geschrieben habe. Ich unterstelle ihnen gar
    > > nichts, weder Angst noch Freude. Nicht genug Information. Dass jemand
    > > nichts tut, sagt einfach gar nichts aus. Ich kann ich Nichtstun weder
    > Angst
    > > und Zufriedenheit interpretieren.

    > Ihre Aussagen deuten für mich aber eher darauf hin, dass die "stille Masse"
    > wohl mit Job und Bezahlung zufrieden ist.

    Und schon wieder Mutmaßungen ohne den geringsten Anhaltspunkt. Das wächst sich ja zu einer richtigen Gewohnheit aus. Nein, ich hab nicht die mindeste Ahnung, ob der Mitarbeiter am Karton zufrieden ist oder nicht. Und solange man sie nicht fragt und nicht nur versucht und nichts etwas zu interpretieren, weiß es wohl auch niemand.

  12. Re: Die Kommentare

    Autor: BKoenig 20.06.16 - 15:02

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Ja, so wird es wohl sein. Subunternehmen werden nur gegründet, um was
    > für
    > > die Mitarbeiter (man soll sich mit der Company identifizieren) und
    > Kunden
    > > (wirkt irgendwie professioneller) zu tun. Ökonomische oder steuerliche
    > > Aspekte sind da eher unwichtig.
    >
    > Nochmal bitte lesen, was ich geschrieben habe. Natürlich gibt es das, es
    > gibt aber auch andere Beispiele.
    Bitte, lassen wir das. Subunternehmen werden weder gegründet um dem Mitarbeiter oder den Kunden was Gutes zu tun, sondern einzig im Sinne des Unternehmens.
    >
    > > Und wie entstehen Gesetzeslücken überhaupt? Wer hat denn maßgeblichen
    > > Einfluss darauf, welche Gesetze beschlossen werden? Welche Lobbygruppen
    > > haben in Berlin und Brüssel den meisten Einfluss?
    >
    > Ich glaube, das liegt weniger an Lobbyismus, sondern im wesentlichen an
    > handwerklich schlecht gemachten Gesetzen. Ich habe mal gelernt, unterstelle
    > nie Bosheit, wenn Dummheit als Erklärung reicht.
    Da bin ich anderer Ansicht. Und zum Thema Einfluss der Wirtschaftslobby auf die Gesetzgebung gibt es SEHR viele praktische Beispiele. Denken Sie unter anderem an das Girokonto für Jedermann (Seit 21 Jahren in der Diskussion und von der Bankenlobby verhindert), an das Rauchverbot oder die Lebensmittelampel.
    >
    > Ich habe beruflich viel mit den geistigen Ergüssen unserer Parlamentarier
    > und dem Beamtenapparat dahinter zu tun. Und die meisten Gesetze, auch die
    > ohne Lobby-Einfluss, sind einfach schlecht gemacht. Man merkt oft, man hat
    > sich auf bestimmte Punkte nicht einigen können und wichtiges überlässt man
    > den Gerichten zu auslegung.
    >
    > > Wenn man das verstanden hat, versteht man auch leicht, warum sich
    > > Gewerkschaften so leicht "aushebeln" lassen.
    >
    > Nö, das hätten sie bei VW, DHL und Co. nicht gemusst. Aber sie haben wohl
    > gemerkt, dass sie ihr Unternehmen hier kaputtstreiken würden, oder sie
    > müssten gleiche Bedingungen für alle schaffen. Sowas gab es ja mal.

    Streiks sind nun wirklich das letzte, was ein Unternehmen wie VW kaputt macht. Das kriegt das Management auch selbst ganz gut hin.

  13. Re: Die Kommentare

    Autor: BKoenig 20.06.16 - 15:08

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Offensichtlich nicht. Aber da Sie ja anscheinend Expertenwissen über die
    > > Wirksamkeit von Streikmaßnahmen mitbringen, bin ich davon ausgegangen,
    > dass
    > > Sie selbstverständlich auch mehr über wirksame Methoden wissen.
    >
    > Ich beobachte nur, und ich sehe, dass Verdi das derzeitige Konzept wohl
    > noch bis zum Sanktnimmerleistag fahren kann ohne Erfolg. Es wäre an der
    > Zeit, was zu ändern. Das zu überlegen sollten aber die Gewerkschaftschefs
    > schon selber schaffen. Dafür bezahlen sie die Mitglieder doch, oder?
    Wenn Sie lediglich ein "Beobachter" ohne Fachwissen sind, könnten Sie sich ja mit gut gemeinten Ratschlägen an die Gewerkschaft auch zurückhalten, oder?
    >
    > > > Anderer Ansatzpunkt könnten Streiks über die Vertragsunternehmen sein,
    > > DHL,
    > > > Hermes und Co. Keine Ahnung, ob das gesetzlich möglich ist, VW
    > bestreikt
    > > > man zB aber auch gerne, indem man nicht in Wolfsburg streikt, sondern
    > > bei
    > > > einem kleinen aber essentiellen Zulieferer.
    > > Verstehe. Gewerkschaften sollten also DHL bestreiken, um von Amazon
    > höhere
    > > Löhne zu bekommen. Das macht Sinn. Zumal Amazon dann ja auch einfach mit
    > > UPS oder irgendeinem anderen Logistiker liefern könnte
    >
    > Und wieder sage ich, nochmal lesen. Es kommt auf jedes Wort an. Ich schrub
    > "und" und nicht "oder". Eine Streikmethodik könnte es sein, die gesamte
    > Lieferantenkette für Amazon für zwei Tage zu behindern. Die Lager zu
    > bestreiken wirkt offensichtlich nicht.
    Und nochmal. Da Sie offenkundig nur "neutraler Beobachter" sind, werden Sie die Arbeitskampf-Strategie lieber denjenigen überlassen, deren Aufgabe es ist und die sich damit tagtäglich beschäftigen.
    >
    > > > Nochmal bitte lesen, was ich geschrieben habe. Ich unterstelle ihnen
    > gar
    > > > nichts, weder Angst noch Freude. Nicht genug Information. Dass jemand
    > > > nichts tut, sagt einfach gar nichts aus. Ich kann ich Nichtstun weder
    > > Angst
    > > > und Zufriedenheit interpretieren.
    >
    > > Ihre Aussagen deuten für mich aber eher darauf hin, dass die "stille
    > Masse"
    > > wohl mit Job und Bezahlung zufrieden ist.
    >
    > Und schon wieder Mutmaßungen ohne den geringsten Anhaltspunkt. Das wächst
    > sich ja zu einer richtigen Gewohnheit aus. Nein, ich hab nicht die
    > mindeste Ahnung, ob der Mitarbeiter am Karton zufrieden ist oder nicht. Und
    > solange man sie nicht fragt und nicht nur versucht und nichts etwas zu
    > interpretieren, weiß es wohl auch niemand.
    Im Interpretieren zu Gunsten von Amazon sind Sie dafür aber ziemlich gut.

  14. Re: Die Kommentare

    Autor: Oktavian 20.06.16 - 15:11

    > Bitte, lassen wir das. Subunternehmen werden weder gegründet um dem
    > Mitarbeiter oder den Kunden was Gutes zu tun, sondern einzig im Sinne des
    > Unternehmens.

    Und damit ist die Diskussion in bester Pofallascher Manier beendet. Okay, wenn Sie das so entscheiden können. Ich erlebe es in meinem Unternehmen gerade in beiden Arten. Es gibt eine Tochter, die ist Steuersparmodell für einen bestimmten Kunden ist, und damit natürlich ein Vertriebsmodell für uns. Und diese Firma hat auch 5 weitere Töchter, die anderen Zwecken dienen (Fokussierung).

    > Da bin ich anderer Ansicht. Und zum Thema Einfluss der Wirtschaftslobby auf
    > die Gesetzgebung gibt es SEHR viele praktische Beispiele. Denken Sie unter
    > anderem an das Girokonto für Jedermann (Seit 21 Jahren in der Diskussion
    > und von der Bankenlobby verhindert), an das Rauchverbot oder die
    > Lebensmittelampel.

    Natürlich, und in all den Fällen kann ich die Einwände der Wirtschaft gut verstehen. Kontrahierungszwänge sind immer doof, ich will mir meine Kunden aussuchen. Rauchverbot in klassischen Eckkneipen ist eine Überregulierung und die Lebensmittelampel ist ein zu starke Vereinfachung eines komplexen Sachverhalts (die ich persönlich aber trotzdem befürworten würde).

    > Streiks sind nun wirklich das letzte, was ein Unternehmen wie VW kaputt
    > macht. Das kriegt das Management auch selbst ganz gut hin.

    Tja, warum hat dann die IG-Metall die AutoVision durchgewunken, Verdi bei DHL die Subunternehmer und bei der Lufthansa die Billigtöchter. Sie haben verhandelt und es genehmigt. Es waren die von den Mitgliedern bezahlten Gewerkschaftsführer, die im Interesse ihrer Mitglieder das mitgetrageen haben. Also muss es doch wohl das beste für sie sein, oder?

  15. Re: Die Kommentare

    Autor: Oktavian 20.06.16 - 15:15

    > Wenn Sie lediglich ein "Beobachter" ohne Fachwissen sind, könnten Sie sich
    > ja mit gut gemeinten Ratschlägen an die Gewerkschaft auch zurückhalten,
    > oder?

    Hmm, es gibt sowas wie Betriebsblindheit. Man hat schon immer mit Streiks seinen Kopf durchgesetzt, also macht man das wieder. Man rennt wieder und wieder mit dem selben Kopf gegen die selbe Wand. Mir scheint das einen Kommentar wert.

    > Und nochmal. Da Sie offenkundig nur "neutraler Beobachter" sind, werden Sie
    > die Arbeitskampf-Strategie lieber denjenigen überlassen, deren Aufgabe es
    > ist und die sich damit tagtäglich beschäftigen.

    Das tue ich ja auch, ich amüsiere mich nur köstlich, wie wohl die meisten in den Foren. Verdi wirkt zur Zeit wie der Verwirrte, der verzweifelt gegen die Tür drückt auf der steht "ziehen". Mehr drücken hilft da nicht.

    > Im Interpretieren zu Gunsten von Amazon sind Sie dafür aber ziemlich gut.

    Ich interpretiere zu niemandes "Gunsten". Mir ist es herzlich egal, ob die MA einen Tarifvertrag bekommen, oder nach welchem Regelwerk. Ich amüsiere mich über das System.

  16. Re: Die Kommentare

    Autor: BKoenig 20.06.16 - 15:20

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Bitte, lassen wir das. Subunternehmen werden weder gegründet um dem
    > > Mitarbeiter oder den Kunden was Gutes zu tun, sondern einzig im Sinne
    > des
    > > Unternehmens.
    >
    > Und damit ist die Diskussion in bester Pofallascher Manier beendet. Okay,
    > wenn Sie das so entscheiden können. Ich erlebe es in meinem Unternehmen
    > gerade in beiden Arten. Es gibt eine Tochter, die ist Steuersparmodell für
    > einen bestimmten Kunden ist, und damit natürlich ein Vertriebsmodell für
    > uns. Und diese Firma hat auch 5 weitere Töchter, die anderen Zwecken dienen
    > (Fokussierung).
    > Ich kann weder beurteilen noch nachprüfen, was Sie persönlich in Ihrer Firma machen. Auffällig ist aber, dass es meistens Arbeitgeber sind, die mit Ratschlägen an Gewerkschaften bzw. zum Thema Streiks sehr weit vorne dabei sind. Da scheinen Sie keine Ausnahme zu machen.
    > > Da bin ich anderer Ansicht. Und zum Thema Einfluss der Wirtschaftslobby
    > auf
    > > die Gesetzgebung gibt es SEHR viele praktische Beispiele. Denken Sie
    > unter
    > > anderem an das Girokonto für Jedermann (Seit 21 Jahren in der Diskussion
    > > und von der Bankenlobby verhindert), an das Rauchverbot oder die
    > > Lebensmittelampel.
    >
    > Natürlich, und in all den Fällen kann ich die Einwände der Wirtschaft gut
    > verstehen. Kontrahierungszwänge sind immer doof, ich will mir meine Kunden
    > aussuchen. Rauchverbot in klassischen Eckkneipen ist eine Überregulierung
    > und die Lebensmittelampel ist ein zu starke Vereinfachung eines komplexen
    > Sachverhalts (die ich persönlich aber trotzdem befürworten würde).
    > Klar sind Kontrahierungszwänge für ein Unternehmen doof. Aber es gibt Bereiche, in denen das öffentliche Interesse Vorrang hat. Ein Girokonto braucht halt jeder, ebenso wie Strom und Wasser. Das ich kein Lugenkrebs vom Passivrauchen bekommen möchte, würde ich auch nicht als Überregulierung bezeichnen.
    > > Streiks sind nun wirklich das letzte, was ein Unternehmen wie VW kaputt
    > > macht. Das kriegt das Management auch selbst ganz gut hin.
    >
    > Tja, warum hat dann die IG-Metall die AutoVision durchgewunken, Verdi bei
    > DHL die Subunternehmer und bei der Lufthansa die Billigtöchter. Sie haben
    > verhandelt und es genehmigt. Es waren die von den Mitgliedern bezahlten
    > Gewerkschaftsführer, die im Interesse ihrer Mitglieder das mitgetrageen
    > haben. Also muss es doch wohl das beste für sie sein, oder?
    Gewerkschaften winken selten etwas freiwillig durch.

  17. Re: Die Kommentare

    Autor: Oktavian 20.06.16 - 15:23

    > > Tja, warum hat dann die IG-Metall die AutoVision durchgewunken, Verdi
    > bei
    > > DHL die Subunternehmer und bei der Lufthansa die Billigtöchter. Sie
    > haben
    > > verhandelt und es genehmigt. Es waren die von den Mitgliedern bezahlten
    > > Gewerkschaftsführer, die im Interesse ihrer Mitglieder das mitgetrageen
    > > haben. Also muss es doch wohl das beste für sie sein, oder?
    > Gewerkschaften winken selten etwas freiwillig durch.

    Man hat denen wohl mit einem empfindlichen Übel gedroht? Vielleicht sogar mit Waffengewalt oder mit ein paar kräftigen Jungs aus Osteuropa? Oder waren es doch die Verweigerung der Dienstreise nach Brasilien? Okay, das war böse, ziehe ich zurück.

    Verhandlungen leben von einem Konsenz, und der wurde ja wohl offensichtlich erzielt.

  18. Re: Die Kommentare

    Autor: BKoenig 20.06.16 - 15:24

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Wenn Sie lediglich ein "Beobachter" ohne Fachwissen sind, könnten Sie
    > sich
    > > ja mit gut gemeinten Ratschlägen an die Gewerkschaft auch zurückhalten,
    > > oder?
    >
    > Hmm, es gibt sowas wie Betriebsblindheit. Man hat schon immer mit Streiks
    > seinen Kopf durchgesetzt, also macht man das wieder. Man rennt wieder und
    > wieder mit dem selben Kopf gegen die selbe Wand. Mir scheint das einen
    > Kommentar wert.
    Erneut lässt mich die Aussage an Ihrer Neutraliät als "Beobachter" zweifeln.
    >
    > > Und nochmal. Da Sie offenkundig nur "neutraler Beobachter" sind, werden
    > Sie
    > > die Arbeitskampf-Strategie lieber denjenigen überlassen, deren Aufgabe
    > es
    > > ist und die sich damit tagtäglich beschäftigen.
    >
    > Das tue ich ja auch, ich amüsiere mich nur köstlich, wie wohl die meisten
    > in den Foren. Verdi wirkt zur Zeit wie der Verwirrte, der verzweifelt gegen
    > die Tür drückt auf der steht "ziehen". Mehr drücken hilft da nicht.
    Wenn Sie lediglich kommentieren, um sich "köstlich zu amüsieren" sind Sie womöglich nur ein Troll?
    >
    > > Im Interpretieren zu Gunsten von Amazon sind Sie dafür aber ziemlich
    > gut.
    >
    > Ich interpretiere zu niemandes "Gunsten". Mir ist es herzlich egal, ob die
    > MA einen Tarifvertrag bekommen, oder nach welchem Regelwerk. Ich amüsiere
    > mich über das System.
    Ihre Kritik richtet sich nicht gegen das "System" sondern dezidiert gegen Verdi.

  19. Re: Die Kommentare

    Autor: BKoenig 20.06.16 - 15:26

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > > Tja, warum hat dann die IG-Metall die AutoVision durchgewunken, Verdi
    > > bei
    > > > DHL die Subunternehmer und bei der Lufthansa die Billigtöchter. Sie
    > > haben
    > > > verhandelt und es genehmigt. Es waren die von den Mitgliedern
    > bezahlten
    > > > Gewerkschaftsführer, die im Interesse ihrer Mitglieder das
    > mitgetrageen
    > > > haben. Also muss es doch wohl das beste für sie sein, oder?
    > > Gewerkschaften winken selten etwas freiwillig durch.
    >
    > Man hat denen wohl mit einem empfindlichen Übel gedroht? Vielleicht sogar
    > mit Waffengewalt oder mit ein paar kräftigen Jungs aus Osteuropa? Oder
    > waren es doch die Verweigerung der Dienstreise nach Brasilien? Okay, das
    > war böse, ziehe ich zurück.
    >
    > Verhandlungen leben von einem Konsenz, und der wurde ja wohl offensichtlich
    > erzielt.

    "Konsens" war hier wohl gemeint. Konsens gab es nicht. DHL hat die Gewerkschaft mit der Gründung der DHL Delivery vor vollendete Tatsachen gestellt.

  20. Re: Die Kommentare

    Autor: Oktavian 20.06.16 - 15:30

    > Erneut lässt mich die Aussage an Ihrer Neutraliät als "Beobachter"
    > zweifeln.

    Ich bewundere Verdis Durchhaltekraft, und ich finde es erstaunlich, dass sie es trotz der Erfolglosigkeit schaffen, das Thema in den Medien zu halten. Ich sehe aber, dass das Verhalten bislang wenig effektiv ist.

    > Wenn Sie lediglich kommentieren, um sich "köstlich zu amüsieren" sind Sie
    > womöglich nur ein Troll?

    Wieder hilft lesen. Ich amüsiere mich über das Verhalten Verdis.

    > Ihre Kritik richtet sich nicht gegen das "System" sondern dezidiert gegen
    > Verdi.

    "System" war in dem Fall ein schlechtes Wort. Ein Altlinker denkt da immer gleich an Systemkritik am Kapitalimus oder so ein Quatsch. Es ging im "System" im Sinne der Systemischen Theorie, also Beziehungsgelechte, wer sie wie nutzt, wie Personen zueinander stehen usw.

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