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Was habt ihr erwartet?

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  1. Was habt ihr erwartet?

    Autor: Berner Rösti 25.06.16 - 13:52

    Paramount und CBS sind Inhaber der Markenrechte. Daher können sie bestimmen, wer wann, wie und in welcher Form diese Marke verwendet.

    Ich finde die Anspruchshaltung mancher Fans äußerst seltsam und weltfremd. Auch wenn das Star-Trek-Universum in einer anderen Gesellschaftsform spielt, findet das alles letztlich in der realen Welt statt. Und in der muss ein Unternehmen wie Paramount Geld verdienen, um das tun zu können, was sie tun.

    Wenn ich ehrlich bin, dann zahle ich auch gerne die 8 bis 10 Euro an der Kinokasse, wenn ich einen guten Film gezeigt bekomme, der hochwertig produziert und mit guten Schauspielern besetzt ist.

    Von diesem Geld wird die dahinter liegende Maschinerie bezahlt, die notwendig ist, um das alles zu realisieren (und übrigens auch andere Filmprojekte mitfinanziert, die weniger kommerziell erfolgreich sind, aber trotzdem ihr Publikum findet).

    Natürlich kann man das auch alles ehrenamtlich auf die Beine stellen, doch ich bin für faire Bezahlung aller Beteiligten. Denn es geht hier ja nicht um die paar wenigen, die da mit fetten Gagen heraus gehen, sondern um das Heer all derjenigen drumherum.

    Ein solches Unternehmen kann nur funktionieren, wenn man die Qualität hoch und die Fäden beisammen hält. Darum kann die Essenz für ein funktionierendes Franchise nicht mal eben gemeinfrei erklärt werden.

    Ich finde es auf der anderen Seite beeindruckend, wie viele Fans es gibt, die sich so intensiv mit diesem Thema beschäftigen. Doch diese Fans müssen auch verstehen, dass es dieses Thema nicht mehr gäbe, wenn es eben nicht der Markenkern wie oben genannt vorangetrieben und geschützt wird.

    Es ist eine große Geste von den Lizenzgebern, dass sie unentgeltlich Dritten erlauben, ihre Marken zu nutzen. Dass sie dies mit strikten Auflagen belegen, die einerseits den Markenkern schützen und andererseits eben auch das Geschäftsmodell, ist doch irgendwo verständlich. Wer würde das denn anders machen?

    Spinnen wir das alles doch mal weiter: Wenn Paramount Fan-Filme frei geben würden, was wäre die Folge? Es würde nach kurzer Zeit hunderte Filmprojekte in unterschiedlichster Ausprägung geben, inklusive der unvermeidlichen Porno-, Splatter- und was auch immer für Versionen. All das schadet der Marke, weshalb es Paramount selbst kaum noch möglich wäre, eigene Filme zu produzieren und mit Gewinn zu vermarkten.

    Man stelle sich doch bitte nur einmal vor, dass Coca Cola erlauben würde, dass jeder nach eigenem Belieben eine Limonade herstellen dürfe und diese dann auch Coca Cola nennen, inklusive rotem Logo und allem.

    Also, liebe Fans: Die aufgestellten Regeln halte ich für fair und für ein großes Entgegenkommen. Und ganz wichtig: Diese Regeln gelten für Fan-Filme, die jeder ohne Rücksprache mit Paramount/CBS produzieren darf.

    Es bedeutet nicht, dass sich jemand nicht auch direkt an Paramount wenden kann, um eigene Bedingungen für ein größeres Projekt aushandeln kann.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.06.16 13:53 durch Berner Rösti.

  2. Re: Was habt ihr erwartet?

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 26.06.16 - 09:53

    Um mal deine eingängliche Frage zu beantworten: Ich habe erwartet, dass die Lizenzinhaber sich nicht erneut als hinterfotzige Armleuchter präsentieren. Wenn sie keine Fan-Filme wollen, dann sollen sie es heraus heraus sagen, anstatt so zu tun, als würden sie diese sogar fördern und dabei gleichzeitig Regeln aufzustellen, die sogar mein Hund für idiotisch halten muss.

    Zwischen "Macht damit, was ihr wollt!" und "Macht damit was ihr wollt, aber lasst es bleiben!" gibt es genug Spielraum, um seine Rechte zu schützen und gleichzeitig eine lebendige Fan-Szene zu erlauben - denn die ist es, welche die Marke Star Trek groß gemacht hat und welche die doch stark geschwächte Marke im Grunde heute mehr als nötig braucht.

    Anstatt also Regeln aufzustellen, bei deren Befolgung Fanfilme weniger Ausdrucksmöglichkeiten haben als eine Episode der Teletubbies, sollte man die Beschränkungen so formulieren, dass sie Kollisionen mit dem eigenen Geschäftsmodell vermeiden. Das Verbot des Vertriebs auf BR/DVD ist dahingehend nachvollziehbar; ergänzend wäre auch ein Veröffentlichungsverbot denkbar, während gerade offizielle Filme/Serien anlaufen. Auch ein Verbot der Verwendung von offziellen Charakteren und ikonischen Elementen (bestimmte Schiffe etc.) dürfte niemanden verwundern. Auch das keine auf Dauer angelegten Fan-Produktionen erlaubt sind verstört niemanden, zumal echte Fan-Produktionen (also solche ohne regelmäßige Einkünfte aus der Produktion) das ohnehin nicht leisten könnten. Auch die deutliche Kennzeichnung als Fanfilm ist absolut recht und billig.

    Aber eine Beschränkung der Länge? Welche Gefahr stellt denn bitte ein isolierter, abendfüllender Fanfilm dar, sofern er als Fanfilm erkennbar, nur online verfügbar ist und nicht exzessiv beworben werden kann/darf? Wenn CBS/Paramount Muffensausen haben, dass dabei irgendwann mal ein Filmchen herauskommen könnte, der ihre eigenen Produktionen qualitativ und von der Zuschauerzahlen her deklassiert, können sie sich immer noch vorbehalten, den Streifen zu vereinnahmen und die Macher anzuwerben.

    Und ganz dämlich bis erbärmlich wird es ja wohl bei den Vorgaben zur Gestaltung von Charakteren. Gut, dass nicht gerade Charaktere gewünscht sind, die sich im Drogenrausch über die Brücke vögeln und dabei fluchen wie die Kesselflicker, ist nachvollziehbar. Aber deswegen zu verlangen, dass die Protagonisten auf die Bandbreite von Käpt'n Iglo beschränkt sind und die Antagonisten *gar keinen* Spielraum mehr haben, ist doch ein wenig übertrieben.
    Es kann natürlich sein, dass CBS/Pparamount eine sehr konkrete und plausible Vorstellung davon haben, wie ein Antagonist aussehen könnte, der keine "schädlichen oder illegalen Handlungen" begeht sowie "beleidigendes, betrügerisches, verleumderisches, bedrohliches oder ausfallendes" Verhalten unterlässt, aber diese sollten sie eventuell bei irgend einer Gelegenheit dem derzeit noch leicht irritierten Rest der Menschheit erläutern.

  3. Re: Was habt ihr erwartet?

    Autor: Berner Rösti 26.06.16 - 12:13

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Aber eine Beschränkung der Länge? Welche Gefahr stellt denn bitte ein
    > isolierter, abendfüllender Fanfilm dar, sofern er als Fanfilm erkennbar,
    > nur online verfügbar ist und nicht exzessiv beworben werden kann/darf?

    Die Filme sollen nicht im Wettbewerb zu den eigenen Produktionen stehen. Ist doch nicht so schwer zu verstehen, oder?

    > Wenn
    > CBS/Paramount Muffensausen haben, dass dabei irgendwann mal ein Filmchen
    > herauskommen könnte, der ihre eigenen Produktionen qualitativ und von der
    > Zuschauerzahlen her deklassiert, können sie sich immer noch vorbehalten,
    > den Streifen zu vereinnahmen und die Macher anzuwerben.

    Dann ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen.

    > Und ganz dämlich bis erbärmlich wird es ja wohl bei den Vorgaben zur
    > Gestaltung von Charakteren. Gut, dass nicht gerade Charaktere gewünscht
    > sind, die sich im Drogenrausch über die Brücke vögeln und dabei fluchen wie
    > die Kesselflicker, ist nachvollziehbar. Aber deswegen zu verlangen, dass
    > die Protagonisten auf die Bandbreite von Käpt'n Iglo beschränkt sind und
    > die Antagonisten *gar keinen* Spielraum mehr haben, ist doch ein wenig
    > übertrieben.

    Ich weiß ja nicht, wann du das letzte mal einen Star-Trek-Film gesehen hast. Aber die Charaktere entsprechen dort alle diesem typischen US-amerikanischen Schöne-Welt-Weichspül-Image. Genau diese "familienfreundliche" Welt soll eben erhalten bleiben.

  4. Re: Was habt ihr erwartet?

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 26.06.16 - 20:31

    Berner Rösti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen.

    Welches Kind und welcher Brunnen sollten das sein? Selbst in diesem - wohlgemerkt: höchst unwahrscheinlichen - Fall gäbe es keinerlei Verlust, weil der Film zwar ideell, aber nicht wirtschaftlich mit offiziellen Produktionen konkurrieren würde. Und dadurch, dass man sich dann die Fanfilmer für die nächsten kommerziellen Produktionen ins Boot holen könnte, stünde man nicht nur als sympathisch da, sondern wäre auch für die Zukunft besser aufgestellt.

    > Ich weiß ja nicht, wann du das letzte mal einen Star-Trek-Film
    > gesehen hast. Aber die Charaktere entsprechen dort alle
    > diesem typischen US-amerikanischen Schöne-Welt-Weichspül-
    > Image. Genau diese "familienfreundliche" Welt soll eben
    > erhalten bleiben.

    In den letzten offiziellen Star-Trek-Filmen, die ich gesehen habe, wurden auf Krampf Situationen konstruiert, in denen man Mädels in Unterwäsche zeigen konnte und sich echte Kerle (TM) in der Raumfahrerkneipe die Kante gaben, um sich anschließend eine Schlägerei zu liefern, während die Antagonisten ganze Planeten und Schiffe zerstörten, Bomben legten, Menschen aufspießten und erschossen etc. p.p. ...

    Mindestens ebenso "familienfreundlich" sollten auch Fanfilme sein dürfen - wobei es im Grunde sogar zum das Wesen von Fan-Produktionen gehört, punktuell (und innerhalb der Grenzen geltenden Rechts und ethischer / sittlicher Konventionen) das auszuloten, was offizielle Produktionen aus kommerziellen Rücksichten eben nicht können.

    Also noch einmal: Die kommerzielle Nutzung zu limitieren und (entstellende) inhaltliche Abweichungen vom offiziellen Kanon auszuschließen ist absolut in Ordnung. Geradezu lächerliche künstlerische Einschränkungen, die im Grunde ein verlogen-verstecktes Verbot darstellen, sind es nicht. Meiner ganz persönlichen Meinung nach, versteht sich.

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