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Das "falsche" Problem

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  1. Das "falsche" Problem

    Autor: EQuatschBob 30.06.16 - 10:10

    Ob Facebook mit Cookies Informationen sammelt ist mir insofern nicht so wichtig, als daß man sich da leicht ausklinken kann. Adblocker, Router-Filter, Cookies löschen usw. und schon ist man da raus. Viel schlimmer ist es, daß Facebook, LinkedIn, G+ usw. es erlauben und sogar fördern, daß Mitglieder persönliche Daten von Nichtmitgliedern hochladen: Photos, ihre Adressbücher mit persönlichen Daten, speziell "wer kennt wen" - das finde ich weit problematischer als ein paar Cookies.

  2. Re: Das "falsche" Problem

    Autor: Xiut 30.06.16 - 10:21

    EQuatschBob schrieb:
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    > Ob Facebook mit Cookies Informationen sammelt ist mir insofern nicht so
    > wichtig, als daß man sich da leicht ausklinken kann. Adblocker,
    > Router-Filter, Cookies löschen usw. und schon ist man da raus. Viel
    > schlimmer ist es, daß Facebook, LinkedIn, G+ usw. es erlauben und sogar
    > fördern, daß Mitglieder persönliche Daten von Nichtmitgliedern hochladen:
    > Photos, ihre Adressbücher mit persönlichen Daten, speziell "wer kennt wen"
    > - das finde ich weit problematischer als ein paar Cookies.

    Sehe ich genau so. Es wird immer viel zu sehr auf die soooo bösen Cookies geschaut, die aber das geringste Problem sind.

    Entsprechend finde ich auch diese EU "Cookie-Richtlinie" echt dumm, die uns bloß viele lästige Popups gebracht hat, die jeder eh blind bestätigt, weil diese mit der Zeit einfach nur stören...
    Die hätten eher einführen sollen, dass Webseiten den Do-Not-Track-Header respektieren müssen und dann kein Tracking durchführen dürfen und dafür darf dann dieser Header aber nicht standardmäßig mitgeschickt werden, sondern muss selbst eingestellt werden (so viel wird man ja noch von den Nutzern verlangen können...).

    Dann gäbe es zumindest dieses Problem gar nicht. Wenn jemand nicht getrackt werden will, stellt er das einfach einmal im Browser ein und fertig.

  3. Re: Das "falsche" Problem

    Autor: The Insaint 01.07.16 - 10:46

    Xiut schrieb:
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    > EQuatschBob schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------

    > [...] diese EU "Cookie-Richtlinie" echt dumm, [...]

    Was soll das sein?

  4. Re: Das "falsche" Problem

    Autor: Xiut 01.07.16 - 11:07

    The Insaint schrieb:
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    > Xiut schrieb:
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    > > EQuatschBob schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > [...] diese EU "Cookie-Richtlinie" echt dumm, [...]
    >
    > Was soll das sein?

    Die EU "Cookie-Richtlinie" schreibt vor, dass wenn man Cookies einsetzt, die technisch gesehen nicht notwendig sind, um die Funktionen bereitzustellen, die der Nutzer wirklich möchte (also z.B. bei einem Login "eingeloggt bleiben" Cookies, wenn er diese Funktion gewählt hat oder eben die Funktion eines Warenkorbes, wenn er aktiv etwas in "seinen" Warenkorb legt, wenn er in einem Online-Shop unterwegs ist), muss man den Nutzer um die Erlaubnis bitten.

    Das betrifft halt eigentlich nur das Tracken und dafür wurde das auch eingeführt. Nur gibt es deswegen ständig diese Popups/Overlays, wo man auf die Nutzung von Cookies hingewiesen wird, die eh jeder einfach wegklickt, ohne sich groß Gedanken darüber zu machen oder sogar ein Addon dafür installiert, weil das echt nerven kann.

  5. Re: Das "falsche" Problem

    Autor: matok 01.07.16 - 12:29

    Vor allem weiß ich auch nicht, was daran typisch Facebook sein soll. Jedes andere Werbenetzwerk sammelt die gleichen Daten. Wenn man dagegen Gesetze macht, trifft man praktisch alle Webseiten, denn möglichst zielgerichtete Werbung ist nunmal Einkommensquelle Nr. 1 für die meisten Webseiten, wie auch für Facebook.

  6. Re: Das "falsche" Problem

    Autor: My1 01.07.16 - 12:40

    Xiut schrieb:
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    > The Insaint schrieb:
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    > > Xiut schrieb:
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    > > > EQuatschBob schrieb:
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    > >
    > > > [...] diese EU "Cookie-Richtlinie" echt dumm, [...]
    > >
    > > Was soll das sein?
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    > Die EU "Cookie-Richtlinie" schreibt vor, dass wenn man Cookies einsetzt,
    > die technisch gesehen nicht notwendig sind, um die Funktionen
    > bereitzustellen, die der Nutzer wirklich möchte (also z.B. bei einem Login
    > "eingeloggt bleiben" Cookies, wenn er diese Funktion gewählt hat oder eben
    > die Funktion eines Warenkorbes, wenn er aktiv etwas in "seinen" Warenkorb
    > legt, wenn er in einem Online-Shop unterwegs ist), muss man den Nutzer um
    > die Erlaubnis bitten.
    >
    > Das betrifft halt eigentlich nur das Tracken und dafür wurde das auch
    > eingeführt. Nur gibt es deswegen ständig diese Popups/Overlays, wo man auf
    > die Nutzung von Cookies hingewiesen wird, die eh jeder einfach wegklickt,
    > ohne sich groß Gedanken darüber zu machen oder sogar ein Addon dafür
    > installiert, weil das echt nerven kann.

    und warum nutzt fast jede website unnötige cookies? ich meine fast jede seite hat diese meldung.
    ich meine wenn die meldung nur bei notwendigen cookies zutrifft dann könnten doch blogs, foren etc. einfach keine tracking cookies einbauen und die meldung streichen, weil was wollen die denn tracken wenn keiner da ist, und es gibt ja auch andere sachen als cookies, darunter auch einige, die der user schlechter wegbekommt.
    das wäre zum einen die LocalStorage von HTML5, dann noch das man mit HSTS ne tracking ID erstellen kann, oder ähnliches, aber wie gesagt was wollen relativ kleine seiten schon rumtracken?

  7. Re: Das "falsche" Problem

    Autor: Xiut 01.07.16 - 12:58

    My1 schrieb:
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    > Xiut schrieb:
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    > > > > [...] diese EU "Cookie-Richtlinie" echt dumm, [...]
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    > > > Was soll das sein?
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    > > Die EU "Cookie-Richtlinie" schreibt vor, dass wenn man Cookies einsetzt,
    > > die technisch gesehen nicht notwendig sind, um die Funktionen
    > > bereitzustellen, die der Nutzer wirklich möchte (also z.B. bei einem
    > Login
    > > "eingeloggt bleiben" Cookies, wenn er diese Funktion gewählt hat oder
    > eben
    > > die Funktion eines Warenkorbes, wenn er aktiv etwas in "seinen"
    > Warenkorb
    > > legt, wenn er in einem Online-Shop unterwegs ist), muss man den Nutzer
    > um
    > > die Erlaubnis bitten.
    > >
    > > Das betrifft halt eigentlich nur das Tracken und dafür wurde das auch
    > > eingeführt. Nur gibt es deswegen ständig diese Popups/Overlays, wo man
    > auf
    > > die Nutzung von Cookies hingewiesen wird, die eh jeder einfach
    > wegklickt,
    > > ohne sich groß Gedanken darüber zu machen oder sogar ein Addon dafür
    > > installiert, weil das echt nerven kann.
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    > und warum nutzt fast jede website unnötige cookies? ich meine fast jede
    > seite hat diese meldung.
    > ich meine wenn die meldung nur bei notwendigen cookies zutrifft dann
    > könnten doch blogs, foren etc. einfach keine tracking cookies einbauen und
    > die meldung streichen, weil was wollen die denn tracken wenn keiner da ist,
    > und es gibt ja auch andere sachen als cookies, darunter auch einige, die
    > der user schlechter wegbekommt.
    > das wäre zum einen die LocalStorage von HTML5, dann noch das man mit HSTS
    > ne tracking ID erstellen kann, oder ähnliches, aber wie gesagt was wollen
    > relativ kleine seiten schon rumtracken?

    Auch wenn das glaube ich nicht ganz genau in dieser Richtlinie steht, müsste der LocalStorage und co. auch dazu zählen. Also wenn eben da eine entsprechende ID hinterlegt wird, dann muss man da genau so darauf hinweisen.

    Wieso relativ kleine Seiten ihre Besucher tracken wollen? Ich weiß nicht, ob viele unter Tracken irgendwie nur das Horrorbild im Kopf haben, dass da eine Webseite persönliche Daten von einem auslesen und dann im Rohformat verkaufen wollen... So ist das aber auf keinen Fall. Nicht einmal bei Google und co., weil diese Daten dafür einfach zu wertvoll sind.
    Das Tracking bei Google und Facebook finde ich auch kritisch, weil diese ja wirklich auch persönliche Daten wie z.B. Name und je nachdem sogar den Standort von einem kennen.

    Unter Tracking fällt aber auch bereits das komplett pseudonymisierte Tracken von Nutzern auf der Webseite, um zu sehen, wie viele überhaupt auf die Webseite gehen, wie lange sie auf der Webseite waren und von welcher Unterseite sie auf was für eine andere Unterseite gehen oder eben von welcher Unterseite sie dann die Webseite verlassen und ähnliches. Das ist alles extrem wichtig, wenn man seine Webseite z.B. benutzerfreundlicher gestalten möchte und lässt NULL auf die eigentliche Person schließen. Das macht also auch bei kleinen Seiten bereits Sinn und ist eigentlich absolut nichts schlimmes, wenn man nicht dafür z.B. Google Analytics, sondern eher z.B. Piwik verwendet. Trotzdem fällt es eben genau so unter das Tracken wie bei Google, die dann wirklich auch Klarnamen und alles mit solchen Daten verknüpfen können.

  8. Re: Das "falsche" Problem

    Autor: The Insaint 01.07.16 - 23:16

    Xiut schrieb:
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    > The Insaint schrieb:
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    > > > [...] diese EU "Cookie-Richtlinie" echt dumm, [...]
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    > > Was soll das sein?
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    > Die EU "Cookie-Richtlinie" schreibt vor, dass wenn man Cookies einsetzt,
    > die technisch gesehen nicht notwendig sind, um die Funktionen
    > bereitzustellen, die der Nutzer wirklich möchte (also z.B. bei einem Login
    > "eingeloggt bleiben" Cookies, wenn er diese Funktion gewählt hat oder eben
    > die Funktion eines Warenkorbes, wenn er aktiv etwas in "seinen" Warenkorb
    > legt, wenn er in einem Online-Shop unterwegs ist), muss man den Nutzer um
    > die Erlaubnis bitten.

    lol ... ja, so ein Schwachsinn klingt nach EU ...
    Naja, drauf geschissen.


    > Das betrifft halt eigentlich nur das Tracken und dafür wurde das auch
    > eingeführt. Nur gibt es deswegen ständig diese Popups/Overlays, wo man auf
    > die Nutzung von Cookies hingewiesen wird, die eh jeder einfach wegklickt,
    > ohne sich groß Gedanken darüber zu machen oder sogar ein Addon dafür
    > installiert, weil das echt nerven kann.

    "Tracken" ist nicht gleich "tracken". Das machen Webserver schon seit anbegin. Befindet sich in den simplesten fälle unter /stats. Erstens.
    Zweitens hat's der User selbst in der Hand, ob er er zuläßt oder nicht. Wenn er es nicht zu zuläßt, dann ist es völlig schnuppe, ob und wie eine website "darauf hinweist", denn sie wird sowieso keine Daten erhalten. Den einzigen Hinweis den ich z.B. gebe, ist, wenn eine Sache zum Funktionieren JS und/oder cookies benötigt. Damit dem User klar werden kann, woran es liegt sollte es mal nicht funktionieren.

  9. Re: Das "falsche" Problem

    Autor: Xiut 01.07.16 - 23:19

    The Insaint schrieb:
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    > > > > EQuatschBob schrieb:
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    > > > > [...] diese EU "Cookie-Richtlinie" echt dumm, [...]
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    > > > Was soll das sein?
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    > > Die EU "Cookie-Richtlinie" schreibt vor, dass wenn man Cookies einsetzt,
    > > die technisch gesehen nicht notwendig sind, um die Funktionen
    > > bereitzustellen, die der Nutzer wirklich möchte (also z.B. bei einem
    > Login
    > > "eingeloggt bleiben" Cookies, wenn er diese Funktion gewählt hat oder
    > eben
    > > die Funktion eines Warenkorbes, wenn er aktiv etwas in "seinen"
    > Warenkorb
    > > legt, wenn er in einem Online-Shop unterwegs ist), muss man den Nutzer
    > um
    > > die Erlaubnis bitten.
    >
    > lol ... ja, so ein Schwachsinn klingt nach EU ...
    > Naja, drauf geschissen.
    >
    > > Das betrifft halt eigentlich nur das Tracken und dafür wurde das auch
    > > eingeführt. Nur gibt es deswegen ständig diese Popups/Overlays, wo man
    > auf
    > > die Nutzung von Cookies hingewiesen wird, die eh jeder einfach
    > wegklickt,
    > > ohne sich groß Gedanken darüber zu machen oder sogar ein Addon dafür
    > > installiert, weil das echt nerven kann.
    >
    > "Tracken" ist nicht gleich "tracken". Das machen Webserver schon seit
    > anbegin. Befindet sich in den simplesten fälle unter /stats. Erstens.
    > Zweitens hat's der User selbst in der Hand, ob er er zuläßt oder nicht.
    > Wenn er es nicht zu zuläßt, dann ist es völlig schnuppe, ob und wie eine
    > website "darauf hinweist", denn sie wird sowieso keine Daten erhalten. Den
    > einzigen Hinweis den ich z.B. gebe, ist, wenn eine Sache zum Funktionieren
    > JS und/oder cookies benötigt. Damit dem User klar werden kann, woran es
    > liegt sollte es mal nicht funktionieren.

    Ja, das Problem ist einfach, dass Leute solche Gesetze und Richtlinien "entwerfen", die keine Ahnung von der Technik haben.
    Ein einfaches "Man muss den Do-Not-Track-Header akzeptieren, aber Browser-Entwickler dürfen den nicht standardmäßig mitschicken (opt-in)." wäre für beide Seiten deutlich besser gewesen und hätte uns diese Hinweise und den Unsinn drumrum erspart..

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