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Viel schlimmer als die Automatencasinos

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Viel schlimmer als die Automatencasinos

Autor: sofries 05.07.16 - 15:30

Wenn man in den größeren Städten rumläuft und sieht, dass Automatencasinos trotz der massiven Lobbyarbeit immer strenger reguliert werden (Mindestentfernungen, Öffnungszeiten, Alterskontrollen usw.), ist es leider sehr schade, dass die Politik und die Strafverfolgungsbehörden leider noch nicht mitbekommen, was ihre Kinder da am PC oder Smartphone machen.

Supercell, King und co. machen Milliardengewinne, indem sie Kinder und junge erwachsene in die Sucht ziehen und aus ihnen hohe Beträge rausquetschen, indem sie Pseudospiele entwerfen, die nur Geld aus der Tasche ziehen. Andere Hersteller verstecken das nicht einmal hinter einen Spiel und so sind gerade im US Appstore von Apple in den Top 10 der Umsatzstärksten Apps 4 reine Slotmachines.

Und der große Witz ist, dass Apple die Alterbeschränkung auf 12+ Jahre setzt und es somit durch die Parental Control der meisten Eltern durchrutscht, da es sich laut Apple nur um "intense simulated gambling handelt". Icn frage mich, wo da "simulated " herkommt, wenn die Apps "AllIN Packs" für 100$ anbieten, damit man weiterspielen kann. Dieses Geld ist leider nicht simuliert, sondern kann ganz schnell weg sein. Nach der Argumentation wäre jedes Glückspiel nur simuliert, sobald ich Echtgeld gegen Chips eintausche. Jeder Casinobetreiber hierzulande, der mit dieser Argumentation 13 Jährige locken würde, hätte morgen eine Großrazzia vor der Tür. Im Appstore kein Problem.

Und das traurige ist es, dass Valve das gleiche macht. Ja, Dota, CSGO und TF sind tolle Spiele und Free2Play im guten Sinne (vor allem Dota, wenn man es mit Lol vergleicht).

Aber gerade ist Compendiumzeit und Valve bedient sich der miesesten Slotmaschinentricks, um Geld aus den Spielern zu saugen. Die Minispiele sind nichts anderes als das, was man im Automatencasino findet. Spinning wheels, die einem 30¤ Arcanas versprechen, die aber meistens nur 0.5¤ Sets ausspucken. Treasure Boxen, die suggerieren, dass man ganz knapp an einem seltenen Set vorbeigerutscht ist, obowhl das Spiel zu Beginn schon das billige Set ausgewählt hat. Und man sperrt das Schenken und Handeln dieser Sets nicht, um Nutzer vor Betrügern zu schützen wie öffentlich bekundet, sondern um den Marktwert seltener Sets hochzuhalten. Spieler geben Teilweise 100¤ aus in der Hoffnung ein bestimmtes sehr seltenes Set zu bekommen und kriegen nur Duplikate billiger Sets. Ich verstehe, dass solche Spiele teuer sind und gebe den Herstellern gerne Geld für die vielen schönen Spielstunden, aber ich will nicht, dass Glücksspielkranke junge Erwachsene diese Spiele mit teilweis Tausenden von Euros querfinanzieren.


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Viel schlimmer als die Automatencasinos

sofries | 05.07.16 - 15:30
 

Re: Viel schlimmer als die Automatencasinos

koki | 05.07.16 - 15:39

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