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  5. › Nach Terroranschlägen: Bayern fordert…

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  1. einverstanden

    Autor: Anonymer Nutzer 26.07.16 - 22:05

    Mit den bayrischen Vorschlägen bin ich einverstanden.

    Ich kann es selbst kaum glauben was ich hier schreibe - aber es ist so.

    Das hat auch seinen Grund:
    Die Bluttaten der letzten Tage.

    Was mich in den letzten Tagen alles an persönlichen Infos und Nachrichten aus dem Bekanntenkreis erreicht hat, das war schon schockierend.

    Und wie sehr das Vorgefallene tatsächlich Mitmenschen in ihrer Lebensweise beeinträchtigt.

    Am Geschehen (in München) direkt oder indirekt Beteiligte sind klinisch traumatisiert
    und kämpfen darum ihr altes Leben und ihre alte, eine normale Verfassung zurück zu gewinnen.

    Andere teilen mir mit, dass sie nicht mehr mit S-/U-Bahn fahren wollen
    bzw. Angst haben wenn sie den ÖN in Anspruch nehmen müssen.
    Einige wollen gar nicht mehr in die Münchner City fahren
    sofern es sich nicht unbedingt sein muss.

    Wir beginnen an Lebensqualität zu verlieren
    und die Öffentliche Sicherheit wird in Zweifel gezogen.
    Viele Menschen sind einfach erschüttert, sie fühlen sich nicht mehr sicher.

    Mehr von dem, was bislang passiert ist, brauchen wir bestimmt nicht.
    Und ich hoffe inständig, dass wir nicht noch weitere Meldungen verarbeiten müssen.

    Sicherheit hat ihren Preis.
    Der Preis für unsere Sicherheit hat sich in den letzten Tag erhöht.

    Die Aufrechterhaltung der Öffentlichen Sicherheit ist mir wichtig.
    Früher hätte ich über so ein Thema niemals nachgedacht.

    Heute (leider) schon, weil ich lernen musste,
    dass Öffentliche Sicherheit nicht einfach so da ist
    und nicht nur eine hohle, angestaubte bürokratische Vokabel ist.

    Ich persönlich werde nach wie vor alles das tun was mir beliebt.
    ÖN oder Flugzeuge: mir egal, ich werde sie nach wie vor nutzen.
    Ich lasse mich nicht einschränken.

    Eine Wehrhafte Demokratie: Was ist das? Und wie sieht sie aus?

    Terror und Kriminalität sucht sich immer die Softspots aus:
    Es sind die Schwächsten, die in das Visier von beiden Gruppen geraten.

    So blöd es klingt, Schwächen dürfen wir uns nun gerade nicht leisten,
    sonst haben "die" uns am Haken.

    Eine Wehrhafte Demokratie: Was ist das? Und wie sieht sie aus?
    Wir werden darüber wohl noch intensiver diskutieren müssen.

    -

  2. Re: einverstanden

    Autor: Mingfu 26.07.16 - 22:25

    Kann ich in keinster Weise nachvollziehen. Irgendwo muss man doch auch mal die Relationen wahren! Warum muss die Gesellschaft durchdrehen, wenn einer neun andere Menschen erschießt? Mal davon abgesehen, dass man damit weitere Taten geradezu provoziert, wenn man sie derartig aufbläst, gab es auch vorher schon Amokläufe und Terroranschläge in Deutschland. Darüber kommt die Gesellschaft hinweg. Heute erschießt ein Rentner seinen Arzt und dann sich selbst - interessiert niemanden, ist schon wieder aus allen Titelseiten verschwunden.

    Es sind also ausschließlich die Begriffe Ausländer und Islam, die diese Reaktionen der Gesellschaft triggern. Wenn es aber derartig davon abhängt, wer es tut und es praktisch überhaupt keine Rolle spielt, was passiert, dann liegt offenbar eine psychische Angststörung der Gesellschaft vor, die therapiebedürftig ist. Da hilft es nicht, wenn man diesem Affen auch noch Zucker gibt und durch Maßnahmen signalisiert, dass diese Ängste irgendeine reale Grundlage haben könnten.

  3. Re: einverstanden

    Autor: FreiGeistler 26.07.16 - 22:33

    VDS ist in diesem Fall sowieso nutzlos.
    Es kann (manchmal) dabei helfen hinterher aufzuklären. Dann sind die Terror-Opfer aber schon tot.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.07.16 22:35 durch FreiGeistler.

  4. Video-Überwachung und VDS

    Autor: Anonymer Nutzer 26.07.16 - 22:54

    Video-Überwachung an öffentlichen Plätzen hält auch keine Bösewichter ab ihre Taten zu begehen, hat also keinen vorbeugenden, präventiven Charakter.

    Allerdings trägt so eine Video-Überwachung dazu bei
    im Falle eines Falles einen gewissen Überblick zu gewinnen
    und ermöglicht es der Polizei entsprechend agieren zu können.

    Bei der VDS ist so,
    dass es für diverse Bösewichter (Terror, Kriminalität, Menschenhandel)
    logistisch schwieriger wird sich zu koordinieren.

    Und sie werden sich nie ganz sicher sein zu können,
    alles wird aufwendiger, umständlicher, komplexer und langsamer.
    Es passieren mehr Fehler. Es wird also alles riskanter.
    Und das ist ja auch schon mal was.

    Ansonsten sollte man da mal Experten aus der Praxis der Kriminalitäts-Bekämpfung zu Wort kommen lassen, da gibt es ja auch verschiedene Meinungen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 26.07.16 22:56 durch cicero.

  5. Re: einverstanden

    Autor: DrWatson 26.07.16 - 23:05

    cicero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mit den bayrischen Vorschlägen bin ich einverstanden.
    >
    > Ich kann es selbst kaum glauben was ich hier schreibe - aber es ist so.
    >
    > Das hat auch seinen Grund:
    > Die Bluttaten der letzten Tage.

    Mich würde interessieren, was sich dadurch geändert hat?
    War davor irgendwas anders?

    Einfach irgendwas aus Angst zu machen ist dumm, Angst war schon immer ein schlechter Ratgeber.

    Wie man bereits in Frtankreich gesehen hat bringt Vorratsdatenspeicherung und komplettüberwachung gar nichts. Nizza war sogar die Stadt mit der höchsten Überwachungskameradichte in ganz Frankreich.

    Das Ziel von Terroristen ist es immer Angst zu verbreiten und zu zeigen "Ihr seid seid nirgends sicher". Wenn man sich darauf einlässt und alles was Terroristen machen zur Sensation erklärt, hat man schon verloren.

    Für Terroristen und Amokläufer ist es ganz einfach: Eine Axt in einem Baumarkt kaufen oder einfach nur mit einem LKW durch eine Fußgängerzone fahren. Ob der Terrorist dabei erschossen wird, kann ihm egal sein, denn das Ziel erreicht er sowieso: Maximale Aufmerksamkeit.

    Selbst in einem noch so ausgefeilten Überwachungsstaat können Terroristen oder Amokläufer ihrem Geschäft nachgehen. Jeder kann Terrorist sein und alles eignet sich als Waffe.

    Keine VDS, kein Rucksackverbot, kein Ausnahmezustand mitsamt Einschränkung der Demokratie, kein Nacktscanner hat jemals etwas gegen den Terrorismus geholfen.

    Man muss sich mal überlegen, wie viele Menschenleben man hätte retten können, wenn man allein das Geld, dass für die VDS in Frankreich ausgegeben wurde verwendet hätte um Menschen über die Wirkung von Alkohol beim Autofahren aufzuklären.

    > Und wie sehr das Vorgefallene tatsächlich Mitmenschen in ihrer Lebensweise
    > beeinträchtigt.

    Noch größer dürfte der Schaden sein, der allein durch die Medienberichterstattung über die Ereignisse und dessen Konsum entstanden ist.

    > Andere teilen mir mit, dass sie nicht mehr mit S-/U-Bahn fahren wollen
    > bzw. Angst haben wenn sie den ÖN in Anspruch nehmen müssen.

    Hat sich die Sicherheitssituation im Vergleich zu vorher denn überhaupt verändert?

    Ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Anschlag passiert nicht immer etwa gleichhoch?

    Welche Verkehrsmittel wählen sie denn Stattdessen?

    > Wir beginnen an Lebensqualität zu verlieren

    Aber nur wenn wir es zulassen. Wenn die VDS kommt, wenn wir unsere Freiheit aufgeben, ist der Verlust an Lebensqualität definitiv da.

    > Mehr von dem, was bislang passiert ist, brauchen wir bestimmt nicht.
    > Und ich hoffe inständig, dass wir nicht noch weitere Meldungen verarbeiten
    > müssen.

    Dann sollte man die Meldungen einfach nicht lesen, denn es wird definitiv wieder passieren. Amokläufe und Terror gab es immer und wird es immer geben, solange es Menschen gibt.

    Man sollte nur nicht vergessen, dass der Tod bei einem Terroranschlag extrem unwahrscheinlich und exotisch ist und dass stattdessen schlechte Ernährungsgewohnheiten, Drogenkonsum, die tägliche Fortbewegung und die natürliche Strahlung aus dem Weltall viel realere Gefahren sind, denen man ständig ausgesetzt ist oder denen man sich oftmals vorsätzlich aussetzt.

    > Sicherheit hat ihren Preis.
    > Der Preis für unsere Sicherheit hat sich in den letzten Tag erhöht.

    Nein hat er nicht im geringsten.


    > Eine Wehrhafte Demokratie: Was ist das? Und wie sieht sie aus?

    Eine wehrhafte Demokratie zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich nicht einfach aushebeln lässt. Dadurch, dass man es nicht zulässt, dass ein paar Terroristen die Demokratie beschädigen in dem Sie Panikreaktionen hervorrufen.

  6. Re: einverstanden

    Autor: Niaxa 26.07.16 - 23:17

    Klar... Und wenn die Medien nicht oder verweichlicht berichten, dann kommen wieder die ganzen Verschwörungstheorien auf xD. Ihr Fähnchen im Winde. Sobald es um Einschränkungen geht schreit ihr genauso laut auf, wie wenn ihr unter irgendwelchen Folgen zu leiden habt.

    Der Aufschrei der Sylvesternacht wegen herunterspielen der Lage war rund um den Globus zu hören. Und jetzt verlangt ihr das herunter spielen weil es um Eure PC Spielchen und um eure Freiheit im Netz tun und lassen zu können was ihr wollt, geht.

    Ich würde euch echt gern auslachen, aber ihr macht mich alle einfach viel zu traurig.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.07.16 23:18 durch Niaxa.

  7. Re: einverstanden

    Autor: DrWatson 26.07.16 - 23:38

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar... Und wenn die Medien nicht oder verweichlicht berichten, dann kommen
    > wieder die ganzen Verschwörungstheorien auf xD. Ihr Fähnchen im Winde.

    Es ist die ganze Art, wie sich viele Menschen Nachrichten von Terroranschlägen, Amokläufen, Flugzeugabstürzen und Zugünglücken reinziehen und wie über diese "Sensationen" berichtet wird.

    Es gibt nichts, über das sich der Typ von Utøya mehr freut als Medienberichte oder die beidem aus dem Flugzeug vom 11. September. Das sind die Stars in der Szene und die Politik macht Werbung.

    Auf der anderen Seite werden viel realere Probleme wie Krankenhauskeime, Legionellen, Krebs, Nitrat im Grundwasser und Herzinfarkte nur unter ferner liefen abgearbeitet.
    Das sind die Dinge die uns alle betreffen, an ihnen sterben jedes Jahr Millionen.


    > Sobald es um Einschränkungen geht schreit ihr genauso laut auf, wie wenn
    > ihr unter irgendwelchen Folgen zu leiden habt.

    Wen meinst du, wenn du von "ihr" redest?

    Warum willst du dir von Terroristen sagen lassen, wie du leben sollst?

    > Eure PC Spielchen und um eure Freiheit im Netz tun und lassen zu können was
    > ihr wollt, geht.

    Was haben PC-Spiele und Freiheit im Netz denn bitte mit einer Schießerei bei McDonald's zu tun? Oder was bringt eine Überwachung und Zensur des Internets, wenn man einfach eine Axt im Baumarkt kaufen kann?

  8. Re: einverstanden

    Autor: Anonymer Nutzer 26.07.16 - 23:41

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kann ich in keinster Weise nachvollziehen.

    Das kann auch ich nachvollziehen.

    > Irgendwo muss man doch auch mal
    > die Relationen wahren!

    > Warum muss die Gesellschaft durchdrehen,

    Durchdrehen tuen derzeit Andere. Leider.

    > wenn einer
    > neun andere Menschen erschießt?

    Sind ja nur neun Menschen, der Planet hat ja noch 7,39 Mrd andere.
    Da kommt es auf ein paar weniger doch nicht drauf an, oder? Wie?

    Diese neun erschossenen Menschen haben in München eine Riesenwelle losgetreten.
    Denn die standen ja nicht alleine im Luft-leeren Raum, die hatten Familie, Freunde, Verwandte, Bekannte.

    > Mal davon abgesehen, dass man damit weitere
    > Taten geradezu provoziert, wenn man sie derartig aufbläst,

    Was da genau ablief, das kam ja erst im Nachhinein zu Tage.
    Während das Ganze von Statten ging, wußte keiner worum es konkret ging.

    "Das nächste Mal" kann alles schon ganz anders aussehen. Die Zukunft ist offen.

    Fakt ist auch, dass immer und gerade die Schwachen angegriffen werden.
    Wenn eine Gesellschaft, bzw. eine Stadt wehrhaft ist,
    dann ist die Wahrscheinlichkeit erheblich geringer, dass sich "jemand" mit ihr anlegt.

    > gab es auch
    > vorher schon Amokläufe und Terroranschläge in Deutschland.

    Ja.

    Und: Heute ist mit anno dazumal nicht (mehr) zu vergleichen.

    > Darüber kommt die Gesellschaft hinweg.

    Ja. Ist immer so.

    Fragt sich nur, wie eine Gesellschaft darüber hinweg kommt
    und was an Narben bleibt.

    > Heute erschießt ein Rentner seinen Arzt und dann
    > sich selbst - interessiert niemanden, ist schon wieder aus allen Titelseiten
    > verschwunden.

    Es ist Dampf im Kessel.

    >
    > Es sind also ausschließlich die Begriffe Ausländer und Islam, die diese
    > Reaktionen der Gesellschaft triggern.

    In letzter Zeit sind es eher konkrete Bluttaten und unmenschliche Verbrechen
    welche diese Reaktionen triggern. Leider.

    In meinem (nochmals: meinem!) Umkreis musste ich übrigens feststellen,
    dass gerade Freunde mit "Migrations-Hintergrund" und Muslime
    ziemlich dezidierte Meinungen zu diesem Thema haben.
    Die sind hier aber nicht zitat-fähig. Die AfD hätte aber eher kein Problem damit.

    > Wenn es aber derartig davon abhängt,
    > wer es tut und es praktisch überhaupt keine Rolle spielt, was passiert,
    > dann liegt offenbar eine psychische Angststörung der Gesellschaft vor, die
    > therapiebedürftig ist.

    Na ja, diese Aussage könnte man wohl zu jedem, fast beliebigen Zeitpunkt treffen.

    Aber: Du hast schon irgendwie Recht.

    Seit München OEZ stelle ich fest,
    dass doch so einige Menschen in meinem Umfeld Angst haben,
    und sehr verunsichert sind. Hätte ich nicht so damit gerechnet.

    Wenn andere Menschen um Dich herum Angst verspüren, dann bist auch Du betroffen. Früher oder später. Abkoppeln kann man sich davon nicht. Es sind Deine Freunde.

    > Da hilft es nicht, wenn man diesem Affen auch noch
    > Zucker gibt und durch Maßnahmen signalisiert, dass diese Ängste irgendeine
    > reale Grundlage haben könnten.

    Die Maßnahmen, falls sie denn je kommen sollten, sind dann schon konkret wirksam.
    Und, na ja, die Grundlagen für die Implemetierung dieser Maßnahmen sind schon verdammt real. Leider.

    Damit nicht noch mehr passiert, sollen diese Maßnahmen dazu beitragen,
    ein "Mehr" an Wachsamkeit und Sicherheit herzustellen.

    Im Übrigen sind am Freitag nicht nur bei/im OEZ Schüsse gefallen.
    Sondern an mehreren Stellen in München.
    Das wird nun als Panik und falsche Wahrnehmung gewertet und eingeordnet.

    Ich war nicht dabei, kann nichts dazu sagen.

    Es gibt jedoch Leute, die Stein & Bein (komischer Begriff) schwören
    ganz konkret Schüsse gehört zu haben.
    Am Marienplatz sollen es 3 Schüsse gewesen sein.

    Ich kann mir keinen Reim darauf machen und belasse das einfach mal so dabei.

    Das Thema ist für mich erledigt und abgehakt.
    Für einige Andere ist das Thema jedoch nicht abgehakt,
    die sind traumatisiert oder haben Angst.

    -

  9. Re: einverstanden

    Autor: Niaxa 26.07.16 - 23:46

    Es geht um VDS nicht um Zensur. Es geht um VDS und nicht um Überwachung. Abschreckung und Nachvollziehbarkeit. Hat auch viele Nachteile in meinen Augen, aber ist halt dennoch keine Überwachung oder Zensur. Und viele sehen es anders. Eben das sie den Terroristen durch eine höhere Sicherheit, die Möglichkeit nehmen ihr Leben zu bestimmen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.07.16 23:47 durch Niaxa.

  10. nicht so einfach

    Autor: Anonymer Nutzer 26.07.16 - 23:49

    Angst ist eine Urkraft, die wirkt immer.

    Wir können natürlich abwarten, ob und was als nächstes passiert.
    Und wenn etwas passiert, ob unsere Kräfte ausreichen um damit umzugehen.

    Was wäre, was ist die richtige Lösung? Gibt es überhaupt eine?

    Wie gesagt, wir können natürlich passiv noch ein paar Datenpunkte abwarten
    und die Lage dann nochmal neu sichten und bewerten.

    Vielleicht geht es ja gut. Können wir schon machen.

  11. Re: einverstanden

    Autor: stiGGG 26.07.16 - 23:52

    ROFL

  12. Re: einverstanden

    Autor: DrWatson 26.07.16 - 23:52

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht um VDS nicht um Zensur. Es geht um VDS und nicht um Überwachung.

    VDS ist Überwachung, sie ist gar nicht anders zu implementieren. Überwachung führt auch immer zu Zensur (Schere im Kopf).

    Das Briefgeheimnis existiert nicht ohne Grund. Es geht um den Schutz der Privatsphäre und der Meinungsfreiheit – mit anderen Worten um den Schutz der Demokratie.
    Es wäre sehr ironisch gerade für Terroristen die Demokratie zu schwächen.

    > Abschreckung und Nachvollziehbarkeit.

    Bei einem Täter, der vor hat zu sterben bringt Abschreckung wohl eher nichts. Genau das und der Wunsch nach Aufmerksamkeit zeichnet Terroristen aber aus.

  13. Re: einverstanden

    Autor: Niaxa 26.07.16 - 23:58

    Niemand darf deine Daten ohne erhärtet Verdacht einsehen, es sind keine Livedaten und du kannst dich bei Missbrauch wehren. Ich sehe keinen einzigen Punkt hier, der etwas mit Überwachung zu tun hat. Trotzdem finde ich sie scheiße aber mir kann dennoch keiner Erzählen, das es Überwachung ist. Eine Kamera ist Überwachung ja, aber Lagerdaten... nö.

  14. Re: einverstanden

    Autor: Mingfu 27.07.16 - 00:25

    cicero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sind ja nur neun Menschen, der Planet hat ja noch 7,39 Mrd andere.
    > Da kommt es auf ein paar weniger doch nicht drauf an, oder? Wie?

    Im Grundsatz ist dieses Argument schwer von der Hand zu weisen. Und üblicherweise denken wir durchaus so, wenn es beispielsweise um ferner gelegene Katastrophen geht. Da hält sich die Betroffenheit in sehr engen Grenzen, weil einen das dort nicht stören muss.

    > Denn die standen ja nicht alleine im Luft-leeren Raum, die hatten Familie,
    > Freunde, Verwandte, Bekannte.

    Das ist aber bei nahezu jedem Menschen so, wenn er stirbt. Das kann nun nicht den Unterschied erklären, warum die Gesellschaft in diesem Fall derart überreagiert, während sie eine Vielzahl von anderen Todesumständen weitgehend kalt lässt.

    > Was da genau ablief, das kam ja erst im Nachhinein zu Tage.
    > Während das Ganze von Statten ging, wußte keiner worum es konkret ging.

    Aber präventiv wurde eine ganze Großstadt lahmgelegt, so dass sich die Panik verselbstständigte und die Spekulationen ins Kraut schossen. Ich bin mir nicht sicher, ob dieser alarmistische Ansatz wirklich die geeignetste Lösung ist.

    > In meinem (nochmals: meinem!) Umkreis musste ich übrigens feststellen,
    > dass gerade Freunde mit "Migrations-Hintergrund" und Muslime
    > ziemlich dezidierte Meinungen zu diesem Thema haben.
    > Die sind hier aber nicht zitat-fähig. Die AfD hätte aber eher kein Problem
    > damit.

    Das sind immer die allerbesten, die, da sie selbst in Deutschland angekommen sind und sich eingerichtet haben, nun meinen, dass jetzt auch gut ist und die Schotten ruhig geschlossen werden können, da sie ihre Schäfchen im Trockenen haben.

  15. Re: einverstanden

    Autor: Anonymer Nutzer 27.07.16 - 00:25

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Niaxa schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es geht um VDS nicht um Zensur. Es geht um VDS und nicht um Überwachung.
    >
    > VDS ist Überwachung, sie ist gar nicht anders zu implementieren.
    > Überwachung führt auch immer zu Zensur (Schere im Kopf).
    >
    > Das Briefgeheimnis existiert nicht ohne Grund. Es geht um den Schutz der
    > Privatsphäre und der Meinungsfreiheit – mit anderen Worten um den
    > Schutz der Demokratie.

    > Es wäre sehr ironisch gerade für Terroristen die Demokratie zu schwächen.

    In der Tat wäre das ironisch.

    Sarkastisch hingegen wäre es,
    wenn der eine oder andere
    aus Gründen der nicht mehr vorhandenen biologischen Integrität
    gar nicht mehr die Möglichkeit hat zur Wahl zu gehen
    oder sich aktiv politisch zu beteiligen.

    >
    > > Abschreckung und Nachvollziehbarkeit.
    >
    > Bei einem Täter, der vor hat zu sterben bringt Abschreckung wohl eher
    > nichts. Genau das und der Wunsch nach Aufmerksamkeit zeichnet Terroristen
    > aber aus.

    Zum einen sind Terroristen nicht die einzigen Bösewichte
    die uns ans Leder wollen.

    Zum anderen gibt es Terroristen, die sich nicht in die Luft sprengen.
    Also die Art von Terroristen, die Terror-Anschläge planen, Schulungen geben, auskundschaften, Logistik bereit stellen, sich um Finanzen kümmern.

    Das sind dann die, die dann feiern,
    wenn so ein Doofmann sich und einige Andere in die Luft gesprengt haben.

    Auch wenn man es nie wird verhindern können,
    dass ein Doofmann-Terrorist ungeheuren menschlichen Schaden anrichtet:
    Die Terror-Intelligentia, die danach feiert, die kann man abernten.
    Es wäre fatal, wenn man es zuließe, dass die sich in Sicherheit wiegen dürfen.

    .

  16. Re: einverstanden

    Autor: Niaxa 27.07.16 - 00:30

    Handy jahrelang durfte man Migranten nicht kritisieren und jetzt wo neue da sind darf man es endlich ^^. Sry der musste noch raus. GN8

  17. Re: Video-Überwachung und VDS

    Autor: Arestris 27.07.16 - 00:30

    cicero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Bei der VDS ist so,
    > dass es für diverse Bösewichter (Terror, Kriminalität, Menschenhandel)
    > logistisch schwieriger wird sich zu koordinieren.
    >
    > Und sie werden sich nie ganz sicher sein zu können,
    > alles wird aufwendiger, umständlicher, komplexer und langsamer.
    > Es passieren mehr Fehler. Es wird also alles riskanter.
    > Und das ist ja auch schon mal was.
    Eher nicht. Ich erkläre einem 4-jährigen in unter 2 Minuten wie man die VDS zu 100% ins leere laufen lässt. Aufwand? - Fast null!
    > Ansonsten sollte man da mal Experten aus der Praxis der
    > Kriminalitäts-Bekämpfung zu Wort kommen lassen, da gibt es ja auch
    > verschiedene Meinungen.
    Ja und vor allem gibt es bis heute keinen einzigen Beleg für die Wirksamkeit einer VDS, obwohl andere Länder (z.B. auch Frankreich) diese seit Jahren haben.

  18. Re: einverstanden

    Autor: DrWatson 27.07.16 - 00:36

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Niemand darf deine Daten ohne erhärtet Verdacht einsehen,

    Was schützt vor Missbrauch?

    Die Daten müssen irgendwo gespeichert werden und dort können sie von Technikern, Geheimdiesnten etc abgegriffen werden.

    Genau deshalb wurde die VDS in Deutschland vom Verfassungsgericht gekippt.

    > es sind keine
    > Livedaten und du kannst dich bei Missbrauch wehren.

    Du merkst es doch gar nicht, wenn es zum Missbrauch deiner Daten kommt.

    > Eine Kamera ist Überwachung ja, aber Lagerdaten... nö.

    Warum? Ob eine Kamera deine Bewegung auf einer Festplatte speichert oder ob es deine Verbindungsdaten sind… Wo ist der Unterschied?

  19. Re: einverstanden

    Autor: DrWatson 27.07.16 - 00:40

    cicero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In der Tat wäre das ironisch.
    >
    > Sarkastisch hingegen wäre es,
    > wenn der eine oder andere
    > aus Gründen der nicht mehr vorhandenen biologischen Integrität
    > gar nicht mehr die Möglichkeit hat zur Wahl zu gehen
    > oder sich aktiv politisch zu beteiligen.

    Inwiefern?


    > Zum einen sind Terroristen nicht die einzigen Bösewichte
    > die uns ans Leder wollen.

    Sondern?

    > Zum anderen gibt es Terroristen, die sich nicht in die Luft sprengen.
    > Also die Art von Terroristen, die Terror-Anschläge planen, Schulungen
    > geben, auskundschaften, Logistik bereit stellen, sich um Finanzen kümmern.

    Gibt es denn Belege, dass die VDS dort überhaupt etwas bringt?

    > Auch wenn man es nie wird verhindern können,
    > dass ein Doofmann-Terrorist ungeheuren menschlichen Schaden anrichtet:
    > Die Terror-Intelligentia, die danach feiert, die kann man abernten.

    Nicht wenn sie in Syrien oder im Irak sitzen.

  20. Re: einverstanden

    Autor: Anonymer Nutzer 27.07.16 - 00:42

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > cicero schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Sind ja nur neun Menschen, der Planet hat ja noch 7,39 Mrd andere.
    > > Da kommt es auf ein paar weniger doch nicht drauf an, oder? Wie?
    >
    > Im Grundsatz ist dieses Argument schwer von der Hand zu weisen. Und
    > üblicherweise denken wir durchaus so, wenn es beispielsweise um ferner
    > gelegene Katastrophen geht. Da hält sich die Betroffenheit in sehr engen
    > Grenzen, weil einen das dort nicht stören muss.
    >
    > > Denn die standen ja nicht alleine im Luft-leeren Raum, die hatten
    > Familie,
    > > Freunde, Verwandte, Bekannte.
    >
    > Das ist aber bei nahezu jedem Menschen so, wenn er stirbt.

    Korrekt.

    > Das kann nun
    > nicht den Unterschied erklären, warum die Gesellschaft in diesem Fall
    > derart überreagiert, während sie eine Vielzahl von anderen Todesumständen
    > weitgehend kalt lässt.

    Die Menschen sind so (gemacht).
    Die Auslöschung eines Menschenlebens durch die Hand von anderen Menschen
    zeitigt komplett anders gelagerte Reaktionen und Verhaltensweise.

    Wenn ein junger Mann mit überhöhter Geschwindigkeit mit seinem frisch finanzierten Erst-Auto gegen einen Baum fährt, ist das tragisch.

    Wird der selbe Junge Mann jedoch von Bösewichten erschossen,
    weil sie ihm den geilen Super-Renner neiden,
    dann sieht die Welt vollständig anders aus.

    Die betroffenen Hinterbliebenen reagieren im zweiten Falle ganz anders
    und durchleben ein noch größeres Leid als im ersten Falle,
    manche werden es nie verwinden.

    Ist Fakt. Ist so.
    Kriegt man bei uns nicht raus, ist in der Firmware verankert.


    >
    > > Was da genau ablief, das kam ja erst im Nachhinein zu Tage.
    > > Während das Ganze von Statten ging, wußte keiner worum es konkret ging.
    >
    > Aber präventiv wurde eine ganze Großstadt lahmgelegt, so dass sich die
    > Panik verselbstständigte und die Spekulationen ins Kraut schossen. Ich bin
    > mir nicht sicher, ob dieser alarmistische Ansatz wirklich die geeignetste
    > Lösung ist.

    War nicht alarmistisch, ganz im Gegenteil.
    Da waren (vielleicht) noch andere Faktoren/Dinge mit im Spiel.
    Von denen wir weder wissen, noch wissen werden.

    Zudem auch die Behörden nicht über einen "Godmode" verfügen
    der ihnen die Lage klar und übersichtlich präsentiert,
    inklusive dem weiteren Ablauf des Geschehens.


    >
    > > In meinem (nochmals: meinem!) Umkreis musste ich übrigens feststellen,
    > > dass gerade Freunde mit "Migrations-Hintergrund" und Muslime
    > > ziemlich dezidierte Meinungen zu diesem Thema haben.
    > > Die sind hier aber nicht zitat-fähig. Die AfD hätte aber eher kein
    > Problem
    > > damit.
    >
    > Das sind immer die allerbesten, die, da sie selbst in Deutschland
    > angekommen sind und sich eingerichtet haben, nun meinen, dass jetzt auch
    > gut ist und die Schotten ruhig geschlossen werden können, da sie ihre
    > Schäfchen im Trockenen haben.

    Nö, die sind genauso gutartig und hilfsbereit wie wir.
    Aber sie kennen eine bestimmte Sorte von Menschen,
    (mit denen sie lieber nichts zu tun haben wollen,) besser wie wir.
    Und sie können diese und deren künftig erwartbares Verhalten (unter Umständen)
    anders oder gar besser beurteilen als wir.

    Die Story mit dem Hackebeil und dem Messer
    habe ich schon mal vor Jahren gehört
    - allein, mir fehlte der Glaube.

    Wehrhaftigkeit kann jedenfalls in der Situation,
    in der wir uns jetzt befinden, erst mal nicht schaden.

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