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@Golem

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  1. @Golem

    Autor: Komischer_Phreak 03.08.16 - 10:52

    Da steht:

    "Das Besondere: Als erster Satellit der Welt besitzt er einen vollelektrischen Antrieb. Xenon-Ionen, geladene Teilchen, werden in einem elektrischen Feld beschleunigt und sorgen für Rückstoß."

    Damit ist der Antrieb aber nicht "vollelektrisch". Denn ohne Xenon nutzt auch der durch die Solarsegel verfügbare Strom nichts. Darüber hinaus ist mir unklar, inwiefern sich der Antrieb von Ionenantrieb unterscheidet. Ich zitiere mal aus der Wikipedia:

    "Erzeugt wird der Ionenstrahl, indem Gasteilchen (z. B. Xenon) oder Kleinsttröpfchen (z. B. Quecksilber) durch eine Kathode zunächst ionisiert werden. Anschließend werden sie in einem elektrischen Feld beschleunigt. "
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ionenantrieb

    Der Rest des Artikels auf der Wikipedia beschreibt ziemlich genau das, was ihr in eurem Artikel beschreibt. Nur das dort darauf verwiesen wird, dass das Prinzip 1923 erfunden wurde und in den sechzigern das erste mal zum Einsatz kam.

    Inwiefern also unterscheidet sich das von euch genannte Prinzip vom Ionenantrieb?

  2. Re: @Golem

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 03.08.16 - 11:22

    Ich hab den Artikel zwar nicht geschrieben, aber es gibt teilweise die (unpräzise) Unterscheidung zwischen "Ionentriebwerk" und "Plasmatriebwerk" - die Tendenz läuft letztlich darauf hinaus, dass alle Triebwerke mit einem Gitter als Ionentriebwerk bezeichnet werden und die anderen als Plasmatriebwerk.

    Wirklich einheitlich ist das nicht. Hall-Effekt-Triebwerke werden mal mit dem einen, mal mit dem anderen Namen bezeichnet.

    Letztlich wird in beiden ein Gas ionisiert und durch ein elektrisches Feld beschleunigt. Mal wird das Feld durch geladene Metallgitter erzeugt (der Klassiker) und mal durch diverse Anordnungen magnetischer Felder, die Elektronen stärker an der Fortbewegung hindern als die schwereren Ionen, wodurch es zur Ladungstrennung und Erzeugung von elektrischen Feldern kommen kann.

    Die Grenzen sind mehr als unscharf und teilweise wird dann auf "elektrisch" ausgewichen. Weil de Energie der Teilchen nicht durch chemische Reaktionen, sondern vollständig durch den elektrischen Strom der Solarzellen in den Antrieb kommt.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.08.16 11:23 durch Frank Wunderlich-Pfeiffer.

  3. Re: @Golem

    Autor: Komischer_Phreak 03.08.16 - 17:19

    Danke! Also geht es, soweit ich das verstehe, um ein Plasma-Triebwerk. Schade, das der Autor des Artikels nichts dazu sagt oder es noch im Artikel unterbringt. Mir erscheint das ein wenig missverständlich. Zumal der erste Einsatz eines Plasmatriebwerks ja auch in den sechziger Jahren war*. Irgendwie rätsel ich noch, was der Satz eigentlich genau aussagen will. Vielleicht ist es ja das erste Triebwerk seiner Art - nur fehlt mir dann die Info, was daran so einzigartig ist.

    * https://de.wikipedia.org/wiki/Gepulstes_Plasmatriebwerk

  4. Re: @Golem

    Autor: blmw911 03.08.16 - 18:24

    Ich würde mir auch eine genauere Erklärung zum "voll elektrischen" Triebwerk wünschen.
    Ich hatte das so verstanden: Mit einem elektrischen Feld werden Partikel umgelenkt welche an dem Satellit vorbeifliegen. Damit muss der Satellit kein eigenen Treibstoff mitführen, und ist daher voll elektrisch ... stimmt das so?

  5. Re: @Golem

    Autor: Komischer_Phreak 03.08.16 - 18:36

    blmw911 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich würde mir auch eine genauere Erklärung zum "voll elektrischen"
    > Triebwerk wünschen.
    > Ich hatte das so verstanden: Mit einem elektrischen Feld werden Partikel
    > umgelenkt welche an dem Satellit vorbeifliegen. Damit muss der Satellit
    > kein eigenen Treibstoff mitführen, und ist daher voll elektrisch ... stimmt
    > das so?

    Das wäre schön, aber dem ist definitiv nicht so. Im Artikel steht ja auch

    "„Die neue Technik reduziert den Anteil von Antrieb und Treibstoff am Gesamtgewicht von rund 57 Prozent auf 13 Prozent", rechnet Walter vor. Das senke die Startkosten massiv."

    Ergo muss Treibstoff mitgeliefert werden. Zumal, selbst wenn im Weltraum umherfliegende Partikel genutzt werden, erscheint mir ein Antrieb, der nur Xenon-Partikel nutzt, sehr... exotisch.

  6. Re: @Golem

    Autor: oxybenzol 03.08.16 - 18:59

    Komischer_Phreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danke! Also geht es, soweit ich das verstehe, um ein Plasma-Triebwerk.
    > Schade, das der Autor des Artikels nichts dazu sagt oder es noch im Artikel
    > unterbringt. Mir erscheint das ein wenig missverständlich. Zumal der erste
    > Einsatz eines Plasmatriebwerks ja auch in den sechziger Jahren war*.
    > Irgendwie rätsel ich noch, was der Satz eigentlich genau aussagen will.
    > Vielleicht ist es ja das erste Triebwerk seiner Art - nur fehlt mir dann
    > die Info, was daran so einzigartig ist.
    >
    > * de.wikipedia.org


    Zum dem Thema gabs schon mal einen Artikel auf golem. Raumfahrtunternehmen sind sehr konservativ. Es gilt "was nicht kaputt ist, reparier auch nicht". Diese Denkweise hat mit den Kosten zu tun. Also nimmt man erst mal das was schon immer funktioniert hat auch wenn was besseres verfügbar wäre.
    Daher sieht es so aus, dass chemische Antriebe genommen werden um in die entgültige Umlaufbahn zu kommen und elektrische um die Bahn zu halten. Elektrisch hat auch den Nachteil, dass wesentlich mehr Zeit benötigt wird um in die entgültige Umlaufbahn zu gelangen.

  7. Re: @Golem

    Autor: Komischer_Phreak 04.08.16 - 11:36

    oxybenzol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Komischer_Phreak schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Danke! Also geht es, soweit ich das verstehe, um ein Plasma-Triebwerk.
    > > Schade, das der Autor des Artikels nichts dazu sagt oder es noch im
    > Artikel
    > > unterbringt. Mir erscheint das ein wenig missverständlich. Zumal der
    > erste
    > > Einsatz eines Plasmatriebwerks ja auch in den sechziger Jahren war*.
    > > Irgendwie rätsel ich noch, was der Satz eigentlich genau aussagen will.
    > > Vielleicht ist es ja das erste Triebwerk seiner Art - nur fehlt mir dann
    > > die Info, was daran so einzigartig ist.
    > >
    > > * de.wikipedia.org
    >
    > Zum dem Thema gabs schon mal einen Artikel auf golem. Raumfahrtunternehmen
    > sind sehr konservativ. Es gilt "was nicht kaputt ist, reparier auch nicht".
    > Diese Denkweise hat mit den Kosten zu tun. Also nimmt man erst mal das was
    > schon immer funktioniert hat auch wenn was besseres verfügbar wäre.
    > Daher sieht es so aus, dass chemische Antriebe genommen werden um in die
    > entgültige Umlaufbahn zu kommen und elektrische um die Bahn zu halten.
    > Elektrisch hat auch den Nachteil, dass wesentlich mehr Zeit benötigt wird
    > um in die entgültige Umlaufbahn zu gelangen.

    Mag ja sein, das erklärt allerdings immer noch nicht die von mir eingangs zitierten Worte. Der Autor mag sich ja leider nicht äußern :(

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