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Auto ohne das alles?

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  1. Auto ohne das alles?

    Autor: Psy2063 09.08.16 - 13:05

    Die Fahrzeughersteller haben es einfach mal wieder verpennt. Mein Smartphone zeigt mir diese ganzen Sachen schon seit Jahren an, dank Google Now. Zusätzliche Herstellerspezifische Apps nicht nötig, die Navigation ist viel genauer mit vor allem top aktuellem Kartenmaterial und Echtzeit Verkehrsinformationen. Ich muss keiner weiteren Partei Zugriff auf meinen Kalender gewähren, habe alles in einem Gerät und es spielt keine Rolle ob ich mein Auto, das meiner Frau die eventuell einen anderen Hersteller der wieder inkompatibel ist oder noch mal andere Apps benötigt bevorzugt oder den Bus nehme.

    Für mich braucht das Auto nur eine Bluetooth Verbindung für die Lautsprecher, Smartphonehalterung und Ladegerät.

  2. Re: Auto ohne das alles?

    Autor: qwertü 09.08.16 - 13:18

    > Digitale Dienste sind inzwischen genauso wichtig für den Kauf eines Autos wie die Marke.

    Jup. Der Ansatz stimmt ja. Nichtvorhandensein dieser "Dienste" ist ein starkes Argument für den Kauf.

  3. Re: Auto ohne das alles?

    Autor: NIKB 09.08.16 - 13:29

    Sehe ich ganz anders. Google Maps mag ja eine Lösung sein, wenn man einen Mietwagen ohne Navi hat...mehr aber auch nicht. Schon mal das Virtual Cockpit bei Audi gesehen oder die Displays der neuen E-Klasse? Da klebe ich mir doch kein Smartphone inkl. Ladekabel ans Amaturenbrett. Keinerlei Integration, sieht aus wie Hund...

  4. Re: Auto ohne das alles?

    Autor: Anonymer Nutzer 09.08.16 - 13:47

    NIKB schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sehe ich ganz anders. Google Maps mag ja eine Lösung sein, wenn man einen
    > Mietwagen ohne Navi hat...mehr aber auch nicht. Schon mal das Virtual
    > Cockpit bei Audi gesehen oder die Displays der neuen E-Klasse? Da klebe ich
    > mir doch kein Smartphone inkl. Ladekabel ans Amaturenbrett. Keinerlei
    > Integration, sieht aus wie Hund...

    Du bist auch ein Opfer der Vollintegration in Automobilen geworden. Wobei mir das einerlei ist, wie das aussieht, ausserdem muss man es ja nicht "ankleben", man hat ja mehrere Möglichkeiten.
    Wie geil war das früher, wenn mal eine neue Generation Autoradios auf den Markt kamen, die neue Features wie bspw. BT-Freisprecheinrichtung hatten oder auf die Armaturen abstimmbare Farben. Oder Radio war einfach nur kaputt. Dann hat man sich für 200¤ halt was neues geholt (von mir aus auch 400 oder 600¤). Geht heute so ein (Schei*)-Teil kaputt, bekommst du das Radio ohne Spezialwerkzeug nicht mal ausgebaut und du bist gleich 1500¤ los. Neue Features nachrüsten ist dann auch für den Allerwertesten. Immerhin freut sich der Hersteller.

  5. Re: Auto ohne das alles?

    Autor: Emulex 09.08.16 - 14:30

    NIKB schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sehe ich ganz anders. Google Maps mag ja eine Lösung sein, wenn man einen
    > Mietwagen ohne Navi hat...mehr aber auch nicht. Schon mal das Virtual
    > Cockpit bei Audi gesehen oder die Displays der neuen E-Klasse? Da klebe ich
    > mir doch kein Smartphone inkl. Ladekabel ans Amaturenbrett. Keinerlei
    > Integration, sieht aus wie Hund...

    Das Virtual Cockpit ist für mich ein klares Indiz, dass mittlerweile eine Überdigitalisierung stattfindet.
    Hatte es ein paar mal in Leihfahrzeugen und finde es absolut nicht brauchbar.
    Ständig hat man die Navi-Karte im direkten Sichtfeld und wird abgelenkt.
    Und nein die will ich nicht abschalten, denn das hab ich bei meinem normalen, mittigen Bildschirm auch nicht, da läuft das immer nebenher und wenn ich will kann ich draufgucken.

  6. Re: Auto ohne das alles?

    Autor: Psy2063 09.08.16 - 14:39

    NIKB schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schon mal das Virtual
    > Cockpit bei Audi gesehen oder die Displays der neuen E-Klasse?

    Diese tollen Displays bei Mercedes und BMW die aussehen, als hätte jemand relativ grobmotorisch veranlagtes sein Tablet in die Mittelkonsole gerammt? Ja, finde ich erstens einen grässlichen Designfail und zweites sind die einzigen beiden Dinge die es von meiner Lösung unterscheidet das Ladekabel und dass ich die Herstellerlösung nicht in die Tasche stecken kann wenn ich das Auto verlasse...

    Das Cockpit von Audi gefällt mir da noch am besten, vor allem weil es komplett als digitaler Ersatz der klassischen Anzeigen implementiert ist, halbwegs individualisierbar ist und sich einzig auf den Fahrer konzentriert.

    Ich habe nichts gegen digitale Anzeigen, aber die Wahl zwischen veraltetem Kartenmaterial oder aufpreispflichtigen Diensten die ich mit einer anderen Lösung (nämlich meinem Smartphone) bereits kostenlos habe ist einfach nicht mehr Zeitgemäß.

    (und kommt mir nicht mit z.B. Onstar von GM wäre kostenlos, das kostet ab dem 13. Monat knapp 100¤ im Jahr und die Hard/Software Entwicklungskosten müssen neben Mobilfunkkosten und dem Betrieb des Callcenters ja auch noch irgendwo anders hinein kalkuliert werden. Auch wenn man garnicht vor hat es zu nutzen muss man es mit bezahlen)

  7. Re: Auto ohne das alles?

    Autor: NeoTiger 09.08.16 - 19:20

    Psy2063 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Cockpit von Audi gefällt mir da noch am besten, vor allem weil es
    > komplett als digitaler Ersatz der klassischen Anzeigen implementiert ist,
    > halbwegs individualisierbar ist und sich einzig auf den Fahrer
    > konzentriert.

    Aber eigentlich sollte sich der Fahrer ja lieber auf die Straße und den Verkehr konzentrieren als auf ein wie immer hübsch gestaltetes Cockpit. Das einzige, was mich nach dem üblichen Check der Warnleuchten vor dem Anfahren von dort noch interessiert ist das Tacho.

  8. Re: Auto ohne das alles?

    Autor: FreiGeistler 09.08.16 - 15:44

    NIKB schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da klebe ich mir doch kein Smartphone inkl. Ladekabel ans Amaturenbrett. Keinerlei Integration, sieht aus wie Hund...
    Eine flexible Smartphonehalterung ansehnlich integriert in die Front?

  9. Re: Auto ohne das alles?

    Autor: Anonymer Nutzer 09.08.16 - 13:39

    qwertü schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jup. Der Ansatz stimmt ja. Nichtvorhandensein dieser "Dienste" ist ein
    > starkes Argument für den Kauf.

    Definitiv!
    Ich würde auch gerne wissen woher diese starke Behauptung aus dem Artikel kommt:
    "Digitale Dienste sind inzwischen genauso wichtig für den Kauf eines Autos wie die Marke."
    Ist das wirklich so oder ist das nur das Wunschdenken der BMW-Marketing-Hipster oder eines Golemredakteurs.
    Ich bin ja selbst studierter Telematiker, mit dieser ganzen vernetzten "Denke" bin ich während meines Studiums groß geworden und aufgewachsen, was mich aber heutzutage noch einen großen Bogen um sämtliche Realisierungen solcher """smarten""" (kann man gar nicht genug Anführungszeichen für setzen) Ideen machen lässt, ist die ganze proprietäre Experimentiererei sämtlicher namhafter Hersteller. Alle kochen ihr eigenes Süppchen, nichts ist untereinander kompatibel, nach 2 Jahren und schlechten Verkaufszahlen/Nachfolgergenerationen werden dann die Server abgeschaltet und nichts wird mehr unterstützt. Ist durch die Bank weg zu sehen, ob das Heimautomatisierung betrifft oder den Automotive-Bereich, keiner gönnt dem anderen einen Happen vom (erhofften) großen Kuchen.
    b2t:
    Digitale Dienste stehen für mich beim Autokauf ziemlich weit hinten, ich bin nicht bereit, für Dienste erneut zu bezahlten, die ich bereits in meinem Smartphone integriert hab (siehe TE).
    Wenn ich mich für eine Marke entscheide, dann stehen da an erster Stelle Synonyme wie Zuverlässigkeit, Stand der Motorentechnik, Komfort, Wartbarkeit etc.
    Dies alles mit den digitalen Diensten gleichzusetzen, ist aus meiner Sicht absurd bzw. Marketinggeschwätz.
    Seh aber gerade schon rein gedanklich die Werbung eines kommenden SUVs vor mir, wie es (ähnlich in einer alten Nissan Juke Werbung) die Wände hochfährt und Pokemon jagd. Alles ganz ganz "smart" gesteuert. OMG

  10. Re: Auto ohne das alles?

    Autor: NIKB 09.08.16 - 13:53

    Also ich glaube das liegt schon daran, dass hier viele deutsche Bedenkenträger rumrennen. Diese Firmen verkaufen aber weltweit.

    Bei mir war bei 2/3 der letzten Autokäufe die Smartphone-Integration mit-kaufentscheidend. Wartbarkeit z.B. interessiert mich gar nicht. Die kann ich ohnehin höchstens mit viel Halbwissen einschätzen...und ich weiß schon echt viel über Autos, Motorentechnik, Getriebe etc. verglichen mit dem Durchschnitt. Wenn das Auto 1x was hat, während ich es in Benutzung habe, dann ist es bereits das unzuverlässigste, das ich je hatte. Meine Grunderwartungshaltung ist einfach, dass das Ding fährt ohne rumzuzicken. Und Stand der Motorentechnik...ob das Ding jetzt 6,5 oder 7 Liter verbraucht, macht bei der Motorenentwicklung Unsummen aus...bei 30.000 - 35.000 km pro Jahr aber wenig Geld aus. Ist zwar interessant, aber nicht Kaufentscheidend.

  11. Re: Auto ohne das alles?

    Autor: Anonymer Nutzer 09.08.16 - 14:21

    NIKB schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wartbarkeit z.B. interessiert mich gar nicht. Die
    > kann ich ohnehin höchstens mit viel Halbwissen einschätzen...

    Hmm ich für meinen Teil möchte schon wissen, was die Werkstatt bei nem Aufenthalt vor hat und mich für dumm verkaufen oder ob die ihren Job verstehen. Hatte mal nen Mazda RX-8 mit einem unerhört großen Spritverbrauch (unter 10 Liter ging da nichts, selbst nicht in Schleichfahrt, lag vermutlich an den 265er Schlappen auf der HA) und einem Getriebeschaden. Der 6te Gang ließ sich einlegen, sprang aber bei Last sofort raus in den Leerlauf. Der Fachkundige kann sich vermutlich sofort denken, was da kaputt war. Also zur Mazda-Teiletauscherbude gefahren, O-Ton Werkstattleiter: "Wir können das Getriebe nicht zerlegen, wir bauen es komplett aus, schicken es ein und verbauen aber ein neues. Kostet 3500¤". Ich hab den Mann ausgelacht, mich höflich verabschiedet und habe den Laden nie wieder aufgesucht. Bin dann zu einer Getriebefachwerkstatt gefahren, die haben das Getriebe zerlegt, die verschlissenen Teile getauscht und hab sogar noch ne neue Kupplung dazu bekommen. Hat mich am Ende sogar 1000¤ weniger gekostet.

    Zwischenzeitlich hab ich auch mal nen Smart gefahren. Da war die Höhenverstellung vom Scheinwerfer defekt (kleiner Elektromotor). Smart tauscht aber die Scheinwerfer nur komplett für ca. 250-300¤, hab ich am Ende auch selbst gemacht. Hab mir einen Tag nach dem Preisvorschlag von der Werkstatt das Bauteil von Bosch, den Motor, für knappe 40¤ selbst besorgt. Hat mich ca. eineinhalb Stunden für den Umbau gekostet und ein blödes Gesicht vom Werkstattmeister, als ich danach zum Scheinwerfereinstellen vorbei kam :)

    Das sind nur 2 Beispiele dafür, warum ich mich schon ein bisschen dafür interessiere. Sinnvolle Aufgaben im Bereich der Wartbarkeit sollten auch immer den Insassen möglich sein. Beim alten Smart waren die Scheinwerfer nur sehr schwer von aussen zugänglich, im Handbuch stand echt drin, man soll zum Lampenwechsel in die Werkstatt fahren. Prima Idee, sonntags Abend um halb 9 auf ner Landstraße im Winter, wenn mal die Beleuchtung ausfällt.
    Ist zum Glück aber nicht mehr so (Gesetzen sei dank)

  12. Re: Auto ohne das alles?

    Autor: NIKB 09.08.16 - 14:56

    sebastian4699 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hmm ich für meinen Teil möchte schon wissen, was die Werkstatt bei nem
    > Aufenthalt vor hat und mich für dumm verkaufen oder ob die ihren Job
    > verstehen. Hatte mal nen Mazda RX-8 mit einem unerhört großen
    > Spritverbrauch (unter 10 Liter ging da nichts, selbst nicht in
    > Schleichfahrt, lag vermutlich an den 265er Schlappen auf der HA) und einem
    > Getriebeschaden. Der 6te Gang ließ sich einlegen, sprang aber bei Last
    > sofort raus in den Leerlauf. Der Fachkundige kann sich vermutlich sofort
    > denken, was da kaputt war. Also zur Mazda-Teiletauscherbude gefahren, O-Ton
    > Werkstattleiter: "Wir können das Getriebe nicht zerlegen, wir bauen es
    > komplett aus, schicken es ein und verbauen aber ein neues. Kostet 3500¤".
    > Ich hab den Mann ausgelacht, mich höflich verabschiedet und habe den Laden
    > nie wieder aufgesucht. Bin dann zu einer Getriebefachwerkstatt gefahren,
    > die haben das Getriebe zerlegt, die verschlissenen Teile getauscht und hab
    > sogar noch ne neue Kupplung dazu bekommen. Hat mich am Ende sogar 1000¤
    > weniger gekostet.
    Ja, so ist eben jeder Kunde anders. Ich fahre geleaste Firmenwagen...also das wohin die weit überwiegende Mehrzahl zumindest bei den Premiumherstellern geht. Inkl. Wartung und Verschleiß über den Leasingzeitraum...aktuell für 5 ¤ / Monat.
    Da können die in der Werkstatt 2 neue Getriebe einbauen...deren Problem. Ich erwarte, dass das in den 3 Jahren einfach nicht passiert.

    Und ich glaube da geht die Reise auch mehr und mehr hin. Mobility as a Service. Was anderes ist Carsharing etc. ja auch nicht. Ich traue meinen Hanseln in der Werkstatt ohnehin nicht zu, die Komplexität dieses Autos zu verstehen.

  13. Re: Auto ohne das alles?

    Autor: Psy2063 09.08.16 - 15:16

    NIKB schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich fahre geleaste Firmenwagen...also
    > das wohin die weit überwiegende Mehrzahl zumindest bei den
    > Premiumherstellern geht. Inkl. Wartung und Verschleiß über den
    > Leasingzeitraum...aktuell für 5 ¤ / Monat.
    > Da können die in der Werkstatt 2 neue Getriebe einbauen...deren Problem.

    Ich kenne das, in einem früheren Job mit Dienstwagen war mir der Fahrzeugszustand auch völlig egal, schließlich hat man ja 2 Jahre Garantie und auch im je nach Leasingvertrag eventuell dritten zahlt schließlich der Arbeitgeber die Reparatur aller Mängel. Man bekommt immer einen mindestens gleichwertigen Leihwagen und verliert auf dem täglichen Weg zur Arbeit oder zum Kunden maximal eine halbe Stunde. Aber danach wird irgendein armes Schwein die Karre kaufen müssen an der schon sämtliche Radlager, Getriebe, Querlenker, Gelenkwellen und andere bewegliche Teile wegen unterdimensioniertheitsbedingtem Verschleiß zweimal getauscht wurden und sich jeden Tag grün und blau ärgern.

  14. Re: Auto ohne das alles?

    Autor: Palerider 09.08.16 - 16:18

    > zum Kunden maximal eine halbe Stunde. Aber danach wird irgendein armes
    > Schwein die Karre kaufen müssen an der schon sämtliche Radlager, Getriebe,
    > Querlenker, Gelenkwellen und andere bewegliche Teile wegen
    > unterdimensioniertheitsbedingtem Verschleiß zweimal getauscht wurden und
    > sich jeden Tag grün und blau ärgern.

    Und genau diese armen Schweine interessieren den Hersteller nicht mehr.
    Meine KFZs stammen nicht umsonst allesamt aus den 90ern.

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