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Eine prima Sache, ehrlich gesagt.

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  1. Eine prima Sache, ehrlich gesagt.

    Autor: grslbr 11.08.16 - 13:47

    >Was die Drogenkäufer im Darknet betrifft, so sind sie ebenso wie die Verkäufer meist
    >junge, technikaffine Männer aus den angelsächsischen Ländern und Westeuropa. Als >Gründe für den Drogenkauf im Internet geben sie an, dass der Einkauf sicherer und >günstiger sei und es eine größere Auswahl gebe. Um Vertrauen zwischen Verkäufern und >Käufern aufzubauen, sei das Feedback auf den Plattformen wichtig.

    Trifft auch alles zu. Und ist absolut richtig so. Rettet sogar Leben. Drogenkonsum wird nie verschwinden, jeder Versuch der Eindämmung war bisher eine lachhafte Übung in Verschlimmbesserung. Umfassende Legalisierung, _sachliche_ Aufklärung und Abbau von Dogmatismus auf Seite des Gesetzgebers sind Darknet Märkte eine großartige Sache für jeden, der sich mal ab und zu was anderes als ein Bierchen gönnen mag, aber schon lange keine Lust mehr auf Kontakt mit der Halbwelt hat.

    Drogen kaufen vor SR1:
    Man "kennt da wen". Der kriegt von "wem anders" eine Ware über die er herzlich wenig weiß, ebenso wie diese Quelle. Dieses Spiel wiederholt sich je nach Substanz ein paar mal bis wirklich oft, dann sind wir irgendwann bei den großen Spielern. Die geben einen Scheiss auf die Konsumenten, aber sind sehr um Wirtschaftlichkeit bemüht. Sachen wie Labortests bieten einige NGOs an, es gibt den "good guy dealer", mancher hat besseren Zugang als andere, letztlich ist's ein Glücksspiel. Die Gefahr beim Einkauf gleich eine schicke Vorstrafe wegen BtM-Erwerb mit einzupacken ist gewaltig, der Umgang nervig oder fragwürdig oder beides. Die Produkte können sein was man wollte, können einen aber auch killen.

    Gutes Beispiel sind Ecstasy Pillen mit 300mg+ MDMA pro Stück (normale Dosis wären so 70-100mg für einen normalschweren männlichen Erstkonsumenten) ...

    Drogen kaufen seit SR1:
    Ebay mit Drogen. Auch wenn ich jetzt hier mal von weniger Drogenkonsumenten als in anderen Teilen der Internetze ausgehe, Ebay kennt ja jeder. Wenn man sich sicher sein will, kauft man Sachen von Anbietern die Labortests zu ihren Chargen mitverschicken. Isses "absolut sicher und anonym"? Klar nicht. Aber wenn man sich nicht dämlich anstellt, gibt's wenig zu befürchten (tails auf USB Stick, pgp auch in PMs usw usf). Wären alle Käufer seit den Silk Road Tagen heute im Knast, müssten wir neue Gefängnisse bauen. Viele.

    Die Mittelsmänner fallen weg. Man kauft sein Zeugs bei Heimlabors und Hippiekommunen oder eben direkt beim Hersteller anstatt von jemand, der's von jemand hat der auch 'nen Flatrate-Puff mit minderjährigen Zwangsprostituierten vom Balkan betreibt.

    Das sind natürlich alles nicht meine persönlichen Erfahrungen und fiktiv und überhaupt, aber jo, ich bin der fixen Überzeugung Darknet Märkte sind eine zivilisatorische Errungenschaft.

    Nobody belongs anywhere, nobody exists on purpose,
    everybody's going to die. Come watch TV?

  2. Re: Eine prima Sache, ehrlich gesagt.

    Autor: onek24 11.08.16 - 14:08

    +1

  3. Re: Eine prima Sache, ehrlich gesagt.

    Autor: Ben Stan 11.08.16 - 15:03

    Sehr gute Sicht.

    Ich finde, Drogen sollten komplett legalisiert werden für Menschen ab 18 Jahren.
    Wer seinen Körper schädigen will: bitte
    Wer früher sterben will: bitte

    Aber dieser Kriminelle Markt, der durch illegale Drogen erschaffen wurde, durch den Sterben sogar unschuldige Menschen in Drogenkriegen.
    Ja auch beim Auto fahren nehmen manche Drogen, aber die gehören dann weggesperrt, wenn sie einen Unfall bauen und schuld sind.

  4. Re: Eine prima Sache, ehrlich gesagt.

    Autor: grslbr 11.08.16 - 15:35

    Viele der Schäden und Probleme sind auch eher Symptome der gesetzlichen Lage als einer etwaigen inhärenten Gefahr. Die ganzen Horrorstories nach Faces-of-Meth Vorlage ignorieren bisweilen vollkommen, dass ihre Objekte in sozioökonomischer Marginalisierung leben. Ist ja auch einfacher für die Revolverblättchen, von Killerdrogen zu schreiben als von komplexen Zusammenhängen.

    Generell: wer keine Dritten schädigt und gefährdet (Kinder, Verkehrsteilnehmer, etc etc), soll tun was er will. Was alleine die Verfolgung von Haschgiftfixern den Staat kostet. Und bringt weniger als nichts.

    Drogenpolitik ist seit langer Zeit der rote Hering unter den Dummlaberthemen für realitätsfremde Karrierepolitiker. Das ZEIT-Interview mit Marlene Mortler ist da nur die traurig-lustige Spitze des kreuzdummen Eisberges.

    Nobody belongs anywhere, nobody exists on purpose,
    everybody's going to die. Come watch TV?

  5. Re: Eine prima Sache, ehrlich gesagt.

    Autor: /mecki78 11.08.16 - 15:55

    Ben Stan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer seinen Körper schädigen will: bitte
    > Wer früher sterben will: bitte

    Das verrückte dabei ist ja, der Staat verhindert nicht, dass ich meinen Körper schädige. Ich spreche jetzt nicht von Alkohol oder Tabak, wo er auch noch fleißig mitverdient, ich spreche davon, dass ich in einen Baumarkt gehen kann, mir eine Packung Rattengift kaufen kann und davon dann daheim einen kräftigen Löffel nehmen kann. Interessiert keine Sau, hindert mich auch keiner dran, ist dem Staat einfach nur egal. Aber wehe man würde von Rattengift high werden, dann würde der Staat es sofort verbieten!

    Die Argumentation, dass man Drogen verbieten muss, weil sie schädliche sind, ist Unfug, weil dann müsste man alles verbieten, das schädlich ist und nichts ist weiter von der Realität entfernt als das. Verboten wird nur, was eine berauschende Wirkung hat. Und ob es schädlich ist, das interessiert gar nicht! Wenn ich morgen eine Droge rausbringe, die, abgesehen von ihrer eigentlichen berauschenden Wirkung, absolut keinerlei Nebenwirkungen hat und die medizinisch in jeglicher Hinsicht unbedenklich ist, harmloses als Vitamintabletten aus dem Supermarkt, dann würde der Staat sie auch verbieten lassen. Jede Wette, dass er das tun würde.

    Das Drogenverbot ist letztlich nichts weiter als ein Verbot, dass Bürger sich berauschen dürfen, gesundheitliche Aspekte sind da zweitrangig. Du sollst dich entweder gar nicht berauschen oder du sollst wenigstens eine Droge wählen, an der der Staat auch etwas verdient. Letztliche ist das ganze eine gewaltige Scheinheiligkeit vom Staat. Denk an deine Gesundheit, denk doch wer an die Kinder, usw.

    /Mecki

  6. Re: Eine prima Sache, ehrlich gesagt.

    Autor: Anonymer Nutzer 11.08.16 - 16:24

    >
    > Wenn ich morgen eine Droge rausbringe, die,
    > abgesehen von ihrer eigentlichen berauschenden Wirkung, absolut keinerlei
    > Nebenwirkungen hat und die medizinisch in jeglicher Hinsicht unbedenklich
    > ist, harmloses als Vitamintabletten aus dem Supermarkt, dann würde der
    > Staat sie auch verbieten lassen. Jede Wette, dass er das tun würde.
    >
    Die gibts doch schon seit hmmmm.... 4.000 Jahren...?!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.08.16 16:24 durch PedroKraft.

  7. Re: Eine prima Sache, ehrlich gesagt.

    Autor: FullMoon 11.08.16 - 16:35

    Es ist nicht zu fassen wie viele Milliarden an Steuergeldern sich die Staaten entgehen lassen. ...
    Durch eine Legalisierung würde sich das ändern, die Gelder die zur zeit in den Schwarzmarkt fließen könnten zukünftig zum Bau von Schulen etc. genutzt werden.
    WENN der Staat / die Staaten es denn wollen würden. Wie dumm sind die eigentlich ... wer lässt sich denn freiwillig so viel Kohle entgehen.

    Siehe Colorado, USA ... das Cannabis Business boomt da, aber sowas von.
    Deutschland muss endlich diese ewig gestrigen, konservativen CSU/CDU Spinner loswerden und endlich mal Gas geben und zumindest Cannabis legalisieren!
    Am besten gestern...

  8. Re: Eine prima Sache, ehrlich gesagt.

    Autor: Lord Gamma 11.08.16 - 16:58

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Das verrückte dabei ist ja, der Staat verhindert nicht, dass ich meinen
    > Körper schädige. Ich spreche jetzt nicht von Alkohol oder Tabak, wo er auch
    > noch fleißig mitverdient, ich spreche davon, dass ich in einen Baumarkt
    > gehen kann, mir eine Packung Rattengift kaufen kann und davon dann daheim
    > einen kräftigen Löffel nehmen kann. Interessiert keine Sau, hindert mich
    > auch keiner dran, ist dem Staat einfach nur egal. Aber wehe man würde von
    > Rattengift high werden, dann würde der Staat es sofort verbieten!
    >

    Auch nicht unbedingt. Kleber ist legal. Da ist man wahrscheinlich einfach pragmatisch. Ansonsten ist Meinung bei den meisten Politikern traditionell begründet, also vorgefertigt, statt wissenschaftlich an die Sache heranzugehen: [www.sueddeutsche.de]

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