1. Foren
  2. Kommentare
  3. Security-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Telefonnummern für Facebook…

Das Problem ist... (Vorsicht Aufgabenstellung!)

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Das Problem ist... (Vorsicht Aufgabenstellung!)

    Autor: Niaxa 30.08.16 - 15:45

    man wird sich hier nicht auf einen ähnlich gefestigten Standard wie WA einigen können. Das wäre aber nötig, um WA verdrängen zu können. Wie schwer es ist sich zu einigen, zeige ich euch anhand einer Aufgabe für euch.

    Aufgabenstellung:

    1. Diskutiert über einen stimmigen Ersatz.
    2. Ohne euch in die Haare zu kriegen :-).
    3. 80% von euch müssen zwar nicht einer Meinung sein, aber sich einigen.
    4. Einigt euch bis Freitag 12:00 Uhr.
    5. Einigt euch in einer überschaubaren Anzahl von Beiträgen.
    5.1 Einigt euch darüber, was eine überschaubare Anzahl an Beiträgen sein könnte xD.
    6. Kein Streit, kein Diss, keine unendlich Diskussionen, die zu nichts führen.

    Ergänzung:
    Bitte keine Diskussion darüber, wie hoch die momentane Nutzeranzahl von den jeweiligen Diensten sind. Wir suchen ja auch etwas, was eine Alternative werden soll. Natürlich kann die (bisherige) Nutzeranzahl aber als zusätzliches PRO dienen. Aber eher weniger als Contra für eine mögliche Alternative.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 30.08.16 15:57 durch Niaxa.

  2. Re: Das Problem ist... (Vorsicht Aufgabenstellung!)

    Autor: TWfromSWD 30.08.16 - 15:50

    Ich schlage mal Signal vor. Die Argumente:

    1) Nutzt und ist der Ursprung des Axolotl Ratchets, das im Augenblick die sicherste Verschlüsselung im Messenger Sektor bietet.
    2) Ist Open Source und somit überprüfbar auf Hintertüren oder unrechtmäßigem Abgreifen von Daten
    3) Ist Open Source und kann somit auch nicht an eine datensammelnde Firma verkauft werden, die auf den Datenschatz zugreifen will.
    4) Verwendet wie WhatsApp die Telefonnummern zur Identifikation. Es entsteht also kein Mehraufwand für bisherige WhatsApp Nutzer
    5) Ersetzt auf Wunsch das herkömmliche SMS App, wodurch man nur noch ein App für alle seine Messages braucht.
    6) Verfügt über einen Desktop Client und ist für als App für iOS und Android verfügbar
    7) Ist, falls das für jemanden wichtig ist, 100% gratis.

    Bin offen für Gegenargumente. Und bitte kein: "Das benutzen zu wenig Leute". Das war bei WhatsApp auch, bevor alle angefangen haben es zu benutzen.

  3. Re: Das Problem ist... (Vorsicht Aufgabenstellung!)

    Autor: Ben Stan 30.08.16 - 16:00

    Mir sind am wichtigsten:

    1. etwas größere Videos sollen verschickt werden, wenn möglich unkomprimiert (ca. 10 - 400 MB meist.

    2. Fotos sollen unkomprimiert verschickt werden.

    3. die Emojis von WhatsApp sollen vorhanden sein

    4. eine Anruf-Funktion, am besten mit Video

    5. Web Client (ich nutze "Franz")

    6. Verschlüsselung

    Mehr Ansprüche hab ich nicht.

    WhatsApp und Telegram verwende ich oft.
    Threema habe ich zwar damals gekauft, und installiert. Aber es hat nur ein einziger meiner Kontakte, und da schreib ich nicht mit ihm sondern in WhatsApp.

  4. Re: Das Problem ist... (Vorsicht Aufgabenstellung!)

    Autor: RicoBrassers 30.08.16 - 16:34

    TWfromSWD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 2) Ist Open Source und somit überprüfbar auf Hintertüren oder
    > unrechtmäßigem Abgreifen von Daten

    Das Argument ist nur solange gültig, solange alle User die APp auch selbst zusammenkompilieren. Lade ich mir die App aus einem der etlichen Stores, kann ich eben nicht mehr 100% sicher sein, dass dort keine Hintertür verbaut ist oder Daten abgegriffen werden (können).
    Das "Open Source"-Argument ist einfach schwachsinnig und ungültig, wenn man Binärdateien/vorkompilierte Pakete bezieht.

    > 3) Ist Open Source und kann somit auch nicht an eine datensammelnde Firma
    > verkauft werden, die auf den Datenschatz zugreifen will.

    Richtig, verkauft werden kann es nicht. Allerdings könnte der ursprüngliche "Besitzer", bzw. derjenige, der den Code pflegt (z.B. der Owner auf Github) die Verwaltungsrechte eines Projektes an jemand anderes weitergeben, z.B. an eine Firma, die sich entsprechende Hintertüren einbaut und dann eben diese Versionen z.B. in den PlayStore hochlädt.
    Ob dies wirklich so geschehen wird, bleibt fraglich, aber hier geht es ja um die reine Theorie. ;)

    > Bin offen für Gegenargumente.
    Bitte schön. :)

  5. Re: Das Problem ist... (Vorsicht Aufgabenstellung!)

    Autor: jedie 30.08.16 - 16:36

    Signal.

    Ich konnte Signal in meinem Freundeskreis ganz gut verbreiten.

    Allerdings nutzte ich mit einen anderen Teil "Telegram", weil es die einzige WhatsApp Alternative zu sein scheint, die es auch auf Windows Phone gibt...

  6. Re: Das Problem ist... (Vorsicht Aufgabenstellung!)

    Autor: IrgendeinNutzer 30.08.16 - 16:37

    TWfromSWD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich schlage mal Signal vor.
    > Bin offen für Gegenargumente.

    Dass das Programm von den Google Play Services abhängig ist ist in meinem Fall schon ein richtig großes K.O. Kriterium. LibreSignal scheint auch keine zukunftssichere Alternative, da es laut Wikipedia nach einem Namensstreit angeblich aufgegeben worden sein soll: https://en.wikipedia.org/wiki/Signal_%28software%29#Android_specific
    Es macht also nur Sinn wenn man ein Google Konto mit den ganzen Google (Play) Diensten auf seinem Handy hat. Aber wozu dann eine App für sicheres Schreiben, wenn die Google Dienste Systemrechte haben um theoretisch alles auszulesen und zu verschicken? Das erscheint mir ironisch und dann sinnfrei. Weil letztendlich möchte man doch wirklich da sicher sein! Man müsste da also dann noch Leute dazu bewegen keine Google Dienste zu nutzen und diese zu deaktivieren, aber oh weia... das ist ein Ding der Unmöglichkeit, da eben extremst unkomfortabel für den Benutzer, und auch sicherheitsmäßig dann ein Risiko darstellt wenn man sich woanders Apps besorgt, die es nur im Play Store gibt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.08.16 16:39 durch IrgendeinNutzer.

  7. Re: Das Problem ist... (Vorsicht Aufgabenstellung!)

    Autor: AzzraelDLX 30.08.16 - 16:50

    Schwachsinn ist, das Open Source Argument als Schwachsinn abzutun, weil der eigene Horizont zu beschränkt ist nachzuvollziehen, weshalb es eben doch ein Vorteil ist.

    Ich erspare mir hier ellenlange Erklärungen und verweise abseits davon mal auf die Tatsache, dass GRUNDSÄTZLICHE Vorteile unabhängig davon vorhanden sind, dass die Mehrheit nun vorkompilierte Apps/Programme einsetzt...
    Hier wird vermutlich nur mal wieder nachgeplappert, was irgendwann irgendwo irgendwie im Netz als verkapptes "Gegenargument" für Open Source aufgeschnappt wurde.

    Fazit: Behauptungen weit entfernt von fundierten Kenntnissen.

  8. Re: Das Problem ist... (Vorsicht Aufgabenstellung!)

    Autor: EQuatschBob 30.08.16 - 17:02

    Ich habe folgende Anforderungen an IM-Software:

    1. Muß ohne Telephonnummer funktionieren. Ich möchte meine Telephonnummer nicht jedem preisgeben und auch mehrere Accounts haben können.

    2. Muß mit einem self-hosted Server funktionieren, denn nur dann habe ich das Vertrauen, daß die Meta-Daten wirklich nicht mißbraucht werden.

    3. Muß auch nativ unter Linux (z.B. Debian) laufen, denn das ist das OS, welches ich einsetze. Eine Browser-App wäre suboptimal.

    Sicherlich gibt es da einige Lösungen, z.B. XMPP.

  9. Re: Das Problem ist... (Vorsicht Aufgabenstellung!)

    Autor: becksbear 30.08.16 - 17:17

    Ich finde die Aufgabenstellung wenig Zielführend bzw. ich verstehe das Ziel der Aufgabenstellung nicht ganz.

    Warum soll "man" sich auf einen "ähnlich gefestigten Standard wie WA" einigen?

    Die gesamte Diskussion geht doch von der Prämisse aus: Kommunikation ist etwas privates, schützenswertes.

    Dann muss es doch keinen allgemein gültigen Standard geben. Es reicht vollkommen aus, wenn sich jeder mit seinen eigenen Kommunikationspartnern auf ein Kommunikationsmittel einigt. Ob sich nun ein Dosentelefon, Rauchzeichen oder womöglich Subraumkommunikation in breiter Masse durchsetzt kann mir doch egal sein, solange ich weiß wie ich meine Bekannten am besten erreiche.

  10. Re: Das Problem ist... (Vorsicht Aufgabenstellung!)

    Autor: goto10 30.08.16 - 17:39

    Schon der falsche Ansatz. ;-)

    Wir brauchen keine Ersatz für WA, wir brauchen ein offenes Protokoll wie beim Telefon oder bei der E-Mail. Stell dir vor du könntest als Nutzer von E-Mail Dienst A nicht eine E-Mail an Nutzer von Dienst B schicken! Genau damit habe ich bei den ganzen Diensten ein Problem und nutze sich auch genau deshalb nicht. XMPP kommt der Sache schon entgegen.

    Zweiter Punkt: freie Wahl meiner Kennung und nicht automatisch meine Telefonnummer. Ich mag auch mal mit Leuten kommunizieren denen ich nicht meine Nummer geben will.

    Dritter Punkt: freie Wahl des Gerätes, ich will sowohl Smartphone, als auch Tablet oder Desktop nutzen.

    Vierter Punkt: Kein automatisches Hochladen von Kontakten.

    Fünfter Punkt: Ende-zu-Ende Verschlüsselung ist Pflicht.

    Das sind nur fünf spontane Punkte und die Reihenfolge ist keine Gewichtung. ;-)

  11. Re: Das Problem ist... (Vorsicht Aufgabenstellung!)

    Autor: gboos 30.08.16 - 17:47

    Ich bin mal naiv und sage ich habe den neuen Bestimmungen widersprochen. Geht da trotzdem was an meinen Daten rueber ? Komisch, seitdem werden Nachrichten zeitlich versetzt zugestellt, Gespraeche/Anrufe werden oefters unterbrochen usw ...

    Trotzdem, wozu brauch ich die Diskussion wenn ich dem doch alles widersprochen habe ?

    VG

  12. Re: Das Problem ist... (Vorsicht Aufgabenstellung!)

    Autor: TWfromSWD 30.08.16 - 18:10

    RicoBrassers schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Argument ist nur solange gültig, solange alle User die APp auch selbst
    > zusammenkompilieren. Lade ich mir die App aus einem der etlichen Stores,
    > kann ich eben nicht mehr 100% sicher sein, dass dort keine Hintertür
    > verbaut ist oder Daten abgegriffen werden (können).
    > Das "Open Source"-Argument ist einfach schwachsinnig und ungültig, wenn man
    > Binärdateien/vorkompilierte Pakete bezieht.

    Oder aber, wenn man selbst überprüfen kann, ob der Binärcode zum Source passt. Ist zwar noch nicht fertig, aber auf einem guten Weg: https://whispersystems.org/blog/reproducible-android/
    Mal ganz abgesehen davon, dass dieses Argument immer im zusammenhang mit OpenSource kommt. Auch wenn die theoretische Möglichkeit für Missbrauch besteht, es ist immer noch besser, als gar keine Chance zu haben, das zu überprüfen.

    > Richtig, verkauft werden kann es nicht. Allerdings könnte der ursprüngliche
    > "Besitzer", bzw. derjenige, der den Code pflegt (z.B. der Owner auf Github)
    > die Verwaltungsrechte eines Projektes an jemand anderes weitergeben, z.B.
    > an eine Firma, die sich entsprechende Hintertüren einbaut und dann eben
    > diese Versionen z.B. in den PlayStore hochlädt.
    > Ob dies wirklich so geschehen wird, bleibt fraglich, aber hier geht es ja
    > um die reine Theorie. ;)

    Sollte wirklich eine so zwielichtige Firma Signal übernehmen, kann die Userbase immer noch auf einen Fork umziehen. Einige sind schon jetzt auf LibreSignal weil sie GCM nicht vertrauen.

    Grundlegend stimme ich deinen Argumenten ja zu. Diese sprechen aber in gleichem Maße auch gegen alle anderen verfügbaren Lösungen. Closed Source Messenger scheiden völlig aus (für die wiegt das zweite Argument ja noch schwerer, weils viel wahrscheinlicher ist) und über WhatsApp rede ich mal gar nicht ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.08.16 18:17 durch TWfromSWD.

  13. Re: Das Problem ist... (Vorsicht Aufgabenstellung!)

    Autor: TWfromSWD 30.08.16 - 18:14

    IrgendeinNutzer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [...] Aber wozu dann eine App für sicheres
    > Schreiben, wenn die Google Dienste Systemrechte haben um theoretisch alles
    > auszulesen und zu verschicken? Das erscheint mir ironisch und dann
    > sinnfrei.

    Ganz so schlimm ist es ja nicht. Signal speichert seine Daten in einer verschlüsselten Datenbank am Handy. Auf die kann kein Systemdienst zugreifen. Google Play wird verwendet, um die App so aktuell wie möglich zu halten und GCM wird benötigt, um das Handy für einkommende Messages aufzuwecken. Die Übertragung bekommen die aber trotzdem nicht mit.

    Abgesehen davon glaube ich, dass die meisten WhatsApp User sicherheitstechnisch auf einem viel schlimmeren Stand sind. Da würde sich ein Wechsel auf jeden Fall rentieren.

  14. Re: Das Problem ist... (Vorsicht Aufgabenstellung!)

    Autor: crazypsycho 30.08.16 - 19:21

    goto10 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schon der falsche Ansatz. ;-)

    Sehe ich nicht so. WA hat sich ja wegen des Konzeptes mit der Rufnummer so verbreiten können.

    > Wir brauchen keine Ersatz für WA, wir brauchen ein offenes Protokoll wie
    > beim Telefon oder bei der E-Mail. Stell dir vor du könntest als Nutzer von
    > E-Mail Dienst A nicht eine E-Mail an Nutzer von Dienst B schicken! Genau
    > damit habe ich bei den ganzen Diensten ein Problem und nutze sich auch
    > genau deshalb nicht. XMPP kommt der Sache schon entgegen.

    Da wird es aber schwierig. Es soll ja über die Rufnummer funktionieren, damit man nicht jeden Kontakt neu hinzufügen muss (quasi App installieren und mit allen die sie ebenfalls haben, sofort chatten können).

    Irgendwo muss es also eine zentrale Anlaufstelle geben. Ähnlich wie beim DNS. Klar die Daten könnten dann auf verteilten Servern sein.

    > Zweiter Punkt: freie Wahl meiner Kennung und nicht automatisch meine
    > Telefonnummer. Ich mag auch mal mit Leuten kommunizieren denen ich nicht
    > meine Nummer geben will.

    Genau das muss aber sein, sonst hat der Messenger keinen Erfolg. Denn das war das Erfolgsrezept von Whatsapp (quasi auch gratis SMS-Ersatz).

    > Dritter Punkt: freie Wahl des Gerätes, ich will sowohl Smartphone, als auch
    > Tablet oder Desktop nutzen.

    Ließe sich machen, wenn man bspw per Smartphone ein Passwort genieren würde.


    > Vierter Punkt: Kein automatisches Hochladen von Kontakten.

    Lässt sich auch nicht vermeiden.

    > Fünfter Punkt: Ende-zu-Ende Verschlüsselung ist Pflicht.

    Das bietet WA doch bereits.

    > Das sind nur fünf spontane Punkte und die Reihenfolge ist keine Gewichtung.
    > ;-)


    Ich hätte noch einen wichtigen Punkt, denn daran sind Threma und co gescheitert:
    Es muss zu Anfang kostenfrei sein! Man zahlt doch keine 2¤, nur um dann zu merken, dass es niemand seiner Freunde nutzt.
    Nur wenn es kostenlos ist, wird es auch installiert. Nach nem halben Jahr, kann man ja dann Jahresgebühren verlangen.

  15. Re: Das Problem ist... (Vorsicht Aufgabenstellung!)

    Autor: FreiGeistler 30.08.16 - 21:41

    @RiccoBrassers
    > Das "Open Source"-Argument ist einfach schwachsinnig und ungültig, wenn man Binärdateien/vorkompilierte Pakete bezieht.
    Es soll auch Leute geben die sich den Linux Kernel selbst kompilieren ;-)
    > Ob dies wirklich so geschehen wird, bleibt fraglich, aber hier geht es ja um die reine Theorie. ;)
    Der im Wege steht, dass man Open Source -Software forken kann.
    Endlich zufrieden?

  16. Re: Das Problem ist... (Vorsicht Aufgabenstellung!)

    Autor: Niaxa 30.08.16 - 23:34

    Das Problem dabei ist, das die OttoNV ^^ eben keine 10 IMs installiert und sich dann noch merken kann welcher Kontakt was nutzt. Freunde haben andere Freunde, bei Familie und Bekannten ist das auch nicht anders. Ich jedenfalls habe wenig Lust für meine Mum WA zu nutzen weil sie und ihre Freunde es nutzen, dann für meinen Bruder Threema weil das in seinem Freundeskreis genutzt wird, für meine Schwester Signal, für die Arbeit Skype4Business, für meine Freunde WeihrauchXYUngelöst und für den Rest noch was geileres.

    Whats App nutzt gefühlt jeder. Das macht es erfolgreich, das macht den Erfolg bei WA ebenso wie bei FB aus. Die Konnektivität zu jedermann zu jeder Zeit an jedem Ort mit dem minimalen Einsatz einer einzigen App.

    Wenn man also über Alternativen nachdenkt, muss man einfließen lassen, das genau das was für WA zutrifft, auch für die Alternativen zutrifft. Und um gerade eine so weitreichende Verbreitung zu erreichen, muss man sich auf etwas einigen.

    Und die Aufgabenstellung soll hier nur aufzeigen wie schwer das ist. Dabei müssen wir uns nicht auf ein Produkt einigen, was die Ansprüche alle bereits erfüllt, sondern auf eines welches Wachstums und ausbaufähig ist. Eines das vielleicht nicht heute perfekt ist, aber eben morgen schon auf dem richtigen Weg sein könnte.

  17. Re: Das Problem ist... (Vorsicht Aufgabenstellung!)

    Autor: LoopBack 31.08.16 - 01:16

    TWfromSWD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz so schlimm ist es ja nicht. Signal speichert seine Daten in einer
    > verschlüsselten Datenbank am Handy. Auf die kann kein Systemdienst
    > zugreifen.

    Es tut mir Leid, das zu sagen, aber du hast offensichtlich keine Ahnung wovon du da redest:
    - Das Android Betriebssystem stellt einen Großteil des Programmcodes von Signal bereit. Dieser Teil kann selbstverständlich jederzeit auf alles zugreifen wo das Programm auch drauf zugreifen könnte, weil es eben das Programm ist. Bei vorinstallierten Systemen gibt es keine Möglichkeit zu prüfen, ob das System eine Backdoor enthält, da es von dem Android Source Code in quasi jedem Fall abweicht.
    - Androids Modulare Struktur erlaubt es ja, viele Teile erst nachträglich ins System einzufügen. So werden auch viele Teile von Google in das System integriert. Zum Beispiel die Tastatur. Google kann also sowieso schon alles lesen was du schreibst. (Und SwiftKey zeigt uns, dass das bei Tastaturanbietern durchaus auch gemacht wird).
    - Alle Anwendungen die Google Play Services oder Google Firebase benutzen enthalten eine Art Backdoor, die es Google erlaubt beliebigen Code im Prozess der Anwendung auszuführen. Damit wären auch gezielte Angriffe ohne weiteres möglich, da Google ja bereits deine Telefonnummer, IMEI, Google-Konto und Kontaktinfos aus dem Adressbuch hat, was eine Identifikation relativ leicht machen sollte. Das kritische daran ist, dass das sogar dann möglich ist, wenn das gesamte Betriebssystem (sprich der Inhalt der System-Partition, die bei Android für gewöhnlich read-only ist, abgesehen von OS-Updates) vorher vollständig geprüft wurde und keine Software von Google enthält (es muss aber trotzdem noch eine Binary von Google installiert werden, aber eben nicht als Teil des Systems). Diese Backdoor ist zwar durch Signaturen gesichert, sodass nur Menschen die Zugriff auf Google's Android Private Signing Key haben, sie nutzen könnten, aber das begründet sie nicht als gut.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.08.16 01:18 durch LoopBack.

  18. Re: Das Problem ist... (Vorsicht Aufgabenstellung!)

    Autor: LoopBack 31.08.16 - 01:26

    gboos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin mal naiv und sage ich habe den neuen Bestimmungen widersprochen.
    > Geht da trotzdem was an meinen Daten rueber ? Komisch, seitdem werden
    > Nachrichten zeitlich versetzt zugestellt, Gespraeche/Anrufe werden oefters
    > unterbrochen usw ...
    >
    > Trotzdem, wozu brauch ich die Diskussion wenn ich dem doch alles
    > widersprochen habe ?

    Du kannst den Nutzungsbestimmungen nicht widersprechen, solange du den Dienst nutzen willst. Du darfst derzeit noch Facebook davon abhalten alle Daten für Werbezwecke zu verarbeiten, du gibt ihnen aber trotzdem das Recht, die Daten zu erheben.

    Das mit dem Widersprechen hat zwar bei Facebook Tradition, aber so funktioniert es nun mal nicht. Nutzungsbestimmungen sind Bestimmungen für die Nutzung, bei Nutzung musst du dich dran halten und stimmst ihnen zu. Basta.

  19. Re: Das Problem ist... (Vorsicht Aufgabenstellung!)

    Autor: oleid 31.08.16 - 04:33

    Was aber ein grundsätzliches Android + Google-Apps-Problem ist. Zum Glück lassen sich die Google Play services durch open-source-Lösungen ersetzen:

    http://forum.xda-developers.com/android/apps-games/app-microg-gmscore-floss-play-services-t3217616

  20. Re: Das Problem ist... (Vorsicht Aufgabenstellung!)

    Autor: oleid 31.08.16 - 04:39

    Ich habe insofern schlechte Erfahrungen mit Jabber auf dem Telefon gemacht, dass selbst mit selbstaufgesetzem Server+sämtlichen Erweiterungen, die die mobile Kommunikation zuverlässiger machen sollen mir Nachrichten verloren gehen. Conversation war noch mitunter die beste App fürs Handy, die alles unterstützt, was man braucht (Receipts, Carbon Copy ...) , aber auf dem Desktop wird es ungleich schwerer.

    Und schließlich hat die OTR-Verschlüsselung noch das Problem, dass man sie nur starten kann, wenn beide Kontakte online sind. Und, dass sie nicht mit mehreren Accounts gleichzeitig funktioniert.

    Alles in allem nur bedingt funktionierend.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Service Engineer (Incident- & Problemmanager) - Coordinator (m/w/d)
    Vodafone GmbH, Eschborn, Düsseldorf, Stuttgart, Unterföhring
  2. SAP ABAP Senior Entwickler (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Hamburg
  3. IT-Systemadministrator (m/w/d)
    Schock GmbH, Regen
  4. Test Lead IoT and Digital Solutions Senior Software Verification Engineer (m/w/d)
    Tecan Software Competence Center GmbH, Mainz

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (u. a. Assassin's Creed Valhalla für 27,99€, Dragonball Z Kakarot für 16,99€, This War of...
  2. 28,99€
  3. 10,49€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de