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Lobbyarbeit verbieten

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  1. Lobbyarbeit verbieten

    Autor: TrollNo1 27.09.16 - 15:45

    Ich habe noch nie verstanden, warum diese Konzernfuzzis ständig um die Abgeordneten rumschwirren dürfen.

  2. Re: Lobbyarbeit verbieten

    Autor: gadthrawn 27.09.16 - 16:10

    TrollNo1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe noch nie verstanden, warum diese Konzernfuzzis ständig um die
    > Abgeordneten rumschwirren dürfen.

    Och, rechne mal anders.
    Abgeordnete des Bundestags (nicht Minister) müssen ihre Nebeneinkünfte grob offenlegen.

    Wie rechnet sich das:
    Nehmen wir ein Beispiel aus den Angaben heraus
    http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete18/biografien/L/lerchenfeld_philipp_graf/258674
    selbstständiger Landwirt.

    Angaben sind in Stufen
    Stufe 1 1.000 bis 3.500 Euro
    Stufe 2 bis 7.000 Euro
    Stufe 3 bis 15.000 Euro
    Stufe 4 bis 30.000 Euro
    Stufe 5 bis 50.000 Euro
    Stufe 6 bis 75.000 Euro
    Stufe 7 bis 100.000 Euro
    Stufe 8 bis 150.000 Euro
    Stufe 9 bis 250.000 Euro
    Stufe 10 über 250.000 Euro

    Wenn der jetzt 2015 neben der Abgeordnetentätigkeit etwas gearbeitet hat, so ist das
    Lorenz Stufe 10 min 250.000
    Südzucker Stufe 9 min 150.000
    Südstärke Stufe 7 min 75.000
    Baywa Stufe 7 min 75.000
    BTZ Stufe 6 min 50.000
    KronesStufe 6 min 50.000
    Bayernwerk Stufe 4 min 15.000
    Schanderl Stufe 1 min 1.000
    Lehner Stufe 1 min 1.000

    Also bei einem Mindeslohn pro Stufe 667.000 ¤ Nebenverdienst (wenn ich mich nicht verrechnet habe)

    Dazu 7 ehrenamtliche Tätigkeiten.

    Und 2 Beteiligungen an Kapital- oder Personengesellschaften.

    Ist doch nicht übel - die Grunddiät liegt bei 108.984 ¤. (immer: falls die angaben auf der Bundestagsseite stimmen und ich keinen Übertragungsfehler habe)

    Da ist es doch besser, wenn die Konzernfuzzis um Abgeordnete rumschwirren, wie Abgeordnete in Konzernen?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.09.16 16:12 durch gadthrawn.

  3. Re: Lobbyarbeit verbieten

    Autor: TrollNo1 27.09.16 - 16:17

    Andersrum sollte es sein. Abgeordnete sollten nicht nebenher arbeiten dürfen, sie sollten mit ihrem Posten voll ausgelastet sein. Sobald sie nebenher arbeiten, sofort den Posten räumen da wirtschaftlich beeinflusst.

    Genauso wenn die dann aus der Politik gehen und in der Wirtschaft ihre dicken Gehälter einfahren, da bekommen die trotzdem noch Geld vom Staat, Pension ohne Ende. Das sollte sofort eingestellt werden, sobald die auch nur einen Cent dazuverdienen. Der Gedanke war ja mal, dass die armen Politiker nicht mehr den Anschluss finden, wenn sie 4 Jahre aus dem Geschäft sind. Das ist aber grob verfehlt.

    Ich wäre auch bereit, das Doppelte oder Dreifache an Diäten zu bezahlen (ist pro Kopf eh ein Witz, was die uns im Jahr kosten), sofern die alle exakt null Nebeneinkünfte hätten. Dazu noch unabhängige Prüfgremien, die Entscheidungen zugunsten bestimmter beteiligten Firmen prüfen und entsprechend die Abgeordneten rauskicken, sobald was rauskommt.

  4. Re: Lobbyarbeit verbieten

    Autor: Fuchur 27.09.16 - 16:23

    Die Abgeordneten müssten bei der Teilnahme an einer Abstimmung nur den Nachweis bringen müssen, dass sie sich gleichmäßig mit beiden betroffenen Gruppen getroffen haben. Dann wäre alles gut.

  5. Re: Lobbyarbeit verbieten

    Autor: holysmoke 27.09.16 - 16:38

    Das ist wie mit den Drogen verbieten.
    Am Ende schfft man einfach einen riesigen Schwarzmarkt, den es vorher nie gab.
    Deshalb besser legal und unter Kontrolle.

    Man müsste das Problem anders angehen.
    Vielleicht für jeden Lobbyisteneuro ein Euro in einen Fond für eine unabhängige Informationsquelle. Das Gleiche mit jeder "Lobbystunde"
    Nur so eine Idee...

  6. Re: Lobbyarbeit verbieten

    Autor: nicoledos 27.09.16 - 18:13

    Ich würde den Nebenjob nicht grundsätzlich verbieten. Man könnte es aber wie bei den üblichen Leistungsempfängern (Rente, H4, Bafög, Sportförderung).

    Bis zu einer Grenze (50% des Abgeordnetengehalt zusätzlich) muss normal versteuert werden. Bis zur nächsten Grente (>51<=100%) gehen 50% direkt in die Staatskasse. Alles darüber (>100%) verbleibt komplett beim Staat. Ebenfalls Gehälter für Posten in Ausübung der Funktion von Amtswegen (Aufsichtsrat in Teilstaatlichen Unternehmen) gehen komplett an den Staat.

  7. Re: Lobbyarbeit verbieten

    Autor: Moe479 27.09.16 - 20:13

    Ganz einfach, abgeordnete verdienen nur noch den Median des Verdienstes der Bundesbürger, alles andere dürfen sie abgeben. Nur so lässt sich sicherstellen, dass sie am wohl aller Bundesbürger interessiert bleiben! Das Medianeinkommen liegt derzeit bei so ca. 1650¤ monatlich. Wenn sie das zu bessern wissen geht es auch ihnen besser, nur so als Anreitz mal ab und zu wirklich für die Bügerschaft dieser Republik zu arbeiten!

  8. Re: Lobbyarbeit verbieten

    Autor: Topf 28.09.16 - 10:49

    Moe479 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz einfach, abgeordnete verdienen nur noch den Median des Verdienstes der
    > Bundesbürger, alles andere dürfen sie abgeben. Nur so lässt sich
    > sicherstellen, dass sie am wohl aller Bundesbürger interessiert bleiben!
    > Das Medianeinkommen liegt derzeit bei so ca. 1650¤ monatlich. Wenn sie das
    > zu bessern wissen geht es auch ihnen besser, nur so als Anreitz mal ab und
    > zu wirklich für die Bügerschaft dieser Republik zu arbeiten!
    Also dieser Vorschlag gefällt mir mal echt gut :-).

  9. Re: Lobbyarbeit verbieten

    Autor: Füchslein 28.09.16 - 10:54

    TrollNo1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe noch nie verstanden, warum diese Konzernfuzzis ständig um die
    > Abgeordneten rumschwirren dürfen.

    Die Grundidee von Lobbyarbeit ist eigentlich ganz in Ordnung. Im Grunde suchen sich Leute, die alle das gleiche Interesse haben einen Vertreter und schicken den los, um mal mit nem Politiker über aktuelle Probleme zu reden. Entweder das Problem besteht schon oder aber es würde durch ein neues Gesetz verursacht.
    Das ist eigentlich nichts verkehrtes und das machen Umweltschutzorganisationen und Verbraucherschützer und der "Heimatverein zum Schutz von irgendwas" auch.

    Verwerflich wird es erst, wenn NUR Vertreter von Konzernen mit Geschäftsinteressen gehört werden und keine Gegenstimmen, von Leuten, die damit leben müssen.
    Oder wenn der Politiker kleine Geschenke (Bestechung ist ja zum Glück großteils verboten) erhält oder aber wenn der Politiker dann im Anschluss an seinen Politikerposten eine gut bezahlte Stellung in dem Konzern erhält. (gesetzlich bei uns immer noch nicht verboten)

    Es ist auch sinnvoll, wenn FACHLEUTE Stellungnahmen und Postitionspapiere und solchen Kram schreiben, da sich die Politiker mit der Materie nur oberflächlich auskennen.

    Verwerflich wird es hier dann, wenn der Politiker so einen Text einfach kopiert und "Gesetz" ranschreibt.

  10. Re: Lobbyarbeit verbieten

    Autor: gelöscht 28.09.16 - 11:45

    Moe479 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz einfach, abgeordnete verdienen nur noch den Median des Verdienstes der
    > Bundesbürger, alles andere dürfen sie abgeben. Nur so lässt sich
    > sicherstellen, dass sie am wohl aller Bundesbürger interessiert bleiben!
    > Das Medianeinkommen liegt derzeit bei so ca. 1650¤ monatlich. Wenn sie das
    > zu bessern wissen geht es auch ihnen besser, nur so als Anreitz mal ab und
    > zu wirklich für die Bügerschaft dieser Republik zu arbeiten!

    Ein "Gefällt Mir" Mit +1

  11. Re: Lobbyarbeit verbieten

    Autor: PlankFrank 28.09.16 - 13:17

    Ich fände es ehrlich gesagt nicht gut, wenn ein Abgeordneter nur ~1650¤ monatlich verdienen würde. Die meisten Abgeordneten haben ein abgeschlossenes Studium oder eine höhere Position in ihrem Fachbereich. Wenn man nun den Verdienst senken würde, wären die Posten unattraktiv für diese Leute.
    Man muss auch bedenken, dass einige (nicht alle) Abgeordnete sich bei manchen Themen auch wirklich den Arsch aufreißen um (uneigennützig) etwas zu erreichen. Ich persönlich würde das bei einem "durchschnittlichen" Gehalt eher nicht tun.

  12. Re: Lobbyarbeit verbieten

    Autor: funnyUserName 28.09.16 - 14:00

    PlankFrank schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich fände es ehrlich gesagt nicht gut, wenn ein Abgeordneter nur ~1650¤
    > monatlich verdienen würde. Die meisten Abgeordneten haben ein
    > abgeschlossenes Studium oder eine höhere Position in ihrem Fachbereich.
    > Wenn man nun den Verdienst senken würde, wären die Posten unattraktiv für
    > diese Leute.
    > Man muss auch bedenken, dass einige (nicht alle) Abgeordnete sich bei
    > manchen Themen auch wirklich den Arsch aufreißen um (uneigennützig) etwas
    > zu erreichen. Ich persönlich würde das bei einem "durchschnittlichen"
    > Gehalt eher nicht tun.

    Anstatt den Median zu zahlen könnte man ihren Verdienst per Multiplikator an den Median binden. Dann werden sie bessern entlohnt und ihre Ausbildung berücksichtigt. Ihr Gehalt steigt und fällt jedoch mit dem Durchschnittseinkommen der Bürger.

  13. Re: Lobbyarbeit verbieten

    Autor: plutoniumsulfat 28.09.16 - 14:54

    Die Posten sollen ja auch nicht dafür da sein, um da nur noch rumzugammeln und alles abzunicken. Das ist schließlich kein einfacher Bürojob, sondern das hat etwas mit Verantwortung zu tun.

  14. Re: Lobbyarbeit verbieten

    Autor: Ovaron 29.09.16 - 21:08

    dukki schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein "Gefällt Mir" Mit +1

    Du erhältst damit Abgeordnete deren Jobalternative ihnen noch weniger als die besagten 1600 Euro bringen würde. Also die eher weniger Qualifizierten, die Schulabgänger, Spinner und Totalversager, denn jeder andere sucht sich einen besser bezahlten Job in der Industrie. Und denen willst Du die Verantwortung für Deine Familie überlassen? Na herzlichen Dank.

  15. Re: Lobbyarbeit verbieten

    Autor: plutoniumsulfat 29.09.16 - 22:11

    Dann lassen wir das lieber Leute machen, die statt dem Wohl deiner Familie garantiert nur die eigene Geldbörse im Interesse haben. Danke, das hört sich doch viel besser an.

  16. Re: Lobbyarbeit verbieten

    Autor: gadthrawn 30.09.16 - 06:23

    funnyUserName schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > PlankFrank schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich fände es ehrlich gesagt nicht gut, wenn ein Abgeordneter nur ~1650¤
    > > monatlich verdienen würde. Die meisten Abgeordneten haben ein
    > > abgeschlossenes Studium oder eine höhere Position in ihrem Fachbereich.
    > > Wenn man nun den Verdienst senken würde, wären die Posten unattraktiv
    > für
    > > diese Leute.
    > > Man muss auch bedenken, dass einige (nicht alle) Abgeordnete sich bei
    > > manchen Themen auch wirklich den Arsch aufreißen um (uneigennützig)
    > etwas
    > > zu erreichen. Ich persönlich würde das bei einem "durchschnittlichen"
    > > Gehalt eher nicht tun.
    >
    > Anstatt den Median zu zahlen könnte man ihren Verdienst per Multiplikator
    > an den Median binden. Dann werden sie bessern entlohnt und ihre Ausbildung
    > berücksichtigt. Ihr Gehalt steigt und fällt jedoch mit dem
    > Durchschnittseinkommen der Bürger.

    9000 + Geld für Angestellte + Steuererleichterungen+... ist aber auch mehr Quote man normal mit der Ausbildung bekommt. Auch nach 8 Jahren fast den höchst satz der momentanen Rente zu bekommen...
    Vielleicht ist es auch ein Fehler dort auf eine Ausbildung u setzen, die die meisten nicht Haben. (btw swype macht lustige Gross-und Kleinschreibung). Was weis Merkel wirklich noch von dem Problemen Ihrer Wähler? Wollte da nicht besser gemischt ein?

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