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Sinn des Gesetztes?

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  1. Sinn des Gesetztes?

    Autor: GNexLR 23.10.16 - 14:24

    Im Artikel wird nicht erwähnt, wofür dass Gesetzt überhaupt entworfen wurde. Nur das es die Bürger abschrecken soll. Kann mir das einer beantworten?^^

  2. Re: Sinn des Gesetztes?

    Autor: budweiser 23.10.16 - 14:42

    Sinkende Steuereinnahmen und vermutlich Lobbyarbeit von Hotels.

    Dass es verboten ist ist aber nichts neues und New York ist damit auch nicht alleine. In vielen Großstädten ist es verboten, auch Berlin oder Amsterdam.

  3. Re: Sinn des Gesetztes?

    Autor: Poison Nuke 23.10.16 - 15:11

    verstehe ich das richtig, die wollen Kurzzeitmieten deswegen nicht, weil das günstiger ist als ein Hotel (die Hotels also weniger verdienen) und der Staat weniger Steuern daran verdient?

    Dadurch ist es aber doch noch nicht illegal? Wer will denn schon dauernd den Service von einem Hotel in Anspruch nehmen, wenn ein Dach über dem Kopf ausreichend ist.


    Daher verstehe ich den Sinn auch nicht so recht von dem Gesetz.

  4. Re: Sinn des Gesetztes?

    Autor: M_Q 23.10.16 - 15:23

    Ich vermute es geht darum, dass Wohraum als Wohnraum genutzt werden soll und nicht als billigere Hotelalternative.

    In vielen beliebten Städten ist es mittlerweile so, dass Wohnung in guten Lagen bewusst angemietet werden um diese dann über Air'bnb Touristen anbieten zu können. Das heißt, Air'bnb wird zu einem wohnraumbedrohenden Geschäftsmodell. Die Wohnungen werden nicht mehr zu ihrem eigentlich Zweck verwendet: Wohnraum für die Bürger zur Verfügung stellen, sondern verschwinden vom Wohnungsmarkt und werden zu minihotels.

    Das ist natürlich nicht im Sinne der Stadt oder den in ihr lebenden Menschen und es ist folglich schon nachvollziehbar (und meiner Meinung nach auch richtig) dagegen vorzugehen. Natürlich sollte man das Ganze aber so spezifizieren, dass vor Allem solche Geschädtsmodelle getroffen werde und nicht ganz Air'bnb, den die Idee dahinter - also der sharing-ansatz - ist ja eigentlich gut.

  5. Re: Sinn des Gesetztes?

    Autor: TreborKutscher 23.10.16 - 15:29

    Der Sinn der Gesetze besteht aus Zwei dingen:

    Erhöhung der Steuereinnahmen, Bekämpfung von Schwarzeinnahmen. Gerade über Portale wie AirBNB werden ja nur Kontakte von Anbieter zu Kunde hergestellt gegen Provision. Die meisten Anbieter haben weder ein Gewerbe noch Versteuern sie die Einnahmen.

    Viel wichtiger ist die Sicherung von Wohnraum. Wenn es mehr Einnahmen erzielt eine frei Wohnung als Ferien Wohnung zu vermieten warum Soll der Anbieter Verzichten. Dadurch steigen gerade in Metropolen die Mietpreise erheblich.
    Ein Kollege von mir brauchte Arbeitsbedingt eine Wohnung auf der Insel Rügen. Leiden wollten die Rüganer lieber ihre Häuser im Sommerhalbjahr an Ferien Gäste vermieten und im Winter ihre Ruhe. Er musste daher Jeden Tag ne Stunde mit dem Auto von Stralsund pendeln.

    Und sicherlich belasten schwinden Umsatz zählen des Hotelgewerbes die Steuerkasse. Erstens weniger Steuereinnahmen und die Kosten für die Sozialleistungen der nun obsoleten Hotelfachfkräfte. Da hat der Staat auch ohne Lobby Einfluss Interesse an solchen Gesetzen.

    Gerade in Berlin ist der Tourismus ein heftiger Wohnraum verdränger. Sowie in Hannover Messe Wohnungen auch Mietwohnungen verdrängen

    Gruß

  6. Re: Sinn des Gesetztes?

    Autor: colorado109 23.10.16 - 15:52

    Danke .

    Echt schwach das Golem das nicht im Artikel erklärt.

  7. Re: Sinn des Gesetztes?

    Autor: Squirrelchen 23.10.16 - 16:09

    M_Q schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich vermute es geht darum, dass Wohraum als Wohnraum genutzt werden soll
    > und nicht als billigere Hotelalternative.
    >
    > In vielen beliebten Städten ist es mittlerweile so, dass Wohnung in guten
    > Lagen bewusst angemietet werden um diese dann über Air'bnb Touristen
    > anbieten zu können. Das heißt, Air'bnb wird zu einem wohnraumbedrohenden
    > Geschäftsmodell. Die Wohnungen werden nicht mehr zu ihrem eigentlich Zweck
    > verwendet: Wohnraum für die Bürger zur Verfügung stellen, sondern
    > verschwinden vom Wohnungsmarkt und werden zu minihotels.
    >
    > Das ist natürlich nicht im Sinne der Stadt oder den in ihr lebenden
    > Menschen und es ist folglich schon nachvollziehbar (und meiner Meinung nach
    > auch richtig) dagegen vorzugehen. Natürlich sollte man das Ganze aber so
    > spezifizieren, dass vor Allem solche Geschädtsmodelle getroffen werde und
    > nicht ganz Air'bnb, den die Idee dahinter - also der sharing-ansatz - ist
    > ja eigentlich gut.

    Naja, da muss aber auch der Vermieter mitspielen.
    Was in einem Hochhaus ja noch gehen mag, würde bei uns (14 Parteien Haus) definitiv für Aufmerksamkeit sorgen, vor allem wenn man dann mal ein paar "Gäste" hat, die gröhlend und besoffen die ganze Nacht in der Bude rumtoben. Der Ein- und Ausgang von dauernd fremden Personen dürfte zusätzlich für Aufmerksamkeit sorgen und irgendwann dann auch mal den Vermieter auf den Plan rufen, der ja eine bestimmte Person vermietet hat und nicht an ein Hotel.

    ------------------
    Ich könnte Ausnussen vor Nussigkeit!

    Es grüßt,
    Dat Hörnchen

  8. Re: Sinn des Gesetztes?

    Autor: Lingworm82 23.10.16 - 16:09

    Es geht auch darum, die Anwohner zu schützen.

    Es gibt immer wieder Berichte darüber, das die Nachbarn von solchen "Mietswohnungen" kaum noch schlafen können, da die Touristen viel mehr Lärm und Dreck machen als es üblich ist.
    In einem Szeneviertel kommen die Touristen häufig erst spät nachts nach Hause, nachdem sie betrunken die Clubs verlassen haben, und feiern dort nochmals weiter.

    Für die Anwohner ist das häufig eine Katastrophe.

  9. Re: Sinn des Gesetztes?

    Autor: Poison Nuke 23.10.16 - 16:12

    soll die Stadt einfach in zentraler Lage ein 500 Meter hohes Hotel hinzimmern, das in verschiedene Verwaltungen und "Klassen" untergliedert ist, sodass oben halt die gut zahlende Kundschaft rein kann und unten Apartments über AirBnB günstig vermietet werden können.

    Weil Touristen wollen die schließlich auch haben, und Touris bringen nicht gerade wenig Geld in die Kasse... also sollten beide Seiten betrachtet werden. lukrative Touri-Einnahmen und konstante Steuerzahlungen von Langzeitmietern.

  10. Re: Sinn des Gesetztes?

    Autor: Proctrap 23.10.16 - 16:34

    Squirrelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > M_Q schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich vermute es geht darum, dass Wohraum als Wohnraum genutzt werden soll
    > > und nicht als billigere Hotelalternative.
    > >
    > > In vielen beliebten Städten ist es mittlerweile so, dass Wohnung in
    > guten
    > > Lagen bewusst angemietet werden um diese dann über Air'bnb Touristen
    > > anbieten zu können. Das heißt, Air'bnb wird zu einem wohnraumbedrohenden
    > > Geschäftsmodell. Die Wohnungen werden nicht mehr zu ihrem eigentlich
    > Zweck
    > > verwendet: Wohnraum für die Bürger zur Verfügung stellen, sondern
    > > verschwinden vom Wohnungsmarkt und werden zu minihotels.
    > >
    > > Das ist natürlich nicht im Sinne der Stadt oder den in ihr lebenden
    > > Menschen und es ist folglich schon nachvollziehbar (und meiner Meinung
    > nach
    > > auch richtig) dagegen vorzugehen. Natürlich sollte man das Ganze aber so
    > > spezifizieren, dass vor Allem solche Geschädtsmodelle getroffen werde
    > und
    > > nicht ganz Air'bnb, den die Idee dahinter - also der sharing-ansatz -
    > ist
    > > ja eigentlich gut.
    >
    > Naja, da muss aber auch der Vermieter mitspielen.
    > Was in einem Hochhaus ja noch gehen mag, würde bei uns (14 Parteien Haus)
    > definitiv für Aufmerksamkeit sorgen, vor allem wenn man dann mal ein paar
    > "Gäste" hat, die gröhlend und besoffen die ganze Nacht in der Bude
    > rumtoben. Der Ein- und Ausgang von dauernd fremden Personen dürfte
    > zusätzlich für Aufmerksamkeit sorgen und irgendwann dann auch mal den
    > Vermieter auf den Plan rufen, der ja eine bestimmte Person vermietet hat
    > und nicht an ein Hotel.


    Ich fürchte für den 0815 Vermieter in einer Großstadt wird das nicht so schnell relevant / bemerkt, solange das Geld fließt.

    ausgeloggt kein JS für golem = keine Seitenhüpfer

  11. Re: Sinn des Gesetztes?

    Autor: goto10 23.10.16 - 16:47

    TreborKutscher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Sinn der Gesetze besteht aus Zwei dingen:
    >
    > Erhöhung der Steuereinnahmen, Bekämpfung von Schwarzeinnahmen. Gerade über
    > Portale wie AirBNB werden ja nur Kontakte von Anbieter zu Kunde hergestellt
    > gegen Provision. Die meisten Anbieter haben weder ein Gewerbe noch
    > Versteuern sie die Einnahmen.

    IIRC wird der gemietete Wohnraum direkt über AirBNB abgerechnet. Somit wäre ein direkter pauschaler Steuerabzug möglich. Damit ist dieses Argument hinfällig.

    >
    > Viel wichtiger ist die Sicherung von Wohnraum. Wenn es mehr Einnahmen
    > erzielt eine frei Wohnung als Ferien Wohnung zu vermieten warum Soll der
    > Anbieter Verzichten. Dadurch steigen gerade in Metropolen die Mietpreise
    > erheblich.

    Das ist wiederum ein Argument teile. Allerdings muss einem Bewusst sein, hier wird Gruppe A (Wohneigentümer/Gäste) gegenüber der Gruppe B (ständige Mieter in einer Stadt/Hotels) bewusst benachteiligt/eingeschränkt in den Eigentumsrechten.

    Die Frage ist natürlich, wird das die Situation der ständigen Mieter wirklich verbessern? Der Wohnraum insgesamt ist ja begrenzt. Mögliche Auswirkungen sind: a) Es gibt stattdessen mehr Hotelzimmer. => keine Verbesserung für Mieter. b) Die Wohnungen der bisherigen AirBNB Vermieter bleiben einfach leer. => keine Verbesserung für die Mieter. c) Bisherige AirBNB Vermieter lassen langfristige Mieter in die Wohnungen. => endlich eine Verbesserung für die Mieter. d) Mischformen und noch nicht berücksichtigte Auswirkungen. ;-)

    So trivial ist die Lagen gar nicht. Es ist durchaus mögliche, das die Wohnraumsituation Verbesserung nur vorgeschoben ist und es einfach nur ein Schutzgesetz für Hotels ist.

    > Ein Kollege von mir brauchte Arbeitsbedingt eine Wohnung auf der Insel
    > Rügen. Leiden wollten die Rüganer lieber ihre Häuser im Sommerhalbjahr an
    > Ferien Gäste vermieten und im Winter ihre Ruhe. Er musste daher Jeden Tag
    > ne Stunde mit dem Auto von Stralsund pendeln.

    Bedauerlich für deinen Kollegen. Wobei mir nicht klar ist, warum er nicht ganz einfach ein Ferienzimmer genommen hat? Letztendlich wollen die Eigentümer nur den höchstmöglichen Preis für den Raum bekommen. Denen ist doch egal ob der Kunde Urlaub macht oder einer Arbeit nachgeht. Oder wollte/konnte der Kollege nicht genug zahlen?

    > Und sicherlich belasten schwinden Umsatz zählen des Hotelgewerbes die
    > Steuerkasse. Erstens weniger Steuereinnahmen und die Kosten für die
    > Sozialleistungen der nun obsoleten Hotelfachfkräfte. Da hat der Staat auch
    > ohne Lobby Einfluss Interesse an solchen Gesetzen.

    Siehe Punkt 1. Kein Argument, denn die Steuereinnahmen wären problemlos realisierbar.

    > Gerade in Berlin ist der Tourismus ein heftiger Wohnraum verdränger. Sowie
    > in Hannover Messe Wohnungen auch Mietwohnungen verdrängen

    Dann müsstest du aber eher ein Gesetz schaffen, dass nur X Mio. Gäste Übernachtungen in Berlin zulässt. So eine Art von Planwirtschafts-Tourismus.

  12. Re: Sinn des Gesetztes?

    Autor: goto10 23.10.16 - 16:51

    colorado109 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danke .
    >
    > Echt schwach das Golem das nicht im Artikel erklärt.

    Dann wäre es aber kein Artikel mehr, sondern ein Kommentar geworden. Die Ausführungen von TreborKutscher sind seine Interpretation des Grundes für das Gesetz und keine feststehende Tatsachen. ;-) Oder steht im NY Gesetz drin: "Wir erlassen das Gesetz weil ..."?

  13. Re: Sinn des Gesetztes?

    Autor: SchmuseTigger 23.10.16 - 17:08

    budweiser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sinkende Steuereinnahmen und vermutlich Lobbyarbeit von Hotels.
    >
    > Dass es verboten ist ist aber nichts neues und New York ist damit auch
    > nicht alleine. In vielen Großstädten ist es verboten, auch Berlin oder
    > Amsterdam.

    Genau das ist es. Man bekommt keine Steuer (Hotels zahlen die, Stellen Leute an usw.) und die Hotels heulen.

    Auf dauer ist das natürlich nicht durch Gesetzte zu machen. Weil das nicht wirklich verboten werden kann und dieses mindestens 30 Tage ist halt ein Witz.

  14. Re: Sinn des Gesetztes?

    Autor: DrWatson 23.10.16 - 17:25

    TreborKutscher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Erhöhung der Steuereinnahmen, Bekämpfung von Schwarzeinnahmen. Gerade über
    > Portale wie AirBNB werden ja nur Kontakte von Anbieter zu Kunde hergestellt
    > gegen Provision. Die meisten Anbieter haben weder ein Gewerbe noch
    > Versteuern sie die Einnahmen.

    Sollte man dann nicht die Kriminalität direkt bekämpfen? Man verbietet ja auch nicht Restaurants und Handwerksbetriebe um Umsatzsteuerbetrug zu verhindern.

    > Viel wichtiger ist die Sicherung von Wohnraum. Wenn es mehr Einnahmen
    > erzielt eine frei Wohnung als Ferien Wohnung zu vermieten warum Soll der
    > Anbieter Verzichten. Dadurch steigen gerade in Metropolen die Mietpreise
    > erheblich.

    Wenn das mal nicht nach hinten los geht: Zahlungskräftige Touristen werden sich dann eine Ferienwohnung langfristig mieten und dann entsteht erst recht ein Mangel an Wohnraum.

    > Und sicherlich belasten schwinden Umsatz zählen des Hotelgewerbes die
    > Steuerkasse.

    Warum gehst du davon aus, dass Ferienwohnungen grundsätzlich Steuerhinterzieher sind und Hotels grundsätzlich Saubermänner? Auch Ferienwohnungen bringen Steuern ein, sorgen für Touristen und damit auch für Jobs und höhere Kaufkraft.

    Meiner Meinung nach sollte man eher mal über die Flächennutzungspläne und das Baurecht überarbeiten, damit wieder mehr Wohnungen gebaut werden können. Das gilt insbesondere in Berlin, wo Wohnungsneubau häufig durch Parkplatzzwang und Grenzen in der Bebauungsdichte verhindert wird.

    Häuser wie diese sind z.B. nach den aktuellen Gesetzen in Berlin illegal:

  15. Re: Sinn des Gesetztes?

    Autor: DrWatson 23.10.16 - 17:38

    M_Q schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich vermute es geht darum, dass Wohraum als Wohnraum genutzt werden soll
    > und nicht als billigere Hotelalternative.

    Warum nicht beides? Warum lässt man nicht das bauen von neuem Wohnraum zu UND die Vermietung per airbnb? So würden alle profitieren: Touristen UND Bewohner.

    Der Grund, dass Geschäftsmodelle wie Airbnb überhaupt entstehen konnten und dass Vermieter sich die Mühe machen alle paar Tage neue Mieter zu suchen (nichts anderes bedeutet Airbnb für Vermieter), ist das normale Vermietung und damit auch der Neubau von Wohnungen durch immer schärfere Baugesetze nicht mehr profitabel ist.

    Gleichezeitig verbieten Städte häufig den bau von großen und günstigen Hotels, weil sie nicht ins Stadtbild passen.

  16. Re: Sinn des Gesetztes?

    Autor: goto10 23.10.16 - 18:07

    > Es geht auch darum, die Anwohner zu schützen.
    >
    > Es gibt immer wieder Berichte darüber, das die Nachbarn von solchen
    > "Mietswohnungen" kaum noch schlafen können, da die Touristen viel mehr Lärm
    > und Dreck machen als es üblich ist.

    Wenn wirklich jemand zu laut wird, ruft man die Polizei wegen Ruhestörung. Muss man wegen Randproblemen, ja 99,9% sind nicht so wie du vermutest, gleich wieder mit der Verbotskeule kommen?

    > In einem Szeneviertel kommen die Touristen häufig erst spät nachts nach
    > Hause, nachdem sie betrunken die Clubs verlassen haben, und feiern dort
    > nochmals weiter.

    Sorry, aber das klingt nun schon arg nach Vorurteilen.

    >
    > Für die Anwohner ist das häufig eine Katastrophe.

    Wie definierst du häufig? Und wie viele "Katastrophen" sind denn so in deiner näheren Umgebung? Bei mir vermieten 3 Leute über AirBNB in direkter Umgebung und ich habe noch nie eine Störung wahrnehmen können. Und ich weiß auch nur von den Vermietungen da ich aus Neugier mal auf der Website nachgesehen habe. Übrigens habe ich noch nie AirBNB genutzt, weder als Mieter noch als Vermieter. ;)

  17. Re: Sinn des Gesetztes?

    Autor: Anonymer Nutzer 23.10.16 - 18:17

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > M_Q schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich vermute es geht darum, dass Wohraum als Wohnraum genutzt werden soll
    > > und nicht als billigere Hotelalternative.
    >
    > Warum nicht beides? Warum lässt man nicht das bauen von neuem Wohnraum zu
    > UND die Vermietung per airbnb? So würden alle profitieren: Touristen UND
    > Bewohner.
    >
    > Der Grund, dass Geschäftsmodelle wie Airbnb überhaupt entstehen konnten und
    > dass Vermieter sich die Mühe machen alle paar Tage neue Mieter zu suchen
    > (nichts anderes bedeutet Airbnb für Vermieter), ist das normale Vermietung
    > und damit auch der Neubau von Wohnungen durch immer schärfere Baugesetze
    > nicht mehr profitabel ist.
    Ja abet wieso werden denn die Bebauungsgesetze immer weiter verschärft und in welche Richtung? Also in wieweit kollidieren denn bebauungspläne mit dem Gesetz?

    >
    > Gleichezeitig verbieten Städte häufig den bau von großen und günstigen
    > Hotels, weil sie nicht ins Stadtbild passen.
    Im Artikel steht aber irgendwas von wegen das der Finanzierungsnachweis nicht erbracht wurde vom letzten Interessen.
    Und das sozioökologische Aspekte und ob der bau ins stadtbild passt eine rolle spielen ist doch gut so. Wer will denn bitte z.b. das ein grauer Würfel irgendwo hingeklatscht wird der da einfach nicht hin passt? Das neue gebeude sollte doch schon ins stadtbild passen, oder? Ebenso kann ich ggf. nachvollziehen das man in einem Stadtgebiet mit niedriger bauhöhe nun kein hochhaus haben will was wie stachel aus dem rest rausschaut und dann auch noch Tageslicht klaut. Denn in NY z.b. gibt es viele Ecken wo du praktisch kaum noch direkte sonne zu sehen bekommst.
    Persönlichkeit finde ich Städte wo überall Hochhäuser sprießen absolut hässlich und kann nicht nachvollziehen wer sowas vor der haustür schön finden sollte. Wenn ich aus dem Fenster schaue will ich nicht dem nachbar in die küche schauen sondern bissel lanfschaft sehen, was grünes, die Natur.
    Deswegen haben wir uns auch n Häuschen mit großen grrundstück aufm dorf geholt weil einem da so schnell keiner die sicht verbauen kann.

  18. Re: Sinn des Gesetztes?

    Autor: DrWatson 23.10.16 - 18:55

    Prinzeumel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja abet wieso werden denn die Bebauungsgesetze immer weiter verschärft und
    > in welche Richtung?

    Oft werden Bebauungsgesetze verschärft, weil es "gut gemeint" ist und man glaubt, so die Lebensqualität zu erhöhen, indem man z.B. Aufzüge und Parkplätze vorschreibt, das macht das bauen und schließlich auch die Mieten natürlich teurer. Andererseits ist auch Nimbyismus ein Grund: Anwohner wollen keine weiteren Anwohner in ihrer nähe haben.

    Gerade in wohlhabenden Wohngebieten können Politiker damit Punkten, wenn sie die Baukosten in die Höhe treiben, damit ärmere Menschen dort nicht mehr Wohnen können. Wenn du eine Mindestgrundstücksgröße und Mindestentfernung der Häuser von der Straße vorschreibst und nur eingeschossige Häuser erlaubst, schaffst du Wohngebiete, die sich nur noch reiche Leute leisten.

    > Also in wieweit kollidieren denn bebauungspläne mit dem
    > Gesetz?

    In allen möglichen Dingen: Es gab sogar schon Geschäfte in U-Bahnstationen die schließen mussten, weil sie keinen Parkplatz hatten.

    > Und das sozioökologische Aspekte und ob der bau ins stadtbild passt eine
    > rolle spielen ist doch gut so. Wer will denn bitte z.b. das ein grauer
    > Würfel irgendwo hingeklatscht wird der da einfach nicht hin passt? Das neue
    > gebeude sollte doch schon ins stadtbild passen, oder?

    Dann muss einem aber auch klar sein, dass Wohnen dadurch teurer und für manche Menschen unbezahlbar wird. Wenn man das Angebot reduziert, wird Wohnen automatisch teurer.

    Berlin ist da ein gutes Beispiel: Wenn irgendwo ein neues Haus gebaut werden soll, gibt es sofort Proteste von Anwohnern und das sind dann diejenigen die sich über Gentrifizierung aufregen, die sie durch Angebotsverknappung selbst erzeugt haben. Das interessante ist ja, dass gerade die Gründerzeitviertel heute so beliebt sind. Nach heutigen Standards dürfte so gar nicht mehr gebaut werden.

    > Ebenso kann ich ggf.
    > nachvollziehen das man in einem Stadtgebiet mit niedriger bauhöhe nun kein
    > hochhaus haben will was wie stachel aus dem rest rausschaut und dann auch
    > noch Tageslicht klaut. Denn in NY z.b. gibt es viele Ecken wo du praktisch
    > kaum noch direkte sonne zu sehen bekommst.

    In New York waren die Baugesetze bis nach dem 2. Weltkrieg sogar noch strenger als heute, bis gar kein Wohnraum mehr gebaut wurde. Als man dann das Problem mit sozialem Wohnungsbau lösen wollte, musste man erst die Baugesetze wieder lockern, damit überhaupt Sozialwohnungen gebaut werden konnten.

    > Persönlichkeit finde ich Städte wo überall Hochhäuser sprießen absolut
    > hässlich und kann nicht nachvollziehen wer sowas vor der haustür schön
    > finden sollte. Wenn ich aus dem Fenster schaue will ich nicht dem nachbar
    > in die küche schauen sondern bissel lanfschaft sehen, was grünes, die
    > Natur.

    Dieses Privileg können sich leider nur wenige Menschen leisten. Wenn du das Verpflichtend machst, so zu leben, können sich viele andere in manchen Städten gar keine Wohnung mehr leisten.

  19. Re: Sinn des Gesetztes?

    Autor: Avarion 23.10.16 - 22:38

    goto10 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > TreborKutscher schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Der Sinn der Gesetze besteht aus Zwei dingen:
    > >
    > > Erhöhung der Steuereinnahmen, Bekämpfung von Schwarzeinnahmen. Gerade
    > über
    > > Portale wie AirBNB werden ja nur Kontakte von Anbieter zu Kunde
    > hergestellt
    > > gegen Provision. Die meisten Anbieter haben weder ein Gewerbe noch
    > > Versteuern sie die Einnahmen.
    >
    > IIRC wird der gemietete Wohnraum direkt über AirBNB abgerechnet. Somit wäre
    > ein direkter pauschaler Steuerabzug möglich. Damit ist dieses Argument
    > hinfällig.

    Dazu müsste AirBnB das aber melden.

    >
    > >
    > > Viel wichtiger ist die Sicherung von Wohnraum. Wenn es mehr Einnahmen
    > > erzielt eine frei Wohnung als Ferien Wohnung zu vermieten warum Soll
    > der
    > > Anbieter Verzichten. Dadurch steigen gerade in Metropolen die Mietpreise
    > > erheblich.
    >
    > Das ist wiederum ein Argument teile. Allerdings muss einem Bewusst sein,
    > hier wird Gruppe A (Wohneigentümer/Gäste) gegenüber der Gruppe B (ständige
    > Mieter in einer Stadt/Hotels) bewusst benachteiligt/eingeschränkt in den
    > Eigentumsrechten.

    Das ist korrekt. Jedoch ist jedem der ein Haus kauft schon vorher bewusst ob es als Wohnhaus oder als Geschäftsgebäude dienen darf, da das im Bebauungsplan so ausgewiesen ist. Er kann sich anschliessend natürlich darüber hinwegsetzen aber darf sich nicht wundern wenn er dafür eins auf den Deckel bekommt.

    >
    > Die Frage ist natürlich, wird das die Situation der ständigen Mieter
    > wirklich verbessern? Der Wohnraum insgesamt ist ja begrenzt. Mögliche
    > Auswirkungen sind: a) Es gibt stattdessen mehr Hotelzimmer. => keine
    > Verbesserung für Mieter. b) Die Wohnungen der bisherigen AirBNB Vermieter
    > bleiben einfach leer. => keine Verbesserung für die Mieter. c) Bisherige
    > AirBNB Vermieter lassen langfristige Mieter in die Wohnungen. => endlich
    > eine Verbesserung für die Mieter. d) Mischformen und noch nicht
    > berücksichtigte Auswirkungen. ;-)

    a) dann müssten mehr Hotels angemeldet werden und das geht mit Wohnraum nicht ohne Sondernutzungsgenehmigung.

    b) kann man machen, aber Grundsteuer muss ja trotzdem bezahlt werden. Daher macht der Vermieter dann ein Minus. Auch wenn er es abschreiben kann muss er immer noch genug Umsatz machen mit vermieteten Gebäuden damit es sich lohnt.


    >
    > > Ein Kollege von mir brauchte Arbeitsbedingt eine Wohnung auf der Insel
    > > Rügen. Leiden wollten die Rüganer lieber ihre Häuser im Sommerhalbjahr
    > an
    > > Ferien Gäste vermieten und im Winter ihre Ruhe. Er musste daher Jeden
    > Tag
    > > ne Stunde mit dem Auto von Stralsund pendeln.
    >
    > Bedauerlich für deinen Kollegen. Wobei mir nicht klar ist, warum er nicht
    > ganz einfach ein Ferienzimmer genommen hat? Letztendlich wollen die
    > Eigentümer nur den höchstmöglichen Preis für den Raum bekommen. Denen ist
    > doch egal ob der Kunde Urlaub macht oder einer Arbeit nachgeht. Oder
    > wollte/konnte der Kollege nicht genug zahlen?

    Die Mietpreise für Urlaubswohnungen sind ein vielfaches von normalen Wohnraum wo sich der Vermieter an den Mietspiegel halten muss. Das können sich Normalverdiener nicht leisten.

  20. Re: Sinn des Gesetztes?

    Autor: DrWatson 23.10.16 - 22:51

    Avarion schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dazu müsste AirBnB das aber melden.

    Und das tun sie nicht?

    > Das ist korrekt. Jedoch ist jedem der ein Haus kauft schon vorher bewusst
    > ob es als Wohnhaus oder als Geschäftsgebäude dienen darf, da das im
    > Bebauungsplan so ausgewiesen ist. Er kann sich anschliessend natürlich
    > darüber hinwegsetzen aber darf sich nicht wundern wenn er dafür eins auf
    > den Deckel bekommt.

    Ich wusste gar nicht, dass Ferienwohnungen als Gewerbeflächen gelten. Hast du dazu einen Link?

    > a) dann müssten mehr Hotels angemeldet werden und das geht mit Wohnraum
    > nicht ohne Sondernutzungsgenehmigung.
    >
    > b) kann man machen, aber Grundsteuer muss ja trotzdem bezahlt werden. Daher
    > macht der Vermieter dann ein Minus. Auch wenn er es abschreiben kann muss
    > er immer noch genug Umsatz machen mit vermieteten Gebäuden damit es sich
    > lohnt.

    Wenn die Instandsetzung und der rechtliche Ärger mit Mietern mehr kostet, als die Miete einbringt lohnt sich das trotzdem.

    > Die Mietpreise für Urlaubswohnungen sind ein vielfaches von normalen
    > Wohnraum wo sich der Vermieter an den Mietspiegel halten muss. Das können
    > sich Normalverdiener nicht leisten.

    Da wird das Problem doch schon offensichtlich: Der Mietspiegel treibt Vermieter dazu, sich Alternativen suchen zu müssen. Deswegen wird dann über Airbnb vermietet.

    Urlauber sind übrigens meistens auch Normalverdiener.

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Covid-19: So funktioniert die Corona-Vorhersage am FZ Jülich
Covid-19
So funktioniert die Corona-Vorhersage am FZ Jülich

Das Forschungszentrum Jülich hat ein Vorhersagetool für Corona-Neuinfektionen programmiert. Projektleiter Gordon Pipa hat uns erklärt, wie es funktioniert.
Ein Bericht von Boris Mayer

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