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ARM und Linux

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  1. ARM und Linux

    Autor: mark2020 19.11.16 - 21:23

    Kann mir jemand erklären, warum ARM und Linux so ein Problem ist? Was für geheime schwarze Magie wenden die Hersteller im Gegensatz zu x86 an, dass weder eine befriedigende Unterstützung durch die Community erfolgen kann, noch dass die Hersteller Open-Source Treiber zur Verfügung stellen.

  2. Re: ARM und Linux

    Autor: Wortschütze 19.11.16 - 22:26

    Wenn die Hersteller ihre Treiber veröffentlichen, könnte man sehen, wo sie überall abgekupfert oder zumindest Patente verletzt haben.

    Anders als Samsung und Apple können sie es sich aber nicht leisten so oft verklagt zu werden. Dazu kommt dann auch noch, dass es ja SoCs aus dem Billigbereich sind. Die müssen nur mit geringem Aufwand zusammengeschustert und schnell verkauft werden. Da ist für sowas aufwändiges wie eine Dokumentation oder fortlaufende Unterstützung keine Zeit/ kein Geld da und die meisten Enduser interessiert es ja auch nicht, ob die 08/15 Set Top Box Updates bekommt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.11.16 22:28 durch Wortschütze.

  3. Re: ARM und Linux

    Autor: NativesAlter 19.11.16 - 23:16

    mark2020 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kann mir jemand erklären, warum ARM und Linux so ein Problem ist? Was für
    > geheime schwarze Magie wenden die Hersteller im Gegensatz zu x86 an, dass
    > weder eine befriedigende Unterstützung durch die Community erfolgen kann,
    > noch dass die Hersteller Open-Source Treiber zur Verfügung stellen.

    Der Knackpunkt scheint zu sein, daß es unter ARM kein Äquivalent zum BIOS gibt. Deshalb muß der Kernel auf ARM Systemen viele systemspezifische Aufgaben übernehmen. D.h. man braucht theoretisch einen speziell angepassten Kernel je Hersteller.

    Die Infos hatte ich mir mal aus dem Installationshandbuch für Debian auf armhf zusammengelesen, siehe:
    https://www.debian.org/releases/stable/armhf/ch02s01.html.de#idp44672768

  4. Re: ARM und Linux

    Autor: picaschaf 20.11.16 - 00:36

    NativesAlter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mark2020 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Kann mir jemand erklären, warum ARM und Linux so ein Problem ist? Was
    > für
    > > geheime schwarze Magie wenden die Hersteller im Gegensatz zu x86 an,
    > dass
    > > weder eine befriedigende Unterstützung durch die Community erfolgen
    > kann,
    > > noch dass die Hersteller Open-Source Treiber zur Verfügung stellen.
    >
    > Der Knackpunkt scheint zu sein, daß es unter ARM kein Äquivalent zum BIOS
    > gibt. Deshalb muß der Kernel auf ARM Systemen viele systemspezifische
    > Aufgaben übernehmen. D.h. man braucht theoretisch einen speziell
    > angepassten Kernel je Hersteller.
    >
    > Die Infos hatte ich mir mal aus dem Installationshandbuch für Debian auf
    > armhf zusammengelesen, siehe:
    > www.debian.org#idp44672768

    Genau, dafür gibt es unter Linux auch den Devicetree auf ARM. In den typischen Anwendungsfällen eines ARM Systems stört etwas wie ein BIOS bzw. EFI aber auch mehr als das es nutzt. Insofern kein Nachteil.

  5. Re: ARM und Linux

    Autor: Thaodan 20.11.16 - 05:41

    Das Problem fängt bei arm schon damit an das total viel out of tree entwickelt wird und so gut wie nix in den upstream gelangt. Sprich du hast am Ende einen Kernel der Frankenstein ähnelt. Dabei würde sich so voralllem doppelter code reduzieren.

    Wahrung der Menschenrechte oder Freie fahrt am Wochenende.
    -- Georg Schramm

  6. Re: ARM und Linux

    Autor: 476f6c656d 20.11.16 - 10:16

    Der Device Tree setzt aber wiederum voraus, das auch Treiber vorhanden sind. Wenn jetzt zum Beispiel ein SD-Karten IP verwendet wurde, für dem es nur Binary Blobs gibt, oder man nur durch einen proprietären Treiber den externen RAM aktivieren kann, oder die Clock Control nur über einen Binary Blob funktioniert und so weiter, da bringt dann auch der Device Tree nix mehr. Da ist man dann in einer Kernel Version gefangen.
    Und das sind leider so typische Dinge, die überall, bei jedem SoC (auch Herstellerintern) unterschiedlich sind. Ohne diese Treiber kann man noch so viel am Device Tree rum basteln wie man will, wenn der Kernel nicht auf die SD-Karte zugreifen kann, weil er nicht mal die Clock für den SD-Kartenleser aktivieren kann, bootet da garnichts (das gleiche gilt auch für USB, SATA, Flash Controller und so weiter).

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