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Die Gnu-Anwälte

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  1. Re: Die Gnu-Anwälte

    Autor: stiGGG 25.11.16 - 12:50

    picaschaf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar kannst du, und es wird auch gemacht :D

    Was gemacht wird und was legal ist sind zwei paar Schuhe.


    >Signaturen haben überhaupt
    > nichts mit L-GPL zu tun. Zum Einen ist bei Handyapps die Software selbst
    > das Produkt und nicht Handy + App, daher greifen schon mal die "embodied
    > in..." Klauseln nicht. Aber selbst wenn wir uns darum streiten würden wäre
    > es trotzdem möglich weil der Anwender natürlich die App gegen eine
    > modifizierte Version einer L-GPL Library linken und selbst signieren kann.

    Kann er nicht. Unter iOS kann man fremde libraries nur statisch linken, damit ist die Möglichkeit für den Endnutzer schonmal gestorben und LGPL verletzt.
    Selbst wenn dynamisches linken gehen würde und man noch die Object Files außerhalb des Stores zur Verfügung stellt, bräuchte der Enduser eine kostenpflichtige Developer Membership von Apple, was auch wieder gegen die LGPL verstößt.


    > Im Webumfeld ist die (L)GPL Lizenz ohnehin kaum vertreten. Aber den Begriff
    > Linken hier zu interpretieren ist eigentlich auch kein Akt. Der
    > Seitenbetreiber, der die Library lizenziert hat muss eben die Möglichkeit
    > haben diese auszutauschen.

    Wieso der Seitenbetreiber? Das ist doch der Entwickler, die LGPL spricht aber konkret vom Enduser. Das ist der, der vorm Browser sitzt.


    >Das ist bei PHP oder generell den interpretierten Sprachen ja noch einfacher als bei
    >den compilierenden.

    Da es feine, aber elementare Unterschiede bei sowas wie static vs dynamic linking gibt, ist die Sache hier nicht so einfach. Bei einer Skriptsprache ist das IMO technisch eher damit vergleichbar wenn ich LGPL Code einfach per Copy & Paste in mein Projekt haue -> nicht erlaubt.


    > In der Welt der Software ist es zB. auch äußerst unüblich auf GPL Libraries
    > zu stoßen, die sind nahezu alle L-GPL lizenziert oder eben BSD, MIT, etc..
    > Eben weil GPL Libraries in der Versenkung verschwinden mangels
    > Unternehmensnutzung in Produkten - aber L-GPL ist wie gesagt absolut 0
    > Problem selbst in sensiblen Bereichen wie Medizinprodukten in denen
    > verschlüsselte Speicher, signierte Bootprozesse, etc. zum Alltag gehören.
    > Man muss eben nur die Bedingungen der Lizenz kennen und wissen wie man
    > diese mit seinen eigenen bzw. denen der Zulassungskriterien in Einklang
    > bringt.

    Also ich bin da nach wie vor anderer Meinung. Gerade im angesprochenen geregelten Bereich ist es doch absolut ausgeschlossen, dass der Endnutzer (Käufer des medizinischen Geräts) an der Software rumfummelt ohne das dabei die Zertifizierung / Zulassung flöten geht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.11.16 12:52 durch stiGGG.

  2. Re: Die Gnu-Anwälte

    Autor: picaschaf 25.11.16 - 13:18

    stiGGG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > picaschaf schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Klar kannst du, und es wird auch gemacht :D
    >
    > Was gemacht wird und was legal ist sind zwei paar Schuhe.
    >
    > >Signaturen haben überhaupt
    > > nichts mit L-GPL zu tun. Zum Einen ist bei Handyapps die Software selbst
    > > das Produkt und nicht Handy + App, daher greifen schon mal die "embodied
    > > in..." Klauseln nicht. Aber selbst wenn wir uns darum streiten würden
    > wäre
    > > es trotzdem möglich weil der Anwender natürlich die App gegen eine
    > > modifizierte Version einer L-GPL Library linken und selbst signieren
    > kann.
    >
    > Kann er nicht. Unter iOS kann man fremde libraries nur statisch linken,
    > damit ist die Möglichkeit für den Endnutzer schonmal gestorben und LGPL
    > verletzt.
    > Selbst wenn dynamisches linken gehen würde und man noch die Object Files
    > außerhalb des Stores zur Verfügung stellt, bräuchte der Enduser eine
    > kostenpflichtige Developer Membership von Apple, was auch wieder gegen die
    > LGPL verstößt.
    >

    Verbreite doch nicht so einen Quatsch. Zum einen kannst du sehr wohl dynamisch linken. Zum anderen hat die Art des Linkens nichts mit der Lizenz zu tun, die L-GPL erlaubt auch die Nutzung wenn statisch gelinkt wird. Nur der Bereitstellungsaufwand ist etwas höher wegen der Linkerscripts - deshalb gehen nur wenige den Weg des statischen Linkens (der ohnehin keinerlei Vorteile auf Unixsystemen hat).

    Auch die kostenpflichtige Mitgliedschaft ist totaler Unfug an dem man erkennt, dass du offenbar überhaupt nicht mit der Materie in Berührung kommst. Die kostenpflichtige Mitgliedschaft brauchst du ausschließlich wenn du deine App im Store veröffentlichen willst. Auf deinem eigenen Gerät (und bis zu 100 anderen manuell registrierten) kannst du ohne auch nur einen Cent auszugeben beliebige Software schreiben und ausführen. Außerdem verpflichtet erst die LGPLv3, und auch hier nur sog. "user products", dass die Software auf dem Gerät mit dem sie *geliefert* wurde in modifizierter Form lauffähig sein muss. Dh. es gibt noch nichtmal die Voraussetzungen die diesen Passus gelten lassen würden.

    >
    > > Im Webumfeld ist die (L)GPL Lizenz ohnehin kaum vertreten. Aber den
    > Begriff
    > > Linken hier zu interpretieren ist eigentlich auch kein Akt. Der
    > > Seitenbetreiber, der die Library lizenziert hat muss eben die
    > Möglichkeit
    > > haben diese auszutauschen.
    >
    > Wieso der Seitenbetreiber? Das ist doch der Entwickler, die LGPL spricht
    > aber konkret vom Enduser. Das ist der, der vorm Browser sitzt.
    >
    > >Das ist bei PHP oder generell den interpretierten Sprachen ja noch
    > einfacher als bei
    > >den compilierenden.
    >
    > Da es feine, aber elementare Unterschiede bei sowas wie static vs dynamic
    > linking gibt, ist die Sache hier nicht so einfach. Bei einer Skriptsprache
    > ist das IMO technisch eher damit vergleichbar wenn ich LGPL Code einfach
    > per Copy & Paste in mein Projekt haue -> nicht erlaubt.
    >
    > > In der Welt der Software ist es zB. auch äußerst unüblich auf GPL
    > Libraries
    > > zu stoßen, die sind nahezu alle L-GPL lizenziert oder eben BSD, MIT,
    > etc..
    > > Eben weil GPL Libraries in der Versenkung verschwinden mangels
    > > Unternehmensnutzung in Produkten - aber L-GPL ist wie gesagt absolut 0
    > > Problem selbst in sensiblen Bereichen wie Medizinprodukten in denen
    > > verschlüsselte Speicher, signierte Bootprozesse, etc. zum Alltag
    > gehören.
    > > Man muss eben nur die Bedingungen der Lizenz kennen und wissen wie man
    > > diese mit seinen eigenen bzw. denen der Zulassungskriterien in Einklang
    > > bringt.
    >
    > Also ich bin da nach wie vor anderer Meinung. Gerade im angesprochenen
    > geregelten Bereich ist es doch absolut ausgeschlossen, dass der Endnutzer
    > (Käufer des medizinischen Geräts) an der Software rumfummelt ohne das dabei
    > die Zertifizierung / Zulassung flöten geht.

    Ich habe auch nie behauptet, dass die Zulassung erhalten bleiben würde - lies doch bitte vorher auf was du antwortest. Zudem erklärt bereits die GPL jeglichen Ausschluss bei Modifikationen.

    Gut nur, dass deine Meinung hier keinen Wert hat, sondern Fakten. Sonst würde kaum ein modernes Auto mehr rollen, kaum eine Fabrik laufen und kaum eine Klinik mehr funktionieren, denn überall hast du die eine oder andere (L)GPLv2/3 Komponente und wenn es lediglich der Linux Kernel oder Qt ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.11.16 13:18 durch picaschaf.

  3. Re: Die Gnu-Anwälte

    Autor: nachgefragt 25.11.16 - 17:51

    achtung achtung wir haben hier einen ios7 user alle in deckung



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.11.16 17:52 durch nachgefragt.

  4. Re: Die Gnu-Anwälte

    Autor: FreiGeistler 26.11.16 - 11:59

    caldeum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > verstehen ihr Handwerk und für gewöhnlich bekommen die was sie wollen oder
    > beerdigen das Unternehmen.

    Nope.
    itworld.com/how-scary-are-gpl-violations

  5. Re: Die Gnu-Anwälte

    Autor: picaschaf 27.11.16 - 01:20

    FreiGeistler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > caldeum schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > verstehen ihr Handwerk und für gewöhnlich bekommen die was sie wollen
    > oder
    > > beerdigen das Unternehmen.
    >
    > Nope.
    > itworld.com/how-scary-are-gpl-violations

    Wie süß, viel spaß wenn die FSFE vor deiner Tür steht. Das Meiste passiert nämlich abseits der Mailinglisten.

  6. Re: Die Gnu-Anwälte

    Autor: quadronom 27.11.16 - 01:29

    Wait a minute....
    Der Lizenztext steht unter Copyright? Geht sowas?

    (Bitte nicht hauen! Ich verstehe dieses ganze Lizenzkramgewäschdingens nicht. Ist mir zu unübersichtlich. Und Jurist bin ich auch nicht.)

    %0|%0

  7. Re: Die Gnu-Anwälte

    Autor: picaschaf 27.11.16 - 08:14

    quadronom schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wait a minute....
    > Der Lizenztext steht unter Copyright? Geht sowas?
    >
    > (Bitte nicht hauen! Ich verstehe dieses ganze Lizenzkramgewäschdingens
    > nicht. Ist mir zu unübersichtlich. Und Jurist bin ich auch nicht.)


    Oo Selbstverständlich. Genauso wie jedes andere Buch, jedes Lied, jedes Video, etc. ist ein Lizenztext auch ein urheberrechtlich geschütztes Werk.

  8. Re: Die Gnu-Anwälte

    Autor: redwolf 29.11.16 - 20:21

    Quatsch Lizenztexte sind wie Vertragstexte vom deutschen Urheberrecht ausgeschlossen. Bei Copyright, was für die Amis gilt mag das anders aussehen.

  9. Re: Die Gnu-Anwälte

    Autor: quadronom 23.12.16 - 17:59

    Hätte ich jetzt auch mal so behauptet.
    Alles andere klingt einfach viel zu dämlich. ;)

    %0|%0

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