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OT: MPEG2 Interlaced -> h264

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  1. OT: MPEG2 Interlaced -> h264

    Autor: SoniX 19.12.16 - 12:42

    Hallo,

    Ich habe auf meinem NAS einen Haufen gesicherte DVDs. Diese habe ich als Originalstream abgegriffen und unverändert als PS in mpeg files gespeichert.

    Nun würde ich gerne wegen Platzersparnis diese mpeg files nach h264 umwandeln.

    Während ich mit progressivem Material überhaupt keine Probleme habe, so habe ich doch Probleme mit den mpeg files, denn diese sind interlaced.

    Wenn ich diese mit Handbrake umwandle, egal mit welchem deinterlacer, so habe ich deutlich sichtbar schlechtere Qualität.

    Gibt es eine Möglichkeit interlaced h264 files zu erstellen? Also ohne die Videos zu deinterlacen? Das wäre der Qualität sehr zubringlich. Ich hätte doch gerne möglichst keinen sichtbaren Qualitätsverlust.

    Danke!

  2. Re: OT: MPEG2 Interlaced -> h264

    Autor: WeißAlles 19.12.16 - 14:07

    Du könntest auch den TempGaussMC Deinterlacer verwenden. Diesen Filter gibt es nur als Avisynth Script, welche von Handbrake unterstützt werden sollten. Ansonsten kannst du auch eine Temporäre unkomprimierte Datei erstellen und diese dann nach h.264 umwandeln. Die Einrichtung ist etwas kompliziert, vor allem wenn man keine Erfahrung mit Avisynth hat, aber die Resultate sprechen für sich:
    https://www.youtube.com/watch?v=vSyupaW1jY8

    Aktuell wird der Filter unter dem Namen QTGMC weiterentwickelt.

  3. Re: OT: MPEG2 Interlaced -> h264

    Autor: tingelchen 19.12.16 - 17:29

    Nimm den YADIF Deinterlacer. Der liefert das beste Ergebnis. Allerdings gibt es da eine Sache zu beachten. Bei Std. Einstellung ruckelt es. Daher lass dir vom yadif für jedes Halbbild ein Vollbild liefern und gib statt 25fps dann 50fps an. Doppelte Bilder werden vom Codec raus geworfen. Die Datei wird daher nicht größer als mit 25fps.

    Ich nutze hier ffmpeg. Mache das allerdings auch alles auf einem kleinen Linux Rechner und lass es per Script einfach rennen. Der Ziel Container ist mp4 oder mkv. MP4 ist zickig bei Untertiteln. Da ist MKV genügsamer ^^ In seltenen Fällen gibt es da Probleme. Die Lösung ist einfach. Audio und Video Material vorher trennen und dann beim encoding wieder zusammen führen.

    Wenn du ffmpeg nutzen möchtest, dann mach dich mit den Einstellungen vertraut. Da gibt es viele Möglichkeiten das Bild zu versauen, aber auch um die Datenrate zu reduzieren, ohne Qualitätsverlust ;)

  4. Re: OT: MPEG2 Interlaced -> h264

    Autor: Nikolai 19.12.16 - 17:43

    > Gibt es eine Möglichkeit interlaced h264 files zu erstellen? Also ohne die
    > Videos zu deinterlacen? Das wäre der Qualität sehr zubringlich. Ich hätte
    > doch gerne möglichst keinen sichtbaren Qualitätsverlust.

    Laut der Anleitung unter
    > https://sites.google.com/site/linuxencoding/x264-ffmpeg-mapping

    gibt es diese Möglichkeit... aber sie raten auch gleich davon ab sie zu nutzen:

    --interlaced (x264)
    none(FFmpeg)
    Enables interlaced encoding. x264's interlaced encoding is not as efficient as its progressive encoding; consider deinterlacing for maximum effectiveness.

    Ich würde daher wirklich mal probieren welcher Deinterlacer anständige Ergebnisse liefert.

  5. Re: OT: MPEG2 Interlaced -> h264

    Autor: Morku 19.12.16 - 19:10

    Also erstmal darfst du für jeden Film einzeln prüfen, welches Verfahren angewendet wurde, um einen 23,976/24 fps auf eine PAL DVD mit 25 fps zu verwursten.
    PAL-Beschleunigung? Pulldown?
    Mal hier belesen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/PAL-Beschleunigung

    Nachdem du wertvolle Stunden deines Lebens mit den Details verschwendet hast, darfst du gerne damit beginnen entsprechende Scripts für dein Videomaterial zu zaubern. Zum Beispiel (mit Erklärung) hier:
    http://www.infognition.com/tutorials/rip_guides/interlaced.html

    Das du QTGMC/TempGaussMC für Spielfilme benötigst, halte ich für äußerst unwahrscheinlich.

    Solltest du dich trotz allem noch chronisch langweilen, kannst du noch für deine Filme das richtige Seitenverhältnis herausfinden. Siehe hier:
    https://encodingwissen.de/hintergrund/videobild/anamorph/quellvideo/
    und weiter gehts:
    https://encodingwissen.de/hintergrund/videobild/anamorph/itu-r-bt601/

    Danach schmeißt du das ganze DVD gelumpe weg und boykottierst und hasst jeden Verlag, der seinen Film nicht auf Blu-ray heraus bringt. Schon alleine zuliebe deiner Augen.

  6. Re: OT: MPEG2 Interlaced -> h264

    Autor: 486dx4-160 19.12.16 - 19:34

    HandBrakeCLI \
    --input /dev/cdrom \
    --output "Toller Film.mkv" \
    --main-feature --markers \
    --encoder x264 --encoder-tune film --encoder-profile baseline --encoder-preset medium --encoder-level 3.1 --quality 21 \
    --decomb --loose-anamorphic --cfr \
    --audio "1,2,3,4,5,6,7,8,9,10" \
    --aencoder copy --audio-fallback av_aac --ab 160 \
    --subtitle "1,2,3,4,5,6,7,8,9,10"

    Anamorph, alle Ton- und Untertitel, Bildwiederholrate wird beibehalten, Decomb-bei-Bedarf-Deinterlacing, Tonspuren werden wenn möglich nicht neu kodiert, das erzeugte H264 läuft praktisch überall, usw.

  7. Re: OT: MPEG2 Interlaced -> h264

    Autor: tingelchen 19.12.16 - 23:05

    Oder du lässt das ganze weg und machst ein ffprobe -i input.mpg ;)

  8. Re: OT: MPEG2 Interlaced -> h264

    Autor: tingelchen 19.12.16 - 23:07

    > --encoder-tune film --encoder-profile baseline --encoder-preset medium
    >
    Die ffmpeg Einstellungen würde ich noch einmal prüfen :)

  9. Re: OT: MPEG2 Interlaced -> h264

    Autor: SoniX 20.12.16 - 09:05

    Das is mal ne Aussage! Danke!

    Keine Ahnung ob bei diesem Beispielvideo geschummelt wurde, aber dieser QTGMC scheint ja echt Wunder zu wirken! Alle anderen verwaschen und flackernd so wie ich es kenne vom deinterlaced und QTGMC absolut rein.

    Die haben Ihre Aufgabe gut gemacht!

    Danke!

    Jetzt muss ich mich mal einlesen und es zum laufen bekommen :)

  10. Re: OT: MPEG2 Interlaced -> h264

    Autor: SoniX 20.12.16 - 09:08

    Okay danke :)

  11. Re: OT: MPEG2 Interlaced -> h264

    Autor: SoniX 20.12.16 - 09:12

    Ja, ich weiß. Interlaced ist Mist...

    Aber die Scheiben sind schon da, die Qualität ausreichend und ersetzt wird erst in unabsehbarer Zukunft. Bisher fiel es ja auch garnicht auf. Ich habe erst realisiert dass diese alle interlaced sind als ich convertieren wollte.

    Danke für die viele Info! Da werde ich wohl noch länger sitzen und lesen, verstehen, ärgern, .... ;-)

  12. Re: OT: MPEG2 Interlaced -> h264

    Autor: lsr 20.12.16 - 12:50

    TempGaussMC/QTGMC ist tatsächlich umwerfend gut und hilft auch dabei, eigene Hi8/DV-Videos auf ein zeitgemäßes Niveau zu heben. Interlaced ist einfach ein ziemlich nerviger Anachronismus.

    Für Archivierungszwecke wird aber – wie bereits erwähnt – sehr viel Rechenzeit benötigt. Für weniger anspruchsvolle Aufgaben (DVB-SD-Aufnahmen, nicht selten intelaced ausgestrahlt, die man nach einmaligem Anschauen eh löscht) reicht aber auch das UltraFast-Setting, was relativ genügsam ist und mit Yadif als Grundlage arbeitet. Nicht super, aber es reicht.

    Willst Du nicht Wochen mit der Einarbeitung und vor allem der Suche nach miteinander harmonierenden Plugins für QTGMC verbringen, wovon so einige benötigt werden, empfehle ich die StaxRip als Grundlage. Ähnelt in der Bedienung Handbrake, lädt aber miteinander getestete Versionen herunter und stürzt dann nicht mittendrin einfach ab.
    Als Schnellvariante würde ich
    QTGMC(Preset="Ultra Fast", Sharpness=1.2, SLMode=1)
    empfehlen, etwas Nachschärfen tut dem Ergebnis gut.
    Für richtig gute Ergebnisse dann die Medium-Presets etc. nutzen.

    Was sich mit den zugrundeliegenden AviSynth-Filtern erreichen lässt, ist schon beeindruckend: https://vimeo.com/11133342

    StaxRip: http://www.videohelp.com/software/StaxRip
    Mega-Thread zu QTGMC: http://forum.doom9.org/showthread.php?t=156028

  13. Re: OT: MPEG2 Interlaced -> h264

    Autor: SoniX 27.12.16 - 12:39

    Hmm...

    Irgendwie gehts nun doch auch einfacher.

    Wenn ich x264 einfach ein tff (oder bff) mitgebe bleibt das Video interlaced. Da wird nichts deinterlaced, ich muss mich nicht um irgendwelche Deinterlacer und deren Einstellungen kümmern, es benötigt keinerlei zusätzliche Rechenzeit und das Ergebnis ist exakt so wie ich es haben wollte. Es ist schlicht nicht von der DVD zu unterscheiden.

    Es ist und bleibt damit schlicht eine konvertierung von mpeg2 nach h264. Ums deinterlacing kümmern sich wie auch bisher die Abspieler was sie ja perfekt beherrschen im Gegensatz zu den Softwarelösungen wo man erst ein halbes Studium und n Haufen Rechenzeit reinstecken muss damit man was passables rausbekommt.

    Stört mich auch nicht die Bohne wenn das h264 file dann interlaced ist. Es war ja immerschon interlaced. Besser gehts mit keinem Deinterlacer.

    Natürlich wäre progressiv besser. Aber nicht wenn man es aus einem interlaced Video herbeizaubern muss. Die Qualität kann selbst beim besten Deinterlacer nur leiden.

    Drei kleine Buchstaben und so eine Wirkung...

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