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"Durch räumliche Entfernung sinke die Schwelle zur Tötung"

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  1. "Durch räumliche Entfernung sinke die Schwelle zur Tötung"

    Autor: DrWatson 27.12.16 - 21:03

    Das hieße also, wenn der Gegner mir direkt gegenüber steht und schon auf mich zielt, steigt die Schwelle zur Tötung? Interessante Behauptung.

  2. Re: "Durch räumliche Entfernung sinke die Schwelle zur Tötung"

    Autor: Anonymer Nutzer 27.12.16 - 22:06

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das hieße also, wenn der Gegner mir direkt gegenüber steht und schon auf
    > mich zielt, steigt die Schwelle zur Tötung? Interessante Behauptung.

    Nein. Wenn er sich gerade einen kaffee macht und du hinter ihm stehst mit der waffe im Abschlag.

    Wer hier nicht eine höhere Hemmschwelle hat als eben das ganze per Drohne zu machen sollte sich dringend in psychiatrische Behandlung begeben.

  3. Re: "Durch räumliche Entfernung sinke die Schwelle zur Tötung"

    Autor: ecv 27.12.16 - 23:51

    Ich dachte immer das wir das Militär extra erfunden haben damit auch soziopaten ein erfülltes leben führen können. Genauso wie Kriege ;) und jetzt meckern wir weil die so gut darin sind. Yay.

  4. Re: "Durch räumliche Entfernung sinke die Schwelle zur Tötung"

    Autor: DrWatson 28.12.16 - 01:27

    Prinzeumel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein. Wenn er sich gerade einen kaffee macht und du hinter ihm stehst mit
    > der waffe im Abschlag.

    Du meinst: Wenn er gerade seinen Raketenwerfer rausholt und du über ihm fliegst mit der waffe im Abschlag. DAS ist nämlich die realistische Alternative zum Droneneinsatz und ich glaube nicht, dass ein Kampfpilot in dem Augenblick zimperlicher ist, als jemand der gefahrlos im Büro sitzt.

  5. Re: "Durch räumliche Entfernung sinke die Schwelle zur Tötung"

    Autor: jacki 28.12.16 - 07:49

    Das Problem ist man kann Terrorismus nicht erst in dem Moment bekämpfen wo jemand gerade in die Menge aus Konzertbesuchern feuert und es ist auch keine Polizeikontrolle wo man erst mal freundlich fragen kann und ausdiskutiert ob er sich das mit dem Jihad vielleicht doch nochmal überlegen möchte.
    Die Gegenseite hat auch keine Hemmungen Weihnachtsmärkte anzugreifen mit Null militärischen Ziehen.
    Klar ist der Drohnenkrieg alles andere als schön, aber man darf nicht vergessen dass er doch nicht veranstaltet wird weil sie einfach gerne Modellflugzeuge fliegen…

  6. Re: "Durch räumliche Entfernung sinke die Schwelle zur Tötung"

    Autor: MarioWario 28.12.16 - 08:14

    Nee, die meisten zielen nicht auf Drohnen, sondern laufen weg - ist eher so als ob Du deinem Nachbarn in den Rücken schießen würdest (wäre bestenfalls mit einem Vorsatz zum Raubmord erklärbar - Mist er hat mehr als ich).

    Die Bildschirm-Dots haben nicht mal die Chance einer realen Interaktionen mit dem Drohnen-Navigator/Analysten - es sei denn, bestenfalls, durch winken.

  7. Re: "Durch räumliche Entfernung sinke die Schwelle zur Tötung"

    Autor: matzems 28.12.16 - 08:24

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das hieße also, wenn der Gegner mir direkt gegenüber steht und schon auf
    > mich zielt, steigt die Schwelle zur Tötung? Interessante Behauptung.

    Bin ganz deiner Meinung. Gerade Untersuchungen der Kriege zeige immer wieder dass Menschen im Krieg oft in einen irren Blutrausch fallen. Vielleicht können sie beim Krieg aus der Ferne sogar kühlen Kopf und Menschlichkeit behalten.
    Und warum sollen auch Menschen ihr Leben für die Machtspiele der Politiker wegwerfen.

    Vielleicht sind Drohnen dort die bessere Alternative.

  8. Re: "Durch räumliche Entfernung sinke die Schwelle zur Tötung"

    Autor: Anonymer Nutzer 28.12.16 - 13:44

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Prinzeumel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nein. Wenn er sich gerade einen kaffee macht und du hinter ihm stehst
    > mit
    > > der waffe im Abschlag.
    >
    > Du meinst: Wenn er gerade seinen Raketenwerfer rausholt und du über ihm
    > fliegst mit der waffe im Abschlag. DAS ist nämlich die realistische
    > Alternative zum Droneneinsatz und ich glaube nicht, dass ein Kampfpilot in
    > dem Augenblick zimperlicher ist, als jemand der gefahrlos im Büro sitzt.

    DU brachtest den vergleich wenn einem jemand direkt gegenüber steht. Und dieser Vergleich von dir war halt falsch. Wenn du nun mit einem neuem kommst (Pilot im Kampfflugzeug) dann ist das ein anderes thema. Aber auch hier hat der pilot der einen menschen in einer Traube von anderen Menschen killen soll hoffentlich eine höhere hemmschwelle als der Drohnenpilot am anderen ende der welt der oft gar kein livebild zu sehen bekommt.

  9. Re: "Durch räumliche Entfernung sinke die Schwelle zur Tötung"

    Autor: Anonymer Nutzer 28.12.16 - 13:49

    jacki schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem ist man kann Terrorismus nicht erst in dem Moment bekämpfen wo
    > jemand gerade in die Menge aus Konzertbesuchern feuert und es ist auch
    > keine Polizeikontrolle wo man erst mal freundlich fragen kann und
    > ausdiskutiert ob er sich das mit dem Jihad vielleicht doch nochmal
    > überlegen möchte.
    Das problem ist das Terrorismus im grunde gar nicht mit Waffengewalt gelöst werden kann. Und Terrorismus entsteht nicht aus dem nichts. Der hat Ursachen und die gilt es zu beheben.

    > Die Gegenseite hat auch keine Hemmungen Weihnachtsmärkte anzugreifen mit
    > Null militärischen Ziehen.
    Achso wir begeben uns auf das gleiche Level wie die gegenseite? Na herzlichen Glückwunsch zu unseren "werten". Die wir offenbar nur hochhalten wenn es gerade passt. Ist ja zum kotzen.

    > Klar ist der Drohnenkrieg alles andere als schön, aber man darf nicht
    > vergessen dass er doch nicht veranstaltet wird weil sie einfach gerne
    > Modellflugzeuge fliegen…

    Man darf vor allem nicht die Ursachen von dem ganzen scheiß vergessen. Eine ist z.b. das die USA den irak per angriffskrieg platt gemacht haben.

  10. Re: "Durch räumliche Entfernung sinke die Schwelle zur Tötung"

    Autor: gisu 28.12.16 - 16:04

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das hieße also, wenn der Gegner mir direkt gegenüber steht und schon auf
    > mich zielt, steigt die Schwelle zur Tötung? Interessante Behauptung.

    Wenn dein Gegner vor dir steht ist die Situation greifbarer, Realer. Ein Drohnenpilot hockt in seinem Container mit seinen Kollegen, für die ist die Situation eher wie ein Spiel. Es gibt zwar Protokolle an die man sich halten muss. Nach dem Einsatz fährt man zum Supermarkt kauft noch was zum Essen ein und fährt dann nach Hause zur Familie. Auch stirbt ein Drohnenpilot nicht an einem Flugfehler und abgeschossen wird bestenfalls die Drohne. Das führt zu einem ganz anderen Empfinden.

    Wie stark sich das auswirkt weis man nicht. Ich würde mal sagen das sich ein Pilot ob nun im Flugzeug oder in der Drohne sich bewusst ist, das er Menschen killt. Darauf werden sie gedrillt, aber ich würde sagen ein Pilot vor Ort wird den ein oder anderen Gedanken mehr darauf verschwenden.

  11. Re: "Durch räumliche Entfernung sinke die Schwelle zur Tötung"

    Autor: DrWatson 28.12.16 - 18:42

    MarioWario schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Bildschirm-Dots haben nicht mal die Chance einer realen Interaktionen
    > mit dem Drohnen-Navigator/Analysten - es sei denn, bestenfalls, durch
    > winken.

    Was wäre denn die Alternative zum Droneneinsatz? Die Alternative wäre doch, dass der Pilot persönlich im Jagdbomber sitzt und exakt das gleiche macht. Wo ist da die Chance zur Kommunikation?

  12. Re: "Durch räumliche Entfernung sinke die Schwelle zur Tötung"

    Autor: DrWatson 28.12.16 - 18:44

    gisu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DrWatson schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das hieße also, wenn der Gegner mir direkt gegenüber steht und schon auf
    > > mich zielt, steigt die Schwelle zur Tötung? Interessante Behauptung.
    >
    > Wenn dein Gegner vor dir steht ist die Situation greifbarer, Realer. Ein
    > Drohnenpilot hockt in seinem Container mit seinen Kollegen, für die ist die
    > Situation eher wie ein Spiel. Es gibt zwar Protokolle an die man sich
    > halten muss. Nach dem Einsatz fährt man zum Supermarkt kauft noch was zum
    > Essen ein und fährt dann nach Hause zur Familie. Auch stirbt ein
    > Drohnenpilot nicht an einem Flugfehler und abgeschossen wird bestenfalls
    > die Drohne. Das führt zu einem ganz anderen Empfinden.
    >
    > Wie stark sich das auswirkt weis man nicht. Ich würde mal sagen das sich
    > ein Pilot ob nun im Flugzeug oder in der Drohne sich bewusst ist, das er
    > Menschen killt. Darauf werden sie gedrillt, aber ich würde sagen ein Pilot
    > vor Ort wird den ein oder anderen Gedanken mehr darauf verschwenden.

    Greifbarer und realer ist bei einem Einsatz mit Menschen vor allem die Todesgefahr für den Piloten selbst. Ich bin mir ziemlich sicher, dass bei Todesgefahr nicht die Hemmschwelle steigt, sondern gerade dadurch aus allen Rohren gefeuert wird.

  13. Re: "Durch räumliche Entfernung sinke die Schwelle zur Tötung"

    Autor: DrWatson 28.12.16 - 18:45

    Was man auch nicht vergessen darf: Wenn ein Soldat im Einsatz stirbt, kann man ihn zum Helden erklären und damit Werbung für noch mehr Einsätze machen. Beim Droneneinsatz ist das schwieriger, da gibt es keine Helden für die Propaganda.

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