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Burma, Laos, Kambodscha, Afrika ...

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  1. Burma, Laos, Kambodscha, Afrika ...

    Autor: XP55T2P4 08.05.06 - 11:05

    Für mich ist dort immer wieder erstaunlich, woher die Leute überhaupt das Geld für die Anschaffung des Handy und vor allem für die laufenden Telefonkosten nehmen.
    *
    Denn schließlich sind 2 Eurocent pro Minute Gesprächskosten bei nur 50 bis 100 Euro monatliches Familieneinkommen auch ein Problem. Geld für Stromkosten haben die Leute aber auch nicht, wobei es weltweit noch immer erstaunlich viele Ecken ohne Anschluß an eine Stromversorgung gibt (z.B. unzählige Buschsiedlungen in Kenia).
    *
    Ohne Stromanschluß fand ich sogar Ecken in Rumänien und Moldawien - nur die KLöster hatten dort Strom (per Diesel-Aggregat oder eigenem kleinem Blockheizkraftwerk). So haben wir halt die PC-Schulungsnetze im Kloster aufgebaut und ich, als bekennender Atheist, habe z.B. im Nonnenkloster übernachtet. Für das Telefonieren nach Deutschland via Handy haben derweil Konvoi-Mitglieder vom Hilfsteam satte 10 -20 USD pro Gesprächsminute bezahlt ! Das Internet wollten diese Klöster jeweils via Satellit nutzen (zweiseitig) - dank vermögenden Sponsoren ... . Aber mit VoIP unter solchen Bedingungen muß selbst ich praktisch passen.

    MfG
    XP55T2P4

  2. Re: Burma, Laos, Kambodscha, Afrika ...

    Autor: montag 08.05.06 - 11:28

    Wobei es ja billiger ist in solchen Gebieten einen Funkmasten aufzustellen, als Telefonmasten und Leitungen ueberallhin zu verlegen. So wie bei uns der Festnetzanteil zurueckgeht, wird er dort eben erst garnicht aufgebaut.

  3. Re: Burma, Laos, Kambodscha, Afrika ...

    Autor: Jackster 08.05.06 - 11:59

    montag schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wobei es ja billiger ist in solchen Gebieten einen
    > Funkmasten aufzustellen, als Telefonmasten und
    > Leitungen ueberallhin zu verlegen. So wie bei uns
    > der Festnetzanteil zurueckgeht, wird er dort eben
    > erst garnicht aufgebaut.

    Das ist eine sehr schöne feststellung und passt in das schema, was ich so gerne anspreche: Überholte Technik! Es ist ein geschichtsträchtiges Thema, wenn man bedenkt, wo das alles mal angefangen hat. Und heute? Da Klapp ich mein Handy auf und fotografier irgendetwas interessantes... vor 20-30 Jahren: Undenkbar! Fast so undenkbar wie das I-net! Die Technik raaaast, und Orte ohne vorhandene technische Historie werden in den Genuss kommen, mordernere Techniken zu bekommen und eine ganz andere technische Struktur zu entwickeln.

    Allerdings frage ich mich, ob es denn so ne gute Idee ist, in armen Ländern wo täglich mehrere dutzend Kinder allerorts sterben, so etwas wie ne technische revolution mit solchen dingen zu gestalten...machen wir uns nichts vor, was soll der ganze Technik-Hype dort bringen, wenn die meisten leute unter katastrophalen Lebensbedingungen ihr leben fristen? Hauptsache nen Handy auf den Markt schmeißen damits "westlicher" wird? Ok es ist zwar ne sinnvolle Lösung für Notfälle und sowas aber...ich weiß nicht...ich bin nicht so angetan von der idee, solche Sekundärziele zu verfolgen...

  4. Re: Burma, Laos, Kambodscha, Afrika ...

    Autor: badabing 08.05.06 - 12:08

    Jackster schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > montag schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Wobei es ja billiger ist in solchen Gebieten
    > einen
    > Funkmasten aufzustellen, als
    > Telefonmasten und
    > Leitungen ueberallhin zu
    > verlegen. So wie bei uns
    > der Festnetzanteil
    > zurueckgeht, wird er dort eben
    > erst garnicht
    > aufgebaut.
    >
    > Das ist eine sehr schöne feststellung und passt in
    > das schema, was ich so gerne anspreche: Überholte
    > Technik! Es ist ein geschichtsträchtiges Thema,
    > wenn man bedenkt, wo das alles mal angefangen hat.
    > Und heute? Da Klapp ich mein Handy auf und
    > fotografier irgendetwas interessantes... vor 20-30
    > Jahren: Undenkbar! Fast so undenkbar wie das
    > I-net! Die Technik raaaast, und Orte ohne
    > vorhandene technische Historie werden in den
    > Genuss kommen, mordernere Techniken zu bekommen
    > und eine ganz andere technische Struktur zu
    > entwickeln.
    >
    > Allerdings frage ich mich, ob es denn so ne gute
    > Idee ist, in armen Ländern wo täglich mehrere
    > dutzend Kinder allerorts sterben, so etwas wie ne
    > technische revolution mit solchen dingen zu
    > gestalten...machen wir uns nichts vor, was soll
    > der ganze Technik-Hype dort bringen, wenn die
    > meisten leute unter katastrophalen
    > Lebensbedingungen ihr leben fristen? Hauptsache
    > nen Handy auf den Markt schmeißen damits
    > "westlicher" wird? Ok es ist zwar ne sinnvolle
    > Lösung für Notfälle und sowas aber...ich weiß
    > nicht...ich bin nicht so angetan von der idee,
    > solche Sekundärziele zu verfolgen...


    vllt bringts ja sowas wie das dadurch neue arbeitsplätze geschaffen werden sie durch die mobilität eine bessere wirtschaft bekommen oder sonst irgendwie dadurch an geld kommen und sich dadurch maschienen zum ackerbau leisten können...

  5. Re: Burma, Laos, Kambodscha, Afrika ...

    Autor: Jackster 08.05.06 - 12:11

    Hm...netter Denkansatz...dann rollt sich das ganze von hinten nach vorne auf...aber bildet sich dann nicht noch mehr die grenze zwischen arm und reich aus? Nur etwas wohlverdienendere Leute werden sich sowas leisten können... so nen hype wie bei uns mit der handyjugend wirds nicht geben...iss vieleicht auch besser so! ^^ Ich bin ohne handys aufgewachsen und das ist auch gut so!

  6. Re: Burma, Laos, Kambodscha, Afrika ...

    Autor: XP55T2P4 08.05.06 - 12:21

    Jackster schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Hm...netter Denkansatz...dann rollt sich das ganze
    > von hinten nach vorne auf...aber bildet sich dann
    > nicht noch mehr die grenze zwischen arm und reich
    > aus? Nur etwas wohlverdienendere Leute werden sich
    > sowas leisten können... so nen hype wie bei uns
    > mit der handyjugend wirds nicht geben...iss
    > vieleicht auch besser so! ^^ Ich bin ohne handys
    > aufgewachsen und das ist auch gut so!

    Du hast scheinbar absolut keine Vorstellung, welche sonst bitterarmen Leute in Laos oder Kambodscha ein Handy besitzen. Frage mich aber bitte nicht, wie die zu den Dingern gekommen sund und wovon die die Gebühren bezahlen. Das weiß auch ich nicht. Und die befragten Leute schweigen dazu.

    MfG
    XP55T2P4

  7. Re: Burma, Laos, Kambodscha, Afrika ...

    Autor: Tyler Durden 08.05.06 - 12:27

    Jackster schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Das ist eine sehr schöne feststellung und passt in
    > das schema, was ich so gerne anspreche: Überholte
    > Technik! Es ist ein geschichtsträchtiges Thema,
    > wenn man bedenkt, wo das alles mal angefangen hat.
    > Und heute? Da Klapp ich mein Handy auf und
    > fotografier irgendetwas interessantes...

    Ein Abfallprodukt der Entwicklung
    Weder bei der Entwicklung des Mobiltelefonierens noch bei der Digitalen Fotografie stand der Gedanke "Hey, lasst uns etwas entwickeln, mit dem man unterwegs die überflüssigsten Fotos schiessen und ohne Zeitverzögerung seinen Mitmenschen aufdrängen kann" im Vordergrund

    > vor 20-30
    > Jahren: Undenkbar!

    und auch heute noch oftmals nicht erwünscht

    > Fast so undenkbar wie das
    > I-net! Die Technik raaaast, und Orte ohne
    > vorhandene technische Historie werden in den
    > Genuss kommen, mordernere Techniken zu bekommen
    > und eine ganz andere technische Struktur zu
    > entwickeln.

    Die sollen nicht die modernste Technik benutzen, sondern eine angemessene

    > Allerdings frage ich mich, ob es denn so ne gute
    > Idee ist, in armen Ländern wo täglich mehrere
    > dutzend Kinder allerorts sterben, so etwas wie ne
    > technische revolution mit solchen dingen zu
    > gestalten...machen wir uns nichts vor, was soll
    > der ganze Technik-Hype dort bringen, wenn die
    > meisten leute unter katastrophalen
    > Lebensbedingungen ihr leben fristen?

    Weil man damit den Arzt erreichen kann?
    Weil so eine Infrastruktur die Voraussetzung für die weitere wirtschaftliche Entwicklung ist?

    TD

  8. Re: Burma, Laos, Kambodscha, Afrika ...

    Autor: Jackster 08.05.06 - 12:28

    Hm...das wusste ich nicht...aber ich kanns mir gut vorstellen! Was bei uns z.B. in den Altkleidersammlungen landet wird dort nochmal verhökert! Das wird bei den Handys nicht anders sein, denke ich mir mal. Es ist eigendlich ne schande, dass ne menge an sachen und materialien, was dem land eigendlich z.B. als Spende zu gute kommen soll, dort wieder teuer weiterverkauft wird!

  9. Re: Burma, Laos, Kambodscha, Afrika ...

    Autor: Jackster 08.05.06 - 13:04

    Im letzten teil hast du aber bildmäßig gekürzt...ich hab doch auch geschrieben, dass es für notfälle sehr sinnvoll sein kann usw...ich meine nur, ob es so sinnvoll ist, einen derartig unkonsistenten markt langsam so zu kommerialisieren....und außerdem kein einziges heimisches unternehmen auf dem markt!

  10. Re: Burma, Laos, Kambodscha, Afrika ...

    Autor: Diamantenharry 08.05.06 - 13:46

    Wieder eine sinnvolle Entwicklung, die das Ressourcenausbeuten in Afrika einen Aufschwung verhilft.

    Man denke nur an die instabile Lage die man dadurch erzielen kann... Doppelpack AK-47 mit Handy für 50 Dollar... So können kleine Warlords wieder die Oberhand gewinnen - wenn ihre Truppen ein bisschen besser organisiert sind als die Regierungstruppen. Mit so einem Handy lässt es sich halt besser Krieg führen.

    Die Öl- oder Diamentengesellschaften verdoppeln ihre Wachen und die anderen metzeln sich zu tode.

  11. Re: Burma, Laos, Kambodscha, Afrika ...

    Autor: Tyler Durden 08.05.06 - 14:02

    Diamantenharry schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wieder eine sinnvolle Entwicklung, die das
    > Ressourcenausbeuten in Afrika einen Aufschwung
    > verhilft.
    >
    > Man denke nur an die instabile Lage die man
    > dadurch erzielen kann...

    Was kann man besser kontrollieren?
    Ein Dorf, relativ abgeschnitten von der Aussenwelt oder ein Dorf, in dem die Bewohner sich über Telefon informieren können bzw. die Aussenwelt über die Zustände im Dorf informieren können?

    > Doppelpack AK-47 mit
    > Handy für 50 Dollar... So können kleine Warlords
    > wieder die Oberhand gewinnen - wenn ihre Truppen
    > ein bisschen besser organisiert sind als die
    > Regierungstruppen. Mit so einem Handy lässt es
    > sich halt besser Krieg führen.

    Also für die Warlords waren Satellitentelefone schon seit längerem erschwinglich

    TD

  12. Re: Burma, Laos, Kambodscha, Afrika ...

    Autor: Afrikaner 12.05.06 - 12:11

    Tyler Durden schrieb:

    > Was kann man besser kontrollieren?
    > Ein Dorf, relativ abgeschnitten von der Aussenwelt
    > oder ein Dorf, in dem die Bewohner sich über
    > Telefon informieren können bzw. die Aussenwelt
    > über die Zustände im Dorf informieren können?

    das is leider egal. wen willst du anrufen, wenn dein dorf im kongo von irgendwelchen banden überfallen wird und jeder, der grade ungünstig steht einfach abgemezelt wird? die polizei? die uno? *lol* niemand wird kommen. forget it. daran ändert ein handy nix, bestenfalls fortschritt in den köpfen der machthaber. und den kann man leider weder erkaufen noch herbeitelefonieren.

    zu dem thema war erst in einer der letzten geo-ausgaben ein interessanter bericht abgedruckt.

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