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Warum auch immer Oracle diese Sonderstellung noch hat

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  1. Warum auch immer Oracle diese Sonderstellung noch hat

    Autor: Kleine Schildkröte 31.01.17 - 18:15

    erschließt sich mir nicht nehr. Ich arbeite im Versicherungs-/Bankensektor und es erschließt sich mir nicht, warum alle noch mit Oracle arbeiten. Seit 15 Jahren kommst du in die Ingenieurstruppe einer jeden Versicherung und immer das gleiche: "Wir hätten lieber PostgreSQL". Mitlerweile gibt es noch andere Datenbanken die genannt werden.

    Oracle hat auch genug Schwächen als System und diese Schwächen verursachen dann die Mehrkosten.

  2. Re: Warum auch immer Oracle diese Sonderstellung noch hat

    Autor: picaschaf 31.01.17 - 18:25

    Leider werden ab einer gewissen Unternehmensgröße technische Entscheidungen nicht mehr von Technikern, sondern von inkompetenten nicht-Technikern getroffen.

  3. Re: Warum auch immer Oracle diese Sonderstellung noch hat

    Autor: frostbitten king 31.01.17 - 18:31

    Glaub da gehts einfach immer um das übilche in Haftung nehmen. Wenn mit Postgres irgendwas rumzickt, wen kannst da Verantwortlich machen / hinzuziehen?
    Vorteil bei kommerziellen Datenbanken ist halt einfach, wenn etwas nicht funktioniert, und es ist offensichtlich die Software schuld, kannst dich als Firma leichter abputzen, und andere verantwortlich machen und antanzen lassen, dass das repariert wird.

  4. Re: Warum auch immer Oracle diese Sonderstellung noch hat

    Autor: Airblader 31.01.17 - 18:43

    frostbitten king schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Glaub da gehts einfach immer um das übilche in Haftung nehmen. Wenn mit
    > Postgres irgendwas rumzickt, wen kannst da Verantwortlich machen /
    > hinzuziehen?
    > Vorteil bei kommerziellen Datenbanken ist halt einfach, wenn etwas nicht
    > funktioniert, und es ist offensichtlich die Software schuld, kannst dich
    > als Firma leichter abputzen, und andere verantwortlich machen und antanzen
    > lassen, dass das repariert wird.

    Was bei Oracle vorne und hinten nicht funktioniert.

  5. Re: Warum auch immer Oracle diese Sonderstellung noch hat

    Autor: scrumdideldu 31.01.17 - 18:53

    Und selbst wenn der Support des Herstellers gut wäre dann ist es meine Erfahrung dass man als Programmierer der ein Live-Problem zu untersuchen hat in aller Regel weder auf die Dienste des angeblich kaufentscheidenden MS- oder Oracle-Supports (oder was auch immer für ein großer, teurer Dienst) zurückgreifen kann.

    Wir hatten schon 2 Fälle die auf Fehler in Oracles Treiber die nach einem Versionsumstieg auftraten zurückzuführen sind. In beiden Fällen wurde nicht die Bohne zwecks Haftung unternommen obwohl der eine Fall Folgekosten von ca. 150.000 Euro nach sich gezogen hat.

    Bei MS hatten wir in einer Firma früher einen Supportvertrag für C++. Da konnte man im Jahr glaube ich 10 oder 15 Anfragen stellen. Da musste erst Gott und die Welt eine Anfrage absegnen. Als würde jede davon einen Sack Gold kosten.

    Airblader schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > frostbitten king schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Glaub da gehts einfach immer um das übilche in Haftung nehmen. Wenn mit
    > > Postgres irgendwas rumzickt, wen kannst da Verantwortlich machen /
    > > hinzuziehen?
    > > Vorteil bei kommerziellen Datenbanken ist halt einfach, wenn etwas nicht
    > > funktioniert, und es ist offensichtlich die Software schuld, kannst dich
    > > als Firma leichter abputzen, und andere verantwortlich machen und
    > antanzen
    > > lassen, dass das repariert wird.
    >
    > Was bei Oracle vorne und hinten nicht funktioniert.

  6. Re: Warum auch immer Oracle diese Sonderstellung noch hat

    Autor: diabelloki 31.01.17 - 19:19

    frostbitten king schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Glaub da gehts einfach immer um das übilche in Haftung nehmen. Wenn mit
    > Postgres irgendwas rumzickt, wen kannst da Verantwortlich machen /
    > hinzuziehen?
    > Vorteil bei kommerziellen Datenbanken ist halt einfach, wenn etwas nicht
    > funktioniert, und es ist offensichtlich die Software schuld, kannst dich
    > als Firma leichter abputzen, und andere verantwortlich machen und antanzen
    > lassen, dass das repariert wird.

    Dieses Argument geistert in der IT seit 20 Jahren rum und ist heute einfach FALSCH.

    Heutzutage gibt es Firmen die sich auf OpenSource Support spezialisiert haben. Die haben idr. 1-2 Entwickler in der Projekt und können daher auf alles reagieren.

    Ich arbeite bei einer Behörde und wir haben diese Einstellung leider zum Teil immer noch, aber durch einige durchgeboxte Entscheidungen ändert sich das zum Glück gerade.

    Folgende Firmen haben MEINER MEINUNG NACH einen Scheiß Support:
    ORACLE, SYMANTEC (Insbesondere PCMS), IBM (Merkt Ihr was ? Alles Profi Firmen mit $$$Support).

    Wir nutzen Icinga(2) als Monitoring Plattform und haben Support über Netways dafür. Noch nie so guten Support erlebt !
    P.s. Diesen Post hat frostbitten king zu verantworten. Ich kann dieses Argument nicht mehr hören. Es ist einfach Schwachsinn.

  7. Re: Warum auch immer Oracle diese Sonderstellung noch hat

    Autor: Anonymer Nutzer 31.01.17 - 19:40

    diabelloki schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > P.s. Diesen Post hat frostbitten king zu verantworten. Ich kann dieses
    > Argument nicht mehr hören. Es ist einfach Schwachsinn.
    Nein, ist es nicht.
    Wenn man eine Multimillonen-/Milliarden-Firma hat hängt auch dementsprechend Viel an der Software.
    Eine OpenSource-Software wo die Entwicklung größtenteils durch eine Community erledigt wird, kann man nicht vergleichen mit einer Software wo Weltweit mehrere 100 Programmierer nichts anderes tun als die Software zu basteln.

    Wenn mir die Datenbank abschmiert kann ich bei Oracle und MS auch Sonntag Nacht um 3 anrufen und 2 Stunden später steht ne Technikertruppe im RZ und repariert die DB. Bei kleinen OpenSource-Supportfirmen hat man dann Support von Mo-Fr 8-15 Uhr.
    Bei MS kann man sich zudem einen Techniker 24 Stunden an 7 Tagen die Woche mieten, welcher sich im Notfall sofort kümmert.

    Es gibt auch im OSS-Bereich große Firmen, z.B. RedHat, wo man ähnlichen Support bekommt. Aber im Datenbank bereich ist mir keine Firma bekannt, welche derartigen Support liefert und mit entsprechend hohen Summen haftet.

  8. Re: Warum auch immer Oracle diese Sonderstellung noch hat

    Autor: Anonymer Nutzer 31.01.17 - 19:51

    Kleine Schildkröte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > erschließt sich mir nicht nehr. Ich arbeite im Versicherungs-/Bankensektor
    > und es erschließt sich mir nicht, warum alle noch mit Oracle arbeiten.
    Das ist relativ einfach zu erklären:
    Die dahinterstehenden Datenbanken sind Riesig und ändern sich sekündlich millionenfach. Eine Umstellung auf ein anderes System wäre mit einer recht großen Ausfalldauer verbunden. Ein Datenbankinternes Updatesystem kann dafür sorgen, dass es keinen Ausfall gibt.

    Dazu kommt, dass an den Datenbanken jede Menge Systeme dranhängen. Man müsste also alle Systeme umstellen. Einige Systeme müssten mit Sicherheit sogar neu entwickelt werden.

    All das ist mit extrem hohen Kosten und Aufwand verbunden. Damit rechnet sich eine Umstellung oft erst nach einigen Jahren. Da aber ALLE Systeme "genug Schwächen" haben und damit schlecht Kalkulierbare "Mehrkosten" verursachen, wäre nicht abzusehen, wann sich eine Umstellung lohnt. Daher werden solche Umstellungen oft erst dann gemacht, wenn das zu Grunde liegende System bereits einige Jahre aus dem Support raus ist und es niemanden mehr gibt, der Support leistet.
    Die doppelten Lizenzkosten jucken die Banken/Versicherungen nicht, das sind Peanuts.

  9. Re: Warum auch immer Oracle diese Sonderstellung noch hat

    Autor: Golressy 31.01.17 - 20:13

    frostbitten king schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...
    > Vorteil bei kommerziellen Datenbanken ist halt einfach, wenn etwas nicht
    > funktioniert, und es ist offensichtlich die Software schuld, kannst dich
    > als Firma leichter abputzen, und andere verantwortlich machen und antanzen
    > lassen, dass das repariert wird.

    Könnte aber auch bedeuten, dass deren Datenbank häufiger Probleme macht und nun die Service-Kosten kräftig die Lizenzkosten in die Höhe drückt ;-)

    Ich selbst hab auch diese Form der Datenbanken noch nie leiden können.

  10. Re: Warum auch immer Oracle diese Sonderstellung noch hat

    Autor: non_sense 31.01.17 - 20:34

    frostbitten king schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vorteil bei kommerziellen Datenbanken ist halt einfach, wenn etwas nicht
    > funktioniert, und es ist offensichtlich die Software schuld, kannst dich
    > als Firma leichter abputzen, und andere verantwortlich machen und antanzen
    > lassen, dass das repariert wird.

    Komisch, wir haben inzwischen schon zwei Bugs in Oracle 12c gefunden und gemeldet und die werden einfach nicht gefixt. Wir mussten Workarounds basteln.

  11. Re: Warum auch immer Oracle diese Sonderstellung noch hat

    Autor: diabelloki 31.01.17 - 21:53

    DAUVersteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > diabelloki schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > P.s. Diesen Post hat frostbitten king zu verantworten. Ich kann dieses
    > > Argument nicht mehr hören. Es ist einfach Schwachsinn.
    > Nein, ist es nicht.
    > Wenn man eine Multimillonen-/Milliarden-Firma hat hängt auch
    > dementsprechend Viel an der Software.
    > Eine OpenSource-Software wo die Entwicklung größtenteils durch eine
    > Community erledigt wird, kann man nicht vergleichen mit einer Software wo
    > Weltweit mehrere 100 Programmierer nichts anderes tun als die Software zu
    > basteln.
    >
    > Wenn mir die Datenbank abschmiert kann ich bei Oracle und MS auch Sonntag
    > Nacht um 3 anrufen und 2 Stunden später steht ne Technikertruppe im RZ und
    > repariert die DB. Bei kleinen OpenSource-Supportfirmen hat man dann Support
    > von Mo-Fr 8-15 Uhr.
    > Bei MS kann man sich zudem einen Techniker 24 Stunden an 7 Tagen die Woche
    > mieten, welcher sich im Notfall sofort kümmert.
    >
    > Es gibt auch im OSS-Bereich große Firmen, z.B. RedHat, wo man ähnlichen
    > Support bekommt. Aber im Datenbank bereich ist mir keine Firma bekannt,
    > welche derartigen Support liefert und mit entsprechend hohen Summen haftet.

    Ok ggf. ist es im Datenbank Segment eine andere Geschichte, aber erst seit dem Oracle Sun gekauft hat. Vorher sah es halt anders aus. Ich habe ja auch generell von Opensource gesprochen.

  12. Re: Warum auch immer Oracle diese Sonderstellung noch hat

    Autor: Oktavian 31.01.17 - 23:15

    > erschließt sich mir nicht nehr. Ich arbeite im Versicherungs-/Bankensektor

    Ich auch...

    > und es erschließt sich mir nicht, warum alle noch mit Oracle arbeiten.

    Mir schon.

    > Seit
    > 15 Jahren kommst du in die Ingenieurstruppe einer jeden Versicherung und
    > immer das gleiche: "Wir hätten lieber PostgreSQL". Mitlerweile gibt es noch
    > andere Datenbanken die genannt werden.

    Bei den meisten Unternehmen, die ich sehe, erlebe ich einen stärker diversifizierten Ansatz.

    Web-Frontends, Informationssysteme, interne Systeme zur Unterstützung, etc. findet man gerne auf Postgres, MySql und Konsorten.

    Meist hat man noch Exchange und Sharepoint, das dann auf SQL-Server.

    Altsysteme fährt man auch gerne mal mit Informix.

    Kernbanksysteme, Vertragsführungs- und Leistungssysteme und natürlich das leidige SAP ist aber quasi ausschließlich auf Oracle.

    Ich verstehe das auch gut.

    Erst mal ist es einfach so installiert. Davon wegzumigrieren ist die Hölle. Leider neigen Entwickler im Laufe der Zeit dazu, die Features, die spezifisch für ein DBMS sind, auch zu nutzen. Wenn eine Anwendung auf Schweinereien wie materialized views, Pivot-Abfragen, Triggerei und ähnliches setzt, wird die Migration schwierig.

    Zum zweiten hat man viele Systeme, bei denen der Hersteller eben nur Oracle supportet (alternativ noch SQL-Server oder DB/2, aber will man das?).

    Zum dritten hat man Personal dafür. Bei einem meiner Kunden war Informix die bevorzugte DB. Die andere Hälfte der Mannschaft betreute den Host mit eigener DB. Man entschied sich, im Host auf IBM zu wechseln, die DBler wurden auf DB/2 umgeschult. Nachder der Wechsel gescheitert war, wurden die wieder umgeschult, dieses mal auf Oracle. In der Konsequenz können sie jetzt Oracle halbwegs gut, MySQL so etwas. Noch ein neues DBMS? Lieber nicht.

    Zum vierten bietet Oracle gute technische Voraussetzungen für den Enterprise-Betrieb. Standby-Datenbanken, verteilte Transaktionen, RAC, etc. Konzepte zum automatischen Umschalten bei Ausfall und die Sicherheit, keine Transaktion verloren zu haben. Dazu gute Integration in gängige Backup-Mechanismen. Und das handelnde Personal beherrscht eben auch diese Mechanismen.

    > Oracle hat auch genug Schwächen als System und diese Schwächen verursachen
    > dann die Mehrkosten.

    Klar, nur der Wechsel ist auch nicht billig und mit hoher Unsicherheit verbunden. In unwesentlichen Systemen kann man sich das leisten, aber will ich als IT-Vorstand dieses Risiko in meinem Kernsystem gehen? Oracle-Reduktion ist ja schön, aber raus ist schwierig.

  13. Re: Warum auch immer Oracle diese Sonderstellung noch hat

    Autor: freebyte 31.01.17 - 23:34

    DAUVersteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn mir die Datenbank abschmiert kann ich bei Oracle und MS auch Sonntag
    > Nacht um 3 anrufen und 2 Stunden später steht ne Technikertruppe im RZ und
    > repariert die DB.

    Bist zu zufälligerweise Pfeifenraucher? Der Spruch kommt mir so bekannt vor.

    Wenn Dir die Datenbank abschmiert, dann kannst Du sie mit den bordeigenen Mitteln reparieren und bist schnell wieder online - was anderes macht die Technikertruppe auch nicht, halt mit 2h Verzögerung.

    Der Unterschied zum selbermachen: Du musst einen eventuellen Datenverlust nicht rechtfertigen sondern kannst es auf die "unfähigen" Techniker schieben.

    > Aber im Datenbank bereich ist mir keine Firma bekannt,
    > welche derartigen Support liefert und mit entsprechend hohen Summen haftet.

    Weil die Haftung angesprochen wird: Du musst der bayrische Pfeifenraucherkollege sein - hatte Dir damals dringlichst angeraten, die Verträge mal ordentlich zu lesen.

    Defacto ist die Haftung für Datenverlust genauso wirksam wie die DHL-Paketversicherung: gar nicht.

    fb

  14. Re: Warum auch immer Oracle diese Sonderstellung noch hat

    Autor: johnmcwho 01.02.17 - 00:14

    > > Aber im Datenbank bereich ist mir keine Firma bekannt,
    > > welche derartigen Support liefert und mit entsprechend hohen Summen
    > haftet.
    >
    > Weil die Haftung angesprochen wird: Du musst der bayrische
    > Pfeifenraucherkollege sein - hatte Dir damals dringlichst angeraten, die
    > Verträge mal ordentlich zu lesen.
    >

    Es gibt halt einige die bis heute nicht den Unterschied zwischen Kauf und Lizenz kapiert haben. Kauf == Garantie, Lizenz == Abzocke regelmäßig ist halt das Modell der Software"Industrie". Hab es mir angewöhnt bei Verhandlungen mit Softwarefirmen immer darauf zu achten, dass die GFs kapieren wann wer haftet. Die meisten von denen scheuen nur die Probleme mit der Migration.

  15. Re: Warum auch immer Oracle diese Sonderstellung noch hat

    Autor: freebyte 01.02.17 - 00:34

    johnmcwho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt halt einige die bis heute nicht den Unterschied zwischen Kauf und
    > Lizenz kapiert haben. Kauf == Garantie, Lizenz == Abzocke regelmäßig ist
    > halt das Modell der Software"Industrie".

    Die Verwendung von "Abzocke" hat Dich ohne weitere inhaltliche Prüfung ins Killfile befördert.

    fb

  16. Re: Warum auch immer Oracle diese Sonderstellung noch hat

    Autor: gadthrawn 01.02.17 - 07:56

    scrumdideldu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei MS hatten wir in einer Firma früher einen Supportvertrag für C++. Da
    > konnte man im Jahr glaube ich 10 oder 15 Anfragen stellen. Da musste erst
    > Gott und die Welt eine Anfrage absegnen. Als würde jede davon einen Sack
    > Gold kosten.

    Wir haben bei MS einen Supportvertrag. Anfragen über die kostenlos enthaltenen kosten ein Schweinegeld. Und trotzdem lohnt es sich. Bei einer der letzten zu Problemen (Eigentlich Speicher bei C#) kam ein fehlerhafter Treiber eines Drittherstellers raus - mit relativ detaillierten Anweisungen was zu ändern ist und was dann von dem Dritthersteller behoben wurde.

  17. Re: Warum auch immer Oracle diese Sonderstellung noch hat

    Autor: M.P. 01.02.17 - 09:07

    Naja, auch die kommen ab einer gewissen Schmerzgrenze auch nicht mehr die Phantasie der Oracle-Manager ignorieren, mehr Lizenzkosten aus ihren Kunden zu quetschen.

    Interessante Preissteigerungen gibt es da aber bestimmt nicht nur bei Oracle.
    Microsoft hat da vor ein paar Jahren auch für gewisse Konstellationen bei MSSQL bitter zugeschlagen.
    http://www.method180.com/1500-price-increase-on-sql-server/

  18. Re: Warum auch immer Oracle diese Sonderstellung noch hat

    Autor: gadthrawn 01.02.17 - 09:08

    Kleine Schildkröte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > erschließt sich mir nicht nehr. Ich arbeite im Versicherungs-/Bankensektor
    > und es erschließt sich mir nicht, warum alle noch mit Oracle arbeiten. Seit
    > 15 Jahren kommst du in die Ingenieurstruppe einer jeden Versicherung und
    > immer das gleiche: "Wir hätten lieber PostgreSQL". Mitlerweile gibt es noch
    > andere Datenbanken die genannt werden.

    Viele wollen halt, was gerade angesagt ist. Ich würde mich nicht wundern wenn da bei dir mittlerweile einiges aus dem NoSQL Bereich oder Maria genannt wird.

    z/Os -> kein ProstgreSql verfügbar
    Unterstützte Programmiersprachen -> bei Oracle eine Menge mehr
    Unterstützte ORM -> Oracle eine Menge mehr, schon verbreitete ala EntityFramework haben mit PostGreSQL Probleme (keine native Anbindung, der verbreitete Umweg führt zu einer extrem lahmen Geschichte)
    Oracle unterstützt Replikationen besser
    In-Memory bei Oracle für Geschwindigkeit
    Flashback queries
    Transaktionskontrolle in Stored Procedures
    Ändern von Tabellen die in Views genutzt werden
    etc.pp.

    Für Oracle gibt es da eben noch eine Menge Gründe, bei denen Features eben nicht durch PostGreSQL unterstützt werden oder nicht so gut.

    PostGreSQL ist für manche Projekte nett - für andere der Horror.

    PeriscopeData hat ja schöne Teste mit der Geschwindigkeit gemacht. Eine nichtoptimierte Abfrage wurde 5 (+ ein Warmup) mal ausgeführt ->
    "select
    dashboards.name,
    count(distinct time_on_site_logs.user_id)
    from time_on_site_logs
    join dashboards on time_on_site_logs.dashboard_id = dashboards.id
    group by name
    order by count desc"

    Oracle: 6s

    PostGreSQL
    ...
    ...
    ...
    348 s

    Dann haben sie das Teil optimiert
    "select
    dashboards.name,
    log_counts.ct
    from dashboards
    join (
    select distinct_logs.dashboard_id,
    count(1) as ct
    from (
    select distinct dashboard_id, user_id
    from time_on_site_logs
    ) as distinct_logs
    group by distinct_logs.dashboard_id
    ) as log_counts
    on log_counts.dashboard_id = dashboards.id
    order by log_counts.ct desc"

    Oracle 3.8s
    PostGreSQL 7s.

    Da ist PostGreSQL natürlich viel näher dran.

    Aber : wie genau eine Abfrage aussieht hängt vom Wissen der Anwender ab. Und es ist in optimiert immer noch grob doppelt so langsam und langsamer wie die nichtoptimierte Oracle Version. (MySQL lag für nichtoptimiert um 30 und optimiert um 13, MS SQL um 5 und 2.5). Bei anderen Geschwindigkeitstests kenne ich es ähnlich, dass PostGreSQL zwar im Vergleich mit z.B. MySQL sehr gut mit großen Datenmengen umgehen kann, aber eher langsamer ist. Wenn jemand sich dann nicht einigermassen gut auskennt hat noch ein autovacuum in einer Spitzenlastzeit.

    Bei Versicherungen und Banken hast du normalerweise eher große Datenbanken. Ein schnelles DBMS kann sich da eher lohnen.

    Und dann je nach Anwendungsfall. Beispiel SAP - vergiss PostGreSQL. Wird nicht supported. Oracle, MSSQL, DB2, SAP Hana, SAP db.

    Also ich versteh durchaus, warum kein PostGreSQL eingesetzt wird (auch wenn ich PostGreSQL wegen der Lizenz mag)

  19. Re: Warum auch immer Oracle diese Sonderstellung noch hat

    Autor: Kleine Schildkröte 01.02.17 - 09:29

    gadthrawn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kleine Schildkröte schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > erschließt sich mir nicht nehr. Ich arbeite im
    > Versicherungs-/Bankensektor
    > > und es erschließt sich mir nicht, warum alle noch mit Oracle arbeiten.
    > Seit
    > > 15 Jahren kommst du in die Ingenieurstruppe einer jeden Versicherung und
    > > immer das gleiche: "Wir hätten lieber PostgreSQL". Mitlerweile gibt es
    > noch
    > > andere Datenbanken die genannt werden.
    >
    > Viele wollen halt, was gerade angesagt ist. Ich würde mich nicht wundern
    > wenn da bei dir mittlerweile einiges aus dem NoSQL Bereich oder Maria
    > genannt wird.
    >
    > z/Os -> kein ProstgreSql verfügbar
    > Unterstützte Programmiersprachen -> bei Oracle eine Menge mehr
    > Unterstützte ORM -> Oracle eine Menge mehr, schon verbreitete ala
    > EntityFramework haben mit PostGreSQL Probleme (keine native Anbindung, der
    > verbreitete Umweg führt zu einer extrem lahmen Geschichte)
    > Oracle unterstützt Replikationen besser
    > In-Memory bei Oracle für Geschwindigkeit
    > Flashback queries
    > Transaktionskontrolle in Stored Procedures
    > Ändern von Tabellen die in Views genutzt werden
    > etc.pp.
    >
    > Für Oracle gibt es da eben noch eine Menge Gründe, bei denen Features eben
    > nicht durch PostGreSQL unterstützt werden oder nicht so gut.
    >
    > PostGreSQL ist für manche Projekte nett - für andere der Horror.
    >
    > PeriscopeData hat ja schöne Teste mit der Geschwindigkeit gemacht. Eine
    > nichtoptimierte Abfrage wurde 5 (+ ein Warmup) mal ausgeführt ->

    Sei vorsichtig wem du was glaubst. Wir haben eine PostgreSQL auf einem Serververbund aufgesetzt und diese dann mit der Datenbank (ein paar TB) und mit dem zuvor aufgelaufenen Traffic rennen lassen. Die Oracle (24 Prozessor Board wenn ich mich recht entsinne) war gut 10x teurer als die eingesetzte Serverhardware, welche wir noch mit mehr Speicher ausbauen konnten und Geschwindigkeitsmäßig war Oracle abgeschlagen.

    Oracle hat bei gleicher Hardware Vorteile, aber wenn du die Oraclespeziallösungen kaufen musst, dann zählt dieser Vorteil nicht mehr.


    > Und dann je nach Anwendungsfall. Beispiel SAP - vergiss PostGreSQL. Wird
    > nicht supported. Oracle, MSSQL, DB2, SAP Hana, SAP db.

    Naja SAP lebt aber auch, wenn du Oracle Emulation bei den anderen Datenbanken einschaltest. Viele dieser Datenbanken können den Oracledialekt und bis auf exotische Sache wie spezielle befehle bei den stored procedures.

    > Also ich versteh durchaus, warum kein PostGreSQL eingesetzt wird (auch wenn
    > ich PostGreSQL wegen der Lizenz mag)

    Ich versteh es auch, aber in den letzten 15 bis 20 Jahren hatten sie genug Zeit Oracle zu ersetzen. Darin gab es genug Firmen die mindestens einmal die Software modernisiert und vollständig ersetzt haben. Ich bin momentan bei einer Firma, die Ersetzen nach 15 Jahren nun alle Software. Ist ein Projekt, was jetzt schon drei Jahre läuft und in einem Jahr dann die große Umstellungsphase anbricht. Nach einem weiteren Jahr ist dann alles ersetzt wurden.

  20. Re: Warum auch immer Oracle diese Sonderstellung noch hat

    Autor: SirFartALot 01.02.17 - 09:29

    Hm... einige unserer Kunden (Industriesektor) sind von Oracle auf PostgreSQL umgestiegen. Tendenz langsam steigend.

    "It's time to throw political correctness in the garbage where it belongs" (Brigitte Gabriel)
    Der Stuhlgang während der Arbeitszeit ist die Rache des Proletariats an der Bourgeoisie.

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