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  5. › Motion Control: Kamerafahrten für…

Ich bin verwirrt.

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  1. Ich bin verwirrt.

    Autor: Loxxx 24.02.17 - 12:43

    Solche Kamerasysteme werden eigtl. schon seit zig Jahren eingesetzt. Es mag ja sein, daß das besprochene System in der ein oder anderen Art bahnbrechend ist, aber der entscheidende Vorteil gegenüber Anderen hat sich mir nicht erschlossen - außer dem üblichen "höher, schneller, weiter" natürlich. Oder habe ich irgendwas entscheidendes überlesen?

  2. Re: Ich bin verwirrt.

    Autor: ProfessorNoetigenfalls 24.02.17 - 13:11

    Geht mir auch so. Ich glaube, dass schon bei dem ersten Star-Wars-Film aus den 70ern. Mehrfachbelichtungen mittels eines über mehrere Achsen steuerbaren Kameraarms erfolgten. Auch der musste dieselbe, einmal festgelegte Bewegungsabfolge genau wiederholen können, anders wären die Effekte damals nicht möglich gewesen.

  3. Re: Ich bin verwirrt.

    Autor: Ruthard 24.02.17 - 13:16

    Ja, das System heist: https://de.wikipedia.org/wiki/Dykstraflex

  4. Re: Ich bin verwirrt.

    Autor: John2k 24.02.17 - 13:37

    ProfessorNoetigenfalls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geht mir auch so. Ich glaube, dass schon bei dem ersten Star-Wars-Film aus
    > den 70ern. Mehrfachbelichtungen mittels eines über mehrere Achsen
    > steuerbaren Kameraarms erfolgten. Auch der musste dieselbe, einmal
    > festgelegte Bewegungsabfolge genau wiederholen können, anders wären die
    > Effekte damals nicht möglich gewesen.

    Wahrscheinlich war damals nur die Steuerung über 10 Achsen nicht möglich, so wie das bei dem System der Fall ist.

  5. Re: Ich bin verwirrt.

    Autor: derdiedas 24.02.17 - 14:09

    Roboter haben den Vorteil reproduzierbarer Kamerafahrten - die dann für den Composer und 3D Artist und dem virtuellem Greenscreen genauere Ergebnisse ermöglichen.

    Die technische Herausforderung bei diesen Robotern ist, das sie extrem Genau arbeiten müssen. Sprich aus voller Fahrt schwingungsfrei anhalten, und das bei etwa 40kg Kameragewicht (Ja die wiegen immer noch soviel). Und dann muss das Geraffel auch noch hochmobil sein.

    Roboter haben in der Filmbranche einen enormen Schub erhalten, da die Verschmelzung von Rechnerbasierter Produktion mit real Life Produktion damit wesentlich perfekter zusammenspielen kann. (Ein Kameramann kann "nur" nicht reproduzierbare Kamerafahrten machen, oder ist aktuell auf lineare Bewegungsmuster etwa durch Schienen limitiert.).

    Die karren mittlerweile ganze Robotergeschwader an die wildesten Filmsets mitten in der Wüste oder im Dschungel oder halt sonst wo.

    Gruß DDD

  6. Re: Ich bin verwirrt.

    Autor: Loxxx 24.02.17 - 14:40

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Roboter haben den Vorteil reproduzierbarer Kamerafahrten - die dann für den
    > Composer und 3D Artist und dem virtuellem Greenscreen genauere Ergebnisse
    > ermöglichen.
    >
    > Die technische Herausforderung bei diesen Robotern ist, das sie extrem
    > Genau arbeiten müssen. Sprich aus voller Fahrt schwingungsfrei anhalten,
    > und das bei etwa 40kg Kameragewicht (Ja die wiegen immer noch soviel). Und
    > dann muss das Geraffel auch noch hochmobil sein.
    >
    > Roboter haben in der Filmbranche einen enormen Schub erhalten, da die
    > Verschmelzung von Rechnerbasierter Produktion mit real Life Produktion
    > damit wesentlich perfekter zusammenspielen kann. (Ein Kameramann kann "nur"
    > nicht reproduzierbare Kamerafahrten machen, oder ist aktuell auf lineare
    > Bewegungsmuster etwa durch Schienen limitiert.).
    >
    > Die karren mittlerweile ganze Robotergeschwader an die wildesten Filmsets
    > mitten in der Wüste oder im Dschungel oder halt sonst wo.
    >
    > Gruß DDD

    Danke für deinen Beitrag. Hat zwar nix mit meiner Frage zu tun, aber danke. ^^

  7. Re: Ich bin verwirrt.

    Autor: Abdiel 24.02.17 - 15:43

    Sorry, aber Verfahrwege von 18 Metern und Wiederholgenauigkeiten von etwas unter einem Millimeter hauen einen Maschinenbauer jetzt nicht vom Hocker, ebensowenig die von 40 Kilo am Ausleger. Das solche konventionelle Technik endlich beherrschbar und in größerem Umfang für Filmproduktionen eingesetzt wird, zeigt allerdings, wie "alltagstauglich" das alles mittlerweile ist.

  8. Re: Ich bin verwirrt.

    Autor: derdiedas 24.02.17 - 17:18

    Vergiss es - das kann keiner der aktuellen Roboter der klassischen Hersteller.

    Vergiss nicht bei einem normalen Roboter fängt das Werkzeug erst nach dem erreichen der Zielposition und NACH dem abklingen des Zitterns an zu arbeiten. Eine Kamera aber mach kontinuierlich Bilder und da kommt das schwingen gar nicht gut an.

    Sprich diese Anforderung der Kamaraführung ist etwas das beim normalen Werkzeugeinsatz nicht bedacht (weil dort halt nicht relevant) wird. In der Automation ist für den Roboter nur ein kleiner Arbeitsbereich in dem er sauber arbeiten muss wichtig, bei der Kameraführung aber der komplette Bewegungsbereich eines Armes über alle Achsen hinweg.

    Gruß ddd

  9. Re: Ich bin verwirrt.

    Autor: Lasse Bierstrom 25.02.17 - 09:17

    Eher ist es so dass der Industrieroboter präziser arbeitet, aber eben härter geregelt wird. Die Schwingungen kommen von der Ausregelung auf exakte Positionen.
    Dem Industrieroboter kannst du im Koordinatensystem eine exakte Position vergeben, und er wird diese immer anfahren können.

    Der Kameraroboter wird weniger exakt eine bestimmte Position absolut im Raum anfahren können, aber diese sanfter/runder anfahren. Packst du weitere 20 kg dran, wird er durchhängen, ohne Korrektur. Macht aber nichts, solange das immer gleich passiert.
    Ein guter Vergleich ist hier der von einem hochpräzisen Fräser nachgefahrener Bleistiftstrich, den ein Künstler gemalt hat. Analog vs diskreter Positionen.



    Viele Roboter fahren komplexe Wege ab und müssen auf diesen genauso exakt verfahren. Eine Schweißnaht wird nicht über den ersten und letzten Punkt bestimmt ;-)

    Kameraroboter sind eine Nischenanwendung, und deswegen werden diese auch nicht von den großen Roboterhersteller bedient.

  10. Re: Ich bin verwirrt.

    Autor: Luke321 25.02.17 - 11:49

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vergiss es - das kann keiner der aktuellen Roboter der klassischen
    > Hersteller.
    > Vergiss nicht bei einem normalen Roboter fängt das Werkzeug erst nach dem
    > erreichen der Zielposition und NACH dem abklingen des Zitterns an zu
    > arbeiten. Eine Kamera aber mach kontinuierlich Bilder und da kommt das
    > schwingen gar nicht gut an.

    So wie z.b. Schweiß-, Lackier-, Schneid-, Mess- oder Rollfalzroboter? ;-)

    > Sprich diese Anforderung der Kamaraführung ist etwas das beim normalen
    > Werkzeugeinsatz nicht bedacht (weil dort halt nicht relevant) wird.

    Wie aus den Beispielen hervorgeht ist das Blödsinn.
    Ein Gewicht von 40kg ist auch vergleichsweise lächerlich.

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