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Lasermesh vs LowCostMesh

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  1. Lasermesh vs LowCostMesh

    Autor: jude 03.03.17 - 12:28

    Ein WLAN fähiges SoC wie Qualcoms AR9k kostet etwa 3 Euro.

    Zwei, drei Stück davon in jede Strassenlaterne und Freifunk lernt fliegen.

    Kostet fast nix.

    Aber ich weis schon jetzt wohin die Milliarden Fördergelder fliesen werden...

    lol, Neuland eben...
    Und sie ist angeblich Physikerin...

  2. Re: Lasermesh vs LowCostMesh

    Autor: ivanderamos 03.03.17 - 12:44

    jude schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein WLAN fähiges SoC wie Qualcoms AR9k kostet etwa 3 Euro.
    >
    > Zwei, drei Stück davon in jede Strassenlaterne und Freifunk lernt fliegen.
    >
    > Kostet fast nix.
    >
    > Aber ich weis schon jetzt wohin die Milliarden Fördergelder fliesen
    > werden...

    Anstelle von BND, CIA, GCHQ und Konsorten würde ich deinen Plan umsetzen. Gratisservice für alle, dafür darf mitgelesen werden. Funktioniert schließlich auch bei Google, Facebook...

  3. Re: Lasermesh vs LowCostMesh

    Autor: zampata 03.03.17 - 12:52

    jude schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein WLAN fähiges SoC wie Qualcoms AR9k kostet etwa 3 Euro.
    >
    > Zwei, drei Stück davon in jede Strassenlaterne und Freifunk lernt fliegen.
    So einfach ist das nicht, da sich die Basisstationen ständig gegenseitig stören, das heißt man muss die Rechweite auch so gering machen dass sich Laterne 1 und 3 nicht gegenseitig sehen. So kommst du aber aus der Wohnung nicht ins Netz.

  4. Re: Lasermesh vs LowCostMesh

    Autor: Chorris 03.03.17 - 13:37

    Das würde so nicht funktionieren denke ich.

    Das würde zwar "Verfügbarkeit" simulieren - aber die Bandbreite würde nicht stimmen.
    Entweder jede Laterne wird direkt an das Netz angeschlossen, was gigantische Kosten verursachen würde.
    Oder es wird ein Mesh gebildet damit die Daten von A nach Z "hüpfen".

    Angenommen es ist folgenedes Setup gegeben (I = Laterne)
    I===I===I===I===I===I===I===I===I===I(Netzanschluss)

    Hast du jetzt an jeder Laterne 5 Leute verbunden - dann gehen die Laternen Richtung Netzanschluss immer weiter in die Knie, da diese nicht nur die Pakete ihrer 5 Nutzer weiterleiten muss, sondern auch die SUMME ALLER vorangehenden Nutzer.
    Kurz gesagt die letzte Laterne muss dann ihre 300MBit/s (Was in dem Szenario absolut nicht erreichbar ist) durch 50 Nutzer teilen.
    Und jetzt denk mal weiter. Setz das Szenario mal in eine Großstadt in die Nähe eines Bürogebäudes o.Ä. - Da gehen die Dinger alleine von der Verbindungszahl in die Knie, da sind dann nicht 5 User, sondern evtl 50 Pro Laterne oder sogar mehr.

    Zunächst müssten potente AccessPoints in die Laternen die weit mehr als ein SoC bieten. 1300Mbit/s WLAN wohl mindestens (wenn da Umgebungsstörungen, Kanalüberlappungen, Paritäten etc. abgehen kommen da wohl kaum mehr 500-600 Mbit netto rüber). Dann müssen die Daten noch irgendwie ans eigentliche Netz.

    um das ganze halbwegs Effizient zu halten müssten dann alle X-Knoten einer an das Netz angeschlossen werden um eben die Last der einzelnen Knoten irgendwie handeln zu können (in dem Beispiel oben zb. jeder 5te da Daten ja von BEIDEN Richtungen kommen können - vom angeschlossenen knoten dann 5 nach Links und 5 nach Rechts).
    Dieser Knoten könnte entweder per Tiefbau angeschlossen werden (was Sinn macht aber teuer ist) oder eben per Richtfunk/Laser, was aber beim Netzbetreiber wieder hohe Kosten verursacht, da die Module dort stark erweitert und regelmäßig gewartet werden müssen.

    Eine relativ günstige - aber nicht durchgehend funktionierende - Lösung wäre ein Mesh wie von dir vorgeschlagen, welches sich automatisch in private Router einwählt.
    Das würde die Knoten entlasten und in der Stadt super funktionieren - vor allem wäre dann auch automatisiertes Load Balancing super einfach.

    Die Frage ist nur -> Wie ist das machbar?
    Wenn ein Gesetz erlassen wird, dass alle Router in DE ein Wlan aufspannen müssen (automatisiert - immer - irgendwie automatisch ohne zutun) und die ISPs diese spezial WLANs mit 10Mbit/s ohne Kosten /ohne Beeinflussung der Bandbreite für den Kunden versorgen - dann müssten die ISPs dennoch infrastruktur Ausbauen. Viele Städte schaffen gerade mal so 16Mbit für Kunden, da ist bspw. keine reserve für sowas.
    (Abgesehen davon will ich ehrlich gesagt keine Datenpakete von den vollidioten meiner folge-Generation in durch meinen Router haben...)

    Du siehst, in jedem denkbaren szenario wird es teuer, ineffizient oder auch rechtlich bedenklich.
    Wow, das ist mehr Text als erwartet - Hoffe ich konnte es richtig rüberbringen :)

  5. Re: Lasermesh vs LowCostMesh

    Autor: Jakelandiar 03.03.17 - 13:37

    zampata schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So einfach ist das nicht, da sich die Basisstationen ständig gegenseitig
    > stören, das heißt man muss die Rechweite auch so gering machen dass sich
    > Laterne 1 und 3 nicht gegenseitig sehen. So kommst du aber aus der Wohnung
    > nicht ins Netz.

    Anderer Kanal? Normalerweise nimmt man bei sowas Kanäle die sich nicht überschneiden und das Problem ist gelöst.

  6. Re: Lasermesh vs LowCostMesh

    Autor: langmartin 03.03.17 - 14:27

    Jakelandiar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > zampata schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > So einfach ist das nicht, da sich die Basisstationen ständig gegenseitig
    > > stören, das heißt man muss die Rechweite auch so gering machen dass sich
    > > Laterne 1 und 3 nicht gegenseitig sehen. So kommst du aber aus der
    > Wohnung
    > > nicht ins Netz.
    >
    > Anderer Kanal? Normalerweise nimmt man bei sowas Kanäle die sich nicht
    > überschneiden und das Problem ist gelöst.


    Davon gibt es ja im 2,4GHz Band so viele.

    5GHz SoC sind deutlich teurer...

  7. Re: Lasermesh vs LowCostMesh

    Autor: schmidax 03.03.17 - 14:33

    Hab ja keine Ahnung davon, daher meine Frage: hätte man bei dem Laser nicht die selben Probleme?

  8. Re: Lasermesh vs LowCostMesh

    Autor: Poison Nuke 03.03.17 - 15:01

    schmidax schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hab ja keine Ahnung davon, daher meine Frage: hätte man bei dem Laser nicht
    > die selben Probleme?

    es gibt aufjedenfall keine gegenseitige Störung. D.h. jede Verbindung hat auch tatsächlich 10GBit oder gar 100GBit. Und da sehen wir auch schon den nächsten Kernpunkt: 10GBit reicht locker aus um ein paar tausend Menschen zu versorgen mit jeweils ein paar hundert MBit, ohne das es zu Engpässen kommen würde. In der Praxis würden wohl sogar ein paar zehntausend damit versorgt werden.


    Und das LaserMesh wäre auch eher ein _richtiges_ Mesh verglichen mit dem Laternenansatz, wo man sehr lange "Linien" hat. Somit würde sich die Bandbreite auch jeweils optimal verteilen.

  9. Re: Lasermesh vs LowCostMesh

    Autor: Moe479 04.03.17 - 05:54

    letzteres ist vor allem technischen ein rechtliches problem da ein privater bereitsteller nicht automatisch als provider im haftungseinschränkendem sinne gilt sondern eher als störer im haftungen übernehmendem sinne ... der, der das ändert, der bekommt auch sein mesh, denn private anschlüsse gibt es zu genüge in nahezu jedem straßenzug.

    die private aktzeptanz selbst ungenutzte, aber bezahlte kapazitäten anderen zur verfügung zu stellen dürfte groß sein, denn das ist ja, wie jemandem abfall zu schenken ... oder?



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 04.03.17 06:02 durch Moe479.

  10. Re: Lasermesh vs LowCostMesh

    Autor: Kleba 04.03.17 - 11:19

    jude schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein WLAN fähiges SoC wie Qualcoms AR9k kostet etwa 3 Euro.
    >
    > Zwei, drei Stück davon in jede Strassenlaterne und Freifunk lernt fliegen.
    >
    > Kostet fast nix.
    >
    > Aber ich weis schon jetzt wohin die Milliarden Fördergelder fliesen
    > werden...
    >
    > lol, Neuland eben...
    > Und sie ist angeblich Physikerin...

    Ich weiß zwar nicht, was der letzte Satz mit dem Artikel oder ähnlichem zu tun haben soll, aber nach dem Beitrag kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass "sie" zumindest mehr Ahnung hat als du.

  11. Re: Lasermesh vs LowCostMesh

    Autor: Jakelandiar 06.03.17 - 12:23

    langmartin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Davon gibt es ja im 2,4GHz Band so viele.

    Wozu brauchst du Viele? So eine Laterne soll nicht 8 Laternen weit strahlen. 1-2 reicht. Dann gibt es da keine Probleme mit der Kanalanzahl.

    > 5GHz SoC sind deutlich teurer...

    Und unnötig. Wobei 5GHz auch für Mobiltelefone genutzt werden könnte mit dem neuen Standard (LAA-LTE). Ob man das aber unterstützen möchte ist eine andere Sache.

  12. Re: Lasermesh vs LowCostMesh

    Autor: langmartin 08.03.17 - 20:32

    Jakelandiar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > langmartin schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Davon gibt es ja im 2,4GHz Band so viele.
    >
    > Wozu brauchst du Viele? So eine Laterne soll nicht 8 Laternen weit
    > strahlen. 1-2 reicht. Dann gibt es da keine Probleme mit der Kanalanzahl.


    D.h. ab sofort hat kein Mensch mehr sein privates WLAN? Oder wie sehen deine Straßenzüge die du vermeshen willst aus? Düstere Allee? Oder doch eher Altstadt mit unzähligen Privatwohnungen.

    Ich meine dass man eher in der Altstadt Nutzer erreichen wird. Aber hey, wer bin ich schon zu urteilen, ggf. gibt es auch Vorzüge wenn man Menschen in menschenleere, düstere Ecken lockt.

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