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  5. › Urteil: Wikipedia darf Tron weiter…

Gute Entscheidung + miese Anwaelte

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  1. Gute Entscheidung + miese Anwaelte

    Autor: motzerator 12.05.06 - 12:53

    Hi

    Also ich find die Entscheidung absolut korrekt. Ansonsten dürfte ja über den Realnamen verstorbener nicht mehr berichtet werden. Dieser gehört jedoch einfach dazu.

    Völlig unverständlich ist für mich nach wie vor das Vorgehen der Eltern. Sicher mag es ihnen unangenehm sein, das ihr Name da genannt wird. Aber erst durch diese Mega Aktion ist überhaupt die breite Masse auf den Fall aufmerksam geworden.

    Als ich den Artikel hier auf Golem gelesen habe, habe ich sofort wieder Lust bekommen, auf Wikipedia den Namen nachzuschlagen *lol* hatte ihn schon wieder vergessen.

    Also liebe Eltern, den aktuellen Presserummel habt ihr selber verursacht und so schlimm ist die Namensnennung auch nicht, zwischen Abschalltung der Wikipedia Seite und dem Urteil jetzt hatte ichs wieder vergessen. Namen sind ja auch Schall und Rauch... :)

    Chris


  2. Re: Gute Entscheidung + miese Anwaelte

    Autor: anonymous 12.05.06 - 13:20

    Ich sehe das anders.
    Meiner Meinung nach ist der Presserummel durch Wiki(m|p)edia entstanden, weil die alles aber auch wirklich alles getan haben um den Wunsch der Eltern wirksam der Oeffentlichkeit zu uebermitteln.

    Ein paar Anhaltspunkte:
    - ewig langes diskutieren auf der oeffentlichen Diskussionsseite des Artikels
    - geleakte Dokumente
    - ueberreagieren auf Verfuegungen

    Wenn ich daran denke, dass die ganze Aktion dann soweit ausgeartet ist, dass hysterische Wikipedia-Fans den Vater persoenlich beschimpfen und psychologisch angreifen, fehlt mir leider jegliches Verstaendnis fuer diese grenzdebilen Anhaenger.

  3. Re: Gute Entscheidung + miese Anwaelte

    Autor: Rainer Haessner 12.05.06 - 13:30

    Hallo,

    > Ich sehe das anders.
    > Meiner Meinung nach ist der Presserummel durch
    > Wiki(m|p)edia entstanden, weil die alles aber auch
    > wirklich alles getan haben um den Wunsch der
    > Eltern wirksam der Oeffentlichkeit zu
    > uebermitteln.

    Wie soll man denn ein Linkverbot verheimlichen?

    Und inwiefern ist irgendjemand bei der Wikipedia fuer die dilettantisch zugestellte EV verantwortlich?

  4. Re: Gute Entscheidung + miese Anwaelte

    Autor: Tyler Durden 12.05.06 - 13:46

    anonymous schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ich sehe das anders.
    > Meiner Meinung nach ist der Presserummel durch
    > Wiki(m|p)edia entstanden, weil die alles aber auch
    > wirklich alles getan haben um den Wunsch der
    > Eltern wirksam der Oeffentlichkeit zu
    > uebermitteln.

    Kann man noch mehr öffentliche Aufmerksamkeit provozieren als die Weiterleitung von wikipedia.de auf de.wikipedia.org per einstweilige Verfügung zu unterbinden?

    Das war eine Sache die man kaum geheim halten konnte und bei der gegenüber der Öffentlichkeit Erklärungsbedarf seitens wikipedia bestand

    Golem hatte auch nen Artikel darüber. Wenn es um die Erreichbarkeit von wikipedia geht ist öffentliches Interesse vorhanden!
    Das wussten die Eltern aber

    Aber die haben ja auch versucht sich in der Öffentlichkeit als "Retter des Pressekodex" feiern zu lassen

    > Ein paar Anhaltspunkte:
    > - ewig langes diskutieren auf der oeffentlichen
    > Diskussionsseite des Artikels
    > - geleakte Dokumente
    > - ueberreagieren auf Verfuegungen

    Die Verfügung war doch schon überzogen

    Und spätestens als der Anwalt der Eltern mit Formfehlern argumentierte war die Sache doch klar verloren.

    > Wenn ich daran denke, dass die ganze Aktion dann
    > soweit ausgeartet ist, dass hysterische
    > Wikipedia-Fans den Vater persoenlich beschimpfen
    > und psychologisch angreifen, fehlt mir leider
    > jegliches Verstaendnis fuer diese grenzdebilen
    > Anhaenger.

    Du kannst jetzt aber schon zwischen wikipedia und irgendwelchen durchgeknallten, selbsternannten Pseudo-Anhängern unterscheiden?

    TD

  5. Re: Gute Entscheidung + miese Anwaelte

    Autor: lulula 12.05.06 - 15:12

    Rainer Haessner schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Wie soll man denn ein Linkverbot verheimlichen?

    In dem man - wie verlangt - nur den einen Artikel nicht mehr verlinkt. Wäre das irgendjemandem aufgefallen? wohl wenigen.

    Aber so eine komplette Unterlassung aller links, was gibt es besseres, als die anderen öffentlich als Bösewicht zu brandmarken.

    Das war aller unterstes niveau.

    lulula

  6. Re: Gute Entscheidung + miese Anwaelte

    Autor: detrimens 12.05.06 - 15:21

    Tyler Durden schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Kann man noch mehr öffentliche Aufmerksamkeit
    > provozieren als die Weiterleitung von wikipedia.de
    > auf de.wikipedia.org per einstweilige Verfügung zu
    > unterbinden?

    Hat niemand. Die EV betraf nur den einen Beitrag

    > Golem hatte auch nen Artikel darüber. Wenn es um
    > die Erreichbarkeit von wikipedia geht ist
    > öffentliches Interesse vorhanden!

    Das ist genau der Punkt. Der Rechtsstreit war nicht vom öffentlichen Interesse. Selbst die Sperrung des einen Artikels nicht.
    Erst das überzogene Verhalten von Wikipedia hat ihn öffentlich gemacht.

    > Aber die haben ja auch versucht sich in der
    > Öffentlichkeit als "Retter des Pressekodex" feiern
    > zu lassen

    > Die Verfügung war doch schon überzogen

    Wieso?
    Der Vater war der Meinung, er darf gegen den Artikel vorgehen.
    Und das Gericht, dass die EV ausgestellt hat, sah das auch so.
    Wie Wiki reagiert hat war imho überzogen.

    > Du kannst jetzt aber schon zwischen wikipedia und
    > irgendwelchen durchgeknallten, selbsternannten
    > Pseudo-Anhängern unterscheiden?

    Warum hat Wikipedia die Sache so an die große Glocke gehängt?
    Notwendig war es nicht. Vieleicht doch auch, um den Volkszorn auf den Gegner zu lenken?

    d.

  7. Re: Gute Entscheidung + miese Anwaelte

    Autor: Himuralibima 12.05.06 - 15:36

    lulula schrieb:
    -------------------------------------------------------
    >
    > > Wie soll man denn ein Linkverbot
    > verheimlichen?
    >
    > In dem man - wie verlangt - nur den einen Artikel
    > nicht mehr verlinkt. Wäre das irgendjemandem
    > aufgefallen? wohl wenigen.
    >
    > Aber so eine komplette Unterlassung aller links,
    > was gibt es besseres, als die anderen öffentlich
    > als Bösewicht zu brandmarken.

    Und das ist dummes Gewäsch. Es gab nie einen Link zu irgendeinem Artikel. Was es gab und weiterhin gibt, und was als einziges abschaltbar war, ist eine generelle Weiterleitung, die ganz unabhängig davon funktioniert, ob da ein Artikel ist oder nicht.

    Von Überreaktion also keine Rede. Wikimedia hat den angeordneten Eingriff mit minimalem Aufwand durchgeführt. Es war auch nicht das Verdienst Floricics, daß die Weiterleitung nach einigen Tagen wieder möglich war, sondern das ist auf Initiative von Wikimedia und ihren Anwälten möglich geworden.

  8. Re: Gute Entscheidung + miese Anwaelte

    Autor: Himuralibima 12.05.06 - 15:46

    detrimens schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Die EV betraf nur den einen Beitrag

    Es gab und gibt aber keine Beitragsbezogene Weiterleitung, die hätte per EV gestoppt werden können, sondern nur eine, die völlig unabhängig davon funktioniert, ob ein Beitrag überhaupt existiert. Nur diese konnte und mußte abgeschaltet werden.

    Die EV verlangte von Wikimedia ausdrückliche, jede Weiterleitung zu unterlassen, solange der Artikel bei Wikipedia vorgehalten werde.

    > Erst das überzogene Verhalten von Wikipedia hat
    > ihn öffentlich gemacht.

    Das exakte, buchstäbliche Befolgen einer EV ist keine Überreaktion.

    > Warum hat Wikipedia die Sache so an die große
    > Glocke gehängt?

    Sie mußten der EV nachkommen, die die Weiterleitung ausdrücklich untersagt hat, und zwar jegliche Weiterleitung.

    > Notwendig war es nicht.

    Es war exakt so per EV angeordnet. Der Wikimedia stand es nicht frei, sie anders auszulegen oder sie zu umgehen, um den Zugang zu anderen Wikipedia-Artikeln freizuhalten.

  9. Re: Gute Entscheidung + miese Anwaelte

    Autor: Rainer Haessner 12.05.06 - 15:51

    Hallo,


    > > Kann man noch mehr öffentliche
    > Aufmerksamkeit
    > provozieren als die
    > Weiterleitung von wikipedia.de
    > auf
    > de.wikipedia.org per einstweilige Verfügung
    > zu
    > unterbinden?
    >
    > Hat niemand. Die EV betraf nur den einen Beitrag

    Ja, diejenige, die ihren Bestimmungsort dank eines *nicht* durch Wikipedia zu verantwortenden Dilettantismus nicht fristgerecht erreichte.
    Da muessen wir nicht einmal ueber deren Inhalt diskutieren.

    > Wieso?
    > Der Vater war der Meinung, er darf gegen den
    > Artikel vorgehen.
    > Und das Gericht, dass die EV ausgestellt hat, sah
    > das auch so.
    > Wie Wiki reagiert hat war imho überzogen.

    Ja, was waere denn die Alternative zur Befolgung des Linkverbotes
    gewesen? Diese EV zu ignorieren? Ein Rechtsbruch mithin? Wolltest Du das ausdruecken?

    >
    > > Du kannst jetzt aber schon zwischen wikipedia
    > und
    > irgendwelchen durchgeknallten,
    > selbsternannten
    > Pseudo-Anhängern
    > unterscheiden?
    >
    > Warum hat Wikipedia die Sache so an die große
    > Glocke gehängt?

    Gib doch einfach mal ein Beispiel, was man schrieben soll, wenn der Link www.wikipedia.de nicht zum gewuenschten Ziel fuehrt.

    "Aufgrund unguenstiger Mondphase empfehlen wir waehrend der naechsten Wochen de.wikipedia.org einzutippen"?
    Ist jetzt ein bischen ueberspitzt, einverstanden, aber machs doch einfach einmal besser.

  10. Re: Gute Entscheidung + miese Anwaelte

    Autor: Tyler Durden 12.05.06 - 16:42

    detrimens schrieb:

    > Der Rechtsstreit war
    > nicht vom öffentlichen Interesse.

    Wie schon gesagt: Selbst Golem hatte mehrere Artikel zu dem Thema
    Und das sicherlich nicht, weil sie von Wikipedia dafür Geld kassiert haben, sondern weil das für die Öffentlichkeit von Interesse war
    Wenn Du dich echauffieren willst, dann bitte über alle Medien, die über den Fall berichtet haben. Denn das haben sie aus einem Grund gemacht, den Du ja nicht akzpetieren willst.

    TD

  11. Re: Gute Entscheidung + miese Anwaelte

    Autor: redox 13.05.06 - 02:58

    Tyler Durden schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > detrimens schrieb:
    >
    > > Der Rechtsstreit war
    > nicht vom
    > öffentlichen Interesse.
    >
    > Wie schon gesagt: Selbst Golem hatte mehrere
    > Artikel zu dem Thema
    > Und das sicherlich nicht, weil sie von Wikipedia
    > dafür Geld kassiert haben, sondern weil das für
    > die Öffentlichkeit von Interesse war
    > Wenn Du dich echauffieren willst, dann bitte über
    > alle Medien, die über den Fall berichtet haben.
    > Denn das haben sie aus einem Grund gemacht, den Du
    > ja nicht akzpetieren willst.
    >
    > TD

    Ihr könnt noch 10-mal versuchn ihn zu überzeugen, er wird euch jedes mal mit seinen gleichen Argumenten "überrumpeln"....

  12. Re: Gute Entscheidung + miese Anwaelte

    Autor: Martin Kaiser 13.05.06 - 10:06

    Hatten die Eltern vor der EV mal Kontakt mit Wiki und gefragt, ob es möglich wäre, den Namen nicht zu nennen? Einfach mal ganz höflich und ohne Anwälte? Eigentlich hat die ganze Geschichte doch keinen mehr interessiert. Erst mit der EV haben sie doch den ganzen Staub aufgewirbelt und sich in das Bewustsein einer ganz kleinen Öffentlichkeit gespielt. Einige Hundert, vielleicht einige Tausend haben sich erinnert, aha- da war doch mal was!
    Die jetzige Entscheidung ist aus vielen Gründen zu begrüßen. Die Gerichte sollten zukünftig genauer prüfen, ob dem Antrag auf eine EV so leicht stattgegeben werden sollte. Hätte man den Antrag gleich abgewiesen, dann wäre der ganze Rummel nicht entstanden. Allerdings hätten einige Anwälte auch kein Fleisch in der Sonntagssuppe.

  13. Re: Gute Entscheidung + miese Anwaelte

    Autor: Tyler Durden 13.05.06 - 12:35

    Martin Kaiser schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Hatten die Eltern vor der EV mal Kontakt mit Wiki
    > und gefragt, ob es möglich wäre, den Namen nicht
    > zu nennen?

    Die Frage kann sich doch wohl jeder selber beantworten, der weiss wie ein Wiki grundlegend funktioniert


    TD

  14. Re: Gute Entscheidung + miese Anwaelte

    Autor: HB 13.05.06 - 17:28

    detrimens schrieb:

    > Das ist genau der Punkt. Der Rechtsstreit war
    > nicht vom öffentlichen Interesse. Selbst die
    > Sperrung des einen Artikels nicht.
    > Erst das überzogene Verhalten von Wikipedia hat
    > ihn öffentlich gemacht.

    > Der Vater war der Meinung, er darf gegen den
    > Artikel vorgehen.
    > Und das Gericht, dass die EV ausgestellt hat, sah
    > das auch so.

    Ähm nein. Du solltest dich informieren, was eine einstweilige Verfügung überhaupt ist. Eine einstweilige Verfügung ist kein Gerichtsurteil, kein Ergebnis einer Prüfung des Sachverhalts sondern eine juristische Notbremse. Ob das ziehen der Notbremse gerechtfertigt war, entscheidet sich immer erst danach.

    > Wie Wiki reagiert hat war imho überzogen.

    Nein! Wikipedia hat vollkommen richtig reagiert. Eine Gerichtsentscheidung zugunsten der Eltern wäre ein Präzedenzfall gewesen und wäre ebenso wie eine Artikelsperre für Wikipedia nicht hinnehmbar. Durch ein Präzedenzurteil zugunsten der Eltern wäre das Projekt Wikipedia und andere vergleichbare Internetprojekte in Deutschland Geschichte. Wikipedia konnte sich so ein Urteil nicht leisten, deshalb hat man Wikipedia.de komplett abgeschaltet, weil es ansonsten EVs von anderen Betroffenen für alle möglichen Artikel gehagelt hätte.

  15. Re: Gute Entscheidung + miese Anwaelte

    Autor: Himuralibima 15.05.06 - 17:03

    Martin Kaiser schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Hatten die Eltern vor der EV mal Kontakt mit Wiki
    > und gefragt, ob es möglich wäre, den Namen nicht
    > zu nennen? Einfach mal ganz höflich und ohne
    > Anwälte?

    Indirekt: Nicht die Eltern selbst, die vom Internet augenscheinlich nichts verstehen. Es gab einen Editierkrieg, der zur zeitweiligen Sperre von Artikelanderungen führte. Das ist in der Wikipedia wie üblich in allen Einzelheiten dokumentiert.

    Dabei wurde klar, daß es den Eltern weder um den Ruf ihres Sohns ging, der ja auch gar nicht verunglimpft, sondern eher schon heroisiert wird, und auch nicht um die Wikipedia, sondern um die Geschäftsschädigung für ihr Reisebüro durch ein Buch bzw. einen Film.

    Dagegen vorzugehen war den Eltern aber wegen des höheren Streitwerts allem Anschein nach zu riskant, und deshalb suchten sie sich, von ihrem unbedarften Anwalt ganz offenbar äußerst schlecht beraten, ein vermeintlich leichteres Ziel.

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