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Europa => Steinzeit & Hungerlohn

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  1. Europa => Steinzeit & Hungerlohn

    Autor: serles 11.03.17 - 16:16

    In den Vereinigten Staaten gibt es Innovationen ohne Ende, denn im Gegensatz zu EU, verdienen Hochqualifizierte dort richtig VIEL Geld.

    In den Vereinigten Staaten kann ein guter AI-Expert 300000-400000$ verdienen. Was bezahlt man für so einen Beruf in Deutschland? Wahrscheinlich nicht mehr als 65000¤ (69000$). Welche Experten werden denn für diesen Hungerlohn überhaupt arbeiten gehen? Die Zukunft der EU sieht schwarz aus.

    Das einzige was ich in Europa gesehen habe, dass Millionen von indischen so genannten "Softwareentwickler" einstellt werden, welche schon mit 18 einen Uni-Abschluss besitzen (sicherlich gekauft) und können nicht mal ein paar CSS statements anlegen.

    Ich werde bald zurück nach Amerika fahren und ich werde EU & Deutschland sicherlich nicht vermissen. Im Gegenteil!

  2. Re: Europa => Steinzeit & Hungerlohn

    Autor: 486dx4-160 11.03.17 - 16:34

    In der Metall- und Elektroindustrie verdienst du nach Tarif schon als einfacher Sysadmin 60k¤.

  3. Re: Europa => Steinzeit & Hungerlohn

    Autor: baltasaronmeth 11.03.17 - 16:46

    Auf dass OP uns zu dem Baume führt, von dem er zu rauchen pflegt!

  4. Re: Europa => Steinzeit & Hungerlohn

    Autor: Kleba 11.03.17 - 19:26

    serles schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In den Vereinigten Staaten gibt es Innovationen ohne Ende, denn im
    > Gegensatz zu EU, verdienen Hochqualifizierte dort richtig VIEL Geld.

    Auch in der EU gibt es Innovationen (nur wird hier nicht so damit geprahlt wie in den USA). Aber ich gebe dir insofern Recht, als das die "Grundstimmung" und Risikobereitschaft teilweise deutlich anders ist.

    > In den Vereinigten Staaten kann ein guter AI-Expert 300000-400000$
    > verdienen. Was bezahlt man für so einen Beruf in Deutschland?

    Jetzt mal halblang. Die 300K - 400K zahlt a) auch nicht jeder Arbeitgeber und b) ist das deutlich zu pauschal. Als Experte kannst du hier in DE auf selbstständiger Basis vergleichbar viel verdienen. Selbst ich kann auf selbstständiger Basis ab etwa 120 EUR/h in Rechnung stellen. Wenn ich das jetzt auf eine 40h-Woche pauschal aufs Jahr hochrechne bin ich auch schon bei 230K EUR - und ich bin beileibe kein AI-Experte. Experten mit dem ich meinem Umfeld (ERP-Systeme / Datenbanken) gearbeitet habe, stellen auch einen ggf. deutlich höheren Stundensatz in Rechnung (175 - 200 EUR/h). Die sind bei 175 EUR/h schon bei 336K aufs Jahr (jeweils ohne irgendwelche Abzüge - wie man es fairerweise ggü. den US Einkommen machen muss).

    Also: mal nicht so übertreiben.

    Und außerdem: jetzt bitte nicht auf dem Unterschied zwischen Angestellten und Selbstständigen rumreiten. Ein "Angestelltenverhältnis" bei den großen Tech-Unternehmen (in den USA), hat nichts mit dem zu tun, was wir hier unter Angestelltenverhältnis verstehen (Lektüre gibt es dazu nach einer kurzen Google-Suche genug).

    > Wahrscheinlich nicht mehr als 65000¤ (69000$). Welche Experten werden denn
    > für diesen Hungerlohn überhaupt arbeiten gehen? Die Zukunft der EU sieht
    > schwarz aus.

    Mal als Vergleich: die Wohnung die ich jetzt habe (in Hamburg, mit sowieso schon hohen Mieten) würde mich in San Francisco ab 4.500 USD/Monat kosten (ist gut das 5,5-fache). Das ist auch ein nicht zu unterschlagender Unterschied was die Einkommen betrifft.

    > Das einzige was ich in Europa gesehen habe, dass Millionen von indischen so
    > genannten "Softwareentwickler" einstellt werden, welche schon mit 18 einen
    > Uni-Abschluss besitzen (sicherlich gekauft) und können nicht mal ein paar
    > CSS statements anlegen.

    Also ich habe bis jetzt in keinem Unternehmen diese Inder getroffen (zumindest nicht, wenn nicht irgendwas nach Indien outgesourct wurde). Die Inder die ich getroffen habe, hatten das was sie für ihre Position auf dem Kasten haben mussten auch gekonnt.

    > Ich werde bald zurück nach Amerika fahren und ich werde EU & Deutschland
    > sicherlich nicht vermissen. Im Gegenteil!

    Ich denke ich spreche für alle, wenn ich sage: Farewell - mit der Einstellung werden dich wenig vermissen.

  5. Re: Europa => Steinzeit & Hungerlohn

    Autor: TC 11.03.17 - 22:43

    Das Zeug ist wahrscheinlich so teuer, daß er deswegen 69k als Hungerlohn betitelt...

  6. Re: Europa => Steinzeit & Hungerlohn

    Autor: ArcherV 11.03.17 - 22:44

    486dx4-160 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In der Metall- und Elektroindustrie verdienst du nach Tarif schon als
    > einfacher Sysadmin 60k¤.


    im TVöD leider nicht... 60k¤ wäre mal sowas von ein Traumgehalt :D

  7. Re: Europa => Steinzeit & Hungerlohn

    Autor: Kleba 12.03.17 - 10:44

    ArcherV schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 486dx4-160 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > In der Metall- und Elektroindustrie verdienst du nach Tarif schon als
    > > einfacher Sysadmin 60k¤.
    >
    > im TVöD leider nicht... 60k¤ wäre mal sowas von ein Traumgehalt :D

    Das kommt glaube ich drauf an. Ein ehemaliger Kollege von mir (Entwickler) ist von seiner letzten Stelle in eine öffentliche Einrichtung gewechselt und wird nach TVöD entlohnt. Der liegt auch noch darüber. Wenn man studiert hat und etwas Berufserfahrung hat kann man da jeweils hinkommen.
    Aber es stimmt: im öffentlichen Dienst sind die Einkommen "limitierter" als in der "freien Wirtschaft".

  8. Re: Europa => Steinzeit & Hungerlohn

    Autor: ArcherV 12.03.17 - 10:48

    Kleba schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man studiert
    > hat und etwas Berufserfahrung hat kann man da jeweils hinkommen.

    Das ist der Knackpunkt, um "Sysadmin" zu sein brauchst du kein Studium, da reicht auch eine drei jährige Ausbildung als Fachinformatiker, oder wie in meinem Fall, als IT-Systemelektroniker.

  9. Re: Europa => Steinzeit & Hungerlohn

    Autor: holminger 12.03.17 - 11:20

    serles schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich werde bald zurück nach Amerika fahren und ich werde EU & Deutschland
    > sicherlich nicht vermissen. Im Gegenteil!
    Tu das! Wir werden Dich auch nicht vermissen!
    Noch eine Bitte. Sei dann auch so konsequent und beantrage auch die US-Staatsbürgerschaft und gibt die Deutschen auf. Ich hasse Rosinenpicken.

    BTW: Die Ausbildung in D war aber gut?

  10. Re: Europa => Steinzeit & Hungerlohn

    Autor: laserbeamer 12.03.17 - 11:32

    US Gehälter mit deutschen zu vergleichen ist auch immer super sinnvoll...
    Komplett andere Steuersysteme, Rentensysteme, Krankenversicherung.
    Dann muss man wenn man in den Metropolen der it Industrie arbeitet auch noch nen Haufen Geld hinlegen für eine Wohnung, also wie das genannte San Francisco oder direkt Silicon valley.
    Das dürfte in Deutschland eher München entsprechen.

    Besonders super wirds wenn man Kinder will, das wird drüben dann schnell teuer... Ein bekannter hat drei Töchter von denen zwei gerade studieren und eine in zwei Jahren auch damit anfängt.
    Die Kosten ihn quasi alleine was das Studium angeht etwa 4000¤ im Monat (ich meine knapp 260¤ Semesterkosten und 220¤ im Monat für das Wohnheim hat er erzählt), in den USA liegen die Kosten inkl Zimmer bei etwa 40000$.

    Also so einfach lässt sich das nicht vergleichen.

  11. Re: Europa => Steinzeit & Hungerlohn

    Autor: thesmann 12.03.17 - 20:08

    laserbeamer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > US Gehälter mit deutschen zu vergleichen ist auch immer super sinnvoll...
    > Komplett andere Steuersysteme, Rentensysteme, Krankenversicherung.

    Stimmt. DIe Steuen sind hier niedriger, die Rente ist privat (also nicht zwangsweise 20%) und wird vom AG gefoerdert (50-100% Matching), Krankenversicherung ist privat, aber trotz Selbstbeteiligung billiger als die gesetzliche in DE (an der Betragsbemessungsgrenze). Insgesamt hat man mehr Netto vom Brutto.

    Mehrwertsteuer ist (hier in WA) 10% (Lebensmittel 0%). Dafuer 1% Vermoegenssteuer auf Haeuser und Autos (in King County).

    > Dann muss man wenn man in den Metropolen der it Industrie arbeitet auch
    > noch nen Haufen Geld hinlegen für eine Wohnung, also wie das genannte San
    > Francisco oder direkt Silicon valley.
    > Das dürfte in Deutschland eher München entsprechen.

    Wenn man direkt in SF wohnen will ist man schnell mal 3000+ fuer eine 1 Zimmer Wohnung los, aber mit Familie zieht man eh nach ausserhalb. In Seattle findet man was fuer die Haelfte, bei nur wenig niedrigerem Gehalt.

    > Besonders super wirds wenn man Kinder will, das wird drüben dann schnell
    > teuer... Ein bekannter hat drei Töchter von denen zwei gerade studieren und
    > eine in zwei Jahren auch damit anfängt.
    > Die Kosten ihn quasi alleine was das Studium angeht etwa 4000¤ im Monat
    > (ich meine knapp 260¤ Semesterkosten und 220¤ im Monat für das Wohnheim hat
    > er erzählt), in den USA liegen die Kosten inkl Zimmer bei etwa 40000$.

    Die Gebuehren haengen sehr stark von der Uni ab. Wenn man unbedingt an einer Eliteuni studieren will wird es teuer. Die Studiengebuehren an unserer lokalen oeffentlichen Uni liegen bei ca 10k (wenn man im State lebt).

    > Also so einfach lässt sich das nicht vergleichen.

    Man kann es nicht so einfach vergleichen, aber wenn man hier einen guten Job hat bekommt man genug, dass einem die Mehrausgaben keine Sorgen bereiten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.03.17 20:09 durch thesmann.

  12. Re: Europa => Steinzeit & Hungerlohn

    Autor: laserbeamer 12.03.17 - 20:54

    Dem ist wohl so, also wenn man nen guten Job hat kann man hier und dort gut leben.
    Aber wenn du Mal den Job los bist wäre ich lieber in Deutschland, meiner Meinung nach kümmert man sich hier doch noch mehr um seine Mitmenschen mit weniger Glück.

    PS die Studiengebühren waren der Durchschnitt der privaten Unis 2012, staatliche wären 18k im Durchschnitt gewesen.

  13. Re: Europa => Steinzeit & Hungerlohn

    Autor: ArcherV 12.03.17 - 20:56

    laserbeamer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dem ist wohl so, also wenn man nen guten Job hat kann man hier und dort gut
    > leben.
    > Aber wenn du Mal den Job los bist wäre ich lieber in Deutschland, meiner
    > Meinung nach kümmert man sich hier doch noch mehr um seine Mitmenschen mit
    > weniger Glück.
    >
    > PS die Studiengebühren waren der Durchschnitt der privaten Unis 2012,
    > staatliche wären 18k im Durchschnitt gewesen.

    Aus Arbeitsplatzsicherheit-Sicht ist Deutschland echt ein Traum, vor allem im öD.

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