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Hab Netflix gekündigt nach dem sie mir VPN abgedreht haben....

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  1. Hab Netflix gekündigt nach dem sie mir VPN abgedreht haben....

    Autor: DooMRunneR 30.03.17 - 10:35

    Das Angebot in Europa ist lächerlich im Vergleich zu den USA.

    Wegen dem schritt haben sie glaube ich doch einige Kunden verloren die jetzt wieder anderweitig an das Material kommen.....

  2. Re: Hab Netflix gekündigt nach dem sie mir VPN abgedreht haben....

    Autor: ChristianKpunkt 30.03.17 - 10:46

    Gibt's da jetzt überhaupt noch Möglichkeiten ohne extremen (!) technischen Aufwand?

  3. Re: Hab Netflix gekündigt nach dem sie mir VPN abgedreht haben....

    Autor: Skwirrel 30.03.17 - 10:47

    https://www.golem.de/news/geoblocking-netflix-gewinnt-im-kampf-gegen-unblocker-und-vpn-1610-123874.html

    Da nochmal zum nachlesen. Die meisten tun so, als ob Netflix mit Absicht das Angebot
    klein hält.

    "...Dies geschehe auf Druck der Filmstudios, die sich durch Geoblocking höhere Gewinne versprechen..."

    Ihre eigenen Produktionen sind weltweit verfügbar?!

    Und wenn Netflix nichts macht, dann sagen sich irgendwann die Filmstudios:
    "Gut dann gibts keine Senderechte mehr" oder Strafzahlungen oder was weiß ich.
    Somit würde das Angebot immer kleiner und kleiner werden und am Ende gibt es halt nichts mehr und dann wars das mit Netflix.

    Die sind mehr dazu gezwungen dies zu tun. Und nur weil 10 von 10000 Netflix Abonnenten aus Deutschland vllt diese Serie aus den USA sehen wollen, heißt das nicht, dass sich das für Netflix rechnet.

  4. Re: Hab Netflix gekündigt nach dem sie mir VPN abgedreht haben....

    Autor: DooMRunneR 30.03.17 - 15:45

    Skwirrel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da nochmal zum nachlesen. Die meisten tun so, als ob Netflix mit Absicht
    > das Angebot
    > klein hält.
    >
    > "...Dies geschehe auf Druck der Filmstudios, die sich durch Geoblocking
    > höhere Gewinne versprechen..."
    >
    > Ihre eigenen Produktionen sind weltweit verfügbar?!
    >
    > Und wenn Netflix nichts macht, dann sagen sich irgendwann die Filmstudios:
    > "Gut dann gibts keine Senderechte mehr" oder Strafzahlungen oder was weiß
    > ich.
    > Somit würde das Angebot immer kleiner und kleiner werden und am Ende gibt
    > es halt nichts mehr und dann wars das mit Netflix.
    >
    > Die sind mehr dazu gezwungen dies zu tun. Und nur weil 10 von 10000 Netflix
    > Abonnenten aus Deutschland vllt diese Serie aus den USA sehen wollen, heißt
    > das nicht, dass sich das für Netflix rechnet.


    Mir als Kunde ist es komplett egal wer dafür verantwortlich ist.

    Wenn man für "Piraterie-Dienste" gleich viel Pro Monat ausgibt wie für Netflix und dann die selbe Qualität plus einem viel größeren Umfang an Angebot hat, dann wählt man den "Piraterie-Dienst". Glaub mir, es gibt Anbieter die aussehen als wären es legale Angebote mit viel mehr Umfang als Netlfix.

    Alleine die Tatsache, dass es solche Services gibt und die Einnahmen groß genug sind um die Infrastruktur dafür zu betreiben (und die verantwortlichen Betreiber auch noch sehr gut davon leben können) sollte den Rechteinhabern zu denken geben, denn es gibt offensichtlich genug Kunden die für diese Dienste zahlen und die legalen Angebot links liegen lassen, aus welchen gründen auch immer.

    Die Musik-Industrie ist da der Film-Industrie schon ein stück weiter voraus, die haben es gemerkt, dass eine zu starke Fragmentierung von Inhalten über verschiedenen Platformen schlussendlich wieder zu mehr Piraterie führt, oder gar noch schlimmer: zu Zahlungen bereite Kunden in die Hände von kostenpflichtigen Piraterie-Services treibt. Die Kostenpflichtigen Musik-Sites mit Streamingfunktionen werden immer weniger, bei Videos werden es immer mehr.

  5. Re: Hab Netflix gekündigt nach dem sie mir VPN abgedreht haben....

    Autor: Cok3.Zer0 30.03.17 - 15:49

    Man muss auch bedenken, dass abgesehen von den persönlichen Vorlieben gewisse Minderheiten eine andere Muttersprache sprechen. Sie werden u.U. diskriminiert, weil sie nicht auf das ausländische Angebot zugreifen dürfen.

  6. Re: Hab Netflix gekündigt nach dem sie mir VPN abgedreht haben....

    Autor: Oktavian 30.03.17 - 15:57

    > Man muss auch bedenken, dass abgesehen von den persönlichen Vorlieben
    > gewisse Minderheiten eine andere Muttersprache sprechen. Sie werden u.U.
    > diskriminiert, weil sie nicht auf das ausländische Angebot zugreifen
    > dürfen.

    Was inzwischen so alles Diskriminierung ist... Erstaunlich.

  7. Re: Hab Netflix gekündigt nach dem sie mir VPN abgedreht haben....

    Autor: Cok3.Zer0 30.03.17 - 16:00

    im Sinne von "unterscheiden" der Benutzer nach ihrer Herkunft/Wohnort, obwohl die gleiche Sprache gesprochen wird.

  8. Re: Hab Netflix gekündigt nach dem sie mir VPN abgedreht haben....

    Autor: der_wahre_hannes 30.03.17 - 16:08

    DooMRunneR schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alleine die Tatsache, dass es solche Services gibt und die Einnahmen groß
    > genug sind um die Infrastruktur dafür zu betreiben (und die
    > verantwortlichen Betreiber auch noch sehr gut davon leben können) sollte
    > den Rechteinhabern zu denken geben, denn es gibt offensichtlich genug
    > Kunden die für diese Dienste zahlen und die legalen Angebot links liegen
    > lassen, aus welchen gründen auch immer.

    Tja, und hier ist eben der Haken an deiner Argumentation: Die "Piraten" müssen nur Infrastruktur + eigenen Lebenswandel finanzieren. Die müssen ihr Angebot nicht bezahlen, sondern nehmen es einfach von anderen, die dafür bezahlt haben.
    Auch Filmstudios müssen ihre Arbeit irgendwie finanzieren, oder meinst du, alle Beteiligten an einem Film (Schauspieler, Autoren, Kameraleute, Schnittechnik, Beleuchtung, Special Effects...) tun das aus Liebe zum Film allein?

  9. Re: Hab Netflix gekündigt nach dem sie mir VPN abgedreht haben....

    Autor: ZuWortMelder 30.03.17 - 18:30

    This - Danke

  10. Re: Hab Netflix gekündigt nach dem sie mir VPN abgedreht haben....

    Autor: DooMRunneR 31.03.17 - 08:40

    der_wahre_hannes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DooMRunneR schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > Tja, und hier ist eben der Haken an deiner Argumentation: Die "Piraten"
    > müssen nur Infrastruktur + eigenen Lebenswandel finanzieren. Die müssen ihr
    > Angebot nicht bezahlen, sondern nehmen es einfach von anderen, die dafür
    > bezahlt haben.
    > Auch Filmstudios müssen ihre Arbeit irgendwie finanzieren, oder meinst du,
    > alle Beteiligten an einem Film (Schauspieler, Autoren, Kameraleute,
    > Schnittechnik, Beleuchtung, Special Effects...) tun das aus Liebe zum Film
    > allein?

    Das ist kein Haken an der Argumentation.
    Du gehst davon aus das der Kunde aus diesen Gründen morlisch Handeln sollte, was nicht stimmt.
    Da kann man jammern so viel man will, man steht in einem Konkurrenzverhältniss zu Anbietern die Vorteile haben und diese Vorteile an ihre Kunden weitergeben. Da ist es auch erstmal komplett belanglos ob diese Vorteile durch Illegales verhalten geschaffen werden oder um welches Produkt es sich handelt. Man kann das auch auf Produktionsbetriebe umlegen, wenn jemand Adidas Schuhe günstiger zur gleichen Qualität als Kopie anbietet, hat der Originalhersteller erstmal ein Problem, zurückgedrängt wird sowas durch kontrolle der Warenwege und Vernichtung der Kopien was sich auf den Umsatz der Kopierer niederschlägt und dann schlussendlich die Qualität drückt, dass ist auch der Hauptgrund warum Kopien in der Bekleidungsbranche minderwertiger sind und nicht weil die Kopierer es nicht können.

    So, umgelegt auf die Filmbranche und Streaming müsste dir jetzt was auffallen. Das einzige wie man dem Herr werden könnte ohne sein Geschäftsmodell umzustellen ist durch Kontrolle der Transportwege, und das wäre im Internet nunmal die volle Traffic-Überwachung.
    Da das Politisch schwer umzusetzen ist, muss man andere Wege einschlagen und die Vorteile, welche die Studios im Gegensatz zu den Piraten zweifelsohne haben, ausnutzen und dementsprechend dem Kunden verkaufen und schmackhaft machen. Wenns aber schon nur an der Menge des Angebotes, na dann....

  11. Re: Hab Netflix gekündigt nach dem sie mir VPN abgedreht haben....

    Autor: der_wahre_hannes 31.03.17 - 09:49

    DooMRunneR schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > der_wahre_hannes schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > DooMRunneR schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > >
    > > Tja, und hier ist eben der Haken an deiner Argumentation: Die "Piraten"
    > > müssen nur Infrastruktur + eigenen Lebenswandel finanzieren. Die müssen
    > ihr
    > > Angebot nicht bezahlen, sondern nehmen es einfach von anderen, die dafür
    > > bezahlt haben.
    > > Auch Filmstudios müssen ihre Arbeit irgendwie finanzieren, oder meinst
    > du,
    > > alle Beteiligten an einem Film (Schauspieler, Autoren, Kameraleute,
    > > Schnittechnik, Beleuchtung, Special Effects...) tun das aus Liebe zum
    > Film
    > > allein?
    >
    > Das ist kein Haken an der Argumentation.

    Nee. Die meisten sind sich schon bewusst, wo das Geld am Ende landet. Ich durfte hier schon Argumentationen lesen wie "wer für OCH nicht bezahlt ist ein Leecher und deshalb moralisch verkommen". Das hat dem Fass dann den berühmten Boden ausgeschlagen...

    Natürlich schaut jeder erstmal auf seinen eigenen Vorteil, so egoistisch ist der Mensch nunmal. Doch muss es doch auch möglich sein, nicht nur egoistisch, sondern gesellschaftlich zu handeln. Wenn ich mein Geld zu diversen OCH trage, die mir zwar eine tolle Infrastruktur anbieten, dann kann ich mein eigenes Konsumbedürfnis damit befriedigen. Mir muss dabei aber auch klar sein, dass ein OCH genau 0$ in die Produktion gesteckt hat. Sein Risiko hinsichtlich des Inhalts ist deshalb auch genau 0%. Will einen Film niemand sehen, dann nimmt die Datei höchstens Platz auf der Festplatte weg, es hängt aber am Filmflop für den OCH nichts weiter dran.

    Heißt also: Trage ich mein Geld zum OCH, dann investiere ich zwar in eine tolle Infrastruktur, aber nichts in neue Inhalte, da ein OCH nunmal kein Produzent ist.

  12. Re: Hab Netflix gekündigt nach dem sie mir VPN abgedreht haben....

    Autor: ZuWortMelder 31.03.17 - 10:13

    Doch stimmt, der Kunde sollte moralisch handeln.

    Tun sie nicht, da liegt der Haken im Pfeffer.

    Ich, ich, ich - meins, meins, meins.
    Immer auf den eigenen Vorteil bedacht.
    Ist ja so gesehen schon zu Höhlenzeiten besser gewesen.

    Und ich dachte, bei Zivilisation geht es um das Gemeinsam.

  13. Re: Hab Netflix gekündigt nach dem sie mir VPN abgedreht haben....

    Autor: DooMRunneR 31.03.17 - 12:30

    der_wahre_hannes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    "wer für OCH nicht bezahlt ist
    > ein Leecher und deshalb moralisch verkommen". Das hat dem Fass dann den
    > berühmten Boden ausgeschlagen...
    >
    > Natürlich schaut jeder erstmal auf seinen eigenen Vorteil, so egoistisch
    > ist der Mensch nunmal. Doch muss es doch auch möglich sein, nicht nur
    > egoistisch, sondern gesellschaftlich zu handeln. Wenn ich mein Geld zu
    > diversen OCH trage, die mir zwar eine tolle Infrastruktur anbieten, dann
    > kann ich mein eigenes Konsumbedürfnis damit befriedigen. Mir muss dabei
    > aber auch klar sein, dass ein OCH genau 0$ in die Produktion gesteckt hat.
    > Sein Risiko hinsichtlich des Inhalts ist deshalb auch genau 0%. Will einen
    > Film niemand sehen, dann nimmt die Datei höchstens Platz auf der Festplatte
    > weg, es hängt aber am Filmflop für den OCH nichts weiter dran.
    >
    > Heißt also: Trage ich mein Geld zum OCH, dann investiere ich zwar in eine
    > tolle Infrastruktur, aber nichts in neue Inhalte, da ein OCH nunmal kein
    > Produzent ist.

    Das mit dem OCH und dem "moralisch verkommen" ist natürlich komplett bescheuert, da geb ich dir recht.
    Ich stimm dir auch bei deiner Schlussfolgerung zu und bin absolut kein Freund der Richtung in welche wir uns Gesellschaftlich bewegen. Aber ich verstehe nicht, warum in Zeiten des Neoliberalen Turbokapitalismus Kunst/Unterhaltung anders behandelt werden soll als andere Firmen die etwas Produzieren.

    Es wird uns Tagtäglich vorexerziert wie Firmen zur Gewinnmaximierung dem Gesetzgeber ausweichen, sei es durch Steuervermeidungskonstrukte oder über den Umzug in Ländern mit schlechterem Arbeitnehmer- oder Umweltschutz.
    Hier stehen Firmen oftmals ebenso in Grauzonen zur Illegalität oder sogar mittendrin.
    Durch illegale Machenschaften wird in so vielen Branchen ein Vorsprung zur Konkurrenz herausgeholt, und wenn es Auffliegt, kommen sie in den meisten Fällen beinahe ungestraft davon.
    Wir sind sogar schon so weit, dass die komplette Schattenwirtschaft geschätzt und ins BIP eingerechnet wird!

    Sich dann hinzustellen und zu sagen, dass der Kunde die Pflicht hat einen Anbieter aus moralischen Gründen zu bevorzugen funktioniert offenbar nicht, denn diese neoliberale Wirtschaftsmentalität findet immer mehr Einzug in die Köpfe und wiederspiegelt sich dann auch im Konsumverhalten, die Ego-Gesellschaft sozusagen...

    Deine Schlussfolgerung trifft dann auch vollkommen auf die Filmbranche zu, dass ohne Anpassungen dann irgendwann keine Inhalte mehr zur Verfügung stehen. Umgelegt auf die gesamte Wirtschaft hat das aber noch viel schlimmere Folgen auf unseren Planeten und die Gesellschaft, und da sind wir dann bei der Politik und Regulation der Wirtschaft.

    Im Bezug auf das Internet stellt sich dann die Frage, in wie weit Regulation umgesetzt werden kann um diese Betriebe zu schützen, nur sehe ich aus den vorher genannten Gründen eher Schwarz und zu viel Kollateralschäden auf die Freiheit im Internet zukommen die man in der realen Welt so wohl nicht zulassen würde. Das sich hier aber gerade die Filmindustrie auch besonders Konservativ verhält und mit aller Kraft an ihren trägen Geschäftsmodellen festhält, trägt natürlich überhaupt nicht zu einer Lösung bei. Mir kommt es so vor, dass man lieber den Wagen gegen die Wand fahren lässt, und dann nach der Politik ruft, um ihn wieder aus dem Dreck zu ziehen. Wie gesagt, verhält sich da die Musikbranche viel Risikofreudiger heutzutage, ach wenn immer wieder manche Herrschaften in der Musikbranche ebenfalls das alte Konservative Geschäftsmodell zu verteidigen versuchen.

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