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Software Unternehmen müssen Mehrwert bieten

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  1. Software Unternehmen müssen Mehrwert bieten

    Autor: Jan_van_Heer 31.03.17 - 09:10

    Was ich an Open Source gut finde ist, dass Softwarefirmen "gezwungen" werden, einen Mehrwert zu bieten.

    Früher musste man für bestimmte Software, Emailprogramme oder FTP Programm oder sogar 3D Software viel geld bezahlen.

    Heute gibt es kostenlose Alternativen und die Entwickler müssen halt schauen, dass sie nicht immer ihren alten Brei weiterverkaufen.

    Das finde ich gut.

  2. Re: Software Unternehmen müssen Mehrwert bieten

    Autor: x-beliebig 31.03.17 - 09:25

    oder sie gehen auf eine "Cloud" strategie über und geben dem Benutzer die entsprechende Software nicht mehr in die Hand. Dann kann man viel leichter Jahresabos für kaum noch Veränderungen verkaufen. Nur einfach für die Möglichkeit es weiter zu nutzen wird dann schon Geld fällig.

  3. Re: Software Unternehmen müssen Mehrwert bieten

    Autor: goto10 31.03.17 - 09:29

    > Jahresabos für kaum noch Veränderungen verkaufen. Nur einfach für die
    > Möglichkeit es weiter zu nutzen wird dann schon Geld fällig.

    Leider großes JA, die wenigsten sind sich des Vendor-lock-in bewusst.

  4. Das könnte aber auch Fehlentwicklungen fördern

    Autor: M.P. 31.03.17 - 09:30

    Wenn alle Kunden von Closed-Source-Software auf Open Source ausweichen, könnten sie ja auf eigene Faust die Software durch Compilieren beschaffen und einsetzen, ohne ggfs. einen Cent dafür zu bezahlen.

    Die Software-Unternehmen könnten da gewisse unangenehme Gegenmaßnahmen ergreifen.

    1) Build-Prozess unnötig verkomplizieren - das könnte die Firmen davon abhalten, auf kostenlosem und legalem Wege an das fertige Produkt zu kommen.

    2) Installation und Wartung unnötig verkomplizieren - dann kann man zumindest am Support und mit Wartungeverträgen verdienen.

    3) Bedienung verkomplizieren - dann kann man an Schulungen verdienen.

    Wenn ich mir manche Open-Source Anwendung anschaue, sind wohl einige der Entwickler bereits auf obige Ideen gekommen ;-)

  5. Re: Software Unternehmen müssen Mehrwert bieten

    Autor: schap23 31.03.17 - 09:37

    Und die wenigsten sind sich des Open Source Lock-ins bewußt. Da werden massenweise ach so günstige und bequeme Open Source Bibliotheken in ein Projekt aufgenommen. Abgesehen von den juristischen Problemen, die sich aus nicht kompatiblen Lizenzbestimmungen ergeben und geflissentlich übersehen werden, stellt man dann nach einiger Zeit fest, daß ein Teil der Bibliotheken nicht mehr gepflegt werden oder einen ganz anderen Weg gegangen sind und mit dem Rest nicht mehr kompatibel sind.

    Dann beichtet mal dem Chef, daß er entweder die Weiterpflege so einer Bibliothek in sein Budget aufnehmen muß oder die Anwendung tiefgreifend umgeschrieben werden muß für die Verwendung einer Alternative. Natürlich gibt es im Team auch niemanden mit dem Knowhow, das in der Bibliothek steckt.

    Wenn man die kommerziellen Risiken nicht eingehen will oder kann, ist man auch bei der Verwendung einer Open Source Software auf einen Anbieter angewiesen, der einem die Risiken gegen gutes Geld abnimmt. Nicht umsonst ist z.B. RedHat ausgesprochen profitabel.

  6. Re: Das könnte aber auch Fehlentwicklungen fördern

    Autor: foho 31.03.17 - 09:38

    naja es liegt in der natur von opensource das gerade kleinere und mittlere projekte eher "krautig" sind, sowohl in nutzung als auch in interface.
    es kommt halt echt drauf an ob man "interface" kann oder ob man stackoverflow-content zusammenkopiert und es irgendwie werkelt.

  7. Re: Software Unternehmen müssen Mehrwert bieten

    Autor: jgras 31.03.17 - 10:23

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und die wenigsten sind sich des Open Source Lock-ins bewußt. Da werden
    > massenweise ach so günstige und bequeme Open Source Bibliotheken in ein
    > Projekt aufgenommen. Abgesehen von den juristischen Problemen, die sich aus
    > nicht kompatiblen Lizenzbestimmungen ergeben und geflissentlich übersehen
    > werden,

    das wäre dann juristisch relevant.

    > stellt man dann nach einiger Zeit fest, daß ein Teil der
    > Bibliotheken nicht mehr gepflegt werden oder einen ganz anderen Weg
    > gegangen sind und mit dem Rest nicht mehr kompatibel sind.

    darum muss sich wie auch bei Closed Source der Maintainer kümmern. Closed Source bedeutet ja ebenfalls nicht zwangsläufig, daß alle Bibliotheken von einem Unternehmen stammen.

    >
    > Dann beichtet mal dem Chef, daß er entweder die Weiterpflege so einer
    > Bibliothek in sein Budget aufnehmen muß oder die Anwendung tiefgreifend
    > umgeschrieben werden muß für die Verwendung einer Alternative. Natürlich
    > gibt es im Team auch niemanden mit dem Knowhow, das in der Bibliothek
    > steckt.

    das selbe Problem ereilt auch denjenigen, der Closed Source verwendet, die nicht weiterentwickelt wird oder irgendwann hinter den Anforderungen zurück bleibt. Nur mit dem Unterscheid, daß man diese dann eben nicht anpassen kann. Closed Source bedeutet keinesfalls einen unendlichen Livecycle.

    >
    > Wenn man die kommerziellen Risiken nicht eingehen will oder kann, ist man
    > auch bei der Verwendung einer Open Source Software auf einen Anbieter
    > angewiesen, der einem die Risiken gegen gutes Geld abnimmt. Nicht umsonst
    > ist z.B. RedHat ausgesprochen profitabel.

    Genau. Also spricht vieles für Open Source, aber kaum etwas für Closed.

  8. Re: Das könnte aber auch Fehlentwicklungen fördern

    Autor: jgras 31.03.17 - 10:30

    foho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > naja es liegt in der natur von opensource das gerade kleinere und mittlere
    > projekte eher "krautig" sind, sowohl in nutzung als auch in interface.
    > es kommt halt echt drauf an ob man "interface" kann oder ob man
    > stackoverflow-content zusammenkopiert und es irgendwie werkelt.

    Das ist aber bei kleinen und mittleren Closed-Source-Projekten genauso, weil die Entwickler ja nun nicht zwangsläufig besser sind als jene, die an Open Source arbeiten. Meine Erfahrung zeigt eher, daß sich in der Closed-Source-Industrie viel mehr Leute verstecken, die krautig coden, weil es ja viel weniger sichtbar ist. Qualität ist ja nun mal ein Kriterium, was völlig unabhängig von der gewählten Lizenz zu bewerten ist.

  9. Re: Software Unternehmen müssen Mehrwert bieten

    Autor: JoeHomeskillet 31.03.17 - 10:36

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und die wenigsten sind sich des Open Source Lock-ins bewußt. Da werden
    > massenweise ach so günstige und bequeme Open Source Bibliotheken in ein
    > Projekt aufgenommen. Abgesehen von den juristischen Problemen, die sich aus
    > nicht kompatiblen Lizenzbestimmungen ergeben und geflissentlich übersehen
    > werden, stellt man dann nach einiger Zeit fest, daß ein Teil der
    > Bibliotheken nicht mehr gepflegt werden oder einen ganz anderen Weg
    > gegangen sind und mit dem Rest nicht mehr kompatibel sind.
    >
    > Dann beichtet mal dem Chef, daß er entweder die Weiterpflege so einer
    > Bibliothek in sein Budget aufnehmen muß oder die Anwendung tiefgreifend
    > umgeschrieben werden muß für die Verwendung einer Alternative. Natürlich
    > gibt es im Team auch niemanden mit dem Knowhow, das in der Bibliothek
    > steckt.
    >
    > Wenn man die kommerziellen Risiken nicht eingehen will oder kann, ist man
    > auch bei der Verwendung einer Open Source Software auf einen Anbieter
    > angewiesen, der einem die Risiken gegen gutes Geld abnimmt. Nicht umsonst
    > ist z.B. RedHat ausgesprochen profitabel.

    Das sind natürlich die besten, geiz ist geil, sich an einem Open Source Projekt bedienen, aber nichts zurückgeben.

    Open Source =/= Gratis

  10. Re: Software Unternehmen müssen Mehrwert bieten

    Autor: x-beliebig 31.03.17 - 10:38

    das ist ein Gespenst, dass man einfach mal so gegen Open Source ins Feld führen kann. Wer einfach so Bibliotheken einbindet ohne die Lizenzbestimmungen gelesen zu haben, handelt als Entwickler ohnehin so fahrlässig, wie ein Benutzer, der sich in die Cloud eines Anbieters locken lässt. Auch kommerzielle Bibliotheken haben die Gefahr, dass diese nicht weriter entwickelt werden. Wenn der Anbieter pleite ist, dann kann man sogar überhaupt nichts mehr machen! Das, verglichen mit der Möglichkeit selber weiter zu pflegen ist eigentlich schon fast lächerlich. Letztlich fährt man immer gut, wenn man Softwarevorprodukte eines sehr großen Anbieters nutzt. Dort ist die Gefahr der Diskontinuität gering aber, so meine Erfahrung, auch nicht ausgeschlossen. Ähnlich verhält sich das mit Open Source Softwarekomponenten. Nehme ich etwas von einem kleinen windigen Projekt, dann kann es sein, dass ich mal alleine da stehe. Sind es die großen Projekte, dann haben diese sowohl eine klare Kontinuität, da heute sogar reisen Firmen da mit investieren. Und die Roadmap kann man bei den Open Source Projekten meistens nicht nur verfolgen, sondern sogar beeinflussen (wenn man will).

  11. Re: Software Unternehmen müssen Mehrwert bieten

    Autor: x-beliebig 31.03.17 - 11:50

    deine Antwort ist wohl die Beste, die man darauf geben kann. Ich stimme voll zu.

  12. Re: Software Unternehmen müssen Mehrwert bieten

    Autor: burzum 31.03.17 - 12:00

    Jan_van_Heer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was ich an Open Source gut finde ist, dass Softwarefirmen "gezwungen"
    > werden, einen Mehrwert zu bieten.

    Es gibt für mich keine Open Source Alternative zu Office, besonders Outlook, Photoshop und Lightroom, da die Alternativen eben keinen Mehrwert für mich bieten. Linux ist für mich auch keine Alternative, ich möchte mit dem System arbeiten, nicht an dem System damit dann irgendwann damit arbeiten kann.

    Es gibt super gute Open Source Libs aber die meisten kompletten Programme sind eine UI/UX Katastrophe und bieten funktional auch selten einen Mehrwehrt - zumindest für mich, andere mögen damit glücklich werden weil Geiz ist geil oder halt aus ideologischen Gründen.

    Und das Open Source grundsätzlich besser ist sollte als Märchen bekannt sein, spätestens seit Hearthbleed, wobei ich mich auch hier fragen: Hat keins der großen Unternehmen das den Code auch nutze sich mal den Code angesehen!? Das Review das hinterher stattfand offenbarte ja gruseliges.

    Apropos gruselig: Wordpress. Open Source und absolute Scheiße. Nur die ganzen dämlichen Billigbutzen aus Indien schreiben noch mieseren Code.

    Und gerade bei Projekten hinter denen keine Firma steht bin ich auf Freelancer oder den guten Willen der Entwickler angewiesen wenn ich Probleme habe, ich kann keinen Vertraglich binden wenn ich Probleme habe oder Support möchte.

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.

  13. Re: Software Unternehmen müssen Mehrwert bieten

    Autor: gadthrawn 31.03.17 - 12:27

    x-beliebig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > das ist ein Gespenst, dass man einfach mal so gegen Open Source ins Feld
    > führen kann. Wer einfach so Bibliotheken einbindet ohne die
    > Lizenzbestimmungen gelesen zu haben, handelt als Entwickler ohnehin so
    > fahrlässig, wie ein Benutzer, der sich in die Cloud eines Anbieters locken
    > lässt. Auch kommerzielle Bibliotheken haben die Gefahr, dass diese nicht
    > weriter entwickelt werden. Wenn der Anbieter pleite ist, dann kann man
    > sogar überhaupt nichts mehr machen! Das, verglichen mit der Möglichkeit
    > selber weiter zu pflegen ist eigentlich schon fast lächerlich. Letztlich
    > fährt man immer gut, wenn man Softwarevorprodukte eines sehr großen
    > Anbieters nutzt. Dort ist die Gefahr der Diskontinuität gering aber, so
    > meine Erfahrung, auch nicht ausgeschlossen. Ähnlich verhält sich das mit
    > Open Source Softwarekomponenten. Nehme ich etwas von einem kleinen windigen
    > Projekt, dann kann es sein, dass ich mal alleine da stehe. Sind es die
    > großen Projekte, dann haben diese sowohl eine klare Kontinuität, da heute
    > sogar reisen Firmen da mit investieren. Und die Roadmap kann man bei den
    > Open Source Projekten meistens nicht nur verfolgen, sondern sogar
    > beeinflussen (wenn man will).

    Es ist Quatsch.
    CS werden häufig Verträge geschlossen (gerade bei Individualsoftware) bei denen Code beim Anwalt hinterlegt wird. Im Fall der Pleite kennt man den Hersteller und wirbt Entwickler ab.
    OS kenne ich einige die mit dem Versprechen OS Code ist immer da von Beratungsunternehmen geködert wurden. Gerede im ERP und ERM Bereich ist etliches pleitegegangen. Und die haben danach gwmerkt-code hätte man zum sichern anfordern müssen. Hat wohl keiner gemacht. Alle haben auf Öffentlichkeit vertraut....

  14. Re: Software Unternehmen müssen Mehrwert bieten

    Autor: jgillich 31.03.17 - 12:35

    burzum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt für mich keine Open Source Alternative zu Office, besonders
    > Outlook, Photoshop und Lightroom, da die Alternativen eben keinen Mehrwert
    > für mich bieten. Linux ist für mich auch keine Alternative, ich möchte mit
    > dem System arbeiten, nicht an dem System damit dann irgendwann damit
    > arbeiten kann.

    Linux ist durchaus ein System mit dem man einfach nur arbeiten kann, allerdings kommt das stark darauf an was man macht. Keine Frage, fuer Office, Photo und Videobearbeitung ist es nicht ideal, behauptet aber auch keiner. Dagegen taugt es sehr gut zur Softwareentwicklung, als Server oder auch als sicheres toolbar-freies Browser OS fuer Mutti.

    > Es gibt super gute Open Source Libs aber die meisten kompletten Programme
    > sind eine UI/UX Katastrophe und bieten funktional auch selten einen
    > Mehrwehrt - zumindest für mich, andere mögen damit glücklich werden weil
    > Geiz ist geil oder halt aus ideologischen Gründen.

    Also mein GNOME 3 desktop plus anwendungen hat deutlich besseres UI/UX design als 99% der closed source programme die ich kenne. Hat nix mit geiz zu tun, mein Notebook kam sowieso mit Windows. Linux software ist dagegen aus prinzip frei von spyware, werbung und sonstigen anti-features.

    > Und das Open Source grundsätzlich besser ist sollte als Märchen bekannt
    > sein, spätestens seit Hearthbleed, wobei ich mich auch hier fragen: Hat
    > keins der großen Unternehmen das den Code auch nutze sich mal den Code
    > angesehen!? Das Review das hinterher stattfand offenbarte ja gruseliges.

    Open source ist ein geben und nehmen, Heartbleed war letztendlich ein versagen der etlichen Firmen die OpenSSL nutzen. Dass immer wieder Sicherheitluecken in OSS bekannt werden, zeigt aber eigentlich nur, dass das ganze system funktioniert. Wer weiss was alles so in closed source software schlummert.

    >
    > Apropos gruselig: Wordpress. Open Source und absolute Scheiße. Nur die
    > ganzen dämlichen Billigbutzen aus Indien schreiben noch mieseren Code.
    >
    Ich habe schon closed source code gesehen, der weitaus schlimmer ist als WordPress. Und das von leuten mit 10+ Jahren als professionelle Entwickler. Das Problem kann man nicht auf die art der veroeffentlichung reduzieren, das ist weitaus komplexer. Bei open source kann man sich den code jedoch anschauen und dann die entscheidung treffen, ob man ihn nutzt oder nicht.

    > Und gerade bei Projekten hinter denen keine Firma steht bin ich auf
    > Freelancer oder den guten Willen der Entwickler angewiesen wenn ich
    > Probleme habe, ich kann keinen Vertraglich binden wenn ich Probleme habe
    > oder Support möchte.

    Probier es einfach mal, einem Entwickler Geld anzubieten fuer etwas Support. Ich denke die wenigsten werden da nein sagen.

  15. Re: Das könnte aber auch Fehlentwicklungen fördern

    Autor: mnementh 31.03.17 - 15:51

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn alle Kunden von Closed-Source-Software auf Open Source ausweichen,
    > könnten sie ja auf eigene Faust die Software durch Compilieren beschaffen
    > und einsetzen, ohne ggfs. einen Cent dafür zu bezahlen.
    >
    > Die Software-Unternehmen könnten da gewisse unangenehme Gegenmaßnahmen
    > ergreifen.
    >
    > 1) Build-Prozess unnötig verkomplizieren - das könnte die Firmen davon
    > abhalten, auf kostenlosem und legalem Wege an das fertige Produkt zu
    > kommen.
    >
    > 2) Installation und Wartung unnötig verkomplizieren - dann kann man
    > zumindest am Support und mit Wartungeverträgen verdienen.
    >
    > 3) Bedienung verkomplizieren - dann kann man an Schulungen verdienen.
    >
    > Wenn ich mir manche Open-Source Anwendung anschaue, sind wohl einige der
    > Entwickler bereits auf obige Ideen gekommen ;-)
    Jepp, deshalb sage ich nicht nur Open-Source, sondern auch nichtkommerziell. Der Entwickler der in seiner Freizeit was codet und das freigibt hat nichts davon wenn ihn Nutzer nerven weil der build-Prozess kompliziert ist. Die Firma die dann Beratungsleistungen auf der Software verkauft schon.

  16. Re: Software Unternehmen müssen Mehrwert bieten

    Autor: Arkarit 31.03.17 - 19:51

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und die wenigsten sind sich des Open Source Lock-ins bewußt. Da werden
    > massenweise ach so günstige und bequeme Open Source Bibliotheken in ein
    > Projekt aufgenommen. Abgesehen von den juristischen Problemen, die sich aus
    > nicht kompatiblen Lizenzbestimmungen ergeben und geflissentlich übersehen
    > werden, stellt man dann nach einiger Zeit fest, daß ein Teil der
    > Bibliotheken nicht mehr gepflegt werden oder einen ganz anderen Weg
    > gegangen sind und mit dem Rest nicht mehr kompatibel sind.
    > ...

    Lustig. Als ob einem das bei Closed Source nicht passieren könnte.
    Firma A nutzt Software von Firma B und baut ihr Ökosystem darauf auf. Firma C kauft Firma B und stampft alle Produkte von Firma B ein. Oder fährt die Weiterentwicklung mit Volldampf an die Wand. Ich sag nur mal "Flash" (auf das zahllose Kunden gesetzt haben)

    Dieses Szenario ist sehr häufig zu beobachten, da derartige Marktkonzentration nun mal das Wesen des Kapitalismus ist - und Kartellämter zumindest in Sachen Software komplett schlafen.

    Bei Open Source kann das schlichtweg nicht passieren. Also sehe ich das als den weitaus sicheren Weg. Ein Lock-In hast Du bei fast jeder genutzten Software, aber bei OS hast Du wenigstens noch die Möglichkeit, selbst die Weiterentwicklung zu übernehmen - auch wenn es teuer werden kann. Auf ein komplett anderes Ökosystem umzustellen, kann noch viel teurer werden.

    Und wenn es darum geht, dass inkompatible Lizenzen "übersehen" werden - da kann ich nur sagen, selbst schuld. So schwierig ist das nun wirklich nicht.

  17. Re: Software Unternehmen müssen Mehrwert bieten

    Autor: Arkarit 31.03.17 - 20:58

    JoeHomeskillet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das sind natürlich die besten, geiz ist geil, sich an einem Open Source
    > Projekt bedienen, aber nichts zurückgeben.

    Und? Warum sollte irgend jemand etwas "zurückgeben", wenn es in der Lizenz nicht gefordert wird? Soll man annehmen, dass der Entwickler bei der Veröffentlichung geistig umnachtet war, und nur aus Versehen eine Lizenz gewählt hat, die keine explizite Gegenleistung erfordert? Wohl kaum, oder?

    >
    > Open Source =/= Gratis

    Doch, genau das ist es in der weit überwiegenden Anzahl der Fälle. Schau dir mal die entsprechenden Lizenzen an. Es gibt Bedingungen, aber direkte finanzielle Gegenleistung oder Pflicht zur Weiterentwicklung sind im Allgemeinen nicht darunter.
    Wem das nicht gefällt, steht es vollkommen frei, unter jedweder anderen und restriktiveren Lizenz zu veröffentlichen.

    Ich persönlich jedenfalls bin mir absolut bewusst, dass ich auf direkte Gegenleistungen verzichte - sowohl monetär als auch in Bezug auf Weiterentwicklung meines Werks -, wenn ich für mein Werk eine entsprechende Lizenz wähle. Ein derartiges Bewusstsein setze ich selbstverständlich auch bei jedem anderen Autoren voraus.

  18. Re: Software Unternehmen müssen Mehrwert bieten

    Autor: FreiGeistler 02.04.17 - 00:28

    Arkarit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > JoeHomeskillet schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Open Source =/= Gratis
    >
    > Doch, [SNIP]

    Nein.
    Open Source = Andere Entwickler müssen nicht das Rad neu erfinden.
    Gratis ist nur ein angenehmer Nebeneffekt.

  19. Re: Software Unternehmen müssen Mehrwert bieten

    Autor: basharan 06.04.17 - 12:52

    burzum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jan_van_Heer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ...
    > Und das Open Source grundsätzlich besser ist sollte als Märchen bekannt
    > sein, spätestens seit Hearthbleed, ...

    Das Open Source per se nicht automatisch sicherer ist hat man aus Hearthbleed und sonstiges bestimmt gelernt, aber da kommt eine andere Lektion die was genau so wichtig ist. Die Updates! Ich spreche hier nicht von Smartdinger sondern bleibe mal bei PC und Mac. Wenn eine gravierende Sicherheitslücke gefunden und veröffentlicht wird, dann rollen in der Regel nach 24h, die ersten Patches in den bekannten Linux Distributionen aus. Nicht an Patchdays die selten aber doch verschoben werden (Microsoft Windows), oder totschweigen wie Apple die dann irgendwann mal etwas liefern.
    Natürlich ist Code, ob Closed oder Open, nicht fehlerfrei. Aber wann ist mit einer Korrektur zu rechnen? Hier zeigt sich das Open Source doch besser aufgestellt ist.

    Sieht man auch daran das Microsoft ihre Patch details nicht mehr "an alle" sendet die es wollen, sondern nur noch vereinzelt wenn überhaupt. GNU / Linux Bugs etc... kann ich zum Teil selbst auf Linux-News Seiten als Liveticker mitlesen.

  20. Re: Software Unternehmen müssen Mehrwert bieten

    Autor: mnementh 06.04.17 - 13:04

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und die wenigsten sind sich des Open Source Lock-ins bewußt. Da werden
    > massenweise ach so günstige und bequeme Open Source Bibliotheken in ein
    > Projekt aufgenommen. Abgesehen von den juristischen Problemen, die sich aus
    > nicht kompatiblen Lizenzbestimmungen ergeben und geflissentlich übersehen
    > werden, stellt man dann nach einiger Zeit fest, daß ein Teil der
    > Bibliotheken nicht mehr gepflegt werden oder einen ganz anderen Weg
    > gegangen sind und mit dem Rest nicht mehr kompatibel sind.
    >
    > Dann beichtet mal dem Chef, daß er entweder die Weiterpflege so einer
    > Bibliothek in sein Budget aufnehmen muß oder die Anwendung tiefgreifend
    > umgeschrieben werden muß für die Verwendung einer Alternative. Natürlich
    > gibt es im Team auch niemanden mit dem Knowhow, das in der Bibliothek
    > steckt.
    >
    > Wenn man die kommerziellen Risiken nicht eingehen will oder kann, ist man
    > auch bei der Verwendung einer Open Source Software auf einen Anbieter
    > angewiesen, der einem die Risiken gegen gutes Geld abnimmt. Nicht umsonst
    > ist z.B. RedHat ausgesprochen profitabel.

    Auch kommerzielle Projekte gehen den Bach runter und werden eingestellt. Auch von großen Firmen. Silverlight? Good luck.

    Die Open-Source-Bibliothek KANN wenigstens selbst weitergepflegt werden, das ist ja beim proprietären Projekt unmöglich.

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