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Ausbildung

Expertentalk zu DDR5-Arbeitsspeicher am 7.7.2020 Am 7. Juli 2020 von 15:30 bis 17:00 Uhr wird Hardware-Redakteur Marc Sauter eure Fragen zu DDR5 beantworten.
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  1. Ausbildung

    Autor: MajorK 31.03.17 - 13:31

    Ja genau Ausbildung, damit man dann bei den meisten größeren Firmen in der Vorfilterung schon aussortiert wird, weil man ja nicht mindestens einen Bachelor hat. :-)

    Grüße,

    MajorK

  2. Re: Ausbildung

    Autor: Frechdach5 31.03.17 - 13:48

    Bin gelernter FIAE und sehe das genauso.

    Was ich aber noch wesentlich kurzsichtiger finde, ist, dass es wirklich viele verdammt gute IT kräfte gibt, die nie eine entsprechende Ausbildung / Studium gemacht haben und deswegen nicht einmal von kleineren Unternehmen berücksichtigt werden.
    Deutschland ist eben einfach das Land der Scheine - Wenn du nichts hast wo schwarz auf weiß und abgestempelt drauf steht, welchen Notendurchschnitt du in deinem Fach erreicht hast, hast du de facto nichts.

    Ich kenne so einige wirklich begabte ITler die sich einfach - oft in ihrer Jugend - aus eigenem Interesse mit nichts anderem beschäftigt haben und heute so manche gelernte Fachkraft bei Weitem in den Schatten stellt, was ihre reinen Fähigkeiten angeht. Hier sollten sich die "etablierten" Unternehmen was vom Charakter einiger Start Ups abschauen und nach Fähigkeiten und nicht nach Abschlüssen einstellen - Damit wäre der 'Fachkräftemangel' imho schon um einiges diskutabler.

    Einfach mal Leute auch nach Fähigkeitstest einladen / einstellen und nicht drauf warten, dass die nächste Bewerbung auf dem Tisch liegt, in der jemand seinen mit Ach & Krach bestandenen WI Bachelor vorweisen kann...

  3. Re: Ausbildung

    Autor: RicoBrassers 31.03.17 - 14:02

    Sehe ich ähnlich. Eigentlich sollte zu jeder "FIAE"-Jobsuche auch ein entsprechendes Programm von den Anwärtern geschrieben werden. Einfach, damit man sieht, was der denn überhaupt tatsächlich auf dem Kasten hat.

    Denn es sollte um das praktische Talent gehen, nicht um das, was man rein theoretisch vor Jahren mal vielleicht gelernt hat. Vorallem in der IT, die sich ja auch ständig wandelt.

  4. Re: Ausbildung

    Autor: Anonymer Nutzer 31.03.17 - 14:05

    RicoBrassers schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sehe ich ähnlich. Eigentlich sollte zu jeder "FIAE"-Jobsuche auch ein
    > entsprechendes Programm von den Anwärtern geschrieben werden. Einfach,
    > damit man sieht, was der denn überhaupt tatsächlich auf dem Kasten hat.
    >
    > Denn es sollte um das praktische Talent gehen, nicht um das, was man rein
    > theoretisch vor Jahren mal vielleicht gelernt hat. Vorallem in der IT, die
    > sich ja auch ständig wandelt.

    Genau das hat ein ehemaliger Kollege von mir der um die 40 ist so gehabt beim Wechsel: "Hausaufgabe" bekommen und ein Wochenende Zeit für die Entwicklung.

    So einen Ansatz halte ich für klasse und den Job hat er, da seine Lösung gut war, auch bekommen. Allerdings fahren wenig Firmen auf der Schiene.

  5. Re: Ausbildung

    Autor: mnementh 31.03.17 - 14:28

    Frechdach5 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was ich aber noch wesentlich kurzsichtiger finde, ist, dass es wirklich
    > viele verdammt gute IT kräfte gibt, die nie eine entsprechende Ausbildung /
    > Studium gemacht haben und deswegen nicht einmal von kleineren Unternehmen
    > berücksichtigt werden.
    > Deutschland ist eben einfach das Land der Scheine - Wenn du nichts hast wo
    > schwarz auf weiß und abgestempelt drauf steht, welchen Notendurchschnitt du
    > in deinem Fach erreicht hast, hast du de facto nichts.
    >
    Es ist ja sogar so, dass studierte Informatiker manchmal noch nie programmiert haben, während der Physiker/Chemiker/Mathematiker schon Hunderte Sachen programmiert hat. Der Schein ist also eher ein Indiz.

  6. Re: Ausbildung

    Autor: Willi13 31.03.17 - 15:06

    Frechdach5 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Deutschland ist eben einfach das Land der Scheine - Wenn du nichts hast wo
    > schwarz auf weiß und abgestempelt drauf steht, welchen Notendurchschnitt du
    > in deinem Fach erreicht hast, hast du de facto nichts.

    Leider hast du so recht damit, das Traurige ist an der Sache das bringt rein gar nichts. Nur weil es auf einem schein drauf steht heißt es nicht das wahr sein muss oder das man etwas kann.

  7. Re: Ausbildung

    Autor: mic1982 04.04.17 - 07:13

    Ja, habt ihr beide leider mit Recht.
    Wer nicht studiert hat ist auch nichts. So zumindest die Denke an vielen Stellen. Sehen wir auch immer mehr im täglichen Alltag der Ausbildung.

    Das hat aber viele Gründe:
    - Entwertung von Schulformen ("Abschaffung" der Hauptschule)
    - Abi ist "Standard" geworden
    - viel Geld gibt es nur mit Studium (wird gedacht - ist aber oft nicht so - stellen sie aber immer erst NACH dem Studium dann fest). Ergo: Blöd gelaufen
    - falsche Vorstellungen von jungen Leuten (O-Ton auf der Ausbildungsmesse: "Spielentwickler will ich werden" - das steht ganz oben auf der Liste bei vielen.
    - falsche Vorstellungen insbesondere von Informatik.

    Ich bin bei einem Maschinenbauer. Wir haben eine lange Ausbildungstradition und bilden seit 2014 auch im IT-Bereich aus. Wir werden das auch weiter tun - auch aus gesellschaftlicher Verantwortung heraus.

    Zum Studium:
    Praktisch haben die alle nach ihrem Studium noch nie ein Unternehmen gesehen, was dann auch schon mal dazu führt, dass sie keinen Job bekommen oder nur kurz eingestellt werden - für ein Projekt, dass dann in die Hose geht - und dann wieder gehen müssen.

    Wenn ich mir ansehe, wie viele mitlerweile Informatik anfangen zu studieren (Bergische Uni Wuppertal). Abschließen tun es dann wenn überhaupt gerade mal 1/3.
    Schlimm finde ich daran nicht nur, dass mitlerweile alle meinen sie müssten studieren, sondern das es auch ein finanzieller Schaden für die Kassen ist die das Studium finanzieren und sie wirklich motivierten Leuten die Plätze wegnehmen. Das wird dabei nie erwähnt.

    Na ja, so isses eben.

  8. Re: Ausbildung

    Autor: John2k 04.04.17 - 07:54

    mnementh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist ja sogar so, dass studierte Informatiker manchmal noch nie
    > programmiert haben, während der Physiker/Chemiker/Mathematiker schon
    > Hunderte Sachen programmiert hat. Der Schein ist also eher ein Indiz.

    Dabei ist natürlich zu berücksichtigen, dass die Leute auch unterschidliche Ausbildungen haben. Während studierte eher Software designen können sollten, ein FIAE diese allerdings programmieren können sollte. Beides schließt sich natürlich nicht gegenseitig aus. Allerdings hatte der studierte mehr Zeit sich Wissen anzueignen, was er auch in der Designphase ausspielen kann.

  9. Re: Ausbildung

    Autor: KMat 04.04.17 - 08:03

    mnementh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Frechdach5 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Was ich aber noch wesentlich kurzsichtiger finde, ist, dass es wirklich
    > > viele verdammt gute IT kräfte gibt, die nie eine entsprechende Ausbildung
    > /
    > > Studium gemacht haben und deswegen nicht einmal von kleineren
    > Unternehmen
    > > berücksichtigt werden.
    > > Deutschland ist eben einfach das Land der Scheine - Wenn du nichts hast
    > wo
    > > schwarz auf weiß und abgestempelt drauf steht, welchen Notendurchschnitt
    > du
    > > in deinem Fach erreicht hast, hast du de facto nichts.
    > >
    > Es ist ja sogar so, dass studierte Informatiker manchmal noch nie
    > programmiert haben, während der Physiker/Chemiker/Mathematiker schon
    > Hunderte Sachen programmiert hat. Der Schein ist also eher ein Indiz.

    Ein Universitätsstudium soll ja auch in erster Linie zum wissenschaftlichen Arbeiten befähigen. Heute wird die Ausbildung for unternehmen leider in die Uni verlegt. Wozu soll man 5 bis 7 Jahre ab der Uni rumtheoretisieren wenn man das was man braucht auch in einer normalen Ausbildung oder sogar als Hobby erwerben kann.

    Wenn es um komplexe Systeme geht kann Uni sinnvoller sein. Beispielsweise Automatisierung oder KNN. Aber doch nicht als admin oder Softwareentwicklung oder Designer.

  10. Re: Ausbildung

    Autor: Slurpee 04.04.17 - 08:44

    John2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dabei ist natürlich zu berücksichtigen, dass die Leute auch unterschidliche
    > Ausbildungen haben. Während studierte eher Software designen können
    > sollten, ein FIAE diese allerdings programmieren können sollte.

    Woher kommt diese Mär eigentlich? Glaubt ihr alle wirklich, dass die ganze FIAEs Software nach Vorgabe irgendeines leitenden, studierten Informatiker bauen, ohne zu kapieren, wie alles zusammenhängt?

    Ich hab hier manchmal das Gefühl, dass die Vorstellungen von Softwareentwicklung vieler Leute hier in den 80ern stecken geblieben ist. Horden an Codemonkeys, die planlos 1000 Zeilen Basic am Tag rausballern und ein Supervisor, der versucht, alles zusammen zu halten. Softwareentwicklung ist Pionierarbeit, die hochtechnich und vor allem hochmathematisch ist.

    Wenn die ausgebildeten hier den Anspruch an sich haben, brauchen sie sich nicht wundern, wenn sie nichts verdienen. Ich kann nur von mir sprechen (Großes deutsches Unternehmen):

    Wir haben sowohl studierte Informatiker, als auch einen immer größer werdenden Anteil (selbstausgebildeter) FIAEs. Alle sind gleichgestellt, jeder bearbeitet die selben Tickets. Es gibt zwei Architekten, ein studierter, ein FIAE.

    In der realen Welt bedeutet die Art der Ausbildung häufig genau gar nichts. Hatten vor kurzem erst wieder einen studierten (Nein, nicht frisch von der Uni), der in seinen Bewerbungsunterlagen groß was von jahrelanger Erfahrung und Softwaredesign gefaselt hat und im Test dann keine 5 einfache Fragen über OOP beantworten konnte. Ganz toller Softwaredesigner...

    Ich kann allen frustrierten FIAEs hier nur empfehlen: Baut euch ein gutes Portfolio auf, das ist das wichtigste. Wenn der potentielle Arbeitgeber das dann ignoriert, weil kein Studium dahinter steht, habt ihr eh nichts verpasst. Gute Leute finden immer einen ordentlichen Job und zwar aus beiden Lagern.

  11. Re: Ausbildung

    Autor: Reudiga 04.04.17 - 09:21

    Frechdach5 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bin gelernter FIAE und sehe das genauso.
    >
    > Was ich aber noch wesentlich kurzsichtiger finde, ist, dass es wirklich
    > viele verdammt gute IT kräfte gibt, die nie eine entsprechende Ausbildung /
    > Studium gemacht haben und deswegen nicht einmal von kleineren Unternehmen
    > berücksichtigt werden.
    > Deutschland ist eben einfach das Land der Scheine - Wenn du nichts hast wo
    > schwarz auf weiß und abgestempelt drauf steht, welchen Notendurchschnitt du
    > in deinem Fach erreicht hast, hast du de facto nichts.
    >
    > Ich kenne so einige wirklich begabte ITler die sich einfach - oft in ihrer
    > Jugend - aus eigenem Interesse mit nichts anderem beschäftigt haben und
    > heute so manche gelernte Fachkraft bei Weitem in den Schatten stellt, was
    > ihre reinen Fähigkeiten angeht. Hier sollten sich die "etablierten"
    > Unternehmen was vom Charakter einiger Start Ups abschauen und nach
    > Fähigkeiten und nicht nach Abschlüssen einstellen - Damit wäre der
    > 'Fachkräftemangel' imho schon um einiges diskutabler.
    >
    > Einfach mal Leute auch nach Fähigkeitstest einladen / einstellen und nicht
    > drauf warten, dass die nächste Bewerbung auf dem Tisch liegt, in der jemand
    > seinen mit Ach & Krach bestandenen WI Bachelor vorweisen kann...

    Sehe ich überhaupt nicht so.
    Ich selbst bin auch gelernter FIAE. Habe nur einen Hauptschulabschluss damals gemacht und mir reingehangen. Bereits vor der Ausbildung konnte ich Programmieren und hatte auch einige Projekte zum vorweisen.
    Konnte sogar zwischen zwei Firmen wählen, wo ich hin möchte, trotz Hauptschule.

    Während der Ausbildung hatte ich schon Anfragen von Headhuntern oder anderen Firmen und zwei standen direkt nach der Ausbildung zur Auswahl. Gewonnen hat eine Recht große, da sie mir mehr zahlt und auch sichereres Einkommen bietet.

    Und so schwer fand ich es bisher nicht. Mittlerweile bei 4 Firmen und jede Ausschreibung (bis auf eine) habe ich bisher bekommen. Habe seit meiner Ausbildung gerade mal 5 Bewerbungen versendet.

    Mein Zeugnis musste ich nie vorlegen. Lediglich Bewerbung und Lebenslauf. Das hatte allen gereicht. Wollten nur immer wissen, was genau ich schon kann. Einfach in Grund und boden reden und dann geht das eigentlich immer.

    Scheine wie gesagt, interessierte irgendwie niemanden...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.04.17 09:22 durch Reudiga.

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