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@golem: Retro-Kausalitätsunsinn

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  1. @golem: Retro-Kausalitätsunsinn

    Autor: xnor 20.04.17 - 20:30

    "Für das Entstehen oder Wegbleiben der Interferenz ist es unerheblich, wann genau wir die passenden Voraussetzungen geschaffen haben."

    Das ist falsch, wie auch viel anderes über QM, das man in populär-"wissenschaftlichen" Blättern liest.

    Um das Doppeltspaltexperiment zu verstehen braucht man nur zwei Fakten zu akzeptieren.
    Vereinfacht gesagt:
    (1) Energie wird nur in Quanten abgegeben/gemessen/absorbiert und
    (2) breitet sich wie eine Welle aus.

    Eine Superposition tritt genau wie auch eine Superposition (Überlagerung) mit Wasserwellen immer auf, solange beide Spalten offen sind.

    Rückt man den rückwärtigen Detektor näher an die Spalten, dann verschwindet das Interferenzmuster immer mehr.


    Delayed-Choice und Which-Slit Information Unsinn:
    ==========================================
    Man schieße "Photonen" durch die Spalten => Interferenz beim Detektor.
    Warum? Weil die Superposition |s1> + |s2> interferiert.

    Dann montiert man vor s1 einen horizontalen Polarisationsfilter, und vor s2 einen vertikalen => keine Interferenz.
    Warum? Weil der Zustand durch die Filter verändert wird: |s1> x |h> + |s2> x |v>, was eine Interferenz verhindert.

    Der erste große Trugschluss ist es jetzt anzunehmen, dass die "Photonen" mit Which-Slit (also welcher Spalt gewählt wurde) Information markiert wurden.
    Das ist aber Unsinn, da auch hier genauso eine Superposition besteht.
    Das "Photon" wird auch hier beim Detektor als Quant (in seiner Gesamtheit) absorbiert, nur diesmal als horizontal oder vertikal polarisiertes Photon.


    Jetzt montiert man einen gemeinsamen zB +45° Polarisationsfilter hinter beide Spalten.
    Jetzt sieht man wieder ein Interferenzmuster.

    Warum? Der zweite Trugschluss basiert auf dem ersten: Weil man denkt, dass das Photon sich auf magische Weise für einen Spalt entschieden haben muss, muss es jetzt nachdem es durch diesen einen Spalt ging retroaktiv (also zeitlich in die Vergangenheit rückwirkend) sich umentscheiden und doch wieder durch beide Spalten gehen, sobald es den gemeinsamen Filter sieht.

    Das ist aber Unsinn, da hier immer noch eine Superposition besteht. Und zwar kürzt sich diese Aufgrund des gemeinsamen +45° Filters auf:
    |s1> x |45°> + |s2> x |45°> =
    (|s1> + |s2>) x |45°>

    Bis auf die zusätzliche, gemeinsame +45° Polarisation sind wir wieder beim Ausgangsbild.

    Übrigens, nimmt man stattdessen einen -45° Filter, dann erhält man ein gegensätzliches Interferenzmuster.
    Die Summe dieser beiden Muster ergibt wieder das Bild ohne Interferenz. (Falls jemandem nicht klar ist warum, kann man das auch wieder trivial ausrechnen.)


    ----

    tl;dr
    Wenn man die Fakten (besonders die Superposition) akzeptiert, kann man jedes solche Experiment erklären.
    Which-slit, delayed-choice ... sind Unsinn, weil sie auf irrsinnigen Trugschlüssen basieren.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.04.17 20:37 durch xnor.

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