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Staatlicher Terror

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  1. Staatlicher Terror

    Autor: AC 21.05.06 - 11:13

    Und wieder mal eine weitere Vorschrift, unter hundertausenden von anderen, mit denen sich Unternehmen herumschlagen muessen. Und die wir als Konsumenten letztenendes ueber den Produktpreis bezahlen muessen. Warum kann der Staat die Menschen nicht einfach in Ruhe lassen?

  2. Re: Staatlicher Terror

    Autor: hmmm 21.05.06 - 11:18

    AC schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Und wieder mal eine weitere Vorschrift, unter
    > hundertausenden von anderen, mit denen sich
    > Unternehmen herumschlagen muessen. Und die wir als
    > Konsumenten letztenendes ueber den Produktpreis
    > bezahlen muessen. Warum kann der Staat die
    > Menschen nicht einfach in Ruhe lassen?

    Vielleicht hat der Staat angst das er sonst die Kontrolle verliert ^^.

  3. Nachdenken schadet Dir

    Autor: X55T2P4 21.05.06 - 11:42

    AC schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Und wieder mal eine weitere Vorschrift, unter
    > hundertausenden von anderen, mit denen sich
    > Unternehmen herumschlagen muessen. Und die wir als
    > Konsumenten letztenendes ueber den Produktpreis
    > bezahlen muessen. Warum kann der Staat die
    > Menschen nicht einfach in Ruhe lassen?

    Beachte bitte den Kern des Gesetzes:
    "sämtliche steuerrelevante Daten maschinell auswertbar zur Verfügung zu stellen. Dafür ist eine zehnjährige Archivierung vorgesehen, für sonstige Unterlagen gelten sechs Jahre.
    Unternehmer sind nicht nur dazu verpflichtet, E-Mails gesetzeskonform zu archivieren. Sie müssen auch gewährleisten, dass alle betriebswirtschaftlich und steuerrechtlich relevanten E-Mails samt deren Anhängen jederzeit verfügbar gemacht werden können."

    Es sind also nicht ALLE Mails zu archivieren, sondern nur alle
    betriebswirtschaftlich und steuerrelevanten E-Mails ! Hier geht es um die Möglichkeit der Finanz- und Steuerrevision. Aber da ja Steuerbetrug und Beschiss des Finanzamtes längst deutscher Volkssport Nummer 3 sind, gibt es wohl auch auf dem Gebiet keinerlei Unrechtsbewustsein mehr.

    MfG
    XP55T2P4
    der als IT-Fachberater (in einem weiteren IT-Nebenjob) die Ermittlungs-/Strafverfolgungsbehörden sporadisch unterstützt
    und dabei auch mal mitbekommt, um welche gewaltigen finanziellen Größenordnungen es dabei geht

  4. Re: Nachdenken schadet Dir

    Autor: AC 21.05.06 - 11:50

    X55T2P4 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Es sind also nicht ALLE Mails zu archivieren, sondern nur alle
    > betriebswirtschaftlich und steuerrelevanten E-Mails !

    Und wie entscheidet man, ob eine EMail relevant ist? Jede EMail einzelnd bewerten, immer mit dem Risiko, dass man bei einer Fehleinschaetzung einen Haufen Aerger bekommt? Das macht die Sache doch eher noch schlimmer.

    > Aber da ja Steuerbetrug und Beschiss des Finanzamtes längst deutscher
    > Volkssport Nummer 3 sind, gibt es wohl auch auf dem Gebiet keinerlei
    > Unrechtsbewustsein mehr.

    Teil des Problems ist die unsinnige Besteuerung von Unternehmen. Ja, ich weiss, sie laesst die Buerger im Glauben, dass nicht sie selbst Steuern zahlen sondern "nur die Unternehmen zahlen". Ist aber nicht so, denn jeder einzelne EUR aus Unternehmenssteuern taucht nacher gut versteckt in den Produktpreisen wieder auf. So wie alle Kosten eines Unternehmens halt ueber den Produktpreis finanziert werden. Unternehmenssteuern verringern nur die Transparenz der Steuerbelastung des Buergers, und genau darum existieren sie auch. Wir sollen nicht merken, dass wir Woche fuer Woche 20 Stunden und mehr fuer den Staat arbeiten.


  5. Re: Nachdenken wäre angebracht

    Autor: Sag ich nicht 21.05.06 - 12:10

    > ist die unsinnige Besteuerung

    Yep!
    Ihro Gnaden Kanzlerin sagt, um die Haushalt zu sanieren, MUSS es die Steuererhöhungen geben. Also falls jemand zu Hause finanzielle Probleme hat: Nicht sparen, sondern Geld borgen!
    Diesen Unsinn kann man nur bekämpfen, in dem man diesen Politikern das Geld entzieht. Ist zwar ein schwieriger Kampf, aber auf jeden Fall kein Betrug.

  6. Re: Staatlicher Terror

    Autor: mat76 21.05.06 - 12:30

    AC schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Und wieder mal eine weitere Vorschrift, unter
    > hundertausenden von anderen, mit denen sich
    > Unternehmen herumschlagen muessen. Und die wir als
    > Konsumenten letztenendes ueber den Produktpreis
    > bezahlen muessen. Warum kann der Staat die
    > Menschen nicht einfach in Ruhe lassen?

    Tja, würde es nicht so viele schwarze Schafen geben, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind und den Hals nicht voll genug bekommen, bräuchte man das alles nicht. Das ist der Preis des Kapitalismus.

  7. Re: Nachdenken schadet Dir

    Autor: IT Profi 21.05.06 - 12:50

    AC schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > X55T2P4 schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Es sind also nicht ALLE Mails zu archivieren,
    > sondern nur alle
    > betriebswirtschaftlich und
    > steuerrelevanten E-Mails !
    >
    > Und wie entscheidet man, ob eine EMail relevant
    > ist?

    Wenn sie betriebswirtschaftliche oder steuerrelevante Informationen beinhalten!

    > Jede EMail einzelnd bewerten, immer mit dem
    > Risiko, dass man bei einer Fehleinschaetzung einen
    > Haufen Aerger bekommt? Das macht die Sache doch
    > eher noch schlimmer.
    >

    Wenn man nicht weiß was betriebswirtschaftliche oder steuerrelevante Informationen sind, ist man eindeutig falsch!
    Für die Dummen: bewahrt einfach alles 10 Jahre auf!

    > > Aber da ja Steuerbetrug und Beschiss des
    > Finanzamtes längst deutscher
    > Volkssport
    > Nummer 3 sind, gibt es wohl auch auf dem Gebiet
    > keinerlei
    > Unrechtsbewustsein mehr.
    >
    > Teil des Problems ist die unsinnige Besteuerung
    > von Unternehmen.

    unsinnige Besteuerung der Unternehmen?

    > Ja, ich weiss, sie laesst die
    > Buerger im Glauben, dass nicht sie selbst Steuern
    > zahlen sondern "nur die Unternehmen zahlen". Ist
    > aber nicht so, denn jeder einzelne EUR aus
    > Unternehmenssteuern taucht nacher gut versteckt in
    > den Produktpreisen wieder auf.
    > So wie alle Kosten
    > eines Unternehmens halt ueber den Produktpreis
    > finanziert werden. Unternehmenssteuern verringern
    > nur die Transparenz der Steuerbelastung des
    > Buergers, und genau darum existieren sie auch.

    Wir sind Exportweltmeister, das heisst, das viele ausländische Unternehmen auch die Steuern unserer Unternehmen mittragen.
    Wenn so einer wie du alle Steuern auf die Bürger umlagert, bin ich der Erste der auswandert!

    > Wir
    > sollen nicht merken, dass wir Woche fuer Woche 20
    > Stunden und mehr fuer den Staat arbeiten.
    >

    Informier dich erst mal über VWL, BWL und RW! Danach können wir weiterreden!

  8. Re: Staatlicher Terror

    Autor: AC 21.05.06 - 13:21

    mat76 schrieb:
    > Tja, würde es nicht so viele schwarze Schafen
    > geben, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht
    > sind und den Hals nicht voll genug bekommen,
    > bräuchte man das alles nicht. Das ist der Preis
    > des Kapitalismus.

    Im Gegenteil, das ist der Grund dafuer, dass der Kapitalismus funktioniert. Jedenfalls, wenn man nicht ihn nicht mit sozialistischen Mitteln ueberzieht.

    Im Gegensatz zB zur Planwirtschaft des Sozialismus. Dort sind die Gesetze des Marktes nicht anders, und die Menschen auch nicht weniger an ihrem eigenem Wohlbefinden interessiert. Sie werden nur anders kanalisiert. Wenn man nicht 5 Jahre auf sein Auto warten will, dann streicht man eben dem alten Schulfreund, der nun in der Partei ist, das Wohnzimmer. Und wenn der Arbeitsplatz vom Staat garantiert ist und die Bezahlung nicht leistungsgerecht ist, dann versucht man eben fuer sein Geld moeglichst wenig zu arbeiten. Gerade soviel, dass man nicht wegen Arbeitsverweigerung bestraft wird.

    Der Markt laesst sich nicht aufhalten. Der Vorteil des Kapitalismus ist nur, dass dort der Markt zur Mehrung des Wohlstandes eingesetzt wird.

  9. Re: Staatlicher Terror

    Autor: soso 21.05.06 - 13:29

    s/Sozialismus/DDR/g

    so ist's besser...

    Informier dich bitte mal über Begrifflichkeiten
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialismus

  10. Re: Staatlicher Terror

    Autor: hefner 21.05.06 - 13:52

    AC schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Der Markt laesst sich nicht aufhalten. Der Vorteil
    > des Kapitalismus ist nur, dass dort der Markt zur
    > Mehrung des Wohlstandes eingesetzt wird.
    >
    >

    Ja der Wohlstand von wenigen Wohlständigen....

  11. Re: Nachdenken schadet Dir

    Autor: demon driver 21.05.06 - 14:28

    AC schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Teil des Problems ist die unsinnige Besteuerung
    > von Unternehmen. Ja, ich weiss, sie laesst die
    > Buerger im Glauben, dass nicht sie selbst Steuern
    > zahlen sondern "nur die Unternehmen zahlen". Ist
    > aber nicht so, denn jeder einzelne EUR aus
    > Unternehmenssteuern taucht nacher gut versteckt in
    > den Produktpreisen wieder auf [...]

    Was soll denn sonst besteuert werden, wenn nicht die Unternehmen? Die Forderung, Unternehmen immer weiter zu entlasten, statt endlich mal einen vernünftigen Mix aus Konsum- und Wertschöpfungsabgabe zu finden und mit der vollkommen idiotischen Belastung der immer knapper werdenden Ressource "Arbeit" Schluss zu machen, geht genau in die falsche Richtung.

    Das Argument, dass Unternehmensbesteuerung automatisch in den Inlandspreisen wieder auftauche, ist zudem falsch, weil ein erheblicher Teil der deutschen Produktion ins Ausland geht.

    Die Ursache für den sinkenden Wohlstand (2002 gab es eine Untersuchung, nach der etwa einem Drittel aller privaten Haushalte am Monatsende weniger als 100 Euro zur freien Verfügung bleiben, um von Hartz IV gar nicht zu reden) bei kontinuierlich von Jahr zu Jahr weiter steigendem Bruttoinlandsprodukt und inzwischen ins Exorbitante gestiegenen Unternehmensgewinnen ist, dass der Staat die Unternehmen immer weitgehender von der Finanzierung des Gemeinwesens und der Sozialkassen ausnimmt, während die immer weniger werdenden Noch-Arbeitenden immer mehr davon tragen müssen und sich nicht nur mit stagnierenden bis sinkenden Reallöhnen, sondern auch noch mit immer größeren Zumutungen im Hinblick auf Arbeitszeiten und Arbeistsbedingungen abfinden müssen - bei gleichzeitig immer größerer Unsicherheit darin, längerfristig überhaupt noch Beschäftigung zu haben.

    Und wenn es der Gesellschaft und dem Staat in den kommenden Jahren nicht gelingt, die Wirtschaft erfolgreich auf das Wohl der Gesamtbevölkerung zu verpflichten, wird das noch böse enden - früher als man denken könnte.

    d. d.

    P.S.: Komisch, gibt man eine zweite Änderung ein, wird die erste damit wieder rückgängig gemacht. Wohl ein Cache-Problem...



    5 mal bearbeitet, zuletzt am 21.05.06 14:32 durch demon driver.

  12. Re: Staatlicher Terror

    Autor: AC 21.05.06 - 14:33

    hefner schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ja der Wohlstand von wenigen Wohlständigen....

    Von allen Menschen - allerdings natuerlich nicht fuer jeden gleichermassen. Dennoch ist auch fuer die untersten sozialen Schichten der Kapitalismus besser als alle Alternativen, wie die Geschichte wieder und wieder gezeigt hat (mal vorausgesetzt, dass man Geld fuer Nicht-Arbeiten nicht als Ideal ansieht - derartige Stundenloehne kann man im Kapitalismus tatsaechlich nicht erreichen).


  13. Re: Staatlicher Terror

    Autor: demon driver 21.05.06 - 14:41

    AC schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > hefner schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > > Ja der Wohlstand von wenigen Wohlständigen....
    >
    > Von allen Menschen -

    Gelogen.

    > allerdings natuerlich nicht
    > fuer jeden gleichermassen. Dennoch ist auch fuer
    > die untersten sozialen Schichten der Kapitalismus
    > besser als alle Alternativen, wie die Geschichte
    > wieder und wieder gezeigt hat

    Nach dieser Argumentation müsstest du, wenn du dreimal aus dem Haus gehst und dreimal in Scheiße trittst, weil du dreimal den falschen Weg genommen hast, künftig zuhause bleiben, weil man ja immer in Scheiße tritt, wenn man rausgeht.

    > (mal vorausgesetzt,
    > dass man Geld fuer Nicht-Arbeiten nicht als Ideal
    > ansieht - derartige Stundenloehne kann man im
    > Kapitalismus tatsaechlich nicht erreichen).

    Nun, der Kapitalismus, der sich gerade selbst am Wegrationalisieren ist, wird sich da was einfallen lassen müssen, denn "im Kapitalismus", so wie er zurzeit funktioniert, können von Erwerbsarbeit per se schon seit längerem nicht mehr alle satt werden; die Tendenz besteht in den überwiegenden westlichen Industrienationen seit rund vier Jahrzehnten, beginnt derzeit in den meisten kritisch zu werden, und an der Tendenz wird sich dummerweise auch nichts ändern.

    d. d.

  14. Re: Nachdenken schadet Dir

    Autor: AC 21.05.06 - 14:57

    demon driver schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Was soll denn sonst besteuert werden, wenn nicht
    > die Unternehmen?

    Die Menschen, die im Land leben. Wer auch sonst?
    Unternehmen sind keine eigenstaendigen Geschoepfe, auch wenn sie teilweise so gesehen werden. Letztenendes wird jeder EUR von den Buerger erwirtschaftet. Man kann die Steuer nur entweder ganz direkt erheben (wie bei der Einkommenssteuer), oder leicht versteckt (Umsatzsteuer), oder sie eben richig verstecken (Unternehmenssteuer).


    > Das Argument, dass Unternehmensbesteuerung
    > automatisch in den Produktpreisen wieder
    > auftauche, ist zudem falsch, weil ein erhebelicher
    > Teil der deutschen Produktion ins Ausland geht.

    Das koennte man aber einfach aendern, indem man Umsatzsteuern auch fuer Exporte (aka Zoelle) einfuehrt. Nicht, dass ich das fuer sinnvoll halten wuerde, schliesslich profitieren wir vom Export-Ueberschuss, aber wenn man das als Problem ansieht.. warum Unternehmen bestrafen fuer Dinge, die gut fuer uns sind?


    > Die Ursache für den sinkenden Wohlstand (2002 gab
    > es eine Untersuchung, nach der etwa einem Drittel
    > aller privaten Haushalte am Monatsende weniger als
    > 100 Euro zur freien Verfügung bleiben, um von
    > Hartz IV gar nicht zu reden) bei kontinuierlich
    > von Jahr zu Jahr weiter steigendem
    > Bruttoinlandsprodukt und inzwischen ins
    > Exorbitante gestiegenen Unternehmensgewinnen ist,
    > dass der Staat die Unternehmen immer weitgehender
    > von der Finanzierung des Gemeinwesens und der
    > Sozialkassen ausnimmt,

    Nein. Der Grund ist der steigende Unterschied der Wertschoepfung zwischen unterschiedlichen Menschen. Die einen betreiben Wertschoepfung auf einem Niveau, das man auch fuer 1 EUR pro Tag in einem Entwicklungsland bekommt. Die anderen arbeiten an international wettbewerbsfaehigen Produkten auf hoechsten Niveau zu konkurrenzfaehigen Preisen. Da sind enorme Unterschiede unvermeidlich.

    Und die kann man auch nicht vermeiden, indem man das Geld den Wertschoepfenden wegnimmt, denn dann mindert man deren Motivation, in diesem Land auf hohem Niveau taetig zu sein. Was man vielmehr erzielen muss, ist eine Steigerung der Effizienz der Arbeit. Dadurch koennen auch Geringverdiener zu ansehnlichem Wohlstand kommen, einfach weil ihr geringes Einkommen dadurch an Wert gewinnt. Der deutsche Staat aber schafft groestenteils Anreize zum Gegenteil. Wertschoepfung wird durch Steuern und Abgaben bestraft; schlanke, effiziente Unternehmen werden durch rigide Arbeitsmarktvorschriften und die privilegierte Stellung von Gewerkschaften verhindert; schnelles Handel wird durch Vorschriften und Gesetze oft unmoeglich gemacht. Dadurch kommt es natuerlich auch, dass wir es zunehmend mit Grossunternehmen zu tun haben, denn diese kommen mit dem Staatsdschungel naturgemaess am besten zurecht.

  15. Re: Staatlicher Terror

    Autor: AC 21.05.06 - 15:04

    demon driver schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Nun, der Kapitalismus, der sich gerade selbst am
    > Wegrationalisieren ist, wird sich da was einfallen
    > lassen müssen, denn "im Kapitalismus", so wie er
    > zurzeit funktioniert, können von Erwerbsarbeit per
    > se schon seit längerem nicht mehr alle satt
    > werden; die Tendenz besteht in den überwiegenden
    > westlichen Industrienationen seit rund vier
    > Jahrzehnten, beginnt derzeit in den meisten
    > kritisch zu werden, und an der Tendenz wird sich
    > dummerweise auch nichts ändern.

    Was du sagst ist faktisch falsch. Nimm die Arbeit eines unausgebildeten Arbeiters, denn dieser ist das unterste Niveau und am besten vergleichbar. Wieviel Brot, oder wieviele Hemden kann und konnte er sich in den letzten Jahrzehnten fuer einen Stundenlohn kaufen? Wenn du dir Statistiken ansiehst, wird du sehen, dass die Menge kontinuierlich ansteigt.

    Was die Wahrnehmung vieler Menschen beeintraechtigt ist, dass die Ansprueche schneller steigen als der Wert des Lohnes. Frueher lebte die 5-koepfige Familie auf 50qm, heute gilt das schon fuer ein Paar sehr klein. Frueher hatte man vielleicht einen Motorroller, wenn man Durchschnittsverdiener war, heute ist ein Auto fast selbstverstaendlich. Frueher war ein Fernseher unbezahlbarer Luxus, heute hat jeder einen usw usw.

  16. Re: Staatlicher Terror

    Autor: Robin Hood 21.05.06 - 16:53

    Mit *Gläubigen* kann man immer schwer diskutieren.
    Nun gut,mit dem Einkommen im Kapitalistischem Peru kann sich ein niedrig/unqalifizierter Arbeiter - der ja durchaus Ingenieur oder Dipl.Kaufmann eine kann,sofern über die 40(!)- in der BRD *noch*nicht vergleichen - nur hinkt deine Behauptung,daß der Arbeiter in der BRD sich *immer mehr*kaufen könnte.
    In den letzten 20 Jahren sind die Realeinkommen durch Arbeit stetig gesunken.Massiv seit dem Zusammenbruch des Ostblocks - da fielen ja die Gefahren durch den *real Existierenden Sozialismus*weg.
    Du scheinst die REALE Inflationsrate übersehen zu haben!
    Wir sind derzeit auf dem Weg zu einem fast ungebremstem *Manchester Kapitalismus*!
    Deine Kritik an der Regulierungswut - die zu 90% Ausfluss der Lobbyarbeit*interessierter Kreise*ist - hat sich hier den falschen Punkt gesucht,außer Du bist Fundamentalistischer Christ und glaubst an das Gute im Menschen!
    Dann allerdings solltest Du dich doch sehr über Politiker wie Leisler-Kiep oder Kanther wundern...

    AC schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Nun, der Kapitalismus, der sich gerade selbst
    > am
    > Wegrationalisieren ist, wird sich da was
    > einfallen
    > lassen müssen, denn "im
    > Kapitalismus", so wie er
    > zurzeit
    > funktioniert, können von Erwerbsarbeit per
    > se
    > schon seit längerem nicht mehr alle satt
    >
    > werden; die Tendenz besteht in den
    > überwiegenden
    > westlichen Industrienationen
    > seit rund vier
    > Jahrzehnten, beginnt derzeit
    > in den meisten
    > kritisch zu werden, und an der
    > Tendenz wird sich
    > dummerweise auch nichts
    > ändern.
    >
    > Was du sagst ist faktisch falsch. Nimm die Arbeit
    > eines unausgebildeten Arbeiters, denn dieser ist
    > das unterste Niveau und am besten vergleichbar.
    > Wieviel Brot, oder wieviele Hemden kann und konnte
    > er sich in den letzten Jahrzehnten fuer einen
    > Stundenlohn kaufen? Wenn du dir Statistiken
    > ansiehst, wird du sehen, dass die Menge
    > kontinuierlich ansteigt.
    >
    > Was die Wahrnehmung vieler Menschen
    > beeintraechtigt ist, dass die Ansprueche schneller
    > steigen als der Wert des Lohnes. Frueher lebte die
    > 5-koepfige Familie auf 50qm, heute gilt das schon
    > fuer ein Paar sehr klein. Frueher hatte man
    > vielleicht einen Motorroller, wenn man
    > Durchschnittsverdiener war, heute ist ein Auto
    > fast selbstverstaendlich. Frueher war ein
    > Fernseher unbezahlbarer Luxus, heute hat jeder
    > einen usw usw.
    >


  17. Re: Nachdenken schadet Dir

    Autor: Offener Widerstand 21.05.06 - 20:24

    du sprichst mir aus der seele, leider habe ich die hoffnung aufgegeben das sich hier auch nur minimal irgendwas bewegt, ohne den einsazt von gewalt. zu diesem schluss ist seltsamerweise auch die dokumentation bei arte gestern gekommen. "Surplus oder Konsumterror", Schweden 2003, Regie: Erik Gandini
    auf jeden fall sehenswert.





  18. Re: Nachdenken schadet Dir

    Autor: GD 21.05.06 - 21:52

    > Wir sind Exportweltmeister, das heisst, das viele
    > ausländische Unternehmen auch die Steuern unserer
    > Unternehmen mittragen.
    Hüstel. Du glaubst also, eine deutsche Firma zahlt immer brav Steuern auf Exportgewinne? Mag sein, aber wohl selten in Deutschland. Sonst gäbe es nicht so viele Konzerne die hier praktisch keine Steuern mehr zahlen.
    Das liegt unter anderem daran, dass der Großteil der Wertschöpfung durch ausländische Tochterfirmen geleistet wird und selbst wenn noch im Inland
    produziert wird, kann man sich durch Handel mit ausländischen Töchtern
    die Bilanzen so zurechtschneidern, dass in Deutschland unterm Strich wenig Versteuerbares übrig bleibt. Deutsche Firmen zahlen ihre Steuern allzuhäufig in benachbarten Niedrigsteuerländern. Freihandelszonen sei dank.
    Siehe z.B.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Transfer_pricing
    http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2004/nr42/Wirtschaft/10644.html

  19. Re: Staatlicher Terror

    Autor: mat76 21.05.06 - 23:08

    AC schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > mat76 schrieb:
    > > Tja, würde es nicht so viele schwarze
    > Schafen
    > geben, die nur auf ihren eigenen
    > Vorteil bedacht
    > sind und den Hals nicht voll
    > genug bekommen,
    > bräuchte man das alles nicht.
    > Das ist der Preis
    > des Kapitalismus.
    >
    > Im Gegenteil, das ist der Grund dafuer, dass der
    > Kapitalismus funktioniert. Jedenfalls, wenn man
    > nicht ihn nicht mit sozialistischen Mitteln
    > ueberzieht.
    >
    > Im Gegensatz zB zur Planwirtschaft des
    > Sozialismus. Dort sind die Gesetze des Marktes
    > nicht anders, und die Menschen auch nicht weniger
    > an ihrem eigenem Wohlbefinden interessiert. Sie
    > werden nur anders kanalisiert. Wenn man nicht 5
    > Jahre auf sein Auto warten will, dann streicht man
    > eben dem alten Schulfreund, der nun in der Partei
    > ist, das Wohnzimmer. Und wenn der Arbeitsplatz vom
    > Staat garantiert ist und die Bezahlung nicht
    > leistungsgerecht ist, dann versucht man eben fuer
    > sein Geld moeglichst wenig zu arbeiten. Gerade
    > soviel, dass man nicht wegen Arbeitsverweigerung
    > bestraft wird.
    >
    > Der Markt laesst sich nicht aufhalten. Der Vorteil
    > des Kapitalismus ist nur, dass dort der Markt zur
    > Mehrung des Wohlstandes eingesetzt wird.
    >
    >
    Ähm, wer sprach denn vom Sozialismus?

  20. Re: Nachdenken wäre angebracht

    Autor: anna chist 22.05.06 - 00:49

    Sag ich nicht schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > ist die unsinnige Besteuerung
    >
    > Yep!
    > Ihro Gnaden Kanzlerin sagt, um die Haushalt zu
    > sanieren, MUSS es die Steuererhöhungen geben. Also
    > falls jemand zu Hause finanzielle Probleme hat:
    > Nicht sparen, sondern Geld borgen!

    wie...woher? vom staat!?

    > Diesen Unsinn kann man nur bekämpfen, in dem man
    > diesen Politikern das Geld entzieht. Ist zwar ein
    > schwieriger Kampf, aber auf jeden Fall kein
    > Betrug.

    aber zurückzahlen muss ich es doch. was schadet das dem staat?
    ich ende dann so wie die BRD...pleite. der unterschied:

    - MICH sperrt man früher oder später womöglich ein

    - die BRD nimmt mehr steuern.

    also müsste ich dann ....wem?.....geld wegnehmen um meinen haushalt
    zu sanieren? und das OHNE womöglich eingesperrt zu werden?

    fragen über fragen... .. .

    AC


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