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@golem: Mich wundert nicht, warum die Eneloop probleme machten!

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  1. @golem: Mich wundert nicht, warum die Eneloop probleme machten!

    Autor: AllDayPiano 22.05.17 - 12:52

    Ich verstehe nicht, warum ihr

    a) Akkus eingesetzt habt, obwohl das überhaupt nicht spezifiziert ist, und
    b) euch dann darüber wundern könnt, dass das Thermostat dann unsinnige Restlaufzeitangaben macht?

    Es ist schon klar: Die Entladekurve einer Primärzelle und eines Akkus unterscheidet sich ganz maßgeblich voneinander. Gerade die Eneloops sind auf einen möglichst horizontalen Verlauf getrimmt. Wie soll eine Auswerteelektronik, die darauf getrimmt wurde, die Entladekurve einer Batterie zu interpretieren, bei einem Akku etwas sinnvolles herausgeben? Der Informationsgehalt wäre in etwa genauso groß, wie wenn ich ohne Angabe von meinem Standpunkt und Jahreszeit aus dem Sonnenstand die Uhrzeit bestimmen sollte...

    Dann ist höchst wahrscheinlich ein Schaltregler im Thermostat, der darauf getrimmt ist, die Batterien restlos leer zu saugen (alles andere wäre unsinnig und unökologisch / unökonomisch. Akkus mögen das aber überhaupt nicht! Denn die gehen dabei einfach durch Tiefentladung kaputt. Eneloops sind hier etwas robuster, konventionelle Li-Ion werden dadurch zerstört.

    Der Hersteller gibt abschließend an, dass normale Batterien etwa 2 Jahre halten. Das entspricht dem, was unsere Heizkörperthermostate schaffen. Selbst wenn man äußerst pessimistisch davon ausgeht, dass die Dinger nur ein Jahr halten, so kosten 4 Stück AA-Batterien bei Lidl (die mit zu den besten Batterien am Markt gehörten) 1,59 Euro bzw. 40ct. pro Stück. Wieviele Batterien muss man da tauschen, bis man die Enloops + Ladegerät wieder drinnen hat?

    Insgesamt ist der Versuch hier Akkus zu benutzen sehr fragwürdig; das ganze dann auch noch als Kritikpunkt zu bringen unfair! Die Anleitung spricht von Batterien. Wenn man schon testet, dann sollte man sich mindestens an die Herstellervorgaben halten.

    Höchstens würde ich verstehen, wenn kritisiert würde, dass die Geräte nicht für den Akkubetrieb geeignet sind. Mehr aber nicht.

  2. Re: @golem: Mich wundert nicht, warum die Eneloop probleme machten!

    Autor: Teebecher 22.05.17 - 13:03

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Dann ist höchst wahrscheinlich ein Schaltregler im Thermostat, der darauf
    > getrimmt ist, die Batterien restlos leer zu saugen (alles andere wäre
    > unsinnig und unökologisch / unökonomisch. Akkus mögen das aber überhaupt
    > nicht! Denn die gehen dabei einfach durch Tiefentladung kaputt. Eneloops
    > sind hier etwas robuster, konventionelle Li-Ion werden dadurch zerstört.
    Im Großen und Ganzen gebe ich Dir Recht, aber Du wirst Primärzellen (1,5V) nicht mit LiIon ersetzen können (3,7V).

    Ersatz ist nur NiCd und NiMh (1,2V) als Becherzelle. Gängige LiIon (A123) haben einen völlig anderen Formfaktor.

    Und ja, die niedrigere Spannungslagen macht Eneloops für einige Einsatzzwecke eher untauglich, obwohl es sehr gute Akkus sind, und keinen nennenswerten Memory-Effekt haben.

  3. Re: @golem: Mich wundert nicht, warum die Eneloop probleme machten!

    Autor: AllDayPiano 22.05.17 - 13:06

    Teebecher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AllDayPiano schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Dann ist höchst wahrscheinlich ein Schaltregler im Thermostat, der
    > darauf
    > > getrimmt ist, die Batterien restlos leer zu saugen (alles andere wäre
    > > unsinnig und unökologisch / unökonomisch. Akkus mögen das aber überhaupt
    > > nicht! Denn die gehen dabei einfach durch Tiefentladung kaputt. Eneloops
    > > sind hier etwas robuster, konventionelle Li-Ion werden dadurch zerstört.
    > Im Großen und Ganzen gebe ich Dir Recht, aber Du wirst Primärzellen (1,5V)
    > nicht mit LiIon ersetzen können (3,7V).
    >
    > Ersatz ist nur NiCd und NiMh (1,2V) als Becherzelle. Gängige LiIon (A123)
    > haben einen völlig anderen Formfaktor.

    Stimmt. Mein Fehler. Verschiebt das Problem etwas, ändert es aber nicht. NiCd gibt's "offiziell" nicht mehr zu kaufen, NiMH gehen bei dauerhafter Tiefentladung kaputt.

    > Und ja, die niedrigere Spannungslagen macht Eneloops für einige
    > Einsatzzwecke eher untauglich, obwohl es sehr gute Akkus sind, und keinen
    > nennenswerten Memory-Effekt haben.

    Als direkter Alkali-Ersatz sind sie ja gut geeignet. Nur eben nicht in solchen Anwendungen.

  4. Re: @golem: Mich wundert nicht, warum die Eneloop probleme machten!

    Autor: Teebecher 22.05.17 - 13:19

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Teebecher schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > AllDayPiano schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > >
    > > > Dann ist höchst wahrscheinlich ein Schaltregler im Thermostat, der
    > > darauf
    > > > getrimmt ist, die Batterien restlos leer zu saugen (alles andere wäre
    > > > unsinnig und unökologisch / unökonomisch. Akkus mögen das aber
    > überhaupt
    > > > nicht! Denn die gehen dabei einfach durch Tiefentladung kaputt.
    > Eneloops
    > > > sind hier etwas robuster, konventionelle Li-Ion werden dadurch
    > zerstört.
    > > Im Großen und Ganzen gebe ich Dir Recht, aber Du wirst Primärzellen
    > (1,5V)
    > > nicht mit LiIon ersetzen können (3,7V).
    > >
    > > Ersatz ist nur NiCd und NiMh (1,2V) als Becherzelle. Gängige LiIon
    > (A123)
    > > haben einen völlig anderen Formfaktor.
    >
    > Stimmt. Mein Fehler. Verschiebt das Problem etwas, ändert es aber nicht.
    > NiCd gibt's "offiziell" nicht mehr zu kaufen, NiMH gehen bei dauerhafter
    > Tiefentladung kaputt.
    >
    Selbe Größe wie Zink-Blei-Zellen:

    https://www.reichelt.de/?ARTICLE=107812&PROVID=2788&wt_mc=amc141526782519998&gclid=CMWrwK2wg9QCFVAQ0wod56cL7A


    > > Und ja, die niedrigere Spannungslagen macht Eneloops für einige
    > > Einsatzzwecke eher untauglich, obwohl es sehr gute Akkus sind, und
    > keinen
    > > nennenswerten Memory-Effekt haben.
    >
    > Als direkter Alkali-Ersatz sind sie ja gut geeignet. Nur eben nicht in
    > solchen Anwendungen.

    Yap.

  5. Re: @golem: Mich wundert nicht, warum die Eneloop probleme machten!

    Autor: AllDayPiano 22.05.17 - 13:26

    Teebecher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Selbe Größe wie Zink-Blei-Zellen:
    >
    > www.reichelt.de

    Daher auch das "offiziell". Diese Akkus haben Lötfahnen, und sind daher keine Endverbraucherzellen. Im Grunde ein schwachsinniges Gesetz, zumal NiCD ganz viele Vorteile hatte.

  6. Re: @golem: Mich wundert nicht, warum die Eneloop probleme machten!

    Autor: Teebecher 22.05.17 - 13:57

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Teebecher schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Selbe Größe wie Zink-Blei-Zellen:
    > >
    > > www.reichelt.de
    >
    > Daher auch das "offiziell". Diese Akkus haben Lötfahnen, und sind daher
    > keine Endverbraucherzellen. Im Grunde ein schwachsinniges Gesetz, zumal
    > NiCD ganz viele Vorteile hatte.

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir spätestens seit der EU mehr schwachsinnige als sinnvolle Gesetze haben :-(

  7. Re: @golem: Mich wundert nicht, warum die Eneloop probleme machten!

    Autor: Filius 22.05.17 - 19:46

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich verstehe nicht, warum ihr
    >
    > a) Akkus eingesetzt habt, obwohl das überhaupt nicht spezifiziert ist, und
    > b) euch dann darüber wundern könnt, dass das Thermostat dann unsinnige
    > Restlaufzeitangaben macht?

    Vor zwanzig Jahren: OK. Aber heutzutage ist es Stand der Technik, dass Geräte auch mit Akkus umgehen können. Tun sie das nicht, dann deutet das stark auf Schrott hin.

  8. Re: @golem: Mich wundert nicht, warum die Eneloop probleme machten!

    Autor: Filius 22.05.17 - 19:51

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > zumal NiCD ganz viele Vorteile hatte.

    Im Consumerbereich sicher nicht. Da bin ich froh, mich nicht mehr mit diesem Schrott abgeben zu müssen. Wer unbedingt NiCD braucht oder glaubt zu brauchen, bekommt sie ja eh noch.

  9. Re: @golem: Mich wundert nicht, warum die Eneloop probleme machten!

    Autor: as (Golem.de) 22.05.17 - 21:03

    Hallo,

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich verstehe nicht, warum ihr
    >
    > a) Akkus eingesetzt habt, obwohl das überhaupt nicht spezifiziert ist, und
    > b) euch dann darüber wundern könnt, dass das Thermostat dann unsinnige
    > Restlaufzeitangaben macht?

    Warum sollte man sie nicht nutzen, wenn alle vier Geräte damit umgehen können und das letzte (Austauschgerät) nicht? Akkus sind dafür da Aufgaben von Batterien zu übernehmen und ich betreibe dutzende Geräte damit, die eigentlich nur für Batterien geeignet sind. Funktioniert wunderbar.

    Wenn sie grundsätzlich nicht funktionieren würden, ja, dann gebe ich Dir recht.


    > Wieviele Batterien muss man da tauschen, bis man die Enloops + Ladegerät
    > wieder drinnen hat?

    Wenn man tatsächlich ein Ladegerät kaufen muss für dieses eine Smarthome, ja, dann wird es teuer. Ansonsten: Thermostate hat man in der Regel über mehrere Jahrzehnte im Einsatz. Wenn es einem nur um die Kosten geht, die sind irgendwann wieder rausgeholt.

    Ich hab' die Eneloops seit der ersten Generation. Davor hatte ich normale Akkus, die regelmäßig repariert werden mussten und dann irgendwann doch in die Tonne gingen. Für mich hat sich das schon gelohnt, auch weil der Komfort höher ist und ich keine Batterien bevorraten muss. Nur für potenzielle Stromausfälle oder Reisen habe ich Reserven.

    > Insgesamt ist der Versuch hier Akkus zu benutzen sehr fragwürdig; das ganze
    > dann auch noch als Kritikpunkt zu bringen unfair! Die Anleitung spricht von
    > Batterien. Wenn man schon testet, dann sollte man sich mindestens an die
    > Herstellervorgaben halten.
    >
    > Höchstens würde ich verstehen, wenn kritisiert würde, dass die Geräte nicht
    > für den Akkubetrieb geeignet sind. Mehr aber nicht.

    Geräte 1-4 sind für Akkus geeignet, das hat der Test bewiesen. Gerät 5 nicht, weil das Auslesen nicht klappt. Und in der Praxis werden das viele machen. Es steht aber auch im Artikel, dass man die Warnung schlicht ignorieren kann. Also auch Gerät 5 funktioniert mit Akkus.

    gruß

    -Andy (Golem.de)

    --
    Mich gibt's auch als Social-Media-Version. ( Vorsicht, Bahn- und Flugzeugbilder ;) )
    Instagram: @aroundthebluemarble
    Twitter: @AndreasSebayang


    https://www.golem.de/specials/autor-andreas-sebayang/

  10. Re: @golem: Mich wundert nicht, warum die Eneloop probleme machten!

    Autor: AllDayPiano 23.05.17 - 06:17

    Filius schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AllDayPiano schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > zumal NiCD ganz viele Vorteile hatte.
    >
    > Im Consumerbereich sicher nicht. Da bin ich froh, mich nicht mehr mit
    > diesem Schrott abgeben zu müssen. Wer unbedingt NiCD braucht oder glaubt zu
    > brauchen, bekommt sie ja eh noch.

    Ja klar gibt es im Consumerbereich Vorteile.

    Z.B. bei unserem Metabo Akkuschrauber. Die alten waren noch NiCd - schnellladefähig. Da war der Akku binnen 10 Minuten ausreichend geladen für 20 Minuten Arbeit. Mit zwei Akkus hatte man nonstop Power.

    Die NiMH der Nachfolgermaschine sind alle kaputt, die uralten NiCD gehen noch. Außerdem laden die Akkus extrem viel langsamer.

    Das liegt ganz wesentlich daran, dass bei Heimanwender die Akkus durch Überlagerung sterben. NiCd ist hire einfach deutlich unempfindlicher.

    Ich habe mir für meinen "neuen" Metabo-Schrauber NiCd-Akkus besorgt. Endlich wieder schnellladefähige Akkus. Haben genauso 2Ah (nachgemessen knapp darunter) wie der Originalakku - ist aber in der Hälfte der Zeit voll.

    Nur in Europa hat NiCd das Rennen verloren, weil die dummen Menschen einfach nicht verstehen wollen, dass hochgiftige Schwermetalle nicht in die Mülltonne gehören. Genausowenig wie LED Leuchtmittel oder Kompakt-Leuchtstofflampen. Im Rest der Welt ist das nach wie vor ein geläufiger Akkutyp.

  11. Re: @golem: Mich wundert nicht, warum die Eneloop probleme machten!

    Autor: AllDayPiano 23.05.17 - 06:21

    as (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hallo,
    >
    > AllDayPiano schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich verstehe nicht, warum ihr
    > >
    > > a) Akkus eingesetzt habt, obwohl das überhaupt nicht spezifiziert ist,
    > und
    > > b) euch dann darüber wundern könnt, dass das Thermostat dann unsinnige
    > > Restlaufzeitangaben macht?
    >
    > Warum sollte man sie nicht nutzen, wenn alle vier Geräte damit umgehen
    > können und das letzte (Austauschgerät) nicht?

    Weil der Hersteller das schlichtweg nicht vorgesehen hat. 20% Quote der Geräte, die damit nicht umgehen können, ist m.E.n. hoch genug, um von ungeeignet zu sprechen.

    > Akkus sind dafür da Aufgaben
    > von Batterien zu übernehmen und ich betreibe dutzende Geräte damit, die
    > eigentlich nur für Batterien geeignet sind. Funktioniert wunderbar.
    >
    > Wenn sie grundsätzlich nicht funktionieren würden, ja, dann gebe ich Dir
    > recht.

    Grundsätzlich kann man Akkus überall hineinpacken, wo es die Betriebsspannung erlaubt. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass in 90% der Geräte hinterher die Akkus leiden oder gar ganz zerstört werden.

    > > Insgesamt ist der Versuch hier Akkus zu benutzen sehr fragwürdig; das
    > ganze
    > > dann auch noch als Kritikpunkt zu bringen unfair! Die Anleitung spricht
    > von
    > > Batterien. Wenn man schon testet, dann sollte man sich mindestens an die
    > > Herstellervorgaben halten.
    > >
    > > Höchstens würde ich verstehen, wenn kritisiert würde, dass die Geräte
    > nicht
    > > für den Akkubetrieb geeignet sind. Mehr aber nicht.
    >
    > Geräte 1-4 sind für Akkus geeignet,

    Das siehst Du falsch. Gerät 1-4 haben auf den ersten Blick keine Probleme gemacht. Das bedeutet noch lange nicht, dass sie geeignet sind.

    > das hat der Test bewiesen. Gerät 5
    > nicht, weil das Auslesen nicht klappt. Und in der Praxis werden das viele
    > machen. Es steht aber auch im Artikel, dass man die Warnung schlicht
    > ignorieren kann. Also auch Gerät 5 funktioniert mit Akkus.

    Wenn die Wahrscheinlichkeit, dass das Gerät nicht mit Akkus funktioniert, bei 20% liegt, dann liegt die Wahrscheinlichkeit, dass das Austauschgerät mit Akkus funktioniert, bei 80%.

    Hieraus irgendwelche Prognosen oder Empfehlungen abzugeben, halte ich für sehr gewagt.

  12. Re: @golem: Mich wundert nicht, warum die Eneloop probleme machten!

    Autor: as (Golem.de) 23.05.17 - 12:45

    Hallo,

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil der Hersteller das schlichtweg nicht vorgesehen hat. 20% Quote der
    > Geräte, die damit nicht umgehen können, ist m.E.n. hoch genug, um von
    > ungeeignet zu sprechen.

    Ich kenne ein Gerät, dass für Eneloops spezifiziert ist und das selbe Problem zeigt. Apples Touchpad mit Apple gebrandeten Eneloops (oder auch originalen). Die Ausfallquote liegt hier bei 50 Prozent.

    > Grundsätzlich kann man Akkus überall hineinpacken, wo es die
    > Betriebsspannung erlaubt. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass in
    > 90% der Geräte hinterher die Akkus leiden oder gar ganz zerstört werden.

    90 Prozent? Basierend auf welchen Daten? Da wäre ich sehr vorsichtig. Ich habe insgesamt sicher um die 50 Eneloops bei mir Zuhause in mehrere Dutzend Geräten. Die Dinger sind bei meiner Familie im Großeinsatz und bei zwei Firmen ebenfalls im Großeinsatz. Bei einer habe ich sie selbst alle angeschafft und verwaltet. Der größte potenzielle Schaden war, dass die Eneloops vereinzelt im Müll landeten. Das ist fünf Jahre her. Da ich den Sondermüll verwaltete habe ich sie da allerdings auch wieder rausgefischt. Also selbst mit Müllquote bin ich bei vielleicht 2 Prozent Schadensfällen.

    Ich habe außerdem eine private AAA-Zelle, die sich zu schnell entlädt, obwohl sie aus einem festen, nie durchmischten Dreier-Verbund stammt. Was mit der Zelle los ist, weiß ich nicht. Sie hat nur noch 350 mAh statt der normalen 700 wenn ich mich recht entsinne. Ich müsste die vom Ladegerät mal bearbeiten lassen, aber ich vergesse das immer, obwohl die Akkus alle zwei bis drei Monate ausgetauscht werden.

    Nehmen wir jetzt mal an, es liegt an der Lampe, wo sie drin sind. Dieses beschädigt Akkus. Bei eienr 90-Prozent-Quote bei Einsätzen müssten die drei dreier Sätze mittlerweile alle kaputt sein. Tatsächlich ist nur einer von 9 Akkus kaputt. Die Dreier-Sätze rotieren in zwei Geräten. Der Einsatz der Akkus liegt bei mehreren Jahren. Gekauft wurden die AAA-Akkus am 17. März 2011 und am 21. Juli 2013. Dazwischen gab es auch noch einmal eine Bestellung. Ich bin mir aber nicht sicher, ob die mit in dieser Rotation sind oder bei meiner Familie.

    Es gibt noch eine statistische Unschärfe: das zweite Gerät ist ein Lautsprecher gewesen. Der war vor fünf Jahren sehr oft im Einsatz, liegt aber seit 2 Jahren nur noch rum.

    Abseits dessen habe ich bei LSD-Akkus keine weiteren Ausfälle, dagegen sind die herkömmlichen NICD/NIMH-Akkus alle mittlerweile kaputt und auch nicht mehr reparierbar. Bei den Eneloops ist keine Auffälligkeiten bei Revisionen. Auch ob AA oder AAA macht keinen Unterschied oder die Hochleistungsvariante für Blitze.

    > > Geräte 1-4 sind für Akkus geeignet,
    >
    > Das siehst Du falsch. Gerät 1-4 haben auf den ersten Blick keine Probleme
    > gemacht. Das bedeutet noch lange nicht, dass sie geeignet sind.

    Wenn es danach geht, darf man gar keine Akkus verwenden. In welchem Datenblatt steht denn, dass man Akkus nutzen darf? Manchmal steht drin: Akkus ja, aber bitte nur vom Original-Hersteller. Oder: Bitte immer 1,5 Volt. Und wenn es drin steht, dann fehlt der Zusatz, dass LSD-Akkus geeignet sind, die aus Gerätesicht unerwartet lange halten. Meine Taschenlampen, selbst die Pelicans, haben alle kein Datenblatt gehabt. Meine Fernbedienungen auch nicht. Besagter Lautsprecher hat auch keine Hinweise.

    Tatsächlich habe ich schon defekte Geräte gehabt, weil ich die empfohlenen Batterien im Einsatz hatte, die ausgelaufen sind. Da ist die Schadensquote höher. Zuletzt hat es wieder eine Fernbedienung leicht erwischt. In Fernbedienungen soll man ja eher keine Akkus einsetzen, weil sich normale Batterien locker 5 Jahre halten. Wobei mich auslaufende Markenbatterien überlegen lassen, ob ich das nicht lieber ändere.

    > > das hat der Test bewiesen. Gerät 5
    > > nicht, weil das Auslesen nicht klappt. Und in der Praxis werden das
    > viele
    > > machen. Es steht aber auch im Artikel, dass man die Warnung schlicht
    > > ignorieren kann. Also auch Gerät 5 funktioniert mit Akkus.
    >
    > Wenn die Wahrscheinlichkeit, dass das Gerät nicht mit Akkus funktioniert,
    > bei 20% liegt, dann liegt die Wahrscheinlichkeit, dass das Austauschgerät
    > mit Akkus funktioniert, bei 80%.

    Wie gesagt, im Artikel steht, dass auch die 20 Prozent funktionieren. Es steht nicht drin, dass das Gerät mit dem Akku nicht funktioniert. Es ist nur die Laufzeiterkennung, die versagt. Alles andere läuft tadellos.

    > Hieraus irgendwelche Prognosen oder Empfehlungen abzugeben, halte ich für
    > sehr gewagt.

    Ich habe die entsprechenden Daten im Artikel genannt. Ich habe gewarnt, dass es Probleme mit Akkus geben kann und das belegt im Artikel. Natürlich hätte ich das verschweigen können, weil ich die Geräte außerhalb der Spezifikation betrieben habe und die Nennung des Umstandes angeblich unfaire Kritik wäre. Aber ich habe mich entschieden dieses Praxisszenario zu nennen. Auch mit Batterien hätte ich die Geräte irgendwann außerhalb dessen betrieben, was im Datenblatt steht, dass zwingend 3 Volt verlangt. Eigentlich müsste dort im Datenblatt der Typ stehen, der geeignet ist oder ausschließlich verwendet werden darf. Mitgeliefert werden LR6.

    Es ist und bleibt aber ein Kritikpunkt. Das Akkus von Nutzern verwendet werden ist Tado sicherlich bewusst. Genauso wie Batterien, die nicht spezifikationskonform sind. 1.200 mAh-Batterien wird kaum ein Anwender gezielt kaufen können. Ich musste auch erst nachgucken, was damit gemeint ist. Vielleicht ist der Betrieb von FR6 oder R6 nicht erlaubt. Wenn da aber wirklich was passieren würde, wäre das auch ein Kritikpunkt.

    Das es prinzipiell funktioniert ist auch bekannt. Das die Tado-Thermostate den Akku beschädigen, wird nach meinen Erfahrungen nicht mit einer 90-Prozentigen Wahrscheinlichkeit eintreten. Damit dieser statistische Wert noch eintreten kann, müssten alle meine Akkus auf einen Schlag ausfallen und ich müsste welche kaufen, die bei Erstnutzung auch alle beschädigt werden.

    gruß

    -Andy (Golem.de)

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    https://www.golem.de/specials/autor-andreas-sebayang/

  13. Re: @golem: Mich wundert nicht, warum die Eneloop probleme machten!

    Autor: AllDayPiano 24.05.17 - 06:59

    as (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hallo,
    >
    > AllDayPiano schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Weil der Hersteller das schlichtweg nicht vorgesehen hat. 20% Quote der
    > > Geräte, die damit nicht umgehen können, ist m.E.n. hoch genug, um von
    > > ungeeignet zu sprechen.
    >
    > Ich kenne ein Gerät, dass für Eneloops spezifiziert ist und das selbe
    > Problem zeigt. Apples Touchpad mit Apple gebrandeten Eneloops (oder auch
    > originalen). Die Ausfallquote liegt hier bei 50 Prozent.
    >
    > (...)
    >
    > Wenn es danach geht, darf man gar keine Akkus verwenden. In welchem
    > Datenblatt steht denn, dass man Akkus nutzen darf? Manchmal steht drin:
    > Akkus ja, aber bitte nur vom Original-Hersteller. Oder: Bitte immer 1,5
    > Volt. Und wenn es drin steht, dann fehlt der Zusatz, dass LSD-Akkus
    > geeignet sind, die aus Gerätesicht unerwartet lange halten.

    Das mag in der Praxis alles sein. Aber das ist hier nicht der Maßstab. Es geht hier um einen (objektiven) Artikel, der über ein Produkt berichtet.

    > Ich habe die entsprechenden Daten im Artikel genannt. Ich habe gewarnt,
    > dass es Probleme mit Akkus geben kann und das belegt im Artikel. Natürlich
    > hätte ich das verschweigen können, weil ich die Geräte außerhalb der
    > Spezifikation betrieben habe und die Nennung des Umstandes angeblich
    > unfaire Kritik wäre.

    Was heißt "unfaire Kritik"?

    Es ist doch durchaus legitim im Artikel zu erwähnen, dass Akkus nicht anständig funktionieren, und dass das im Jahr 2017 ein Manko ist.

    > Aber ich habe mich entschieden dieses Praxisszenario
    > zu nennen. Auch mit Batterien hätte ich die Geräte irgendwann außerhalb
    > dessen betrieben, was im Datenblatt steht, dass zwingend 3 Volt verlangt.

    Wie gesagt: Das Gerät hat mit Sicherheit einen Step-up Converter drinnen. Der saugt halt, bis die Batterie leer ist. Über die Eingangsspannung lässt sich die Restlaufzeit (Entladezustand) bestimmen. Das Gerät sollte daher erst dann den Dienst quittieren, wenn der Innenwiderstand der Stromspeicher so hoch geworden ist, dass die Betriebsspannung einbricht.

    > Eigentlich müsste dort im Datenblatt der Typ stehen, der geeignet ist oder
    > ausschließlich verwendet werden darf. Mitgeliefert werden LR6.

    Ja, das sollte eigentlich spezifiziert werden. Dass dies nicht der Fall ist, soll ja durchaus auch in so einem Artikel erwähnt werden.

    > Es ist und bleibt aber ein Kritikpunkt. Das Akkus von Nutzern verwendet
    > werden ist Tado sicherlich bewusst. Genauso wie Batterien, die nicht
    > spezifikationskonform sind. 1.200 mAh-Batterien wird kaum ein Anwender
    > gezielt kaufen können. Ich musste auch erst nachgucken, was damit gemeint
    > ist. Vielleicht ist der Betrieb von FR6 oder R6 nicht erlaubt. Wenn da aber
    > wirklich was passieren würde, wäre das auch ein Kritikpunkt.

    Ja, das darf, wie gesagt, auch so in den Artikel hinein. Dagegen spricht ja prinzipiell nichts.

  14. Re: @golem: Mich wundert nicht, warum die Eneloop probleme machten!

    Autor: as (Golem.de) 19.07.17 - 09:43

    Hallo,

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist doch durchaus legitim im Artikel zu erwähnen, dass Akkus nicht
    > anständig funktionieren, und dass das im Jahr 2017 ein Manko ist.

    nach derzeitigem Stand gibt es ein allgemeines Problem mit der Erkennung der Restenergie.

    Mitte Juni 2017 haben alle Heizkörper vermeldet, dass alle Batterien leer sind. 3 x LR6, 1 x Eneloop. Jeweils Paare. Die Meldung kam am selben Tag.

    Kurz darauf, nach einem Austausch, sind vier frisch geladene Paare Eneloops als Leer eingestuft worden. Auch hier hat es eine Woche gedauert und alle Meldungen kamen am selben Tag. Das ist jetzt drei Wochen her, die Akkus funktionieren weiterhin.

    Laut Tado gab es durch einen Fehler eine erhöhte Leistungsaufnahme, die das bei Eneloops und LR6 auslöste. Der Akkueinsatz wurde nicht beanstandet. Gewarnt wird nur vor R6-Batterien. Ich warte jetzt aber noch auf eine detaillierte Rückmeldung zur Firmware und Leistungsaufnahme.

    gruß

    -Andy (Golem.de)

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    https://www.golem.de/specials/autor-andreas-sebayang/

  15. Re: @golem: Mich wundert nicht, warum die Eneloop probleme machten!

    Autor: AllDayPiano 19.07.17 - 10:02

    Wenn alle gleichzeitig kommen, dann klingt das aber eher so, als ob in der Restlaufzeitberechnung ein Überlauf stattfindet o.O

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Adblock-Filterregeln können Code ausführen

Unter bestimmten Voraussetzungen können Filterregeln für Adblocker mit einer neuen Funktion Javascript-Code in Webseiten einfügen. Adblock Plus will reagieren und die entsprechende Funktion wieder entfernen. Ublock Origin ist nicht betroffen.
Von Hanno Böck


    Passwort-Richtlinien: Schlechte Passwörter vermeiden
    Passwort-Richtlinien
    Schlechte Passwörter vermeiden

    Groß- und Kleinbuchstaben, mindestens ein Sonderzeichen, aber nicht irgendeins? Viele Passwort-Richtlinien führen dazu, dass Nutzer genervt oder verwirrt sind, aber nicht unbedingt zu sichereren Passwörtern. Wir geben Tipps, wie Entwickler es besser machen können.
    Von Hanno Böck

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    Für die Raspberry-Pi-Platinen gibt es eine offizielle Tastatur und Maus, passenderweise in Weiß und Rot. Im Test macht die Tastatur einen anständigen Eindruck, die Maus hingegen hat uns eher kaltgelassen. Das Keyboard ist zudem ein guter Ausgangspunkt für Bastelprojekte.
    Ein Test von Tobias Költzsch

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