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Schön, aber ...

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  1. Schön, aber ...

    Autor: Icestorm 23.05.17 - 12:56

    nichtnur Programmierer braucht das Land. Viele wissen ja nichtmal mehr, wie man eine Zange hält, ein Glühbirne/ein Leuchtmittel einschraubt, wie man Geld überweist, wie man einen Knopf annäht, oder wie man ein Ei kocht.
    Dafür können ganz Viele ihr Smartphone bedienen.
    Handwerkliche Grundkenntnisse, sinnvolle Benutzung der Technik, etc., ist vielen fremd.
    Wichtig wäre ein die ganze Schullaufbahn begleitendes Fach, nennens wir mal 'Lebenshilfe', in dem den Schülern wichtige Grundkenntnisse vermittelt werden. In ihren sozialen Blasen lernen die es nichtmehr.
    In den USA gibt es so ein Fach über die neun Jahre Gemeinschaftsschule.
    Ein Teil davon kann sich auch dem Programmieren widmen.

  2. Re: Schön, aber ...

    Autor: b1n0ry 23.05.17 - 13:28

    Jep. Das Bildungssystem in Deutschland und generell ist einfach murks.

    Was bringt es den ausgebildeten Leuten eine Geschichtsanalyse in 3 Sprachen zu verfassen, wenn sie keine Ahnung davon haben wie die einfachsten Dinge im Leben funktionieren? Ich bin fast 30 und frage mich, wann ich endlich diese verdammte pq-Formel gebrauchen werde.
    Gehaltsabrechnungen, Miete und Rechnungen überweisen, Versicherungen analysieren, einen blöden Reifen am Auto wechseln und von mir aus auch Laminat verlegen. Das sind die Dinge, die man brauchen wird. Man bildet die Leute zu nichtsnutzigen Robotern aus und zwängt ihnen und Millionen anderen denselben nutzlosen Kram auf.
    Solange Kinder Jugendliche nicht gefördert werden und Ihre wirklichen Stärken nicht ausgebaut werden, wird die Menschheit immer auf demselben Dummheitslevel verweilen.

    Just my 2 Pfennigs

  3. Re: Schön, aber ...

    Autor: laserbeamer 23.05.17 - 14:01

    Ihr missversteht wohl den Zweck der Schule.
    Die ganzen Analysen etc sollen das Textverständnis lehren und die Mathematik ist die Grundlage von fast allem (unglaublich wieviel ich als Ingenieur heute noch von der Schulmathematik nutze).

    Der Rest wie Steuererklärung etc das soll man oder kann man sich dann selber aneignen, die Grundlagen wurden einem ja beigebracht.
    Klar ist keiner danach ein Steuerberater aber in den meisten Fällen braucht man das auch nicht, wenn man es braucht hat man meist auch soviel Geld das man einen Steuerberater bezahlen kann.

  4. Re: Schön, aber ...

    Autor: Peter Brülls 23.05.17 - 14:03

    b1n0ry schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jep. Das Bildungssystem in Deutschland und generell ist einfach murks.
    >
    > Was bringt es den ausgebildeten…

    Was denn nun? Ausbildung oder Bilddung?


    > Gehaltsabrechnungen, Miete und Rechnungen überweisen, Versicherungen
    > analysieren, einen blöden Reifen am Auto wechseln und von mir aus auch
    > Laminat verlegen. Das sind die Dinge, die man brauchen wird.

    Das sind Dinge, die Eltern ihren Kindern beibringen können, weil das komplett in ihrer Kompetenz liegt.

    Die Vorstellung, dass mein Kind später in der Schule so einen Krams aus Kosten von Dingen, die ich ihm nicht vermitteln kann, lernen soll, dreht mir fast den Magen rum.

    „Versicherungen analysieren“ lernt man übrigens in der Schule. Nennt sich „Mathematik“ und „Deutsch“. Vielleicht einfach mal die dort hoffentlich erlernten Dinge anwenden anstatt rumzuheulen, weil Papa und Mama sich bis zum Abitur um alles gekümmert haben.

  5. Re: Schön, aber ...

    Autor: Peter Brülls 23.05.17 - 14:04

    laserbeamer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Der Rest wie Steuererklärung etc das soll man oder kann man sich dann
    > selber aneignen, die Grundlagen wurden einem ja beigebracht.
    > Klar ist keiner danach ein Steuerberater aber in den meisten Fällen braucht
    > man das auch nicht, …

    Viel wichtiger ist, das man überhaupt rechtzeitig seine Steuererklärung abgibt.

    Genau das ist aber eine Sache, die man an der Schule nur durch Drill vermitteln könnte.

  6. Re: Schön, aber ...

    Autor: x-beliebig 23.05.17 - 14:44

    die PQ-Formel kann man ohnehin vergessen. Wer die Quadratische Ergänzung gelernt hat, der kann sich die PQ-Formel selbst herleiten. Das setzt aber Algebra voraus. Wenn man die gelernt hat, kann man neben der PQ-Formel auch den Dreisatz vergessen. Alles zusammen hat den Vorteil, dass man mit Algebrakenntnissen ziemlich viel anfangen kann, wenn man ingenieurswissenschaften nicht nur studiert, sondern auch im Beruf "lebt". Ich habe schon immer lieber Hintergründe gelernt, statt Kochrezepte...

  7. Re: Schön, aber ...

    Autor: Mazzn1412 23.05.17 - 15:06

    Icestorm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nichtnur Programmierer braucht das Land. Viele wissen ja nichtmal mehr, wie
    > man eine Zange hält, ein Glühbirne/ein Leuchtmittel einschraubt, wie man
    > Geld überweist, wie man einen Knopf annäht, oder wie man ein Ei kocht.
    > Dafür können ganz Viele ihr Smartphone bedienen.
    > Handwerkliche Grundkenntnisse, sinnvolle Benutzung der Technik, etc., ist
    > vielen fremd.
    > Wichtig wäre ein die ganze Schullaufbahn begleitendes Fach, nennens wir mal
    > 'Lebenshilfe', in dem den Schülern wichtige Grundkenntnisse vermittelt
    > werden. In ihren sozialen Blasen lernen die es nichtmehr.
    > In den USA gibt es so ein Fach über die neun Jahre Gemeinschaftsschule.
    > Ein Teil davon kann sich auch dem Programmieren widmen.

    Ich bin der Meinung in den Schulen sollte viel mehr Persönlichkeitsentwicklung betrieben werden. Es sollte eher vermittelt werden, wie man sich ausdrückt und diskutiert. Rhetorik sollte meiner Meinung nach viel mehr gefördert werden. Selbstbewusste Menschen die sich ausdrücken können und sauber argumentieren. Das sind die Fähigkeiten die wir in Zukunft brauchen. Wenn die das können, dann wissen die auch wo und wie man an die benötigten Infos kommt um Ei zu kochen.

  8. Re: Schön, aber ...

    Autor: berritorre 23.05.17 - 15:31

    Icestorm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nichtnur Programmierer braucht das Land. Viele wissen ja nichtmal mehr, wie
    > man eine Zange hält, ein Glühbirne/ein Leuchtmittel einschraubt, wie man
    > Geld überweist, wie man einen Knopf annäht, oder wie man ein Ei kocht.
    > Dafür können ganz Viele ihr Smartphone bedienen.
    > Handwerkliche Grundkenntnisse, sinnvolle Benutzung der Technik, etc., ist
    > vielen fremd.
    Alles was du da aufzählst ist Aufgabe der Eltern/Familie. Ich weiss, dass es mittlerweile populär ist, sich als Eltern komplett auf die Schule zu verlassen und sich selbst aus der Erziehung der Kinder herauszuhalten, aber das funktioniert halt leider nicht. Wie man eine Zange hält, ein Ei kocht, Geld überweist oder ein Leuchtmittel einschraubt können Papa und Mama sehr gut, bzw. sogar viel besser zeigen als der Lehrer, der sich ja um mehr als 1 Kind auf einmal kümmern muss. Das ist eindeutig ein Defizit in der Familie, nicht in der Schule, wenn ein Kind so etwas nicht kann.

    > Wichtig wäre ein die ganze Schullaufbahn begleitendes Fach, nennens wir mal
    > 'Lebenshilfe', in dem den Schülern wichtige Grundkenntnisse vermittelt
    > werden. In ihren sozialen Blasen lernen die es nichtmehr.
    > In den USA gibt es so ein Fach über die neun Jahre Gemeinschaftsschule.
    > Ein Teil davon kann sich auch dem Programmieren widmen.
    Dieses Fach "Lebenshilfe" ist aber die Aufgabe der Familie / der Eltern. Warum sollte so etwas die Schule übernehmen? Da gibt es ganz andere Probleme, die die Schule angehen muss. Laden wir nicht auch noch Aufgaben der Eltern auf der Schule ab.

    Und gerade die USA ist ja nicht unbedingt das beste Beispiel wenn es darum geht Personen mit gesundem Menschenverstand auf die Menschheit loszulassen.

  9. Re: Schön, aber ...

    Autor: PiranhA 24.05.17 - 08:45

    Stimme ich größtenteils zu. Ich würde allerdings noch hinzufügen, dass viele Tätigkeiten die man früher noch selbst gemacht hat, immer häufiger in Auftrag gegeben werden. Ich hab bspw. noch gelernt wie man einen Reifen wechselt, trotzdem lass ich das in der Werkstatt machen. Da gibt es mehrere Gründe für. Unsere Gesellschaft ist halt eine Dienstleistungsgesellschaft und das unendliche Wirtschaftswachstum muss ja irgendwo her kommen. Dazu zählt auch, dass immer mehr Leute eine Haushaltshilfe einstellen. Nicht weil sie es nicht selbst machen könnten, sondern weil den Leuten die eigene Lebenszeit einfach mehr Wert ist. Anstatt 1-2h zu putzen, nutze ich die Zeit lieber um mit den Kindern in den Park zu gehen. Oder alternativ um länger arbeiten zu können. Da die Haushaltshilfe ja idR einen niedrigeren Stundenlohn hat, rechnet sich das auch. Einkäufe lässt man sich heute lieber liefern, weil der Aufpreis den gesparten Aufwand rechtfertigt. Nur um ein paar Beispiele zu nennen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.05.17 08:47 durch PiranhA.

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