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Keineswegs Unprofessionell

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  1. Keineswegs Unprofessionell

    Autor: ZeldaFreak 31.05.17 - 12:21

    Beim Kanal "Pietsmiet TV" hat es sich um ein Kanal gehandelt der Laut Aussagen von Peter Smits eh kaum jemand guckt. Warum also den Aufwand für einen Kanal betreiben den eh keiner guckt? Zum Verständnis: der Kanal war der 24h Sender wo einfach Let's Plays liefen die es schon auf YouTube gibt. Jeder Zuschauer hat ja auch Weiterhin die Möglichkeit das gezeigte Programm ja auch selber an zu gucken.

    1.000 - 10.000¤ sind ja auch nicht gerade wenig Geld. Die Aussage das "kleine YouTuber" nicht betroffen sei, stimmt ja auch nicht. Es wird ja gesagt wenn sich das Programm an mehr als 500 Leute richtet, dann ist man dran. Potentiell können immer mehr als 500 Zuschauer zu gucken. Wenn man davon ausgeht dass man erst dran ist wenn +500 Zuschauer gezählt wurden, wird es für viele einfach nicht Machbar sein. Angenommen man geht von einem CPM von 10¤ aus (Tausender-Kontakt-Preis), heißt dass, das man bei 500 Zuschauern gerade mal 5¤ einnehmen würde. Man kann sich daher mal ausrechnen wieviele Zuschauer man haben muss, um diese Einnahmen zu erreichen. Dabei nicht berücksichtigt sind Ausgaben und der Netto Wert. Dazu darf man auch nicht vergessen dass AdBlocker ja nicht gewertet wird bei den Einnahmen.

    Er kann die Meinung gerne Vertreten dass es Unprofessionell ist. Ich finde es allerdings Richtig dagegen an zu gehen. Kleine YouTuber oder Streamer die gerne ihr Hobby zum Beruf machen wollen, werden dadurch gehindert. Die großen können sich ohne Probleme eine solche Lizenz leisten aber die kämpfen lieber um kleinen diesen Kampf zu ersparen. Kleinere haben meist ja auch gar nicht das Geld um sich einen Anwalt zu leisten.

    Ich finde das Verhalten der Landesmedienanstalt eher unprofessionell. Seit über 10 Jahren gibt es schon YouTube und schon seit mehreren Jahren gibt es viele die damit ihr Geld verdienen. Jetzt einfach mit der Brechstange zu kommen, geht einfach nicht. Ja es gibt Gesetze aber warum wurden die nicht vorher Beachtet? Warum kommt man jetzt erst damit an? Es hätte deutlich einfachere Wege geben können. Wer so ankommt, muss auch mit dem Echo klar kommen.

  2. Re: Keineswegs Unprofessionell

    Autor: krakos 31.05.17 - 14:57

    ZeldaFreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Beim Kanal "Pietsmiet TV" hat es sich um ein Kanal gehandelt der Laut
    > Aussagen von Peter Smits eh kaum jemand guckt.
    Kleine Regionalsender müssen auch die gebühren zahlen, die werden auch nicht wirklich viel geschaut.

    > Warum also den Aufwand für
    > einen Kanal betreiben den eh keiner guckt? Zum Verständnis: der Kanal war
    > der 24h Sender wo einfach Let's Plays liefen die es schon auf YouTube gibt.
    Eben, ein 24h Sender, und darum geht es.

    > 1.000 - 10.000¤ sind ja auch nicht gerade wenig Geld. Die Aussage das
    > "kleine YouTuber" nicht betroffen sei, stimmt ja auch nicht.
    Doch. Die meisten Youtuber werden keinen 24h Dauerangebot haben sondern einzelne Clips zur Verfügung stellen.
    Der Hauptkanal von dem Piet läuft ja auch weiterhin, ohne die Rundfunklizenz.

    > Es wird ja
    > gesagt wenn sich das Programm an mehr als 500 Leute richtet, dann ist man
    > dran.
    Nicht allein. Es muss auch ein dauerhaftes lineares Programm sein.
    Das ist NICHT das selbe, wie wenn ein Youtuber kleine Clips zum einzel abrufen anbietet.

    > Potentiell können immer mehr als 500 Zuschauer zu gucken. Wenn man
    > davon ausgeht dass man erst dran ist wenn +500 Zuschauer gezählt wurden,
    > wird es für viele einfach nicht Machbar sein.
    Wie schon erwähnt: Die wenigsten werden einen 24h Dauerkanal haben oder anbieten wollen.

    > Angenommen man geht von einem
    > CPM von 10¤ aus (Tausender-Kontakt-Preis), heißt dass, das man bei 500
    > Zuschauern gerade mal 5¤ einnehmen würde. Man kann sich daher mal
    > ausrechnen wieviele Zuschauer man haben muss, um diese Einnahmen zu
    > erreichen. Dabei nicht berücksichtigt sind Ausgaben und der Netto Wert.
    > Dazu darf man auch nicht vergessen dass AdBlocker ja nicht gewertet wird
    > bei den Einnahmen.
    >
    > Er kann die Meinung gerne Vertreten dass es Unprofessionell ist. Ich finde
    > es allerdings Richtig dagegen an zu gehen. Kleine YouTuber oder Streamer
    > die gerne ihr Hobby zum Beruf machen wollen, werden dadurch gehindert.
    Wieviele Hobby-24h-Streamer gibt es?
    Und wenn es zum Beruf werden soll, was hindert es dann daran, sich an regeln zu halten? Sollen dann auch alle anderen Regeln ausgehebelt werden, die in Kraft treten, wenn etwas zum Beruf wird?
    (Analoges Beispiel: Hobbywebdesigner und Professioneller)

    > Die
    > großen können sich ohne Probleme eine solche Lizenz leisten aber die
    > kämpfen lieber um kleinen diesen Kampf zu ersparen. Kleinere haben meist ja
    > auch gar nicht das Geld um sich einen Anwalt zu leisten.
    Einfach keinen 24h-Dauersender einrichten, wenn man es sich nicht leisten kann.
    Und das es auch für kleine geht, sieht man an den vielen nutzlosen Lokalen Sendern im TV.

    >
    > Ich finde das Verhalten der Landesmedienanstalt eher unprofessionell. Seit
    > über 10 Jahren gibt es schon YouTube und schon seit mehreren Jahren gibt es
    > viele die damit ihr Geld verdienen.
    Und wie lange schon gibt es auf Youtube/Twitch und Co 24h-Dauersender?

    > Jetzt einfach mit der Brechstange zu
    > kommen, geht einfach nicht.
    Aber mit der BRechstange vor zahlen Schützen geht? Weil man kein Bock hat, sich an gegebenen Regeln zu halten?


    > Ja es gibt Gesetze aber warum wurden die nicht
    > vorher Beachtet? Warum kommt man jetzt erst damit an?
    Weil es vorher keinen gab bzw vorher keiner Anzeige erstellt hat?
    Stell dir vor: Auch eine Behörde hat das Internet nicht rund um die Uhr im Auge.

    > Es hätte deutlich
    > einfachere Wege geben können. Wer so ankommt, muss auch mit dem Echo klar
    > kommen.
    Jopp, Piet hätte sich vorher informieren können, wass das Betreiben eine 24h-Dauersender für Pflichten birgt.

  3. Re: Keineswegs Unprofessionell

    Autor: alabiana 31.05.17 - 15:19

    Mal abgesehen davon, dass es dabei zum großen Teil nicht nur am Geld lag, dass man sich keine Rundfunklizenz besorgt hat: Mit einer solchen Lizenz sind jede menge Auflagen verbunden, die vielleicht für Youtube-Größen wie den Piets oder Gronkh machbar sind, jedoch Leute, die jetzt gerade damit anfangen wollen einfach nicht leistbar sind, wenn neben Youtube auch noch etwas anderes den Tag füllen soll.
    Und die Anzeige hat sich ja nicht nur an den 24/7 Kanal von den Piets gerichtet. Es gab auch eine an Gronkh mit seinem Haupt-Kanal. Und dann einen Stream der einfach jemanden zeigt der vorm Rechner hockt und dattelt mit einem Fernsehsender zu vergleichen finde ich übertrieben... Wenn man jetzt den Zugriff auf solche Kanäle vermakten würde und alle 15 Minuten eine Werbepause einblenden würde wäre das was anderes.

    Und niemand hat gesagt, dass die bis jetzt Betroffenen die einzigen sind...
    Ich denke man muss die Regelungen einfach anpassen, nicht komplette ausnahmen schaffen, aber für Gegebenheiten einen entsprechenden Rahmen. Es mag dinge in den regeln geben die Sinnvoll sind, man kann jedoch nicht alle 100% vom Fernsehen auf einen Youtube/Twitch-Kanal übertragen und genau da sollte man dran arbeiten...

  4. Re: Keineswegs Unprofessionell

    Autor: ClausWARE 31.05.17 - 15:24

    Die 24h Dauerstream sind aber doch überhaupt nicht das Thema!
    Bei Pietsmiet TV ist das halt gegeben, bei Gronkh aber z.B. nicht, und der hat das selbe Schreiben erhalten und soll sich ebenfalls eine Lizenz besorgen. Keine Ahnung wieso er noch streamt obwohl seine Frist eigentlich ebenfalls abgelaufen ist. Hat wohl irgend eine Fristenverlängerung erwirken können, Details sind ja nicht wirklich bekannt.
    Youtube-Videos sind nicht Live und daher sowieso nicht betroffen.
    Internet-Radio nutzt üblicherweise eine Ifrastruktur bei der die maximalen Zuhörer serverseitig begrenzt sind, daher sind ein Max unter 500 für kleinere Sender problemlos möglich, dann muss nur angemeldet werden, aber ohne teurer Lizenz.
    Streaming bei den üblichen Anbietern ist aber von Zuschauerzahlen her unbegrenzt, daher reicht dann schon ein regelmäßiges wöchentliches Streamen um fällig zu sein.

    Und das Versprechen, das die "kleinen" nicht verfolgt würden, ist halt nett, aber rechtlich dennoch wertlos. Es reicht irgendeine "Konkurenz" die dich verpfeift und schon kannste dein Hobby im Extremfalle einstellen.

  5. Re: Keineswegs Unprofessionell

    Autor: tingelchen 31.05.17 - 15:31

    Und genau diese Auflagen sorgen erst für die richtigen Kosten. Und diese sind nicht nur eine Einmalige Zahlung. Welche man ja noch irgendwie aufbringen kann. Sondern laufende Kosten. Die Monatlich anfallen. Diese Kosten müssen gedeckt werden und da fängt es dann an Problematisch zu werden.

    Vor allem fängt es dann an Gewerblich zu werden. Womit dann das Finanzamt auf einmal vor der Tür steht und dazu auch noch Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer und Umsatzsteuer sehen will. Die dann min. 1x pro Quartal fällig sind.

    Das steht dann ganz schnell in keinem Verhältnis mehr. Womit man es sich dann 2x überlegt ob man sich das Antun will. Ergo macht man seinen Stream lieber zu. Bevor man daneben auch noch mit Anwalts- und Gerichtskosten zugedeckt wird. Da landet man ganz schnell in der Privatinsolvenz.

  6. Durchaus Unprofessionell im Wortsinn

    Autor: bombinho 31.05.17 - 18:20

    ZeldaFreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Er kann die Meinung gerne Vertreten dass es Unprofessionell ist.

    Natuerlich kann er das und er hat ja auch Recht. Mit dieser Aktion sind ja Youtuber ins Visier gefasst worden, die das mehr oder weniger noch hobbymaessig betreiben. Und ein Hobby ist kein Beruf also keine Profession. Und warum sollte der Hobby-Youtuber nun quasi durch die Hintertuer ein Gewerbe angemeldet bekommen ohne das selbst zu beabsichtigen? Oder eventuell auch sein angemeldetes Gewerbe um eine zusaetzliche Taetigkeit ergaenzt bekommen, die mit finanziellen und rechtlichen Pflichten einhergeht, die nie beabsichtigt war?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.05.17 18:21 durch bombinho.

  7. Re: Keineswegs Unprofessionell

    Autor: bombinho 31.05.17 - 18:27

    krakos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > (Analoges Beispiel: Hobbywebdesigner und Professioneller)

    Nun muss sich der Hobbywebdesigner allerdings selten oeffentlich als unprofessionell bezeichnen lassen, da das die Bezeichnung ohnehin schon aussagt. Da stellt sich die Frage nach dem Wert der Aussage.

    Als unprofessionell wird der Hobbywebdesigner dann in aller Regel von Jemandem bezeichnet, der damit sein Geld verdienen will und seine Professionalitaet als Verkaufsargument nutzt. Ueber die Qualitaet der Ergebnisse sagt das noch gar nichts aus.

  8. Re: Keineswegs Unprofessionell

    Autor: alabiana 31.05.17 - 18:54

    Also wenn ich jetzt nicht mehr im Wald Radfahren gehe, weil die Stadt da plötzlich was von meinem Geld für haben will, bin ich unprofessionell... Interessant!
    Dachte man könnte heute noch selbst entscheiden wofür man Geld ausgibt und wofür nicht, ohne gleich abgewertet zu werden, von jemandem der Keine Ahnung hat was hinter nem Hobby für ne Arbeit stecken kann...

    Viel interessanter finde ich allerdings, dass eine Regelung, die für Funk und Fernsehen aufgestellt wurde, welche meist ja 24/7 senden und auch Werbung aussenden und Leute anstellen und teilweise noch was aus dem GEZ-Topf bekommen, plötzlich unangepasst für Leute gelten sollen, die wöchentlich mal paar Stunden streamen (den 24/7 Stream jetzt mal ausgenommen)....
    Ich bin der Meinung man müsste das entweder anpassen und gewisse ausnahmen daran binden. Es ist ja nicht nur so dass ich mir ne Lizenz kaufe, sie am besten rahmen lasse und dann weiter machen kann, sondern es sind ja deutlich aufwendigere Auflagen damit verbunden... Und da hört der Spaß für Streamer schon auf. Wenn man damit nicht seinen Lebensunterhalten bestreitet, sondern das nur mal so zum Spaß macht und bei Twitch auch immernoch die theoretische Möglichkeit bietet, dass mehr als 500 Leute zuschauen, kann man das gleich sein lassen, weil die Auflagen durch die Rundfunklizenz für jemanden der das Hobbymäßig nebenher macht kaum leistbar sind...

  9. Re: Keineswegs Unprofessionell

    Autor: bombinho 31.05.17 - 19:12

    alabiana schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also wenn ich jetzt nicht mehr im Wald Radfahren gehe, weil die Stadt da
    > plötzlich was von meinem Geld für haben will, bin ich unprofessionell...
    > Interessant!
    > Dachte man könnte heute noch selbst entscheiden wofür man Geld ausgibt und
    > wofür nicht, ohne gleich abgewertet zu werden, von jemandem der Keine
    > Ahnung hat was hinter nem Hobby für ne Arbeit stecken kann...
    Mal langsam mit den jungen Pferden: "Professionell" bedeutet "Berufsmaessig".
    Wenn Du zum Spass im Wald rumradelst, kannst Du das noch so gekonnt anstellen, es bleibt hobbymaessig und ist damit nicht professionell. Unprofessionell = nicht professionell = nicht berufsmaessig. Soweit klar?
    Solltest Du aber irgendwann den Glauben entwickeln, dass deine Radfahrkuenste hervorragend zum Broterwerb geeignet sind, dann kannst du in Anspruch nehmen, es professionell auszufuehren bzw. deklarieren.

    Wenn nun die Stadt der Meinung ist, dass dein Geradel im Park in irgend einer Weise berufsmaessig sein koennte oder aber du ein dort ansaessiges Unternehmen in seiner Ausuebung der gewerblichen Taetigkeit (aehnlich deiner) behinderst und daher bei dir eine Professionalitaet unterstellt, dann ist es an Dir, entweder die dadurch entstehenden Kosten zu tragen oder aufzuhoeren oder die Kosten und Muehen des Nachweises, dass keine Gewerblichkeit vorliegen kann, zu tragen. Diese Kosten kannst Du leider nirgendwo geltend machen.

    Anhang: Wenn Du als Professionelle(r) mit dem Rad im Park unterwegs bist, ist das einfach etwas Anderes als wenn Du dort einem Hobby mit Liebe und Geschick nachgehst ;) .



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 31.05.17 19:18 durch bombinho.

  10. Re: Keineswegs Unprofessionell

    Autor: alabiana 31.05.17 - 23:16

    Ja ist immer schwierig mit den Vergleichen ^^
    Ich mach mir nur einfach Sorgen was das für den Rest der "freien Internetwelt" heißen könnte, zumindest für die Deutschansäßigen:
    Peterx123 streamt Freitags gerne wie er SpielX spielt weils ihmSpaß macht. Er ist so gut dass 1000 Leute zuschauen. Er nimmt aber kein Geld, blendet keine Werbung ein und hat keinen geldwerten Mehrwert aus dem Kanal.
    Günter569 macht das auch aber hat nicht so viele Zuschauer, also zeigt er Peterx123 an und der muss sich darauf eine Lizenz besorgen, was er aber nicht macht, weil er das nur als Hobby gemacht hat und ihm das der Aufwand nicht wert ist.
    In dem Fall wäre nach diesem Steinzeitgesetzt jemandem vollig rechtens ein Hobby kaputt gemacht worden und da frage ich mich was das soll...
    Wenn jemand damit sein täglich Brot verdient und Tausende oder Millionen Zuschauer hat sieht das natürlich etwas anders aus.
    Ich finde bei der Aktion geht das jetzt einfach um das Signal was gesetzt wird...
    "Wers regelmäßig macht wird mit Auflagen erschlagen" So kommt das ganze rüber. Die Regularien die da sind, sind mehr als nur ungenügend für die heutigen Techniken...

  11. Re: Durchaus Unprofessionell im Wortsinn

    Autor: countzero 01.06.17 - 10:42

    Gronkh und Pietsmiet sind mit Sicherheit keine Hobby-Youtuber. Pietsmiet z.B. besitzt die Peitsmiet UG & Co KG, die für das Youtube-Geschäft zuständig ist und die Pietsmiet Holding GmbH.

  12. Re: Keineswegs Unprofessionell

    Autor: thinksimple 01.06.17 - 10:58

    tingelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Vor allem fängt es dann an Gewerblich zu werden. Womit dann das Finanzamt
    > auf einmal vor der Tür steht und dazu auch noch Gewerbesteuer,
    > Körperschaftssteuer und Umsatzsteuer sehen will. Die dann min. 1x pro
    > Quartal fällig sind.
    >
    Gewerbesteuer entsteht wenn ein Gewinn erzielt wurde. Diese Steuer wird dann mit der Einkommensteuer gegengerechnet. Zahlst du keine Steuern?

    Umsatzsteuer fällt an.wenn ein Produkt dem Endverbraucher verkauft wurde. Somit zahltt dieser die Umsatzsteuer (MwSt). Wenn der Gewerbetreibende Vorsteuerabzugs berechtigt ist bekommt er von jeden bezahlten Posten die MwSt zurück.

    Alleinfahrende Autos hin oder her,
    aber Backpapierzuschnitte sind schon eine geile Erfindung.

  13. Re: Keineswegs Unprofessionell

    Autor: theonlyone 01.06.17 - 11:33

    Die aktuelle Gesetzgebung ist schlichtweg großer Schwachsinn.

    Gerade der Standort Deutschland sollte GEFÖRDERT werden um solche Angebote attraktiver zu machen und nicht mit solchen deplatzierten Gebühren und Forderungen kommen die nur den Effekt haben das die Content-Erzeuger dann im Ausland sitzen , haben wir nämlich genau gar nichts davon.

    ----

    Die 500+ Zuschauer Regelung war ja auch mehr so eine "random" Zahl, damit man zumindest die Hobby Funker rausnehmen kann die einfach gar keine Reichweite haben.
    Die Zahl ist heute natürlich kompletter Quatsch und erst recht für ein Streaming Angebot schon mal extra sinnfrei.

    ----

    Das man das Geld aktuell eintreiben will ist ja völlig rechtens, aber da hackt es ja schon an der Sinnhaftigkeit des Rechts, das ist in dem Fall einfach komplett überholt und sollte so gar nicht mehr zu Anwendung kommen.

    ----

    Bis sich hier was ändern wird kann man natürlich wieder lange lange warten, solange muss im Zweifel eben gestritten und/oder gezahlt werden (so oder so ein beschissener Umstand).

  14. Re: Keineswegs Unprofessionell

    Autor: tingelchen 01.06.17 - 12:52

    Entgegen zu Privatpersonen die weniger eine Einkommensteuer zahlen, sondern eine Lohnsteuer (was im Grunde das gleiche ist), wird diese auch nicht mit einer Vorauszahlung belegt, sondern fällt monatlich an und wird mit der Gehaltsabrechnung gleich abgezogen. Daher machen einige am Ende des Jahres auch eine Lohnausgleichsrechnung und es wird empfohlen auch als Angestellter eine Einkommensteuererklärung ab zu geben.

    Dies ist für Privatpersonen der Regelfall.

    Für Firmen sieht das aber anders aus. Hier will das Finanzamt Vorauszahlungen sehen. Die je nach Höhe entweder pro Quartal oder pro Monat entrichtet werden muss. Das gleiche gilt für die Umsatzsteuer. Hier wird entweder pro Quartal oder pro Monat eine Vorauszahlungsanmeldung verlangt. Die die Höhe des Betrages beziffert.

    Abgesehen von der Umsatzsteuer richten sich die Vorauszahlungen nicht zwangsweise am Gewinn/Einkommen der Firma aus. Was zunehmend für kleine Firmen ein nicht zu verachtendes Problem ist.

    Dazu kommt, das man um eine Buchhaltung nicht herum kommt. Auch wenn für Nicht-GmbH/AG keine Doppelte verlangt wird, ist es Aufwand der Betrieben werden muss. Das ist umfänglich deutlich mehr als bei einer Privatperson.

  15. Re: Durchaus Unprofessionell im Wortsinn

    Autor: bombinho 01.06.17 - 13:07

    countzero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gronkh und Pietsmiet sind mit Sicherheit keine Hobby-Youtuber. Pietsmiet
    > z.B. besitzt die Peitsmiet UG & Co KG, die für das Youtube-Geschäft
    > zuständig ist und die Pietsmiet Holding GmbH.

    Das mag sein, aber welche Einkuenfte werden aus dem fraglichen Stream generiert? Vernachlaessigbar hohe? Schonmal versucht, eine Firma ueber einen laengeren Zeitraum ohne Gewinnabsicht zu betreiben? In dem Fall wird ganz flink ein Hobby unterstellt. Wenn er den Stream in eine eigene Gesellschaft ausgegruendet haette, dann haette es zu dem obskuren Fall kommen koennen, dass von Seiten der Steuer eine Hobbymaessigkeit unterstellt wird, wohingegen in Belangen der Rundfunklizenz eine Gewerblichkeit.

    Sollte das aber die Bemerkung sein, dass Leuten mit einer entsprechenden Berufstaetigkeit artverwandte Hobbys verboten sind, dann weiss ich auch nicht weiter.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.06.17 13:10 durch bombinho.

  16. Re: Keineswegs Unprofessionell

    Autor: Luke321 01.06.17 - 14:50

    krakos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Einfach keinen 24h-Dauersender einrichten, wenn man es sich nicht leisten
    > kann.

    Mal unabhängig davon wie die Rechtlage ist, kann das ja nicht Sinn der Sache sein. Wem nutzt das denn? Wenn schon eine Lizenz nözig ist, sollte der Preis dafür so gestaltet werden, dass es auch jedem, der das möchte möglich ist eine zu bekommen. Dass man sagt, du hast nicht genug geld oder schaltest nicht genug Werbung um die Lizenz zu finanzieren, also machen wir den Laden dicht, sehe ich ehrlich gesagt nicht ein.

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