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Nicht abschaffen sondern aus Steuermitteln bezahlen

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  1. Nicht abschaffen sondern aus Steuermitteln bezahlen

    Autor: Keto 01.07.17 - 11:33

    Die Nazis kommen nicht wieder an die Macht, nur weil die öffentlich rechtlichen Sender aus Steuermitteln bezahlt werden. Zur Zeit als das Gesetz entstanden ist war es noch sinnvoll aber heute ist es schlicht obsolet.

    Die Rahmenbedingungen haben sich komplett geändert, heute gibt es private Fernseh- und Radiosender, mehr unabhängige Printmedien, das Internet und generell eine sehr enge Vernetzung der europäischen Länder. Die Bundesregierung könnte nicht einfach mal eben die öffentlich rechtlichen Sender übernehmen um Propaganda zu senden.

    Wenn das Konstrukt aber aus Steuermittel bezahlt wird hätte das einige Vorteile:
    - Menschen bezahlen prozentual. Leute die weniger verdienen werden entlastet.
    - Der Unsinn mit mehrfach belasteten Unternehmen verschwindet. Unternehmen mit vielen Gebäuden/Fahrzeugen werden nicht mehr benachteiligt.
    - Die Bundesregierung wird die öffentlich rechtlichen auf ein sinnvolles Maß zurechtstutzen, da sie ja schauen müssen wo Steuermittel herkommen. Steuererhöhungen erzeugen schlechte Presse.

  2. Re: Nicht abschaffen sondern aus Steuermitteln bezahlen

    Autor: Orwell84 01.07.17 - 12:50

    Bevor du diese ungeheuerliche These weiter verbreitest, schau bitte nach Ungarn und sieh, wohin die dortigen ÖRR gegangen sind. Es gibt sie nicht mehr und die europäische Gemeinschaft hat dabei zugeschaut.

    Auch 1930 hat auch keiner vermutet, dass da irgendwas kommt. Leider geht das mit dem Abschaffen wesentlich schneller als man denkt und gerade unabhängige Institutionen wie der ÖRR helfen dabei, dass es nicht wieder so kommt. Ihn abzuschaffen, wäre eine Kapitulation.

  3. Re: Nicht abschaffen sondern aus Steuermitteln bezahlen

    Autor: Trockenobst 01.07.17 - 13:22

    Orwell84 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ÖRR helfen dabei, dass es nicht wieder so
    > kommt. Ihn abzuschaffen, wäre eine Kapitulation.

    Das richtige wäre, für einen Teil des finanziellen Pools jeden ran zulassen, der möchte. Und auf Basis von Einschaltquote und anderen Kennziffern dann das Geld zu verteilen.

    Man schreibt 100 Reportagen mit sozialer Relevanz aus. Man kann sich dafür bewerben. Dann kann jeder diese Reportage machen. Das selbe gilt für TV Filme, Serien, Sportübertragungen etc.

    ARD/ZDF sind unnötig hochpolitisch. Es gibt Netzwerke. Der eine der schon immer x gemacht hat, macht das 20 Jahre, OBWOHL er ein Privatmann ist, muss sich seine Firma kaum neu bewerben, es wird nie jemand anders ran gelassen. Das ist immens korrupt und schmierig. Wenn es mal Skandale dazu gibt, sagt niemand was. So kommt man schnell zur Lügenpresse/Lückenpresse.

    Es gibt auch keinen Grund diese Masse an Leuten zu finanzieren. Im Öffentlichen hat eine Popelredaktion 20+ Leute, bei den Privaten sind es nur 5. Das hat alles seine sekundäre Gründe und das mit der Qualität nichts zu tun. Ich habe auch auf 3Sat und Arte oberflächlichen Mist gesehen.

    Der Informationsauftrag kann man mit der Ausschreibung festsetzen. Andere Ländern haben praktisch nur öffentliche Propaganda am Start.

    1 Milliarde weniger wäre relativ leicht zu machen und 1 weitere Milliarde in einem offenen Prozess auszuschreiben, würde die öffentlichen Stärken. Warum sollte nicht eine junge Frau in Hamburg, die in die hässlichen Ecken der Stadt geht und Reportagen macht und sie bei Youtube reinstellt, nicht auch Geld aus dem Pott bekommen?

  4. Re: Nicht abschaffen sondern aus Steuermitteln bezahlen

    Autor: Orwell84 01.07.17 - 14:05

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ARD/ZDF sind unnötig hochpolitisch. Es gibt Netzwerke. Der eine der schon
    > immer x gemacht hat, macht das 20 Jahre, OBWOHL er ein Privatmann ist, muss
    > sich seine Firma kaum neu bewerben, es wird nie jemand anders ran gelassen.
    > Das ist immens korrupt und schmierig. Wenn es mal Skandale dazu gibt, sagt
    > niemand was. So kommt man schnell zur Lügenpresse/Lückenpresse.
    Wenn etwas aufgedeckt wird, dann wird das entsprechend korrigiert (siehe Kündigung Brender). Dass es hier aber nicht 100% richtig läuft liegt in der Natur der Sache, die Tendenz ist aber immer noch besser.
    >
    > Es gibt auch keinen Grund diese Masse an Leuten zu finanzieren. Im
    > Öffentlichen hat eine Popelredaktion 20+ Leute, bei den Privaten sind es
    > nur 5. Das hat alles seine sekundäre Gründe und das mit der Qualität nichts
    > zu tun. Ich habe auch auf 3Sat und Arte oberflächlichen Mist gesehen.

    Nur um das mal zu verdeutlichen: Reportage über eine soziale Einrichtung. Von Sat1 ist eine Videojournalistin dabei, die zuständig ist für Kamera, Ton und das Interview. Gleichzeitig vom BR eine Journalistin mit Kameramann und Tonmann. Ergebnis: Das Sat1 Interview ist oberflächig und banal, da die Dame meisten damit beschäftigt war, den Ton am Mikro richtig einzustellen. Mal ganz davon abgesehen, dass vom Videomaterial so gut wie nichts verwendet werden konnte, weil die Damen nicht bemerkt hat, dass die Sonne auf die Kamera gefallen war, die au dem Stativ lief.
    BR Interview dagegen war ordentlich, da sich die Journalistin ganz auf ihren Interviewpartner konzentrieren konnte und der Rest von den entsprechenden Profis gemacht wurde.

    Und wer sorry für die Polemik, aber wer sagt, dass das nichts mit Qualität zu tun hat, hat schlicht und ergreifend keine Ahnung.

    Oh und nur für dich zur Information ... ist aber geheim (nicht). Die Redaktionen der ÖRR sind seit Jahren einem extremen Sparzwang unterworfen. Es gibt so gut wie keine Redaktion mehr, die über "20+" Mitarbeiter verfügt. Maximal noch diejenigen mit Livesendungen, da hier ziemlich viel Personal notwendig ist. Also bitte erst mal informieren, bevor solche Thesen behauptet werden.
    >
    > 1 Milliarde weniger wäre relativ leicht zu machen und 1 weitere Milliarde
    > in einem offenen Prozess auszuschreiben, würde die öffentlichen Stärken.
    > Warum sollte nicht eine junge Frau in Hamburg, die in die hässlichen Ecken
    > der Stadt geht und Reportagen macht und sie bei Youtube reinstellt, nicht
    > auch Geld aus dem Pott bekommen?

    Da bin ich allerdings bei dir. Der ÖRR gehört meiner Meinung nach neu aufgestellt. Es sollten alle Medien wieder in Einklang gebracht werden und die teilweise ziemlich verkrusteten Verhältnisse aufgebrochen werden. Aber mitnichten sollte der ganze ÖRR abgeschafft werden.

  5. Re: Nicht abschaffen sondern aus Steuermitteln bezahlen

    Autor: BLi8819 01.07.17 - 17:07

    Und in wie weit ist der deutsche ÖRR durch einen Beitrag, statt Steuern, davor gefreit abgeschafft zu werden?

  6. Re: Nicht abschaffen sondern aus Steuermitteln bezahlen

    Autor: Trockenobst 01.07.17 - 17:15

    Orwell84 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn etwas aufgedeckt wird, dann wird das entsprechend korrigiert (siehe
    > Kündigung Brender). Dass es hier aber nicht 100% richtig läuft liegt in der
    > Natur der Sache, die Tendenz ist aber immer noch besser.

    Finde ich gar nicht. Ich kenne Leute die Filmschulen rauskommen, die jahrelang versuchen 1x Fernsehfilm zu drehen und sich dann irgendwann nicht mehr bewerben, weil sie nicht bei der Jahresparty am richtigen Tisch gesessen sind.
    Ich verlange nicht mal Fairness, sondern wenigstens ein Funken von beruflicher Glaubwürdigkeit und echte Neutralität.

    > und Tonmann. Ergebnis: Das Sat1 Interview ist oberflächig und banal, da die
    > Dame meisten damit beschäftigt war, den Ton am Mikro richtig einzustellen.
    <...>
    > Und wer sorry für die Polemik, aber wer sagt, dass das nichts mit Qualität
    > zu tun hat, hat schlicht und ergreifend keine Ahnung.

    Ich habe von Redaktionen gesprochen. Das man drei bis vier Leute unterwegs braucht, manchmal sogar zwei Kameraleute damit sie gleich mehrere Winkel aufzeichnen können, geschenkt. Das macht den Braten nicht fett.

    Sowas aber schon: braucht man 10 Leute für die selbe Info? Reichen nicht zwei die sowieso dort leben?
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/gauck-in-japan-betriebsausflug-14534027.html

    > Es gibt so gut wie keine Redaktion mehr, die über "20+" Mitarbeiter
    > verfügt. Maximal noch diejenigen mit Livesendungen, da hier ziemlich viel
    > Personal notwendig ist. Also bitte erst mal informieren, bevor solche
    > Thesen behauptet werden.

    Lassen wir doch mal das KEF und den NDR sprechen:
    http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/zdf201.html

    Fakt ist, dass die KEF seit Jahren gesagt hat, dass man zu viele Leute rumlaufen lässt.

    > Da bin ich allerdings bei dir. Der ÖRR gehört meiner Meinung nach neu
    > aufgestellt. Es sollten alle Medien wieder in Einklang gebracht werden und
    > die teilweise ziemlich verkrusteten Verhältnisse aufgebrochen werden. Aber
    > mitnichten sollte der ganze ÖRR abgeschafft werden.

    Ich will auch nicht das er abgeschafft wird. Aber die BBC hat Bruchteile vom dem Geld und dann laufen Top-Leute an den Brennpunkten der Welt herum und erklären wichtige Themen wie den Klimawandel oder die Migrantenkrise. Und hier leistet mal sich was, 20 Redaktionen für 20 Talkshows, wo immer die selben Leute die selbe Beschwichtungs-Lückeninformationen verteilen.

    Das kann es wirklich auf Dauer nicht mehr sein.

  7. Re: Nicht abschaffen sondern aus Steuermitteln bezahlen

    Autor: JinRoh3181 01.07.17 - 17:26

    @ Keto
    Bevor du so etwas schreibst sollte dir schon bewusst sein wo der Unterschied zwischen - Zwangsabgabe und Steuer ist! Bei der Abgabe hat die Politik noch nicht zu 100% Einfluss, bei der Steuer schon. Egal ob die ÖR nun gut oder schlecht -in deinen Augen sind- eine Steuer wäre sehr gefährlich und der komplett falsche weg.

  8. Re: Nicht abschaffen sondern aus Steuermitteln bezahlen

    Autor: Koto 01.07.17 - 17:29

    JinRoh3181 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > @ Keto
    > Bevor du so etwas schreibst sollte dir schon bewusst sein wo der
    > Unterschied zwischen - Zwangsabgabe und Steuer ist! Bei der Abgabe hat die
    > Politik noch nicht zu 100% Einfluss, bei der Steuer schon. Egal ob die ÖR
    > nun gut oder schlecht -in deinen Augen sind- eine Steuer wäre sehr
    > gefährlich und der komplett falsche weg.

    Würde auch nicht gehen. Steuern sind nicht Zweckgebunden. Wie will man mit einer Steuer da eine bestimmte Aufgabe finanzieren die davon abhängig ist.

    Heißen nicht umsonst Gebühren.

  9. Re: Nicht abschaffen sondern aus Steuermitteln bezahlen

    Autor: Orwell84 01.07.17 - 18:21

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Orwell84 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn etwas aufgedeckt wird, dann wird das entsprechend korrigiert (siehe
    > > Kündigung Brender). Dass es hier aber nicht 100% richtig läuft liegt in
    > der
    > > Natur der Sache, die Tendenz ist aber immer noch besser.
    >
    > Finde ich gar nicht. Ich kenne Leute die Filmschulen rauskommen, die
    > jahrelang versuchen 1x Fernsehfilm zu drehen und sich dann irgendwann nicht
    > mehr bewerben, weil sie nicht bei der Jahresparty am richtigen Tisch
    > gesessen sind.
    > Ich verlange nicht mal Fairness, sondern wenigstens ein Funken von
    > beruflicher Glaubwürdigkeit und echte Neutralität.

    Das taugt mir genau nicht an deiner Argumentation. "wenigstens ein Funken" bedeutet für dich, dass es das im ÖRR nicht gibt und das ist ein Schlag ins Gesicht all der Journalisten, die in diesen Zeiten noch versuchen den hehren Anspruch des ursprünglichen ÖRR aufrecht zu halten.

    >
    > > und Tonmann. Ergebnis: Das Sat1 Interview ist oberflächig und banal, da
    > die
    > > Dame meisten damit beschäftigt war, den Ton am Mikro richtig
    > einzustellen.
    > <...>
    > > Und wer sorry für die Polemik, aber wer sagt, dass das nichts mit
    > Qualität
    > > zu tun hat, hat schlicht und ergreifend keine Ahnung.
    >
    > Ich habe von Redaktionen gesprochen. Das man drei bis vier Leute unterwegs
    > braucht, manchmal sogar zwei Kameraleute damit sie gleich mehrere Winkel
    > aufzeichnen können, geschenkt. Das macht den Braten nicht fett.

    Das macht den Braten eben schon fett. Die Redaktionen bestehen eben aus diesen Journalisten, die dann alleine losgeschickt werden und brauchbares Material produzieren sollen in der Hälfte der Zeit. Wie soll das gehen ohne Qualitätseinbußen?
    >
    > Sowas aber schon: braucht man 10 Leute für die selbe Info? Reichen nicht
    > zwei die sowieso dort leben?
    > www.faz.net
    >

    Das ist das Optimierungspotential bei ARD und ZDF. Hier sind die Intendanten und Chefredakteure einer gewissen Hybris verfallen und meinen, sie sind wichtiger, wenn sie selbst ganz viele Leute durch die Gegend schicken. Das sind die Auswüchse, die gestutzt gehören.

    > > Es gibt so gut wie keine Redaktion mehr, die über "20+" Mitarbeiter
    > > verfügt. Maximal noch diejenigen mit Livesendungen, da hier ziemlich
    > viel
    > > Personal notwendig ist. Also bitte erst mal informieren, bevor solche
    > > Thesen behauptet werden.
    >
    > Lassen wir doch mal das KEF und den NDR sprechen:
    > www.ndr.de
    >
    > Fakt ist, dass die KEF seit Jahren gesagt hat, dass man zu viele Leute
    > rumlaufen lässt.

    Meiner Meinung nach gilt das vor allem für Sendungen, die direkt für Das Erste produziert werden. Hier gilt man offensichtlich erst als wichtig, wenn man pro Mitreisendem mindestens 1 Journalisten abstellt. Aber siehe oben, das sind Auswüchse, die zurecht gerückt werden müssen.

    >
    > > Da bin ich allerdings bei dir. Der ÖRR gehört meiner Meinung nach neu
    > > aufgestellt. Es sollten alle Medien wieder in Einklang gebracht werden
    > und
    > > die teilweise ziemlich verkrusteten Verhältnisse aufgebrochen werden.
    > Aber
    > > mitnichten sollte der ganze ÖRR abgeschafft werden.
    >
    > Ich will auch nicht das er abgeschafft wird. Aber die BBC hat Bruchteile
    > vom dem Geld und dann laufen Top-Leute an den Brennpunkten der Welt herum
    > und erklären wichtige Themen wie den Klimawandel oder die Migrantenkrise.
    > Und hier leistet mal sich was, 20 Redaktionen für 20 Talkshows, wo immer
    > die selben Leute die selbe Beschwichtungs-Lückeninformationen verteilen.
    >
    > Das kann es wirklich auf Dauer nicht mehr sein.
    An sich hat die BBC nicht Bruchteile von dem Geld sondern etwa die Hälfte davon zur Verfügung (4,8 Milliarden vs 8,7 Milliarden), allerdings stimme ich dir hier zu, dass die Qualität der Sendungen der BBC deutlich höher liegen. Stellt sich die Frage, wo hier genau die große Diskrepanz liegt. Auch die BBC leistet sich teure Moderatoren, allerdings keine teuren Fußball Lizenzen.

    Möglicherweise liegt es am extrem guten Ruf der BBC, dass die Mitarbeiter es noch als "Ehre" empfinden, dort zu arbeiten und damit einen hohen Anspruch an sich selbst und ihre Umgebung haben ... alternativ ist der Filz in Deutschland halt doch schon ziemlich extrem geworden in den letzten Jahrzehnten. In soweit sind wir glaube ich der gleichen Meinung, was das Ausmisten im ÖRR anbelangt. Stellt sich nur die Frage: "Wie erreicht man das?"

  10. Re: Nicht abschaffen sondern aus Steuermitteln bezahlen

    Autor: Orwell84 01.07.17 - 18:27

    Ein Beitrag ist zweckgebunden und aufgabenbezogen, somit kann das Geld nur für diesen Zweck eingesetzt werden. Eine Steuer wird erhoben und dann dafür verwendet den Staatshaushalt zu decken.

    Somit kann eine Regierung einen ÖRR aus Steuern einfach mal eben so austrocknen, indem sie die Finanzierungszuteilung ändern. Das geht mit einem Beitragsbezogenenmodell nicht so ohne weiteres. Natürlich kann die Regierung das ganze System an sich kippen, allerdings ist das nicht ganz so einfach wie eine Steuer anderweitig zu verwenden.

  11. Re: Nicht abschaffen sondern aus Steuermitteln bezahlen

    Autor: Lord Gamma 01.07.17 - 20:02

    Orwell84 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Beitrag ist zweckgebunden und aufgabenbezogen, somit kann das Geld nur
    > für diesen Zweck eingesetzt werden. Eine Steuer wird erhoben und dann dafür
    > verwendet den Staatshaushalt zu decken.
    >
    > Somit kann eine Regierung einen ÖRR aus Steuern einfach mal eben so
    > austrocknen, indem sie die Finanzierungszuteilung ändern. Das geht mit
    > einem Beitragsbezogenenmodell nicht so ohne weiteres. Natürlich kann die
    > Regierung das ganze System an sich kippen, allerdings ist das nicht ganz so
    > einfach wie eine Steuer anderweitig zu verwenden.

    Die Regierung sucht die ÖR-Leute aus, die das Sagen bekommen.

  12. Re: Nicht abschaffen sondern aus Steuermitteln bezahlen

    Autor: Orwell84 01.07.17 - 20:13

    Ach so einfach ist das? Blöd nur, dass die Politik den jeweiligen Rundfunkrat nicht bestimmt. Und nun?

  13. Re: Nicht abschaffen sondern aus Steuermitteln bezahlen

    Autor: Lord Gamma 01.07.17 - 22:01

    Orwell84 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ach so einfach ist das? Blöd nur, dass die Politik den jeweiligen
    > Rundfunkrat nicht bestimmt. Und nun?

    Blöd nur, dass die Politik es doch tut.

    Hier nochmals der Wikipedia-Artikel zum ZDF Fernsehrat bevor er von der ZDF-Pressestelle verwaschen wurde:

    "Die Ministerpräsidenten berufen die Mitglieder des Fernsehrates nach den eigenen Vorschlägen der jeweiligen Verbände und Organisationen. Viele Vertreter von Verbänden oder Organisationen sind Parteimitglieder, so dass etwa CDU und SPD deutlich mehr Vertreter im Rat haben, als die Zusammensetzung erahnen lässt."

    Hier das Änderungslog: [de.wikipedia.org]

    Auch wurde schon bestätigt, dass man im Großen und Ganzen Pro-Regierung berichten muss. Und natürlich wurde dann sogleich ein Wundenlecken betrieben und eine Art Rückzug von dieser Aussage herbeimanipuliert: [www.spiegel.de].



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.07.17 22:02 durch Lord Gamma.

  14. Re: Nicht abschaffen sondern aus Steuermitteln bezahlen

    Autor: Orwell84 01.07.17 - 23:11

    Oh schon wieder das gleiche Argument. Das Thema mit der Journalistin hatten wir schon und durch Wiederholung wird es nicht besser.

    Und deine Aussage war, dass der Staat die Organe des Presserates bestimmt. Das ist schlicht und ergreifend nicht wahr. Und wird auch in keinster Weise durch dein Wikipedia Zitat belegt. Dort steht, dass viele der Verbände mit Parteinahen Personen verbunden sind. Da ist aber nochmal ein himmelweiter Unterschied zwischen "der Staat bestimmt" und entschieden wird durch unabhängige Gremien, die leider nicht ganz frei von politischem Interesse sind.

    Und um ehrlich zu sein, da steht, dass die Minister die Vertreter aus den Verbänden berufen. Da steht nichts davon, dass die Minister der Länder die Vertreter ablehnen können. Es ist schlicht und ergreifend ihre Aufgabe, sie zu benennen. Der Bundespräsident ernennt auch den Bundeskanzler, was aber defakto keine Bedeutung hat, da er ihn nicht einfach ablehnen kann.

  15. Re: Nicht abschaffen sondern aus Steuermitteln bezahlen

    Autor: Lord Gamma 01.07.17 - 23:15

    Orwell84 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oh schon wieder das gleiche Argument. Das Thema mit der Journalistin hatten
    > wir schon und durch Wiederholung wird es nicht besser.
    >
    > Und deine Aussage war, dass der Staat die Organe des Presserates bestimmt.
    > Das ist schlicht und ergreifend nicht wahr. Und wird auch in keinster Weise
    > durch dein Wikipedia Zitat belegt. Dort steht, dass viele der Verbände mit
    > Parteinahen Personen verbunden sind. Da ist aber nochmal ein himmelweiter
    > Unterschied zwischen "der Staat bestimmt" und entschieden wird durch
    > unabhängige Gremien, die leider nicht ganz frei von politischem Interesse
    > sind.
    >
    > Und um ehrlich zu sein, da steht, dass die Minister die Vertreter aus den
    > Verbänden berufen. Da steht nichts davon, dass die Minister der Länder die
    > Vertreter ablehnen können. Es ist schlicht und ergreifend ihre Aufgabe, sie
    > zu benennen. Der Bundespräsident ernennt auch den Bundeskanzler, was aber
    > defakto keine Bedeutung hat, da er ihn nicht einfach ablehnen kann.

    Da steht, dass der Rat wegen dieses Staatsvertrags zu einem großen Teil aus CDU- und SPD-Mitgliedern besteht.

  16. Re: Nicht abschaffen sondern aus Steuermitteln bezahlen

    Autor: Lord Gamma 02.07.17 - 00:02

    Keto schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Nazis kommen nicht wieder an die Macht, nur weil die öffentlich
    > rechtlichen Sender aus Steuermitteln bezahlt werden. Zur Zeit als das
    > Gesetz entstanden ist war es noch sinnvoll aber heute ist es schlicht
    > obsolet.
    >
    > Die Rahmenbedingungen haben sich komplett geändert, heute gibt es private
    > Fernseh- und Radiosender, mehr unabhängige Printmedien, das Internet und
    > generell eine sehr enge Vernetzung der europäischen Länder. Die
    > Bundesregierung könnte nicht einfach mal eben die öffentlich rechtlichen
    > Sender übernehmen um Propaganda zu senden.
    >
    > Wenn das Konstrukt aber aus Steuermittel bezahlt wird hätte das einige
    > Vorteile:
    > - Menschen bezahlen prozentual. Leute die weniger verdienen werden
    > entlastet.
    > - Der Unsinn mit mehrfach belasteten Unternehmen verschwindet. Unternehmen
    > mit vielen Gebäuden/Fahrzeugen werden nicht mehr benachteiligt.
    > - Die Bundesregierung wird die öffentlich rechtlichen auf ein sinnvolles
    > Maß zurechtstutzen, da sie ja schauen müssen wo Steuermittel herkommen.
    > Steuererhöhungen erzeugen schlechte Presse.

    Lieber abschaffen. In Ländern, wo es keine Verträge zwischen Staat und Rundfunk gibt, wie bspw. den USA, gibt es weniger Zensur als in Ländern, wo es Verträge zwischen Staat und Rundfunk gibt, wie bspw. China, Deutschland, usw.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.07.17 00:02 durch Lord Gamma.

  17. Re: Nicht abschaffen sondern aus Steuermitteln bezahlen

    Autor: Orwell84 02.07.17 - 09:35

    Das steht da in keiner Weise. Ein Teil der Vertreter kommt direkt aus der Politik, dass ist aber in allen Landesanstalten so. Der Rest sind Vertreter aus allen Möglichen Institution.

    Was hier konkret bemängelt wird, ist die Tatsache, dass einige der Verbandsvertreter auch aus der Politik kommen oder sehr stark mit ihr Verflochten sind und das ist tatsächlich ein Unding und sollte korrigiert werden. Das hat jetzt aber weniger mit dem Staatsvertrag oder der Benennung durch den Ministerpräsidenten zu tun.

  18. Re: Nicht abschaffen sondern aus Steuermitteln bezahlen

    Autor: BLi8819 07.07.17 - 11:08

    Danke für die Erklärung.

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