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Zu wenig und zu sehr auf die Download-Bandbreite konzentriert

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  1. Zu wenig und zu sehr auf die Download-Bandbreite konzentriert

    Autor: CrasherAtWeb 03.07.17 - 11:41

    50 Mbit wird bald schon relativ wenig sein. Der Trend beim Medienkonsum geht ja klar weg vom linearen Fernsehen hin zu individuellem UHD-Streaming. Wenn da eine vierköpfige Familie drei Streams gleichzeitig laufen hat, ist eine 50Mbit-Leitung schon gut ausgelastet. Wenn dann noch nebenbei mehrere Smartphones im Hintergrund laufen und vielleicht auch noch andere IoT-Dienste wird es so richtig eng, bzw. dürfte einiges schon nicht mehr so wirklich rund laufen. Und wenn die Eltern auch noch was unterschiedliches gucken wollen, sodass vier Streams laufen sollen, kann man es schon vergessen. Davon mal ab, ist das zu sehr auf den Download konzentriert. Insbesondere Firmen, aber auch Leute mit Homeoffice brauchen auch eine ordentliche Upload-Bandbreite. Es gibt noch so etliche Handwerksbetriebe auf dem Land. Diese sterben u.a. weil sie keine modernen Geräte, die per Fernwartung gepflegt werden, betreiben können. Genauso dauert es für sie zu lange Dokumente wie Baupläne, Rechnungen als PDF usw. zu verschicken. Da hilft es recht wenig, wenn der Downlink stark genug für Netflix ist, aber der Uplink zu lahm für professionelle Nutzung. Wenn diese Betriebe wegsterben, fallen auch Arbeitsplätze und Steuereinnahmen vor Ort weg, was einen allgemeinen Abwärtstrend bei der Attraktivität der Ortschaft nach sich zieht.

  2. Re: Zu wenig und zu sehr auf die Download-Bandbreite konzentriert

    Autor: nightmar17 03.07.17 - 12:00

    Der nächste Plan steht doch schon.
    Laut der EU sollen ab 2025 alle Haushalte mit Glasfaser versorgt sein.

    Ich würde mich auch über 50Mbit freuen, mit aktuell 5Mbit kann man kaum was machen.
    Als Signle würde mir das eventuell ausreichen, aber sobald zwei Personen im Netz sind, wird es eng.

  3. Re: Zu wenig und zu sehr auf die Download-Bandbreite konzentriert

    Autor: Paule 03.07.17 - 12:01

    CrasherAtWeb schrieb:
    -------------------------------------------------
    > 50 Mbit wird bald schon relativ wenig sein.
    > Der Trend beim Medienkonsum geht ja klar
    > weg vom linearen Fernsehen hin zu
    > individuellem UHD-Streaming.
    > Wenn da eine vierköpfige Familie drei
    > Streams gleichzeitig laufen hat, ....

    Wenn man weiß, dass man nur 50 MBit/s hat, dann den Kindern einfach keine 4k Geräte (TV/Monitor/Tablet) kaufen, sondern nur FullHD Geräte und nur in der Stube den großen 4k TV.

    bzw. den Kindern verbieten 4k zu nutzen und wenn die sich daran nicht halten wollen ggf. einen modernen Router mit Nutzerkonten und Möglichkeiten der Nutzungszeit- und Bandbreitenbegrenzung kaufen und ihnen damit die Bandbreite auf 10 MBit/s (Summe über alle Geräte des Nutzers) beschränken, wenn der 4k TV in der Stube genutzt wird, oder Papa Online arbeiten will.

    Bei Gemecker darüber ggf. einfach mal vorschlagen darüber zu diskutieren, ob man nicht Nachts (zB ab 23 Uhr bis 7 Uhr) den Zugang ganz sperren sollte, damit auch genug geschlafen wird. .... Schon hört das Gemecker über "kein 4k :-(" auf.

  4. Re: Zu wenig und zu sehr auf die Download-Bandbreite konzentriert

    Autor: CrasherAtWeb 03.07.17 - 12:14

    Paule schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man weiß, dass man nur 50 MBit/s hat, dann den Kindern einfach keine
    > 4k Geräte (TV/Monitor/Tablet) kaufen, sondern nur FullHD Geräte und nur in
    > der Stube den großen 4k TV.

    Sorry, aber nein. Es geht ja nicht nur um Streaming, sondern z.B. auch darum, wenn man ein neues Spiel aus dem Internet bezieht. Viel Spaß beim Warten bis die mehreren Gigabyte runter geladen sind, wenn der Sohn nur 10-Mbit bekommt. Das dauert dann bei einem 40 GB-Spiel über ein Drittel des Tages und das auch nur, wenn man die Bandbreite allein dem Download überlässt. Das ist in einem Land, welches zu den Technologie-Führern gelten will schlichtweg nicht angebracht. Ja, natürlich, wenn es nicht besser geht, muss die Familie sich irgendwie einschränken. Aber es ginge ja besser, wenn nur mal ordentlich in die Infrastruktur investiert würde. Wir werden teilweise schon von ehemaligen Ostblock-Staaten überholt. Das ist einfach nur erbärmlich. Und man komme mir bitte nicht mit "früher hat man das auch nicht gebraucht und wusste sich anderweitig zu beschäftigen" oder sonst so nem Kram. Früher hatten wir nen Kaiser und Frauen kein Wahlrecht ihrem Ehemann hörig zu sein. Das ist vorbei und das ist auch gut so.

  5. Re: Zu wenig und zu sehr auf die Download-Bandbreite konzentriert

    Autor: nightmar17 03.07.17 - 12:19

    CrasherAtWeb schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Paule schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn man weiß, dass man nur 50 MBit/s hat, dann den Kindern einfach
    > keine
    > > 4k Geräte (TV/Monitor/Tablet) kaufen, sondern nur FullHD Geräte und nur
    > in
    > > der Stube den großen 4k TV.
    >
    > Sorry, aber nein. Es geht ja nicht nur um Streaming, sondern z.B. auch
    > darum, wenn man ein neues Spiel aus dem Internet bezieht. Viel Spaß beim
    > Warten bis die mehreren Gigabyte runter geladen sind, wenn der Sohn nur
    > 10-Mbit bekommt. Das dauert dann bei einem 40 GB-Spiel über ein Drittel des
    > Tages und das auch nur, wenn man die Bandbreite allein dem Download
    > überlässt. Das ist in einem Land, welches zu den Technologie-Führern gelten
    > will schlichtweg nicht angebracht. Ja, natürlich, wenn es nicht besser
    > geht, muss die Familie sich irgendwie einschränken. Aber es ginge ja
    > besser, wenn nur mal ordentlich in die Infrastruktur investiert würde. Wir
    > werden teilweise schon von ehemaligen Ostblock-Staaten überholt. Das ist
    > einfach nur erbärmlich. Und man komme mir bitte nicht mit "früher hat man
    > das auch nicht gebraucht und wusste sich anderweitig zu beschäftigen" oder
    > sonst so nem Kram. Früher hatten wir nen Kaiser und Frauen kein Wahlrecht
    > ihrem Ehemann hörig zu sein. Das ist vorbei und das ist auch gut so.

    Das Internet wichtig und immer wichtiger wird, ist seit 2007 bekannt.
    Also 10 Jahre her, da gab es auch schon Youtube. Ab 2009 hatte im meinem Privaten Umfeld eigentlich jeder einen Internetzugang.
    Bei uns hat sich damals nicht viel getan, selbst Neubaugebiete die 2010/2011 errichtet wurden, bekommen heute nur 16Mbit, mehr ist aktuell nicht geplant.

  6. Re: Zu wenig und zu sehr auf die Download-Bandbreite konzentriert

    Autor: CrasherAtWeb 03.07.17 - 12:29

    Ja, ist hier in der Region nicht viel besser. Ich wohne in einer 33.000-Einwohner-Stadt die ein Verkehrs- und Wirtschaftsknotenpunkt in Ost-Niedersachsen bildet. Mehr als DSL 6.000 gibt es hier erst seit Herbst 2015, aber damals auch erstmal nur über Kabel, was dann auch dazu geführt hat, dass die effektive Bandbreite bei den Kunden durch die vielen neuen Anschlüsse ständig geschwankt hat. VDSL gibt es hier erst seit Juli letzten Jahres. Jetzt soll durch eine Aktion des Landkreis das Umland mit Glasfaser versorgt werden, allerdings auch nur, wenn in den jeweiligen Clustern auch mindestens 60% der Hausbesitzer einen entsprechenden Vertrag unterschreiben. Ich glaube nicht, selbst wenn bürokratisch alles glatt laufen sollte, dass diese Aktion vor Ende 2018 abgeschlossen sein wird. Das Versprechen der Bundesregierung wird hier also sehr wahrscheinlich für viele nicht eingehalten. Die Stadt selbst wird auf jeden Fall bis auf Weiteres überwiegend auf Kupfer und TV-Kabel sitzen bleiben. Dicke Uploads bleiben also Fehlanzeige. Da fragt man sich schon was aus der lokalen Wirtschaft werden soll. Ich will hier so schnell wie möglich weg.

  7. Re: Zu wenig und zu sehr auf die Download-Bandbreite konzentriert

    Autor: Dwalinn 03.07.17 - 12:38

    CrasherAtWeb schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Paule schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn man weiß, dass man nur 50 MBit/s hat, dann den Kindern einfach
    > keine
    > > 4k Geräte (TV/Monitor/Tablet) kaufen, sondern nur FullHD Geräte und nur
    > in
    > > der Stube den großen 4k TV.
    >
    > Sorry, aber nein. Es geht ja nicht nur um Streaming, sondern z.B. auch
    > darum, wenn man ein neues Spiel aus dem Internet bezieht.
    Also 1-2 mal im Monat
    > Viel Spaß beim
    > Warten bis die mehreren Gigabyte runter geladen sind, wenn der Sohn nur
    > 10-Mbit bekommt.
    Die 10 Mbit schranke gibt es nu wenn er sich nicht daran hält auf FHD Videos zu gucken (Beispielsweise)
    > Das dauert dann bei einem 40 GB-Spiel über ein Drittel des
    > Tages und das auch nur, wenn man die Bandbreite allein dem Download
    > überlässt.
    1/3 des Tages na und? 2/3 des Tages ist man normalerweise unterwegs oder schläft.... da kann man dann auch mit Full Speed runterladen.

    > Das ist in einem Land, welches zu den Technologie-Führern gelten
    > will schlichtweg nicht angebracht. Ja, natürlich, wenn es nicht besser
    > geht, muss die Familie sich irgendwie einschränken. Aber es ginge ja
    > besser, wenn nur mal ordentlich in die Infrastruktur investiert würde.
    So vieles wäre besser wenn man mal ordentlich Investieren würde, was solls haben die Kinder später noch mehr schulden aber hauptsache man konnte in der Kindheit 4k streamen wärend man sich täglich ein anderes Game aus der Bucht runtergeladen hat

    > Wir
    > werden teilweise schon von ehemaligen Ostblock-Staaten überholt. Das ist
    > einfach nur erbärmlich. Und man komme mir bitte nicht mit "früher hat man
    > das auch nicht gebraucht und wusste sich anderweitig zu beschäftigen" oder
    > sonst so nem Kram. Früher hatten wir nen Kaiser und Frauen kein Wahlrecht
    > ihrem Ehemann hörig zu sein. Das ist vorbei und das ist auch gut so.

    Erbärmlich ist es wenn man Leute hungern lässt oder zulässt das sie kein Dach über den Kopf haben. Internet ist ein Luxusgut das aber definitiv immer wichtiger ist und bald auf Augenhöhe mit Strom und Wasser ist. Dennoch muss man einfach verhältnismäßig bleiben, eine 50/10 Leitung ist mehr als man erwarten darf in Anbetracht das die wenigsten bereit wären einen Ausbau selbst zu bezahlen.

    Ich bin absolut dafür das der Ausbau für FTTC gefördert wird und hoffentlich 2019 den meisten zur Verfügung steht, aber alles darüber ist nunmal deutlich teurer und dauert auch länger zu realisieren.... da muss man halt Kompromisse eingehen und Prioritäten setzen.

  8. Re: Zu wenig und zu sehr auf die Download-Bandbreite konzentriert

    Autor: glacius 03.07.17 - 12:44

    sry aber wenn man zu Hause arbeitet selbst wenn es nur Teilzeit ist wie bei vielen, dann sind vernünftige Bandbreiten und Latenzen unabdingbar und nein man kann nicht immer in ein Büro fahren manchmal muss es eben von zu Hause sein.

  9. Re: Zu wenig und zu sehr auf die Download-Bandbreite konzentriert

    Autor: CrasherAtWeb 03.07.17 - 12:49

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So vieles wäre besser wenn man mal ordentlich Investieren würde, was solls
    > haben die Kinder später noch mehr schulden aber hauptsache man konnte in
    > der Kindheit 4k streamen wärend man sich täglich ein anderes Game aus der
    > Bucht runtergeladen hat

    Dass ihr Ewiggestrigen immer alles nur auf den Luxuskonsum abstellt. Schon mal an Homeoffice und Betriebe auf dem Land gedacht? Das mit dem Download von Filmen und Spielen war nur ein Rechenbeispiel, weil sich das die meisten am besten vorstellen können. Nehmen wir halt stattdessen das neueste Update für Windows oder irgendein Gerät oder auch einen Auftrag mit einem größeren CAD-Modell im Betrieb. Das kann man nicht immer über Nacht laufen lassen. Das muss pronto da sein und damit gearbeitet werden.

    > > Wir
    > > werden teilweise schon von ehemaligen Ostblock-Staaten überholt. Das ist
    > > einfach nur erbärmlich. Und man komme mir bitte nicht mit "früher hat
    > man
    > > das auch nicht gebraucht und wusste sich anderweitig zu beschäftigen"
    > oder
    > > sonst so nem Kram. Früher hatten wir nen Kaiser und Frauen kein
    > Wahlrecht
    > > ihrem Ehemann hörig zu sein. Das ist vorbei und das ist auch gut so.
    >
    > Erbärmlich ist es wenn man Leute hungern lässt oder zulässt das sie kein
    > Dach über den Kopf haben. Internet ist ein Luxusgut das aber definitiv
    > immer wichtiger ist und bald auf Augenhöhe mit Strom und Wasser ist.
    > Dennoch muss man einfach verhältnismäßig bleiben, eine 50/10 Leitung ist
    > mehr als man erwarten darf in Anbetracht das die wenigsten bereit wären
    > einen Ausbau selbst zu bezahlen.
    >
    > Ich bin absolut dafür das der Ausbau für FTTC gefördert wird und
    > hoffentlich 2019 den meisten zur Verfügung steht, aber alles darüber ist
    > nunmal deutlich teurer und dauert auch länger zu realisieren.... da muss
    > man halt Kompromisse eingehen und Prioritäten setzen.

    Internet mag für dich ein Luxusgut sein, aber schau doch mal raus aus deiner Filterblase. Für etliche bildet das Internet die Lebensgrundlage, weil sie damit arbeiten müssen und das wird in der Zukunft immer häufiger der Fall sein. Wenn hier also mal jemand was realisieren sollte, dann du den reellen Bedarf. Und da ist eine 50/10-Leitung eben nicht alles was man erwarten darf, wenn uns Länder wie Estland oder Taiwan zeigen, dass es auch anders geht. Priorität sollte eben neben der klassischen Infrastruktur auch die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft und ihrer Wirtschaft haben. Mit Wasser und Strom ist das Überleben gesichert, aber das Leben besteht eben aus mehr als nur Überleben. Also komm mal im 21. Jahrhundert an oder halte dich einfach raus, wenn es um Zukunftsthemen geht, denn du hast offensichtlich keine Ahnung davon.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.07.17 12:50 durch CrasherAtWeb.

  10. Re: Zu wenig und zu sehr auf die Download-Bandbreite konzentriert

    Autor: PiranhA 03.07.17 - 12:52

    Und geht das etwa mit 50 MBit nicht? Braucht man jetzt plötzlich Gigabit für Homeoffice?
    Also ich bin schon der Meinung, dass der schnelle Ausbau mit 50 MBit wichtiger ist, als der langsame Ausbau mit FTTH. Neubau kann man ja direkt mit FTTH anschließen und bei anderen baulichen Maßnahmen mit berücksichtigen (Leerrohre). Wenn man jetzt anfangen würde großflächig FTTH auszubauen, würden doch auch wieder nur die dicht besiedelten Gebiete zuerst kommen und auf dem Land krebst man weiterhin mit einstelligen Bitraten rum.

  11. Re: Zu wenig und zu sehr auf die Download-Bandbreite konzentriert

    Autor: pumok 03.07.17 - 12:58

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Internet ist ein Luxusgut das aber definitiv
    > immer wichtiger ist und bald auf Augenhöhe mit Strom und Wasser ist.
    > Dennoch muss man einfach verhältnismäßig bleiben, eine 50/10 Leitung ist
    > mehr als man erwarten darf in Anbetracht das die wenigsten bereit wären
    > einen Ausbau selbst zu bezahlen.

    Bei uns in der Schweiz ist Internet kein Luxusgut mehr. Im Normalfall ist die Versorgung dermassen gut, dass diverse Dienste nicht mehr einfach so ohne Internet verfügbar sind. Wir hatten z.B. wegen einem Kabelbruch kein Internet mehr. Ich musste mit den ÖV weg und die Fahrplanapp funktionierte natürlich nicht mehr. Also bei der SBB angerufen. Die Anwort war der Brüller: Ja, den gedruckten Fahrplan gibt es immer noch. Sie können ihn hier als PDF herunterladen :D

    Was ich damit sagen will, der Fortschritt kümmert sich nicht um den lahmenden Glasfaserausbau in Deutschland. Ich finde es erschreckend, wie Ihr Euch da teilweise mit für mich unvorstellbar langsamen Leitungen rumschlagen müsst. Noch viel erschreckender finde ich jedoch, dass sich offenbar viele Deutsche damit abgefunden haben und das Problem sogar noch schön reden.
    Eine 50er Leitung sollte das unterste Einsteigerangebot sein. Schnell ist das schon lange nicht mehr und das beweisst auch der internationale Vergleich.

  12. Re: Zu wenig und zu sehr auf die Download-Bandbreite konzentriert

    Autor: pumok 03.07.17 - 13:02

    PiranhA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und geht das etwa mit 50 MBit nicht? Braucht man jetzt plötzlich Gigabit
    > für Homeoffice?

    Da ist ja dann Faktor 20 dazwischen. Warum nicht mal am Boden bleiben und von einer 200er Leitung träumen? :)

    50 MBit reicht gut um Mails zu lesen oder irgendwelche Office Anwendung. Wir haben bei uns Grafiker und Konstrukteuere die im Homeofice arbeiten. Das wäre absolut undenkbar bei "lahmen" 50 MBit.

  13. Re: Zu wenig und zu sehr auf die Download-Bandbreite konzentriert

    Autor: CrasherAtWeb 03.07.17 - 13:02

    PiranhA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und geht das etwa mit 50 MBit nicht? Braucht man jetzt plötzlich Gigabit
    > für Homeoffice?
    > Also ich bin schon der Meinung, dass der schnelle Ausbau mit 50 MBit
    > wichtiger ist, als der langsame Ausbau mit FTTH. Neubau kann man ja direkt
    > mit FTTH anschließen und bei anderen baulichen Maßnahmen mit
    > berücksichtigen (Leerrohre). Wenn man jetzt anfangen würde großflächig FTTH
    > auszubauen, würden doch auch wieder nur die dicht besiedelten Gebiete
    > zuerst kommen und auf dem Land krebst man weiterhin mit einstelligen
    > Bitraten rum.

    Ja, Glasfaser braucht man da, wenn man Architekt ist und große Modelle verschicken muss oder wenn man Fotograf ist und erwartet wird, dass man unkomprimierte Bilder in Massen in der Cloud zur Verfügung stellt oder wenn man regelmäßig per VPN Remote im Firmennetzwerk arbeiten muss, oder, oder, oder. Es gibt zahlreiche Anwendungsbeispiele wo man mehr Bandbreite und vor allem auch einen besseren Ping braucht, der über Kupfer schlichtweg nicht erreichbar ist. Und wenn du mal meinen Beitrag von weiter oben lesen würdest, hättest du auch gesehen, dass z.B. hier in der Region erstmal die Dörfer um die Stadt herum mit Glasfaser versorgt versorgt werden. Deine Pauschalbehauptung stimmt so also auch nicht. Leute informiert euch doch erstmal richtig, bevor ihr euch eine Meinung bildet. Ihr redet sonst so komplett an der Realität vorbei.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.07.17 13:05 durch CrasherAtWeb.

  14. Re: Zu wenig und zu sehr auf die Download-Bandbreite konzentriert

    Autor: PiranhA 03.07.17 - 13:06

    pumok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine 50er Leitung sollte das unterste Einsteigerangebot sein.

    Ja, worüber reden wir denn hier? Die 50 sind als Grundversorgung (> 95%) gesetzt, darüber brauchen wir doch gar nicht diskutieren. Und der Ausbau wird da ja nicht aufhören. Neubaugebiete werden mittlerweile größtenteils direkt mit FTTH angebunden. Für 5G wird jede Menge Glasfaser benötigt.

    Die Frage um die es hier geht ist, ob man lieber erstmal großflächig 50 MBit ausbauen sollte, oder gleich FTTH. Ersteres ist halt schneller und günstiger zu schaffen, weshalb es in der Politik die höhere Priorität hat. Bei FTTH scheitert es meistens ja schon an den Grundstückeigentümern.

  15. Re: Zu wenig und zu sehr auf die Download-Bandbreite konzentriert

    Autor: CrasherAtWeb 03.07.17 - 13:13

    PiranhA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, worüber reden wir denn hier? Die 50 sind als Grundversorgung (> 95%)
    > gesetzt, darüber brauchen wir doch gar nicht diskutieren. Und der Ausbau
    > wird da ja nicht aufhören. Neubaugebiete werden mittlerweile größtenteils
    > direkt mit FTTH angebunden. Für 5G wird jede Menge Glasfaser benötigt.

    Das mit den Neubaugebieten stimmt so nicht. Die Telekom bringt es ernsthaft fertig, da teilweise immer noch Kupfer zu verlegen. Die Glasfaser-Verbindung wird da nur bis vor die Siedlung bzw. zu den DSLAM-Kästen gelegt. Aber die letzte Meile läuft da häufig noch immer über Kupfer. Hat mir erst letzten ein Bekannter erzählt der gerade neu baut. Für Glasfaser müssen die da nen Extra-Antrag stellen und ne fette Zusatzgebühr bezahlen. Macht eigentlich absolut keinen Sinn, ist aber leider so Realität.

    > Die Frage um die es hier geht ist, ob man lieber erstmal großflächig 50
    > MBit ausbauen sollte, oder gleich FTTH. Ersteres ist halt schneller und
    > günstiger zu schaffen, weshalb es in der Politik die höhere Priorität hat.
    > Bei FTTH scheitert es meistens ja schon an den Grundstückeigentümern.

    Das Problem ist, wenn man erstmal "schnell" 50 Mbit ausbaut, verpulvert man halt massig an Ressourcen und Zeit in eine veraltete Technik und wird dann beim FTTH-Ausbau immer hinterher hängen. Einfach mal weiter denken und nicht nur von der Tapete bis zur Wand!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.07.17 13:14 durch CrasherAtWeb.

  16. Re: Zu wenig und zu sehr auf die Download-Bandbreite konzentriert

    Autor: SJ 03.07.17 - 13:25

    pumok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Anwort war der
    > Brüller: Ja, den gedruckten Fahrplan gibt es immer noch. Sie können ihn
    > hier als PDF herunterladen :D

    Oh ja damals noch anfang 2000.... Kollegin hat sich Internet besorgt. Modem mit Router per Post bekommen. Wollte das anschliessen, wurde aber nicht erkannt. Auf die Hotline angerufen: Gehen sie auf unsere Webseite und laden Sie die Treiber herunter....

    > Was ich damit sagen will, der Fortschritt kümmert sich nicht um den
    > lahmenden Glasfaserausbau in Deutschland. Ich finde es erschreckend, wie
    > Ihr Euch da teilweise mit für mich unvorstellbar langsamen Leitungen
    > rumschlagen müsst. Noch viel erschreckender finde ich jedoch, dass sich
    > offenbar viele Deutsche damit abgefunden haben und das Problem sogar noch
    > schön reden.

    Ich bin froh, dass meine Gemeinde vor 4 Jahren oder so beschlossen hat, ein Gemeindeglasfasernetz zu verlegen statt auf die Anbieter zu warte. Die Swisscom hat dann interveniert. Als Folge: Swisscom überimmt 60% der Kosten, jede Wohnung wird mit 4 Glasfasern(paaren) ausgestattet - 2 davon gehören der Swisscom zur alleinigen Nutzung für die nächsten 30 Jahre.

    Somit kann ich jetzt 3 Provider haben wenn ich möchte und mit Init7 kriege ich tatsächlich Gigabit Geschwindigkeit für CHF 777/J.

    Ohne Initiative des Gemeinderates und Absegnung an der Gemeindeversammlung hätten wir das wohl auch nicht.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  17. Re: Zu wenig und zu sehr auf die Download-Bandbreite konzentriert

    Autor: pumok 03.07.17 - 13:31

    Was ähnliches haben wir in der Firma erlebt. Wir waren nicht zufrieden mit dem Angebot der Swisscom 2 unserer Standorte (700m entfernt) zu verbinden. Daher haben wir selbst Glas verlegt. Als der Graben bis zur Strasse offen war, kam die Swisscom angedackelt, ob sie nicht auch noch 4 Fasern reinlegen dürfen.
    Sie durften, und bezahlten schlussendlich die Hälfte des Tiefbaus :)

  18. Re: Zu wenig und zu sehr auf die Download-Bandbreite konzentriert

    Autor: Dwalinn 03.07.17 - 13:34

    Wenn ein Unternehmen schnelles Internet benötigt sollten sie vll etwas Geld investieren oder einfach Ihr Büro verlegen.

    Wenn es hier um den Ausbau von Internet geht werde ich sicherlich nicht Private Haushalte mit Unternehmen einfach vermischen.

    Ich kann durchaus eine Kugel fürs Team nehmen und habe kein Problem das Steuern für Förderungen ausgegeben werden damit auch ein kleines Dorf Internet hat.... aber ich werde sicherlich nicht FTTH fordern damit irgendein Unternehmen sich günstige auf dem Land ansiedeln kann und dann alles von den Bürgern finanziert bekommt.

    FTTH wird ja kommen aber wenn in einem Dorf 90% der Leute den günstigen 25 Mbit Tarif haben wollen (am besten von 1&1) dann wird sich FTTH nicht lohnen wenn man in der gleichen Zeit fürs gleiche Geld 4 Dörfer mit FTTC versorgen kann.

  19. Re: Zu wenig und zu sehr auf die Download-Bandbreite konzentriert

    Autor: neocron 03.07.17 - 13:34

    glacius schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sry aber wenn man zu Hause arbeitet selbst wenn es nur Teilzeit ist wie bei
    > vielen, dann sind vernünftige Bandbreiten und Latenzen unabdingbar und nein
    > man kann nicht immer in ein Büro fahren manchmal muss es eben von zu Hause
    > sein.
    man muss ueberhaupt nichts ... es gibt genuegend Berufe vo HomeOffice keine Option ist ... und dort funktioniert es auch ohne!
    Fuer den Luxus kann man sich gern einsetzen, auch gemeinschaftlich ... das wars dann aber auch ... es gibt keinen plausiblen Grund fuer eine Notwendigkeit das allen anzubieten!

  20. Re: Zu wenig und zu sehr auf die Download-Bandbreite konzentriert

    Autor: neocron 03.07.17 - 13:37

    CrasherAtWeb schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, Glasfaser braucht man da, wenn man Architekt ist und große Modelle
    > verschicken muss oder wenn man Fotograf ist und erwartet wird, dass man
    > unkomprimierte Bilder in Massen in der Cloud zur Verfügung stellt oder wenn
    > man regelmäßig per VPN Remote im Firmennetzwerk arbeiten muss, oder, oder,
    > oder.
    bullshit ... mit VPN hat es ueberhaupt nichts zu tun ...

    > Es gibt zahlreiche Anwendungsbeispiele wo man mehr Bandbreite und vor
    > allem auch einen besseren Ping braucht, der über Kupfer schlichtweg nicht
    > erreichbar ist.
    niemand bezweifelt das ... nur was genau soll das heissen? Wer die Bandbreite braucht, wie eben ein Architekt, muss eben Geld in die Hand nehmen und sich eine Leitung legen lassen!
    Ein Kieswerk braucht nunmal viel Platz und grosse Einfahrten! Ein Schreiner nunmal teures Equipment und entsprechende Ausstattung, die bezahlt einem auch nicht der Staat oder sonstwer ...
    Viele Berufe bzw. Unternehmungen benoetigen Voraussetzungen, fuer die sich kein Schwein interessiert ... und um die man sich dann selbst kuemmern muss ... wo soll hier der Unterschied liegen?

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