1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Eurostat: EU-Unternehmen beklagen…

Re: zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Autor: RalfB 19.07.17 - 13:06

    leider sind dieser Tage viele Leute, vor allem junge Leute ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"
    Ich denke nicht, das alle Stellenausschreibungen zu speziell sind, eher umgedreht haben viele Firmen in diesem Bereich ihre Anforderungen bereits sehr reduziert um ueberhaupt Bewerbungen zu bekommen. Wenn es dann allerdings darum geht, dass das Buero nicht in einer hippen City wie Hamburg, Berlin oder Stuttgart etc. ist, der Job kein Montag - Freitag 9to5, der Job mit Reisetaetigkeit verbunden ist und das Einstiegsgehalt die 120.000 Euro/anno unterschreitet verlassen die wenigen Bewerber sofort die Firma. An diesem Punkt hat man sich noch gar nicht ueber das Fachliche unterhalten. Sorry, aber wir haben hier ein ziemliches Luxusproblem .....

  2. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Geistesgegenwart 19.07.17 - 13:12

    RalfB schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > leider sind dieser Tage viele Leute, vor allem junge Leute ziemlich
    > unflexibel und "Freizeit getrieben"
    > Ich denke nicht, das alle Stellenausschreibungen zu speziell sind, eher
    > umgedreht haben viele Firmen in diesem Bereich ihre Anforderungen bereits
    > sehr reduziert um ueberhaupt Bewerbungen zu bekommen. Wenn es dann
    > allerdings darum geht, dass das Buero nicht in einer hippen City wie
    > Hamburg, Berlin oder Stuttgart etc. ist, der Job kein Montag - Freitag
    > 9to5, der Job mit Reisetaetigkeit verbunden ist und das Einstiegsgehalt die
    > 120.000 Euro/anno unterschreitet verlassen die wenigen Bewerber sofort die
    > Firma. An diesem Punkt hat man sich noch gar nicht ueber das Fachliche
    > unterhalten. Sorry, aber wir haben hier ein ziemliches Luxusproblem .....

    Anderer Punkt: Der Arbeitgeber der erwartet, das ich mal eben umziehe für seinen Job, der geht davon aus das ich Single bin oder eine "klassische" Familie habe in der ich der Alleinverdienende Ernährer bin. Sobald ich natürlich 30k Brutto mehr fordere für den Umzug weil meine Frau/Partnerin erstmal keine neue Stelle bekommt in der gleichen Gehaltsklasse und dass kompensiert werden muss, bin ich unverschämt. Oder unflexibel, weil ich mich erdreiste in einer Beziehung zu sein oder Familie zu haben welche ich nicht sofort für 200-300¤ netto mehr im Monat hinter mir lasse.

  3. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Sanzzes 19.07.17 - 14:46

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > RalfB schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > leider sind dieser Tage viele Leute, vor allem junge Leute ziemlich
    > > unflexibel und "Freizeit getrieben"
    > > Ich denke nicht, das alle Stellenausschreibungen zu speziell sind, eher
    > > umgedreht haben viele Firmen in diesem Bereich ihre Anforderungen
    > bereits
    > > sehr reduziert um ueberhaupt Bewerbungen zu bekommen. Wenn es dann
    > > allerdings darum geht, dass das Buero nicht in einer hippen City wie
    > > Hamburg, Berlin oder Stuttgart etc. ist, der Job kein Montag - Freitag
    > > 9to5, der Job mit Reisetaetigkeit verbunden ist und das Einstiegsgehalt
    > die
    > > 120.000 Euro/anno unterschreitet verlassen die wenigen Bewerber sofort
    > die
    > > Firma. An diesem Punkt hat man sich noch gar nicht ueber das Fachliche
    > > unterhalten. Sorry, aber wir haben hier ein ziemliches Luxusproblem
    > .....
    >
    > Anderer Punkt: Der Arbeitgeber der erwartet, das ich mal eben umziehe für
    > seinen Job, der geht davon aus das ich Single bin oder eine "klassische"
    > Familie habe in der ich der Alleinverdienende Ernährer bin. Sobald ich
    > natürlich 30k Brutto mehr fordere für den Umzug weil meine Frau/Partnerin
    > erstmal keine neue Stelle bekommt in der gleichen Gehaltsklasse und dass
    > kompensiert werden muss, bin ich unverschämt. Oder unflexibel, weil ich
    > mich erdreiste in einer Beziehung zu sein oder Familie zu haben welche ich
    > nicht sofort für 200-300¤ netto mehr im Monat hinter mir lasse.


    Du musst dich ja da auch nicht bewerben wenn du nicht bereit bist umzuziehen.

  4. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Geistesgegenwart 19.07.17 - 14:58

    Sanzzes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du musst dich ja da auch nicht bewerben wenn du nicht bereit bist
    > umzuziehen.

    Ich bewerbe mich gar nicht, aber da ich als Freelancer bei Xing bin mit vollen Profil erhalte ich mehrmals die Woche ungefragt anschreiben von Recruiter "Wollen Sie sich beruflich verändern, ich hätte da eine Position für Sie". Mein Wohnort und mein Freelancertum ist klar ersichtlich, trotzdem werden einem Festanstellungen in Orten am anderen Ende der Bundesrepublik versucht anzudrehen.

  5. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: nicoledos 19.07.17 - 20:08

    Ein Aspekt fehlt da noch. 2 Jahre nachdem du zur neuen Firma umgezogen bist, dich eingelebt hast. Dann darfst du ganz flexibel sein und 500 km weiter ziehen, weil der Standort verlagert wird.

  6. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: staples 19.07.17 - 13:13

    Die 120.000 p.a. sind von dir sicherlich übertrieben. Aber warum sollen die Leute nicht ihre Lebenszeit höher schätzen als irgendeinen miesen Job?

    Die Zeiten ändern sich und Geld nützt mir nichts, wenn ich keine Zeit habe, es auch auszugeben. Da suche ich mir lieber was, wo ich 4 Tage arbeiten kann oder zumindest 1 Homeoffice-Tag habe, um mir die nervige Fahrt durch die Stadt zu sparen.

    Auch gibt es heute immer noch "prähistorische" Kernarbeitszeiten wo man dann von 9-15 im Büro sein muss. War schon in der Schule mit ihrem ab 8 Uhr ein Problem, da viele einfach in dieser Zeit nicht produktiv sind. Meine perfekte Zeit z.B. ist ab 15 Uhr.

    Dazu kommt noch das ebenfalls prähistorische 8h aka 40h Woche. Nein, niemand arbeitet wirklich produktiv 40h, einfach weil es nicht geht. Mental. Aber es wird daran aus mir unerfindlichen Gründen festgehalten. 6h am Tag ist man einfach produktiver. Das habe ich schon von vielen Kollegen gehört und als Chef ist mir das auch egal, solange die Leute die Arbeit schaffen oder arbeiten, wann sie wollen.

    Ja es sind paar Meetings notwendig, da kann man sich dann treffen. Aber alles andere... mach deine Arbeit. Wann und wo und wie lange sollte egal sein. Aber vielleicht ist das ein Thema für die Industrie 10.0.

  7. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Anonymer Nutzer 19.07.17 - 13:38

    Eben. Wenn einem die Firmen was Flexibilität angeht entgegen kommen, fällt einem das selbst auch leichter. Der starre Zeitrahmen von 8 bis 5 oder 9 bis 5 ist aus der Zeit, wo man im Schichtbetrieb Dinge zusammengesteckt hat. Zur heutigen modernen Arbeit die größtenteils im Kopf stattfindet, passt dieses Modell rein gar nicht.

    Es gibt Phasen wo man Ideenblitze hat und diese so schnell wie möglich detaillieren und niederschreiben/in ein Konzept überführen will. Dann gibt es Phasen wo in der Birne einfach nur Nebel steht und genau an solchen Tagen würde ich halt dann um 13 Uhr gerne auch sagen können: Ciao, bis morgen. Genau das geht halt nicht.

    Und es ist unsinnig den Rest vom Tag dann noch abzusitzen und Arbeit vorzutäuschen.

  8. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: privsec 19.07.17 - 14:09

    Geht mir genauso. 8h durchgehend wirklich produktiv sein ist unrealistisch in dem Bereich. Kernarbeitszeit macht zu einem gewissen Teil sinn, ist aber meist viel zu lang, wenn sie 7h von den 8h abdeckt.

    Ich hätte auch viel lieber ein paar Stunden weniger und evtl. die Option einmal pro Woche Homeoffice machen zu dürfen. Als ich mal ein paar Tage am Stück Homeoffice aus wichtigen Gründen machen musste, habe ich erst gemerkt, wie viel mehr ich Zuhause eigentlich schaffe. Nicht ständig abgelenkt zu werden. usw...

    Da ich inzwischen so extrem unmotiviert bin, habe ich auch vor einer Woche angefangen nach neuen Stellen zu schauen. Eine Firma davon ist sehr "klassisch". Sehr strenge Kernarbeitszeiten, absolut kein Homeoffice. Ist allerdings deutlich kürzerer Arbeitsweg, weswegen ich trotzdem überlege, weil selbst 10 Minuten weniger pro Fahrt schon nett wären.

  9. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Anonymer Nutzer 19.07.17 - 14:19

    privsec schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geht mir genauso. 8h durchgehend wirklich produktiv sein ist unrealistisch
    > in dem Bereich. Kernarbeitszeit macht zu einem gewissen Teil sinn, ist aber
    > meist viel zu lang, wenn sie 7h von den 8h abdeckt.
    >
    > Ich hätte auch viel lieber ein paar Stunden weniger und evtl. die Option
    > einmal pro Woche Homeoffice machen zu dürfen. Als ich mal ein paar Tage am
    > Stück Homeoffice aus wichtigen Gründen machen musste, habe ich erst
    > gemerkt, wie viel mehr ich Zuhause eigentlich schaffe. Nicht ständig
    > abgelenkt zu werden. usw...
    >
    > Da ich inzwischen so extrem unmotiviert bin, habe ich auch vor einer Woche
    > angefangen nach neuen Stellen zu schauen. Eine Firma davon ist sehr
    > "klassisch". Sehr strenge Kernarbeitszeiten, absolut kein Homeoffice. Ist
    > allerdings deutlich kürzerer Arbeitsweg, weswegen ich trotzdem überlege,
    > weil selbst 10 Minuten weniger pro Fahrt schon nett wären.

    Also ab und an packt es mich und ich klotze auch mal 10 Stunden ran, einfach weil die Aufgabe begeisternd ist und mich mitreißt. Das macht echt Spaß. Aber der Normalfall ist das eben eher nicht;)

    In der Firma wie du sie beschreibst wirst du nicht glücklich werden. Du bist eben nicht das Modell "Stechuhr". Für mich ist das mittlerweile einfach: Wenn die Firma will dass ich auch mal am WE reinschaue oder abends/nachts reinfahre, wenn was am Brennen ist, dann erwarte ich auch von der Firma dass ich ohne Diskussion Homeoffice machen kann wie ich will und am einen Tag länger und am anderen kürzer arbeite.

    Geschäfte sind immer geben und nehmen und wenn die eine Seite ausschließlich nimmt, wird die andere Seite nicht glücklich.

  10. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: privsec 19.07.17 - 14:36

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also ab und an packt es mich und ich klotze auch mal 10 Stunden ran,
    > einfach weil die Aufgabe begeisternd ist und mich mitreißt. Das macht echt
    > Spaß. Aber der Normalfall ist das eben eher nicht;)
    >
    > In der Firma wie du sie beschreibst wirst du nicht glücklich werden. Du
    > bist eben nicht das Modell "Stechuhr". Für mich ist das mittlerweile
    > einfach: Wenn die Firma will dass ich auch mal am WE reinschaue oder
    > abends/nachts reinfahre, wenn was am Brennen ist, dann erwarte ich auch von
    > der Firma dass ich ohne Diskussion Homeoffice machen kann wie ich will und
    > am einen Tag länger und am anderen kürzer arbeite.
    >
    > Geschäfte sind immer geben und nehmen und wenn die eine Seite
    > ausschließlich nimmt, wird die andere Seite nicht glücklich.

    Ja, wenn man mal ein wirklich schönes Projekt hat. Mein letztes war vor 2 Jahren. Ist heute noch Live und bekommt nie Zeit für eine Weiterentwicklung. Jetzt ist ihnen aufgefallen, dass diese Produkte aber die beste Marge haben, die darüber laufen und für nächstes Jahr ist geplant, dass eine neue Version geschrieben werden darf. Bis dahin bin ich aber wahrscheinlich schon weg.

    Grundsätzlich wird es hier nicht so eng gesehen, wenn man mal 1h früher geht oder später kommt. Homeoffice will der Geschäftsführer nicht so gern. Hatte ich aber wie gesagt auch manchmal machen können. Aber nicht einfach mal, weil mir danach ist.

    Es sind einfach soviele Dinge, die mich bei meinem aktuellen AG nerven. Managemententscheidungen wo sich jeder normal denkende Mensch an den Kopf fasst. Hunderttausende für Mobile Apps investiert, wo fast jeder im Team meinte, dass ist für uns nichts. Jetzt wurden die Apps eingestellt, gingen aber auch nie live. Reine Geldverbrennung und wo anders wird dann gespart.

    Vor 2 Jahren richtig aggressives Wachstum gestartet, etliche neue Leute eingestellt. Vor paar Monaten dann viele wieder entlassen, weil das Wachstum in den neuen Märkten nicht so schnell kommt, wie in ihrer Fantasie. In der IT wird zwar nichts gestrichen aber eine sichere Stelle ist nicht alles.

    Etliche Mitarbeiter, wo ich mich frage, wie die ihre Probezeit überstanden haben. "Marketing"-Mitarbeiter, die zu mir kommen und Google Webmaster Tools erklärt haben wollen. Inzwischen gehen noch die paar, die Ahnung von ihrem Gebiet haben, weil die allgemeine Stimmung so schlecht und frustrierend ist.

    Von den Bedingungen ist die andere Firma kaum schlechter, wirkt aber viel besser aufgebaut. Leben nicht von Investoren, sondern verdienen wirklich Geld. Keine Überstunden, kürzerer Arbeitsweg, bin wie gesagt noch am überlegen.

  11. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Anonymer Nutzer 19.07.17 - 14:55

    Ich würde den dritten Weg gehen: So lange bei der aktuellen Firma bleiben bis du was anderes gefunden hast was dir wirklich zusagt. Denn, Hand aufs Herz: So richtig überzeugst schreibst du von Firma 2 auch nicht. Ergo nutze das Jahr Zeit um was anderes zu suchen wo du zumindest ein bischen mehr persönliche Flexibilität für dich in Anspruch nehmen kannst. Wie das Management ist und die Firmenkultur weiß man ja vorher meist nicht;)

  12. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: h31nz 19.07.17 - 13:38

    RalfB schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > leider sind dieser Tage viele Leute, vor allem junge Leute ziemlich
    > unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Aber wieso denn leider? Flexibel ist nunmal nur, wer ungebunden ist. Und dass Leute außer ihrem Job gerne noch anderen Dingen nachgehen, sollte man jetzt auch niemandem vorwerfen.

    Dafür gibts ja dann auch weniger Geld.

  13. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Slurpee 19.07.17 - 13:53

    RalfB schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > leider sind dieser Tage viele Leute, vor allem junge Leute ziemlich
    > unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Unflexibel ist Code für "Die dreisten kleinen Scheißer lassen sich uns nicht verarschen."
    Tja, wir haben halt andere Prioritäten im Leben, also viel Spaß beim Schaffen bis in Grab, ist für viele heutzutage halt einfach nicht mehr erstrebenswert...

  14. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Anonymer Nutzer 19.07.17 - 14:02

    Nicht nur nicht erstrebenswert, sondern auch nicht lohnenswert. Die Generation meines Vaters konnte mit Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss und einer Ausbildung ein Haus hinstellen, eine Familie ernähren und das Haus bis Ende 30 bezahlen. Das hat oft genug geklappt, man schaue sich im Kreis der heute 55 bis 65 Jährigen um.

    Heute? Selbst als Doppelverdiener Akademiker Paar ohne Kinder und mit sagen wir mal etwa 6000¤ Netto Monatseinkommen ist es kein Zuckerschlecken, in einer Stadt oder in unmittelbarer Stadtnähe ein Eigenheim hinzustellen.

    Die Volatilität heutiger Jobs ist sehr hoch. Auch wird gerne mal die eigene Firma von einer anderen geschluckt und dann? Wie sichert man die monatlichen Raten ab? Wer garantiert einem über einen Zeitraum von 10 oder mehr Jahren dass beide Darlehensnehmer eine dauerhafte Tätigkeit verfolgen können? Das war vor 50 Jahren sehr viel sicherer und auch einfacher.

    Selbst wenn man 3000 im Monat abdrückt, sind das nur 36000 im Jahr oder 360000 in 10 Jahren und für 360000 bekommt man praktisch nichts mehr. Selbst auf dem Land wird es zunehmend schwieriger noch etwas bezahlbares zu finden.

    Wozu sich dann auf gut Deutsch den Arsch aufreißen wenn man es nicht mal schafft, zusammen als Spitzenverdienerpaar* in 10 Jahren eine Immobilie zu bezahlen?

    *6000¤ Netto Haushaltseinkommen sind etwa 2*70000¤ Jahresgehalt.

  15. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: ArcherV 19.07.17 - 15:27

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht nur nicht erstrebenswert, sondern auch nicht lohnenswert. Die
    > Generation meines Vaters konnte mit Hauptschulabschluss oder
    > Realschulabschluss und einer Ausbildung ein Haus hinstellen, eine Familie
    > ernähren und das Haus bis Ende 30 bezahlen. Das hat oft genug geklappt, man
    > schaue sich im Kreis der heute 55 bis 65 Jährigen um.
    >
    > Heute? Selbst als Doppelverdiener Akademiker Paar ohne Kinder und mit sagen
    > wir mal etwa 6000¤ Netto Monatseinkommen ist es kein Zuckerschlecken, in
    > einer Stadt oder in unmittelbarer Stadtnähe ein Eigenheim hinzustellen.
    >
    > Die Volatilität heutiger Jobs ist sehr hoch. Auch wird gerne mal die eigene
    > Firma von einer anderen geschluckt und dann? Wie sichert man die
    > monatlichen Raten ab? Wer garantiert einem über einen Zeitraum von 10 oder
    > mehr Jahren dass beide Darlehensnehmer eine dauerhafte Tätigkeit verfolgen
    > können? Das war vor 50 Jahren sehr viel sicherer und auch einfacher.
    >
    > Selbst wenn man 3000 im Monat abdrückt, sind das nur 36000 im Jahr oder
    > 360000 in 10 Jahren und für 360000 bekommt man praktisch nichts mehr.
    > Selbst auf dem Land wird es zunehmend schwieriger noch etwas bezahlbares zu
    > finden.
    >
    > Wozu sich dann auf gut Deutsch den Arsch aufreißen wenn man es nicht mal
    > schafft, zusammen als Spitzenverdienerpaar* in 10 Jahren eine Immobilie zu
    > bezahlen?
    >
    > *6000¤ Netto Haushaltseinkommen sind etwa 2*70000¤ Jahresgehalt.

    Und dabei sind 70.000 ¤ schon das doppelte durchschnittsgehalt ..

  16. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Anonymer Nutzer 19.07.17 - 15:34

    Korrekt. Deswegen: Locker machen. Ruhig seine Arbeit prima ausführen und gute Ergebnisse liefern. Aber nicht ohne Grund 10 oder mehr Stunden in der Firma zubringen. Lohnt nicht.

  17. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Wolffran 20.07.17 - 07:14

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht nur nicht erstrebenswert, sondern auch nicht lohnenswert. Die
    > Generation meines Vaters konnte mit Hauptschulabschluss oder
    > Realschulabschluss und einer Ausbildung ein Haus hinstellen, eine Familie
    > ernähren und das Haus bis Ende 30 bezahlen. Das hat oft genug geklappt, man
    > schaue sich im Kreis der heute 55 bis 65 Jährigen um.
    >
    > Heute? Selbst als Doppelverdiener Akademiker Paar ohne Kinder und mit sagen
    > wir mal etwa 6000¤ Netto Monatseinkommen ist es kein Zuckerschlecken, in
    > einer Stadt oder in unmittelbarer Stadtnähe ein Eigenheim hinzustellen.
    >
    > Die Volatilität heutiger Jobs ist sehr hoch. Auch wird gerne mal die eigene
    > Firma von einer anderen geschluckt und dann? Wie sichert man die
    > monatlichen Raten ab? Wer garantiert einem über einen Zeitraum von 10 oder
    > mehr Jahren dass beide Darlehensnehmer eine dauerhafte Tätigkeit verfolgen
    > können? Das war vor 50 Jahren sehr viel sicherer und auch einfacher.
    >
    > Selbst wenn man 3000 im Monat abdrückt, sind das nur 36000 im Jahr oder
    > 360000 in 10 Jahren und für 360000 bekommt man praktisch nichts mehr.
    > Selbst auf dem Land wird es zunehmend schwieriger noch etwas bezahlbares zu
    > finden.
    >
    > Wozu sich dann auf gut Deutsch den Arsch aufreißen wenn man es nicht mal
    > schafft, zusammen als Spitzenverdienerpaar* in 10 Jahren eine Immobilie zu
    > bezahlen?
    >
    > *6000¤ Netto Haushaltseinkommen sind etwa 2*70000¤ Jahresgehalt.

    Schön zu lesen das andere ebenso denken!

    Ich bin 26 und dieses Jahr mit dem Bachelor fertig geworden. Im Raum Stuttgart hatte ich Stellenangebote die bei 55.000¤ angefangen haben und sich nach 12 Monaten auf 60.000¤ gesteigert hätten.

    Sicherlich ein gutes Gehalt, aber was bekomme ich tatsächlich dafür? Es ist im Raum Stuttgart utopisch sich davon eine Wohnung oder gar ein Haus leisten zu können. Dazu noch ein schönes Auto und Kinder hätte ich auch irgendwann mal gerne. Es ist schlicht und ergreifend nicht möglich, sich mit diesem Gehalt etwas ordentliches aufzubauen. Ich persönlich finde es lächerlich wie früher der Spitzensteuersatz greift.
    Die absurden Immobilienpreise ersticken jeden Versuch im Keim sich etwas zu finanzieren.
    Leider gehört meine Familie zu den 40% in Deutschland die nichts besitzen. Daher muss ich mir alles selbst aufbauen. Ist das überhaupt noch möglich, trotz Akademiker Gehalt? Ich weiß es nicht....
    Für mich geht es mit dem Master weiter.

  18. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: PiranhA 20.07.17 - 08:11

    Wolffran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sicherlich ein gutes Gehalt, aber was bekomme ich tatsächlich dafür? Es ist
    > im Raum Stuttgart utopisch sich davon eine Wohnung oder gar ein Haus
    > leisten zu können.
    > Die absurden Immobilienpreise ersticken jeden Versuch im Keim sich etwas zu
    > finanzieren.

    Schön wärs, dann würde ich vielleicht mal was ordentliches finden. Die Nachfrage übersteigt immer noch das Angebot bei weitem, trotz steigenden Preisen. Und genügend solvente Kundschaft gibt es ja. Viele scheinen aber wirklich an ihr finanzielles Limit zu gehen. Wenn dann in 10-15 Jahren die aktuellen Kredite auslaufen, können sich das wohl viele nicht mehr leisten. Bringt mir jetzt leider nichts, weil ich will ja nicht so lange warten.
    Mieten ist auch nicht wirklich attraktiver, wenn man nicht die Lebensqualität einschränken möchte. Ein modernes Haus oder große Wohnung kostet zur Miete schon bald das, was die monatliche Rate des Kredits wäre.

  19. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: privsec 20.07.17 - 08:28

    Das Thema Haus hatten ich und meine Freundin auch schon. Sie meint, es würde gehen, ich sehe das aber nicht so.

    Haben beide Studiert, zwar nur Bachelor und in Summe 5000¤ netto pro Monat. In Berlin hat man das Problem, dass die Gehälter garnicht so besonders gut sind, die Mieten und Immobilien hingegen aber schon. Dann noch Kind und Auto und dann bleibt nicht mehr viel übrig.

    Ich hab zum Beispiel vor etlichen Jahren als Werkstudent bei einem "Startup" als Entwickler gearbeitet. "Startup" weil sie 100 Mitarbeiter hatten und ich für das Marketingteam Auswertungstools entwickelt habe und die Umsätze gesehen habe. Als Werkstudent war es noch ok. Mir wurde auch nach wenigen Monaten gesagt, dass ich auf jeden Fall übernommen werden. War gute 6 Monate dort Werkstudent und vollkommen eingearbeitet und wie ein Festangestellter selbstständig alles erledigt. In den Semesterferien dann auch 40h Vollzeit.

    Mir wurden dann sagenhafte 1800¤ brutto angeboten, mit 6 Monaten Probezeit. Dafür das man studiert hat und schon komplett eingearbeitet ist. Der Leiter von dem Marketing Entwicklungsteam hatte auch kurz vor mir sein Diplom fertig gemacht und war mind. 1 Jahr schon dort als Werkstudent und hat vieles dort erst aufgebaut.

    Das Angebot hatte ich erstmal angenommen, um in Ruhe was besseres zu finden, weil Harz4 keine Option ist und ich nicht den 1. Besten nehmen wollte. Als ich dann gekündigt habe und sie nochmal nachverhandeln wollten, hab ich 2500¤ als Minimum genannt und gemerkt, dass der ebenfalls Leiter auch nicht auf die 2500¤ kommt. Eine richitge Leistungsposition hatte er zwar auch nicht aber wenn er mit Diplom und gut 1 Jahr schon soviel gemacht hat, dann wird am Startup Titel nur festgehalten, um beschissene Löhnen zu zahlen... Ich war keine 2 Monate dort Festangestellt, bis ich weg war.

  20. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: ArcherV 20.07.17 - 08:52

    privsec schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Thema Haus hatten ich und meine Freundin auch schon. Sie meint, es
    > würde gehen, ich sehe das aber nicht so.
    >
    > Haben beide Studiert, zwar nur Bachelor und in Summe 5000¤ netto pro Monat.
    > In Berlin hat man das Problem, dass die Gehälter garnicht so besonders gut
    > sind, die Mieten und Immobilien hingegen aber schon. Dann noch Kind und
    > Auto und dann bleibt nicht mehr viel übrig.
    >
    > Ich hab zum Beispiel vor etlichen Jahren als Werkstudent bei einem
    > "Startup" als Entwickler gearbeitet. "Startup" weil sie 100 Mitarbeiter
    > hatten und ich für das Marketingteam Auswertungstools entwickelt habe und
    > die Umsätze gesehen habe. Als Werkstudent war es noch ok. Mir wurde auch
    > nach wenigen Monaten gesagt, dass ich auf jeden Fall übernommen werden. War
    > gute 6 Monate dort Werkstudent und vollkommen eingearbeitet und wie ein
    > Festangestellter selbstständig alles erledigt. In den Semesterferien dann
    > auch 40h Vollzeit.
    >
    > Mir wurden dann sagenhafte 1800¤ brutto angeboten, mit 6 Monaten Probezeit.
    > Dafür das man studiert hat und schon komplett eingearbeitet ist. Der Leiter
    > von dem Marketing Entwicklungsteam hatte auch kurz vor mir sein Diplom
    > fertig gemacht und war mind. 1 Jahr schon dort als Werkstudent und hat
    > vieles dort erst aufgebaut.
    >
    > Das Angebot hatte ich erstmal angenommen, um in Ruhe was besseres zu
    > finden, weil Harz4 keine Option ist und ich nicht den 1. Besten nehmen
    > wollte. Als ich dann gekündigt habe und sie nochmal nachverhandeln wollten,
    > hab ich 2500¤ als Minimum genannt und gemerkt, dass der ebenfalls Leiter
    > auch nicht auf die 2500¤ kommt. Eine richitge Leistungsposition hatte er
    > zwar auch nicht aber wenn er mit Diplom und gut 1 Jahr schon soviel gemacht
    > hat, dann wird am Startup Titel nur festgehalten, um beschissene Löhnen zu
    > zahlen... Ich war keine 2 Monate dort Festangestellt, bis ich weg war.

    Bei 2500 netto wüsste ich gar nicht wohin mit der ganzen Kohle :-)
    Ich wohne aber auch in einer günstigen Kleinstadt mit ziemlich günstigen Mietspiegel. Ich zahle für meine 59qm ca. 330¤ (kalt)

  21. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: privsec 20.07.17 - 08:59

    ArcherV schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei 2500 netto wüsste ich gar nicht wohin mit der ganzen Kohle :-)
    > Ich wohne aber auch in einer günstigen Kleinstadt mit ziemlich günstigen
    > Mietspiegel. Ich zahle für meine 59qm ca. 330¤ (kalt)

    Schaff dir eine Kind/Familie an, dann hast du das Problem mit zuviel Geld nicht mehr ;)

  22. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: ArcherV 20.07.17 - 10:20

    privsec schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ArcherV schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bei 2500 netto wüsste ich gar nicht wohin mit der ganzen Kohle :-)
    > > Ich wohne aber auch in einer günstigen Kleinstadt mit ziemlich günstigen
    > > Mietspiegel. Ich zahle für meine 59qm ca. 330¤ (kalt)
    >
    > Schaff dir eine Kind/Familie an, dann hast du das Problem mit zuviel Geld
    > nicht mehr ;)

    Erstmal hätte ich gerne 2500 netto, die Freundin nehme ich gerne mit dazu xD

  23. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: privsec 20.07.17 - 11:00

    Oh Netto hatte ich überlesen. Das war damals wirklich nur brutto.

  24. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: SDL 22.07.17 - 23:37

    He Leute was soll das.
    Realität: 6 Tage Woche und über 40h je Woche.In Spitzenzeiten 60h+
    davon werden aber nur 40 bezahlt.
    Hinzu kommt noch das der Neid und Mißgunst das Klima anheizt.
    Urlaub ?? Ich bin in den letzten 20 Jahren nur ein mal (1) für 3 Tage weg gewesen.
    Was nützt das Versprechen,Geld genannt, wenn nichts übrig bleibt.
    Und wechseln ist auch nicht so einfach. Weil , die Ressource Mensch soll ja so billig wie möglich eingekauft werden......

  25. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Der_aKKe 19.07.17 - 14:50

    RalfB schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > leider sind dieser Tage viele Leute, vor allem junge Leute ziemlich
    > unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Ja, so ist das heutzutage halt. Was bringen mir 120k im Jahr, wenn ich nichtmals Zeit habe diese auszugeben? Dann schraube ich lieber meinen Lebensstil runter und arbeite nur die Hälfte. Der jungen Generation ist nämlich auch nicht mehr wichtig teure Kleidung zu tragen oder einen dicken Benz zu fahren.
    Ich bin auch "Freizeit getrieben" mit meinen 26 Jahren. Mir macht meine Arbeit Spaß, aber ich könnte NIE darin so aufgehen, dass ich es 40-50h die Woche aushalten könnte.

    Ausserdem bin ich mit meiner 4 Tage Woche und 24h genauso produktiv wie meine Kollegen. Man konzentriert sich halt aufs wesentliche und arbeitet einfach wenn man da ist. Man verschwendet keine Zeit mit surfen und Kaffee trinken oder so.

  26. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Anonymer Nutzer 19.07.17 - 15:03

    Das Ding ist: Es lohnt sich nicht mehr.

    In einem anderen Posting hatte ich angemerkt, dass man auch als Akademikerpaar ohne Kinder mit 6000 Nettoeinkommen im Monat und 3000¤ Tilgung in 10 Jahren nur 360000 (Ohne Zins) abzahlen kann. In einer Stadt bekommt man für 360000 nichts mehr und stadtnah wird es schon sehr schwer.

    Wozu dann in der Woche zusammen 100 Stunden abreißen. Für was? Das hat nicht nur damit zu tun, dass das Auto als Statussymbol abgelöst wird neben anderen Dingen sondern eben auch damit, dass selbst 2*70000 Jahresbrutto nicht reichen, um in Stadtnähe in 10 Jahren ein Minihaus abzahlen zu können.

    Es lohnt sich nicht.

  27. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: bbk 19.07.17 - 15:18

    Richtig so sehe ich das auch, wozu? Dann lieber das Leben etwas mehr geniessen. Das heißt nicht dass ich meinen Job nicht mag. Aber es bringt mir nichts mich darin zu verbrennen.

  28. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Anonymer Nutzer 19.07.17 - 15:37

    Freut mich dass ich mit meiner Sichtweise da nicht alleine stehe. Schade ist es ja eigentlich schon. Ein brauchbares Fertighaus kostet 100K schlüsselfertig. Der dafür notwendige Grund und Boden ist aber absolut nicht zu bezahlen und an Dinge wie noch Fläche für einen Garten zu haben braucht man gleich zwei Mal nicht zu denken.

    Eigentlich zum Haare raufen. Dieses Gefühl für Miete und für Essen zu arbeiten (und halt Kram wie Gadgets, Freizeitkram, Urlaub) - befriedigend ist das nicht.

  29. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Geistesgegenwart 19.07.17 - 15:45

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Freut mich dass ich mit meiner Sichtweise da nicht alleine stehe. Schade
    > ist es ja eigentlich schon. Ein brauchbares Fertighaus kostet 100K
    > schlüsselfertig. Der dafür notwendige Grund und Boden ist aber absolut
    > nicht zu bezahlen und an Dinge wie noch Fläche für einen Garten zu haben
    > braucht man gleich zwei Mal nicht zu denken.
    >
    > Eigentlich zum Haare raufen. Dieses Gefühl für Miete und für Essen zu
    > arbeiten (und halt Kram wie Gadgets, Freizeitkram, Urlaub) - befriedigend
    > ist das nicht.

    Also bei den momentan günstigen Zinsen ist der Hausbau doch kein Problem. Klar, wenns in Münchner Randlage sein soll, man aber weit weg von München arbeitet ist das etwas schwierig. Aber sonst? Häuser werden auf 25-30 Jahre abbezahlt, bei 500.000¤ Gesamtanschaffungskosten (Zinsen und Grunderwerbsteuer inkl) krichst du schon sehr wohl war ordentliches. Auf 30 Jahre abbezahlt macht das 1380¤/Monat, also weniger als 700¤ p.P. bei Doppeltverdienern. Wer alleine verdient, wird ja wohl auch kein Haus für ne halbe Million anschaffen...

  30. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Anonymer Nutzer 19.07.17 - 15:50

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ckerazor schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Freut mich dass ich mit meiner Sichtweise da nicht alleine stehe. Schade
    > > ist es ja eigentlich schon. Ein brauchbares Fertighaus kostet 100K
    > > schlüsselfertig. Der dafür notwendige Grund und Boden ist aber absolut
    > > nicht zu bezahlen und an Dinge wie noch Fläche für einen Garten zu haben
    > > braucht man gleich zwei Mal nicht zu denken.
    > >
    > > Eigentlich zum Haare raufen. Dieses Gefühl für Miete und für Essen zu
    > > arbeiten (und halt Kram wie Gadgets, Freizeitkram, Urlaub) -
    > befriedigend
    > > ist das nicht.
    >
    > Also bei den momentan günstigen Zinsen ist der Hausbau doch kein Problem.
    > Klar, wenns in Münchner Randlage sein soll, man aber weit weg von München
    > arbeitet ist das etwas schwierig. Aber sonst? Häuser werden auf 25-30 Jahre
    > abbezahlt, bei 500.000¤ Gesamtanschaffungskosten (Zinsen und
    > Grunderwerbsteuer inkl) krichst du schon sehr wohl war ordentliches. Auf 30
    > Jahre abbezahlt macht das 1380¤/Monat, also weniger als 700¤ p.P. bei
    > Doppeltverdienern. Wer alleine verdient, wird ja wohl auch kein Haus für ne
    > halbe Million anschaffen...

    Für 500000 bekommt man eine kleine Reihenhaushälfte im Offenbacher Neubaugebiet bzw. "Gated Community" mit 5*5 Meter Mini"garten". Ob das erstrebenswert ist, sei mal dahingestellt.

    In Nordbaden zwischen Heilbronn und Heidelberg bekommt man ein gut erhaltenes Haus aus den 90ern + größeren Garten auf einem der Dörfer irgendwo Nähe A6 etwa ab 200000¤, was noch gerade so in Ordnung geht. Das ist noch ein Rahmen wo man zusammen sagen kann: Ok, schaffen wir.

    Wer kann denn bei 0,5 Millionen und auf drei Jahrzehnte noch planen? So nen Ding fliegt einem heute auch mal schnell um die Ohren. Wie sich die Zinsen entwickeln weiß auch niemand und die Festschreibung ist nur über 10 Jahre. Wenn die anziehen und man auf 30 Jahre finanziert, viel Spaß wenn die Hütte dann weg ist.

  31. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Geistesgegenwart 19.07.17 - 16:04

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für 500000 bekommt man eine kleine Reihenhaushälfte im Offenbacher
    > Neubaugebiet bzw. "Gated Community" mit 5*5 Meter Mini"garten". Ob das
    > erstrebenswert ist, sei mal dahingestellt.
    >
    > In Nordbaden zwischen Heilbronn und Heidelberg bekommt man ein gut
    > erhaltenes Haus aus den 90ern + größeren Garten auf einem der Dörfer
    > irgendwo Nähe A6 etwa ab 200000¤, was noch gerade so in Ordnung geht. Das
    > ist noch ein Rahmen wo man zusammen sagen kann: Ok, schaffen wir.
    >
    > Wer kann denn bei 0,5 Millionen und auf drei Jahrzehnte noch planen? So nen
    > Ding fliegt einem heute auch mal schnell um die Ohren. Wie sich die Zinsen
    > entwickeln weiß auch niemand und die Festschreibung ist nur über 10 Jahre.
    > Wenn die anziehen und man auf 30 Jahre finanziert, viel Spaß wenn die Hütte
    > dann weg ist.

    Das kostet in Offenbach deswegen soviel, weil die ganzen Frankfurter mit ihren "hochbezahlten" Jobs da hinpendeln. Das ist das was ich immer meine, es bringt nix wenn dir der Job in Frankfurt oder München 15.000¤ Brutto im Jahr mehr bringt als anderswo wo die Lebenshaltungskosten günstiger sind. Von den 15.000¤ mehr bleiben dir wegen des Spitzensteuersatzes darauf gerade mal 50% (42% plus Soli + Kirchensteuer werden abgezogen) - also 7500¤ Netto über. Das macht 625¤ netto / Monat mehr - geht aber im Regelfall allein schon für Miet- oder Baumehrkosten drauf.

    Wer jetzt also in Frankfurt arbeitet oder extra nach Frankfurt oder München zieht aber nicht mindestens 15.000¤ im Jahr Brutto mehr verdient als an Orten mit geringeren Miet- und Lebenshaltungskosten (Ostdeutschland!, aber auch weniger populäre Städte wie Freiburg, Würzburg, Kassel) der ist selbst schuld. Also, prüfe ob du nicht lieber ein Job für 5.000¤ weniger annehmen solltest ausserhalb der Metropolen, in denen sowieso eine Immobilienblase schwelt.

  32. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Anonymer Nutzer 19.07.17 - 16:11

    Dem Gedanken folge ich 100% und vertrete diesen selbst. Ich habe mal spaßhalber geschaut wo die Mieten an der Grenze zu Polen liegen, also beispielsweise in Görlitz, wunderschöne Unistadt übrigens. Altbauwohnung, renoviert, Parkett, 80qm und kalt 300 im Monat. Du bekommst dort ein einzelnes Zimmer ab 120 im Monat. Die Preise sind, wenn man hier selbst vierstellig im Monat bezahlt, wie aus einer anderen Welt.

    In Frankfurt kostet eine ranzige 3Zimmer Wohnung dagegen in der Innenstadt kalt über 1000 im Monat.

    Wo man jetzt besser lebt liegt eigentlich auf der Hand. Das Lohnniveau ist in Görlitz natürlich wesentlich niedriger durch die Grenznähe aber insgesamt lebt man dort wahrscheinlich besser.

    Vielleicht gehe ich ja mal weg von diesen dicht besiedelten Regionen wo ich bislang gelebt und gearbeitet habe. (Stuttgart, Heidelberg, FFM).

  33. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: LittleJohn 19.07.17 - 16:02

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also bei den momentan günstigen Zinsen ist der Hausbau doch kein Problem.
    > Klar, wenns in Münchner Randlage sein soll, man aber weit weg von München
    > arbeitet ist das etwas schwierig. Aber sonst? Häuser werden auf 25-30 Jahre
    > abbezahlt, bei 500.000¤ Gesamtanschaffungskosten (Zinsen und
    > Grunderwerbsteuer inkl) krichst du schon sehr wohl war ordentliches. Auf 30
    > Jahre abbezahlt macht das 1380¤/Monat, also weniger als 700¤ p.P. bei
    > Doppeltverdienern. Wer alleine verdient, wird ja wohl auch kein Haus für ne
    > halbe Million anschaffen...

    500k inklusive Zinsen und Gebuehren? Fuer 320k Leihwert (was dem bei 30 Jahren Finanzierung in etwa entspricht) bekommst du in Städten >500k Einwohner und deren Umland gerade so mit Ach und Krach etwas brauchbares. In Dresden (der zur Zeit preislich günstigsten Stadt für Grunderwerb) ist der Preis fuer Grundstücke in der Startschneise vom Flughafen im Moment bei ~250 ¤/m². In Dörfern im Umland mit keiner/mäßiger ÖPNV-Anbindung liegt er bei ca. 140-160¤/m². Allerdings liegt der Verdienst in Dresden auch signifikant niedriger. Wenn man da ein Haushaltsnetto von >4000¤/Monat hat ist man schon bei den Spitzenverdienern.

  34. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Anonymer Nutzer 19.07.17 - 16:06

    Als kleinen Lacher oder Aufreger:

    Ein 20*40 Meter Grundstück kostet im Landkreis Offenbach aktuell lässige 344.000¤. Wenn man da noch Haus, Innenausbau + Technik (Heizung, Solarkram, Pool(der kostet im Verhältnis fast nix)) und so weiter mit einpreist und noch an Carport/Garage und sonstige notwendige Arbeiten auf dem Grundstück denkt, kommt man da sehr einfach über 0,7 Millionen ¤.

    Das Abzahlen zu zweit dauert dann ohne Zins bei 3000¤ Tilgung lässige 19,4 Jahre. Ob man es schafft in der Zeit ein konstant hohes Einkommen zu erzielen? Fragen über Fragen.

  35. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Geistesgegenwart 19.07.17 - 16:21

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als kleinen Lacher oder Aufreger:
    >
    > Ein 20*40 Meter Grundstück kostet im Landkreis Offenbach aktuell lässige
    > 344.000¤. Wenn man da noch Haus, Innenausbau + Technik (Heizung, Solarkram,
    > Pool(der kostet im Verhältnis fast nix)) und so weiter mit einpreist und
    > noch an Carport/Garage und sonstige notwendige Arbeiten auf dem Grundstück
    > denkt, kommt man da sehr einfach über 0,7 Millionen ¤.

    Du beschwerst dich dass du dir kein Haus mit Garten und Pool in einer der teuersten Regionen Deutschlands leisten kannst (Großraum Frankfurt)?

    > Das Abzahlen zu zweit dauert dann ohne Zins bei 3000¤ Tilgung lässige 19,4
    > Jahre. Ob man es schafft in der Zeit ein konstant hohes Einkommen zu
    > erzielen? Fragen über Fragen.

    Da du die Zinsen weglässt brauchen wir auch nicht von Inflation auf dein Gehalt reden. Aber du solltest in 10-20 Jahren dennoch mehr verdienen - entweder durch längere Zugehörigkeit oder mehr Erfahrung und daher höherer Qualifikation. In Berufen mit Studium ist es extrem selten dass du als 50jähriger weniger verdienst denn als 30 jähriger.

    Und dass du dir ALLEINE ein Haus mit Pool in der Gegend nicht leisten kannst ist auch klar. Zu zweit mit Partner sind das immerhin "nur" 1500¤ pro Person. Und was spricht dagegen das auf 30 Jahre zu finanzieren? Wenn du mit 35 anfängst, kein Problem.

    Jammern auf hohem Niveau :) In Deutschland haben 40% der Menschen gar keine Ersparnisse oder Vermögen und leben von einem Monatsgehalt zum nächsten - ganz ohne Aussicht jemals ein Eigenheim (nichtmal 1 Zimmer Wohnung im Aussenbezirk) zu besitzen.

  36. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Anonymer Nutzer 19.07.17 - 16:38

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    >
    > Du beschwerst dich dass du dir kein Haus mit Garten und Pool in einer der
    > teuersten Regionen Deutschlands leisten kannst (Großraum Frankfurt)?

    Nö, ich führe eine Beispielrechnung. Anscheinend kannst du ein Beispiel nicht von einer Beschwerde unterscheiden?

    > Und dass du dir ALLEINE ein Haus mit Pool in der Gegend nicht leisten
    > kannst ist auch klar. Zu zweit mit Partner sind das immerhin "nur"
    > 1500¤ pro Person. Und was spricht dagegen das auf 30 Jahre zu finanzieren?
    > Wenn du mit 35 anfängst, kein Problem.

    Du liest ja nicht mal was ich schreibe. In meinem Beispiel geht es um eine monatliche Tilgung von 3000¤, die wohl kaum jemand alleine bezahlen kann. Entsprechend, steht auch so in meinem Beispiel, schreibe ich von einem gemeinsamen Abbezahlen. Und um das leisten zu können und noch ausreichend Geld zum Leben übrig zu haben, braucht man bei zwei unverheirateten Leuten dann 2*70000 Jahresbrutto. Dann hat man, jeder für sich, noch 1500¤ im Monat von dem dann noch Alltäglichkeiten wie Essen, Versicherung, Auto, ich brauch es jetzt wohl nicht aufzählen, abgehen. Entsprechend bleiben einem dann für sich persönlich wohl etwa 500¤ Taschengeld zur freien Verfügung.

    Ob es sich lohnt für den potentiellen Besitz einer Immobilie 20 Jahre jede Woche 50 Stunden zu buckeln ohne Garantie, dass man die Finanzierung über die Laufzeit halten kann. Ohne Garantie dass man plötzlich ohne Partner dasteht. Ohne Garantie dass man mal ernsthaft erkrankt? Ich halte das eben zum einen für nicht finanzierbar, auch nicht aus der Perspektive Spitzenverdiener und zum anderen halte ich das für ein Hochrisikoinvestment. Besser fährt man bei den aktuellen Preisen mit Vorort Miete + übrige Knete in Anlagevermögen stecken.

    > Jammern auf hohem Niveau :) In Deutschland haben 40% der Menschen gar keine
    > Ersparnisse oder Vermögen und leben von einem Monatsgehalt zum nächsten -
    > ganz ohne Aussicht jemals ein Eigenheim (nichtmal 1 Zimmer Wohnung im
    > Aussenbezirk) zu besitzen.

    Und was genau hat das jetzt mit meiner Beispielrechnung zu tun? Du bist nicht fähig zu einem Gespräch. Arbeite an dir.

  37. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: PiranhA 20.07.17 - 08:24

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als kleinen Lacher oder Aufreger:
    >
    > Ein 20*40 Meter Grundstück kostet im Landkreis Offenbach aktuell lässige
    > 344.000¤. Wenn man da noch Haus, Innenausbau + Technik (Heizung, Solarkram,
    > Pool(der kostet im Verhältnis fast nix)) und so weiter mit einpreist und
    > noch an Carport/Garage und sonstige notwendige Arbeiten auf dem Grundstück
    > denkt, kommt man da sehr einfach über 0,7 Millionen ¤.
    >
    > Das Abzahlen zu zweit dauert dann ohne Zins bei 3000¤ Tilgung lässige 19,4
    > Jahre. Ob man es schafft in der Zeit ein konstant hohes Einkommen zu
    > erzielen? Fragen über Fragen.

    Naja, 800m² ist schon ein großes Grundstück. Da die Gemeinden mittlerweile Vorgaben haben, eine hohe Bevölkerungsdichte zu erzielen, kriegt man so was in der Regel gar nicht mehr. Selbst 400m² ist schon groß. Die meisten sind dann eher 250-350.
    Da kannst du in deinem Fall schon eher von 500k Gesamtkosten ausgehen. Dann sollte man natürlich schon Eigenkapital mitbringen, sonst ist das ganze sinnlos. Minimum sind eigentlich 20-30 Prozent, also 100-150k. Schon ist man (ohne Zinsen) bei 20 Jahren unter 1.500 Euro. Die meisten werden aber eher für 30 Jahre finanzieren.
    Meine Bank hat mir letztens ein Angebot gemacht, wonach ich für 15 Jahre ein Zins von 1,51% hätte. Währenddessen läuft noch ein Bausparvertrag, womit dann die Restschuld nach den 15 Jahren mit 2,25% verzinst wird (für ein Darlehen von 150k muss man 150 Euro pro Monat ansparen). Damit kann man kalkulieren, ohne Gefahr zu laufen in die Schuldenfalle zu tappen.

    Ich finde die Entwicklung nicht gut, immerhin stehe ich vor dem gleichen Problem. Aber es ist noch immer für viel zu viele möglich, sonst würden diese Preise sich nicht halten.

  38. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Geistesgegenwart 19.07.17 - 16:07

    LittleJohn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > 500k inklusive Zinsen und Gebuehren? Fuer 320k Leihwert (was dem bei 30
    > Jahren Finanzierung in etwa entspricht)

    Die Rechnung ist quatsch. Die Zinseszinsen auf den Kredit berücksichtigt, aber nicht den Zinseszins auf dein Humankapital und den Hauswert in 30 Jahren. Du musst nämlich auch mit berücksichtigen dass dein Gehalt steigt, einerseits wegen der Inflation, andererseits wegen deiner höheren Gehaltsstufe bzw. mehr Berufserfahrung als IT'ler in 20 Jahren. In Berufen mit Studienabschluss ist es extrem selten, dass man als 50 jähriger weniger verdient als man mit 30 getan hat (Inflationsbereinigt). Und das Haus dürfte in 30 Jahren auch eher 600-650k ¤ Wert sein.

    Und entsprechende Versicherung die vor Invalidität/Berufsunfähigkeit schützen sind bei solchen Krediten meist sowieso Pflicht oder aber sehr dringend angeraten.

  39. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Anonymer Nutzer 19.07.17 - 16:15

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LittleJohn schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > 500k inklusive Zinsen und Gebuehren? Fuer 320k Leihwert (was dem bei 30
    > > Jahren Finanzierung in etwa entspricht)
    >
    > Die Rechnung ist quatsch. Die Zinseszinsen auf den Kredit berücksichtigt,
    > aber nicht den Zinseszins auf dein Humankapital und den Hauswert in 30
    > Jahren. Du musst nämlich auch mit berücksichtigen dass dein Gehalt steigt,
    > einerseits wegen der Inflation, andererseits wegen deiner höheren
    > Gehaltsstufe bzw. mehr Berufserfahrung als IT'ler in 20 Jahren. In Berufen
    > mit Studienabschluss ist es extrem selten, dass man als 50 jähriger weniger
    > verdient als man mit 30 getan hat (Inflationsbereinigt). Und das Haus
    > dürfte in 30 Jahren auch eher 600-650k ¤ Wert sein.
    >
    > Und entsprechende Versicherung die vor Invalidität/Berufsunfähigkeit
    > schützen sind bei solchen Krediten meist sowieso Pflicht oder aber sehr
    > dringend angeraten.

    Gegenargumente:

    - Der Jugendwahn in Firmen und die "zu alt/überqualifiziert/zu teuer" Mentalität führt eher dazu, dass man mit 50 Probleme hat was anderes zu finden wenn man es denn muss. Und dann stehste aber schön da mit deiner Finanzierung.
    - Die aktuelle Entwicklung der Immobilien- und Grundstückpreise ist eine Blase. Vergleiche USA von vor ein paar Jahren. Das wird zusammenkippen da dort unheimlich viel heiße Luft drin ist. Und dann waren es keine 600K Wert sondern vielleicht noch 150.
    - Versicherungen, speziell BU versuchen sich so gut es geht um Zahlungen zu drücken. Da gibt es so viele Fälle dass man gar nicht alle nachlesen kann. Auch da kann man sich nicht wirklich, im Fall der Fälle, einfach darauf verlassen.

  40. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Geistesgegenwart 19.07.17 - 16:31

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Gegenargumente:
    >
    > - Der Jugendwahn in Firmen und die "zu alt/überqualifiziert/zu teuer"
    > Mentalität führt eher dazu, dass man mit 50 Probleme hat was anderes zu
    > finden wenn man es denn muss. Und dann stehste aber schön da mit deiner
    > Finanzierung.

    Erstmal ist das Argument aus der Luft gegriffen und nicht evidenzbasiert. Die Mehrheit der 50jährigen Akademiker (!) haben mit 50 ein sehr gutes Gehalt und gute Aussicht auf dem Arbeitsmarkt. Dazu kommt dass du mit 50 ja schon ein Großteil des Hauses abbezahlt hast - dir gehört das Haus anteilig also schon und es ist im Wert gestiegen. Solltest du wirklich arbeitslos werden und nix finden, musst du verkaufen; nach 15 Jahren abzahlen dürfte da aber ein Plus stehen, weil du zwar Zinszahlungen und Grunderwerbssteuern verlierst, gleichzeitig aber 15 Jahre Mietzahlungen gespart hast. Ggf. kommt eine Wertsteigerung des Hauses obendrauf. Du gehst also in dem Fall "Ich bin 50 und krich kein Job mehr" da bei 0 raus im vergleich du hättest da die ganze Zeit gearbeitet. Und wenn du kein Haus kaufst und ständig mietest, ist das Problem dass du mit 50 keinen Job hast und mehr bekommst deutlich schlimmer - denn mit Haus und 50 Jahren sollten deine Kinder schon aus dem Haus raus sein. Und du bekommst durch den Verkauf nen dicken Batzen geld mit dem du erstmal die Trockenzeit in ner kleineren Mietswohnung überbrücken kannst.

    > - Die aktuelle Entwicklung der Immobilien- und Grundstückpreise ist eine
    > Blase. Vergleiche USA von vor ein paar Jahren. Das wird zusammenkippen da
    > dort unheimlich viel heiße Luft drin ist. Und dann waren es keine 600K Wert
    > sondern vielleicht noch 150.

    Wenn du an eine Blase glaubst, dann wirst du ganz sicher nicht in ein Haus investieren?

    > - Versicherungen, speziell BU versuchen sich so gut es geht um Zahlungen zu
    > drücken. Da gibt es so viele Fälle dass man gar nicht alle nachlesen kann.
    > Auch da kann man sich nicht wirklich, im Fall der Fälle, einfach darauf
    > verlassen.

    Da gebe ich dir Recht, als ITler ist BU sowieso unsinn (du bist als ITler selbst im Rollstuhl oder als Blinder noch nicht Berufsunfähig; da gibts 2 Jahre Reha/Umschulung und ab in den Öffentlichen Dienst als Behinderter)

  41. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Anonymer Nutzer 19.07.17 - 16:42

    Schönes und positives Posting. Finde ich prima. Mehr als meine Zustimmung hinschreiben kann ich da gerade nicht aber einfach nichts mehr sagen wollte ich auch nicht. Es gibt nichts schlimmeres als ein Gespräch ohne Abschluss:)

  42. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: bofhl 20.07.17 - 10:51

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ckerazor schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Gegenargumente:
    > >
    > > - Der Jugendwahn in Firmen und die "zu alt/überqualifiziert/zu teuer"
    > > Mentalität führt eher dazu, dass man mit 50 Probleme hat was anderes zu
    > > finden wenn man es denn muss. Und dann stehste aber schön da mit deiner
    > > Finanzierung.
    >
    > Erstmal ist das Argument aus der Luft gegriffen und nicht evidenzbasiert.

    Ach - dann solltest du dich besser ganz schnell mal informieren!

    > Die Mehrheit der 50jährigen Akademiker (!) haben mit 50 ein sehr gutes
    > Gehalt und gute Aussicht auf dem Arbeitsmarkt. Dazu kommt dass du mit 50 ja

    Das gilt nur im günstigsten Fall - ist aber in Änderung begriffen!

    > schon ein Großteil des Hauses abbezahlt hast - dir gehört das Haus anteilig
    > also schon und es ist im Wert gestiegen. Solltest du wirklich arbeitslos

    Vor allem bei den ganzen Neubauten bist du nach 10 Jahren bereits im Bereich der "starke Abnutzung" - und kurz gesagt es stehen 100% die ersten gröberen Reparaturen an und "im Wert gestiegen" sind höchstens die Materialien für die Umbauten und Reparaturen!

    > werden und nix finden, musst du verkaufen; nach 15 Jahren abzahlen dürfte
    > da aber ein Plus stehen, weil du zwar Zinszahlungen und Grunderwerbssteuern
    > verlierst, gleichzeitig aber 15 Jahre Mietzahlungen gespart hast. Ggf.

    Schrott! Mag vielleicht in einigen wenigen Gegenden in Deutschland gelten...

    > kommt eine Wertsteigerung des Hauses obendrauf. Du gehst also in dem Fall
    > "Ich bin 50 und krich kein Job mehr" da bei 0 raus im vergleich du hättest
    > da die ganze Zeit gearbeitet. Und wenn du kein Haus kaufst und ständig
    > mietest, ist das Problem dass du mit 50 keinen Job hast und mehr bekommst
    > deutlich schlimmer - denn mit Haus und 50 Jahren sollten deine Kinder schon
    > aus dem Haus raus sein. Und du bekommst durch den Verkauf nen dicken Batzen
    > geld mit dem du erstmal die Trockenzeit in ner kleineren Mietswohnung
    > überbrücken kannst.
    >
    > > - Die aktuelle Entwicklung der Immobilien- und Grundstückpreise ist eine
    > > Blase. Vergleiche USA von vor ein paar Jahren. Das wird zusammenkippen
    > da
    > > dort unheimlich viel heiße Luft drin ist. Und dann waren es keine 600K
    > Wert
    > > sondern vielleicht noch 150.
    >
    > Wenn du an eine Blase glaubst, dann wirst du ganz sicher nicht in ein Haus
    > investieren?
    >
    > > - Versicherungen, speziell BU versuchen sich so gut es geht um Zahlungen
    > zu
    > > drücken. Da gibt es so viele Fälle dass man gar nicht alle nachlesen
    > kann.
    > > Auch da kann man sich nicht wirklich, im Fall der Fälle, einfach darauf
    > > verlassen.
    >
    > Da gebe ich dir Recht, als ITler ist BU sowieso unsinn (du bist als ITler
    > selbst im Rollstuhl oder als Blinder noch nicht Berufsunfähig; da gibts 2
    > Jahre Reha/Umschulung und ab in den Öffentlichen Dienst als Behinderter)

  43. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: KnutRider 20.07.17 - 11:27

    bofhl schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    > Vor allem bei den ganzen Neubauten bist du nach 10 Jahren bereits im
    > Bereich der "starke Abnutzung" - und kurz gesagt es stehen 100% die ersten
    > gröberen Reparaturen an
    Welche sollen das sein? Fenster/Haustür müssen minimum 25 Jahre halten, das Dach 40-60 Jahre und eine Heizung auch 25-3 Jahre.

    Alles andere ist wirklich pillepalle und mehr Farbe als Reparatur oder die (Vor-)Besitzer haben darin sonstwie gehaust oder das Haus war schon bei Fertigstellung ein wirtschaftlicher Totalschaden.

  44. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Geistesgegenwart 19.07.17 - 15:35

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Ding ist: Es lohnt sich nicht mehr.
    >
    > In einem anderen Posting hatte ich angemerkt, dass man auch als
    > Akademikerpaar ohne Kinder mit 6000 Nettoeinkommen im Monat und 3000¤
    > Tilgung in 10 Jahren nur 360000 (Ohne Zins) abzahlen kann. In einer Stadt
    > bekommt man für 360000 nichts mehr und stadtnah wird es schon sehr schwer.
    >

    Wer zahlt den ein Haus auch auf 10 Jahre ab?!? Laufzeiten von 20-30 Jahren für Häuser im Bereich der halben Million sind realistischer. Wozu auch nur 10 Jahre, du willst ja dass das Haus abbezahlt ist bevor du in Rente gehst. Entsprechende Berufsunfähigkeit/Invalidenversicherung sind in den Krediten ja teilweise mit dabei.

    Edit: Und wenn das Haus dann mit 60 Jahren abbezahlt ist, bist du im Besitz einer Immobilie die 600.000 bis 650.000 ¤ Wert ist und komplett abbezahlt. Und darüber beschwerst du dich? Guck dir mal an wieviele mit 60 Jahren mit gar nichts darstehen sondern nur aussicht auf mickrige Grundsicherung als Rente haben...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.07.17 15:39 durch Geistesgegenwart.

  45. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: bbk 19.07.17 - 15:38

    Aber selbst in 20 Jahren Schaffst du nicht genug für ein Haus um die Großstädte.

  46. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Anonymer Nutzer 19.07.17 - 15:41

    Vor 30 oder 40 Jahren schon. Das ist das Pech der Spätgeborenen. Die Familie meiner Freundin besitzt im Raum Frankfurt über drei Häuser. Meine eigene Familie besitzt in Nordbaden über zwei Häuser.

    Ich selbst werde niemals ein aus eigener Arbeit bezahltes Haus besitzen.

  47. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: ArcherV 19.07.17 - 16:01

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ckerazor schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das Ding ist: Es lohnt sich nicht mehr.
    > >
    > > In einem anderen Posting hatte ich angemerkt, dass man auch als
    > > Akademikerpaar ohne Kinder mit 6000 Nettoeinkommen im Monat und 3000¤
    > > Tilgung in 10 Jahren nur 360000 (Ohne Zins) abzahlen kann. In einer
    > Stadt
    > > bekommt man für 360000 nichts mehr und stadtnah wird es schon sehr
    > schwer.
    > >
    >
    > Wer zahlt den ein Haus auch auf 10 Jahre ab?!? Laufzeiten von 20-30 Jahren
    > für Häuser im Bereich der halben Million sind realistischer. Wozu auch nur
    > 10 Jahre, du willst ja dass das Haus abbezahlt ist bevor du in Rente gehst.
    > Entsprechende Berufsunfähigkeit/Invalidenversicherung sind in den Krediten
    > ja teilweise mit dabei.
    >
    > Edit: Und wenn das Haus dann mit 60 Jahren abbezahlt ist, bist du im Besitz
    > einer Immobilie die 600.000 bis 650.000 ¤ Wert ist und komplett abbezahlt.
    > Und darüber beschwerst du dich? Guck dir mal an wieviele mit 60 Jahren mit
    > gar nichts darstehen sondern nur aussicht auf mickrige Grundsicherung als
    > Rente haben...


    500.000 ¤ auf 30 Jahre wären ca. 1400 pro Monat. Das ist ungefähr das Gehalt was bei uns als Berufseinsteiger netto bekommt (eher weniger).. von daher nicht stemmbar.

  48. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Clown 19.07.17 - 16:35

    ArcherV schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 500.000 ¤ auf 30 Jahre wären ca. 1400 pro Monat. Das ist ungefähr das
    > Gehalt was bei uns als Berufseinsteiger netto bekommt (eher weniger).. von
    > daher nicht stemmbar.

    Nur will die Bank erstens noch was daran verdienen und zweitens kaum einen solchen langfristigen Kredit ohne diverse Versicherungen vergeben. Damit ist die Rechnung hinfällig.
    Da wir aktuell eine Immobilie suchen, kann ich mal sagen, was unser Banker in einer Beispielrechnung für realistisch hielt: Bei einer monatlichen Belastung von 1500 Euro sind nicht mehr als 300k Finanzierungssumme drin. Die Laufzeit müsste so 25 Jahre gewesen sein, aber da bin ich mir nicht sicher, müsste ich noch mal nachschauen.

    Konfuzius sagt: Chinesisches Essen heißt in China einfach nur Essen.

  49. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: ArcherV 19.07.17 - 18:39

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ArcherV schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > 500.000 ¤ auf 30 Jahre wären ca. 1400 pro Monat. Das ist ungefähr das
    > > Gehalt was bei uns als Berufseinsteiger netto bekommt (eher weniger)..
    > von
    > > daher nicht stemmbar.
    >
    > Nur will die Bank erstens noch was daran verdienen und zweitens kaum einen
    > solchen langfristigen Kredit ohne diverse Versicherungen vergeben. Damit
    > ist die Rechnung hinfällig.
    > Da wir aktuell eine Immobilie suchen, kann ich mal sagen, was unser Banker
    > in einer Beispielrechnung für realistisch hielt: Bei einer monatlichen
    > Belastung von 1500 Euro sind nicht mehr als 300k Finanzierungssumme drin.
    > Die Laufzeit müsste so 25 Jahre gewesen sein, aber da bin ich mir nicht
    > sicher, müsste ich noch mal nachschauen.

    Das weiß ich darum ging es mir aber garnicht. Ich wollte lediglich aussagen, dass 1500¤ Belastung im Monat völlig utopisch sind für einen normal sterblichen - selbst wenn man die Summe durch 2 teilt. Auto, Kinder und co wollen ja auch alles Geld haben und hin und wieder will man sich ja auch mal was gönnen (z.B. ein mal im Jahr Urlaub etc)

  50. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: sg-1 20.07.17 - 00:14

    ArcherV schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geistesgegenwart schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ckerazor schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Das Ding ist: Es lohnt sich nicht mehr.
    > > >
    > > > In einem anderen Posting hatte ich angemerkt, dass man auch als
    > > > Akademikerpaar ohne Kinder mit 6000 Nettoeinkommen im Monat und 3000¤
    > > > Tilgung in 10 Jahren nur 360000 (Ohne Zins) abzahlen kann. In einer
    > > Stadt
    > > > bekommt man für 360000 nichts mehr und stadtnah wird es schon sehr
    > > schwer.
    > > >
    > >
    > > Wer zahlt den ein Haus auch auf 10 Jahre ab?!? Laufzeiten von 20-30
    > Jahren
    > > für Häuser im Bereich der halben Million sind realistischer. Wozu auch
    > nur
    > > 10 Jahre, du willst ja dass das Haus abbezahlt ist bevor du in Rente
    > gehst.
    > > Entsprechende Berufsunfähigkeit/Invalidenversicherung sind in den
    > Krediten
    > > ja teilweise mit dabei.
    > >
    > > Edit: Und wenn das Haus dann mit 60 Jahren abbezahlt ist, bist du im
    > Besitz
    > > einer Immobilie die 600.000 bis 650.000 ¤ Wert ist und komplett
    > abbezahlt.
    > > Und darüber beschwerst du dich? Guck dir mal an wieviele mit 60 Jahren
    > mit
    > > gar nichts darstehen sondern nur aussicht auf mickrige Grundsicherung
    > als
    > > Rente haben...
    >
    > 500.000 ¤ auf 30 Jahre wären ca. 1400 pro Monat. Das ist ungefähr das
    > Gehalt was bei uns als Berufseinsteiger netto bekommt (eher weniger).. von
    > daher nicht stemmbar.

    1400 netto als berufsanfänger? Gelernt? Studiert? Als was?
    ... Wenn bei nen Bewerbungsgespräch der Betrag kommen sollte, dann würde ich meinen Betrag nennen, die Reaktion abwarten und ansonsten gehen... Lohnt sich net mal, sich drüber aufzuregen

  51. Re: zu viele Leute sind ziemlich unflexibel und "Freizeit getrieben"

    Autor: ArcherV 20.07.17 - 06:28

    sg-1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ArcherV schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Geistesgegenwart schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > ckerazor schrieb:
    > > >
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > >
    > > > -----
    > > > > Das Ding ist: Es lohnt sich nicht mehr.
    > > > >
    > > > > In einem anderen Posting hatte ich angemerkt, dass man auch als
    > > > > Akademikerpaar ohne Kinder mit 6000 Nettoeinkommen im Monat und
    > 3000¤
    > > > > Tilgung in 10 Jahren nur 360000 (Ohne Zins) abzahlen kann. In einer
    > > > Stadt
    > > > > bekommt man für 360000 nichts mehr und stadtnah wird es schon sehr
    > > > schwer.
    > > > >
    > > >
    > > > Wer zahlt den ein Haus auch auf 10 Jahre ab?!? Laufzeiten von 20-30
    > > Jahren
    > > > für Häuser im Bereich der halben Million sind realistischer. Wozu auch
    > > nur
    > > > 10 Jahre, du willst ja dass das Haus abbezahlt ist bevor du in Rente
    > > gehst.
    > > > Entsprechende Berufsunfähigkeit/Invalidenversicherung sind in den
    > > Krediten
    > > > ja teilweise mit dabei.
    > > >
    > > > Edit: Und wenn das Haus dann mit 60 Jahren abbezahlt ist, bist du im
    > > Besitz
    > > > einer Immobilie die 600.000 bis 650.000 ¤ Wert ist und komplett
    > > abbezahlt.
    > > > Und darüber beschwerst du dich? Guck dir mal an wieviele mit 60 Jahren
    > > mit
    > > > gar nichts darstehen sondern nur aussicht auf mickrige Grundsicherung
    > > als
    > > > Rente haben...
    > >
    > >
    > > 500.000 ¤ auf 30 Jahre wären ca. 1400 pro Monat. Das ist ungefähr das
    > > Gehalt was bei uns als Berufseinsteiger netto bekommt (eher weniger)..
    > von
    > > daher nicht stemmbar.
    >
    > 1400 netto als berufsanfänger? Gelernt? Studiert? Als was?
    > ... Wenn bei nen Bewerbungsgespräch der Betrag kommen sollte, dann würde
    > ich meinen Betrag nennen, die Reaktion abwarten und ansonsten gehen...
    > Lohnt sich net mal, sich drüber aufzuregen

    Gelernt, im öD - nennt sich EG5.
    http://oeffentlicher-dienst.info/tvoed/

  52. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: sg-1 20.07.17 - 06:57

    ArcherV schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sg-1 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ArcherV schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Geistesgegenwart schrieb:
    > > >
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > >
    > > > -----
    > > > > ckerazor schrieb:
    > > > >
    > > >
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > >
    > > >
    > > > > -----
    > > > > > Das Ding ist: Es lohnt sich nicht mehr.
    > > > > >
    > > > > > In einem anderen Posting hatte ich angemerkt, dass man auch als
    > > > > > Akademikerpaar ohne Kinder mit 6000 Nettoeinkommen im Monat und
    > > 3000¤
    > > > > > Tilgung in 10 Jahren nur 360000 (Ohne Zins) abzahlen kann. In
    > einer
    > > > > Stadt
    > > > > > bekommt man für 360000 nichts mehr und stadtnah wird es schon sehr
    > > > > schwer.
    > > > > >
    > > > >
    > > > > Wer zahlt den ein Haus auch auf 10 Jahre ab?!? Laufzeiten von 20-30
    > > > Jahren
    > > > > für Häuser im Bereich der halben Million sind realistischer. Wozu
    > auch
    > > > nur
    > > > > 10 Jahre, du willst ja dass das Haus abbezahlt ist bevor du in Rente
    > > > gehst.
    > > > > Entsprechende Berufsunfähigkeit/Invalidenversicherung sind in den
    > > > Krediten
    > > > > ja teilweise mit dabei.
    > > > >
    > > > > Edit: Und wenn das Haus dann mit 60 Jahren abbezahlt ist, bist du im
    > > > Besitz
    > > > > einer Immobilie die 600.000 bis 650.000 ¤ Wert ist und komplett
    > > > abbezahlt.
    > > > > Und darüber beschwerst du dich? Guck dir mal an wieviele mit 60
    > Jahren
    > > > mit
    > > > > gar nichts darstehen sondern nur aussicht auf mickrige
    > Grundsicherung
    > > > als
    > > > > Rente haben...
    > > >
    > > >
    > > > 500.000 ¤ auf 30 Jahre wären ca. 1400 pro Monat. Das ist ungefähr
    > das
    > > > Gehalt was bei uns als Berufseinsteiger netto bekommt (eher weniger)..
    > > von
    > > > daher nicht stemmbar.
    > >
    > > 1400 netto als berufsanfänger? Gelernt? Studiert? Als was?
    > > ... Wenn bei nen Bewerbungsgespräch der Betrag kommen sollte, dann würde
    > > ich meinen Betrag nennen, die Reaktion abwarten und ansonsten gehen...
    > > Lohnt sich net mal, sich drüber aufzuregen
    >
    > Gelernt, im öD - nennt sich EG5.
    > oeffentlicher-dienst.info

    ich dachte, es ging um die freie Wirtschaft. Öffentlicher Dienst ist ein ganz anderes Bier. Muss man selbst wissen, ob man dort anfängt

  53. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Geistesgegenwart 19.07.17 - 17:12

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Ding ist: Es lohnt sich nicht mehr.
    >
    > In einem anderen Posting hatte ich angemerkt, dass man auch als
    > Akademikerpaar ohne Kinder mit 6000 Nettoeinkommen im Monat und 3000¤
    > Tilgung in 10 Jahren nur 360000 (Ohne Zins) abzahlen kann. In einer Stadt
    > bekommt man für 360000 nichts mehr und stadtnah wird es schon sehr schwer.
    >
    > Es lohnt sich nicht.

    Weil eine Tilgungsfrist von 10 Jahren extrem unrealistisch ist. Klar willst du das innerhalb der Zinsbindung, aber das ist schmarrn. Einfach Sondertilgung vereinbaren und du wirst stets du Marktüblichen Koditionen verzinst, und nicht in "Zinsgeiselhalft" genommen. Wozu willst du überhaupt auf 10 Jahre abzahlen? Es reicht doch wenn du die Mietzahlungen, die du 30 Jahre lang berappen würdest, aufbringst?

  54. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Anonymer Nutzer 19.07.17 - 17:21

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ckerazor schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das Ding ist: Es lohnt sich nicht mehr.
    > >
    > > In einem anderen Posting hatte ich angemerkt, dass man auch als
    > > Akademikerpaar ohne Kinder mit 6000 Nettoeinkommen im Monat und 3000¤
    > > Tilgung in 10 Jahren nur 360000 (Ohne Zins) abzahlen kann. In einer
    > Stadt
    > > bekommt man für 360000 nichts mehr und stadtnah wird es schon sehr
    > schwer.
    > >
    > > Es lohnt sich nicht.
    >
    > Weil eine Tilgungsfrist von 10 Jahren extrem unrealistisch ist. Klar willst
    > du das innerhalb der Zinsbindung, aber das ist schmarrn. Einfach
    > Sondertilgung vereinbaren und du wirst stets du Marktüblichen Koditionen
    > verzinst, und nicht in "Zinsgeiselhalft" genommen. Wozu willst du überhaupt
    > auf 10 Jahre abzahlen? Es reicht doch wenn du die Mietzahlungen, die du 30
    > Jahre lang berappen würdest, aufbringst?

    Du das Ding ist: Vor 10 Jahren waren die Löhne fast gleich. Immobilien waren aber etwa 40% günstiger. Natürlich will man so was immer so schnell wie möglich abbezahlt haben. Wenn du dich auf 30 Jahre festlegen kannst, bitte. Ich kann und möchte das nicht. Bin halt ein paar Jahre zu spät dran. Man sucht sich nicht aus, wann man geboren wird.

  55. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Clown 19.07.17 - 17:31

    Nur sind 50% des Nettoeinkommens reine Tilgung illusorisch.

    Konfuzius sagt: Chinesisches Essen heißt in China einfach nur Essen.

  56. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Shoopi 20.07.17 - 08:23

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ckerazor schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > Weil eine Tilgungsfrist von 10 Jahren extrem unrealistisch ist. Klar willst
    > du das innerhalb der Zinsbindung, aber das ist schmarrn. Einfach
    > Sondertilgung vereinbaren und du wirst stets du Marktüblichen Koditionen
    > verzinst, und nicht in "Zinsgeiselhalft" genommen. Wozu willst du überhaupt
    > auf 10 Jahre abzahlen? Es reicht doch wenn du die Mietzahlungen, die du 30
    > Jahre lang berappen würdest, aufbringst?

    Bin mir ja nicht ganz sicher was du für Miete zahlst: Aber würde ich danach gehen würde ich wahrscheinlich 150 Jahre ab bezahlen. Ich sag es einfach so: Wenn deine Mietwohnung so viel kostet das du genauso gut ein "Eigenheim" bauen könntest läuft da wohl eher was falsch. Aber schließe mich hier einigen Leuten an, in unserer Zeit versuche ich die abgelegenste günstigste Mietwohnung zu finden die ich bekommen kann, spare ein wenig nebenher und Lebe lieber so als für einen haufen utopisch ausgepreister Steine 30 Jahre zu schuften.

  57. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: sicn 19.07.17 - 17:45

    Hier muss ich wirklich beipflichten. Ein bisschen Hintergrund: Ich bin selbst Leiter der Softwareentwicklung bei einem kleineren Unternehmen (bisschen über 30 Mitarbeiter) und es fällt in meinen Aufgabenbereich, neue Kollegen zu finden.

    Was ich da (und wirklich hauptsächlich von jungen Talenten) bekomme, macht mir oft schon Angst. Man erwartet ein Megagehalt, man will so viel wie möglich von zu Hause arbeiten, und am besten noch kurze Woche und extra viel Urlaub.

    Freizeit ist wichtig, und das verstehe auch ich (obwohl ich selbst sehr viel Zeit in meinen Beruf, ja... sogar "Berufung", investiere), aber ich frag mich ab und zu wie manche Kandidaten ihren eigenen Wert einschätzen. Man hat zwei Jahre gearbeitet, will 6000¤/Monat und dazu noch viel Urlaub und alle denkbaren Annehmlichkeiten.

    Wir bezahlen private Krankenversicherung, private Rentenversicherung, geben Rabatte auf Bahn & Co, geben die üblichen 30 Tage Urlaub, lassen Mitarbeiter ihre Zeit selbst einteilen (es sei denn, man muss einen Kunden treffen, oder es ist irgendein Meeting) und bezahlen darauf noch jährlich ein Besuch plus Spesen bei selbstgewählter Developer-Conference. Das aber reicht schon nicht mehr, weil wer für sein Geld arbeiten muss, ist einfach nicht "cool genug" unter den anderen U30ern.

    So einige, die halt nur in den Zeiten von "Fachkräftemangel" gearbeitet haben, sind halt da einfach völlig falsch eingetuned. Ich mach' es meinen Kollegen gerne so leicht wie möglich, aber die Erwartungen sind einfach mittlerweile zu hoch gestellt. Wir wollen unsere Mitarbeiter lang halten und nicht beim ersten Zeichen von Wirtschaftsflaute links und rechts Leute rausschemissen. Bei einem Gehalt, welches jeglichen Sicherheitspuffer ausschliesst, ist eine stabiles Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis einfach nur noch ein Wunschtraum.

    Das Problem hier ist ja auch, das ein überzogenes Gehalt den Willen zur Arbeit noch mehr mindert, man hat ja eh schon genug Geld...

    Aber gut, wir machen trotzdem keine Kompetenzabstriche und wachsen halt langsamer, was solls...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.07.17 17:46 durch sicn.

  58. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: bbk 19.07.17 - 17:54

    Das Problem ist doch einfach die Schere zwischen Anstieg der Mieten und Anstieg der Gehälter. Natürlich will ich für eine zwei Zimmer Bude nicht 60% meines Gehaltes zahlen. Dann müssen die Gehälter entsprechend hoch. Oder man pendelt jeden Tag 3 Stunden, was aber wieder meine Freizeit kostet. Deswegen wünscht man sich dann hier mehr Flexibilität der Unternehmen.

  59. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Geistesgegenwart 19.07.17 - 18:30

    sicn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hier muss ich wirklich beipflichten. Ein bisschen Hintergrund: Ich bin
    > selbst Leiter der Softwareentwicklung bei einem kleineren Unternehmen
    > (bisschen über 30 Mitarbeiter) und es fällt in meinen Aufgabenbereich, neue
    > Kollegen zu finden.
    >
    > Was ich da (und wirklich hauptsächlich von jungen Talenten) bekomme, macht
    > mir oft schon Angst. Man erwartet ein Megagehalt, man will so viel wie
    > möglich von zu Hause arbeiten, und am besten noch kurze Woche und extra
    > viel Urlaub.
    >
    > Freizeit ist wichtig, und das verstehe auch ich (obwohl ich selbst sehr
    > viel Zeit in meinen Beruf, ja... sogar "Berufung", investiere), aber ich
    > frag mich ab und zu wie manche Kandidaten ihren eigenen Wert einschätzen.
    > Man hat zwei Jahre gearbeitet, will 6000¤/Monat und dazu noch viel Urlaub
    > und alle denkbaren Annehmlichkeiten.
    >
    > Wir bezahlen private Krankenversicherung, private Rentenversicherung, geben
    > Rabatte auf Bahn & Co, geben die üblichen 30 Tage Urlaub, lassen
    > Mitarbeiter ihre Zeit selbst einteilen (es sei denn, man muss einen Kunden
    > treffen, oder es ist irgendein Meeting) und bezahlen darauf noch jährlich
    > ein Besuch plus Spesen bei selbstgewählter Developer-Conference. Das aber
    > reicht schon nicht mehr, weil wer für sein Geld arbeiten muss, ist einfach
    > nicht "cool genug" unter den anderen U30ern.
    >
    Die Frage ist ob diese junge Talente denn alle arbeitslos rumlungern wenn Ihnen den Wunsch niemand erfüllt? Sind das wirklich Talente mit Erfahrung oder Neueinsteiger? Man müsste doch nach zwei, drei Gesprächen feststellen dass es das nicht gibt.

    Oder können die Talente das fordern weil letztlich irgendjemand das erfüllt, nur eben ihr nicht?

  60. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: sicn 19.07.17 - 19:04

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Frage ist ob diese junge Talente denn alle arbeitslos rumlungern wenn
    > Ihnen den Wunsch niemand erfüllt? Sind das wirklich Talente mit Erfahrung
    > oder Neueinsteiger? Man müsste doch nach zwei, drei Gesprächen feststellen
    > dass es das nicht gibt.
    >
    > Oder können die Talente das fordern weil letztlich irgendjemand das
    > erfüllt, nur eben ihr nicht?

    Da bin ich mir sogar sicher. Irgendein anderer beisst immer zu im heutigen Markt. Ob nun wirtschaftlich fundiert, oder nicht. Ein gutes Gehalt mit allem drum und dran finde ich an sich nicht falsch (bitte nochmal meinen Post lesen), aber wenn die Erwartungen so hoch gesetzt sind, das der Arbeitgeber schon von vornherein nur noch ein Geldhahn ist, der überhaupt nichts mehr zu sagen hat (egal ob positiv oder negativ), mundet zumindest mir persönlich überhaupt nicht. Ich will schlicht und ergreifend ein gutes Verhältnis aus dem sowohl Arbeitnehmer und Arbeitgeber ein paar Jahre Gewinn schöpfen können (sowohl geistig als auch ökonomisch).



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.07.17 19:10 durch sicn.

  61. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Geistesgegenwart 19.07.17 - 19:49

    sicn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geistesgegenwart schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Frage ist ob diese junge Talente denn alle arbeitslos rumlungern
    > wenn
    > > Ihnen den Wunsch niemand erfüllt? Sind das wirklich Talente mit
    > Erfahrung
    > > oder Neueinsteiger? Man müsste doch nach zwei, drei Gesprächen
    > feststellen
    > > dass es das nicht gibt.
    > >
    > > Oder können die Talente das fordern weil letztlich irgendjemand das
    > > erfüllt, nur eben ihr nicht?
    >
    > Da bin ich mir sogar sicher. Irgendein anderer beisst immer zu im heutigen
    > Markt. Ob nun wirtschaftlich fundiert, oder nicht.

    Naja du sagst ihr wachst langsamer. Gerade dieses Wachstum kann von größerer Bedeutung sein als die 10k¤ die der Mitarbeiter zuviel haben will pro Jahr. Auch verstehe ich nicht wieso ihr die Leute nicht erstmal einstellt und dann knallhart in der Probezeit feuert wenn Sie nicht die Toplevel Leistung bringen, die Bezahlt wird. Und wenn es für euch wirtschaftlich bergab geht müsst ihr eben entlassen - und dann werden doch die entlassen mit dem schlechtesten Preis/Leistungsverhältnis?

  62. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: sicn 19.07.17 - 21:34

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sicn schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Geistesgegenwart schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Die Frage ist ob diese junge Talente denn alle arbeitslos rumlungern
    > > wenn
    > > > Ihnen den Wunsch niemand erfüllt? Sind das wirklich Talente mit
    > > Erfahrung
    > > > oder Neueinsteiger? Man müsste doch nach zwei, drei Gesprächen
    > > feststellen
    > > > dass es das nicht gibt.
    > > >
    > > > Oder können die Talente das fordern weil letztlich irgendjemand das
    > > > erfüllt, nur eben ihr nicht?
    > >
    > > Da bin ich mir sogar sicher. Irgendein anderer beisst immer zu im
    > heutigen
    > > Markt. Ob nun wirtschaftlich fundiert, oder nicht.
    >
    > Naja du sagst ihr wachst langsamer. Gerade dieses Wachstum kann von
    > größerer Bedeutung sein als die 10k¤ die der Mitarbeiter zuviel haben will
    > pro Jahr. Auch verstehe ich nicht wieso ihr die Leute nicht erstmal
    > einstellt und dann knallhart in der Probezeit feuert wenn Sie nicht die
    > Toplevel Leistung bringen, die Bezahlt wird. Und wenn es für euch
    > wirtschaftlich bergab geht müsst ihr eben entlassen - und dann werden doch
    > die entlassen mit dem schlechtesten Preis/Leistungsverhältnis?

    Richtig, aber ein Wunschscenario ist es trotzdem nicht.

  63. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: amagol 19.07.17 - 21:55

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch verstehe ich nicht wieso ihr die Leute nicht erstmal
    > einstellt und dann knallhart in der Probezeit feuert wenn Sie nicht die
    > Toplevel Leistung bringen, die Bezahlt wird.

    Gute Leute gehen schneller als schlechte entlassen werden. Leider auch in der Probezeit. Erstens will man als Chef sich ja nicht eingestehen eine Fehlentscheidung gemacht zu haben und ausserdem hat man statt einem AN der nur 50% bring gar nichts. Wenn also nicht Chef=Geschaeftsfuehrer, dann wird auch nicht (ausser in krassen Faellen) gekuendigt.

    > Und wenn es für euch
    > wirtschaftlich bergab geht müsst ihr eben entlassen - und dann werden doch
    > die entlassen mit dem schlechtesten Preis/Leistungsverhältnis?

    Lol. Ja genau - die in der Personalabteilung wissen genau wer wieviel Leistung bringt. Es geht eher danach welche Projekt eingestellt wird und dann ist jeder auf dem Projekt weg.

  64. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: PiranhA 20.07.17 - 08:36

    sicn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So einige, die halt nur in den Zeiten von "Fachkräftemangel" gearbeitet
    > haben, sind halt da einfach völlig falsch eingetuned. Ich mach' es meinen
    > Kollegen gerne so leicht wie möglich, aber die Erwartungen sind einfach
    > mittlerweile zu hoch gestellt. Wir wollen unsere Mitarbeiter lang halten
    > und nicht beim ersten Zeichen von Wirtschaftsflaute links und rechts Leute
    > rausschemissen. Bei einem Gehalt, welches jeglichen Sicherheitspuffer
    > ausschliesst, ist eine stabiles Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis einfach
    > nur noch ein Wunschtraum.

    Bei uns ist ein vergleichsweise großer Anteil des Gehalts variabel in Form einer Gewinnbeteiligung. Dadurch ist die Firma flexibel in wirtschaftlich schlechten Zeiten auch die Kosten zu senken und die Leute zu halten. Kam in den letzten 10 Jahren aber nur im Krisenjahr 2009 vor. Ansonsten war das eigentlich immer über 10k.
    Ansonsten bin ich aber auch der Meinung, dass andere Benefits das Gehalt kompensieren können. Ich würde vermutlich nirgends hin gehen, wo es nicht kostenlose Getränke und eine gescheite Kantine gibt. Die BAV muss man eigentlich auch im Gehalt berücksichtigen.

  65. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: Shoopi 20.07.17 - 08:50

    sicn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hier muss ich wirklich beipflichten. Ein bisschen Hintergrund: Ich bin
    > selbst Leiter der Softwareentwicklung bei einem kleineren Unternehmen
    > (bisschen über 30 Mitarbeiter) und es fällt in meinen Aufgabenbereich, neue
    > Kollegen zu finden.
    >
    > Was ich da (und wirklich hauptsächlich von jungen Talenten) bekomme, macht
    > mir oft schon Angst. Man erwartet ein Megagehalt, man will so viel wie
    > möglich von zu Hause arbeiten, und am besten noch kurze Woche und extra
    > viel Urlaub.
    >
    > Freizeit ist wichtig, und das verstehe auch ich (obwohl ich selbst sehr
    > viel Zeit in meinen Beruf, ja... sogar "Berufung", investiere), aber ich
    > frag mich ab und zu wie manche Kandidaten ihren eigenen Wert einschätzen.
    > Man hat zwei Jahre gearbeitet, will 6000¤/Monat und dazu noch viel Urlaub
    > und alle denkbaren Annehmlichkeiten.
    >
    > Wir bezahlen private Krankenversicherung, private Rentenversicherung, geben
    > Rabatte auf Bahn & Co, geben die üblichen 30 Tage Urlaub, lassen
    > Mitarbeiter ihre Zeit selbst einteilen (es sei denn, man muss einen Kunden
    > treffen, oder es ist irgendein Meeting) und bezahlen darauf noch jährlich
    > ein Besuch plus Spesen bei selbstgewählter Developer-Conference. Das aber
    > reicht schon nicht mehr, weil wer für sein Geld arbeiten muss, ist einfach
    > nicht "cool genug" unter den anderen U30ern.
    >
    > So einige, die halt nur in den Zeiten von "Fachkräftemangel" gearbeitet
    > haben, sind halt da einfach völlig falsch eingetuned. Ich mach' es meinen
    > Kollegen gerne so leicht wie möglich, aber die Erwartungen sind einfach
    > mittlerweile zu hoch gestellt. Wir wollen unsere Mitarbeiter lang halten
    > und nicht beim ersten Zeichen von Wirtschaftsflaute links und rechts Leute
    > rausschemissen. Bei einem Gehalt, welches jeglichen Sicherheitspuffer
    > ausschliesst, ist eine stabiles Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis einfach
    > nur noch ein Wunschtraum.
    >
    > Das Problem hier ist ja auch, das ein überzogenes Gehalt den Willen zur
    > Arbeit noch mehr mindert, man hat ja eh schon genug Geld...
    >
    > Aber gut, wir machen trotzdem keine Kompetenzabstriche und wachsen halt
    > langsamer, was solls...

    Das sicherlich manchmal überzogene Gehalt etc außen vor, sage ich dir weshalb ich denke das es euch und anderen Unternehmen so schwer fällt die richtigen zu finden: Wir sind im Jahr 2017. Generation 90er und weiter wächst komplett anders auf. Als einer geboren zwischen der DDR und Wiedervereinigung beobachte ich seit dem das Entertainment immer günstiger und vielfältiger wird. Es gibt mehr erfüllende Hobbys und Aktivitäten für wenig bis gar kein Geld als je zu vor. Wir können jederzeit Menschen finden mit denen wir diese auch ausüben können. Ich könnte jetzt mit einem Japaner schreiben wenn ich Lust hätte. Und mir steht eine gigantische Interaktive Bibliothek offen aka das Internet.

    Was ich damit sagen will: Freizeit ist heutzutage kostbar. Unfassbar kostbar. Ich arbeite als First Level Support und habe nun Administratoren links und rechts kommen und gehen sehen. Der Grund stets der selbe: Habe einen neuen Job der deutlich weniger Geld abwirft, aber ich habe wenig Stunden und meine Ruhe. Viel Freizeit. Schau nach Amerika, immer mehr Männer der jüngeren Generation sitzen lieber zuhause, drehen Filme, basteln an ihren Hobbys und spielen den ganzen Tag Videospiele - und sind damit restlos erfüllt. Ich bin überzeugt, das es bald vielen Firmen an den Kragen geht welche nicht bald mehr Homeoffice gewähren sowie weg vom 40-Stunden-Modell gehen.

    Freizeit wird immer mehr Leuten halt enorm wichtig. Besonders den jüngeren, welche sie bunter ausmalen konnten als je zuvor. Und dort etabliert sich bei vielen halt: Lieber weniger Geld als weniger Freizeit. "40 Stunden? Nicht mit mir".

  66. Re: zu viele Leute sind ziemlich...

    Autor: theonlyone 20.07.17 - 11:16

    Wer um die ~2000 Häuser kaufen konnte hat in einigen Regionen durchaus viel Gewinn dabei gemacht, weil die Preise heute einfach schon das doppelte sind von damals.

    Es ist nicht ungesund viel zu verlangen von seinem Arbeitgeber, den am Ende des Tages ist es immer eine Verhandlung. Wer nichts verlangt bekommt auch nur das Minimum, kommt selten genug vor das der Arbeitgeber einem eine Gehaltserhöhung von sich aus anbietet (also praktisch nie und wenn doch, dann hätte man wohl eigentlich viel mehr raus holen können und bekommt schon aus Mitleid mehr Geld).

    ----

    Häuser aus eigener Tasche zu finanzieren ist immer eine Finanzierung eines Lebens.

    Auf gut 30 Jahre ist das eine Investition die frisst so gut wie all das Geld auf das man verdient.

    Wer das große Glück hat das die Eltern vermögen haben, Häuser etc. hat praktisch einfach so 30 Jahre Gehalt "Kostenlos" geschenkt bekommen, das ist ein immenser Vorteil (und letztlich auch genau der Punkt der unweigerlich zur Chancenungleichheit führt, den die Entwicklung wird ja immer schlimmer und nicht besser).

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. pro-beam GmbH & Co. KGaA, Gilching
  2. Bundeskriminalamt, Wiesbaden
  3. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Wolfsburg, Zwickau, Dresden
  4. ZEABORN Ship Management GmbH & Cie. KG, Hamburg

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 11,99€
  2. 19,99
  3. 2,49€
  4. (-74%) 15,50€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Jobs: Spielebranche sucht Entwickler (m/w/d)
Jobs
Spielebranche sucht Entwickler (m/w/d)

Die Hälfte aller Gamer ist weiblich. An der Entwicklung von Spielen sind aber nach wie vor deutlich weniger Frauen beteiligt.
Von Daniel Ziegener

  1. Medizinsoftware Forscher finden "rassistische Vorurteile" in Algorithmus
  2. Mordhau Toxische Spieler und Filter für Frauenhasser

Minikonsolen im Video-Vergleichstest: Die sieben sinnlosen Zwerge
Minikonsolen im Video-Vergleichstest
Die sieben sinnlosen Zwerge

Golem retro_ Eigentlich sollten wir die kleinen Retrokonsolen mögen. Aber bei mittelmäßiger Emulation, schlechter Steuerung und Verarbeitung wollten wir beim Testen mitunter über die sieben Berge flüchten.
Ein Test von Martin Wolf


    Interview: Die Liebe für den Flight Simulator war immer da
    Interview
    "Die Liebe für den Flight Simulator war immer da"

    Die prozedural erstellte Erde, der Quellcode vom letzten MS-Flugsimulator und eine Gemeinsamkeit mit Star Citizen: Golem.de hat mit Jörg Neumann über Technik und das Fliegen gesprochen. Neumann leitet bei Microsoft die Entwicklung des Flight Simulator.
    Ein Interview von Peter Steinlechner

    1. Flug-Simulation Microsoft bereitet Alphatest des Flight Simulator vor
    2. Microsoft Neuer Flight Simulator soll Fokus auf Simulation legen

    1. Berlin: Der Telefónica-Standort, den der Taxifahrer nicht kennt
      Berlin
      Der Telefónica-Standort, den der Taxifahrer nicht kennt

      An einem geheimen Standort im Süden Berlins hat Telefónica Deutschland alles auf einen neuen technischen Stand gebracht: Energieversorgung, Klimatechnik, Sicherheits- und Brandschutz. Der zentrale Standort gehört zum Kernnetz des Konzerns.

    2. Horror: Capcom stellt neue Version von Resident Evil 3 vor
      Horror
      Capcom stellt neue Version von Resident Evil 3 vor

      Rund 20 Jahre nach der Erstveröffentlichung will Capcom ein Remake von Resident Evil 3 veröffentlichen und Jill Valentine erneut nach Raccoon City schicken. Zusätzlich zur Kampagne ist ein ungewöhnlicher Multiplayermodus geplant.

    3. Antivirus: McAfee hat Interesse an Kauf von Norton/Symantec
      Antivirus
      McAfee hat Interesse an Kauf von Norton/Symantec

      Intels McAfee interessiert sich für den Privatkundenbereich von Symantec, der nun Nortonlifelock heisst. Es könnte eine der aktuell größten Übernahmen der IT-Branche werden.


    1. 17:40

    2. 16:51

    3. 16:15

    4. 16:01

    5. 15:33

    6. 14:40

    7. 12:38

    8. 12:04