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Neue Jobs - aber nicht für den deutschen Arbeitsmarkt

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  1. Neue Jobs - aber nicht für den deutschen Arbeitsmarkt

    Autor: EDV-Heinzi 07.09.17 - 14:25

    Mehr Jobs wird es wohl geben, fragt sich nur, ob auch für den deutschen Arbeitsmarkt etwas übrig bleibt.
    Bei uns hat die Deutsche(!) Glasfaser den Ausbau gemacht und es wurde von einer niederländischen Firma der Tiefbau durchgeführt, welche ihrerseits polnische Arbeitskräfte eingesetzt hat. Dementsprechend waren auch die Arbeitsmethoden. Die nicht angeschlossenen Glasfaserkabel schauen bei uns immer noch aus der Straße heraus - zwischen den Pflastersteinen.
    Alles nach dem Moto "Hauptsache billig".

  2. Re: Neue Jobs - aber nicht für den deutschen Arbeitsmarkt

    Autor: Dwalinn 07.09.17 - 14:39

    Im Artikel seht ja bereits das man verstärkt auch Flüchtlingen eine Arbeitschance geben will....
    Zwischen den Zeilen klingt das für mich wie "endlich wieder günstige Leiharbeiter die sich nicht trauen was gegen schlechte Arbeitsbedingungen zu sagen".

  3. Re: Neue Jobs - aber nicht für den deutschen Arbeitsmarkt

    Autor: Kletty 07.09.17 - 14:44

    EDV-Heinzi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mehr Jobs wird es wohl geben, fragt sich nur, ob auch für den deutschen
    > Arbeitsmarkt etwas übrig bleibt.
    > Bei uns hat die Deutsche(!) Glasfaser den Ausbau gemacht und es wurde von
    > einer niederländischen Firma der Tiefbau durchgeführt, welche ihrerseits
    > polnische Arbeitskräfte eingesetzt hat. Dementsprechend waren auch die
    > Arbeitsmethoden. Die nicht angeschlossenen Glasfaserkabel schauen bei uns
    > immer noch aus der Straße heraus - zwischen den Pflastersteinen.
    > Alles nach dem Moto "Hauptsache billig".

    Gibt halt Vorgaben für europaweite Ausschreibungen.

  4. Re: Neue Jobs - aber nicht für den deutschen Arbeitsmarkt

    Autor: Sharra 07.09.17 - 14:46

    Die Telekom beklagt sich doch auch darüber, dass es immer schwieriger wird, Tiefbaukapazitäten zu finden. Die sind einfach nicht da. Natürlich wird dann aus dem Ausland zugekauft, was zu bekommen ist. Die Deutschen Firmen sind ausgelastet. Aber die sehen wenig Grund jetzt großartig Kapazitäten auszubauen. Es ist ja nicht damit getan, Leute einzustellen, die man dann wieder los würde, wenn der Hype vorbei ist. Maschinen sind teuer, und die verkauft man dann nicht mehr, weil sie keiner haben will.
    Der Ausbau ist ein Strohfeuer, und wenn es abgebrannt ist, bleibt man auf langfristigen Investitionen sitzen.

  5. Re: Neue Jobs - aber nicht für den deutschen Arbeitsmarkt

    Autor: Sharra 07.09.17 - 14:47

    Kletty schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > EDV-Heinzi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Mehr Jobs wird es wohl geben, fragt sich nur, ob auch für den deutschen
    > > Arbeitsmarkt etwas übrig bleibt.
    > > Bei uns hat die Deutsche(!) Glasfaser den Ausbau gemacht und es wurde
    > von
    > > einer niederländischen Firma der Tiefbau durchgeführt, welche ihrerseits
    > > polnische Arbeitskräfte eingesetzt hat. Dementsprechend waren auch die
    > > Arbeitsmethoden. Die nicht angeschlossenen Glasfaserkabel schauen bei
    > uns
    > > immer noch aus der Straße heraus - zwischen den Pflastersteinen.
    > > Alles nach dem Moto "Hauptsache billig".
    >
    > Gibt halt Vorgaben für europaweite Ausschreibungen.

    Die gelten nur für die öffentliche Hand. Privatunternehmen dürfen jederzeit beauftragen, wen sie möchten.

  6. Re: Neue Jobs - aber nicht für den deutschen Arbeitsmarkt

    Autor: M.P. 07.09.17 - 15:05

    Ich warte erstmal, wenn in Großbritannien der Brexit durch ist, wie die Arbeiten, die bisher dort von EU-Ausländern gemacht werden, von den Briten alleine gestemmt werden bevor ich mit in Dein Horn tute ...

    Es wird wohl nicht sooo viele deutsche Arbeitslose geben, die mehr als eine Woche bei einem Tiefbauunternehmen durchstehen würden ....

    Ich habe als Schüler in den Ferien als Handlanger auf dem Bau gejobbt. Das war die beste Motivation, für bessere Schulnoten zu sorgen ...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.09.17 15:06 durch M.P..

  7. Re: Neue Jobs - aber nicht für den deutschen Arbeitsmarkt

    Autor: Kleba 07.09.17 - 15:26

    EDV-Heinzi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei uns hat die Deutsche(!) Glasfaser den Ausbau gemacht und es wurde von
    > einer niederländischen Firma der Tiefbau durchgeführt, welche ihrerseits
    > polnische Arbeitskräfte eingesetzt hat.

    Auch wenn die Firma "Deutsche Glasfaser" heißt: es ist - letztendlich - ein niederländisches Unternehmen. Insofern ist zumindest nicht verwunderlich, dass eine niederländische Firma die Tiefbauarbeiten durchgeführt hat.

    > Gegründet wurde Deutsche Glasfaser im Jahr 2011 von der niederländischen privaten
    > Investmentgesellschaft Reggeborgh, die in den Niederlanden mit der
    > Unternehmenstochter Reggefiber schon einige Jahre zuvor im Bereich des FTTH-
    > Ausbaus tätig war

  8. Re: Neue Jobs - aber nicht für den deutschen Arbeitsmarkt

    Autor: Trockenobst 07.09.17 - 16:03

    EDV-Heinzi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mehr Jobs wird es wohl geben, fragt sich nur, ob auch für den deutschen
    > Arbeitsmarkt etwas übrig bleibt.

    Mein großer Supermarkt hat aktuell am Samstag einen ganzen rumänischen Clan beschäftigt. An jeder Kasse, Auffüller, fast alle Jobs. Der Supermarktleiter-Assistent sagt, diese Leute kommen überpünktlich, machen das was man ihnen sagt, nichts kommt weg.

    So was hatte er schon seit 10 Jahren nicht mehr.

    Ich würde es gerne begrüssen, wenn man hier mehr Datenerhebung betreibt, auf welche der 10.000 offenen Jobs wo man richtig malochen muss welche Person, welchem Alters mit welchen Pass sich darauf bewirbt und wie lange sie es ausgehalten hat. Bei meinem alten bayerischen Elektrikermeister (schon weit in der Rente) melden sich nur noch Freunde des Balkans, gelegentlich ein paar Migranten. Das war es.

    Der Elektriker der letztens da war, hat 45¤/h plus Fahrtkosten aufgerufen. Ist das jetzt schlecht?

    Hier werden mir zu viele Geschichten erzählt, dass es 1000ende von guten Bioeinwohnern gibt, die dringend 10h am Tag am Bau, im Wald und am Band malochen würden, aber leider, leider keine Angebote kriegen.

    Ich arbeite direkt mit einem großen Konzern, ich kenne jemanden aus dem Betriebsrat. Der könnte quer durch die gesamte Produktionskette bis zum Fliessband 100-1000 Auszubildende und Low-Skill Leute einstellen, nichts geht. Auch in der Zeitarbeit ist der Markt für gewisse Jobs leergefegt.

    Wenn dann drei planlose "Hier dem Roboter die Platte hinlegen" Migranten dann am Fliessband stehen, hat man gleich vorher zwei 2500¤ netto Jobs gekündigt. Da würde ich aber um Quellen für solche Stories bitten.

  9. Re: Neue Jobs - aber nicht für den deutschen Arbeitsmarkt

    Autor: DerDy 07.09.17 - 20:03

    EDV-Heinzi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei uns hat die Deutsche(!) Glasfaser den Ausbau gemacht und es wurde von
    > einer niederländischen Firma der Tiefbau durchgeführt, welche ihrerseits
    > polnische Arbeitskräfte eingesetzt hat. Dementsprechend waren auch die
    > Arbeitsmethoden. Die nicht angeschlossenen Glasfaserkabel schauen bei uns
    > immer noch aus der Straße heraus - zwischen den Pflastersteinen.
    > Alles nach dem Moto "Hauptsache billig".

    Nein, nicht billig! Sondern Short und dirty, so arbeitet die Deutsche Glasfaser:
    https://www.golem.de/news/short-and-dirty-deutsche-glasfaser-raeumt-fehler-beim-ausbau-ein-1707-128741.html
    > Der Deutsche-Glasfaser-Manager Uwe Nickl erklärte: "Wir nutzen den mindertiefen
    > Bau. Wir haben mit Sicherheit Fehler gemacht in der Vergangenheit.

    Dann sagt der DG-Chef noch:
    > Aber wir haben daraus gelernt und im Controlling sehr viel verbessert."
    So so, viel verbessert, was sagt er dann dazu?
    http://www.wz.de/lokales/rhein-kreis-neuss/neuss/deutsche-glasfaser-hinkt-bei-maengel-behebung-hinterher-1.2506504
    > Deutsche Glasfaser hinkt bei Mängel-Behebung hinterher

    Traurig, wenn man den Worten des CEO der Deutschen Glasfaser nicht mehr trauen darf.

  10. Re: Neue Jobs - aber nicht für den deutschen Arbeitsmarkt

    Autor: chefin 11.09.17 - 07:48

    Es gibt einfach keine deutschen Arbeiter mehr. Die welche Arbeiten wollen haben Arbeit. Alle anderen wollen nicht. Wir sind bei 100% angekommen. Und mehr Arbeiter müssen dann halt aus dem Ausland kommen.

    Wir stellen zb grundsätzlich nur Leiharbeiter ein. 2-3 sind normalerweise da bei 30+ Mann Belegschaft. Wer nach 6 Monaten noch geblieben ist und was taugt, wird übernommen. Wir warten garnicht die 18 Monate ab, die Maximum wären. Aber wir bekommen 10 Leiharbeiter, davon sind 9 Scheinarbeiter. Kommen, machen nur Blödsinn, legen es drauf an, wieder weggeschickt zu werden. Man merkt, das die nur auf Drohung des Arbeitsamtes kommen, sie wollen schnell wieder raus, damit sie weiterhin Stütze bekommen. Die welche bleiben, bleiben bis zur Rente. Wir haben 50% Belegschaft mit mehr als 15 Jahren Zugehörigkeit (Firma ist ja auch erst 30 Jahre alt).

    Und wenn wir in den umliegenden Firmen nachfragen machen die genau die selbe Erfahrung. Du findest einfach nichst. Und wir haben nahezu perfekte Arbeitsbedingung. Zwar ist es eintönig, aber das ist Produktion immer. Aber gut temperiert, blitzsauber, keine Chemie die belastet, freie Getränke, im Schnitt 8-10x im Jahr ein Mittagessen umsonst. 2-3x im Jahr AfterWorkEssen bezahlt vom Chef.

    Aber die wollen das nicht, die wollen zuhause sitzen und Stütze bekommen. Und beim Bau musst du Sonne, Regen, Warm, Kalt einfach aushalten, im Dreck wühlen, Lärm und Staub aushalten. Und nein, man kann dafür keine 30 Euro/std zahlen. IHR die ihr Glasfaser wollt, würdet es nicht finanzieren in dieser Höhe. Dabei ist Bau inzwischen fast so gut bezahlt wie Banker.

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