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Journalismus ade

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  1. Journalismus ade

    Autor: Observator 08.06.06 - 03:54

    Tja, das ist das Ende des investigativen Journalismus.
    Wo finden wir in Zukunft noch seriös recherchierte Nachrichten?

    Wenn jeder Honk seine unqualifizierte und verschrobene Sicht der Dinge als News kaschiert auf den Informationsmarkt bringen kann,
    wenn die eigene Meinung im Tarngewand gewohnter Nachrichten daher kommt, dann ist dies der Tod für jedliche neutrale Berichterstattung.
    Wer kann denn da noch ausschliessen dass ein Nachrichtenbeitrag in z.B. der Tagesschau nicht auf einer Meldung basiert die sich irgendein selbsternannter Journalist aus seinem kranken Hirn gepresst hat? In Zukunft kann man sich über den Wahrheitsgehalt und Sachverhalt einer Meldung nur noch dann sicher sein wenn man selbst die Quelle befragt! Bis dato bedeutete Journalismus Aufklärung, von nun aber steht Dieser mehr und mehr für Verwirrung!
    Hinzu kommt noch eine Inflation der Presseausweise.

    Aber wen es nicht stört dass immer mehr Fernsehsender eigene Programhinweise für nachrichtenwürdig halten (zwischen Weltpolitik und Unfallopfer plaziert), den dürfte in Sachen News sowieso nichts mehr stören.

    Und schliesslich können sich mehr als 11,8 Millionen Bild-Leser nicht irren! -oder?

  2. Re: Journalismus ade

    Autor: Sven1970 09.06.06 - 14:55

    Observator schrieb:
    > Wer kann denn da noch ausschliessen dass ein
    > Nachrichtenbeitrag in z.B. der Tagesschau nicht
    > auf einer Meldung basiert die sich irgendein
    > selbsternannter Journalist aus seinem kranken Hirn
    > gepresst hat?

    Wer kann denn da noch ausschließen, daß ein Nachrichtenbeitrag
    in z.B. der Tagesschau nicht auf einer Meldung basiert, die sich
    irgend ein vom Marketingetat lebender Journalist in vorrauseilendem Gehorsam für seine Werbekunden aus seinem sehr gut ausgebildeten Hirn gepresst hat?

    Es gibt Journalisten die locker leicht und cremig für ein paar Euro über Ihre eigene Glaubwürdigkeit und Integrität hinweg gehen als wäre das gar nichts. Ich verallgemeinere das sicher nicht auf den ganzen Berufstand, sonst müßte man gar von einer Glaubwürdikeitskrise der Medien sprechen. Aber manche Leser glauben eher jemandem, den sie persönlich kennen.

    > befragt! Bis dato bedeutete Journalismus
    > Aufklärung, von nun aber steht Dieser mehr und
    > mehr für Verwirrung!

    Finde ich nicht. Es sind überall nur Menschen am Werk. Den Amateuren kann man nur Stümperhaftigkeit und mangelnde technische Fertigkeiten vorwerfen. Wenn Profis lügen, dann geplant und sicher sehr effizient. Sie sind von Ihren Geldgebern abhängig.

    Gruß Sven

  3. Re: Journalismus ade

    Autor: Observator 09.06.06 - 16:00

    Sven1970 schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Es gibt Journalisten die locker leicht und
    > cremig für ein paar Euro über Ihre eigene
    > Glaubwürdigkeit und Integrität hinweg gehen als
    > wäre das gar nichts. Ich verallgemeinere das
    > sicher nicht auf den ganzen Berufstand

    Noch lässt sich aber bestimmen von wo der Gestank nach Koruption her kommt.
    Ich sag nur BILD, RTL und Konsorten!
    So betittelte das RTL-Nachtjournal im letzten Winter nachdem das zweite Gebäude unter den Schneelasten zusammenbrach seine wie immer zweifelhafte Berichterstattung kurz: "WINTERTERROR"
    Das bringt mächtig Quote! Der deutsche Winter eingereiht in die Anschläge von New York, Madrid und London.
    (Neuesten unbestätigten Berichten zu folge hat die US-Regierung bereits eine Prämie in Höhe von 25Mio. US-Dollar, für Informationen die zur Ergreifung des deutschen Winters führen, ausgeschrieben.)

    > Es sind überall nur Menschen am Werk.

    Oh ja, die perfekte Ausrede für alle Fehltritte!
    Und jeder Mensch hatt seine eigen Vorstellungen von dem was richtig oder falsch ist. Und aus diesem Grund gibt es bei den "Öffentlich Rechtlichen" NOCH funktionierende Kontrollkremien, die mit darauf achten dass Information nicht zur Meinungsverbreitung verkommt oder als Werbeplattform missbraucht wird.

    > Den Amateuren kann man nur Stümperhaftigkeit
    > und mangelnde technische Fertigkeiten vorwerfen.

    Und meist auch Engstirnigkeit sowie einen mangelnden IQ bis hin zur geistigen Verwirrtheit.

    > Wenn Profis lügen, dann geplant und sicher sehr
    > effizient. Sie sind von Ihren Geldgebern
    > abhängig.

    Wenn man in seiner Zeitschrift ein Produkt mit GUT bewertet und nur zwei Seiten weiter bringt man eine ganzseitige, 4-farbige Hochglanz-Werbung eben jenes für GUT befunden Produkts, dann ist das sicherlich effizient, aber auf keinen Fall clever und schon gar nicht intelligent.
    Der Erfolg stellt sich hier über die grenzenlose Dummheit und Naivität des Lesers ein.
    Auch hier wieder mal ganz vorne mit dabei,
    - Computer Bild und Auto Bild. -

    11,8 Mio. Bild-leser = 11,8 Mio. geistige Tiefflieger!
    Und wir galten mal als das Land der Dichter und Denker.

  4. Re: Journalismus ade

    Autor: Stephan Fröhder 10.06.06 - 11:05

    Observator schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Tja, das ist das Ende des investigativen
    > Journalismus.
    > Wo finden wir in Zukunft noch seriös recherchierte
    > Nachrichten?
    >
    > Wenn jeder Honk seine unqualifizierte und
    > verschrobene Sicht der Dinge als News kaschiert
    > auf den Informationsmarkt bringen kann,
    > wenn die eigene Meinung im Tarngewand gewohnter
    > Nachrichten daher kommt, dann ist dies der Tod für
    > jedliche neutrale Berichterstattung.
    > Wer kann denn da noch ausschliessen dass ein
    > Nachrichtenbeitrag in z.B. der Tagesschau nicht
    > auf einer Meldung basiert die sich irgendein
    > selbsternannter Journalist aus seinem kranken Hirn
    > gepresst hat? In Zukunft kann man sich über den
    > Wahrheitsgehalt und Sachverhalt einer Meldung nur
    > noch dann sicher sein wenn man selbst die Quelle
    > befragt! Bis dato bedeutete Journalismus
    > Aufklärung, von nun aber steht Dieser mehr und
    > mehr für Verwirrung!
    > Hinzu kommt noch eine Inflation der
    > Presseausweise.
    >
    > Aber wen es nicht stört dass immer mehr
    > Fernsehsender eigene Programhinweise für
    > nachrichtenwürdig halten (zwischen Weltpolitik und
    > Unfallopfer plaziert), den dürfte in Sachen News
    > sowieso nichts mehr stören.
    >
    > Und schliesslich können sich mehr als 11,8
    > Millionen Bild-Leser nicht irren! -oder?
    >


    Ob es wirklich so viele BILD-Leser gibt (Auflage)?
    "Bis dahin bedeutet Journalismus Aufklärung..." - das sollte so sein und entspricht der traditionellen Aufgabe.
    Die 'vierte Gewalt' ist tatsächlich unverzichtbar in einer demokratischen Gesellschaft. Wer nur einen kurzen Blick über den deutschen (WM)- Tellerrand wirft, bemerkt sogleich, dass überall dort, wo dauernd militärische Konflikte ausgetragen und ganze Länder diktatorisch beherrscht werden, die Umwelt nachhaltig geschädigt ist, das Parlament nichts zu sagen hat, k e i n e Pressefreiheit gegeben ist.
    Ob aber in Deutschland z.B. die Aufgabe kritischer Berichterstattung und Kommentierung politischer Entwicklungen zu 100% nur von denen geleistet werden kann, die Journalismus mit Diplom und Verlagslizenz betreiben, ist durch die neuen Blogjournalisten zumindest in Frage gestellt.(z.B.news-online )Wer mit der Arbeit der etablierten Medien unzufrieden ist, sollte sich über ein wenig Wettbewerb freuen.

  5. Re: Journalismus ade

    Autor: Karendric 10.06.06 - 16:59

    > Wenn man in seiner Zeitschrift ein Produkt mit GUT
    > bewertet und nur zwei Seiten weiter bringt man
    > eine ganzseitige, 4-farbige Hochglanz-Werbung eben
    > jenes für GUT befunden Produkts, dann ist das
    > sicherlich effizient, aber auf keinen Fall clever
    > und schon gar nicht intelligent.
    > Der Erfolg stellt sich hier über die grenzenlose
    > Dummheit und Naivität des Lesers ein.
    > Auch hier wieder mal ganz vorne mit dabei,
    > - Computer Bild und Auto Bild. -

    Nein, so simpel ist die Welt denn doch nicht. Nur weil eine Zeitschrift Anzeige und Test im selben Heft abdruckt, ist deswegen der Test noch nicht gekauft. Bei seriösen Verlagen sind Redaktion und Anzeigenabteilung übrigens getrennt.

    Und auch wenn's gut ins eigene Weltbild passt, sind Vorwürfe gegen Computer Bild hier fehl am Platze. Die käuflichsten Journalisten der Branche sitzen ganz wo anders.

    Gruß,
    Karendric

  6. Re: Journalismus ade

    Autor: Observator 10.06.06 - 19:01

    Stephan Fröhder schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Observator schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Tja, das ist das Ende des investigativen
    >
    > Journalismus.
    > Wo finden wir in Zukunft noch
    > seriös recherchierte
    > Nachrichten?
    >
    > Wenn jeder Honk seine unqualifizierte und
    >
    > verschrobene Sicht der Dinge als News
    > kaschiert
    > auf den Informationsmarkt bringen
    > kann,
    > wenn die eigene Meinung im Tarngewand
    > gewohnter
    > Nachrichten daher kommt, dann ist
    > dies der Tod für
    > jedliche neutrale
    > Berichterstattung.
    > Wer kann denn da noch
    > ausschliessen dass ein
    > Nachrichtenbeitrag in
    > z.B. der Tagesschau nicht
    > auf einer Meldung
    > basiert die sich irgendein
    > selbsternannter
    > Journalist aus seinem kranken Hirn
    > gepresst
    > hat? In Zukunft kann man sich über den
    >
    > Wahrheitsgehalt und Sachverhalt einer Meldung
    > nur
    > noch dann sicher sein wenn man selbst die
    > Quelle
    > befragt! Bis dato bedeutete
    > Journalismus
    > Aufklärung, von nun aber steht
    > Dieser mehr und
    > mehr für Verwirrung!
    >
    > Hinzu kommt noch eine Inflation der
    >
    > Presseausweise.
    >
    > Aber wen es nicht stört
    > dass immer mehr
    > Fernsehsender eigene
    > Programhinweise für
    > nachrichtenwürdig halten
    > (zwischen Weltpolitik und
    > Unfallopfer
    > plaziert), den dürfte in Sachen News
    > sowieso
    > nichts mehr stören.
    >
    > Und schliesslich
    > können sich mehr als 11,8
    > Millionen
    > Bild-Leser nicht irren! -oder?
    >
    > Ob es wirklich so viele BILD-Leser gibt
    > (Auflage)?

    Quelle ist Bild.de gewesen.
    Da wir aber wissen wir wahrheitsliebend die sind,
    hätte ich auch eine Zahl erwürfeln können.

    > "Bis dahin bedeutet Journalismus Aufklärung..." -
    > das sollte so sein und entspricht der
    > traditionellen Aufgabe.
    > Die 'vierte Gewalt' ist tatsächlich unverzichtbar
    > in einer demokratischen Gesellschaft. Wer nur
    > einen kurzen Blick über den deutschen (WM)-
    > Tellerrand wirft, bemerkt sogleich, dass überall
    > dort, wo dauernd militärische Konflikte
    > ausgetragen und ganze Länder diktatorisch
    > beherrscht werden, die Umwelt nachhaltig
    > geschädigt ist, das Parlament nichts zu sagen hat,
    > k e i n e Pressefreiheit gegeben ist.
    > Ob aber in Deutschland z.B. die Aufgabe kritischer
    > Berichterstattung und Kommentierung politischer
    > Entwicklungen zu 100% nur von denen geleistet
    > werden kann, die Journalismus mit Diplom und
    > Verlagslizenz betreiben, ist durch die neuen
    > Blogjournalisten zumindest in Frage
    > gestellt.(z.B.news-online )

    Es geht nicht darum ob Diplom-Deppen besser sind als andere Deppen.
    Es geht darum dass so langsam aber sicher die Seriösen im Meer der selbsternannten Journalisten untergehn. Und dann entscheide mal bei einer Meldung ob du Dieser trauen kannst oder nicht!
    Um mir eine eigene Meinung bilden zu können benötige ich neutrale Informationen.

    > Wer mit der Arbeit der
    > etablierten Medien unzufrieden ist, sollte sich
    > über ein wenig Wettbewerb freuen.

    Nicht wenn der Preis derart hoch ist.

  7. Re: Journalismus ade

    Autor: Observator 10.06.06 - 19:19

    Karendric schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > Wenn man in seiner Zeitschrift ein Produkt
    > mit GUT
    > bewertet und nur zwei Seiten weiter
    > bringt man
    > eine ganzseitige, 4-farbige
    > Hochglanz-Werbung eben
    > jenes für GUT befunden
    > Produkts, dann ist das
    > sicherlich effizient,
    > aber auf keinen Fall clever
    > und schon gar
    > nicht intelligent.
    > Der Erfolg stellt sich
    > hier über die grenzenlose
    > Dummheit und
    > Naivität des Lesers ein.
    > Auch hier wieder mal
    > ganz vorne mit dabei,
    > - Computer Bild und
    > Auto Bild. -
    >
    > Nein, so simpel ist die Welt denn doch nicht. Nur
    > weil eine Zeitschrift Anzeige und Test im selben
    > Heft abdruckt, ist deswegen der Test noch nicht
    > gekauft.

    In den meisten Fällen aber schon.

    > Bei seriösen Verlagen sind Redaktion und
    > Anzeigenabteilung übrigens getrennt.

    Das stimmt, aber was hat Seriösität mit der Springer-Presse zu tun?

    > Und auch wenn's gut ins eigene Weltbild passt,
    > sind Vorwürfe gegen Computer Bild hier fehl am
    > Platze. Die käuflichsten Journalisten der Branche
    > sitzen ganz wo anders.

    Folgendes ist allerdings bewiesen:
    - Bild manupuliert die Meinungen des breiten Volkes über Politiker
    - Bild wirft Menschen aus Fernsehshows
    - Bild erpresst

    Die Jungs sollten vielleicht mal hier rein schauen:
    http://www.presserat.de/pressekodex.html

  8. Re: Journalismus ade

    Autor: :-) 10.06.06 - 19:28

    Sicher hast du Recht, aber nach der Erkenntnis, dass "News" (nicht Nach-richten) eine Handesware sind, so wie für die Gebrüder Albrecht "Erbsen in Dosen", so darfst du dich nicht wundern, wenn nach dem Bauch der Leser geschrieben wird.

    Um Umsatz zu machen, mußt du den Geschmack der Leser treffen, dass heißt, du mußt ihnen ihre Vorurteile bestätigen. Glaubst du, die BILD-Redakteure glauben an das, was sie da schreiben? Die haben vorher den Merkt analysiert und könnten ebenso gut auch News frei erfinden. Es muß nur in die Erwartungshaltung des Käufers passen.

    Helmut Schmitt hatte mal gesagt: Ich "lese" auch ab und an mal die BILD. Aber "kaufen"?

    Das war natürlich hinterhältig... :-) Aber damals kannte er noch nicht die Gesetze über "geistiges Eigentum".

    Manchmal frage ich mich, ob die Ermittlung des "Käufergeschmacks" selbst nicht schon Diebstahl ist.

  9. Re: Journalismus ade

    Autor: Observator 10.06.06 - 19:57

    :-) schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Sicher hast du Recht, aber nach der Erkenntnis,
    > dass "News" (nicht Nach-richten) eine Handesware
    > sind, so wie für die Gebrüder Albrecht "Erbsen in
    > Dosen",

    Auch die Gebr. Albrecht haften für die Qualität ihrer Waren! (DLG)

    > so darfst du dich nicht wundern, wenn nach
    > dem Bauch der Leser geschrieben wird.
    >
    > Um Umsatz zu machen, mußt du den Geschmack der
    > Leser treffen, dass heißt, du mußt ihnen ihre
    > Vorurteile bestätigen.

    Eine tolle Entschuldigung für vorsätzliche Falschinformation!

    > Glaubst du, die
    > BILD-Redakteure glauben an das, was sie da
    > schreiben?

    Ich glaube ja nicht mal dass die wissen was sie da schreiben.

    > Die haben vorher den Merkt analysiert
    > und könnten ebenso gut auch News frei erfinden.

    Was heisst hier könnten??

    > Es muß nur in die Erwartungshaltung des Käufers
    > passen.
    >
    > Helmut Schmitt hatte mal gesagt: Ich "lese" auch
    > ab und an mal die BILD. Aber "kaufen"?
    >
    > Das war natürlich hinterhältig... :-) Aber damals
    > kannte er noch nicht die Gesetze über "geistiges
    > Eigentum".

    Also ist es Diebstahl wenn ich im Wartezimmer meines Arztes den Spiegel lese?? Den habe ich nämlich auch nicht gekauft!

    > Manchmal frage ich mich, ob die Ermittlung des
    > "Käufergeschmacks" selbst nicht schon Diebstahl
    > ist.

    Wenn es heimlich geschieht ohne dass der Probant etwas davon mitbekommen kann, ist es recht nahe am Diebstahl.




  10. Re: Journalismus ade

    Autor: :-) 10.06.06 - 20:22

    Observator schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > :-) schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Sicher hast du Recht, aber nach der
    > Erkenntnis,
    > dass "News" (nicht Nach-richten)
    > eine Handesware
    > sind, so wie für die Gebrüder
    > Albrecht "Erbsen in
    > Dosen",
    >
    > Auch die Gebr. Albrecht haften für die Qualität
    > ihrer Waren! (DLG)

    Verdammt, das stimmt :-)


    >
    > > so darfst du dich nicht wundern, wenn
    > nach
    > dem Bauch der Leser geschrieben wird.
    >
    > Um Umsatz zu machen, mußt du den
    > Geschmack der
    > Leser treffen, dass heißt, du
    > mußt ihnen ihre
    > Vorurteile bestätigen.
    >
    > Eine tolle Entschuldigung für vorsätzliche
    > Falschinformation!

    Ich bitte dich, ein Körnchen Wahrheit wird sich in jeder (erlogenen) "News" finden lassen :-)


    >
    > > Glaubst du, die
    > BILD-Redakteure glauben
    > an das, was sie da
    > schreiben?
    >
    > Ich glaube ja nicht mal dass die wissen was sie da
    > schreiben.


    Das sehe ich anders, die wissen haargenau, was sie schreiben :-)


    >
    > > Die haben vorher den Merkt analysiert
    >
    > und könnten ebenso gut auch News frei erfinden.
    >
    > Was heisst hier könnten??

    Warum erfinden? Das wäre viel zu anstrengend. Es passiert doch jeden Tag genug. Merkel will ein neues Gestzt. Schlagzeite: Bravo Merkel. Eine Woche später hätte die Schlgzeile "Pfui Merkel" heißen können. Ist doch völlig egal :-)


    >
    > > Es muß nur in die Erwartungshaltung des
    > Käufers
    > passen.
    >
    > Helmut Schmitt
    > hatte mal gesagt: Ich "lese" auch
    > ab und an
    > mal die BILD. Aber "kaufen"?
    >
    > Das war
    > natürlich hinterhältig... :-) Aber damals
    >
    > kannte er noch nicht die Gesetze über
    > "geistiges
    > Eigentum".
    >
    > Also ist es Diebstahl wenn ich im Wartezimmer
    > meines Arztes den Spiegel lese?? Den habe ich
    > nämlich auch nicht gekauft!

    Das schon, aber der Spiegel kommt ja erst eine Woche später in die Praxis, als Müll sozusagen. Würde der Arzt einen nagelneuen Spiegel auslegen, bekäme er Ärger. Bei Musik ist das anders, egal wie alt die ist, die kostet immer Gema. Aber ich sehe schon, ich hab mal wieder einen schlafenden Hund geweckt :-)


    >
    > > Manchmal frage ich mich, ob die Ermittlung
    > des
    > "Käufergeschmacks" selbst nicht schon
    > Diebstahl
    > ist.
    >
    > Wenn es heimlich geschieht ohne dass der Probant
    > etwas davon mitbekommen kann, ist es recht nahe am
    > Diebstahl.
    >

    Das hängt davon ab, ob du gesetzlich zur Abgabe gezwungen wurdest, dann gibt es einen Datenschutz. Aber all deine Waren kaufst du ja freiwillig ein und "deshalb" ist die Ermittlung und Weitergabe deines Kaufverhaltens nicht strafbar. Ich weiß, das ist spitzfindig. Aber wenn ich Musik nur "hören" darf, dann müßte sich die Musikindustrie auch nur mit den Geknister meines Gedscheins abfinden... strenggenommen. :-) Aber Recht ist nicht gleich Recht.


  11. Re: Journalismus ade

    Autor: Karendric 10.06.06 - 20:33

    >> Nur
    >> weil eine Zeitschrift Anzeige und Test im
    >> selben
    >> Heft abdruckt, ist deswegen der Test
    >> noch nicht
    >> gekauft.
    >
    > In den meisten Fällen aber schon.
    Nein. (Sagt jemand, der die Branche kennt.)

    >
    > > Bei seriösen Verlagen sind Redaktion und
    >
    > Anzeigenabteilung übrigens getrennt.
    >
    > Das stimmt, aber was hat Seriösität mit der
    > Springer-Presse zu tun?
    Mit BILD sicher wenig. Aber innerhalb des Verlages sind die Chefredakteure autonom - und haben durchaus unterschiedliche Vorstellungen von journalistischer Arbeit. Computer Bild bemüht sich um ehrliche Tests. Dass die Testkriterien für Profis oft merkwürdig aussehen, bestreite ich nicht - aber deswegen sind sie nicht gleich gekauft.

    > Folgendes ist allerdings bewiesen:
    > - Bild manupuliert die Meinungen des breiten
    > Volkes über Politiker
    > - Bild wirft Menschen aus Fernsehshows
    > - Bild erpresst
    Keine Gegenrede.

    >
    > Die Jungs sollten vielleicht mal hier rein
    > schauen:
    > www.presserat.de
    Ja.

    Gruß,
    Karendric

  12. Re: Journalismus ade

    Autor: :-) 10.06.06 - 20:53

    Kann man "Nachrichten" ins Amerikanische übersetzen?

  13. Re: Journalismus ade

    Autor: Observator 10.06.06 - 20:56

    :-) schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Kann man "Nachrichten" ins Amerikanische
    > übersetzen?

    Ja, Messages :-D

  14. Re: Journalismus ade

    Autor: Observator 10.06.06 - 21:40

    Karendric schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > >> Nur
    >> weil eine Zeitschrift
    > Anzeige und Test im
    >> selben
    >> Heft
    > abdruckt, ist deswegen der Test
    >> noch
    > nicht
    >> gekauft.
    >
    > In den meisten
    > Fällen aber schon.
    > Nein. (Sagt jemand, der die Branche kennt.)

    Wie auch immer, für mich bleibt da stets so ein "Geschmäckle" von Korruption. Da vertraue ich der "Stiftung Warentest" schon mehr.

    > > Bei seriösen Verlagen sind
    > Redaktion und
    >
    > Anzeigenabteilung übrigens
    > getrennt.
    >
    > Das stimmt, aber was hat
    > Seriösität mit der
    > Springer-Presse zu tun?
    > Mit BILD sicher wenig. Aber innerhalb des Verlages
    > sind die Chefredakteure autonom - und haben
    > durchaus unterschiedliche Vorstellungen von
    > journalistischer Arbeit. Computer Bild bemüht sich
    > um ehrliche Tests. Dass die Testkriterien für
    > Profis oft merkwürdig aussehen, bestreite ich
    > nicht - aber deswegen sind sie nicht gleich
    > gekauft.

    Stimmt, es könnte auch schlichte Inkompetenz sein.

    > > Folgendes ist allerdings bewiesen:
    > -
    > Bild manupuliert die Meinungen des breiten
    >
    > Volkes über Politiker
    > - Bild wirft Menschen
    > aus Fernsehshows
    > - Bild erpresst
    > Keine Gegenrede.
    >
    > >
    > Die Jungs sollten vielleicht mal hier
    > rein
    > schauen:
    > www.presserat.de
    > Ja.
    >
    > Gruß,
    > Karendric

    Gruß,
    Observator

  15. Re: Journalismus ade

    Autor: Karendric 10.06.06 - 23:03

    > Wie auch immer, für mich bleibt da stets so ein
    > "Geschmäckle" von Korruption. Da vertraue ich der
    > "Stiftung Warentest" schon mehr.
    Kann ich verstehen. Die Stiftung kriegt ja auch kräftig Steuergelder von uns allen. Da kann man dort natürlich gut auf alle anderen herunterschauen, die sich über Anzeigen und Heftverkäufe finanzieren müssen und so (verdient oder unverdient) in den Ruch der Abhängigkeit kommen.

    > Stimmt, es könnte auch schlichte Inkompetenz
    > sein.
    Das Testverfahren, das von allen Lesern akzeptiert wird, ist noch nicht erfunden. Gerade Firmen, die im Test schlecht abschneiden, schlagen gerne neue Testverfahren vor, bei denen sie besser wegkommen.

    Gruß,
    Karendric

  16. Re: Journalismus ade

    Autor: Observator 10.06.06 - 23:37

    Karendric schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > Wie auch immer, für mich bleibt da stets so
    > ein
    > "Geschmäckle" von Korruption. Da vertraue
    > ich der
    > "Stiftung Warentest" schon mehr.
    > Kann ich verstehen. Die Stiftung kriegt ja auch
    > kräftig Steuergelder von uns allen. Da kann man
    > dort natürlich gut auf alle anderen
    > herunterschauen, die sich über Anzeigen und
    > Heftverkäufe finanzieren müssen und so (verdient
    > oder unverdient) in den Ruch der Abhängigkeit
    > kommen.

    Ob, "Stiftung Warentest" auf Andere herunterschauen weiss ich nicht.
    Aber die Tatsache das sie von Steuergeldern leben macht sie halt wesentlich "kontrolierbarer".
    Ahnlich verhält es sich mit den "Öffentlich Rechtlichen"
    die ja GEZ-Gebühren empfangen. Dort versucht man aktuell die
    Werbungen von Kerner und Konsorten in den Griff zu bekommen.
    Das ist bei den Privaten erst gar kein Thema.

    > > Stimmt, es könnte auch schlichte
    > Inkompetenz
    > sein.
    > Das Testverfahren, das von allen Lesern akzeptiert
    > wird, ist noch nicht erfunden. Gerade Firmen, die
    > im Test schlecht abschneiden, schlagen gerne neue
    > Testverfahren vor, bei denen sie besser
    > wegkommen.

    Das kann ich mir gut vorstellen! :-D
    Aber Produkttests habe ich noch nie als ernsthaften Journalismus angesehen. Weshalb mich auch irgendwelche aufgedruckten Hinweise auf Testurteile nie zum Kauf eines Produktes bewogen haben.

    Gruß,
    Observator


  17. Re: Journalismus ade

    Autor: Observator 11.06.06 - 00:02

    :-) schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Observator schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > :-) schrieb:
    >
    > --------------------------------------------------
    >
    > -----
    > > Sicher hast du Recht, aber
    > nach der
    > Erkenntnis,
    > dass "News" (nicht
    > Nach-richten)
    > eine Handesware
    > sind, so
    > wie für die Gebrüder
    > Albrecht "Erbsen in
    >
    > Dosen",
    >
    > Auch die Gebr. Albrecht haften
    > für die Qualität
    > ihrer Waren! (DLG)
    >
    > Verdammt, das stimmt :-)
    >
    > >
    > > so darfst du dich nicht wundern,
    > wenn
    > nach
    > dem Bauch der Leser
    > geschrieben wird.
    >
    > Um Umsatz zu
    > machen, mußt du den
    > Geschmack der
    > Leser
    > treffen, dass heißt, du
    > mußt ihnen ihre
    >
    > Vorurteile bestätigen.
    >
    > Eine tolle
    > Entschuldigung für vorsätzliche
    >
    > Falschinformation!
    >
    > Ich bitte dich, ein Körnchen Wahrheit wird sich in
    > jeder (erlogenen) "News" finden lassen :-)

    Mag sein, aber bin ich jedesmal auch in der Lage dieses Körnchen herraus zu filtern?

    > > Glaubst du, die
    >
    > BILD-Redakteure glauben
    > an das, was sie
    > da
    > schreiben?
    >
    > Ich glaube ja nicht
    > mal dass die wissen was sie da
    > schreiben.
    >
    > Das sehe ich anders, die wissen haargenau, was sie
    > schreiben :-)

    Es war auch eher Sarkasmus :-)

    > > Die haben vorher den Merkt
    > analysiert
    >
    > und könnten ebenso gut auch
    > News frei erfinden.
    >
    > Was heisst hier
    > könnten??
    >
    > Warum erfinden? Das wäre viel zu anstrengend. Es
    > passiert doch jeden Tag genug. Merkel will ein
    > neues Gestzt. Schlagzeite: Bravo Merkel. Eine
    > Woche später hätte die Schlgzeile "Pfui Merkel"
    > heißen können. Ist doch völlig egal :-)

    Auch im allseits gefürchteten Sommerloch?
    Gut, dieses Jahr haben wir die WM. Oops...ich meinte natürlich die FIFA-WM 2006. Und die NoGo-Areas nicht zu vergessen.
    Was für ein Glück für die Journalie!!

    > > Es muß nur in die
    > Erwartungshaltung des
    > Käufers
    > passen.
    >
    > Helmut Schmitt
    > hatte mal gesagt:
    > Ich "lese" auch
    > ab und an
    > mal die BILD.
    > Aber "kaufen"?
    >
    > Das war
    > natürlich
    > hinterhältig... :-) Aber damals
    >
    > kannte
    > er noch nicht die Gesetze über
    >
    > "geistiges
    > Eigentum".
    >
    > Also ist es
    > Diebstahl wenn ich im Wartezimmer
    > meines
    > Arztes den Spiegel lese?? Den habe ich
    >
    > nämlich auch nicht gekauft!
    >
    > Das schon, aber der Spiegel kommt ja erst eine
    > Woche später in die Praxis, als Müll sozusagen.
    > Würde der Arzt einen nagelneuen Spiegel auslegen,
    > bekäme er Ärger. Bei Musik ist das anders, egal
    > wie alt die ist, die kostet immer Gema. Aber ich
    > sehe schon, ich hab mal wieder einen schlafenden
    > Hund geweckt :-)

    Nö, das ist kein Thema an dem ich mich reibe. :-D

    > > Manchmal frage ich mich, ob die
    > Ermittlung
    > des
    > "Käufergeschmacks" selbst
    > nicht schon
    > Diebstahl
    > ist.
    >
    > Wenn es heimlich geschieht ohne dass der
    > Probant
    > etwas davon mitbekommen kann, ist es
    > recht nahe am
    > Diebstahl.
    >
    > Das hängt davon ab, ob du gesetzlich zur Abgabe
    > gezwungen wurdest, dann gibt es einen Datenschutz.
    > Aber all deine Waren kaufst du ja freiwillig ein
    > und "deshalb" ist die Ermittlung und Weitergabe
    > deines Kaufverhaltens nicht strafbar.

    Deshalb zahl ich nie mit Kreditkarte.
    Ich will kein gläserner Kunde sein. (heul)

    > Ich weiß,
    > das ist spitzfindig. Aber wenn ich Musik nur
    > "hören" darf, dann müßte sich die Musikindustrie
    > auch nur mit den Geknister meines Gedscheins
    > abfinden... strenggenommen. :-) Aber Recht ist
    > nicht gleich Recht.

    Ich glaube das wird es auch nie sein.


  18. Re: Journalismus ade

    Autor: Karendric 11.06.06 - 19:07

    > Das schon, aber der Spiegel kommt ja erst eine
    > Woche später in die Praxis, als Müll sozusagen.
    > Würde der Arzt einen nagelneuen Spiegel auslegen,
    > bekäme er Ärger. Bei Musik ist das anders, egal
    > wie alt die ist, die kostet immer Gema. Aber ich
    > sehe schon, ich hab mal wieder einen schlafenden
    > Hund geweckt :-)
    Unsinn. Jeder Lesezirkel-Kunde bestimmt selbst, wie alt die Zeitschriften sind, die bei ihm ausliegen. Natürlich kann der Arzt für entsprechend mehr Geld auch aktuelle Zeitschriften bestellen.

    Viele Verlage profitieren von den Lesezirkeln und den kostenlosen Bord- und Hotelexemplaren, die sie als Werbemaßnahe abgeben. Denn so werden sie bekannter, steigern ihre Reichweite und gewinnen im Idealfall neue Leser. Gegenüber den Anzeigenkunden ist die Reichweite (wieviele Leser lesen ein einzelnes Exemplar dieser Zeitschrift) ein wichtiges Werbeargument.

    Auch der Journalist profitiert vom Lesezirkel, da er dafür Extratantiemen von der VG Wort bekommt.

    Gruß,
    Karendric

  19. Re: Journalismus ade

    Autor: stiftung warentest 17.08.06 - 05:07

    Observator schrieb:-------------------------------------------------------> Karendric schrieb:> --------------------------------------------------> ----->

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