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nicht zu fassen ...

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  1. nicht zu fassen ...

    Autor: atarixle 26.09.17 - 11:22

    ... dass iOS/Android und co. mittels Touch Screen alles einfacher machen sollen, aber alles in Wirklichkeit komplizierter wird - so kompliziert, dass man für Senioren diese total dämlichen Babyphones entwickelt.

    Irgendwie haben die Ingenieure allesamt nicht kapiert, was ein Telefon ausmacht: eine Wählscheibe (oder eben die 12 Tasten), ein Mikrofon und ein Lautsprecher.

    Die Entwickler verwechseln "eingeschränkt" mit "einfach" und kapieren nicht, dass das alles nur ganz großer Mist ist!

    Ein Senioren-Telefon kann sehr wohl ein Smartphone sein, wenn, ja wenn man nur die ganze fürchterliche Crapware weg ließe! Eine wirklich einfache Benutzeroberfläche, wie sie bei Nokia Standard war, die Schrift etwas größer und vor allem eine gewohnte Bedienung, bei der die komplizierteren Möglichkeiten (da geht es schon beim Nummernspeicher mit Klarnamen los) etwas versteckt. Aber nicht so versteckt, dass selbst der Enkelsohn diese Einstellungen nicht finden kann!

    Und Erklärungen! Die Dinger haben so viel Speicher und so viel Platz auf dem Bildschirm, so dass man eine klare Erklärung für sämtliche Benutzerelemente anzeigen lassen kann. Die ganzen Abkürzungen der ersten Mobiltelefone sind heutzutage doch nicht mehr nötig.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.09.17 11:24 durch atarixle.

  2. Re: nicht zu fassen ...

    Autor: MickeyKay 26.09.17 - 13:27

    atarixle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... dass iOS/Android und co. mittels Touch Screen alles einfacher machen
    > sollen, aber alles in Wirklichkeit komplizierter wird - so kompliziert,
    > dass man für Senioren diese total dämlichen Babyphones entwickelt.
    Naja, solche Telefone mit großen Tasten sind nicht neu. Die gab es schon vor 20 Jahren!
    Und ich finde, Touchscreen-Bedienung ist sehr wohl DEUTLICH einfacher als diese fummelige Kleinsttastenbedienung, die es in den 90ern von Philips, Nokia & Co. gab.
    Wie ließe es sich sonst erklären, dass diese Smartphones heute so weit verbreitet sind? Erinnert sich überhaupt noch jemand an den T9-Krampf? Schreckliche Zeit! Bin froh, dass das vorbei ist.
    Ein Android-Smartphone ist so derartig intuitiv zu bedienen, dass es eine wahre Freude ist.
    Aber es ist kein alleiniges Problem älterer Menschen, wenn sie damit nicht umgehen können. Es ist ja mehr ein Problem des Wollens. Allein ältere Menschen, die jetzt 70 sind, haben die letzten 40 Jahre der IT-Entwicklung schlicht verpennt. Die waren damals 30 als es losging. Das muss man sich mal vorstellen! In was für einem sozialen Loch haben die die letzten Jahrzehnte verbracht?
    Aber auch heute ist das nicht anders. Ich kenne verschiedene 30- bis 50-jährige, die sich mit der aktuellen Technik nicht auskennen, keine Medienerfahrung haben und sich damit auch gar nicht beschäftigen wollen. Sehr anstrengend, diese Menschen!
    Normales Kontakthalten (sich kurz über WhatsApp verabreden, ein Video bei Facebook teilen, usw.) ist mit diesen Leuten nicht mehr möglich. Sie kapseln sich völlig von der Außenwelt ab (und nicht anders herum wie man es sich gerne vorstellt).
    Ich sage ja nicht, dass sie völlig in der neuen Technologie aufgehen sollen, aber wenigstens wissen, wovon man redet kann man ja wohl erwarten. So aber schauen die einen mit großen Augen an und verstehen überhaupt kein Wort mehr von dem, was ich sage. Meiner Schwiegermutter (gerade mal Ende 40!) habe ich letztens versucht zu erklären, was meine Playstation 4 ist, was die so kann und wie ich darüber auch Netflix & Co. schauen kann. Die hat mich angesehen, als wenn ich von einem anderen Planeten käme. Ihre TV-Senderbelegung durfte ich letztens nach einem Stromausfall nur sehr vorsichtig wieder einrichten, weil sie Angst (!) hatte, dass dabei der Fernseher kaputt geht, wenn man eine falsche Taste drückt.
    Da gibt es im Verhalten tatsächlich kaum Unterschiede zu meiner Großmutter (88) und einem guten Kumpel (34)!

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