1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Lebenslauf geschönt: AfD…

Die Kirche im Dorf lassen

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Die Kirche im Dorf lassen

    Autor: DubstepCat 29.09.17 - 06:37

    Nun wollen wir mal nicht übertreiben. Im Bundestag finden sich ähnliche Karrieren: http://m.spiegel.de/lebenundlernen/uni/a-901966.html

    Außerdem scheint der Typ als IT Berater mehr Wissen/Erfahrung angesammelt haben als ein 08/15 Informatik Student.

  2. Re: Die Kirche im Dorf lassen

    Autor: storm009 29.09.17 - 07:10

    Das habe ich mir auch gedacht. Seit wann macht ein Studium allein jemanden zum Experten... Naja, viele hier denken es wohl tatsächlich.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.09.17 07:11 durch storm009.

  3. Re: Die Kirche im Dorf lassen

    Autor: Technik Schaf 29.09.17 - 07:30

    Ihhhh sieht da jemand seine geliebte afd kritisiert?

    Wenn ein Politiker nicht vorhandene Kompetenzen vortäuscht gehört das angeprangert. Immer!

    klar macht man keine Staats Affäre aus sowas aber verschweigen ist auch nicht ok

    und ohne Vorbildung zum it consultant? Ja da erwarte ich viel gesammelte Kompetenz

  4. Re: Die Kirche im Dorf lassen

    Autor: Youkai 29.09.17 - 07:31

    Wo ich aktuell noch arbeite ist nur einer mit einem abgeschlossenen Informatik Studium und oh wunder, genau dieser eine Mensch hat am wenigsten ahnung von allen XD

    zugegeben, das Studium ist wohl schon über 30 Jahre her und er hat sich halt 0 weiter gebildet.

    Dann doch lieber einen nicht studierten der gerade fertig ausgebilded wurde, der hat sicher mehr drauf ;) oder halt in dem Fall jemanden der im Consulting gearbeitet hat und sich zwangsläufig weiterbilden musste sofern er nicht total untergehen wollte in dem breich.

  5. Re: Die Kirche im Dorf lassen

    Autor: DubstepCat 29.09.17 - 09:13

    @Technik Schaf
    Eigentlich nicht, die Nazi Truppe ist wirklich nicht meine Partei.

    Meiner Erfahrung nach relativiert sich die Bedeutung von einem Studium innerhalb weniger Jahre Berufserfahrung. Eigentlich geht es darum unter Beweis zu stellen, die intellektuellen Fähigkeiten zu besitzen, im Berufsalltag in einer entsprechenden Stelle zu bestehen. Das vermittelte Wissen ist eher zweitrangig oder sogar unnütz.
    Ist man einmal in einer gleichrangigen Position, sind die Karriere Aussichten nahezu identisch zwischen Akademiker und Nicht-Akademiker. Ich meine sogar dass es dazu Studien anhand vom Gehalt gibt. :)

  6. Re: Die Kirche im Dorf lassen

    Autor: velo 29.09.17 - 09:59

    Ich stimme da zu!

    Leider sehen das insbesondere große Firmen z.B. BMW das nicht so. IMHO ist das dumm.

    Zu oft schon musste ich den Kopf schütteln, was "studierte Informatiker" so wissen/ nicht wissen.

    Zu dem Fall: Er hätte da ganz offen sein sollen und eben genau so argumentieren. Aber vermutlich währe dann andersherum gesagt worden: "Der hat ja nicht mal ein IT Studium!".

    Ich habe übrigens gehört, dass die Bundeswehr sich der Thematik bewusst wurde und anfängt Leuten durch Tests die Chance zu geben, zu beweisen, was sie wirklich können - das finde ich mal lobenswert!

    Das Hauptproblem ist dabei, dass studierte ITler, die in entsprechenden Positionen sitzen, so stolz auf ihre "Basis" sind, dass sie das eben von allen fordern.

  7. Re: Die Kirche im Dorf lassen

    Autor: Kondratieff 29.09.17 - 10:10

    velo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich stimme da zu!
    >
    > Leider sehen das insbesondere große Firmen z.B. BMW das nicht so. IMHO ist
    > das dumm.
    >
    > Zu oft schon musste ich den Kopf schütteln, was "studierte Informatiker" so
    > wissen/ nicht wissen.
    >
    > Zu dem Fall: Er hätte da ganz offen sein sollen und eben genau so
    > argumentieren. Aber vermutlich währe dann andersherum gesagt worden: "Der
    > hat ja nicht mal ein IT Studium!".
    >
    > Ich habe übrigens gehört, dass die Bundeswehr sich der Thematik bewusst
    > wurde und anfängt Leuten durch Tests die Chance zu geben, zu beweisen, was
    > sie wirklich können - das finde ich mal lobenswert!
    >
    > Das Hauptproblem ist dabei, dass studierte ITler, die in entsprechenden
    > Positionen sitzen, so stolz auf ihre "Basis" sind, dass sie das eben von
    > allen fordern.

    Ich empfehle zu eurer Diskussion die Lektüre von Schulz-Schäffer zum Unterschied von Experten- und Laienwissen [1]

    Grob und verkürzt zusammengefasst:
    Experten- und Laienwissen sind nicht unbedingt normativ aufzufassen, sondern sind einfach unterschiedliche Wissensarten. Beispiel: Je nach Studium und Eigeninteresse hat der studierte Informatiker möglicherweise überhaupt keine Ahnung, wie er ein vernünftiges Netzwerk (im Sinne eines technischen Netzwerks zwischen Rechnern) in einem Unternehmen aufbaut, während ein Fachinformatiker Systemintegration das mit Leichtigkeit hinbekommt und nur über den studierten lachen kann. Geht es allerdings darum, einen Compiler zu entwickeln, hat der studierte (wieder: je nachdem...) wieder seine Vorzüge, während der Fachinformatiker nicht das notwendige Wissen mitbringt.

    Genauso ist der Fahrzeugentwickler auf seinem Gebiet ein Experte (und der Mechatroniker ein Laie), aber möglicherweise ein Laie, wenn es darum geht, ein Fahrzeug zu warten und instand zu setzen, was der Mechatroniker wiederum als sein Spezialgebiet hat.

    [1] Schulz-Schäffer, I. (2000). Sozialtheorie der Technik. Frankfurt/Main: Campus Verlag GmbH.

  8. Re: Die Kirche im Dorf lassen

    Autor: sodom1234 29.09.17 - 11:01

    Nunja .. so ein Statement soll schon suggerieren, dass man zumindest hin gegangen ist.

    und .. was ist denn ein IT-Berater ? Welche Fachrichtung, welche Projekte ?

    Viele unstudierte IT-Berater sind Blender die noch unerfahreneren Führungskräften totalen Bullshit als Nektar verkaufen. Was diese Leute meist deutlich besser können als einfach MINT-Absolventen ist.. Quatschen und Lügen... und da kann man ja sagen, das ist ja auch die wichtigste Eigenschaft eines Politikers.

  9. Re: Die Kirche im Dorf lassen

    Autor: velo 29.09.17 - 11:05

    Das bestärkt ja noch mehr, wie wertvoll Praxis ist.

    Wenn ich als Chef jemanden Geld zahlen würde, für Wissen, wie man theoretisch irgendwas machen könnte, was ich gar nicht brauche, wäre ich schön blöd.

  10. Re: Die Kirche im Dorf lassen

    Autor: dEEkAy 29.09.17 - 11:27

    DubstepCat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nun wollen wir mal nicht übertreiben. Im Bundestag finden sich ähnliche
    > Karrieren: m.spiegel.de
    >
    > Außerdem scheint der Typ als IT Berater mehr Wissen/Erfahrung angesammelt
    > haben als ein 08/15 Informatik Student.


    Kann sein, dass er sich viel Wissen angeeignet hat und sich auch auskennt. Nur wenn er nie Studiert hat, soll er halt nicht in den Lebenslauf schreiben "Studium ...".
    Nur weil ich mal im Reichstag war, heißt es nicht, dass ich auch Politiker bin.

  11. Re: Die Kirche im Dorf lassen

    Autor: Kondratieff 29.09.17 - 13:42

    velo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das bestärkt ja noch mehr, wie wertvoll Praxis ist.
    >
    Und es bestärkt noch mehr, wie wertvoll theoretisches Wissen (bzw. praktisches Wissen in anderen Feldern) ist.

    Die Aussage ist ja geradezu: Egal, wo das explizite Wissen herkommt: Es kann formalisiert und weitergereicht werden. Implizites Wissen ist natürlich ein anderes Thema.

    Aber mir kommt es in bestimmten gesellschaftlichen Milieus so vor, als wäre ein "Absolventenbashing" Volkssport, wie auch ein "Nicht-Absolventen-Bashing" auf der anderen Seite betrieben wird.

    Natürlich brauchen wir alle Wissensarten und natürlich gibt es auch studierte Menschen, die in sehr praxisnahen Fällen deplatziert oder unnütz wirken. Genauso gibt es Akademiker, die auch Praxis können (ich würde mich z.B. dazuzählen).

    Fakt ist aber: Es gibt viel mehr Menschen, die eine duale Ausbildung schaffen, als Menschen, die das abstrakte Denken und Formalisieren gelernt haben und deswegen die Grundvoraussetzung für das Bestehen eines (guten) Universitätsstudiums mitbringen.
    Aus diesem Ungleichgewicht und mit Verweis auf ökonomische Prinzipien leitet sich dann möglicherweise das "elitäre" Bild von Akademikern ab: Herrscht ein relativer Mangel einer Sache, ist der Wert dieser Sache höher als bei Opulenz.
    Das sagt an sich aber nichts über den Wert des Absolventen für eine gewisse Tätigkeit aus.

  12. Re: Die Kirche im Dorf lassen

    Autor: DubstepCat 30.09.17 - 08:39

    sodom1234 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nunja .. so ein Statement soll schon suggerieren, dass man zumindest hin
    > gegangen ist.

    Stimmt, ist aber keine Schlagzeile aus der Titelseite wert.

    > und .. was ist denn ein IT-Berater ? Welche Fachrichtung, welche Projekte
    > ?

    Das wird uns niemand hier beantworten können.

    > Viele unstudierte IT-Berater sind Blender die noch unerfahreneren
    > Führungskräften totalen Bullshit als Nektar verkaufen. Was diese Leute
    > meist deutlich besser können als einfach MINT-Absolventen ist.. Quatschen
    > und Lügen... und da kann man ja sagen, das ist ja auch die wichtigste
    > Eigenschaft eines Politikers.

    Ließt sich wie eine Argumentation der AfD. Ich denke nicht, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen Moral und Abschluss gibt. :)

  13. Re: Die Kirche im Dorf lassen

    Autor: crazypsycho 01.10.17 - 16:25

    dEEkAy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DubstepCat schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nun wollen wir mal nicht übertreiben. Im Bundestag finden sich ähnliche
    > > Karrieren: m.spiegel.de
    > >
    > > Außerdem scheint der Typ als IT Berater mehr Wissen/Erfahrung
    > angesammelt
    > > haben als ein 08/15 Informatik Student.
    >
    > Kann sein, dass er sich viel Wissen angeeignet hat und sich auch auskennt.
    > Nur wenn er nie Studiert hat, soll er halt nicht in den Lebenslauf
    > schreiben "Studium ...".
    > Nur weil ich mal im Reichstag war, heißt es nicht, dass ich auch Politiker
    > bin.

    Er war eingeschrieben als Student. Folglich gehört dies auch so in den Lebenslauf.
    Da er keine bestandenen Scheine angibt, sollte jedem klar sein, dass er nichts im Studium erreicht hat.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. ORLEN Deutschland GmbH, Elmshorn
  2. IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg
  3. Müller-BBM Active Sound Technology GmbH, Planegg Raum München
  4. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Freital bei Dresden

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 13,99€
  2. 29,49€
  3. 14,49€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de