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Ach so einfach kommt man zu einem Studium?

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  1. Re: Ach so einfach kommt man zu einem Studium?

    Autor: LRU 29.09.17 - 23:03

    +1 sehe ich auch so.

    In den Lebenslauf schreibt man die Tätigkeit für die jeweilige Zeit rein und ob man diese abgeschlossen hat, gibt man dann halt mit der Angabe des Abschlusses an.
    Den endgültigen Nachweis liefert doch dann das beigelegte Zeugnis.

    Ich hoffe mal nicht, dass hier HR-Leute schreiben oder diese jemals in so eine Position kommen werden. Denn scheinbar setzen hier doch recht viele die Angabe eines 1-jährigen Studiums, ohne irgendwelche Nachweise zum Abschluss, sofort mit einem erfolgreichem Abschluss gleich.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 29.09.17 23:05 durch LRU.

  2. Re: Ach so einfach kommt man zu einem Studium?

    Autor: reichhart 29.09.17 - 23:13

    Wo steht denn was von Admins?
    Für "IT zuständig" hält sich doch heute selbst jeder bayerische CSU-Stammtischpolitiker. Und den "kennt man" durch seine in der Presse breit getretenen stumpfen Parolen.
    ;-)

    Wenn man bedenkt, dass neudeutsch "IT" umgangssprachlich mit Informatik gleichgesetzt wird, die Informatik selbst bis ca. Mitte der 70er als Teilgebiet der Mathematik betrachtet wurde, man "Mathematik" mit "Zahlen" assoziiert und man dann noch nach "seehofer große zahl" sucht und das berühmte Video aus den ersten Suchergebnissen anklickt: Ja, die "kennt man" zu Genüge. Die möchte man nicht noch *persönlich* kennen.
    ;-)

  3. Re: Ach so einfach kommt man zu einem Studium?

    Autor: reichhart 29.09.17 - 23:25

    Da kannst Du nichts machen. Nachdem die 68er ihren Marsch durch die Instanzen schon vor Jahrzehnten beendet hatte, haben inzwischen auch die Pisa-Verlierer ihren Marsch durch die Instanzen beendet und sind auch bestimmt auf Stellen für HR gelandet.

    Und da glauben sicherlich einige, dass man in einem Jahr ein Studium beenden kann. Vermutlich hat der Bewerber seine jahrzehntelange Berufspraxis als Bierkästen-Stapeler im Lager eines Getränkegroßhändlers anerkannt bekommen und hat das Studium vermutlich durch zusätzliche Online-Studien beschleunigt. Schließlich hat eine Woche 7x24 Stunden. Da kann man mehr als die üblichen 40 Stunden herauspressen. Das geht auch bestimmt nach der Anstellung so... das Herauspressen...

    So krank solche fiktiven Gedankengänge auch sein mögen, das Erschreckende daran ist, dass ich sowas tatsächlich für möglich halte.

  4. Re: Ach so einfach kommt man zu einem Studium?

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 30.09.17 - 09:39

    Flexy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So kann man dann rein theoretisch durchaus 2 bis 4
    > Jahre "studieren" ohne auch nur einmal in der Vorlesung
    > zu sitzen oder überhaupt anwesend zu sein.

    Das ist nicht korrekt. Es wird schon seit langen Jahren eine Unterscheidung zwischen "Studenten" und "Studierenden" vorgenommen, die ihren Ursprung eben genau darin hat, dass sich zunehmend Leute eingetragen haben, die entweder von diversen Vergünstigungen für Auszubildende profitieren wollten und/oder den Pro-Forma-Studentenstatus für den Umgang mit anderen Ämtern und Behörden benötigten.

    "Studieren" heißt "sich bemühen". Lediglich eingetragener Student zu sein zeigt weder ein Bemühen, noch nimmt man dadurch irgend etwas mit, dass in späteren Lebenslauf erwähnenswert wäre.
    Während man bei ehemaligen Studierenden immerhin davon ausgehen kann, sie wollten während des Studiums erworbene Kenntnisse in ihrer Vita vermerken, die auch ohne Abschluss vorhanden sind, ist die Erwähnung (insbesondere in bewusst vager Form) eines lediglich auf dem Papier existierenden Studiums *definitiv* mit einer Täuschungsabsicht verbunden.

    Und wegen dieser Täuschungsabsicht steht Herr Kalbitz jetzt ganz zu Recht am Pranger, nicht wegen der wie auch immer gearteten oder erworbenen Kenntnisse in diesem Fachbereich.

    Solche Dinge kommen immer wieder an Tageslicht und sind erst einmal nur eines, nämlich menschlich, denn jeder möchte doch in seiner Vita so gut und kompetent wie möglich dastehen. Wenn es Politiker betrifft, war es für einige das Ende ihrer Karriere, während andere komplett unbeschadet durchgekommen sind oder nach einer kleinen Strafpause wieder im Spiel waren. Wie aber nun ein Politiker (und irgendwie auch die Partei, zu der er gehört) aus der Sache hervorgehen, liegt an ihnen selbst und daran, wie sie mit der Sache umgehen.

    Die Wortklauberei von Herr Kalbitz macht auf mich in dieser Hinsicht keinen (aus den weiter oben dargelegten Gründen) guten Eindruck, weil es die Schuld verschiebt, so im Sinne von "Ihr hätte mal genau lesen und keine falschen Schlüsse ziehen müssen!". - Falsch! Das mag für Manfred Mustermann gelten, der so etwas nur mit sich, seinem Gewissen und seinem Arbeitgeber klären und schlimmstenfalls vor Gericht erklären muss. Eine Person, die im öffentlichen Leben steht und andere Personen vertritt, ist der Öffentlichkeit und *insbesondere* ihren Wählern auch (oder gerade) ohen Rechtsfolgen zu mehr Genauigkeit, Aufrichtigkeit und Integrität verpflichtet.

    Wenn die AfD und deren Wählerschaft mit einem solchen Charakter als Abgeordneten leben können, ist das ihre Entscheidung und zu akzeptieren. Aber sie müssen dann auch damit klarkommen, wie sie dadurch wahrgenommen werden.

  5. Re: Ach so einfach kommt man zu einem Studium?

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 30.09.17 - 09:56

    reichhart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wenn er eingeschrieben war, kann er natürlich
    > "Studium XYZ" in der Vita angeben.
    > Was soll er denn sonst für die Zeit schreiben?

    Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster: Wie wäre es denn mit dem, was er *tatsächlich* in dieser Zeit getan, geleistet und/oder gelernt hat?

    Ebenso wie man in der eigenen Vita nicht den Zeitraum angibt, in dem man zahlendes Mitglied im Kaninchenzüchterverein war, hat auch ein nicht durchgeführtes Studium nichts darin zu suchen. In einer Vita macht man Angaben, die ein Bild der eigenen Person, ihres Lebensweges und der auf diesem erworbenen Kompetenzen vermittelt.

    Wenn es bei der AfD und ihren Wählern eine Qualifikation oder zumindest einen erwähnenswerten Wegpunkt darstellt sich für ein Studium lediglich eingeschrieben zu haben, muss ich das natürlich akzeptieren. Es erhöht allerdings meine Meinung über die AfD, ihre Wähler und ihre Sympathisanten nicht sonderlich. Schonend ausgedrückt.

    Würde ich es nicht schonend ausdrücken wollen, müsste ich sagen: Wenn unter den Blinden der Einäugige König wird, ist es unter den Vollpfosten folgerichtig derjenige, der sich immerhin für ein Studium einschreiben kann. Das ist nicht meine Meinung, aber so stellt es sich dar.

  6. Re: Ach so einfach kommt man zu einem Studium?

    Autor: eXXogene 30.09.17 - 10:43

    Natürlich gehört ein Studium in den Lebenslauf. Da kein Abschluß angegeben wurde, ist für jeden ersichtlich das dieses Studium abgebrochen wurde.

    Recruiter wissen das ganz genau und können solche Lebensläufe sehr wohl dementsprechend bewerten.

    Wo ist nun das Problem?

    Btw kann es ein Kündigungsgrund sein wenn man falsche Angaben im Lebenslauf macht. Ein Studium zu verschweigen ist genauso Irreführung wie anzugeben das man einen Aushilfsjob hatte obwohl mann lediglich ALG bezogen hat. Von daher hat dieser nette AFDler alles richtig gemacht.

  7. Re: Ach so einfach kommt man zu einem Studium?

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 30.09.17 - 11:23

    eXXogene schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich gehört ein Studium in den Lebenslauf.

    Noch einmal: Ein Studium. Nicht die Immatrikulation zu einem solchen. Diese stellt nur eine Anmeldung dar.

    > Da kein Abschluß angegeben wurde, ist für jeden
    > ersichtlich das dieses Studium abgebrochen wurde.

    Es ist jedoch nicht ersichtlich, ob überhaupt damit angefangen wurde.

    > Recruiter wissen das ganz genau und können solche
    > Lebensläufe sehr wohl dementsprechend bewerten.

    Wähler sind keine Recruiter. Und auch bei diesen ist es übrigens gängig, lediglich ein auch ausgeübtes Studium anzugeben, weil eine bloße Einschreibung keinerlei Kompetenzen vermittelt und auch keinen Eindruck der Persönlichkeitsstruktur vermittelt.

    Die Mitteilung, man wäre von dann bis dann immatrikuliert gewesen ist in einem Lebenslauf ungefähr so wertvoll wie der, man hätte von dann bis dann einen Vollbart getragen. Sie dennoch vorzunehmen und sie als immerhin angefangenes Studium darzustellen stellt einen Täuschungsversuch dar, auf den Recruiter außerordentlich verschnupft reagieren und Wähler eigentlich auch verschnupft reagieren sollten. In der Regel tun sie das auch, aber dem durchschnittlichen AfDler gefällt es anscheinend in der Opferrolle zu gut, als dass er sich um eine Nestbereinigung bemühen würde.

    Wie ich bereits schrieb: Welche Informatikkenntnisse Herr Kalbitz womöglich zu anderen Zeitpunkten und anderorts erworben hat, weiß ich nicht und es tut auch nichts zur Sache, denn er hat sich ja nicht für eine Stelle beworben, für die ein abgeschlossenes oder angefangenes Studium Bedingung wäre und/oder Auswirkungen auf die Höhe der Bezüge hätte. Aber er hat sich für einen Posten aufstellen lassen, für den Integrität wichtig ist, und das verspielt er durch die Täuschung selbst und den jetzigen Umgang damit.

  8. Re: Ach so einfach kommt man zu einem Studium?

    Autor: gaym0r 30.09.17 - 12:11

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hier hast Du zwei (von hunderten Artikeln) über Petra Hinz, die wegen
    > Schummeleien in ihrem Lebenslauf zurücktreten musste, und damit ihre
    > politische Karriere beendet hat:
    >
    > www.waz.de
    >
    > www.waz.de

    Herzlichen Glückwunsch, du hast zwei mal den gleichen Artikel zum falschen Thema gepostet.

    Davon ab: Man kann das was Petra Hinz gemacht hat, absolut NICHT mit dem vergleichen was Andreas Kalbitz gemacht hat. Wer das nicht sieht, der ist vermutlich blind vor Wut gegen die Nazis.

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