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Die Games waren auch meine Bildung

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Die Games waren auch meine Bildung

    Autor: aLpenbog 09.10.17 - 16:57

    Wir haben nun einmal 50-60 Jährige Lehrer und Teenies in den Schulen. Da weiß eben nicht jeder wie er die Kids bei der Stange hält. Ich habe damals viel durch Games gelernt. Durch Onlinegames in kleineren, internationalen Communitys war man quasi Tag und Nacht im TeamSpeak/Ventrilo mit Leuten aus verschiedenen Ländern, ergo war englisch sprechen normal. Dabei hat man ein Gefühl für die Sprache bekommen und schlicht gehört was richtig ist und was nicht. Eine Sprache zu nutzen, dass kann keine Schule ersetzen.

    Auch zur IT bin ich letztlich unter anderem wegen den Games gekommen. Nach DOS war die Konsole in weite Ferne gerückt, erst Configfiles und Scripting in Quake basierten Spielen haben diese Liebe wiedererweckt, ansonsten wäre ich wahrscheinlich kein Entwickler geworden.

    Sicher könnte man auch andere Bereiche, die man in der Allgemeinschule lernt in Games unterbringen. Klar Sachen wie räumliche Vorstellung und Logik, als auch Mathe kamen durch Games wie Quake auch nicht zu kurz. Auch wenn Mathe hier nur ein wenig Kopfrechnen für die nächsten Items bedeutet aber man hat die grauen Zellen eben den ganzen Tag genutzt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.10.17 16:58 durch aLpenbog.

  2. Re: Die Games waren auch meine Bildung

    Autor: matok 09.10.17 - 19:19

    Ich glaube, du hast ein falsches Verständnis von Bildung. (Schul)Bildung ist etwas mehr, als Englisch und irgendwelche spezifischen Themen. Bildung ist ein sehr breites Basiswissen und so grundlegend, dass es überhaupt keine Rolle spielt, ob der Lehrer 30, 40, 50 oder 60 ist. Etwas, was Kinder aufgrund ihres nachvollziehbarerweise nicht besonders großen Horizonts häufig nicht verstehen. Kinder sehen nunmal nur die Mikroperspektive und nicht die Makroperspektive.... nicht wenige Erwachsene btw. auch.

  3. Re: Die Games waren auch meine Bildung

    Autor: cruse 09.10.17 - 20:02

    Nicht alles was in der Schule vermittelt wird ist "sooo" grundlegend.
    Und genau darum wird ja aus gutem Grund immer wieder drum gestritten.

    Ich habe ebenfalls durch diverse Spiele erst "richtig" Englisch gelernt. Vorher wars ein tropfen ohne echten Hintergrund.
    Viel von dem was man in der Schule "lernt" braucht man später nie - doch Schule soll ja allgemein auf das danach vorbereiten, ergo muss man alles etwas abhandeln.

    Ein hoch auf frühe Spezialisierung ! (die es noch nicht gibt ^^)

  4. Re: Die Games waren auch meine Bildung

    Autor: aLpenbog 10.10.17 - 08:02

    matok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich glaube, du hast ein falsches Verständnis von Bildung. (Schul)Bildung
    > ist etwas mehr, als Englisch und irgendwelche spezifischen Themen. Bildung
    > ist ein sehr breites Basiswissen und so grundlegend, dass es überhaupt
    > keine Rolle spielt, ob der Lehrer 30, 40, 50 oder 60 ist. Etwas, was Kinder
    > aufgrund ihres nachvollziehbarerweise nicht besonders großen Horizonts
    > häufig nicht verstehen. Kinder sehen nunmal nur die Mikroperspektive und
    > nicht die Makroperspektive.... nicht wenige Erwachsene btw. auch.

    Sicher, ich sage nicht lasst die Kids Zuhause daddeln anstatt in die Schule zu gehen. Nix desto trotz entdecken die Kids die Welt, viele Einflüsse und gerade in dem Alter sehr gutes Potential was die Aufnahme von Wissen angeht. Meiner Meinung nach bremst man die Kids mit so einen starren Schulsystem eher aus.

    Wenn die Lehrer kurz vor der Rente sind, dann lebt man einfach in einer anderen Welt. Es gibt wenige die da wirklich das Interesse der Schüler wecken können. Und ohne Interesse keine Aufmerksamkeit und dadurch auch kein Lernerfolg. Es klappt nun einmal nicht Kindern zu sagen, dass sie nun aufpassen müssen, weil ist halt so, ansonsten geht es ab zum Direktor.

    Sicher man brauch eine gewisse Grundbildung von der Schule aber es sollte wesentlich früher spezialisiert werden, so dass Leute in Richtung ihrer Interessen lernen, in Gebieten wo sie das Wissen wie ein Schwamm aufsaugen.

    Ich weiß nicht wie wichtig es für mich als Softwareentwickler ist zu wissen wie und wann Caeser gestorben ist oder ob es wirklich Sinn macht sich mit einigen Kriegen im Geschichtsunterricht mehr Jahre zu beschäftigen als sie angedauert haben.

    An praktischen Wissen für den Alltag oder Beruf, als auch erste Kenntnisse für den Bereich in den man dann weiter möchte fehlt es.

    Meiner Meinung nach macht aber vor allem das Interesse einen großen Brocken aus. Hab meinen ersten Schulanlauf mehr als in den Sand gesetzt und alles im zweiten Bildungsweg nachgemacht. Und der Unterschied zwischen einem 5er Hauptabschluss und einem 1er Fachabi war mit nichten Intelligenz, sondern einfach Interesse am Unterricht. Eine Berufsfachschule mit IT Fokus, genau was mich interessiert hat. Mehr Praxis und fordernde Projekte, mehr Eigenverantwortung, große Aufgaben bei denen man sich die Zeit ein wenig einteilen kann usw.

    Lehrer waren im Schnitt jünger und kamen alle aus der Wirtschaft und haben vorher Jahrzehnte außerhalb des Bildungswesen gearbeitet. Das war ein Unterschied von Tag und Nacht im Vergleich zu der normalen Schule.

    Sehe auch hier parallelen zu den Games. War eben praktisch und spielerisch, ein wenig probieren, gucken was klappt, instant Feedback durch Erfolg oder Misserfolg, anstatt das vorne einer Vorträgt und ich das gleiche dann zwei Wochen später in einer Klassenarbeit nachplappern darf.

  5. Re: Die Games waren auch meine Bildung

    Autor: AngryFrog 10.10.17 - 09:18

    Sicherlich KANN man durchs Zocken viel über Computer lernen. Allerdings sind die Hürden im Vergleich zu früher deutlich gesunken. In den 90ern musste man mit DOS umgehen können um überhaupt ein Spiel zu starten, heute sind die Kiddies am Smaahdfohn und brauchen nur "Download" drücken. Früher musste man Handbücher lesen um durch die Mechaniken durchzusteigen, heute heißt es "Press F to pay respect".

    Die Kompetenzen was IT und Digitales anbelangt sind gesunken, nicht gestiegen.

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