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"Die Vorhersage erfüllt sich selbst, sie ist ein Scheinerfolg."

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  1. "Die Vorhersage erfüllt sich selbst, sie ist ein Scheinerfolg."

    Autor: deefens 10.10.17 - 11:32

    Verstehe ich nicht. Wenn die Vorhersage veranlasst, dass in Brennpunkten verstärkt kontrolliert und erfolgreich ermittelt wird, hat das System doch seinen Zweck voll erfüllt. Andernfalls patrouilliert die Polizei in unauffälligen Gegenden herum und verschwendet dort nur Zeit und Ressourcen.

  2. Re: "Die Vorhersage erfüllt sich selbst, sie ist ein Scheinerfolg."

    Autor: Dekatelon 10.10.17 - 13:09

    Wenn die Vorhersage fälschlicherweise eine Gegend als Brennpunkt markiert, werden dort mehr Patrouillen hingeschickt. Durch die Anwesenheit von überdurchschnittlich vielen Polizisten werden mehr Verbrechen aufgedeckt und die Kriminalitätsrate in der Gegend steigt an, obwohl die Kriminalität in der Gegend normal ist.

  3. Re: "Die Vorhersage erfüllt sich selbst, sie ist ein Scheinerfolg."

    Autor: AngryFrog 10.10.17 - 14:47

    Es braucht keine Algorithmen um Kriminalitätsbrennpunkte zu bestimmen. Tatsächlich sieht man im Allgemeinen in den Brennpunkten heute auffällig wenig Polizei.

  4. Re: "Die Vorhersage erfüllt sich selbst, sie ist ein Scheinerfolg."

    Autor: Asthania 10.10.17 - 22:59

    AngryFrog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es braucht keine Algorithmen um Kriminalitätsbrennpunkte zu bestimmen.
    > Tatsächlich sieht man im Allgemeinen in den Brennpunkten heute auffällig
    > wenig Polizei.

    Ich bin der Meinung, dass solche "Predictive Policing"-Systeme (die keinen Zugang zu Live-Daten haben) nur sich selbstzerstörende Prophezeiungen auswerfen können.

    Durch Erhöhung von Patrouillen, basierend auf einer Predictive Policing-Prophezeiung, wird automatisch die Wahrscheinlichkeit gemindert, dass eine Straftat verübt wird.

    Im Endeffekt können solche Systeme keine Wirkung erzielen, solange sie keine Echtzeitdaten verarbeiten; aber auf genau so etwas scheinen es die Regierungen ja leider abgesehen zu haben (langfristig).



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.10.17 23:01 durch Asthania.

  5. Re: "Die Vorhersage erfüllt sich selbst, sie ist ein Scheinerfolg."

    Autor: AngryFrog 11.10.17 - 08:15

    Asthania schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AngryFrog schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es braucht keine Algorithmen um Kriminalitätsbrennpunkte zu bestimmen.
    > > Tatsächlich sieht man im Allgemeinen in den Brennpunkten heute auffällig
    > > wenig Polizei.
    >
    > Ich bin der Meinung, dass solche "Predictive Policing"-Systeme (die keinen
    > Zugang zu Live-Daten haben) nur sich selbstzerstörende Prophezeiungen
    > auswerfen können.
    >
    > Durch Erhöhung von Patrouillen, basierend auf einer Predictive
    > Policing-Prophezeiung, wird automatisch die Wahrscheinlichkeit gemindert,
    > dass eine Straftat verübt wird.

    An diesem bestimmten Ort. Erfahrungsgemäß verschiebt sich der Brennpunkt nur wenn die Polizeipräsens erhöht wird. Siehe Parks in Berlin - Da stehen die Dealer dann nicht mehr auf offener Wiese sondern einen Block weiter in irgendeiner Gasse.

  6. Re: "Die Vorhersage erfüllt sich selbst, sie ist ein Scheinerfolg."

    Autor: badman76 11.10.17 - 09:03

    Es ist so, dass in "Brennpunkten" großer Städte, die Straftaten kaum bis gar nicht angezeigt werden. Somit ist statistisch gesehen die Kriminalität in dieser Region tatsächlich unbekannt. Sagen wir mal 20 Straftaten pro Monat werden gemeldet aber in Wahrheit sind es 80.

    Nun kommt so ein System zum Einsatz, der Schwerpunkt der Kontrollen und Präsenz wird in diesen Raum verlagert. Es passiert was passieren muss. Es werden auf einmal deutlich mehr Straftaten entdeckt und damit landen diese in der Statistik. Von 20 steigt der "Erfolg" nun auf 40 hoch und die Kriminalstatisik "explodiert", da es 100% mehr Kriminalität gibt. Das kann sich nun weiter drehen und es wird noch mehr Präsenz und Kontrollen dort geben und mehr Straftaten "gefunden".

    Im Endeffekt gibt es also weder einen echten Erfolg des Systems, da nicht mehr Straftaten begangen werden, sondern die nicht angezeigten nun aufgedeckt werden.

    Dass es solche quasi rechtsfreien Räume in Großstädten gibt, wird die Polizei und Politik kategornisch verneinen aber es gibt sie, wo wenig oder gar keine polizeiliche Präsenz vorhanden ist. Dort wird dann der "kluge" Mensch nicht zur entlegenen Polizeistation gehen und einen Diebstahl oder andere vergleichbare Delikte melden.

    Ebenso wenig werden andere Straftaten in sog. geschlossenen Kulturkreisen an die Polizei gemeldet. Das regeln die dann unter sich irgendwie mit Geldzahlungen oder Blutrache eben.

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