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Kritische Infrastruktur gehört in staatliche Hände

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  1. Kritische Infrastruktur gehört in staatliche Hände

    Autor: dschu 19.10.17 - 16:01

    Egal ob Strom, Wasser oder eben Internet. Kritische Infrastruktur sollte niemals gewinnorientiert verwaltet werden..

    Was sonst passiert sieht man ja in London, wo man mancherorts ab dem 4. Stock nicht mehr duschen kann/konnte.

    Dass ein Politiker, der ehemals nur mit Aktenkoffer zur Schule ging, nichts von Verstaatlichung hält, versteht sich jawohl von selbst..

    Liebe FDPler, ihr kotzt mich fast so an, wie AfDler.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.10.17 16:01 durch dschu.

  2. Re: Kritische Infrastruktur gehört in staatliche Hände

    Autor: Knarzi 19.10.17 - 16:02

    +1

  3. Re: Kritische Infrastruktur gehört in staatliche Hände

    Autor: dabbes 19.10.17 - 16:11

    So ist es!

    Mir ist es auch egal, ob diese staatlich weniger Effizient aufgebaut werden kann und mehr kostet, lol, wir haben Geld ohne Ende, who cares?

    Aber sich dauernd über eigentlich "Selbstverständlichkeiten" einen Kopf zu machen ist einfach nur lächerlich, wir leben hier schließlich nicht in einem 3. Welt Land.

  4. Re: Kritische Infrastruktur gehört in staatliche Hände

    Autor: Anonymer Nutzer 19.10.17 - 16:20

    Das alleine ist es ja auch nicht. Die lange privatisierte Deutsche Post AG arbeitet zB schneller und billiger und zuverlässiger als der united states postal service, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Das mag manchen verwundern, aber die Amerikaner haben bis heute eine rein staatliche Postbehörde und machen auch keinerlei Anstalten das zu ändern. Die Rechtsform alleine macht es nicht. Sondern die Regulierung. Der Staat ist bei uns, um beim Beispiel zu bleiben, enorm hinterher, dass die Deutsche Post zig Auflagen erfüllt, wie zB der Universalpostdienst (an jeden Briefkasten, sei er auf einem Berggipfel, muss ohne jeden Zuschlag und im Regelfall, von Werktag zu Werktag, schon am Tag nach dem Absenden, zugestellt wurden), auch die Preiserhöhungen für das Briefporto müssen beantragt werden, die Behörde prüft dann, dass die starke Marktstellung nicht ausgenutzt wird und das Porto fair kalkuliert ist.

    Die Regulierung der Telekom wird lediglich falsch durchgeführt. Es ist eine reine Kostenregulierung, keine Qualitätsregulierung. Dadurch findet auch ein reiner Preiswettbewerb zwischen Telekom und Resellern statt, kein Qualitätswettbewerb. Und weil durch die staatliche Regulierung mit den Zwangszugängen zu Zwangspreisen die Kosten so niedrig sind lohnt es sich kaum - auch nicht für die Telekom - in ein alternatives Netz zum alten Telefonnetz zu investieren. Ein Unternehmen kalkuliert nun einmal betriebswirtschaftlich und möchte möglichst hohe Einnahmen für möglichst wenig Ausgaben erzielen. Das Delta dazwischen ist der Profit. Die Kostenschwelle zwischen "längst abgeschriebenes Kupfernetz nur punktuell immer wieder modernisieren" Vs. "bis in die Wohnungen ein neues Netz zu legen" ist auch durch diese reine Preisregulierung so hoch, dass - wie ja auch zig Experten immer wieder sagen - FTTH Ausbauprojekte überall dort tot sind, wo die Telekom mit VDSL ausbaut. Ökonomisch kann ein FTTH Ausbau einfach nicht mit VDSL mithalten.

    Und als wäre das nicht problematisch genug hat die Telekom 0 Anreiz FTTH trotzdem in großem Maß aufzubauen. Denn sie muss auch dazu sofort jeder Klitsche, die meint "Provider" sein zu wollen, ihr Netz zur Verfügung stellen, sei es in Form eines Telekomanschlusses dem lediglich ein anderer Name eines Resellers aufgeklebt wird (Bitstreamvollprodukt). Und das zu Zwangspreisen der Regulierer die keinerlei Motivation für die Telekom darstellen hier zu investieren.

    Würde die Telekom bei FTTH komplett aus der Preisregulierung ausgenommen und müsste auch keinem Konkurrenten das FTTH Netz öffnen, dann würde das umgekehrt jegliche weitere Investitionen in das alte TAL Netz stoppen und alle Bemühungen der Telekom zu FTTH umleiten, das garantiere ich dir. Trotzdem darf die Telekom dann nicht unreguliert bleiben, aber es sollte dann eine Qualitätsregulierung geben, im Gegenzug also zB genaue Ausbauziele und die Drohung, dass die Regulierungsfreiheit ausläuft wenn diese Ziele nicht erreicht werden, bis dahin zB in 10 Jahren jedem einen FTTH Anschluss anzubieten, der bisher schon einen herkömmlichen Telefonanschluss bekommen kann, also flächendeckend FTTH in 10 Jahren (um mal irgend einen Zeitraum zu nennen). Da die Telekom nichts weniger will, als der Preisregulierung zu unterliegen, würde sie alles daran setzen diese Ausbauziele auch zu erreichen.

  5. Re: Kritische Infrastruktur gehört in staatliche Hände

    Autor: Thiesi 19.10.17 - 18:14

    Knarzi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > +1

    Richtig - immer schön jede Stammtischparole +1en, nicht wahr?

    Dann schon mal viel Spaß beim Be*antragen* eines Telefonanschlusses und der anschließenden Kommunikation mit dem Fernmeldeamt. Nach nur drei Monaten kommt ja vielleicht auch schon die Terminkarte.

    Mal ganz ehrlich - man muss nicht BWLer sein, um zu verstehen, dass der Staat bei jeder Infrastruktur, die einem kontinuierlichen Wandel unterworfen ist, immer der schlechteste Betreiber ist. Aber die Transferleistung von Elbphilharmonie & BER in Richtung staatlicher Internetzausbauer ist wohl doch ein bisschen zu komplex.

  6. Re: Kritische Infrastruktur gehört in staatliche Hände

    Autor: Thiesi 19.10.17 - 18:21

    dabbes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So ist es!
    >
    > Mir ist es auch egal, ob diese staatlich weniger Effizient aufgebaut werden
    > kann und mehr kostet, lol, wir haben Geld ohne Ende, who cares?

    Ja, das sehe ich auch so. Ich fand's damals - staatlich und ein bisschen weniger effizient - wirklich auch viel besser. Ich meine, wer wartet nicht gerne mehrere Monate auf einen Telefonanschluss oder gar nur ein Telefon? Und mal ehrlich - Touchtone piepst immer so unangenehm im Ohr, und seitdem die Telefonie komplett digital abgewickelt wird, fehlt doch der Stimme dieser schöne natürliche Klang, wie er nur von Röhrenverstärkern, äh, analogen Ortsvermittlungen erzeugt wird.

    *kopfschüttel*

  7. Re: Kritische Infrastruktur gehört in staatliche Hände

    Autor: Hotohori 19.10.17 - 19:50

    Es gibt eben auch die "Früher war alles schlechter" Leute und nicht nur die "Früher war alles besser" Leute.

    Aber egal welche Aussage man als Argument nimmt, sie sind selten wirklich wahr.

  8. Re: Kritische Infrastruktur gehört in staatliche Hände

    Autor: plutoniumsulfat 20.10.17 - 01:08

    Es geht hier eher um die Trennung von Infrastruktur und der darauf laufenden Dienste.

    Und nur, weil es mal nicht so gut lief, heißt das nicht, dass es nicht auch anderes gehen könnte.

  9. Re: Kritische Infrastruktur gehört in staatliche Hände

    Autor: Kommunist 20.10.17 - 13:24

    Für die Gesellschaft lebensnotwendige Dinge wie Energie, Wasser, Strassenbau und Telekommunikation gehören in die Hände dieser Gesellschaft und nicht in private.

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