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Sicher ist nur: M$ schwingt sich zum Alles-Überwacher auf!

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  1. Sicher ist nur: M$ schwingt sich zum Alles-Überwacher auf!

    Autor: Der Wecker 21.06.06 - 16:07

    Sicherheit?

    Windows 98 war (angeblich) sicherer als Win '95.
    Windows ME war (angeblich) sicherer als Win' 98.
    Windows XP ist (angeblich) sicherer als Win' ME und 2000.
    Windows Vista wird (angeblich) sicherer als XP ...

    Mehr als ein Werbegag ist das nicht, war es nie und wird es nie.

    Wenn man bedenkt, dass es bei jeder nachfolgenden Version eines Windows-Betriebssystems etwa zehnmal so viele Sicherheitspatches gab wie bei der Vorgängerversion und diese im Schnitt auch etwa fünfmal mehr Daten umfassten (das Aktualisieren eines frisch installierten XP 2 braucht, wenn man ausschließlich sicherheitskritische Aktualisierungen herunterlädt, inzwischen rund 90 MByte an Aktualisierungen - vorausgesetzt, man verwendet Patch-Sammlungen; einzeln kommt man auf über 130 MByte!), ...

    Und wenn man weiter bedenkt, dass dadurch keines der M$-Betriebssysteme auch nur annähernd "sicher" wurde, sondern dass ständig neue und katastrophal großeSicherheitslöcher auftauchen, etwa groß genug, dass ein Braunkohletagebau-Bagger mühelos hineinfahren kann, ...

    Und wenn man weiter bedenkt, dass Vista nur dann längere Zeit überhaupt läuft, wenn der Computer zwingend am Internet hängt und ungefragt und unkommentiert massenweise Daten an unbekannte Stellen übermitteln darf (weil ansonsten immer mehr Funktionen 'gesperrt' werden), ...

    Dann frage ich mich schon, wie M$ das mit der Sicherheit meint.

    Ganz sicher ist, dass M$ mit Vista viel Cash machen will; deswegen wird auch spätestens die übernächste Office-Version nur noch darauf laufen - sollen sich doch all die Büros und Firmen gefälligst ein neues Betriebssystem kaufen, damit sie die Würg-Dokumente lesen können, die ihnen andere zusenden!

    Ganz sicher ist auch, dass M$ die Computer massiv ausspionieren wird, auf denen Vista installiert wird, weit mehr noch als bei XP. Denn das ist die wesentliche Neuerung gegenüber XP: spy by design!

    Ganz sicher ist auch, dass hinter M$ auch einige andere stecken, die diese Spionage massiv unterstützen: All die Firmen und amerikanischen Einrichtungen mit drei Buchsataben, die im Palladium-Konsortium mitwurschteln, haben viel Geld in die Entwicklung dieser Protokollier- und Überwach-Software und wohl nicht weniger in die in den Computern der nächsten Generation nach Meinung dieses Konsortiums zwingend und unabschaltbar installierten Palladium-Chipsätze investiert - das muss ja irgendwer bezahlen, und zwar a) mit Geld und b) mit der (unfreiwilligen) Preisgabe aller Daten auf seinem Computer.

    Ganz sicher ist damit aber auch, dass es einige Nutzergruppen gibt, die Vista nicht nutzen dürfen, weil sie per Gesetz (zumindest bislang noch, aber das werden M$ und der irre Ami auch in Europa schon bald ändern ... man hat da so seine überzeugenden Methoden mit Kopf unter Wasser und so ...!) dazu verpflichtet sind, ihre Daten ernsthaft zu schützen: Pfarrer / Priester, Anwälte und Gerichte, Ärzte und Therapeuten, Ärzte-Abrechnungsstellen, Krankenkassen, Krankenhäuser, Inkasso-Büros, Sozial- und Familien-Beratungsstellen, Banken und sonstiges Kreditgewerbe, Polizei, Rettungsdienste, Schulen und Weiterbildungseinrichtungen, Lehrkräfte, Meinungsbildungs- ... äh, Meinungsbefragungs-Institute ... wenn man noch genauer hinschaut, auch alle Sekretariate und sehr sehr viele Privathaushalte: jeder, der personenbezogene oder repersonalisierbare Daten von Dritten speichert, muss (je nach Eu-Land unterschiedlich viel) Aufwand treiben, um diese Daten gegen Missbrauch und damit in erster Linie gegen Einsichtnahme Dritter zu schützen. Da aber genau das der Zweck und die Grundeigenschaft von Vista ist, dürfen diese Leute Vista nicht nutzen.

    Ganz sicher ist übrigens auch, dass es etliche Firmen und Einrichtungen geben wird, die aus Gründen ihrer Tätigkeit Mühe haben werden mit der Dauerüberwachung: Entwicklungsabteilungen, die doch ein berechtigtes Interesse an der Geheimhaltung ihrer Forschungen haben; Programmierer, die ebenso ein berechtigtes Interesse daran haben, dass ihr Programmcode wirklich ihr Programmcode bleibt, ... auch hier eine recht lange Liste, wenn man es ausführen will.

    Nicht sicher, aber wegen der mangelnden Sicherheit von M$-Produkten extrem wahrscheinlich ist es, dass es Menschen und Einrichtungen geben wird, die genau diese Schwachstelle von Vista ausnutzen: seine extreme Mitteilsamkeit! Man schaut erst einmal in den Code hinein, um herauszufinden, mit wem die einzelnen "Dienste" über welche Protokolle kommunizieren, ggf. sogar, was sie übermitteln. Dann spielt man im Internet ein bisschen IP-Spoofing und gaukelt fremden Vista-Rechnern vor, man sei diese Gegenstelle ... und siehe da: man bekommt Daten geschenkt - und das sogar ohne Trojaner! Noch schöner wird es dann, wenn die ersten Viren auftauchen, die diese Dienste manipulieren können - etliche der bereits in XP integrierten Programme kann man regelrecht fernsteuern, ihnen also sagen, wohin sie was zu übermitteln haben! Unter Vista darf / kann der Nutzer aber nicht einfach diese Dienste sperren oder die Firewall hinreichend zumachen, weil Vista ansonsten eben nicht lange läuft! Man darf gespannt sein!

    Mit freundlichen Grüßen,
    der Wecker

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