1. Foren
  2. Kommentare
  3. Games
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Eve Valkyrie: CCP Games steigt bei VR…

Wenig AAA Unterstützung

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Wenig AAA Unterstützung

    Autor: Herevo 02.11.17 - 08:09

    Der VR-Markt (PC) krankt daran, dass es zu wenige gute AAA Spiele gibt. Hiermit sind nicht spielerisch innovative oder anspruchsvolle Titel gemeint, sondern solche die dem Massengeschmack entsprechen - also mit Grafikfeuerwerk, Effekthascherei und hohem Budget ein großes Fass aufmachen. Kurz: Es fehlt VR-Support für CoD oder so.

    Außerdem tut man sich in der Frühphase mit der Idee von "Exklusivtiteln" für Oculus oder Vive keinen echten Gefallen. Am Ende leiden die Verkaufzahlen beider Systeme mehr als es ihnen zuträglich ist.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das Spieleerlebnis in VR ein deutlich anderes ist: "Schießen und Metzeln" wirkt realistischer und intensiver. Das ist aber etwas, was man nur beurteilen kann, wenn man VR auch wirklich mal länger getestet hat.

    Wer eine Rennsimulation mit Wheel/Pedalen und VR ausprobiert hat, ist manchmal nicht mehr davon zu überzeugen, sich vor drei Monitore zu setzen. Ähnliches erfährt man mit Weltraumkämpfen oder im traditionellen Flugzeug-Dogfight.

    Die Brillenhersteller tun meiner Meinung nach zu wenig, die Hardware zu promoten. Wenn man - wie etwa in Asien - die Dinger in Einkaufszentren zum Ausprobieren hinstellt, steigt bestimmt auch das Interesse beim Mainstream-Zocker.

  2. Re: Wenig AAA Unterstützung

    Autor: Trockenobst 02.11.17 - 08:30

    Herevo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Brillenhersteller tun meiner Meinung nach zu wenig, die Hardware zu
    > promoten. Wenn man - wie etwa in Asien - die Dinger in Einkaufszentren zum
    > Ausprobieren hinstellt, steigt bestimmt auch das Interesse beim
    > Mainstream-Zocker.

    Der VR Markt hat schon immer daran gekrankt, dass es leicht war Hardware zu optimieren. Irgendwann hast du die 4k Schirme und die Sensoren im Helm, wie Microsoft mit dem Hololens beeindruckend zeigt. Da wird auch die OVR irgendwann so leicht wie eine Brille.

    Aber die Software, das war das Problem. Du kannst Hypen so viel du willst, am Ende braucht man die 100 Millionen, 1 Milliarde die man in Spiele pumpt. Und genau daran krankten übrigens auch schon Plattformen wie die Ouya: keiner will dafür entwickeln, ohne Entwickler gibt es keine Plattformnachfrage.

    Wenn man die Hardwareanforderungen für >4k Brillen in 10 Jahren mit einem einfachen Medion Intel/AMD Würfel auf dem Desktop übererfüllt, wird das Thema wieder kommen. Bis dahin hat man die Helme auch kleiner gemacht.

    https://www.kickstarter.com/projects/pimax8kvr/pimax-the-worlds-first-8k-vr-headset/

    Möglicherweise gibt es dann prozedurale Systeme die ganze Levels und Charaktere sehr perfekt ohne großes manuelles Rigging und 3d-Erstellung beschreiben können. Dann würde man praktisch 3d-Umgebungen "filmen" und könnte relativ schnell massig guten Content erzeugen, der auch für VR geeignet sein könnte.

    Bis dahin hat man aber eine laaaange Durststrecke zu überspringen. Ich bin mir sicher dass keiner der Firmen die HQ Game Projekte gemacht haben, im VR Bereich Geld verdient haben (Solche Jubel-Berichte habe ich nirgendwo gelesen).

    Man sieht auf den entsprechenden Seiten kaum noch Job Angebote für VR Entwicklung. Da werden noch ein paar Hardcore Freunde dranbleiben, vielleicht kann man im Serious Bereich mit Training und Simulation noch einiges an Helme und Gear verkaufen, aber was das normale Gaming angeht, ist das Thema meiner Meinung durch den Hype in der Realität angekommen.

    8k Displays, perfekter Surround Sound, 500gr schwer, dass kann noch was werden. Das Ding liegt dann 2020-2025 mit 10,20,30 AAA Spielen bei jeder Radeon und NVidia Karte bei.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.11.17 08:34 durch Trockenobst.

  3. Re: Wenig AAA Unterstützung

    Autor: Herevo 02.11.17 - 08:40

    > Möglicherweise gibt es dann prozedurale Systeme die ganze Levels und Charaktere sehr perfekt ohne großes manuelles Rigging und 3d-Erstellung beschreiben können. Dann würde man praktisch 3d-Umgebungen "filmen" und könnte relativ schnell massig guten Content erzeugen, der auch für VR geeignet sein könnte.

    Ich glaube, dass man so etwas heute schon kann. Bei Steam gibt es zum Beispiel jede Menge photogrammetrisch erzeugte Landschaften und Sehenswürdigkeiten zu bewundern. Manche werden einfach per Dronenflug erzeugt, andere wiederum klassisch mit Digitalkamera/Videostream usw. Es gibt sehr innovative Techniken, realistischen Content einfach zu filmen. Spiele wie Project Cars 2 zum Beispiel haben mit Drohnen die Rennstrecken eingemessen.

  4. Re: Wenig AAA Unterstützung

    Autor: Doedelf 02.11.17 - 11:04

    Hier gibt es ja 2 Klassen bei der "Masse":

    A: die ganzen Gear VR Kunden, das wären dann otto normaldödel der mit Gaming nicht viel am Hut hat, Typ "candycrush" zocker. Für den kommt nächstes Jahr die oculus Go für 199 Dollar raus - all in, kein Handy, kein PC notwendig. ich glaube das wird ganz schön bewegung rein bringen.

    b: Echte Zocker, die auch heute schon ein PC oder Konsole haben - für erstere gibt es Vive, Rift, Microsoft "mixed" und weitere (Star VR, Primax) - je nach Geldbeutel, Lust und Laune.

    Bei A - gibt es heute schon massig content für das was der Typus so bevorzugt - die Gear VR verkauft sich ja auch gut, bedenkt man das es dafür momentan noch ein hight class Samsung Handy braucht, bringt die "Go" hier sicherlich viel bewegung und Kunden hinzu.

    Das ist aber nicht VR für die Gamer - die eher Typ B (Ich) entsprechen.

    Jeder der heute schon Besitzer solch eines Headsets ist würde vermutlich dem "es fehlt an AAA" Software wiedersprechen. Dafür müsste man erstmal definieren was AAA im Kontext ist. Ist ein Spiel AAA wenn es lange ist - nun dann Re7, PC2, Elite, Lone Echo - oder ist es wenn es ein "high value" hat - naja nebst den genannten gibt es dann noch Robo Recall, Raw data, Arizona Sunshine und noch ein ganzen Sack voll.

    Man darf halt nicht dieselben Erwartungen der 2d Welt an die VR Welt ansetzen - meiner Meinung nach funktioniert das auch nicht gut. Wir werden demnächst sehen ob Skyrim und Fallout VR wirklich gut funktionieren. Ich zocke sehr gerne VR und für mich ist es der größte Scheiß aber nur bei Elite bleib ich recht lange im Headset - das eben nur weil es durch die lange Fliegerei auch große Durststrecken/Pausen gibt. Robo Recall z.b. studenweise zocken würde einen kaputt machen. Dennoch ist das ein vollwertiges AAA erlebnis der besonderen Art. Immer wieder zock ich da auch die unteren Level noch mal weil es einfach unglaublich viel Spaß macht wie wild zwischen den Robos hin und her zu teleportieren, die Köpfe abzureißen (sind robos...) und so einen zu schnappen und einem anderen entgegen zu schleudern, dann fängt man in slow mo die Shotgun die der Robo in der hand hatte aus der luft um sich umzudrehen und den zweiten robo hinter sich eine zu verpassen.

    Spiel das 20 Minuten und man wird auch recht fit dabei.

    Auch hab ich schon ziemlich viel Zeit einfach beim Golfen, Tischtennis, Squash und co. verbracht. Boxen ist auch cool (knockout league) und schweine anstrengend.

    VR ist eben eine neue Gaming Plattform - das muß man erstmal begreifen - mit völlig neuen Spielkonzepten und Regeln. Dementspreched muß auch "AAA" anders begriffen werden. Ein Rick & Morty (von den Job Simulator machern) ist schlicht und ergreifend AAA - soviel Spaß hatte ich als Fan der Serie noch nie in einem Spiel zu einem Film oder Serie. Man ist einfach Teil einer langen Episode Rick & Morty. Alleine dafür hat sich die Anschaffung gelohnt und Lone Echo sowie RE7 hat sich für immer in mein Gaming Erinnerung eingebrandt. Ich war dabei als es mit VR los ging - für ein alten Gaming Hasen der seit den siebzigern daddelt so noch überrascht werden, jeden einzelnen cent wert.

  5. Großes Budget?

    Autor: KarstenS2 02.11.17 - 11:19

    Es braucht kein großes Budget um etwas auf die Beine zu stellen, was viele begeistert.

    Es braucht gute Ideen und es muss auch etwas sein, was beschäftigung bietet, auch wenn man mal alleine ist.

    EVE VR und auch Sparc VR sind von der Idee her gut, aber die Solo Beschäftigung fehlt.

    Freunde sich nicht immer verfügbar. Das random Matching find ich nicht so pralle.

    Was bleibt? Ausschalten. Diese Spiel habe nichts zu bieten, womit man sich alleine beschäftigen kann.

    In Sparc VR z.B. gibt es abseits des PvP nur Tutorials mit statischen Zielen (Zielscheiben treffen oder in festen Abständen absolut verhorsehbaren Bällen ausweichen). Ein paar anständige KI Gegner hätten dem Spiel definitiv gut getan.

  6. Re: Wenig AAA Unterstützung

    Autor: Herevo 02.11.17 - 11:22

    > Jeder der heute schon Besitzer solch eines Headsets ist würde vermutlich dem "es fehlt an AAA" Software wiedersprechen. Dafür müsste man erstmal definieren was AAA im Kontext ist. Ist ein Spiel AAA wenn es lange ist - nun dann Re7, PC2, Elite, Lone Echo - oder ist es wenn es ein "high value" hat - naja nebst den genannten gibt es dann noch Robo Recall, Raw data, Arizona Sunshine und noch ein ganzen Sack voll.

    Unter AAA versteht man Spiele wie CoD, Assasins Creed, Doom oder Wolfenstein. Spiele mit großem Entwicklungs und Marketing Budget. Aus dieser Klasse gibt es selbst mit VR-Support zu wenige. Von den ausschließlich für VR ausgelegten Titel ganz zu schweigen. Ich glaube nicht, dass es überhaupt einen VR-only-AAA-Exklusiv Titel gibt - jedenfalls fällt mir gerade keiner ein.

    Keine Frage: Es gibt supergeile Spiele - auch im Indie-Bereich - das reicht aber vermutlich nicht, um in absehbarer Zeit den Casual-Gamer zu animieren 500 - 1000 Euro für die Hardware auszugeben, so dass die kritische Masse für einen Selbstläufer erreicht wird. Im Moment jedenfalls tun die Brillenhersteller zu wenig um ihr Produkt interessant zu halten. Wenn es so weiter geht, ist VR auch in 3 Jahren nicht Mainstream:)

  7. Re: Großes Budget?

    Autor: Herevo 02.11.17 - 11:37

    > Es braucht kein großes Budget um etwas auf die Beine zu stellen, was viele begeistert.

    Das stimmt. Wenn man sich nicht auf sein Karma und Zufall verlassen möchte muss man beim gegenwärtigen Spieleangebot allerdings sehr viel Aufwand betreiben, um überhaupt noch wahrgenommen zu werden. Ohne großen Marketing-Aufwand gleicht die Entwicklung eines aufwändigen Titels einem Glückspiel.

    Der Regelfall ist leider so, dass sich CoD besser verkauft als zum Beispiel Experimente wie "Stories Untold".

    VR-AAA Titel (Von Simulationen abgesehen) kann man wahrscheinlich nicht so entwerfen, dass sie auf Monitor und Headset gleich viel Spaß machen. Damit ein größerer Teil der Gelegenheitszocker den Geldbeutel für teure Hardware aufmacht, muss man ihm meiner Meinung etwas bieten, was man so nicht bekommt. Erst wenn der Gelegenheitszocker bereit ist im Quartal 60 Euro auszugeben, lohnen es sich auch anspruchsvoll gestaltete VR-Experimente zu entwickeln.

    Das geht nicht von heute auf morgen - jeden Tag wird eine Brille mehr an einen Casual-Gamer verkauft - bis man irgendwann sagen kann, VR ist etabliert und standard. Wenn es schneller gehen soll, müssen mehr AAA-Titel die Technik unterstützen.

    Das derzeit technisch und spielerisch machbare ist bei VR noch lange nicht ausgeschöpft.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. BSH Hausgeräte GmbH, Traunreut
  2. dSPACE GmbH, Paderborn
  3. Proximity Technology GmbH, Hamburg
  4. Reply AG, Köln, Berlin

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 20,49€
  2. 12,39€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Vor 25 Jahren: Space 2063: Military-Sci-Fi auf höchstem Niveau
Vor 25 Jahren: Space 2063
Military-Sci-Fi auf höchstem Niveau

Vor 25 Jahren startete die Military-Science-Fiction-Serie Space 2063 in Deutschland. Es wurde nur eine Staffel produziert. Sie ist auch ihres bitteren Endes wegen unvergessen.
Von Peter Osteried

  1. Warp-Antriebe und Aliens Das Wörterbuch für Science-Fiction
  2. Science Fiction Babylon 5 kommt als neue Remaster-Version
  3. Unweihnachtliche Filmtipps Zombie-Apokalypse statt Kevin allein zu Haus

IT-Unternehmen: Die richtige Software für ein Projekt finden
IT-Unternehmen
Die richtige Software für ein Projekt finden

Am Beginn vieler Projekte steht die Auswahl der passenden Softwarelösung. Das kann man intuitiv machen oder mit endlosen Pro-und-Contra-Listen, optimal ist beides nicht. Ein Praxisbeispiel mit einem Ticketsystem.
Von Markus Kammermeier

  1. Anzeige Was ITler tun können, wenn sich jobmäßig nichts (mehr) tut
  2. IT-Jobs Lohnt sich ein Master in Informatik überhaupt?
  3. Quereinsteiger Mit dem Master in die IT

Macbook Air und Co.: Verlötete SSDs sind eine dumme Idee
Macbook Air und Co.
Verlötete SSDs sind eine dumme Idee

Immer mehr Hersteller verlöten Komponenten in Notebooks. Trotzdem schreiben sie sich Nachhaltigkeit auf die Fahne - welch Ironie.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Smartphones und Notebooks Bundesrat fordert bei Elektrogeräten wechselbare Akkus
  2. Umweltschutz Elektroschrott wird immer größeres Problem