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Niedrigzinsen und Steueroase Niederlande

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  1. Niedrigzinsen und Steueroase Niederlande

    Autor: M.P. 07.11.17 - 11:11

    Das am heimischen Fiskus vorbei in den Niederlanden gebunkerte Geld der Konzerne soll Renditen bringen. In der aktuellen Niedrigzinsphase lässt sich wohl mit den klassischen Anlagen für solche Fonds-Konstrukte keine auskömmliche Rendite mehr erzielen...

    Ist die "Deutsche" Glasfaser nicht auch mehrheitlich in Niederländischer Hand?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.11.17 11:12 durch M.P..

  2. Re: Niedrigzinsen und Steueroase Niederlande

    Autor: mapet 07.11.17 - 13:18

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das am heimischen Fiskus vorbei in den Niederlanden gebunkerte Geld der
    > Konzerne soll Renditen bringen. In der aktuellen Niedrigzinsphase lässt
    > sich wohl mit den klassischen Anlagen für solche Fonds-Konstrukte keine
    > auskömmliche Rendite mehr erzielen...
    >
    > Ist die "Deutsche" Glasfaser nicht auch mehrheitlich in Niederländischer
    > Hand?

    Steht doch im Artikel:
    "...Deutsche Glasfaser, das Unternehmen, eine Tochtergesellschaft des niederländischen Baukonzerns Reggeborgh, hatte im Juli 2015 bekanntgegeben, dass das Private-Equity-Unternehmen KKR mit Hauptsitz in New York die Mehrheit an der Firma übernehmen werde."

  3. Re: Niedrigzinsen und Steueroase Niederlande

    Autor: bombinho 08.11.17 - 05:34

    Die Niedrigzinsphase hat vor Allem den Vorteil, dass Gelder nicht einfach gebunkert werden und schlussendlich in Fonts landen, die die Gelder nicht produktiv reinvestieren.

    Dass aber ausgerechnet die Niederlande zur Steueroase werden, das halte ich fuer unwahrscheinlich.

    Die haben schlicht nicht gewartet sondern gehandelt und haben nun einen Knowhow-Vorteil und offensichtlich Kapazitaeten. Wohingegen in Deutschland ein Bedarf besteht, der von den ansaessigen Firmen nicht gedeckt wird. Zumal dank der staatlichen Pamperung des Sektors auch absehbar Rendite erzielbar sind.
    Simples Prinzip: Initial investieren, dann davon leben und/oder verkaufen.

    Eine kleinteilige Netzentwicklung hat wesentliche Vorteile, wie Parallelisierung, Distribution der Kosten, Streuung der Ertraege usw.. Wenn die Entwicklung stattgefunden hat, wird es zu einer Konsolidierung mit Aufkaeufen und Zusammenschluessen kommen.

    Dort wird auch die moegliche Strategie der Telekom recht klar. Man hat in die Versorgungsnetze massiv investiert, und ist damit in vielen Gebieten wiederum der einzige Versorger. Wie dann die Verteilung erfolgt, das spielt schlussendlich bei der von der Telekom gebauten Infrastruktur nur eine untergeordnete Rolle. Also der Endkunde wird zunehmend zum Beifang, schon weil er ohnehin selten eine Wahl hat.

    Dort koennten meshartige Netze der Telekom allerdings massiv auf den Fuss fallen.
    Bei ueberschuessigen Kapazitaeten im Verteilungsnetz koennten aufgrund der zukuenftigen Geschwindigkeiten jene freien Kapazitaeten einfach fuer das Routing genutzt werden. Eine etwas unguenstigere Route faellt bei den kommenden Geschwindigkeiten nur noch marginal ins Gewicht. Der Verkehr koennte sich dann parallel zu den Versorgungsnetzen in Richtung Dienstanbieter hangeln (und zurueck).

  4. Re: Niedrigzinsen und Steueroase Niederlande

    Autor: Kleba 08.11.17 - 07:41

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass aber ausgerechnet die Niederlande zur Steueroase werden, das halte ich
    > fuer unwahrscheinlich.

    Die Niederlande sind schon seit einigen Jahren eine ziemliche Steueroase (siehe Link 1 und Link2)

    Schönen Gruß
    Kleba

  5. Re: Niedrigzinsen und Steueroase Niederlande

    Autor: bombinho 09.11.17 - 23:56

    Da darf man nicht vergessen, dass Steuerrueckzahlungen aus Deutschland im Jahrzehnt vorher sehr beliebt waren ;).

    Zudem Steuern nur auf Gewinne gezahlt werden. Wer aber reinvestiert, hat gar keine Gewinne sondern Ausgaben, welche Einnahmen gegenueber stehen. Also warum sollte eine Firma mit massiven Investments eine Steueroase waehlen? Umziehen kann man dann immer noch.

    Steuersaetze sind nicht das Hauptkriterium sondern eher welche Posten steuerpflichtig sind und welche nicht. Es ist weniger interessant, ob das Land, in dem ich versteuere, 70% Spitzensatz hat, als die Frage, ob ich auch das Toilettenpapier von meiner Urgrossschwiegermutter noch mit absetzen kann.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.11.17 00:04 durch bombinho.

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