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Ein perfides Vorgehen

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  1. Ein perfides Vorgehen

    Autor: sp1derclaw 07.11.17 - 16:22

    Das Verhalten der Weltkonzerne ist unerträglich. Apple und viele andere umschiffen Differenzen in nationaler Gesetzgebung, um am Ende die Steuerlast möglichst Richtung 0 ¤ zu drücken und das Witzige ist, dass das rechtlich kaum bis gar nicht zu beanstanden ist. Für sich genommen ist das schon echt grenzwertig, doch wie geht das eigentlich mit Apples Außendarstellung zusammen, wonach sie großen Wert auf soziale Verantwortung legen? Auch wenn viele Steuern verschwendet werden, so landet zumindest ein beträchtlicher Teil in den sozialen Sicherungssystemen, aber auch in wichtigen Bereichen wie Bildung.

    Man könnte doch bitte wenigstens mit dem scheinheiligen Geschwafel aufhören, was man für ein tolles soziales Unternehmen ist und wie viel man doch für die Menschen tut. Ich mag deren Produkte, aber sowas stößt einem echt sauer auf.

  2. Problem - Lösung

    Autor: dabbes 07.11.17 - 16:47

    Problem: Steuerlicken und Apples ausnutzen dieser Lücken

    Lösung 1: Gesetze ändern, Problem: unfähige Politiker

    Lösung 2: keine apple Geräte und Dienste kaufen, kann jeder machen

    Solange es Lösung 1 nicht gibt bleibe ich bei 2.

  3. Re: Problem - Lösung

    Autor: Brainfreeze 07.11.17 - 16:55

    dabbes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Problem: Steuerlicken und Apples ausnutzen dieser Lücken
    >
    > Lösung 1: Gesetze ändern, Problem: unfähige Politiker
    >
    > Lösung 2: keine apple Geräte und Dienste kaufen, kann jeder machen
    >
    > Solange es Lösung 1 nicht gibt bleibe ich bei 2.
    Aber Du wirst wahrscheinlich die Produkte und Dienste anderer Firmen nutzen, die wiederum ebenfalls die vorhandenen Lücken nutzen.

  4. Re: Problem - Lösung

    Autor: Muhaha 07.11.17 - 16:57

    dabbes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Problem: Steuerlicken und Apples ausnutzen dieser Lücken
    >
    > Lösung 1: Gesetze ändern, Problem: unfähige Politiker

    *seufz*

    Weisst Du, warum die Politik nicht die Gesetze ändert? Weil sie vom Wähler viel zu wenig dahin getrieben wird. Der WÄHLER interessiert sich viel zu wenig für solche Themen und der WÄHLER ist selbst kein Unschuldslamm, weil er mit der Ausrede, dass "die da oben" ja keine Steuer zahlen würden, selber kräftig Steuerhinterziehung und Bescheisserles halt im kleinen Rahmen macht.

    Hör mir bitte, BITTE damit auf immer nur auf die Politik zu schimpfen. Schimpfe bitte auch über den trägen, desinteressierten oder selbst steuerhinterziehenden Bürger, der ganz große Mitschuld an der Untätigkeit der Politik hat.

  5. Re: Problem - Lösung

    Autor: TTX 07.11.17 - 17:11

    Sehe ich persönlich gar nicht so, solche Tricksereien sind Schaden am Volk und müssen von Politikern abgewendet werden. Also stehen sie selbst voll in der Verantwortung, dazu brauch es kein Wahlprogramm, das ist die Erwartung die man an einen Arbeitnehmer hat und Politiker sind nichts anderes.

  6. Re: Problem - Lösung

    Autor: Muhaha 07.11.17 - 17:20

    TTX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sehe ich persönlich gar nicht so, solche Tricksereien sind Schaden am Volk
    > und müssen von Politikern abgewendet werden. Also stehen sie selbst voll in
    > der Verantwortung, dazu brauch es kein Wahlprogramm, das ist die Erwartung
    > die man an einen Arbeitnehmer hat und Politiker sind nichts anderes.

    Der Wähler hat also KEINE Verantwortung zu übernehmen und ist immer fein raus, gleichgültig welchen Rotz er wählt oder ob er gleich desinteressiert zu Hause bleibt? Du machst es Dir hier viel zu einfach.

    Wieso sollte der Politiker so handeln, wie Du Dir das vorstellst, wenn er aber keine Konsequenzen für sein Nicht- oder Anders-Handeln erfährt?

  7. Re: Problem - Lösung

    Autor: neocron 07.11.17 - 17:21

    TTX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sehe ich persönlich gar nicht so, solche Tricksereien sind Schaden am Volk
    > und müssen von Politikern abgewendet werden.
    mag ja sein, allerdings ist dieser Schaden am Volk vom Volke legitimiert ... genau so wie Dieselschadstoffe vom Volke legitimiert sind!
    Verzichtet jemand auf sein Dieselfahrzeug? wohl kaum ...
    der Schaden wird hingenommen!

    Und solange das Volk selbst bei ihren Steuererklaerungen trickst, wie nur moeglich, kann man sich diese Heuchelei auch sparen ...

  8. Re: Problem - Lösung

    Autor: miauwww 07.11.17 - 17:32

    > Aber Du wirst wahrscheinlich die Produkte und Dienste anderer Firmen
    > nutzen, die wiederum ebenfalls die vorhandenen Lücken nutzen.

    Man kann sich redlich bemühen, solche Firmen generell zu meiden. Machen halt nur viel zu wenig Leute, mit den üblichen Ausreden.

  9. Re: Problem - Lösung

    Autor: _4ubi_ 07.11.17 - 17:36

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > TTX schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Sehe ich persönlich gar nicht so, solche Tricksereien sind Schaden am
    > Volk
    > > und müssen von Politikern abgewendet werden. Also stehen sie selbst voll
    > in
    > > der Verantwortung, dazu brauch es kein Wahlprogramm, das ist die
    > Erwartung
    > > die man an einen Arbeitnehmer hat und Politiker sind nichts anderes.
    >
    > Der Wähler hat also KEINE Verantwortung zu übernehmen und ist immer fein
    > raus, gleichgültig welchen Rotz er wählt oder ob er gleich desinteressiert
    > zu Hause bleibt? Du machst es Dir hier viel zu einfach.
    >
    > Wieso sollte der Politiker so handeln, wie Du Dir das vorstellst, wenn er
    > aber keine Konsequenzen für sein Nicht- oder Anders-Handeln erfährt?

    Es ist halt viel einfach zu schreien "die da oben sind Schuld".
    Vereinfacht das ganze Leben!

  10. Re: Problem - Lösung

    Autor: Akaruso 07.11.17 - 17:41

    Deutsche Politiker können aber nicht die Steuern in Jersey erhöhen bzw. erst einführen!

    Hier müssen internationale Regeln her, an die sich alle Staaten der Welt halten und ein internationaler Gerichtshof, der die Regeln überwacht und auch entsprechende Maßnahmen bei Regelverstößen durchsetzen kann.

    Man mus nicht viel Grips im Kopf haben um zu erkennen, dass dies ewig eine Utopie bleiben wird.

    Die Großen Firmen agieren jedoch international und sind somit den lokalen Politikern mehr als ein Schritt voraus.

  11. Re: Problem - Lösung

    Autor: violator 07.11.17 - 18:04

    miauwww schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man kann sich redlich bemühen, solche Firmen generell zu meiden. Machen
    > halt nur viel zu wenig Leute, mit den üblichen Ausreden.

    "Mit den üblichen Ausreden". Du bist lustig. Nenn mir doch mal nen Elektronikkonzern, der nicht nach Steuerlücken guckt, bei dem wir dann alle kaufen sollen.

  12. Re: Problem - Lösung

    Autor: violator 07.11.17 - 18:18

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und der WÄHLER ist selbst kein Unschuldslamm, weil
    > er mit der Ausrede, dass "die da oben" ja keine Steuer zahlen würden,
    > selber kräftig Steuerhinterziehung und Bescheisserles halt im kleinen
    > Rahmen macht.

    Und da ist eben der entscheidende Unterschied, ob man alles erdenkliche tut, um im Prinzip keine Steuern zu zahlen, oder ob man etwas im kleinen Rahmen macht.

  13. Re: Problem - Lösung

    Autor: Graveangel 07.11.17 - 19:03

    neocron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > TTX schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Sehe ich persönlich gar nicht so, solche Tricksereien sind Schaden am
    > Volk
    > > und müssen von Politikern abgewendet werden.
    > mag ja sein, allerdings ist dieser Schaden am Volk vom Volke legitimiert
    > ... genau so wie Dieselschadstoffe vom Volke legitimiert sind!
    > Verzichtet jemand auf sein Dieselfahrzeug? wohl kaum ...
    > der Schaden wird hingenommen!
    >
    > Und solange das Volk selbst bei ihren Steuererklaerungen trickst, wie nur
    > moeglich, kann man sich diese Heuchelei auch sparen ...


    Also darf ich meckern, da ich bisher keine Erklärung mache und damit vermutlich eher Geld verliere?

  14. Im weltweiten Kapitalismus

    Autor: Noppen 07.11.17 - 19:29

    regiert das Kapital. Wer A sagt, muss auch B sagen.

  15. Re: Ein perfides Vorgehen

    Autor: matok 07.11.17 - 19:29

    Umsatzsteuern für digitale Dienstleistungen dort abführen lassen, wo sie konsumiert werden. Ansonsten kein Zutritt zum Markt über Netzsperren. Fertig. Können sie ja gerne nur noch in Jersey ihr Zeug verkaufen.

  16. Re: Im weltweiten Kapitalismus

    Autor: thinksimple 07.11.17 - 19:34

    Zahlen müssen am Ende doch wieder wir. Zählt ein Konzern mehr Steuern reduziert sich sein Gewinn nach Steuern und somit erhöht er seinen VK-Preis oder knebelt seine Lieferanten mehr die wiederum an den Lohnkosten sparen.

    Ein Teufelskreis meine Damen und Herren und HerrInnen.

    Rettet die Insekten. Selbst auf einem Balkon wär etwas Platz. Eine kleine Ecke vom Golfrasen an die Natur abtreten. Es wär so einfach

  17. Das einzig beständige ist der Wandel

    Autor: Anonymer Nutzer 07.11.17 - 19:52

    Man muss halt ab und an mal wechseln
    sonst glaubt ein Unternehmen halt sie hätten einen für immer.
    Und verhält sich entsprechend. Siehe Apple.

    .

  18. Re: Im weltweiten Kapitalismus

    Autor: plutoniumsulfat 07.11.17 - 20:01

    thinksimple schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zahlen müssen am Ende doch wieder wir. Zählt ein Konzern mehr Steuern
    > reduziert sich sein Gewinn nach Steuern und somit erhöht er seinen VK-Preis
    > oder knebelt seine Lieferanten mehr die wiederum an den Lohnkosten sparen.
    >
    > Ein Teufelskreis meine Damen und Herren und HerrInnen.

    Dann am besten sein lassen. Und damit die Preise in Zukunft nicht erhöht werden, können wir ja gleich noch anfangen, denen noch mehr Geld in den Hintern zu schieben.

  19. Re: Im weltweiten Kapitalismus

    Autor: matok 07.11.17 - 20:24

    thinksimple schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zahlen müssen am Ende doch wieder wir. Zählt ein Konzern mehr Steuern
    > reduziert sich sein Gewinn nach Steuern und somit erhöht er seinen VK-Preis
    > oder knebelt seine Lieferanten mehr die wiederum an den Lohnkosten sparen.

    Nein, denn Verkaufspreise lassen sich nicht beliebig erhöhen. Man kann nur das kriegen, was der Markt auch hergibt und das Budget ist nunmal begrenzt. Worauf es hingegen keinen festen Anspruch gibt, ist die Höhe der Marge. Sprich, wenn alle Konzerne mehr Steuern zahlen müssten, würden nicht die Preise steigen, sondern deren (teils absurden) Margen sinken.

    > Ein Teufelskreis meine Damen und Herren und HerrInnen.

    Nö, eine leere Drohkulisse. Ursache ist die Schwäche und Uneinigkeit der Politik. Nationale Regeln helfen nunmal wenig gegen global agierende Konzerne.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.11.17 20:28 durch matok.

  20. Re: Problem - Lösung

    Autor: Muhaha 07.11.17 - 21:31

    _4ubi_ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Es ist halt viel einfach zu schreien "die da oben sind Schuld".
    > Vereinfacht das ganze Leben!

    Genau das. Wenn die anderen Schuld sind, muss man selbst nichts tun.

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